Kapitel 199: Ajamīḍha-vaṃśānucaritam
Die Nachkommen Ajamīḍhas
Fortsetzung der Genealogien aus Kapitel 21: Pāñcāla-Linie, Kuru-Dynastie bis zu den Pāṇḍavas und Parīkṣit, sowie eine Prophezeiung über Janamejaya und die künftigen Könige von Magadha (Bārhadratha-Dynastie).
Er (Somaka) hatte hundert Söhne; der jüngste unter ihnen war Pṛṣata. Von ihm wurde Drupada geboren, ausgestattet mit allem Reichtum. Von Drupada [stammten] Draupadī und seine Söhne, angeführt von Dhṛṣṭadyumna.
dhṛṣṭadyumnād dhṛṣṭaketur bhārmyāḥ pāñcālakā ime | yo 'jamīḍha-suto hy anya ṛkṣaḥ saṃvaraṇas tataḥ
Von Dhṛṣṭadyumna [stammte] Dhṛṣṭaketu; dies sind die Pāñcālas, die Bhārmyas [genannt]. Ein anderer Sohn Ajamīḍhas war Ṛkṣa; von ihm [stammte] Saṃvaraṇa.
Wort für Wort
dhṛṣṭadyumnāt dhṛṣṭaketuḥ
von Dhṛṣṭadyumna [stammte] Dhṛṣṭaketu
bhārmyāḥ pāñcālakāḥ ime
dies sind die Pāñcālas, die Bhārmyas
yaḥ ajamīḍha-sutaḥ hi anyaḥ ṛkṣaḥ
ein anderer Sohn Ajamīḍhas war Ṛkṣa
saṃvaraṇaḥ tataḥ
von ihm [stammte] Saṃvaraṇa
„Bhārmyāḥ“ – Beiname der Pāñcāla-Linie [?], Bezug unsicher.
Von Saṃvaraṇa und Tapatī, der Tochter der Sonne, wurde Kuru geboren, der Herrscher von Kurukṣetra. Parīkṣit, Sudhanu, Jahnu und Niṣadha waren die Söhne Kurus. Von Sudhanu entstand Suhotra, von diesem Cyavana, dann Kṛti. Von Kṛti entstand Vasu Uparicara, und von ihm die Söhne, angeführt von Bṛhadratha.
Wort für Wort
tapatyāṃ sūrya-kanyāyām
von Tapatī, der Tochter der Sonne
kurukṣetra-patiḥ kuruḥ
[wurde geboren] Kuru, der Herr von Kurukṣetra
parīkṣiḥ sudhanuḥ jahnuḥ niṣadhaḥ ca kuroḥ sutāḥ
Parīkṣit, Sudhanu, Jahnu und Niṣadha waren die Söhne Kurus
Kuśāmba, Matsya, Pratyagra und Cedi [waren die weiteren Söhne Vasus], die ersten unter den Königen von Cedi. Von Bṛhadratha entstand Kuśāgra, und dessen Sohn war Ṛṣabha.
Wort für Wort
kuśāmba-matsya-pratyagra
Kuśāmba, Matsya, Pratyagra
cedi-pa-ādyāḥ ca cedi-pāḥ
und die Cedi[-Ahnherren], die ersten der Cedi-Könige
bṛhadrathāt kuśāgraḥ abhūt
von Bṛhadratha entstand Kuśāgra
ṛṣabhaḥ tasya tat-sutaḥ
Ṛṣabha war dessen Sohn
[Anm.: Namen der Vasu-Söhne teils unsicher überliefert; „cedi-pāḥ“ als „Herrscher von Cedi“ gedeutet.]
jajñe satyahito 'patyaṃ puṣpavāṃs tat-suto jahuḥ | anyasyām api bhāryāyāṃ śakale dve bṛhadrathāt
Von Ṛṣabha wurde Satyahita als Nachkomme geboren, dessen Sohn war Puṣpavān, [und dessen Sohn] Jahu. Von einer anderen Gattin zeugte Bṛhadratha zwei Körperhälften [eines Kindes].
Wort für Wort
jajñe satya-hitaḥ apatyam
es wurde Satyahita als Nachkomme geboren
puṣpavān tat-sutaḥ jahuḥ
Puṣpavān [war] dessen Sohn, [und dessen Sohn] Jahu
anyasyām api bhāryāyām
und von einer anderen Gattin
śakale dve bṛhadrathāt
zwei Körperhälften [eines Kindes] von Bṛhadratha
Bezug auf die Geschichte von Jarāsandhas Geburt (Zwillingsschwestern-Gattinnen, je eine Körperhälfte).
