Quellen der Menschheit

Bhāgavata-Purāṇa

Kapitel 172: vāmanena bali-mahārājāt bhikṣā-yācanam Vāmanadeva erbittet Almosen von Bali Mahārāja

śrī-śukaḥ uvāca iti vairocaner vākyaṁ dharma-yuktaṁ sa sūnṛtam niśamya bhagavān prītaḥ pratinandyedam abravīt

Śrī Śuka sprach: Als der Erhabene diese dharma-gemäße und wahrhaftige Rede des Sohnes Virocanas vernommen hatte, sprach er, erfreut und sie lobend, folgende Worte.

Wort für Wort
śrī-śukaḥ
der glorreiche Śuka
uvāca
sprach
iti
so
vairocaneḥ
des Sohnes Virocanas
vākyam
die Rede
dharma-yuktam
dharma-gemäß
saḥ
er
su-nṛtam
sehr wahrhaftig
niśamya
nachdem er vernommen hatte
bhagavān
der Erhabene
prītaḥ
erfreut
pratinandya
lobend
idam
dies
abravīt
sprach

śrī-bhagavān uvāca vacas tavaitaj jana-deva sūnṛtaṁ kulocitaṁ dharma-yutaṁ yaśas-karam yasya pramāṇaṁ bhṛgavaḥ sāmparāye pitāmahaḥ kula-vṛddhaḥ praśāntaḥ

Der Erhabene sprach: Diese deine Rede, o Herr der Menschen, ist wahrhaftig, deiner Familie angemessen, dharma-gemäß und ruhmbringend – wessen Maßstab für das Jenseits die Bhṛgu-Priester sind, und [ebenso] dein Großvater, der friedvolle Älteste der Familie.

Wort für Wort
śrī-bhagavān
der Erhabene
uvāca
sprach
vacaḥ
die Rede
tava
deine
etat
diese
jana-deva
o Herr der Menschen
sūnṛtam
wahrhaftig
kula-ucitam
der Familie angemessen
dharma-yutam
mit Dharma verbunden
yaśaḥ-karam
Ruhm bringend
yasya
wessen
pramāṇam
Maßstab
bhṛgavaḥ
die Bhṛgus
sāmparāye
für das Jenseits
pitāmahaḥ
der Großvater
kula-vṛddhaḥ
der Familienälteste
praśāntaḥ
der Friedvolle

na hy etasmin kule kaścin niḥsattvaḥ kṛpaṇaḥ pumān pratyākhyātā pratiśrutya yo vādātā dvijātaye

Denn in diesem Geschlecht gibt es niemanden, der charakterschwach oder geizig wäre, der eine Bitte zurückweist oder der, nachdem er es versprochen hat, dem Zweimalgeborenen nicht gibt.

Wort für Wort
na
nicht
hi
denn
etasmin
in diesem
kule
Geschlecht
kaścit
irgendjemand
niḥsattvaḥ
charakterschwach
kṛpaṇaḥ
geizig
pumān
ein Mann
pratyākhyātā
ein Zurückweisender
pratiśrutya
nachdem er versprochen hat
yaḥ vā
oder welcher
adātā
ein Nicht-Gebender
dvijātaye
dem Zweimalgeborenen

na santi tīrthe yudhi cārthinārthitāḥ parāṅmukhā ye tv amanasvino nṛpa yuṣmat-kule yad yaśasāmalena prahrāda udbhāti yathoḍupaḥ khe

In eurer Familie, o König, gibt es keine kleingeistigen Männer, die sich abwenden, wenn sie an heiliger Stätte oder in der Schlacht von einem Bittsteller gebeten werden – weil durch makellosen Ruhm Prahlāda in ihr erstrahlt wie der Mond am Himmel.

Wort für Wort
na santi
es gibt nicht
tīrthe
an heiliger Stätte
yudhi
in der Schlacht
ca
und
arthinā
von einem Bittsteller
arthitāḥ
gebeten
parāṅmukhāḥ
sich Abwendende
ye
welche
tu
aber
amanasvinaḥ
kleingeistig
nṛpa
o König
yuṣmat-kule
in eurer Familie
yat
weil
yaśasā amalena
durch makellosen Ruhm
prahrādaḥ
Prahlāda
udbhāti
erstrahlt
yathā
wie
uḍupaḥ
der Mond
khe
am Himmel

yato jāto hiraṇyākṣaś carann eka imāṁ mahīm prativīraṁ dig-vijaye nāvindata gadāyudhaḥ

Aus welcher Familie Hiraṇyākṣa geboren wurde, der, allein über diese Erde wandernd, bei der Eroberung der Weltrichtungen, mit seiner Keule bewaffnet, keinen ebenbürtigen Gegner fand.

