Maitreya sprach: Nachdem der Herr des Reichtums [Kuvera] erkannt hatte, dass Dhruva von dem Gemetzel abgelassen hatte und dessen Zorn gewichen war, kam er dorthin; von den Cāraṇas, Yakṣas und Kinnaras gepriesen, sprach er zu ihm, der die Hände gefaltet hielt.
Wort für Wort
maitreyaḥ
Maitreya (Nom. Sg.)
uvāca
sprach (3. Sg. Perf.)
dhruvam
Dhruva (Akk. Sg., Objekt von pratibuddhya)
nivṛttam
abgelassen habend (Akk. Sg. Part. Perf. Pass.)
pratibuddhya
nachdem er erkannt hatte (Absolutiv)
vaiśasāt
vom Gemetzel (Abl. Sg.)
apeta-manyum
dessen Zorn gewichen war (Akk. Sg., Bahuvrīhi-Kompositum)
bhagavān
der Erhabene (Nom. Sg.)
dhana-īśvaraḥ
der Herr des Reichtums [Kuvera] (Nom. Sg., Kompositum)
tatra
dorthin (Adv.)
āgataḥ
gekommen (Nom. Sg. Part. Perf.)
cāraṇa-yakṣa-kinnaraiḥ
von den Cāraṇas, Yakṣas und Kinnaras (Instr. Pl., Dvandva)
saṁstūyamānaḥ
gepriesen werdend (Nom. Sg. Part. Präs. Pass.)
nyavadat
er sprach (3. Sg. Impf.)
kṛta-añjalim
zu dem, der die Hände gefaltet hatte (Akk. Sg., Kompositum)
Der Schatzherr [Kuvera] sprach: O Sohn eines Kṣatriya, ich bin hoch zufrieden mit dir, o Sündenloser, weil du auf Geheiß deines Großvaters die schwer aufzugebende Feindschaft aufgegeben hast.
'Ich' und 'Du' — so [lautet] die sinnlose Erkenntnis, die aus der Unwissenheit des Menschen [entsteht]; wie im Traum erscheint sie, aus dem Nachsinnen über das, was [das Selbst] nicht ist, wodurch Bindung und Verwirrung [entstehen].
Wort für Wort
aham
ich (Nom. Sg.)
tvam
du (Nom. Sg.)
iti
so, dergestalt (Partikel, Zitatmarker)
apārthā
sinnlos, ohne wahren Sinn (Nom. Sg. f. Adj., zu dhīḥ)
dhīḥ
die Erkenntnis, der Gedanke (Nom. Sg. f.)
ajñānāt
aus Unwissenheit (Abl. Sg.)
puruṣasya
des Menschen (Gen. Sg.)
hi
fürwahr (Partikel)
svāpni iva
wie im Traum (Vergleich)
ābhāti
sie erscheint (3. Sg. Präs.)
a-tat-dhyānāt
aus dem Nachsinnen über das, was [das Selbst] nicht ist (Abl. Sg., Kompositum)
yayā
wodurch (Instr. Sg. Relativpron.)
bandha-viparyayau
Bindung und Verwirrung (Nom. Dual, Dvandva-Kompositum)
tad gaccha dhruva bhadraṁ te
bhagavantam adhokṣajam
sarva-bhūtātma-bhāvena
sarva-bhūtātma-vigraham
Darum geh, Dhruva — Segen sei mit dir —, [zu] dem Erhabenen, der jenseits der [materiellen] Sinneswahrnehmung ist, indem du [Ihn] als das Selbst aller Wesen erkennst, [Ihn,] dessen Gestalt das Selbst aller Wesen ist.
Wort für Wort
tat
daher (Adv.)
gaccha
geh! (2. Sg. Imp.)
dhruva
o Dhruva (Vok. Sg.)
bhadram
Glück, Segen (Nom. Sg.)
te
dir (Dat. Sg.)
bhagavantam
den Erhabenen (Akk. Sg.)
adhokṣajam
den jenseits der Sinneswahrnehmung Befindlichen (Akk. Sg.)
sarva-bhūta-ātma-bhāvena
durch die Erkenntnis, [dass er] das Selbst aller Wesen [ist] (Instr. Sg., Kompositum)
sarva-bhūta-ātma-vigraham
dessen Gestalt das Selbst aller Wesen ist (Akk. Sg., Bahuvrīhi-Kompositum)
Verehre die verehrungswürdigen Füße [dessen], der das [Kreislauf-]Werden durchtrennt, auf dass du von der [Wiedergeburt] befreit werdest — [Ihn,] der zugleich mit seiner aus den [drei] Erscheinungsweisen bestehenden Eigenmacht verbunden und [doch] frei von ihr ist.
Wort für Wort
bhajasva
verehre! (2. Sg. Imp. Med.)
bhajanīya-aṅghrim
dessen verehrungswürdige Füße (Akk. Sg., Kompositum)
abhavāya
zur Befreiung vom [Wieder-]Werden (Dat. Sg.)
bhava-chidam
der das [Kreislauf-]Werden durchtrennt (Akk. Sg., Kompositum)
yuktam
verbunden (Akk. Sg. Part.)
virahitam
losgelöst, frei (Akk. Sg. Part.)
