Quellen der Menschheit

Bhāgavata-Purāṇa

Kapitel 164: indra-daitya-saṁhāraḥ Indra vernichtet die Dämonen

śrī-śuka uvāca atho surāḥ pratyupalabdha-cetasaḥ parasya puṁsaḥ parayānukampayā jaghnur bhṛśaṁ śakra-samīraṇādayas tāṁs tān raṇe yair abhisaṁhatāḥ purā

Śrī Śuka sprach: Darauf schlugen die Götter, deren Bewusstsein durch das überragende Erbarmen der Höchsten Person wiedererlangt worden war, angeführt von Śakra (Indra) und Samīraṇa (Vāyu), heftig wieder auf jene Dämonen ein, von denen sie zuvor in der Schlacht geschlagen worden waren.

Wort für Wort
śrī-śukaḥ uvāca
Śrī Śuka sprach
atho
darauf, hierauf
surāḥ
die Götter
pratyupalabdha-cetasaḥ
deren Bewusstsein wiedererlangt war
parasya
des Höchsten
puṁsaḥ
der Person
parayā
durch die überragende
anukampayā
durch die Gnade/das Mitleid
jaghnuḥ
sie schlugen
bhṛśam
heftig, wiederholt
śakra-samīraṇa-ādayaḥ
angeführt von Śakra (Indra) und Samīraṇa (Vāyu)
tān tān
auf jene und jene (Dämonen)
raṇe
in der Schlacht
yaiḥ
von denen
abhisaṁhatāḥ
sie geschlagen worden waren
purā
zuvor

vairocanāya saṁrabdho bhagavān pāka-śāsanaḥ udayacchad yadā vajraṁ prajā hā heti cukruśuḥ

Als der erzürnte, mächtige Pāka-Bezwinger (Indra) gegen den Sohn Virocanas (Bali) den Donnerkeil erhob, schrien die Geschöpfe: „Ach, ach!“

Wort für Wort
vairocanāya
gegen den Sohn Virocanas (Bali)
saṁrabdhaḥ
erzürnt, aufgebracht
bhagavān
der Erhabene, Mächtige
pāka-śāsanaḥ
der Bezwinger Pākas (Indra)
udayacchat
er erhob
yadā
als
vajram
den Donnerkeil
prajāḥ
die Geschöpfe
hā hā iti
„Ach, ach!“ so
cukruśuḥ
sie schrien auf

vajra-pāṇis tam āhedaṁ tiraskṛtya puraḥ-sthitam manasvinaṁ susampannaṁ vicarantaṁ mahā-mṛdhe

Der Donnerkeilträger (Indra) tadelte ihn, der besonnen und wohlgerüstet vor ihm stand und sich auf dem großen Schlachtfeld bewegte, und sprach dies:

Wort für Wort
vajra-pāṇiḥ
der mit dem Donnerkeil in der Hand (Indra)
tam
zu ihm
āha
sprach
idam
dies (Folgende)
tiraskṛtya
ihn tadelnd, verhöhnend
puraḥ-sthitam
der vor ihm stand
manasvinam
den Besonnenen, Stolzen
su-sampannam
den Wohlgerüsteten
vicarantam
der sich (kämpfend) bewegte
mahā-mṛdhe
auf dem großen Schlachtfeld

naṭavan mūḍha māyābhir māyeśān no jigīṣasi jitvā bālān nibaddhākṣān naṭo harati tad-dhanam

Du Tor, wie ein Gaukler willst du uns, die Herren der Māyā, durch Täuschungskünste besiegen! So wie ein Gaukler Kindern die Augen verbindet, sie besiegt und ihren Besitz raubt.

Wort für Wort
naṭa-vat
wie ein Gaukler
mūḍha
du Tor
māyābhiḥ
durch Täuschungen, Illusionskünste
māyā-īśān
die Herren der Māyā
naḥ
uns
jigīṣasi
du willst besiegen
jitvā
nachdem er besiegt hat
bālān
Kinder
nibaddha-akṣān
deren Augen verbunden sind
naṭaḥ
der Gaukler
harati
er raubt
tat-dhanam
deren Besitz

ārurukṣanti māyābhir utsisṛpsanti ye divam tān dasyūn vidhunomy ajñān pūrvasmāc ca padād adhaḥ

Jene Unwissenden, die durch Täuschungen zum Himmel emporsteigen und sich emporschleichen wollen — diese Räuber schleudere ich hinab, fort von ihrer früheren Stellung.