Die [beiden Hälften], die von der Mutter fortgeworfen worden waren, wurden von der [Rākṣasī] Jarā, die spielend „lebe, lebe!“ rief, zusammengefügt; so wurde Jarāsandha der Sohn.
Von ihm [Jarāsandha] entstand Sahadeva; von diesem Somāpi, [und von diesem] Śrutaśravā. [In der Linie Jahus] blieb ein Parīkṣit kinderlos; [daher wurde] Suratha, aus der Nachkommenschaft Jahus, [König][?].
Wort für Wort
tataḥ ca sahadevaḥ abhūt
und von ihm entstand Sahadeva
somāpiḥ yat śrutaśravāḥ
[von diesem] Somāpi, und [von diesem] Śrutaśravā
parīkṣiḥ anapatyaḥ abhūt
[ein] Parīkṣit blieb kinderlos
surathaḥ nāma jāhnavaḥ
[es gab] einen Suratha, [einen Nachkommen] Jahus
[Anm.: Der Bezug von „parīkṣir anapatyaḥ“ und „suratho jāhnavaḥ“ ist im Text knapp; vermutlich Rückbezug auf die in Vers 7 genannte Jahu-Linie, unsicher [?].]
Devāpi, Śāntanu und Bāhlīka waren die Söhne Pratīpas. Devāpi jedoch verließ das väterliche Königreich und zog in den Wald. So wurde Śāntanu König, der früher Mahābhiṣa genannt worden war; wen immer er mit seinen Händen berührte, und war er auch alt, der wurde [wieder] jung.
Durch diese Tat erlangte er höchsten Frieden, weshalb er Śāntanu genannt wurde. Als der Herr [Indra] zwölf Jahre lang in seinem Reich keinen Regen fallen ließ, sprachen die Brahmanen zu Śāntanu: „Dieser [du] ist ein Parivettā, der widerrechtlich vor dem Älteren genießt – gib das Königreich sogleich deinem älteren Bruder, auf dass Stadt und Reich gedeihen.“
Wort für Wort
śāntim āpnoti ca eva agryām
und er erlangte höchsten Frieden
karmaṇā tena śāntanuḥ
durch diese Tat [wurde er] Śāntanu [genannt]
samāḥ dvādaśa tat-rājye
zwölf Jahre lang in seinem Reich
na vavarṣa yadā vibhuḥ
als der Herr [Indra] keinen Regen [fallen ließ]
śāntanuḥ brāhmaṇaiḥ uktaḥ
Śāntanu wurde von den Brahmanen angesprochen
parivettā ayam agrabhuk
„dieser ist ein Parivettā, [ein widerrechtlich] zuerst Genießender“
rājyaṃ dehi agrajāya āśu
gib das Königreich sogleich dem älteren Bruder
pura-rāṣṭra-vivṛddhaye
zum Gedeihen von Stadt und Reich
[Anm.: „parivettā/agrabhuk“ sind technische Begriffe für den (als unheilbringend geltenden) Vorrang eines jüngeren vor dem älteren, noch unversorgten Bruder bei Heirat/Herrschaft, hier als Ursache der Dürre gedeutet.]
evam ukto dvijair jyeṣṭhaṃ chandayām āsa so 'bravīt | tan-mantri-prahitair viprair vedād vibhraṃśito girā | veda-vādātivādān vai tadā devo vavarṣa ha | devāpir yogam āsthāya kalāpa-grāmam āśritaḥ
So angesprochen, bat Śāntanu seinen älteren Bruder [zurückzukehren]. Doch [dessen, Śāntanus] Minister sandten Brahmanen, die Devāpi durch [ketzerische] Reden vom Veda abtrünnig machten. Als jener Worte äußerte, die den vedischen Lehren widersprachen, ließ der Gott [Indra] daraufhin Regen fallen. Devāpi selbst wandte sich dem Yoga zu und zog sich in das Dorf Kalāpa zurück.
Wort für Wort
evam uktaḥ dvijaiḥ
so von den Brahmanen angesprochen
jyeṣṭham chandayām āsa
bat er den Älteren [zurückzukehren]
saḥ abravīt
er (Devāpi) sprach [ablehnend]
tat-mantri-prahitaiḥ vipraiḥ
durch die von dessen Ministern gesandten Brahmanen
vedāt vibhraṃśitaḥ girā
wurde er durch [deren] Rede vom Veda abtrünnig gemacht
[Devāpi wird] die Mondlinie, wenn sie im Kali-Zeitalter untergegangen ist, zu Beginn des [folgenden] Kṛta-Zeitalters wieder einsetzen. Von Bāhlīka entstand Somadatta, von diesem Bhūri und Bhūriśravas. Śala war ebenfalls ein Sohn Śāntanus; von Gaṅgā entstand ihm der selbstbeherrschte Bhīṣma, der beste unter den Kennern aller Dharmas, ein großer Gottgeweihter und Weiser.