śaktyā
mit [seiner] Kraft (Instr. Sg.)
guṇa-mayyā
aus den [drei] Erscheinungsweisen bestehend (Instr. Sg. f. Adj.)
ātma-māyayā
durch die eigene [täuschende] Kraft (Instr. Sg., Kompositum)
Erbitte, o König, ohne Zögern von mir das Verlangen, das in deinem Geist ist, o Sohn Uttānapādas; [du,] der würdig ist, eine Gabe [zu empfangen] — [erbitte] die Gabe; denn wir haben, o Lieber, gehört, dass du unablässig den Füßen dessen, dessen Nabel eine Lotosblume [trägt], [ergeben bist].
Wort für Wort
vṛṇīhi
erbitte! (2. Sg. Imp.)
kāmam
das Verlangen (Akk. Sg.)
nṛpa
o König (Vok. Sg.)
yat
das, welches (Relativpron. Akk. Sg. n.)
manaḥ-gatam
im Geist befindlich (Akk. Sg. n., Kompositum)
mattaḥ
von mir (Abl. Sg.)
tvam
du (Nom. Sg.)
auttānapade
o Sohn Uttānapādas (Vok. Sg.)
aviśaṅkitaḥ
ohne Zweifel, unbesorgt (Nom. Sg. Adj.)
varam
die Gabe (Akk. Sg.)
vara-arhaḥ
würdig einer Gabe (Nom. Sg., Kompositum)
ambuja-nābha-pādayoḥ
an den Füßen dessen, dessen Nabel eine Lotosblume [ist] (Gen. Dual, Kompositum)
maitreya uvāca
sa rāja-rājena varāya codito
dhruvo mahā-bhāgavato mahā-matiḥ
harau sa vavre 'calitāṁ smṛtiṁ yayā
taraty ayatnena duratyayaṁ tamaḥ
Maitreya sprach: Er, Dhruva, der große, hochgesinnte Geweihte, von dem König der Könige [Kuvera] zu einer Gabe aufgefordert, erbat sich von Hari eine unerschütterliche Erinnerung [an Ihn], durch die man mühelos die schwer zu überwindende Finsternis [der Unwissenheit] überquert.
Wort für Wort
maitreyaḥ uvāca
Maitreya sprach
saḥ
er (Nom. Sg.)
rāja-rājena
vom König der Könige [Kuvera] (Instr. Sg., Kompositum)
Nachdem der Sohn Iḍaviḍās [Kuvera] ihm diese [Erinnerung] mit erfreutem Herzen gegeben hatte, verschwand er daraufhin vor dessen Augen; und auch jener [Dhruva] kehrte in seine eigene Stadt zurück.
Wort für Wort
tasya
ihm (Dat. Sg.)
prītena
mit erfreutem (Instr. Sg.)
manasā
Herzen, Sinn (Instr. Sg.)
tām
diese (Akk. Sg. f., die Erinnerung)
dattvā
nachdem er gegeben hatte (Absolutiv)
aiḍaviḍaḥ
der Sohn Iḍaviḍās [Kuvera] (Nom. Sg.)
tataḥ
daraufhin (Adv.)
paśyataḥ
vor dessen Augen, während er zusah (Gen. Sg. Part. Präs.)
Darauf verehrte er den Herrn der Opfer mit Opferriten, die reiche Priestergaben mit sich brachten — [Ihn, der] das Werk [der Opfer], [bestehend] aus Substanz, Handlung und Gottheit, sowie dessen Lohn gewährt.
Wort für Wort
atha
darauf (Adv.)
ayajata
er opferte, verehrte (3. Sg. Impf. Med.)
yajña-īśam
den Herrn des Opfers (Akk. Sg., Kompositum)
kratubhiḥ
mit Opferriten (Instr. Pl.)
bhūri-dakṣiṇaiḥ
mit reichen Priestergaben (Instr. Pl., Kompositum)
dravya-kriyā-devatānām
von Substanz, Handlung und Gottheit (Gen. Pl., Kompositum)
karma
das Werk (Akk. Sg.)
karma-phala-pradam
der die Frucht des Werks gewährt (Akk. Sg., Kompositum)
Indem er dem Selbst aller [Wesen], dem Unfehlbaren, der jenseits alles [Begrenzten] ist, eine mit heftiger Woge [anwachsende] Hingabe darbrachte, sah er Ihn, den Allmächtigen, ebenso im [eigenen] Selbst wie in allen Wesen weilend.
Wort für Wort
sarva-ātmani
dem Selbst aller [Wesen] (Lok. Sg., Kompositum)
acyute
dem Unfehlbaren (Lok. Sg.)
asarve
dem Unbegrenzten (Lok. Sg., wörtl. 'Nicht-alles')
tīvra-oghām
mit heftiger Flut, Woge [anwachsend] (Akk. Sg. f., Kompositum)
tam evaṁ śīla-sampannaṁ brahmaṇyaṁ dīna-vatsalam
goptāraṁ dharma-setūnāṁ menire pitaraṁ prajāḥ
Die Untertanen betrachteten ihn, der so mit guten Eigenschaften ausgestattet, den Brahmanen zugetan, den Armen liebevoll zugewandt und ein Beschützer der Dämme der Rechtschaffenheit war, als [ihren] Vater.