Wort für Wort
yataḥ
aus welcher (Familie)
jātaḥ
geboren
hiraṇyākṣaḥ
Hiraṇyākṣa
caran
wandernd
ekaḥ
allein
imām
diese
mahīm
Erde
prativīram
einen ebenbürtigen Gegner
dik-vijaye
bei der Eroberung der Weltrichtungen
na avindata
fand nicht
gadā-āyudhaḥ
mit der Keule bewaffnet

yaṁ vinirjitya kṛcchreṇa viṣṇuḥ kṣmoddhāra āgatam ātmānaṁ jayinaṁ mene tad-vīryaṁ bhūry anusmaran

Den Hiraṇyākṣa, der bei der Errettung der Erde herangekommen war, besiegte Viṣṇu nur mit großer Mühe, und noch danach, immer wieder an dessen Heldenkraft denkend, betrachtete er sich kaum als Sieger.

Wort für Wort
yam
den
vinirjitya
nachdem er besiegt hatte
kṛcchreṇa
mit großer Mühe
viṣṇuḥ
Viṣṇu
kṣmā-uddhāre
bei der Errettung der Erde
āgatam
der herangekommen war
ātmānam
sich selbst
jayinam
als Sieger
mene
betrachtete
tat-vīryam
dessen Heldenkraft
bhūri
immer wieder
anusmaran
sich erinnernd

niśamya tad-vadhaṁ bhrātā hiraṇyakaśipuḥ purā hantuṁ bhrātṛ-haṇaṁ kruddho jagāma nilayaṁ hareḥ

Als sein Bruder Hiraṇyakaśipu einst von dessen Tötung hörte, ging er zornig zur Wohnstatt Haris, um den Brudermörder zu töten.

Wort für Wort
niśamya
nachdem er gehört hatte
tat-vadham
dessen Tötung
bhrātā
der Bruder
hiraṇyakaśipuḥ
Hiraṇyakaśipu
purā
einst
hantum
um zu töten
bhrātṛ-haṇam
den Brudermörder
kruddhaḥ
zornig
jagāma
ging
nilayam
zur Wohnstatt
hareḥ
Haris

tam āyāntaṁ samālokya śūla-pāṇiṁ kṛtāntavat cintayām āsa kāla-jño viṣṇur māyāvināṁ varaḥ

Als er ihn, mit dem Dreizack in der Hand wie der personifizierte Tod herankommen sah, dachte Viṣṇu, der die Zeit kennt, der Beste der Meister der Māyā, bei sich:

Wort für Wort
tam
ihn
āyāntam
herankommend
samālokya
erblickend
śūla-pāṇim
mit dem Dreizack in der Hand
kṛtānta-vat
wie der personifizierte Tod
cintayām āsa
dachte
kāla-jñaḥ
der die Zeit kennt
viṣṇuḥ
Viṣṇu
māyāvinām
der Zauberkundigen
varaḥ
der Beste

yato yato 'haṁ tatrāsau mṛtyuḥ prāṇa-bhṛtām iva ato 'ham asya hṛdayaṁ pravekṣyāmi parāg-dṛśaḥ

Wohin auch immer ich gehe, dorthin folgt mir dieser wie der Tod den Lebewesen. Daher werde ich in das Herz dieses Mannes, dessen Blick nur nach außen gerichtet ist, eintreten.

Wort für Wort
yataḥ yataḥ
wohin auch immer
aham
ich
tatra
dorthin
asau
dieser
mṛtyuḥ
der Tod
prāṇa-bhṛtām
der Lebewesen
iva
wie
ataḥ
daher
aham
ich
asya
dessen
hṛdayam
Herz
pravekṣyāmi
werde eintreten
parāk-dṛśaḥ
dessen Blick nach außen gerichtet ist

evaṁ sa niścitya ripoḥ śarīram ādhāvato nirviviśe 'surendra śvāsānilāntarhita-sūkṣma-dehas tat-prāṇa-randhreṇa vivigna-cetāḥ

So beschlossen habend, trat er, o Herr der Asuras, mit seinem feinstofflichen, im Atemwind verborgenen Körper durch die Öffnung von dessen Lebenshauch [das Nasenloch] in den Körper des heranstürmenden Feindes ein, den Sinn beunruhigt.

Wort für Wort
evam
so
saḥ
er
niścitya
beschlossen habend
ripoḥ
des Feindes
śarīram
in den Körper
ādhāvataḥ
der heranstürmte
nirviviśe
trat ein
asura-indra
o Herr der Asuras
śvāsa-anila
durch den Atemwind
antarhita
verborgen
sūkṣma-dehaḥ
mit feinstofflichem Körper
tat-prāṇa-randhreṇa
durch dessen Lebenshauch-Öffnung
vivigna-cetāḥ
mit unruhigem Sinn [?]