Wort für Wort
ārurukṣanti
die aufsteigen wollen
māyābhiḥ
durch Täuschungen
utsisṛpsanti
die sich emporschleichen wollen
ye
welche
divam
zum Himmel
tān
jene
dasyūn
Räuber, Diebe
vidhunomi
ich schleudere hinab, vertreibe
ajñān
die Unwissenden
pūrvasmāt
von der früheren
ca
und
padāt
von der Stellung
adhaḥ
hinab

so 'haṁ durmāyinas te 'dya vajreṇa śata-parvaṇā śiro hariṣye mandātman ghaṭasva jñātibhiḥ saha

Ich, eben dieser, werde heute mit dem hundertkantigen Donnerkeil dein Haupt abtrennen, du böser Zauberkünstler, du Schwachsinniger! Bemühe dich zu bestehen, zusammen mit deinen Verwandten!

Wort für Wort
saḥ aham
ich, derselbe
durmāyinaḥ
des bösen Zauberkünstlers
te
dein
adya
heute
vajreṇa
mit dem Donnerkeil
śata-parvaṇā
der hundert Kanten hat
śiraḥ
das Haupt
hariṣye
ich werde abtrennen
manda-ātman
o du von schwachem Verstand
ghaṭasva
bemühe dich, versuche standzuhalten
jñātibhiḥ saha
zusammen mit deinen Verwandten

śrī-baliḥ uvāca saṅgrāme vartamānānāṁ kāla-codita-karmaṇām kīrtir jayo 'jayo mṛtyuḥ sarveṣāṁ syur anukramāt

Śrī Bali sprach: Für alle, die sich in der Schlacht befinden und deren Taten von der Zeit angetrieben werden, mögen der Reihe nach Ruhm, Sieg, Niederlage und Tod eintreten.

Wort für Wort
śrī-baliḥ uvāca
Śrī Bali sprach
saṅgrāme
in der Schlacht
vartamānānām
für die Befindlichen
kāla-codita-karmaṇām
deren Taten von der Zeit angetrieben sind
kīrtiḥ
Ruhm
jayaḥ
Sieg
ajayaḥ
Niederlage
mṛtyuḥ
Tod
sarveṣām
für alle
syuḥ
mögen eintreten
anukramāt
der Reihe nach

tad idaṁ kāla-raśanaṁ jagat paśyanti sūrayaḥ na hṛṣyanti na śocanti tatra yūyam apaṇḍitāḥ

Die Weisen erkennen, dass eben diese Welt von der Zeit gezügelt wird; darüber freuen sie sich nicht, noch trauern sie. Ihr aber seid unweise.

Wort für Wort
tat idam
eben diese
kāla-raśanam
von der Zeit gezügelte
jagat
Welt
paśyanti
sie sehen, erkennen
sūrayaḥ
die Weisen, Einsichtigen
na hṛṣyanti
sie freuen sich nicht
na śocanti
sie trauern nicht
tatra
darüber
yūyam
ihr
apaṇḍitāḥ
Unweise, Ungelehrte

na vayaṁ manyamānānām ātmānaṁ tatra sādhanam giro vaḥ sādhu-śocyānāṁ gṛhṇīmo marma-tāḍanāḥ

Wir beachten nicht eure herzverwundenden Worte, die ihr, die ihr euch selbst als Ursache von Sieg und Niederlage betrachtet, sprecht — Worte, die von den Rechtschaffenen bemitleidet werden.

Wort für Wort
na
nicht
vayam
wir
manyamānānām
derer, die meinen
ātmānam
sich selbst (als Urheber)
tatra
dabei (bei Sieg und Niederlage)
sādhanam
als Ursache, Werkzeug
giraḥ
die Worte
vaḥ
von euch
sādhu-śocyānām
die von den Rechtschaffenen zu bedauern sind
gṛhṇīmaḥ
wir nehmen an, beachten
marma-tāḍanāḥ
die das Herz/die verwundbare Stelle treffen

śrī-śuka uvāca ity ākṣipya vibhuṁ vīro nārācair vīra-mardanaḥ ākarṇa-pūrṇair ahanad ākṣepair āha taṁ punaḥ

Śrī Śuka sprach: Nachdem der Held Bali, der Bezwinger von Helden, den mächtigen Indra so getadelt hatte, traf er ihn mit bis ans Ohr gespannten eisernen Pfeilen und sprach wieder mit Vorwürfen zu ihm.

