Śrī Nārada sprach: Der dazu Fähige aber soll, so wandernd, nur noch mit dem bloßen Körper zurückbleibend, nach der Regel, in jedem Dorf nur eine Nacht zu verweilen, ungebunden über die Erde ziehen.
Wort für Wort
śrī-nāradaḥ uvāca
Śrī Nārada (Nom.) sprach (Perf.)
kalpaḥ
der Fähige/Taugliche (Nom. Sg.)
tu
aber
evam
so
parivrajya
umherziehend, nachdem er gewandert ist (Absolutiv)
Wenn er (der Wandermönch) ein Gewand tragen will, so sei es nur die Bedeckung durch das Lendentuch; nichts anderes als die Kennzeichen wie Stab und dergleichen soll er, außer in Notzeiten, besitzen [?; die Wortfolge lässt auch die Lesart zu: nichts davon soll er aufgeben].
Wort für Wort
bibhṛyāt
er möge tragen/behalten (Optativ 3. Sg.)
yadi
wenn
asau
dieser (der Entsagende) (Nom. Sg.)
vāsaḥ
Gewand (Nom./Akk. Sg.)
kaupīna-ācchādanam
Bedeckung durch ein Lendentuch (Akk. Sg.)
param
nur, höchstens (Adv.)
tyaktam
aufgegeben, entbehrlich (Nom./Akk. Sg. neutr.)
na
nicht
liṅgāt
außer dem Kennzeichen (Abl. Sg.)
daṇḍa-ādeḥ
wie Stab und dergleichen (Abl. Sg.)
anyat
anderes (Akk. Sg. neutr.)
kiñcit
irgendetwas
anāpadi
in Zeiten ohne Not (Lok. Sg.)
Syntax leicht mehrdeutig; Sinn nach Kontext (Sparsamkeit des Sannyāsī) erschlossen.
eka eva cared bhikṣur
ātmārāmo 'napāśrayaḥ
sarva-bhūta-suhṛc-chānto
nārāyaṇa-parāyaṇaḥ
Allein nur soll der Bettelmönch wandern, sich im eigenen Selbst erfreuend, ohne (äußere) Zuflucht, allen Wesen wohlgesinnt, friedvoll, Nārāyaṇa ganz ergeben.
paśyed ātmany ado viśvaṁ
pare sad-asato 'vyaye
ātmānaṁ ca paraṁ brahma
sarvatra sad-asan-maye
Er soll dieses Universum im Selbst (verankert) sehen, im Höchsten, dem Unvergänglichen, das Ursache von Seiendem und Nichtseiendem ist; und (er soll) sich selbst als das höchste Brahman (erkennen), überall, im aus Ursache und Wirkung Bestehenden.
Wort für Wort
paśyet
er soll sehen (Optativ 3. Sg.)
ātmani
im Selbst (Lok. Sg.)
adaḥ
dieses (Nom./Akk. Sg. neutr.)
viśvam
das Universum (Akk. Sg.)
pare
im Höchsten (Lok. Sg.)
sat-asataḥ
von Ursache und Wirkung/Seiendem und Nichtseiendem (Gen. Sg.)
supti-prabodhayoḥ sandhāv
ātmano gatim ātma-dṛk
paśyan bandhaṁ ca mokṣaṁ ca
māyā-mātraṁ na vastutaḥ
Wer das Selbst wahrnimmt, soll, den Zustand des Selbst in der Übergangsphase von Schlaf und Erwachen betrachtend, erkennen, dass Bindung und Befreiung nur Illusion sind, nicht der Sache nach (real).
Er soll nicht den gewissen Tod begrüßen, noch das ungewisse Leben dieses (Körpers); er soll die höchste Zeit erwarten, welche das Entstehen und Vergehen der Wesen (bewirkt).