[?] vivigna-cetāḥ ist grammatisch auf Viṣṇu bezogen (Nom.Sg.m., wie sūkṣma-dehaḥ); ob damit Vorsicht/Anspannung beim riskanten Eindringen gemeint ist, bleibt unsicher.

sa tan-niketaṁ parimṛśya śūnyam apaśyamānaḥ kupito nanāda kṣmāṁ dyāṁ diśaḥ khaṁ vivarān samudrān viṣṇuṁ vicinvan na dadarśa vīraḥ

Er durchsuchte dessen Wohnstatt, und da er sie leer fand und Viṣṇu nicht sah, brüllte er zornig. Erde, Himmel, die Himmelsrichtungen, den Äther, die Höhlen und die Meere durchsuchend, fand der Held Viṣṇu nicht.

Wort für Wort
saḥ
er
tat-niketam
dessen Wohnstatt
parimṛśya
durchsuchend
śūnyam
leer
apaśyamānaḥ
nicht sehend
kupitaḥ
erzürnt
nanāda
brüllte
kṣmām
die Erde
dyām
den Himmel
diśaḥ
die Himmelsrichtungen
kham
den Äther
vivarān
die Höhlen
samudrān
die Meere
viṣṇum
Viṣṇu
vicinvan
durchsuchend
na dadarśa
sah nicht
vīraḥ
der Held

apaśyann iti hovāca mayānviṣṭam idaṁ jagat bhrātṛ-hā me gato nūnaṁ yato nāvartate pumān

Da er ihn nicht sah, sprach er so: 'Dieses ganze Universum habe ich durchsucht. Gewiss ist der Mörder meines Bruders dorthin gegangen, von wo kein Wesen zurückkehrt.'

Wort für Wort
apaśyan
nicht sehend
iti
so
ha uvāca
sprach fürwahr
mayā
von mir
anviṣṭam
durchsucht
idam
dieses
jagat
Universum
bhrātṛ-hā
der Brudermörder
me
mein
gataḥ
gegangen
nūnam
gewiss
yataḥ
von wo
na āvartate
nicht zurückkehrt
pumān
ein Wesen

vairānubandha etāvān āmṛtyor iha dehinām ajñāna-prabhavo manyur ahaṁ-mānopabṛṁhitaḥ

So weitreichend, bis zum Tode, ist die Bindung der Feindschaft bei verkörperten Wesen hier – ein aus Unwissenheit entstandener Zorn, genährt durch Ich-Dünkel.

Wort für Wort
vaira-anubandhaḥ
die Bindung der Feindschaft
etāvān
so groß
āmṛtyoḥ
bis zum Tod
iha
hier
dehinām
der verkörperten Wesen
ajñāna-prabhavaḥ
aus Unwissenheit entstanden
manyuḥ
Zorn
ahaṁ-māna
durch Ich-Dünkel
upabṛṁhitaḥ
genährt

pitā prahrāda-putras te tad-vidvān dvija-vatsalaḥ svam āyur dvija-liṅgebhyo devebhyo 'dāt sa yācitaḥ

Dein Vater, der Sohn Prahlādas, den Zweimalgeborenen zugetan, gab, obwohl er dies wusste, den Göttern, die die äußere Gestalt von Brahmanen angenommen hatten, auf deren Bitte hin seine eigene Lebensdauer.

Wort für Wort
pitā
der Vater
prahrāda-putraḥ
der Sohn Prahlādas
te
dein
tat-vidvān
dies wissend
dvija-vatsalaḥ
den Zweimalgeborenen zugetan
svam
sein eigenes
āyuḥ
Lebensdauer
dvija-liṅgebhyaḥ
an solche mit dem äußeren Zeichen von Brahmanen
devebhyaḥ
an die Götter
adāt
gab
saḥ
er
yācitaḥ
darum gebeten

bhavān ācaritān dharmān āsthito gṛhamedhibhiḥ brāhmaṇaiḥ pūrvajaiḥ śūrair anyaiś coddāma-kīrtibhiḥ

Du folgst den Pflichten, die von Haushältern, Brahmanen, deinen heldenhaften Vorfahren und anderen hochberühmten Männern geübt wurden.

Wort für Wort
bhavān
du
ācaritān
geübten
dharmān
Pflichten
āsthitaḥ
befolgend
gṛhamedhibhiḥ
von Haushältern
brāhmaṇaiḥ
von Brahmanen
pūrva-jaiḥ
von den Vorfahren
śūraiḥ
von Helden
anyaiḥ ca
und von anderen
uddāma-kīrtibhiḥ
von hochberühmten

tasmāt tvatto mahīm īṣad vṛṇe 'haṁ varadarṣabhāt padāni trīṇi daityendra sammitāni padā mama

Deshalb erbitte ich von dir, dem besten der Freigebigen, ein wenig Land: drei Schritte, o Herr der Daityas, bemessen mit meinem Fuß.