Wort für Wort
tam
ihn (Akk. Sg.)
evam
so, derart (Adv.)
śīla-sampannam
mit [guten] Eigenschaften ausgestattet (Akk. Sg., Kompositum)
brahmaṇyam
den Brahmanen zugetan (Akk. Sg. Adj.)
dīna-vatsalam
den Armen liebevoll zugewandt (Akk. Sg., Kompositum)
goptāram
als Beschützer (Akk. Sg.)
dharma-setūnām
der Dämme der Rechtschaffenheit (Gen. Pl., Kompositum)
Sechsunddreißigtausend Jahre lang beherrschte er den Erdkreis, wobei er durch Genüsse die [Frucht] seiner frommen Taten verminderte und durch Entsagungen die [Frucht] seiner unheilvollen [Taten] vernichtete.
Wort für Wort
ṣaṭ-triṁśat-varṣa-sāhasram
sechsunddreißigtausend Jahre (Akk. Sg., Kompositum)
śaśāsa
er beherrschte (3. Sg. Perf.)
kṣiti-maṇḍalam
den Erdkreis (Akk. Sg., Kompositum)
bhogaiḥ
durch Genüsse (Instr. Pl.)
puṇya-kṣayam
die Verminderung des Frommen (Akk. Sg., Kompositum)
kurvan
bewirkend (Nom. Sg. Part. Präs.)
abhogaiḥ
durch Entsagungen (Instr. Pl.)
aśubha-kṣayam
die Vernichtung des Unheilvollen (Akk. Sg., Kompositum)
So verbrachte die hochgesinnte Seele, deren Sinne unerschütterlich waren, eine lange Zeit von vielen Jahren, förderlich den drei [Lebenszielen], und übergab [dann] dem Sohn den Königsthron.
Wort für Wort
evam
so (Adv.)
bahu-savam
von vielen Jahren (Akk. Sg., Kompositum)
kālam
die Zeit (Akk. Sg.)
mahā-ātmā
die hochgesinnte Seele (Nom. Sg., Kompositum)
avicala-indriyaḥ
dessen Sinne unerschütterlich [waren] (Nom. Sg., Kompositum)
tri-varga-aupayikam
den drei [Lebenszielen] förderlich (Akk. Sg., Kompositum)
[Er, der] diese Welt als von der [täuschenden] Kraft [Māyā] im [eigenen] Selbst hervorgebracht erachtete — vergleichbar einem von der Unwissenheit hervorgebrachten Traum oder einer Luftstadt [der Gandharvas].
Wort für Wort
manyamānaḥ
erachtend, denkend (Nom. Sg. Part. Präs. Med.)
idam
diese (Akk. Sg. n.)
viśvam
Welt, All (Akk. Sg.)
māyā-racitam
von der [täuschenden] Kraft hervorgebracht (Akk. Sg., Kompositum)
ātmani
im [eigenen] Selbst (Lok. Sg.)
avidyā-racita
von der Unwissenheit hervorgebracht (Kompositionsglied)
svapna
Traum (Kompositionsglied)
gandharva-nagara
Luftstadt, Trugstadt der Gandharvas (Kompositionsglied)
ātma-stry-apatya-suhṛdo balam ṛddha-kośam
antaḥ-puraṁ parivihāra-bhuvaś ca ramyāḥ
bhū-maṇḍalaṁ jaladhi-mekhalam ākalayya
kālopasṛṣṭam iti sa prayayau viśālām
[Als er] eigenen Leib, Frauen, Kinder, Freunde, das Heer, die angewachsene Schatzkammer, das innere Gemach und die lieblichen Lustgärten sowie den von den Ozeanen umgürteten Erdkreis als vom [Wirken der] Zeit ergriffen betrachtete, zog er fort nach Viśālā [Badarikāśrama].
Wort für Wort
ātma-strī-apatya-suhṛdaḥ
eigenen Leib, Frauen, Kinder [und] Freunde (Akk. Pl., Dvandva-Kompositum)
balam
das Heer (Akk. Sg.)
ṛddha-kośam
die angewachsene Schatzkammer (Akk. Sg., Kompositum)
antaḥ-puram
das innere Gemach (Akk. Sg.)
parivihāra-bhuvaḥ
die Lustgärten (Akk. Pl., Kompositum)
ca
und (Konj.)
ramyāḥ
lieblich (Akk. Pl. Adj.)
bhū-maṇḍalam
den Erdkreis (Akk. Sg., Kompositum)
jaladhi-mekhalam
von den Ozeanen umgürtet (Akk. Sg., Kompositum)
ākalayya
betrachtend, erkennend (Absolutiv)
kāla-upasṛṣṭam
vom [Wirken der] Zeit ergriffen (Akk. Sg., Kompositum)
Dort, nachdem er, dessen Sinnesorgane gereinigt waren, in das segensreiche Wasser eingetaucht war, eine [Sitz-]Haltung eingenommen und den Atem gebändigt hatte, richtete er, dessen Sinne durch den Geist zurückgezogen waren, [den Geist] auf die grobstoffliche Abbildform des Erhabenen; und indem er diese [Form] meditierte, ließ er ihn [den Geist], ohne Unterbrechung, in [tiefe] Versenkung fließen.