Wort für Wort
soma-vaṃśe kalau naṣṭe
wenn die Mondlinie im Kali-Zeitalter untergegangen ist
kṛta-ādau sthāpayiṣyati
wird er sie zu Beginn des Kṛta[-Zeitalters] wieder einsetzen
[Bhīṣma war] der Anführer der Kriegerscharen, durch den sogar Paraśurāma im Kampf zufriedengestellt wurde. Von Śāntanu und der Tochter des Fischers [Satyavatī] wurde der Sohn Citrāṅgada geboren.
Wort für Wort
vīra-yūtha-agraṇīḥ yena
der Anführer der Kriegerscharen, durch den
rāmaḥ api yudhi toṣitaḥ
sogar Rāma (Paraśurāma) im Kampf zufriedengestellt wurde
Vicitravīrya, [Śāntanus] jüngerer [Sohn, wurde König], nachdem [der Bruder] namens Citrāṅgada getötet worden war. Von jener [Satyavatī] stieg durch Parāśara unmittelbar eine Teilerweiterung Haris herab: der die Veden bewahrende Weise Kṛṣṇa, von dem ich dieses [Werk] erlernte – der erhabene Bādarāyaṇa, der, seine eigenen Schüler wie Paila beiseitelassend, mir, [seinem] Sohn Śuka, dieses höchste Geheimnis verkündete. Vicitravīrya nun heiratete die Töchter des Königs von Kāśī, die er mit Gewalt vom Svayaṃvara entführt hatte – Ambikā und Ambālikā, beide. Mit seinem Herzen an sie gebunden, wurde er von der Schwindsucht ergriffen und starb.
Wort für Wort
vicitravīryaḥ ca avarajaḥ
und Vicitravīrya, der jüngere [Sohn]
nāmnā citrāṅgadaḥ hataḥ
[nachdem der Bruder] namens Citrāṅgada getötet worden war
yasyām parāśarāt sākṣāt
von jener [Satyavatī], durch Parāśara unmittelbar
avatīrṇaḥ hareḥ kalā
stieg eine Teilerweiterung Haris herab
vedaguptaḥ muniḥ kṛṣṇaḥ
der die Veden bewahrende Weise Kṛṣṇa [Dvaipāyana]
yataḥ aham idam adhyagām
von dem ich dieses [Werk] erlernte
hitvā sva-śiṣyān paila-ādīn
seine eigenen Schüler, angeführt von Paila, beiseite lassend
bhagavān bādarāyaṇaḥ
der erhabene Bādarāyaṇa
mahyam putrāya śāntāya
mir, [seinem] Sohn Śuka
param guhyam idam jagau
verkündete er dieses höchste Geheimnis
vicitravīryaḥ atha uvāha
Vicitravīrya heiratete dann
kāśīrāja-sute balāt
die Töchter des Königs von Kāśī mit Gewalt
svayaṃvarāt upānīte
vom Svayaṃvara hergebracht (entführt)
ambikā-ambālike ubhe
Ambikā und Ambālikā, beide
tayoḥ āsakta-hṛdayaḥ
an sie mit dem Herzen gebunden
gṛhītaḥ yakṣmaṇā mṛtaḥ
von der Schwindsucht ergriffen, starb er
Śrī Śuka spricht hier in eigener Person von seinem Vater Bādarāyaṇa (Vyāsa).
kṣetre 'prajasya vai bhrātur mātrokto bādarāyaṇaḥ | dhṛtarāṣṭraṃ ca pāṇḍuṃ ca viduraṃ cāpy ajījanat
Von der Mutter [Satyavatī] gebeten, zeugte Bādarāyaṇa auf dem „Feld“ [den Frauen] des kinderlos verstorbenen Bruders [Vicitravīrya] Dhṛtarāṣṭra, Pāṇḍu und auch Vidura.
Da Pāṇḍu durch einen Fluch am Geschlechtsverkehr gehindert war, wurden mit Kuntī drei große Krieger geboren, von Dharma, Vāyu und Indra [gezeugt], angeführt von Yudhiṣṭhira. Nakula und Sahadeva wurden mit Mādrī von den beiden Aśvins Nāsatya und Dasra gezeugt. Mit Draupadī hatten die fünf [Brüder] fünf Söhne, deren jeweilige Väter sie waren.