Wort für Wort
tasmāt
deshalb
tvattaḥ
von dir
mahīm
Land
īṣat
ein wenig
vṛṇe
erbitte ich
aham
ich
varada-ṛṣabhāt
vom besten der Gebenden
padāni
Schritte
trīṇi
drei
daitya-indra
o Herr der Daityas
sammitāni
bemessen
padā
mit dem Fuß
mama
meinem

nānyat te kāmaye rājan vadānyāj jagad-īśvarāt nainaḥ prāpnoti vai vidvān yāvad-artha-pratigrahaḥ

Nichts anderes begehre ich von dir, o König, dem großzügigen Herrn der Welt. Wahrlich, ein Weiser, der nur so viel annimmt, wie er benötigt, erlangt keine Verfehlung.

Wort für Wort
na anyat
nichts anderes
te
von dir
kāmaye
begehre ich
rājan
o König
vadānyāt
vom Großzügigen
jagat-īśvarāt
vom Herrn der Welt
na enaḥ
keine Verfehlung
prāpnoti
erlangt
vai
wahrlich
vidvān
der Weise
yāvad-artha-pratigrahaḥ
wer nur so viel annimmt wie nötig

śrī-balir uvāca aho brāhmaṇa-dāyāda vācas te vṛddha-sammatāḥ tvaṁ bālo bāliśa-matiḥ svārthaṁ praty abudho yathā

Śrī Bali sprach: Ach, du Erbe eines Brahmanen, deine Worte sind zwar von den Weisen gebilligt, doch du bist noch ein Kind von kindlichem Verstand, unwissend, wie es scheint, hinsichtlich deines eigenen Vorteils.

Wort für Wort
śrī-baliḥ uvāca
Śrī Bali sprach
aho
ach
brāhmaṇa-dāyāda
o Erbe eines Brahmanen
vācaḥ
die Worte
te
deine
vṛddha-sammatāḥ
von den Alten gebilligt
tvam
du
bālaḥ
ein Kind
bāliśa-matiḥ
von kindlichem Verstand
sva-artham
eigenen Vorteil
prati
im Hinblick auf
abudhaḥ
unwissend
yathā
wie es scheint

māṁ vacobhiḥ samārādhya lokānām ekam īśvaram pada-trayaṁ vṛṇīte yo 'buddhimān dvīpa-dāśuṣam

Wer, nachdem er mich, den einzigen Herrscher der Welten, mit Worten zufriedengestellt hat, nur drei Schritte erbittet – von mir, der ihm doch ganze Inseln schenken könnte –, ist unklug.

Wort für Wort
mām
mich
vacobhiḥ
mit Worten
samārādhya
zufriedengestellt habend
lokānām
der Welten
ekam
den einzigen
īśvaram
Herrscher
pada-trayam
drei Schritte
vṛṇīte
erbittet
yaḥ
wer
abuddhimān
unklug
dvīpa-dāśuṣam
von einem, der Inseln schenken könnte

na pumān mām upavrajya bhūyo yācitum arhati tasmād vṛttikarīṁ bhūmiṁ vaṭo kāmaṁ pratīccha me

Ein Mann, der zu mir herangetreten ist, sollte nicht ein zweites Mal betteln müssen. Deshalb, o kleiner Brahmacārin, nimm von mir nach Belieben Land an, das dir den Lebensunterhalt sichert.

Wort für Wort
na
nicht
pumān
ein Mann
mām
zu mir
upavrajya
herangetreten
bhūyaḥ
wieder
yācitum
zu betteln
arhati
sollte
tasmāt
deshalb
vṛtti-karīm
lebensunterhalt-gebend
bhūmim
Land
vaṭo
o kleiner Brahmacārin
kāmam
nach Belieben
pratīccha
nimm an
me
von mir

śrī-bhagavān uvāca yāvanto viṣayāḥ preṣṭhās tri-lokyām ajitendriyam na śaknuvanti te sarve pratipūrayituṁ nṛpa

Der Erhabene sprach: All die angenehmen Sinnesobjekte, so viele es in den drei Welten gibt, vermögen, o König, einen Menschen mit ungezügelten Sinnen nicht zufriedenzustellen.

Wort für Wort
śrī-bhagavān uvāca
der Erhabene sprach
yāvantaḥ
so viele wie
viṣayāḥ
Sinnesobjekte
preṣṭhāḥ
liebste
tri-lokyām
in den drei Welten
ajita-indriyam
einen mit ungezügelten Sinnen
na śaknuvanti
vermögen nicht
te sarve
sie alle
pratipūrayitum
zu befriedigen
nṛpa
o König

tribhiḥ kramair asantuṣṭo dvīpenāpi na pūryate nava-varṣa-sametena sapta-dvīpa-varecchayā

Wer mit drei Schritten unzufrieden ist, wird auch durch eine ganze Insel, die neun Länder umfasst, nicht gesättigt – er würde nach allen sieben trefflichen Inseln verlangen.

