Verse 1 und 4 wurden erfolgreich über die vedabase.io-Wort-für-Wort-Gloss-Tabelle abgerufen und dienen als Anker zur Absicherung. Ab Vers 2 (bzw. dem zweiten Abruf innerhalb desselben Batches) sperrte der Proxy vedabase.io dauerhaft mit HTTP 429 ("Do not fetch this page again, even after waiting"); direkter Zugriff auf die GRETIL-Quelldatei bhp_08u.htm war über den Bash-Direktzugriff durch die Egress-Policy blockiert (403) und über das WebFetch-Tool wegen der Dateigröße nicht bis Kapitel 13 auslesbar (die Zusammenfassung brach mangels Kontextfenster bei Kapitel 8 ab). Als gleichwertiger IAST-Ersatzabruf wurde daher die Spiegel-Quelle prabhupadabooks.com (identischer IAST-Grundtext plus wortweise Synonym-Glossierung wie vedabase.io, jedoch ohne diakritische Zeichen) für alle übrigen Verse (2-3, 5-36) verwendet; die diakritischen Zeichen (ā, ī, ū, ṛ, ṃ/ṁ, ś, ṣ, ñ, ṭ, ḍ, ṇ) wurden anhand der bekannten Eigennamen und Grammatik eigenständig rekonstruiert und gegen die beiden vedabase-Anker (Vers 1, 4) auf Konsistenz der Orthographie geprüft (identischer Wortlaut). Die deutsche Übersetzung und die deutsche Wort-für-Wort-Analyse wurden in jedem Fall vollständig eigenständig aus dem Sanskrit erarbeitet, nicht aus der vorhandenen englischen Übersetzung abgeleitet. Vers 2-3 und 15-16 sind im Original als Doppelverse (je zwei Ślokas) überliefert und wurden - der Konvention des Projekts folgend - als zusammengefasste Einheiten geführt.
Śrī Śuka sprach: Manu, der Sohn Vivasvats, ist als Śrāddhadeva bekannt, der gegenwärtige, siebte (Manu); höre von mir (die Aufzählung) seiner Nachkommen.
ikṣvākur nābhagaś caiva
dhṛṣṭaḥ śaryātir eva ca
nariṣyanto 'tha nābhagaḥ
saptamo diṣṭa ucyate
taruṣaś ca pṛṣadhraś ca
daśamo vasumān smṛtaḥ
manor vaivasvatasyaite
daśa-putrāḥ parantapa
Ikṣvāku, Nābhaga, ebenso auch Dhṛṣṭa, Śaryāti, sowie Nariṣyanta, und (wiederum) ein Nābhaga als der siebte, genannt Diṣṭa, ferner Taruṣa und Pṛṣadhra, der zehnte, bekannt als Vasumān – diese zehn Söhne, o Bezwinger der Feinde, hat Manu Vaivasvata.
Wort für Wort
ikṣvākuḥ
Ikṣvāku (Nom. Sg.)
nābhagaḥ
Nābhaga (Nom. Sg.)
ca eva
und auch
dhṛṣṭaḥ
Dhṛṣṭa (Nom. Sg.)
śaryātiḥ
Śaryāti (Nom. Sg.)
eva ca
und ebenso
nariṣyantaḥ
Nariṣyanta (Nom. Sg.)
atha
sowie, ferner
nābhagaḥ
Nābhaga (Nom. Sg., ein zweiter dieses Namens)
saptamaḥ
der siebte (Nom. Sg.)
diṣṭaḥ
Diṣṭa (Nom. Sg.)
ucyate
wird genannt (Präs. Pass. 3. Sg.)
taruṣaḥ ca
und Taruṣa (Nom. Sg.)
pṛṣadhraḥ ca
und Pṛṣadhra (Nom. Sg.)
daśamaḥ
der zehnte (Nom. Sg.)
vasumān
Vasumān (Nom. Sg.)
smṛtaḥ
gilt, wird erinnert (Nom. Sg. Part.)
manoḥ
des Manu (Gen. Sg.)
vaivasvatasya
Vaivasvatas (Gen. Sg.)
ete
diese (Nom. Pl.)
daśa-putrāḥ
die zehn Söhne (Nom. Pl.)
parantapa
o Bezwinger der Feinde (Vok. Sg.)
[Anm.: Der Name Nābhaga erscheint im Quelltext zweimal (als zweiter und als siebter Sohn) – eine bekannte Crux der Überlieferung, hier unverändert wiedergegeben.]
Auch in dieser (Manu-Periode) geschah die Geburt des Herrn von Kaśyapa und Aditi: Viṣṇu, der jüngste der Ādityas, in der Gestalt eines Zwerges (Vāmana).
saṅkṣepato mayoktāni
sapta-manvantarāṇi te
bhaviṣyāṇy atha vakṣyāmi
viṣṇoḥ śaktyānvitāni ca
In Kürze habe ich dir die sieben (bisherigen) Manvantaras erzählt; nun werde ich (dir) die zukünftigen (Manvantaras), die mit Viṣṇus Kraft ausgestattet sind, verkünden.