Wort für Wort
tasyām
dort, an jenem Ort (Lok. Sg.)
viśuddha-karaṇaḥ
dessen Sinnesorgane gereinigt [waren] (Nom. Sg., Kompositum)
śiva-vāḥ
segensreiches Wasser (Akk. Sg., Kompositum)
vigāhya
nachdem er eingetaucht war (Absolutiv)
baddhvā
nachdem er eingenommen hatte (Absolutiv)
āsanam
die Sitzhaltung (Akk. Sg.)
jita-marut
dessen Atem gebändigt [war] (Nom. Sg., Kompositum)
manasā
durch den Geist (Instr. Sg.)
āhṛta-akṣaḥ
dessen Sinne zurückgezogen [waren] (Nom. Sg., Kompositum)
sthūle
auf die grobstoffliche [Form] (Lok. Sg.)
dadhāra
er hielt, richtete (3. Sg. Perf.)
bhagavat-pratirūpe
auf die Abbildform des Erhabenen (Lok. Sg., Kompositum)
Indem er unablässig Hingabe zum erhabenen Hari strömen ließ, immer wieder von einem Strom [von] Freudentränen überwältigt, sein Herz schmelzend, sein Leib mit Haaresträuben bedeckt — erinnerte sich dieser [Dhruva] nicht [mehr] an seinen [eigenen] Körper, so von der Hülle des Feinstofflichen befreit.
Wort für Wort
bhaktim
Hingabe (Akk. Sg.)
harau
zu Hari (Lok. Sg.)
bhagavati
zum Erhabenen (Lok. Sg.)
pravahan
strömen lassend (Nom. Sg. Part. Präs.)
ajasram
unablässig (Adv.)
ānanda-bāṣpa-kalayā
durch einen Strom von Freudentränen (Instr. Sg., Kompositum)
muhuḥ
immer wieder (Adv.)
ardyamānaḥ
überwältigt werdend (Nom. Sg. Part. Präs. Pass.)
viklidyamāna-hṛdayaḥ
dessen Herz schmolz (Nom. Sg., Kompositum)
pulaka-ācita-aṅgaḥ
dessen Leib mit Haaresträuben bedeckt [war] (Nom. Sg., Kompositum)
na
nicht (Neg.)
ātmānam
an den [eigenen] Körper, das Selbst (Akk. Sg.)
asmarat
er erinnerte sich (3. Sg. Impf.)
asau
dieser (Nom. Sg.)
iti
so (Partikel)
mukta-liṅgaḥ
von der Feinstoffhülle befreit (Nom. Sg., Kompositum)
Daraufhin [sah er] dort zwei erhabene Götter, vierarmig, dunkel [von Hautfarbe], jugendlich, mit Augen wie rötliche Lotosblüten, dastehend, eine Keule stützend, in schöne Gewänder [gekleidet], mit Diademen, Halsketten, Armreifen und anmutigen Ohrringen [geschmückt].
Wort für Wort
tatra
dort (Adv.)
anu
darauf, danach (Adv.)
deva-pravarau
zwei erhabene Götter (Akk. Dual, Kompositum)
catur-bhujau
vierarmig (Akk. Dual, Kompositum)
śyāmau
dunkel, schwärzlich (Akk. Dual Adj.)
kiśorau
jugendlich (Akk. Dual Adj.)
aruṇa-ambuja-īkṣaṇau
mit Augen wie rötliche Lotosblüten (Akk. Dual, Kompositum)
sthitau
dastehend (Akk. Dual Part. Perf.)
avaṣṭabhya
stützend (Absolutiv)
gadām
eine Keule (Akk. Sg.)
suvāsasau
mit schönen Gewändern (Akk. Dual, Kompositum)
kirīṭa-hāra-aṅgada-cāru-kuṇḍalau
mit Diademen, Halsketten, Armreifen und anmutigen Ohrringen (Akk. Dual, Kompositum)
Als er die beiden als Diener des hoch Besungenen [Viṣṇu] erkannte, erhob er sich, wobei er vor Ehrfurcht die [gewohnte] Ordnung vergaß, und verneigte sich, die Namen des Madhu-Feindes rezitierend, [in dem Wissen,] dass sie die beiden Hauptbegleiter [Viṣṇus] seien, mit zusammengelegten Handflächen.