Wort für Wort
tribhiḥ
mit drei
kramaiḥ
Schritten
asantuṣṭaḥ
der Unzufriedene
dvīpena api
selbst durch eine Insel
na pūryate
wird nicht gesättigt
nava-varṣa-sametena
die neun Länder umfassend
sapta-dvīpa-vara-icchayā
durch das Verlangen nach sieben trefflichen Inseln

sapta-dvīpādhipatayo nṛpā vaiṇya-gayādayaḥ arthaiḥ kāmair gatā nāntaṁ tṛṣṇāyā iti naḥ śrutam

Könige, Herrscher über die sieben Inseln, wie der Sohn Venas [Pṛthu], Gaya und andere, gelangten trotz allen Reichtums und erfüllter Wünsche nicht an das Ende ihres Durstes – so haben wir gehört.

Wort für Wort
sapta-dvīpa-adhipatayaḥ
Herrscher der sieben Inseln
nṛpāḥ
Könige
vaiṇya-gaya-ādayaḥ
Venas Sohn, Gaya und andere
arthaiḥ
durch Reichtum
kāmaiḥ
durch erfüllte Wünsche
gatāḥ na
gelangten nicht
antam
zum Ende
tṛṣṇāyāḥ
des Verlangens
iti
so
naḥ
von uns
śrutam
gehört

yadṛcchayopapannena santuṣṭo vartate sukham nāsantuṣṭas tribhir lokair ajitātmopasāditaiḥ

Wer mit dem zufrieden ist, was ihm durch Fügung zuteil wird, lebt glücklich; wer aber unzufrieden und unbeherrscht ist, wird es nicht, selbst wenn ihm die drei Welten zuteil würden.

Wort für Wort
yadṛcchayā
durch Fügung
upapannena
mit dem Erlangten
santuṣṭaḥ
der Zufriedene
vartate
lebt
sukham
glücklich
na
nicht
asantuṣṭaḥ
der Unzufriedene
tribhiḥ lokaiḥ
durch die drei Welten
ajita-ātmā
der Unbeherrschte
upasāditaiḥ
auch wenn erlangt

puṁso 'yaṁ saṁsṛter hetur asantoṣo 'rtha-kāmayoḥ yadṛcchayopapannena santoṣo muktaye smṛtaḥ

Diese Unzufriedenheit des Menschen hinsichtlich Besitz und Begehren ist die Ursache des weltlichen Daseinskreislaufs; Zufriedenheit mit dem, was einem durch Fügung zuteil wird, gilt hingegen als Weg zur Befreiung.

Wort für Wort
puṁsaḥ
des Menschen
ayam
diese
saṁsṛteḥ
des weltlichen Daseins
hetuḥ
die Ursache
asantoṣaḥ
die Unzufriedenheit
artha-kāmayoḥ
in Bezug auf Besitz und Begehren
yadṛcchayā
durch Fügung
upapannena
mit dem Erlangten
santoṣaḥ
Zufriedenheit
muktaye
zur Befreiung
smṛtaḥ
gilt als

yadṛcchā-lābha-tuṣṭasya tejo viprasya vardhate tat praśāmyaty asantoṣād ambhasevāśuśukṣaṇiḥ

Der Glanz eines Brahmanen, der mit dem zufällig Erlangten zufrieden ist, wächst; durch Unzufriedenheit erlischt er, wie Feuer durch Wasser gelöscht wird.

Wort für Wort
yadṛcchā-lābha-tuṣṭasya
dessen, der mit dem zufällig Erlangten zufrieden ist
tejaḥ
der Glanz
viprasya
eines Brahmanen
vardhate
wächst
tat
dieser
praśāmyati
erlischt
asantoṣāt
durch Unzufriedenheit
ambhasā
durch Wasser
iva
wie
āśuśukṣaṇiḥ
das Feuer

tasmāt trīṇi padāny eva vṛṇe tvad varadarṣabhāt etāvataiva siddho 'haṁ vittaṁ yāvat prayojanam

Deshalb erbitte ich von dir, dem besten der Gebenden, nur drei Schritte; schon damit allein bin ich zufrieden – denn Besitz sollte nur so viel sein, wie wirklich notwendig ist.

Wort für Wort
tasmāt
deshalb
trīṇi
drei
padāni
Schritte
eva
nur
vṛṇe
erbitte ich
tvat
von dir
varada-ṛṣabhāt
vom besten der Gebenden
etāvatā eva
allein damit schon
siddhaḥ
zufrieden
aham
ich
vittam
Besitz
yāvat
so viel wie
prayojanam
nötig ist

śrī-śuka uvāca ity uktaḥ sa hasann āha vāñchātaḥ pratigṛhyatām vāmanāya mahīṁ dātuṁ jagrāha jala-bhājanam

Śrī Śuka sprach: So angesprochen, sagte er lächelnd: 'Nach deinem Wunsch sei es dir gewährt.' Und um dem Vāmana das Land zu geben, ergriff er das Wassergefäß.