Wort für Wort
śrī-śukaḥ uvāca
Śrī Śuka sprach
iti
so (das Vorhergehende)
ākṣipya
nachdem er getadelt hatte
vibhum
den Mächtigen (Indra)
vīraḥ
der Held (Bali)
nārācaiḥ
mit eisernen Pfeilen
vīra-mardanaḥ
der Bezwinger von Helden
ākarṇa-pūrṇaiḥ
bis ans Ohr gespannten
ahanat
er traf, schlug
ākṣepaiḥ
mit Vorwürfen
āha
er sprach
tam
zu ihm
punaḥ
wieder

evaṁ nirākṛto devo vairiṇā tathya-vādinā nāmṛṣyat tad-adhikṣepaṁ totrāhata iva dvipaḥ

So von seinem die Wahrheit sprechenden Feind zurückgewiesen, ertrug der Gott (Indra) dessen Tadel nicht, wie ein vom Stachelstock getroffener Elefant.

Wort für Wort
evam
so
nirākṛtaḥ
zurückgewiesen, gedemütigt
devaḥ
der Gott (Indra)
vairiṇā
vom Feind
tathya-vādinā
der die Wahrheit sprach
na amṛṣyat
er ertrug nicht
tat-adhikṣepam
dessen Tadel
totra-āhataḥ
vom Stachelstock getroffen
iva
wie
dvipaḥ
ein Elefant

prāharat kuliśaṁ tasmā amoghaṁ para-mardanaḥ sayāno nyapatad bhūmau chinna-pakṣa ivācalaḥ

Der Bezwinger der Feinde (Indra) schleuderte den unfehlbaren Donnerkeil auf ihn. (Bali) fiel samt seinem Reittier zu Boden, wie ein Berg mit abgeschnittenen Flügeln.

Wort für Wort
prāharat
er schleuderte
kuliśam
den Donnerkeil
tasmai
auf ihn
amogham
unfehlbar
para-mardanaḥ
der Bezwinger der Feinde (Indra)
sa-yānaḥ
samt seinem Reittier
nyapatat
er fiel
bhūmau
auf den Boden
chinna-pakṣaḥ
dessen Flügel abgeschnitten sind
iva
wie
acalaḥ
ein Berg

sakhāyaṁ patitaṁ dṛṣṭvā jambho bali-sakhaḥ suhṛt abhyayāt sauhṛdaṁ sakhyur hatasyāpi samācaran

Als Jambha, der wohlgesinnte Freund Balis, seinen gefallenen Freund erblickte, trat er heran, um dem gefallenen Freund die Treue zu erweisen.

Wort für Wort
sakhāyam
den Freund
patitam
den Gefallenen
dṛṣṭvā
als er sah
jambhaḥ
Jambha
bali-sakhaḥ
der Freund Balis
suhṛt
der Wohlgesinnte
abhyayāt
er trat heran
sauhṛdam
die Freundestreue
sakhyuḥ
des Freundes
hatasya
des Gefallenen
api
obwohl, sogar
samācaran
erweisend, ausübend

sa siṁha-vāha āsādya gadām udyamya raṁhasā jatrāv atāḍayac chakraṁ gajaṁ ca sumahā-balaḥ

Er, der überaus kraftvolle (Jambha), der auf einem Löwen reitet, näherte sich, erhob mit Wucht seine Keule und schlug Indra und dessen Elefanten am Nackenansatz.

Wort für Wort
saḥ
er (Jambha)
siṁha-vāhaḥ
der einen Löwen als Reittier hat
āsādya
sich nähernd, herantretend
gadām
die Keule
udyamya
erhebend
raṁhasā
mit Wucht
jatrau
am Nackenansatz, Schlüsselbein
atāḍayat
er schlug
śakram
Śakra (Indra)
gajam ca
und den Elefanten
su-mahā-balaḥ
der überaus kraftvolle

gadā-prahāra-vyathito bhṛśaṁ vihvalito gajaḥ jānubhyāṁ dharaṇīṁ spṛṣṭvā kaśmalaṁ paramaṁ yayau

Der vom Keulenschlag gepeinigte Elefant, heftig erschüttert, berührte mit beiden Knien die Erde und verfiel in tiefe Bewusstlosigkeit.

Wort für Wort
gadā-prahāra-vyathitaḥ
gepeinigt vom Keulenschlag
bhṛśam
heftig
vihvalitaḥ
erschüttert, betäubt
gajaḥ
der Elefant
jānubhyām
mit beiden Knien
dharaṇīm
die Erde
spṛṣṭvā
berührend
kaśmalam
Bewusstlosigkeit, Betäubung
paramam
tiefe, höchste
yayau
er verfiel in, geriet

tato ratho mātalinā haribhir daśa-śatair vṛtaḥ ānīto dvipam utsṛjya ratham āruruhe vibhuḥ

Darauf brachte Mātali den mit tausend Pferden bespannten Wagen herbei; der mächtige (Indra) verließ den Elefanten und bestieg den Wagen.