Er soll nicht an nichtigen Schriften haften, noch soll er davon seinen Lebensunterhalt bestreiten; Wortgefechte soll er aufgeben, ebenso (bloße) Spekulationen, und keiner Partei soll er sich anschließen.
na śiṣyān anubadhnīta
granthān naivābhyased bahūn
na vyākhyām upayuñjīta
nārambhān ārabhet kvacit
Er soll keine Schüler an sich binden, noch soll er viele Bücher (eifrig) studieren; er soll keinen Lehrvortrag (als Broterwerb) benutzen, und niemals soll er (weltliche) Unternehmungen beginnen.
Das äußere Ordenszeichen des Asketen ist meist nicht die Ursache des Dharma für den Erhabenen, den Friedvollen, dessen Sinn im Gleichmut ruht; er mag es tragen oder auch ablegen.
Der Weise, dessen (äußere) Kennzeichen verborgen, dessen (innerer) Sinn aber offenbar ist, soll sich selbst den Menschen wie ein Wahnsinniger, wie ein Kind, oder — als Gelehrter — wie ein Stummer, durch sein Verhalten zeigen.
Wort für Wort
avyakta-liṅgaḥ
dessen Kennzeichen unmanifestiert/verborgen sind (Nom. Sg.)
vyakta-arthaḥ
dessen Ziel/Sinn offenbar ist (Nom. Sg.)
manīṣī
der Weise (Nom. Sg.)
unmatta-bāla-vat
wie ein Wahnsinniger und ein Kind (Adv.)
kaviḥ
der Gelehrte, Dichter (Nom. Sg.)
mūka-vat
wie ein Stummer (Adv.)
ātmānam
sich selbst (Akk. Sg.)
saḥ
er (Nom. Sg.)
dṛṣṭyā
durch (sein) Verhalten/seine Anschauung (Instr. Sg.)
Ihn, wie er auf der Erde lag, an der (Fluss) Kāverī, auf einem Grat des Sahya-Gebirges, seine Körperteile von Staub bedeckt, doch seine Kraft verborgen und makellos, erblickte, während er, vom Verlangen getrieben, das Wesen der Welt(en) zu erkennen, durch die Welten wanderte — umgeben von einigen wenigen Ministern —, Prahrāda, der dem Erhabenen liebe (Gottgeweihte).
Wort für Wort
tam
ihn (Akk. Sg.)
śayānam
liegend (Part. Akk. Sg.)
dharā-upasthe
auf der Erdoberfläche (Lok. Sg.)
kāveryām
an der (Fluss) Kāverī (Lok. Sg.)
sahya-sānuni
auf einem Grat des (Berges) Sahya (Lok. Sg.)
rajaḥ-valaiḥ
staubbedeckt (Instr. Pl.)
tanū-deśaiḥ
mit Körperteilen (Instr. Pl.)
nigūḍha-amala-tejasam
dessen verborgene, makellose Kraft (Akk. Sg.)
dadarśa
er sah (Perf. 3. Sg.)
lokān
die Welten (Akk. Pl.)
vicaran
umherwandernd (Part. Präs.)
loka-tattva-vivitsayā
aus Verlangen, das Wesen der Welt(en) zu erkennen (Instr. Sg.)
karmaṇākṛtibhir vācā
liṅgair varṇāśramādibhiḥ
na vidanti janā yaṁ vai
so 'sāv iti na veti ca
Wen die Leute weder durch (seine) Taten, (seine äußere) Gestalt, (seine) Rede, (seine) Kennzeichen noch durch (Merkmale von) Kaste und Lebensstand erkennen können, so dass sie sagen, 'ist er dies, oder ist er es nicht' —
Wort für Wort
karmaṇā
durch (seine) Tat (Instr. Sg.)
ākṛtibhiḥ
durch (äußere) Gestalt (Instr. Pl.)
vācā
durch Rede (Instr. Sg.)
liṅgaiḥ
durch Kennzeichen (Instr. Pl.)
varṇa-āśrama-ādibhiḥ
durch (Merkmale von) Kaste, Lebensstand usw. (Instr. Pl.)
na vidanti
sie erkennen nicht (Präs. 3. Pl.)
janāḥ
die Leute (Nom. Pl.)
yam
wen (Akk. Sg.)
vai
fürwahr
saḥ asau
er, jener (Nom. Sg.)
iti na vā iti ca
'so ist er' oder 'nicht', und
Der Satz ist syntaktisch unabgeschlossen und wird in Vers 15 fortgeführt.