Wort für Wort
śrī-śukaḥ uvāca
Śrī Śuka sprach
iti
so
uktaḥ
angesprochen
saḥ
er
hasan
lächelnd
āha
sprach
vāñchātaḥ
nach [deinem] Wunsch
pratigṛhyatām
möge es angenommen werden
vāmanāya
dem Vāmana
mahīm
das Land
dātum
zu geben
jagrāha
ergriff
jala-bhājanam
das Wassergefäß

viṣṇave kṣmāṁ pradāsyantam uśanā asureśvaram jānaṁś cikīrṣitaṁ viṣṇoḥ śiṣyaṁ prāha vidāṁ varaḥ

Zu Bali, dem Herrn der Asuras, der im Begriff war, Viṣṇu das Land zu geben, sprach Uśanas [Śukrācārya], der Beste der Wissenden, der Viṣṇus Absicht kannte, zu seinem Schüler:

Wort für Wort
viṣṇave
an Viṣṇu
kṣmām
das Land
pradāsyantam
der im Begriff war zu geben
uśanāḥ
Uśanas
asura-īśvaram
den Herrn der Asuras
jānan
wissend
cikīrṣitam
die Absicht
viṣṇoḥ
Viṣṇus
śiṣyam
zum Schüler
prāha
sprach
vidām varaḥ
der Beste der Wissenden

śrī-śukra uvāca eṣa vairocane sākṣād bhagavān viṣṇur avyayaḥ kaśyapād aditer jāto devānāṁ kārya-sādhakaḥ

Śrī Śukra sprach: Dieser Knabe, o Sohn Virocanas, ist leibhaftig der unvergängliche Erhabene, Viṣṇu, von Kaśyapa und Aditi geboren, um die Sache der Götter zu vollbringen.

Wort für Wort
śrī-śukraḥ uvāca
Śrī Śukra sprach
eṣaḥ
dieser
vairocane
o Sohn Virocanas
sākṣāt
unmittelbar
bhagavān
der Erhabene
viṣṇuḥ
Viṣṇu
avyayaḥ
der Unvergängliche
kaśyapāt
von Kaśyapa
aditeḥ
der Aditi
jātaḥ
geboren
devānām
der Götter
kārya-sādhakaḥ
der Vollbringer der Angelegenheit

pratiśrutaṁ tvayaitasmai yad anartham ajānatā na sādhu manye daityānāṁ mahān upagato 'nayaḥ

Was du diesem, ohne es zu wissen, an Unheilvollem versprochen hast, halte ich nicht für gut; ein großes Unglück ist über die Daityas hereingebrochen.

Wort für Wort
pratiśrutam
versprochen
tvayā
von dir
etasmai
diesem
yat
was
anartham
Unheilvolles
ajānatā
ohne es zu wissen
na sādhu
nicht gut
manye
ich halte
daityānām
der Daityas
mahān
großes
upagataḥ
hereingebrochen
anayaḥ
Unglück

eṣa te sthānam aiśvaryaṁ śriyaṁ tejo yaśaḥ śrutam dāsyaty ācchidya śakrāya māyā-māṇavako hariḥ

Dieser als Knabe verkleidete Hari wird deine Stellung, Macht, Herrlichkeit, Kraft, Ruhm und Gelehrsamkeit wegnehmen und sie Indra geben.

Wort für Wort
eṣaḥ
dieser
te
dein
sthānam
Stellung
aiśvaryam
Macht
śriyam
Herrlichkeit
tejaḥ
Kraft
yaśaḥ
Ruhm
śrutam
Gelehrsamkeit
dāsyati
wird geben
ācchidya
wegnehmend
śakrāya
an Indra
māyā-māṇavakaḥ
der als Knabe verkleidete Trugkünstler
hariḥ
Hari

tribhiḥ kramair imāl lokān viśva-kāyaḥ kramiṣyati sarvasvaṁ viṣṇave dattvā mūḍha vartiṣyase katham

Er wird mit drei Schritten, indem er zum Leib des Universums wird, diese Welten durchschreiten. Wie willst du, o Tor, dein Leben fristen, nachdem du Viṣṇu alles gegeben hast, was dir gehört?