Wort für Wort
vijñāya
nachdem er erkannt hatte (Absolutiv)
tau
die beiden (Akk. Dual)
uttamagāya-kiṅkarau
Diener des hoch Besungenen [Viṣṇu] (Akk. Dual, Kompositum)
abhyutthitaḥ
sich erhebend (Nom. Sg. Part. Perf.)
sādhvasa-vismṛta-kramaḥ
dessen [gewohnte] Ordnung vor Ehrfurcht vergessen war (Nom. Sg., Kompositum)
nanāma
er verneigte sich (3. Sg. Perf.)
nāmāni
die Namen (Akk. Pl.)
gṛṇan
rezitierend (Nom. Sg. Part. Präs.)
madhu-dviṣaḥ
des Feindes Madhus [Viṣṇu] (Gen. Sg., Kompositum)
pārṣat-pradhānau
die beiden Hauptbegleiter (Akk. Dual, Kompositum)
iti
dass, so (Partikel)
saṁhata-añjaliḥ
mit zusammengelegten Handflächen (Nom. Sg., Kompositum)
Zu ihm, dessen Geist in die Füße Kṛṣṇas versunken war, dessen Hände gefaltet waren, dessen Nacken sich in Demut neigte, traten Sunanda und Nanda, die beiden vom Lotusnabel-Träger [Viṣṇu] geschätzten [Diener], heran und sprachen lächelnd.
Wort für Wort
tam
zu ihm (Akk. Sg.)
kṛṣṇa-pāda-abhiniviṣṭa-cetasam
dessen Geist in die Füße Kṛṣṇas versunken [war] (Akk. Sg., Kompositum)
baddha-añjalim
dessen Hände gefaltet [waren] (Akk. Sg., Kompositum)
praśraya-namra-kandharam
dessen Nacken sich in Demut neigte (Akk. Sg., Kompositum)
sunanda-nandau
Sunanda und Nanda (Nom. Dual, Kompositum)
upasṛtya
nachdem sie herangetreten waren (Absolutiv)
sasmitam
lächelnd (Akk. Sg. Adv.)
pratyūcatuḥ
sie sprachen (3. Dual Perf.)
puṣkara-nābha-sammatau
die beiden vom Lotusnabel-Träger geschätzten (Nom. Dual, Kompositum)
sunanda-nandāv ūcatuḥ
bho bho rājan subhadraṁ te
vācaṁ no 'vahitaḥ śṛṇu
yaḥ pañca-varṣas tapasā
bhavān devam atītṛpat
Sunanda und Nanda sprachen: O, o König, Glück [sei] dir! Höre aufmerksam unsere Worte: [Du,] der du [schon] als Fünfjähriger durch Askese den erhabenen Gott vollkommen zufriedengestellt hast.
Wir beide sind die Begleiter jenes Gottes, des Schöpfers des gesamten Weltalls, des Trägers des [Bogens] Śārṅga, hier angekommen, um dich zum Sitz des Erhabenen zu geleiten.
Wort für Wort
tasya
jenes (Gen. Sg.)
akhila-jagat-dhātuḥ
des Schöpfers des gesamten Weltalls (Gen. Sg., Kompositum)
Der überaus schwer zu erobernde Sitz Viṣṇus wurde von dir erobert — [jener Sitz,] den selbst die Weisen, ihn nicht erreichend, nur als höchsten [Ort in der Ferne] erblicken. Besteige jenen [Sitz], um welchen [herum] Mond, Sonne und die übrigen [Gestirne], die Planeten, Sternbilder und Sterne, nach rechts kreisen.
Wort für Wort
sudurjayam
überaus schwer zu erobern (Akk. Sg. Adj.)
viṣṇu-padam
der Sitz Viṣṇus (Akk. Sg., Kompositum)
jitam
erobert (Nom./Akk. Sg. Part. Perf. Pass.)
tvayā
von dir (Instr. Sg.)
yat
den, welchen (Relativpron. Akk. Sg.)
sūrayaḥ
die Weisen (Nom. Pl.)
aprāpya
ohne zu erreichen (Absolutiv, negiert)
vicakṣate
sie erblicken (3. Pl. Präs. Med.)
param
als höchsten (Akk. Sg.)
ātiṣṭha
besteige! (2. Sg. Imp.)
tat
jenen (Akk. Sg.)
candra-divākara-ādayaḥ
Mond, Sonne und die übrigen (Nom. Pl., Kompositum)
graha-ṛkṣa-tārāḥ
Planeten, Sternbilder und Sterne (Nom. Pl., Kompositum)
anāsthitaṁ te pitṛbhir anyair apy aṅga karhicit
ātiṣṭha jagatāṁ vandyaṁ tad viṣṇoḥ paramaṁ padam
[Jenen Sitz, der] weder von deinen Vorvätern noch von anderen jemals erreicht wurde, o Lieber, besteige [du] jenen höchsten, von den Welten verehrten Sitz Viṣṇus.
Maitreya sprach: Nachdem er die honigträufelnde Rede der beiden Hauptdiener Vaikuṇṭhas vernommen hatte, nahm der dem Weitschreitenden [Viṣṇu] liebe [Dhruva] sein [rituelles] Bad, verrichtete die täglichen glückverheißenden [Riten], verneigte sich vor den Weisen und empfing [ihren] Segen.