Wort für Wort
tataḥ
darauf
rathaḥ
der Wagen
mātalinā
von Mātali
haribhiḥ
mit Pferden
daśa-śataiḥ
mit tausend (zehnmal hundert)
vṛtaḥ
bespannt
ānītaḥ
herbeigebracht
dvipam
den Elefanten
utsṛjya
verlassend
ratham
den Wagen
āruruhe
er bestieg
vibhuḥ
der Mächtige (Indra)

tasya tat pūjayan karma yantur dānava-sattamaḥ śūlena jvalatā taṁ tu smayamāno 'hanan mṛdhe

Diese Tat des Wagenlenkers (Mātali) anerkennend, schlug der beste der Dānavas (Jambha) ihn dennoch lächelnd mit dem lodernden Dreizack in der Schlacht.

Wort für Wort
tasya
dessen (Mātalis)
tat
diese
pūjayan
würdigend, anerkennend
karma
Tat, Dienst
yantuḥ
des Wagenlenkers
dānava-sattamaḥ
der Beste der Dānavas (Jambha)
śūlena
mit dem Dreizack
jvalatā
dem lodernden
tam
ihn
tu
aber, dennoch
smayamānaḥ
lächelnd
ahanat
er schlug
mṛdhe
in der Schlacht

sehe rujaṁ sudurmarṣāṁ sattvam ālambya mātaliḥ indro jambhasya saṅkruddho vajreṇāpāharac chiraḥ

Mātali ertrug, gestützt auf seine Standhaftigkeit, den kaum erträglichen Schmerz. Indra, sehr erzürnt, trennte mit dem Donnerkeil Jambhas Haupt ab.

Wort für Wort
sehe
er ertrug
rujam
den Schmerz
su-durmarṣām
den kaum erträglichen
sattvam
Standhaftigkeit, Fassung
ālambya
sich stützend auf
mātaliḥ
Mātali
indraḥ
Indra
jambhasya
Jambhas
saṅkruddhaḥ
sehr erzürnt
vajreṇa
mit dem Donnerkeil
apāharat
er trennte ab
śiraḥ
das Haupt

jambhaṁ śrutvā hataṁ tasya jñātayo nāradād ṛṣeḥ namuciś ca balaḥ pākas tatrāpetus tvarānvitāḥ

Als seine Verwandten von dem Weisen Nārada hörten, dass Jambha getötet worden war, kamen Namuci, Bala und Pāka eilends dorthin.

Wort für Wort
jambham
Jambha
śrutvā
als sie hörten
hatam
getötet
tasya
dessen
jñātayaḥ
Verwandte
nāradāt ṛṣeḥ
vom Weisen Nārada
namuciḥ ca
und Namuci
balaḥ
Bala
pākaḥ
Pāka
tatra
dorthin
āpetuḥ
sie kamen
tvarā-anvitāḥ
von Eile erfüllt

vacobhiḥ paruṣair indram ardayanto 'sya marmasu śarair avākiran meghā dhārābhir iva parvatam

Mit harten Worten peinigten sie Indra an seinen empfindlichen Stellen und überschütteten ihn mit Pfeilen, wie Wolken einen Berg mit Regengüssen überschütten.

Wort für Wort
vacobhiḥ
mit Worten
paruṣaiḥ
mit harten, rauen
indram
Indra
ardayantaḥ
peinigend, quälend
asya
seine (Indras)
marmasu
an den empfindlichen Stellen
śaraiḥ
mit Pfeilen
avākiran
sie überschütteten
meghāḥ
Wolken
dhārābhiḥ
mit Güssen, Strömen
iva
wie
parvatam
einen Berg

harīn daśa-śatāny ājau haryaśvasya balaḥ śaraiḥ tāvadbhir ardayām āsa yugapal laghu-hastavān

Mit flinker Hand quälte Bala im Kampf gleichzeitig die tausend Pferde Indras mit ebenso vielen Pfeilen.

Wort für Wort
harīn
die Pferde
daśa-śatāni
tausend (zehnmal hundert)
ājau
in der Schlacht
haryaśvasya
Indras (dessen Pferde falb sind)
balaḥ
Bala
śaraiḥ
mit Pfeilen
tāvadbhiḥ
mit ebenso vielen
ardayām āsa
er quälte
yugapat
gleichzeitig
laghu-hastavān
mit flinker Hand

śatābhyāṁ mātaliṁ pāko rathaṁ sāvayavaṁ pṛthak sakṛt sandhāna-mokṣeṇa tad adbhutam abhūd raṇe

Mit zweihundert Pfeilen traf Pāka Mātali und den Wagen mit all seinen Teilen einzeln, in einem einzigen Zug von Anlegen und Abschießen — dies war erstaunlich auf dem Schlachtfeld.