Ihn, sich verneigend und ihn vorschriftsgemäß verehrend, mit dem Haupt seine Füße berührend, befragte, wissbegierig, der große Gottgeweihte, obwohl ein Asura, mit diesen (Worten).
Du erhältst (deinen) Körper feist, wie einer, der sich anstrengt, (wie) ein Genießender. Reichtum ist fürwahr (das Ergebnis) derer, die sich anstrengen, und Genuss (das Los) derer, die Reichtum besitzen, hier (in dieser Welt); der Körper der Genießenden wird fürwahr feist, nicht anders.
Wort für Wort
bibharṣi
du erhältst, trägst (Präs. 2. Sg.)
kāyam
den Körper (Akk. Sg.)
pīvānam
feist, wohlgenährt (Akk. Sg.)
sa-udyamaḥ
wie einer, der sich anstrengt (Nom. Sg.)
bhogavān
ein Genießender (Nom. Sg.)
yathā
wie
vittam
Reichtum (Nom. Sg.)
ca eva
und gewiss
udyama-vatām
derer, die sich (wirtschaftlich) anstrengen (Gen. Pl.)
na te śayānasya nirudyamasya
brahman nu hārtho yata eva bhogaḥ
abhogino 'yaṁ tava vipra dehaḥ
pīvā yatas tad vada naḥ kṣamaṁ cet
Dir, dem so Liegenden, Tätigkeitslosen, o Brahmane, fehlt doch offenbar der Reichtum, aus dem der Genuss erst entsteht; dieser dein Körper, o Gelehrter, gehört doch einem, der nicht genießt — warum ist er dennoch feist? Sag uns das, wenn (unsere Frage) verzeihlich ist.
(Du bist) gelehrt, tüchtig, von scharfem Blick, von mannigfaltig-angenehmer Rede, gleichmütig — und (doch) liegst du (untätig) da, während die Leute ihre Werke verrichten, sei es, dass du dies (alles) betrachtet hast, oder nicht [?].
Wort für Wort
kaviḥ
gelehrt, weise (Nom. Sg.)
kalpaḥ
tüchtig, fähig (Nom. Sg.)
nipuṇa-dṛk
von scharfem Blick (Nom. Sg.)
citra-priya-kathaḥ
von mannigfaltig-angenehmer Rede (Nom. Sg.)
samaḥ
gleichmütig (Nom. Sg.)
lokasya
der Leute (Gen. Sg.)
kurvataḥ
die (ihr Werk) verrichten (Gen. Pl. Part.)
karma
Werk, Tätigkeit (Akk. Sg.)
śeṣe
du liegst (Präs. 2. Sg.)
tat-vīkṣitā
das betrachtet habend (Nom. Sg.) [?]
api vā
oder auch (nicht)
Konstruktion des letzten Pāda unsicher; Sinn nach Kontext erschlossen.
Der Brahmane sprach: Du kennst dies, o Bester der Asuras, du, der gewiss von den Edlen anerkannt ist — die (verschiedenen) Stufen des Strebens und dessen Aufhörens bei den Menschen, mit dem Auge der Selbsterkenntnis.
Dennoch will ich, o König, deine Fragen beantworten, so wie ich es (von den Autoritäten) gehört habe; denn du bist es wert, angesprochen zu werden von einem, der die Reinigung des Selbst wünscht.