Wort für Wort
maitreyaḥ uvāca
Maitreya sprach
niśamya
nachdem er vernommen hatte (Absolutiv)
vaikuṇṭha-niyojya-mukhyayoḥ
der beiden Hauptdiener Vaikuṇṭhas (Gen. Dual, Kompositum)
madhu-cyutam
honigträufelnd (Akk. Sg. Adj., Kompositum)
vācam
die Rede (Akk. Sg.)
urukrama-priyaḥ
der dem Weitschreitenden [Viṣṇu] Liebe [Dhruva] (Nom. Sg., Kompositum)
kṛta-abhiṣekaḥ
der das [rituelle] Bad vollzogen hatte (Nom. Sg., Kompositum)
kṛta-nitya-maṅgalaḥ
der die täglichen glückverheißenden Riten vollzogen hatte (Nom. Sg., Kompositum)
parītyābhyarcya dhiṣṇyāgryaṁ pārṣadāv abhivandya ca
iyeṣa tad adhiṣṭhātuṁ bibhrad rūpaṁ hiraṇmayam
Nachdem er das vorzügliche Luftfahrzeug umschritten und verehrt sowie die beiden Begleiter [Viṣṇus] gegrüßt hatte, wünschte er, es zu besteigen, während er eine goldglänzende Gestalt annahm.
Wort für Wort
parītya
nachdem er umschritten hatte (Absolutiv)
abhyarcya
nachdem er verehrt hatte (Absolutiv)
dhiṣṇya-agryam
das vorzügliche [himmlische] Fahrzeug (Akk. Sg., Kompositum)
Da erblickte der Sohn Uttānapādas den herannahenden Tod [personifiziert]; nachdem er [seinen] Fuß auf das Haupt des Todes gesetzt hatte, bestieg er das wundersame [Luft-]Haus.
Da erklangen Kesselpauken, Mṛdaṅga-Trommeln, Paṇava-Trommeln und andere [Instrumente]; die vornehmsten Gandharvas sangen, und Regenschauer von Blumen fielen herab.
Wort für Wort
tadā
da (Adv.)
dundubhayaḥ
Kesselpauken (Nom. Pl.)
neduḥ
sie erklangen (3. Pl. Perf.)
mṛdaṅga-paṇava-ādayaḥ
Mṛdaṅga-Trommeln, Paṇava-Trommeln und andere (Nom. Pl., Kompositum)
sa ca svarlokam ārokṣyan sunītiṁ jananīṁ dhruvaḥ
anvasmarad agaṁ hitvā dīnāṁ yāsye tri-viṣṭapam
Und Dhruva, im Begriff, zur Himmelswelt [Svarloka] aufzusteigen, gedachte [plötzlich] seiner Mutter Sunīti: 'Soll ich, [meine] arme [Mutter] zurücklassend, zu dem schwer erreichbaren Dreifach-Himmel gehen?'
Wort für Wort
saḥ
er (Nom. Sg.)
ca
und (Konj.)
svaḥ-lokam
zur Himmelswelt (Akk. Sg., Kompositum)
ārokṣyan
im Begriff aufzusteigen (Nom. Sg. Part. Fut.)
sunītim
Sunīti (Akk. Sg.)
jananīm
die Mutter (Akk. Sg.)
dhruvaḥ
Dhruva (Nom. Sg.)
anvasmarat
er gedachte, erinnerte sich (3. Sg. Impf.)
agam
schwer erreichbar [?] (Akk. Sg. n. Adj., zu tri-viṣṭapam)
hitvā
zurücklassend (Absolutiv)
dīnām
die Arme, Bedauernswerte (Akk. Sg. f., bezogen auf die Mutter)
yāsye
soll ich gehen, werde ich gehen (1. Sg. Fut.)
tri-viṣṭapam
zum Dreifach-Himmel (Akk. Sg., Kompositum)
[Anm.: 'agam' (Akk. Sg. n.) ist hier als Adjektiv zu 'tri-viṣṭapam' zu lesen, wörtl. 'nicht [leicht] zu erreichen' (a- + gam), im Sinne von 'schwer erreichbar'; so auch das vedabase-Wortglossar ('agam - difficult to attain').]
Als die beiden erhabenen Götter diesen Entschluss von ihm erkannt hatten, zeigten sie [ihm] die erhabene [Sunīti], die vor [ihm] mit einem Luftfahrzeug voranfuhr.
Wort für Wort
iti
so, dergestalt (Partikel)
vyavasitam
den Entschluss (Akk. Sg.)
tasya
von ihm (Gen. Sg.)
vyavasāya
erkennend, verstehend (Absolutiv)
sura-uttamau
die beiden erhabenen Götter (Nom. Dual, Kompositum)
tatra tatra praśaṁsadbhiḥ pathi vaimānikaiḥ suraiḥ
avakīryamāṇo dadṛśe kusumaiḥ kramaśo grahān
Hier und dort auf dem Weg, von den in Luftfahrzeugen [reisenden] Göttern gepriesen und mit Blumen überschüttet, erblickte er nach und nach die Planeten.
tri-lokīṁ deva-yānena so 'tivrajya munīn api
parastād yad dhruva-gatir viṣṇoḥ padam athābhyagāt
Nachdem er mit dem göttlichen Fahrzeug die drei Welten und sogar die Weisen überschritten hatte, erreichte er, dessen Weg unerschütterlich [dhruva] war, danach jenseits [davon] den Sitz Viṣṇus.