Wort für Wort
śatābhyām
mit zweihundert
mātalim
Mātali
pākaḥ
Pāka
ratham
den Wagen
sa-avayavam
mit seinen Teilen
pṛthak
einzeln, gesondert
sakṛt
auf einmal
sandhāna-mokṣeṇa
durch Anlegen und Abschießen (in einem Zug)
tat
dies
adbhutam
erstaunlich
abhūt
geschah
raṇe
in der Schlacht

namuciḥ pañca-daśabhiḥ svarṇa-puṅkhair maheṣubhiḥ āhatya vyanadat saṅkhye satoya iva toyadaḥ

Namuci traf Indra mit fünfzehn großen, goldbefiederten Pfeilen und dröhnte in der Schlacht auf wie eine wassergeschwängerte Regenwolke.

Wort für Wort
namuciḥ
Namuci
pañca-daśabhiḥ
mit fünfzehn
svarṇa-puṅkhaiḥ
mit goldbefiederten
mahā-iṣubhiḥ
mit großen Pfeilen
āhatya
nachdem er getroffen hatte
vyanadat
er dröhnte auf
saṅkhye
in der Schlacht
sa-toyaḥ
wassergeschwängert
iva
wie
toya-daḥ
eine Regenwolke

sarvataḥ śara-kūṭena śakraṁ saratha-sārathim chādayām āsur asurāḥ prāvṛṭ-sūryam ivāmbudāḥ

Die Dämonen verhüllten Indra samt Wagen und Wagenlenker von allen Seiten mit einer Pfeilwolke, wie Wolken in der Regenzeit die Sonne verhüllen.

Wort für Wort
sarvataḥ
von allen Seiten
śara-kūṭena
mit einer Pfeilwolke, -masse
śakram
Śakra (Indra)
sa-ratha-sārathim
samt Wagen und Wagenlenker
chādayām āsuḥ
sie verhüllten
asurāḥ
die Dämonen
prāvṛṭ-sūryam
die Sonne in der Regenzeit
iva
wie
ambu-dāḥ
die Wolken

alakṣayantas tam atīva vihvalā vicukruśur deva-gaṇāḥ sahānugāḥ anāyakāḥ śatru-balena nirjitā vaṇik-pathā bhinna-navo yathārṇave

Ihn nicht mehr erblickend, äußerst bestürzt, wehklagten die Scharen der Götter samt ihrem Gefolge, führerlos, von der Macht der Feinde überwältigt, wie Kaufleute, deren Schiff auf dem Ozean zerbrochen ist.

Wort für Wort
alakṣayantaḥ
ihn nicht mehr wahrnehmend
tam
ihn
atīva
äußerst
vihvalāḥ
bestürzt, verwirrt
vicukruśuḥ
sie wehklagten
deva-gaṇāḥ
die Scharen der Götter
saha-anugāḥ
samt ihrem Gefolge
anāyakāḥ
führerlos
śatru-balena
durch die Macht der Feinde
nirjitāḥ
überwältigt
vaṇik-pathāḥ
Kaufleute (auf dem Handelsweg)
bhinna-navaḥ
deren Schiff zerbrochen ist
yathā arṇave
wie auf dem Ozean

tatas turāṣāḍ iṣu-baddha-pañjarād vinirgataḥ sāśva-ratha-dhvajāgraṇīḥ babhau diśaḥ khaṁ pṛthivīṁ ca rocayan sva-tejasā sūrya iva kṣapātyaye

Darauf trat Indra aus dem Käfig der ihn umschließenden Pfeile hervor, samt seinen Pferden, seinem Wagen, Banner und Wagenlenker, und erstrahlte, die Himmelsrichtungen, den Luftraum und die Erde mit seinem eigenen Glanz erhellend, wie die Sonne am Ende der Nacht.