Durch den Durst (nach Dasein), der das Werden mit sich führt, und durch passende, nicht zu stillende Begierden zum Handeln gezwungen, wurde ich in mancherlei Existenzformen eingespannt.
yadṛcchayā lokam imaṁ
prāpitaḥ karmabhir bhraman
svargāpavargayor dvāraṁ
tiraścāṁ punar asya ca
Durch (meine) Taten umherirrend, gelangte ich von selbst zu dieser (menschlichen) Welt — die das Tor zu Himmel und Befreiung ist, (aber auch das Tor) zurück zu den Tieren und wieder zu dieser (menschlichen Geburt).
tatrāpi dam-patīnāṁ ca
sukhāyānyāpanuttaye
karmāṇi kurvatāṁ dṛṣṭvā
nivṛtto 'smi viparyayam
Als ich sah, wie auch dort die Eheleute Taten verrichten, um Glück zu erlangen und Leid abzuwehren, habe ich vom Gegenteil (davon, d.h. von solchem Tun) abgelassen.
Glück ist die wahre Natur dieses Selbst, und das Aufhören alles Strebens ist deren Mittel (der Verwirklichung); nachdem ich die Genüsse, die aus der Berührung mit dem Geist entstehen, durchschaut habe, will ich, mich niederlegend, ruhen.
Wort für Wort
sukham
Glück (Nom. Sg.)
asya
dieses (Gen. Sg.)
ātmanaḥ
des Selbst (Gen. Sg.)
rūpam
die (wahre) Natur, Gestalt (Nom. Sg.)
sarva-īhā-uparatiḥ
das Aufhören alles Strebens (Nom. Sg.)
tanuḥ
das Mittel, der Träger (davon) (Nom. Sg.)
manaḥ-saṁsparśa-jān
die aus der Berührung mit dem Geist entstehen (Akk. Pl.)
So vergisst der Mensch, fürwahr, das im Selbst bestehende, eigene Wohl, und erlangt im unwirklichen Zweiheitsbereich (Dvaita) das mannigfaltige, schreckliche Weltendasein (Saṁsāra).
So wie ein Unwissender das Wasser, das von dem daraus (entstandenen Gras) bedeckt ist, verlässt und, aus Verlangen nach Wasser, der Luftspiegelung nachläuft — ebenso (sucht) einer, der seinen wahren Nutzen (fälschlich) anderswo sieht, diesen nicht in sich selbst.
Für den, der mittels Körper und dergleichen — Dingen, die der höheren Macht unterworfen sind — für das Selbst Glück und das Überwinden des Leids erstrebt, aber keine (wahre) Herrschaft (über sich) hat, werden die immer wieder unternommenen Taten (stets aufs Neue) fruchtlos.
Wort für Wort
deha-ādibhiḥ
mit Körper und dergleichen (Instr. Pl.)
daiva-tantraiḥ
die der höheren Macht unterworfen sind (Instr. Pl.)
ātmanaḥ
für das Selbst (Gen. Sg.)
sukham
Glück (Akk. Sg.)
īhataḥ
der (danach) strebt (Gen. Sg. Part.)
duḥkha-atyayam
das Überwinden des Leids (Akk. Sg.)
ca
und
anīśasya
dessen, der keine Herrschaft (über sich) hat (Gen. Sg.)
kriyāḥ
die Unternehmungen, Taten (Nom. Pl.)
moghāḥ
fruchtlos (Nom. Pl.)
kṛtāḥ kṛtāḥ
immer wieder ausgeführt (Nom. Pl., Reduplikation = Intensität)
ādhyātmikādibhir duḥkhair
avimuktasya karhicit
martyasya kṛcchropanatair
arthaiḥ kāmaiḥ kriyeta kim
Was würde für den Sterblichen, der niemals frei ist von den Leiden — seien sie nun auf das Selbst (auf Götter, auf andere Wesen usw.) bezogen —, durch mühevoll erlangte Güter oder durch (die Erfüllung von) Begierden schon bewirkt?
Wort für Wort
ādhyātmika-ādibhiḥ
mit den (Übeln), beginnend mit dem auf das Selbst bezogenen (Instr. Pl.)
Für den, der Leben (zu verlieren) oder Besitz (zu bewahren) hat, besteht beständig Furcht: vom König, von Dieben, vom Feind, von den eigenen Leuten, von Tieren und Vögeln, von Bittstellern, von der Zeit, ja sogar von sich selbst.