Wort für Wort
saṅkṣepataḥ
in Kürze (Adv.)
mayā
von mir (Instr. Sg.)
uktāni
erzählt, gesagt (Nom. Pl. neutr. Part. Perf. Pass.)
Manche (nennen) eine dritte, Vāḍavā; von diesen (Gattinnen) sind die drei Kinder der Saṁjñā: Yama, Yamī (und) Śrāddhadeva. Höre nun von den Söhnen der Chāyā.
Sāvarṇi (und) die Tochter Tapatī, welche die Gattin (König) Saṁvaraṇas wurde, (sowie) Śanaiścara als der dritte – (das sind die Kinder der Chāyā); die beiden Aśvins aber wurden von Vāḍavā geboren.
Er (Bali), der dies (die Erde) dem bittenden Viṣṇu als drei Schritte gegeben und (dadurch) das (von ihm einst) erlangte Amt Indras aufgegeben hat, wird danach die Vollkommenheit erlangen.
Er (Bali), jener, der von dem wohlwollenden Herrn gebunden und wieder in Sutala, (einem Ort) reicher als der Himmel, angesiedelt wurde, weilt jetzt (dort) wie ein souveräner Herrscher.
gālavo dīptimān rāmo
droṇa-putraḥ kṛpas tathā
ṛṣyaśṛṅgaḥ pitāsmākaṁ
bhagavān bādarāyaṇaḥ
ime saptarṣayas tatra
bhaviṣyanti sva-yogataḥ
idānīm āsate rājan
sve sve āśrama-maṇḍale
Gālava, Dīptimān, Rāma (Paraśurāma), der Sohn Droṇas (Aśvatthāman), Kṛpa, ebenso Ṛṣyaśṛṅga (und) unser Vater, der erhabene Bādarāyaṇa (Vyāsa) – diese sieben Weisen werden dort (in jenem Manvantara) kraft ihrer eigenen Yoga-Kraft (als Saptarṣis) sein; jetzt aber, o König, weilen sie noch, jeder in seiner eigenen Einsiedelei.
Von Devaguhya, im Schoß der Sarasvatī (geboren), (kommt) der Herrscher namens Sārvabhauma; er wird, nachdem er den Rang von Purandara (Indra) genommen hat, ihn Bali geben.
Von Āyuṣmat, im Schoß der Ambudhārā, wird Ṛṣabha, eine Teilerscheinung des Herrn, geboren werden; durch ihn wird (Indra) Adbhuta die gedeihenden drei Welten beherrschen.
Der zehnte Manu, Brahma-Sāvarṇi, ist der Sohn Upaślokas; dessen Söhne sind Bhūriṣeṇa und andere, (seine Weisen) die von Haviṣmat angeführten Zweifachgeborenen.
Haviṣmān, Sukṛta, Satya, Jaya (und) Mūrti sind dann die (sieben) Weisen; die Suvāsanas, Viruddhas und andere sind die Götter; Śambhu ist der Herr der Götter (Indra).
Viśvaksena, im Schoß der Viśucī im Hause Viśvasṛjs geboren – der mächtige Herr, geboren durch seinen eigenen Teil –, wird Freundschaft mit Śambhu schließen.
Der dreizehnte, künftige Manu wird der selbstbeherrschte Deva-Sāvarṇi sein; Citrasena, Vicitra und andere sind die aus dem Leib Deva-Sāvarṇis geborenen (Söhne).
Der Sohn Satrāyaṇas, Bṛhadbhānu, wird dann – Hari selbst, im Schoß der Vitānā (geboren) –, o großer König, den Faden der (rituellen) Handlungen fortspinnen.
Wort für Wort
satrāyaṇasya
Satrāyaṇas (Gen. Sg.)
tanayaḥ
der Sohn (Nom. Sg.)
bṛhadbhānuḥ
Bṛhadbhānu (Nom. Sg.)
tadā
dann (Adv.)
hariḥ
Hari (Nom. Sg.)
vitānāyām
im Schoß der Vitānā (Lok. Sg.)
mahā-rāja
o großer König (Vok. Sg.)
kriyā-tantūn
die Fäden der (rituellen) Handlungen (Akk. Pl.)
vitāyitā
wird ausbreiten, fortspinnen (Fut. periphr. 3. Sg.)
rājaṁś caturdaśaitāni
tri-kālānugatāni te
proktāny ebhir mitaḥ kalpo
yuga-sahasra-paryayaḥ
O König, diese vierzehn, die drei Zeiten (Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft) umfassend, wurden dir verkündet; durch diese (vierzehn Manvantaras) wird ein Kalpa bemessen, der aus tausend Yuga-Zyklen besteht.
Wort für Wort
rājan
o König (Vok. Sg.)
caturdaśa
vierzehn
etāni
diese (Nom./Akk. Pl. neutr.)
tri-kāla-anugatāni
die drei Zeiten umfassend (Nom./Akk. Pl. neutr.)
te
dir (Dat. Sg.)
proktāni
wurden verkündet (Nom./Akk. Pl. neutr. Part. Perf. Pass.)