Wort für Wort
śāpāt maithuna-ruddhasya pāṇḍoḥ
da Pāṇḍu durch einen Fluch am Geschlechtsverkehr gehindert war
Der Sohn Sahadevas [mit Draupadī], o König, war Śrutakarmā; ebenso [hießen] die anderen [Söhne Draupadīs, benannt nach ihrem jeweiligen Vater]. Von Yudhiṣṭhira entstand mit der Paurāvī Devaka. Ghaṭotkaca aber wurde dem Bhīmasena von Hiḍimbā geboren, und Sarvagata von Kālī. Dem Sahadeva gebar die Bergfrau Vijayā [den Sohn] Suhotra.
Wort für Wort
sahadeva-sutaḥ rājan śrutakarmā
der Sohn Sahadevas, o König, [war] Śrutakarmā
tathā apare
ebenso [hießen] die anderen [Draupadī-Söhne]
yudhiṣṭhirāt tu pauravyām devakaḥ
von Yudhiṣṭhira entstand mit der Paurāvī Devaka
atha ghaṭotkacaḥ
dann [gab es] Ghaṭotkaca
bhīmasenāt hiḍimbāyām
von Bhīmasena, mit Hiḍimbā
kālyām sarvagataḥ tataḥ
mit Kālī [entstand] Sarvagata
sahadevāt suhotram tu
dem Sahadeva [gebar sie] Suhotra
vijayā asūta pārvatī
die Bergfrau Vijayā gebar [ihn]
[Anm.: Die Zuordnung von Ghaṭotkaca zu Bhīmasena (statt Yudhiṣṭhira) ergibt sich erst aus dem Satzbezug über die Versgrenze hinweg.]
kareṇumatyāṃ nakulo naramitraṃ tathārjunaḥ | irāvantam ulupyāṃ vai sutāyāṃ babhruvāhanam | maṇipura-pateḥ so 'pi tat-putraḥ putrikā-sutaḥ
Nakula zeugte mit Kareṇumatī den Sohn Naramitra. Ebenso zeugte Arjuna mit Ulūpī den Sohn Irāvān, und mit der Tochter des Königs von Maṇipura den Sohn Babhruvāhana; dieser war zugleich Sohn des Königs von Maṇipura, [eingesetzt] als Sohn einer „Putrikā“ [einer zum Sohn erklärten Tochter].
Dein Vater Abhimanyu wurde von Subhadrā geboren, ein Held, der alle Großkrieger [Atirathas] besiegte. Von ihm, mit Uttarā, entstandst dann du [Parīkṣit].
Als die Kurus [fast] vernichtet waren [und du im Mutterleib] durch die Glut des Brahmāstra des Sohnes Droṇas [Aśvatthāmā] getroffen wurdest, wurdest du durch die Macht Kṛṣṇas lebend vom Tod errettet.
janamejayas tvāṃ viditvā takṣakān nidhanaṃ gatam | sarpān vai sarpa-yāgāgnau sa hoṣyati ruṣānvitaḥ
Janamejaya wird, nachdem er erfahren hat, dass du durch [den Schlangendämon] Takṣaka den Tod gefunden hast, von Zorn erfüllt die Schlangen im Feuer des Schlangenopfers als Opfergabe darbringen.
Er wird Tura Kāvaṣeya, den Meister des Pferdeopfers, als Hauspriester einsetzen, wird die ganze Erde ringsum erobern und dann mit feierlichen Ritualen Opfer darbringen.
Wort für Wort
kālaṣeyam purodhāya
Kāvaṣeya (Tura) als Hauspriester einsetzend
turam turaga-medha-ṣāṭ
Tura, den Meister des Pferdeopfers
samantāt pṛthivīm sarvām
die ganze Erde ringsum
jitvā yakṣyati ca adhvaraiḥ
erobernd, wird er mit feierlichen Ritualen opfern
[Anm.: „kālaṣeyam“ vermutlich Lese-/Schreibvariante zu „kāvaṣeyam“ (Tura, Sohn des Kavaṣa) [?].]
Dessen Sohn ist Śatānīka, der von Yājñavalkya die drei Veden, Waffenkunde und Ritualwissen lernen und von Śaunaka die höchste [Erkenntnis] erlangen wird.