Wort für Wort
tataḥ
darauf
turāṣāṭ
Indra (der schnell Bezwingende)
iṣu-baddha-pañjarāt
aus dem Käfig der (ihn) umschließenden Pfeile
vinirgataḥ
hervorgetreten
sa-aśva-ratha-dhvaja-agraṇīḥ
samt Pferden, Wagen, Banner und Wagenlenker
babhau
er erstrahlte
diśaḥ
die Himmelsrichtungen
kham
den Luftraum
pṛthivīm ca
und die Erde
rocayan
erhellend, erfreuend
sva-tejasā
mit seinem eigenen Glanz
sūryaḥ
die Sonne
iva
wie
kṣapā-atyaye
am Ende der Nacht

nirīkṣya pṛtanāṁ devaḥ parair abhyarditāṁ raṇe udayacchad ripuṁ hantuṁ vajraṁ vajra-dharo ruṣā

Als der Gott (Indra) sein von den Feinden in der Schlacht bedrängtes Heer erblickte, erhob der Donnerkeilträger im Zorn den Donnerkeil, um den Feind zu töten.

Wort für Wort
nirīkṣya
als er erblickte
pṛtanām
sein Heer
devaḥ
der Gott (Indra)
paraiḥ
von den Feinden
abhyarditām
bedrängt
raṇe
in der Schlacht
udayacchat
er erhob
ripum
den Feind
hantum
um zu töten
vajram
den Donnerkeil
vajra-dharaḥ
der Träger des Donnerkeils
ruṣā
im Zorn

sa tenaivāṣṭa-dhāreṇa śirasī bala-pākayoḥ jñātīnāṁ paśyatāṁ rājañ jahāra janayan bhayam

Mit ebendiesem achtschneidigen Donnerkeil trennte er die beiden Häupter Balas und Pākas ab, während ihre Verwandten zusahen, o König, und rief dadurch Furcht hervor.

Wort für Wort
saḥ
er (Indra)
tena eva
mit eben diesem
aṣṭa-dhāreṇa
achtschneidigen (Donnerkeil)
śirasī
die beiden Häupter
bala-pākayoḥ
Balas und Pākas
jñātīnām paśyatām
während die Verwandten zusahen
rājan
o König
jahāra
er trennte ab
janayan
hervorrufend
bhayam
Furcht

namucis tad-vadhaṁ dṛṣṭvā śokāmarṣa-ruṣānvitaḥ jighāṁsur indraṁ nṛpate cakāra paramodyamam

Als Namuci deren Tötung sah, von Trauer, Unmut und Zorn erfüllt, unternahm er, o König, in dem Verlangen, Indra zu töten, eine gewaltige Anstrengung.

Wort für Wort
namuciḥ
Namuci
tat-vadham
deren Tötung
dṛṣṭvā
als er sah
śoka-amarṣa-ruṣa-anvitaḥ
von Trauer, Unmut und Zorn erfüllt
jighāṁsuḥ
Indra töten wollend
indram
Indra
nṛpate
o König
cakāra
er unternahm
parama-udyamam
eine höchste Anstrengung

aśmasāramayaṁ śūlaṁ ghaṇṭāvad dhema-bhūṣaṇam pragṛhyābhyadravat kruddho hato 'sīti vitarjayan prāhiṇod deva-rājāya ninadan mṛga-rāḍ iva

Er ergriff den aus Stahl gefertigten, mit Glöckchen und goldenem Schmuck versehenen Speer, stürmte erzürnt heran, rief drohend: „Du bist tot!“, und schleuderte ihn, wie ein brüllender Löwenkönig, auf den König der Götter.

Wort für Wort
aśmasāra-mayam
aus Stahl gefertigt
śūlam
den Speer
ghaṇṭā-vat
mit Glöckchen versehen
hema-bhūṣaṇam
mit goldenem Schmuck versehen
pragṛhya
ergreifend
abhyadravat
er stürmte heran
kruddhaḥ
erzürnt
hataḥ asi iti
„Du bist getötet!“ so
vitarjayan
drohend rufend
prāhiṇot
er schleuderte
deva-rājāya
auf den König der Götter
ninadan
dröhnend, brüllend
mṛga-rāṭ
der Löwenkönig
iva
wie

tadāpatad gagana-tale mahā-javaṁ vicicchide harir iṣubhiḥ sahasradhā tam āhanan nṛpa kuliśena kandhare ruṣānvitas tridaśa-patiḥ śiro haran

Den mit großer Geschwindigkeit vom Himmel herabfliegenden (Speer) zerschnitt Indra mit Pfeilen in tausend Stücke. Dann schlug ihn, o König, der von Zorn erfüllte Herr der Götter mit dem Donnerkeil an der Schulter, sein Haupt abtrennen wollend.