Wort für Wort
tri-lokīm
die drei Welten (Akk. Sg., Kompositum)
deva-yānena
mit dem göttlichen Fahrzeug (Instr. Sg., Kompositum)
saḥ
er (Nom. Sg.)
ativrajya
nachdem er überschritten hatte (Absolutiv)
munīn
die Weisen (Akk. Pl.)
api
sogar (Partikel)
parastāt
jenseits (Adv.)
yat
welches [hier verstärkend] (Relativpron.)
dhruva-gatiḥ
dessen Weg unerschütterlich [war, d.h. Dhruva] (Nom. Sg., Kompositum)
yad bhrājamānaṁ sva-rucaiva sarvato
lokās trayo hy anu vibhrājanta ete
yan nāvrajañ jantuṣu ye 'nanugrahā
vrajanti bhadrāṇi caranti ye 'niśam
[Der Sitz,] welcher, allein durch sein eigenes Leuchten überall erstrahlend, [bewirkt, dass] diese drei Welten [ihm] nachfolgend erglänzen; welchen jene nicht erreichten, die unter den Lebewesen ohne Gnade waren, [wohingegen] jene [ihn] erreichen, die unablässig Heilsames wirken.
Wort für Wort
yat
welcher (Relativpron. Nom./Akk. Sg. n.)
bhrājamānam
erstrahlend (Nom./Akk. Sg. Part. Präs.)
sva-rucā
durch [sein] eigenes Leuchten (Instr. Sg., Kompositum)
Die Friedvollen, die mit gleichem Blick [auf alle Wesen] Sehenden, die Reinen, die alle Lebewesen Erfreuenden — [sie,] deren Freunde die dem Unfehlbaren Lieben sind, gehen mühelos zum Sitz des Unfehlbaren.
Wort für Wort
śāntāḥ
die Friedvollen (Nom. Pl.)
sama-dṛśaḥ
die mit gleichem Blick [auf alle] Sehenden (Nom. Pl., Kompositum)
śuddhāḥ
die Reinen (Nom. Pl.)
sarva-bhūta-anurañjanāḥ
die alle Lebewesen Erfreuenden (Nom. Pl., Kompositum)
yānti
sie gehen (3. Pl. Präs.)
añjasā
mühelos, direkt (Instr. Sg. als Adv.)
acyuta-padam
zum Sitz des Unfehlbaren (Akk. Sg., Kompositum)
acyuta-priya-bāndhavāḥ
deren Freunde die dem Unfehlbaren Lieben sind (Nom. Pl., Kompositum)
[Jener Sitz Dhruvas,] von gewaltiger Wucht, unaufhörlich, um den herum der Kreis der Gestirne befestigt ist, o Nachkomme der Kurus, [er] kreist, wie eine Rinderherde um den Zentralpfahl kreist.
Wort für Wort
gambhīra-vegaḥ
von gewaltiger Wucht, Geschwindigkeit (Nom. Sg., Kompositum)
Als der erhabene Weise Nārada dessen [Dhruvas] Herrlichkeit erblickt hatte, spielte er auf einem Saiteninstrument und sang Verse in der Opferversammlung der Pracetas.
Nārada sprach: Wahrlich, selbst die Verkünder der Veden vermögen, obwohl sie [deren] Mittel kennen, jenen Zustand des Sohnes der [ganz] ihrem Gatten ergebenen Sunīti, [der] durch die Macht der Askese [erlangt wurde], nicht zu erreichen — wie erst [gewöhnliche] Könige?
Wort für Wort
nāradaḥ uvāca
Nārada sprach
nūnam
wahrlich, gewiss (Adv.)
sunīteḥ
Sunītis (Gen. Sg.)
pati-devatāyāḥ
die [ihren] Gatten [wie eine Gottheit] verehrenden (Gen. Sg., Kompositum)
Er, der als Fünfjähriger, von den pfeilgleichen Worten der Gattin des Vaters verwundet, mit schmerzendem, verletztem Herzen in den Wald ging, meinem Rat folgend — er besiegte den unbesiegbaren Herrn, der [nur] durch die Eigenschaften Seiner Geweihten besiegt wird.