Wort für Wort
tasya putraḥ śatānīkaḥ
dessen Sohn ist Śatānīka
yājñavalkyāt trayīm paṭhan
der von Yājñavalkya die drei Veden lernt
astra-jñānam kriyā-jñānam
Waffenkunde, Ritualwissen
śaunakāt param eṣyati
von Śaunaka wird er das Höchste erlangen
[Anm.: unklar, ob „astra-jñānam“ ebenfalls von Yājñavalkya oder von einem ungenannten Lehrer stammt [?].]
Wenn Gajāhvaya [Hastināpura] vom Fluss [Gaṅgā] fortgerissen wird, wird er [Nemicakra] fortan in Kauśāmbī wohnen. Von ihm stammt Citraratha; von diesem ist Śuciratha der Sohn.
Wort für Wort
gajāhvaye hṛte nadyā
wenn Gajāhvaya (Hastināpura) vom Fluss fortgerissen wird
Von ihm stammt Vṛṣṭimān, von diesem Suṣeṇa; dann wird der König Sunītha [folgen], von diesem wird Nṛcakṣu entstehen, von dem wiederum Sukhīnala stammen wird.
Von ihm [Sukhīnala] stammt der Sohn Pariplava; dessen Sohn war Medhāvī, dessen Sohn Sunaya. Von ihm stammt Nṛpañjaya, [dann] Dūrva; von ihm wird Timi geboren werden.
daṇḍapāṇir nimis tasya kṣemako bhavitā yataḥ | brahmakṣatrasya vai yonir vaṃśo devarṣi-satkṛtaḥ | kṣemakaṃ prāpya rājānaṃ saṃsthāṃ prāpsyati vai kalau | atha māgadha-rājāno bhāvino ye vadāmi te
Von Mahīnara stammt Daṇḍapāṇi; dessen Sohn ist Nimi, von dem Kṣemaka geboren werden wird. Diese Dynastie, wahrhaftig die Quelle von Brahmanen und Kṣatriyas, geehrt von den göttlichen Weisen, wird, nachdem Kṣemaka König geworden ist, im Kali-Zeitalter ihr Ende finden. Nun will ich dir die künftigen Könige von Magadha nennen.
Von Sahadeva wird Mārjāri geboren werden, und von diesem Śrutaśravā; von ihm Yutāyu, und von diesem wiederum Niramitra, dessen Sohn Sunakṣatra sein wird. Von Sunakṣatra wird Bṛhatsena entstehen, dann Karmajit; von Sutañjaya wird der weise Śuci geboren werden – dies wird dessen Sohn sein. [Es folgen] Kṣema, dann von ihm Suvrata, [dann] Dharmasūtra, dann von ihm Sama, dann Dyumatsena, dann Sumati; von ihm wird Subala geboren werden.
Wort für Wort
bhavitā sahadevasya mārjāriḥ
von Sahadeva wird Mārjāri geboren werden
yat śrutaśravāḥ
und von diesem Śrutaśravā
tataḥ yutāyuḥ tasya api
von ihm Yutāyu, von diesem wiederum
niramitraḥ atha tat-sutaḥ
Niramitra, dessen Sohn [dann]
sunakṣatraḥ sunakṣatrāt bṛhatsenaḥ
Sunakṣatra; von Sunakṣatra Bṛhatsena
atha karmajit
dann Karmajit
tataḥ sutañjayāt vipraḥ śuciḥ
von Sutañjaya [wird] der weise Śuci [geboren]
tasya bhaviṣyati
dies wird dessen [Sohn] sein
kṣemaḥ atha suvrataḥ tasmāt
Kṣema, dann von ihm Suvrata
dharmasūtraḥ samaḥ tataḥ
Dharmasūtra, dann von ihm Sama
dyumatsenaḥ atha sumatiḥ
Dyumatsena, dann Sumati
subalaḥ janitā tataḥ
von ihm wird Subala geboren werden
[Anm.: Namensgleichheit „Śrutaśravā“ mit Vers 9 auffällig – vermutlich eigenständige Parallelfigur in dieser (prophetischen) Zukunftsliste. „Vipraḥ“ bei Śuci als „weise/gelehrt“ übersetzt, nicht im Sinne der Kaste [?].]
sunīthaḥ satyajid atha viśvajid yad ripuñjayaḥ | bārhadrathāś ca bhūpālā bhāvyāḥ sāhasra-vatsaram
Sunītha, Satyajit, dann Viśvajit, von dem [dann] Ripuñjaya stammen wird – dies sind die Bārhadratha-Könige, die zusammen tausend Jahre herrschen werden.