Wort für Wort
tribhiḥ
mit drei
kramaiḥ
Schritten
imān
diese
lokān
Welten
viśva-kāyaḥ
mit universalem Leib
kramiṣyati
wird durchschreiten
sarvasvam
alles Eigene
viṣṇave
an Viṣṇu
dattvā
gegeben habend
mūḍha
o Tor
vartiṣyase
wirst du dein Leben fristen
katham
wie

kramato gāṁ padaikena dvitīyena divaṁ vibhoḥ khaṁ ca kāyena mahatā tārtīyasya kuto gatiḥ

Mit dem ersten Schritt durchschreitet er die Erde, mit dem zweiten den Himmel, und mit seinem gewaltigen Leib zugleich den Äther – wohin aber soll der dritte Schritt des Alldurchdringenden noch gehen?

Wort für Wort
kramataḥ
während er schreitet
gām
die Erde
padā ekena
mit einem Schritt
dvitīyena
mit dem zweiten
divam
den Himmel
vibhoḥ
des Alldurchdringenden
kham ca
und den Äther
kāyena mahatā
mit seinem gewaltigen Leib
tārtīyasya
für den dritten
kutaḥ
wohin
gatiḥ
der Platz

niṣṭhāṁ te narake manye hy apradātuḥ pratiśrutam pratiśrutasya yo 'nīśaḥ pratipādayituṁ bhavān

Ich halte deinen letzten Aufenthalt für die Hölle bestimmt; denn wer das Versprochene nicht gibt, [dem gebührt die Hölle] – und du bist unfähig, das Versprochene zu erfüllen.

Wort für Wort
niṣṭhām
den letzten Aufenthalt
te
dein
narake
in der Hölle
manye
ich halte
hi
denn
apradātuḥ
eines Nicht-Gebenden
pratiśrutam
das Versprochene
pratiśrutasya
dessen, was versprochen wurde
yaḥ
welcher
anīśaḥ
unfähig
pratipādayitum
zu erfüllen
bhavān
du

na tad dānaṁ praśaṁsanti yena vṛttir vipadyate dānaṁ yajñas tapaḥ karma loke vṛttimato yataḥ

Jene Gabe preisen die Weisen nicht, durch die der eigene Lebensunterhalt zunichte wird. Gabe, Opfer, Askese und rituelles Handeln sollen in der Welt von dem ausgehen, der noch über seinen Lebensunterhalt verfügt.

Wort für Wort
na
nicht
tat
jene
dānam
Gabe
praśaṁsanti
preisen [die Weisen]
yena
durch welche
vṛttiḥ
der Lebensunterhalt
vipadyate
zunichte wird
dānam
Gabe
yajñaḥ
Opfer
tapaḥ
Askese
karma
Handeln
loke
in der Welt
vṛttimataḥ
dessen, der Lebensunterhalt hat
yataḥ
wovon ausgehend

dharmāya yaśase 'rthāya kāmāya sva-janāya ca pañcadhā vibhajan vittam ihāmutra ca modate

Wer seinen Besitz fünffach aufteilt – für Dharma, für Ruhm, für Gewinn, für Wunscherfüllung und für die eigenen Angehörigen –, der erfreut sich sowohl hier als auch in jener Welt.

Wort für Wort
dharmāya
für Dharma
yaśase
für Ruhm
arthāya
für Gewinn
kāmāya
für Wunscherfüllung
sva-janāya
für die eigenen Angehörigen
ca
und
pañcadhā
fünffach
vibhajan
aufteilend
vittam
den Besitz
iha
hier
amutra
dort
ca
und
modate
erfreut sich

atrāpi bahvṛcair gītaṁ śṛṇu me 'sura-sattama satyam om iti yat proktaṁ yan nety āhānṛtaṁ hi tat

Auch hierzu höre von mir, o Bester der Asuras, was von den Weisen des Bahvṛca ausgesagt wird: Was mit 'Om' bekräftigt ausgesprochen wird, ist wahr; was aber mit 'Nein' verneint wird, das gilt wahrlich als unwahr.

Wort für Wort
atra api
auch hierzu
bahu-ṛcaiḥ
von den Weisen des Bahvṛca
gītam
Ausgesagtes
śṛṇu
höre
me
von mir
asura-sattama
o Bester der Asuras
satyam
wahr
om iti
mit Om
yat
was
proktam
ausgesprochen
yat
was
na iti
mit Nein
āha
wird genannt
anṛtam
unwahr
hi
wahrlich
tat
das

satyaṁ puṣpa-phalaṁ vidyād ātma-vṛkṣasya gīyate vṛkṣe 'jīvati tan na syād anṛtaṁ mūlam ātmanaḥ

Man erkenne, dass die Wahrheit Blüte und Frucht des Baumes des Selbst ist, wie gelehrt wird; wenn der Baum nicht lebt, kann es sie nicht geben – die [pragmatische] Unwahrheit aber ist die Wurzel dieses Selbst-Baumes.