Kummer, Verblendung, Furcht, Zorn, Leidenschaft, Ohnmacht, Mühsal und dergleichen — deren Wurzel dies (das Verlangen nach Leben und Besitz) bei den Menschen ist —: dieses Verlangen nach Lebenskraft und Besitz soll der Weise aufgeben.
Loslösung von allen Begierden wurde mir von der Biene gelehrt: mühsam erworbenen, honigähnlichen Reichtum nimmt ein anderer weg, indem er sogar den Besitzer erschlägt.
Ohne (eigenes) Streben, vollkommen zufrieden mit dem, was sich von selbst darbietet, (lebe) ich; und wenn auch das nicht (geschieht), so liege ich viele Tage (ohne Nahrung), beharrlich wie die große Python.
Manchmal esse ich wenig, manchmal viel Speise, schmackhaft oder unschmackhaft; manchmal reichlich und von guter Beschaffenheit, manchmal ohne gute Beschaffenheit; manchmal (Speise,) die mit Ehrerbietung dargebracht wurde, zuweilen auch solche ohne Ehrerbietung — ich esse (sie); und nach dem Essen (weile ich) an irgendeinem Ort, bei Tag oder bei Nacht, wie es sich gerade ergibt.
Wort für Wort
kvacit
manchmal
alpam
wenig (Akk. Sg.)
kvacit
manchmal
bhūri
viel (Akk. Sg.)
bhuñje
ich esse (Präs. 1. Sg.)
annam
Speise (Akk. Sg.)
svādu
schmackhaft (Akk. Sg.)
asvādu
unschmackhaft (Akk. Sg.)
vā
oder
kvacid bhūri guṇa-upetam
manchmal reichlich, mit guten Eigenschaften versehen (Akk. Sg.)
kṣaumaṁ dukūlam ajinaṁ
cīraṁ valkalam eva vā
vase 'nyad api samprāptaṁ
diṣṭa-bhuk tuṣṭa-dhīr aham
In Leinen, feines Tuch, Fell, Lumpen oder Baumrinde kleide ich mich, oder auch in anderes, was (mir zufällig) zufällt — denn ich genieße, was das Schicksal zuteilt, meinen Sinn zufrieden (haltend).
Wort für Wort
kṣaumam
Leinengewand (Akk. Sg.)
dukūlam
feines Tuch, Seide (Akk. Sg.)
ajinam
Fell (Akk. Sg.)
cīram
Lumpen, Lendenschurz (Akk. Sg.)
valkalam
Baumrinde (Akk. Sg.)
eva vā
oder auch
vase
ich kleide mich (Präs. 1. Sg.)
anyat
anderes (Akk. Sg.)
api
auch
samprāptam
zufällig Erlangtes (Akk. Sg.)
diṣṭa-bhuk
der von der Vorsehung Zugeteiltes genießt (Nom. Sg.)
Manchmal liege ich auf der bloßen Erde, auf Gras, Laub, Stein oder Asche; manchmal auf einem Bett in einem Palast oder auf einem Polster, je nach dem Wunsch eines anderen.
Manchmal, gebadet, die Glieder gesalbt, schön gekleidet, bekränzt und geschmückt, bewege ich mich mit Wagen, Elefant und Pferden; manchmal, o Erhabener, wandere ich nackt umher, wie einer, der von einem Dämon besessen ist.
Wort für Wort
kvacit
manchmal
snātaḥ
gebadet (Nom. Sg.)
anulipta-aṅgaḥ
dessen Glieder gesalbt sind (Nom. Sg.)
su-vāsāḥ
schön gekleidet (Nom. Sg.)
sragvī
bekränzt (Nom. Sg.)
alaṅkṛtaḥ
geschmückt (Nom. Sg.)
ratha-ibha-aśvaiḥ
mit Wagen, Elefant und Pferden (Instr. Pl.)
care
ich bewege mich, wandere (Präs. 1. Sg.)
kvāpi
manchmal
dik-vāsāḥ
von den Himmelsrichtungen bekleidet, d.h. nackt (Nom. Sg.)
nāhaṁ ninde na ca staumi
sva-bhāva-viṣamaṁ janam
eteṣāṁ śreya āśāse
utaikātmyaṁ mahātmani
Ich tadle nicht, noch preise ich den Menschen, dessen eigenes Wesen (von Natur aus) widersprüchlich ist; ich erflehe für diese das Heil, und ferner die Einheit mit dem höchsten Selbst.