Wort für Wort
yaḥ
der (Nom. Sg. Relativpron.)
pañca-varṣaḥ
fünf Jahre alt (Nom. Sg., Kompositum)
guru-dāra-vāk-śaraiḥ
durch die pfeilgleichen Worte der Gattin des Vaters (Instr. Pl., Kompositum)
bhinnena
mit verwundetem (Instr. Sg. Part. Perf. Pass.)
yātaḥ
gegangen (Nom. Sg. Part. Perf.)
hṛdayena
mit [dem] Herzen (Instr. Sg.)
dūyatā
schmerzendem (Instr. Sg. Part. Präs.)
vanam
in den Wald (Akk. Sg.)
mad-ādeśa-karaḥ
meinem Rat folgend (Nom. Sg., Kompositum)
ajitam
den Unbesiegbaren (Akk. Sg.)
prabhum
den Herrn (Akk. Sg.)
jigāya
er besiegte (3. Sg. Perf.)
tat-bhakta-guṇaiḥ
durch die Eigenschaften Seiner Geweihten (Instr. Pl., Kompositum)
yaḥ kṣatra-bandhur bhuvi tasyādhirūḍham
anv ārurukṣed api varṣa-pūgaiḥ
ṣaṭ-pañca-varṣo yad ahobhir alpaiḥ
prasādya vaikuṇṭham avāpa tat-padam
Welcher [gewöhnliche] Sohn eines Kṣatriya auf Erden mag jene erhabene, von ihm erklommene Stufe selbst nach vielen, vielen Jahren zu erklimmen versuchen? — [jene Stufe,] die er, mit fünf oder sechs Jahren, in wenigen Tagen erreichte, nachdem er Vaikuṇṭha [den Herrn] zufriedengestellt hatte, jenen [Ihm eigenen] Sitz.
Wort für Wort
yaḥ
welcher (Nom. Sg. Relativpron.)
kṣatra-bandhuḥ
ein [gewöhnlicher] Sohn eines Kṣatriya (Nom. Sg., Kompositum)
bhuvi
auf Erden (Lok. Sg.)
tasya
dessen (Gen. Sg.)
adhirūḍham
die erklommene [Stufe] (Akk. Sg. Part. Perf. Pass.)
anu
nach, entsprechend (Adv.)
ārurukṣet
er möge zu erklimmen versuchen (3. Sg. Opt. Desid.)
Maitreya sprach: Dies alles, wonach ich hier von dir gefragt wurde, wurde dir [nun] dargelegt — die von den Frommen gebilligte Lebensgeschichte Dhruvas, dessen Ruhm sich weithin erhebt.
[Diese Geschichte ist] Reichtum verleihend, Ruhm verleihend, das Leben verlängernd, heilig, Glück bewirkend, groß, den Himmel verleihend, die Welt Dhruvas [verleihend], den Geist erfreuend, preisenswert und [alle] Sünde tilgend.
Wort für Wort
dhanyam
Reichtum verleihend (Nom. Sg. Adj.)
yaśasyam
Ruhm verleihend (Nom. Sg. Adj.)
āyuṣyam
das Leben verlängernd (Nom. Sg. Adj.)
puṇyam
heilig, verdienstvoll (Nom. Sg. Adj.)
svasti-ayanam
Glück bewirkend, Zuflucht des Heils (Nom. Sg., Kompositum)
Wer dies, die dem Unfehlbaren liebe Wirksamkeit, mit Glauben immer wieder hört, in dem möge Hingabe zum Erhabenen entstehen, durch welche die vollständige Vernichtung der Leiden eintreten möge.
Wort für Wort
śrutvā
nachdem [er] gehört hat (Absolutiv)
etat
dies (Akk. Sg.)
śraddhayā
mit Glauben (Instr. Sg.)
abhīkṣṇam
immer wieder (Adv.)
acyuta-priya-ceṣṭitam
die dem Unfehlbaren liebe Wirksamkeit, Taten (Akk. Sg., Kompositum)
bhavet
es möge entstehen (3. Sg. Opt.)
bhaktiḥ
Hingabe (Nom. Sg.)
bhagavati
zum Erhabenen (Lok. Sg.)
yayā
wodurch (Instr. Sg. Relativpron.)
syāt
es möge eintreten (3. Sg. Opt.)
kleśa-saṅkṣayaḥ
die vollständige Vernichtung der Leiden (Nom. Sg., Kompositum)
[Diese Geschichte ist] das heilige Mittel für jene, die Größe begehren; für den, der [sie] hört, [entstehen] gute Wesenszüge und [andere] Vorzüge; darin [liegt] die Kraft für jene, die diese [Kraft] begehren; darin [liegt] die Ehre für die Verständigen.
Mit Sorgfalt möge man des Morgens in der Versammlung der Zweimalgeborenen und [auch] des Abends die große Lebensgeschichte des von heiliger Kunde [umgebenen] Dhruva rezitieren.
Wort für Wort
prayataḥ
sorgfältig, geläutert (Nom. Sg. Adj.)
kīrtayet
man möge rezitieren, preisen (3. Sg. Opt.)
prātaḥ
am Morgen (Adv.)
samavāye
in der Versammlung (Lok. Sg.)
dvi-janmanām
der Zweimalgeborenen (Gen. Pl., Kompositum)
sāyam
am Abend (Adv.)
ca
und (Konj.)
puṇya-ślokasya
von heiliger Kunde, gepriesenem Ruf (Gen. Sg., Kompositum)