Wort für Wort
satyam
die Wahrheit
puṣpa-phalam
Blüte und Frucht
vidyāt
man erkenne
ātma-vṛkṣasya
des Baumes des Selbst
gīyate
wird gelehrt
vṛkṣe
wenn der Baum
ajīvati
nicht lebt
tat
das
na syāt
wäre nicht möglich
anṛtam
die Unwahrheit
mūlam
die Wurzel
ātmanaḥ
des Selbst

[Anm.] Śukra argumentiert hier sophistisch: 'anṛta' (Unwahrheit) wird paradox als lebensnotwendige 'Wurzel' des Selbst bezeichnet, um Balis Wortbruch zu rechtfertigen; sparsamste Lesart beibehalten, Widersprüchlichkeit ist im Original angelegt.

tad yathā vṛkṣa unmūlaḥ śuṣyaty udvartate 'cirāt evaṁ naṣṭānṛtaḥ sadya ātmā śuṣyen na saṁśayaḥ

So wie ein entwurzelter Baum vertrocknet und bald umstürzt, ebenso würde, wenn seine [lebensnotwendige] 'Unwahrheit' zerstört wäre, das Selbst sogleich vertrocknen – daran besteht kein Zweifel.

Wort für Wort
tat yathā
so wie
vṛkṣaḥ
ein Baum
unmūlaḥ
entwurzelt
śuṣyati
vertrocknet
udvartate
stürzt um
acirāt
bald
evam
ebenso
naṣṭa-anṛtaḥ
dessen Existenzgrundlage zerstört ist
sadyaḥ
sogleich
ātmā
das Selbst
śuṣyet
würde vertrocknen
na saṁśayaḥ
kein Zweifel

Fortsetzung der sophistischen Baum-Metapher aus Vers 39 (Śukras Argumentation).

parāg riktam apūrṇaṁ vā akṣaraṁ yat tad om iti yat kiñcid om iti brūyāt tena ricyeta vai pumān bhikṣave sarvam oṁ kurvan nālaṁ kāmena cātmane

Das nach außen Gewandte, Leere, Unvollständige – jene Silbe heißt 'Om' [Ja]. Was auch immer man mit 'Om' zusagt, dadurch wird man wahrlich beraubt. Wer einem Bettler mit 'Om' alles zusagt, hat nicht genug für die eigenen Wünsche und für sich selbst.

Wort für Wort
parāk
nach außen gewandt
riktam
leer
apūrṇam
unvollständig
vā
oder
akṣaram
die Silbe
yat tat
welche das
om iti
'Om' heißt
yat kiñcit
was auch immer
om iti
mit Om
brūyāt
man zusagt
tena
dadurch
ricyeta
wird man beraubt
vai
wahrlich
pumān
ein Mensch
bhikṣave
einem Bettler
sarvam
alles
om kurvan
mit 'Om' zusagend
na alam
nicht genug
kāmena
für Wünsche
ca
und
ātmane
für sich selbst

[?] Wortspiel om/na (Ja/Nein) als Wahrheitskriterium; Übersetzung folgt der sparsamsten grammatisch möglichen Lesart.

athaitat pūrṇam abhyātmaṁ yac ca nety anṛtaṁ vacaḥ sarvaṁ nety anṛtaṁ brūyāt sa duṣkīrtiḥ śvasan mṛtaḥ

Hingegen ist dies vollständig und dem Selbst zugewandt: das Wort 'Nein', selbst wenn es unwahr ist. Doch wer zu allem 'Nein' sagt, auch wenn dies unwahr ist, der ist von schlechtem Ruf und gilt, obgleich atmend, als tot.

Wort für Wort
atha
hingegen
etat
dies
pūrṇam
vollständig
abhyātmam
dem Selbst zugewandt
yat ca
und was
na iti
mit Nein
anṛtam
unwahr
vacaḥ
Wort
sarvam
alles
na iti
mit Nein
anṛtam
unwahr
brūyāt
spricht
saḥ
er
duṣkīrtiḥ
von schlechtem Ruf
śvasan
obgleich atmend
mṛtaḥ
tot

strīṣu narma-vivāhe ca vṛtty-arthe prāṇa-saṅkaṭe go-brāhmaṇārthe hiṁsāyāṁ nānṛtaṁ syāj jugupsitam

Im Umgang mit Frauen, beim Scherz oder bei einer Heirat, für den Lebensunterhalt, in Lebensgefahr, um der Kuh und des Brahmanen willen sowie um jemanden vor Gewalt zu bewahren – dann ist Unwahrheit nicht verwerflich.

Wort für Wort
strīṣu
im Umgang mit Frauen
narma-vivāhe
beim Scherz oder bei der Heirat
ca
und
vṛtti-arthe
für den Lebensunterhalt
prāṇa-saṅkaṭe
in Lebensgefahr
go-brāhmaṇa-arthe
um der Kuh und des Brahmanen willen
hiṁsāyām
bei drohender Gewalt
na
nicht
anṛtam
die Unwahrheit
syāt
ist
jugupsitam
verwerflich

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