Wort für Wort
na aham
nicht ich
ninde
ich tadle (Präs. 1. Sg.)
na ca
und nicht
staumi
ich preise (Präs. 1. Sg.)
sva-bhāva-viṣamam
dessen eigenes Wesen widersprüchlich ist (Akk. Sg.)
vikalpaṁ juhuyāc cittau
tāṁ manasy artha-vibhrame
mano vaikārike hutvā
taṁ māyāyāṁ juhoty anu
Die (dualistische) Unterscheidung soll er ins Feuer des Bewusstseins opfern, dieses Bewusstsein in das der Objektverwirrung verstrickte Denken, das Denken sodann in das (aus der Wandlung geborene) Ich-Bewusstsein, und dieses Ich-Bewusstsein opfert er dann in die Māyā.
Wort für Wort
vikalpam
die (dualistische) Unterscheidung (Akk. Sg.)
juhuyāt
er soll opfern, darbringen (Optativ 3. Sg.)
cittau
ins Feuer des Bewusstseins (Lok. Sg.)
tām
dieses (Bewusstsein) (Akk. Sg.)
manasi
ins Denken, den Geist (Lok. Sg.)
artha-vibhrame
in die Verwirrung über die (Sinnes-)Objekte (Lok. Sg.)
manaḥ
den Geist (Akk. Sg.)
vaikārike
ins (aus der Wandlung entstandene) Ich-Bewusstsein (Lok. Sg.)
Diese Māyā soll der die Wahrheit erkennende Weise in die Selbsterfahrung opfern; danach soll er, ohne (weiteres) Streben, innehalten, verweilend im Selbst, das auf eigener Erfahrung beruht.
Wort für Wort
ātma-anubhūtau
in die Selbsterfahrung (Lok. Sg.)
tām
diese (Māyā) (Akk. Sg.)
māyām
die Māyā (Akk. Sg.)
juhuyāt
er soll opfern (Optativ 3. Sg.)
satya-dṛk
wer die Wahrheit erkennt (Nom. Sg.)
muniḥ
der Weise (Nom. Sg.)
tataḥ
danach
nirīhaḥ
ohne (weiteres) Streben (Nom. Sg.)
viramet
er soll innehalten, aufhören (Optativ 3. Sg.)
sva-anubhūti-ātmani
im auf eigener Erfahrung beruhenden Selbst (Lok. Sg.)
svātma-vṛttaṁ mayetthaṁ te
suguptam api varṇitam
vyapetaṁ loka-śāstrābhyāṁ
bhavān hi bhagavat-paraḥ
So habe ich dir die Geschichte meines eigenen Selbst geschildert, obgleich sie wohlgehütet und frei vom (Urteil der) Welt und der Schriften ist — denn du bist ja dem Erhabenen ganz ergeben.
Wort für Wort
sva-ātma-vṛttam
die Geschichte des eigenen Selbst (Akk. Sg.)
mayā
von mir (Instr. Sg.)
ittham
so
te
dir (Dat. Sg.)
su-guptam
sehr geheim, wohlgehütet (Akk. Sg.)
api
obwohl, auch
varṇitam
geschildert (Akk. Sg.)
vyapetam
frei (davon) (Akk. Sg.)
loka-śāstrābhyām
vom (Urteil der) Welt und der Schriften (Instr. Dual)
Śrī Nārada sprach: Nachdem der Herr der Asuras das Gesetz der Paramahaṁsas vom Weisen gehört hatte, verehrte er ihn, und, erfreut, nahm er darauf Abschied und zog nach Hause.