Wort für Wort
tadā
da, darauf
āpatat
der herabfiel, heranflog
gagana-tale
im Bereich des Himmels
mahā-javam
mit großer Geschwindigkeit
vicicchide
er zerschnitt
hariḥ
Indra
iṣubhiḥ
mit Pfeilen
sahasradhā
in tausend Stücke
tam
ihn
āhanat
er schlug
nṛpa
o König
kuliśena
mit dem Donnerkeil
kandhare
an der Schulter
ruṣa-anvitaḥ
von Zorn erfüllt
tridaśa-patiḥ
der Herr der Götter
śiraḥ
das Haupt
haran
abtrennend (wollend)

na tasya hi tvacam api vajra ūrjito bibheda yaḥ sura-patinaujaseritaḥ tad adbhutaṁ param ativīrya-vṛtra-bhit tiraskṛto namuci-śirodhara-tvacā

Fürwahr, nicht einmal dessen Haut durchdrang der mächtige Donnerkeil, der doch vom Herrn der Götter mit Kraft geschleudert worden war. Höchst erstaunlich war, dass der Donnerkeil, der den überaus mächtigen Vṛtra durchbohrt hatte, von der Halshaut Namucis abgewehrt wurde.

Wort für Wort
na
nicht
tasya
dessen (Namucis)
hi
fürwahr
tvacam api
selbst die Haut
vajraḥ
der Donnerkeil
ūrjitaḥ
der mächtige
bibheda
durchdrang
yaḥ
welcher
sura-patinā
vom Herrn der Götter
ojasā
mit Kraft
īritaḥ
geschleudert
tat
das
adbhutam param
höchst erstaunlich
ati-vīrya-vṛtra-bhit
der den überaus mächtigen Vṛtra durchbohrte
tiraskṛtaḥ
zurückgewiesen, abgewehrt
namuci-śirodhara-tvacā
von der Halshaut Namucis

tasmād indro 'bibhec chatror vajraḥ pratihato yataḥ kim idaṁ daiva-yogena bhūtaṁ loka-vimohanam

Deshalb fürchtete sich Indra vor dem Feind, weil der Donnerkeil abgewehrt worden war: „Was ist dies, das durch göttliche Fügung geschehen ist und die Welt verwirrt?“

Wort für Wort
tasmāt
deshalb
indraḥ
Indra
abibhet
er fürchtete sich
śatroḥ
vor dem Feind
vajraḥ
der Donnerkeil
pratihataḥ
abgewehrt, zurückgeschlagen
yataḥ
weil
kim idam
was ist dies
daiva-yogena
durch göttliche Fügung
bhūtam
geschehen
loka-vimohanam
das die Welt verwirrende

yena me pūrvam adrīṇāṁ pakṣa-cchedaḥ prajātyaye kṛto niviśatāṁ bhāraiḥ patattraiḥ patatāṁ bhuvi

(Der Donnerkeil,) mit dem ich einst, als die Geschöpfe zugrunde gingen, den Bergen, die mit ihrer Last auf die Erde niedersanken und mit ihren Flügeln eindrangen, die Flügel abschnitt —

Wort für Wort
yena
womit (mit dem Donnerkeil)
me
von mir
pūrvam
einst
adrīṇām
der Berge
pakṣa-cchedaḥ
das Abschneiden der Flügel
prajā-atyaye
als die Geschöpfe zugrunde gingen
kṛtaḥ
vollbracht wurde
niviśatām
die eindrangen, sich niederließen
bhāraiḥ
mit ihrer Last
patattraiḥ
mit ihren Flügeln
patatām
die herabfielen
bhuvi
auf die Erde

Satz wird in Vers 35–36 fortgesetzt (Relativsatzkette, abgeschlossen durch so 'yam in Vers 36).

tapaḥ-sāramayaṁ tvāṣṭraṁ vṛtro yena vipāṭitaḥ anye cāpi balopetāḥ sarvāstrair akṣata-tvacaḥ

(Derselbe Donnerkeil,) die Essenz der Askese, von Tvaṣṭā gefertigt, womit Vṛtra zerrissen wurde, und auch andere Kraftbegabte, deren Haut durch alle Waffen unverletzt geblieben war —

Wort für Wort
tapaḥ-sāra-mayam
die Essenz der Askese enthaltend
tvāṣṭram
von Tvaṣṭā gefertigt
vṛtraḥ
Vṛtra
yena
womit
vipāṭitaḥ
zerrissen wurde
anye
andere
ca api
und auch
bala-upetāḥ
mit Kraft begabte
sarva-astraiḥ
durch alle Waffen
akṣata-tvacaḥ
deren Haut unverletzt (blieb)

Fortsetzung von Vers 34; Hauptsatz folgt in Vers 36.

so 'yaṁ pratihato vajro mayā mukto 'sure 'lpake nāhaṁ tad ādade daṇḍaṁ brahma-tejo 'py akāraṇam

— eben dieser Donnerkeil, von mir gegen diesen unbedeutenden Dämon geschleudert, wurde abgewehrt! Ich begreife nicht, wie dieser Stab, der doch die Kraft des Brahman besitzt, wirkungslos geworden ist.

