Śrī Śuka sprach: Darauf schlugen die Götter, deren Bewusstsein durch das überragende Erbarmen der Höchsten Person wiedererlangt worden war, angeführt von Śakra (Indra) und Samīraṇa (Vāyu), heftig wieder auf jene Dämonen ein, von denen sie zuvor in der Schlacht geschlagen worden waren.
Du Tor, wie ein Gaukler willst du uns, die Herren der Māyā, durch Täuschungskünste besiegen! So wie ein Gaukler Kindern die Augen verbindet, sie besiegt und ihren Besitz raubt.
ārurukṣanti māyābhir
utsisṛpsanti ye divam
tān dasyūn vidhunomy ajñān
pūrvasmāc ca padād adhaḥ
Jene Unwissenden, die durch Täuschungen zum Himmel emporsteigen und sich emporschleichen wollen — diese Räuber schleudere ich hinab, fort von ihrer früheren Stellung.
so 'haṁ durmāyinas te 'dya
vajreṇa śata-parvaṇā
śiro hariṣye mandātman
ghaṭasva jñātibhiḥ saha
Ich, eben dieser, werde heute mit dem hundertkantigen Donnerkeil dein Haupt abtrennen, du böser Zauberkünstler, du Schwachsinniger! Bemühe dich zu bestehen, zusammen mit deinen Verwandten!
Śrī Bali sprach: Für alle, die sich in der Schlacht befinden und deren Taten von der Zeit angetrieben werden, mögen der Reihe nach Ruhm, Sieg, Niederlage und Tod eintreten.
na vayaṁ manyamānānām
ātmānaṁ tatra sādhanam
giro vaḥ sādhu-śocyānāṁ
gṛhṇīmo marma-tāḍanāḥ
Wir beachten nicht eure herzverwundenden Worte, die ihr, die ihr euch selbst als Ursache von Sieg und Niederlage betrachtet, sprecht — Worte, die von den Rechtschaffenen bemitleidet werden.
Śrī Śuka sprach: Nachdem der Held Bali, der Bezwinger von Helden, den mächtigen Indra so getadelt hatte, traf er ihn mit bis ans Ohr gespannten eisernen Pfeilen und sprach wieder mit Vorwürfen zu ihm.
Der Bezwinger der Feinde (Indra) schleuderte den unfehlbaren Donnerkeil auf ihn. (Bali) fiel samt seinem Reittier zu Boden, wie ein Berg mit abgeschnittenen Flügeln.
sa siṁha-vāha āsādya
gadām udyamya raṁhasā
jatrāv atāḍayac chakraṁ
gajaṁ ca sumahā-balaḥ
Er, der überaus kraftvolle (Jambha), der auf einem Löwen reitet, näherte sich, erhob mit Wucht seine Keule und schlug Indra und dessen Elefanten am Nackenansatz.
tasya tat pūjayan karma
yantur dānava-sattamaḥ
śūlena jvalatā taṁ tu
smayamāno 'hanan mṛdhe
Diese Tat des Wagenlenkers (Mātali) anerkennend, schlug der beste der Dānavas (Jambha) ihn dennoch lächelnd mit dem lodernden Dreizack in der Schlacht.
Mit harten Worten peinigten sie Indra an seinen empfindlichen Stellen und überschütteten ihn mit Pfeilen, wie Wolken einen Berg mit Regengüssen überschütten.
Mit zweihundert Pfeilen traf Pāka Mātali und den Wagen mit all seinen Teilen einzeln, in einem einzigen Zug von Anlegen und Abschießen — dies war erstaunlich auf dem Schlachtfeld.
Ihn nicht mehr erblickend, äußerst bestürzt, wehklagten die Scharen der Götter samt ihrem Gefolge, führerlos, von der Macht der Feinde überwältigt, wie Kaufleute, deren Schiff auf dem Ozean zerbrochen ist.
Darauf trat Indra aus dem Käfig der ihn umschließenden Pfeile hervor, samt seinen Pferden, seinem Wagen, Banner und Wagenlenker, und erstrahlte, die Himmelsrichtungen, den Luftraum und die Erde mit seinem eigenen Glanz erhellend, wie die Sonne am Ende der Nacht.
Als der Gott (Indra) sein von den Feinden in der Schlacht bedrängtes Heer erblickte, erhob der Donnerkeilträger im Zorn den Donnerkeil, um den Feind zu töten.
sa tenaivāṣṭa-dhāreṇa
śirasī bala-pākayoḥ
jñātīnāṁ paśyatāṁ rājañ
jahāra janayan bhayam
Mit ebendiesem achtschneidigen Donnerkeil trennte er die beiden Häupter Balas und Pākas ab, während ihre Verwandten zusahen, o König, und rief dadurch Furcht hervor.
Er ergriff den aus Stahl gefertigten, mit Glöckchen und goldenem Schmuck versehenen Speer, stürmte erzürnt heran, rief drohend: „Du bist tot!“, und schleuderte ihn, wie ein brüllender Löwenkönig, auf den König der Götter.
Den mit großer Geschwindigkeit vom Himmel herabfliegenden (Speer) zerschnitt Indra mit Pfeilen in tausend Stücke. Dann schlug ihn, o König, der von Zorn erfüllte Herr der Götter mit dem Donnerkeil an der Schulter, sein Haupt abtrennen wollend.
na tasya hi tvacam api vajra ūrjito
bibheda yaḥ sura-patinaujaseritaḥ
tad adbhutaṁ param ativīrya-vṛtra-bhit
tiraskṛto namuci-śirodhara-tvacā
Fürwahr, nicht einmal dessen Haut durchdrang der mächtige Donnerkeil, der doch vom Herrn der Götter mit Kraft geschleudert worden war. Höchst erstaunlich war, dass der Donnerkeil, der den überaus mächtigen Vṛtra durchbohrt hatte, von der Halshaut Namucis abgewehrt wurde.
Deshalb fürchtete sich Indra vor dem Feind, weil der Donnerkeil abgewehrt worden war: „Was ist dies, das durch göttliche Fügung geschehen ist und die Welt verwirrt?“
(Der Donnerkeil,) mit dem ich einst, als die Geschöpfe zugrunde gingen, den Bergen, die mit ihrer Last auf die Erde niedersanken und mit ihren Flügeln eindrangen, die Flügel abschnitt —
Wort für Wort
yena
womit (mit dem Donnerkeil)
me
von mir
pūrvam
einst
adrīṇām
der Berge
pakṣa-cchedaḥ
das Abschneiden der Flügel
prajā-atyaye
als die Geschöpfe zugrunde gingen
kṛtaḥ
vollbracht wurde
niviśatām
die eindrangen, sich niederließen
bhāraiḥ
mit ihrer Last
patattraiḥ
mit ihren Flügeln
patatām
die herabfielen
bhuvi
auf die Erde
Satz wird in Vers 35–36 fortgesetzt (Relativsatzkette, abgeschlossen durch so 'yam in Vers 36).
(Derselbe Donnerkeil,) die Essenz der Askese, von Tvaṣṭā gefertigt, womit Vṛtra zerrissen wurde, und auch andere Kraftbegabte, deren Haut durch alle Waffen unverletzt geblieben war —
Wort für Wort
tapaḥ-sāra-mayam
die Essenz der Askese enthaltend
tvāṣṭram
von Tvaṣṭā gefertigt
vṛtraḥ
Vṛtra
yena
womit
vipāṭitaḥ
zerrissen wurde
anye
andere
ca api
und auch
bala-upetāḥ
mit Kraft begabte
sarva-astraiḥ
durch alle Waffen
akṣata-tvacaḥ
deren Haut unverletzt (blieb)
Fortsetzung von Vers 34; Hauptsatz folgt in Vers 36.
so 'yaṁ pratihato vajro
mayā mukto 'sure 'lpake
nāhaṁ tad ādade daṇḍaṁ
brahma-tejo 'py akāraṇam
— eben dieser Donnerkeil, von mir gegen diesen unbedeutenden Dämon geschleudert, wurde abgewehrt! Ich begreife nicht, wie dieser Stab, der doch die Kraft des Brahman besitzt, wirkungslos geworden ist.
Während Indra so verzagte, sprach eine körperlose Stimme zu ihm: „Dieser Dämon kann weder durch etwas Trockenes noch durch etwas Feuchtes getötet werden.“
mayāsmai yad varo datto
mṛtyur naivārdra-śuṣkayoḥ
ato 'nyaś cintanīyas te
upāyo maghavan ripoḥ
Da ich diesem einen Segen gegeben habe, dass sein Tod keineswegs durch Feuchtes oder Trockenes eintreten könne, musst du, o Maghavan, ein anderes Mittel gegen den Feind ersinnen.
na śuṣkeṇa na cārdreṇa
jahāra namuceḥ śiraḥ
taṁ tuṣṭuvur muni-gaṇā
mālyaiś cāvākiran vibhum
Weder durch Trockenes noch durch Feuchtes trennte er Namucis Haupt ab. Die Scharen der Weisen priesen ihn und bestreuten den Mächtigen mit Blumengirlanden.
Śrī Nārada sprach: Von euch, die ihr Zuflucht in den Armen Nārāyaṇas gefunden habt, wurde der Nektar erlangt. Ihr alle seid in Wohlstand aufgeblüht — lasst nun ab vom Streit.
Dort belebte Uśanas (Śukra) jene, deren Glieder nicht zerstört und deren Hals noch vorhanden war, mit seiner eigenen Wissenschaft, der Saṁjīvanī, wieder.