Wort für Wort
saḥ ayam
eben dieser
pratihataḥ
abgewehrt
vajraḥ
der Donnerkeil
mayā
von mir
muktaḥ
geschleudert, entsandt
asure alpake
gegen diesen unbedeutenden Dämon
na aham
ich nicht
tat
das
ādade
ich begreife, verstehe
daṇḍam
(wie) einen (bloßen) Stab
brahma-tejaḥ
die Kraft des Brahman (besitzend)
api
obwohl
akāraṇam
wirkungslos, ohne Wirkung

iti śakraṁ viṣīdantam āha vāg aśarīriṇī nāyaṁ śuṣkair atho nārdrair vadham arhati dānavaḥ

Während Indra so verzagte, sprach eine körperlose Stimme zu ihm: „Dieser Dämon kann weder durch etwas Trockenes noch durch etwas Feuchtes getötet werden.“

Wort für Wort
iti
so
śakram
zu Indra
viṣīdantam
der verzagte, bekümmert war
āha
sprach
vāk
eine Stimme
aśarīriṇī
eine körperlose
na ayam
nicht dieser
śuṣkaiḥ
durch trockene (Mittel)
atho na ārdraiḥ
und auch nicht durch feuchte
vadham
den Tod
arhati
verdient, kann erleiden
dānavaḥ
der Dämon

mayāsmai yad varo datto mṛtyur naivārdra-śuṣkayoḥ ato 'nyaś cintanīyas te upāyo maghavan ripoḥ

Da ich diesem einen Segen gegeben habe, dass sein Tod keineswegs durch Feuchtes oder Trockenes eintreten könne, musst du, o Maghavan, ein anderes Mittel gegen den Feind ersinnen.

Wort für Wort
mayā
von mir
asmai
diesem
yat
da, weil
varaḥ
ein Segen
dattaḥ
gegeben wurde
mṛtyuḥ
der Tod
na eva
keineswegs
ārdra-śuṣkayoḥ
durch Feuchtes (oder) Trockenes
ataḥ
daher
anyaḥ
ein anderes
cintanīyaḥ
muss erdacht werden
te
von dir
upāyaḥ
Mittel
maghavan
o Maghavan (Indra)
ripoḥ
gegen den Feind

tāṁ daivīṁ giram ākarṇya maghavān susamāhitaḥ dhyāyan phenam athāpaśyad upāyam ubhayātmakam

Als Indra jene göttliche Stimme vernommen hatte, sann er wohlgesammelt nach und erblickte darauf den Schaum als das Mittel von zweifacher Natur.

Wort für Wort
tām
jene
daivīm
göttliche
giram
Stimme, Rede
ākarṇya
vernehmend
maghavān
Indra
su-samāhitaḥ
wohlgesammelt, achtsam
dhyāyan
nachsinnend
phenam
Schaum
atha
darauf
apaśyat
er erblickte
upāyam
als Mittel
ubhaya-ātmakam
von zweifacher Natur

na śuṣkeṇa na cārdreṇa jahāra namuceḥ śiraḥ taṁ tuṣṭuvur muni-gaṇā mālyaiś cāvākiran vibhum

Weder durch Trockenes noch durch Feuchtes trennte er Namucis Haupt ab. Die Scharen der Weisen priesen ihn und bestreuten den Mächtigen mit Blumengirlanden.

Wort für Wort
na śuṣkeṇa
nicht durch Trockenes
na ca ārdreṇa
und nicht durch Feuchtes
jahāra
er trennte ab
namuceḥ
Namucis
śiraḥ
das Haupt
tam
ihn
tuṣṭuvuḥ
sie priesen
muni-gaṇāḥ
die Scharen der Weisen
mālyaiḥ ca
und mit Blumengirlanden
avākiran
sie bestreuten
vibhum
den Mächtigen (Indra)

gandharva-mukhyau jagatur viśvāvasu-parāvasū deva-dundubhayo nedur nartakyo nanṛtur mudā

Die beiden Gandharva-Häupter Viśvāvasu und Parāvasu sangen, die Kesselpauken der Götter erklangen, und die Tänzerinnen tanzten vor Freude.

Wort für Wort
gandharva-mukhyau
die beiden Häupter der Gandharvas
jagatuḥ
sie sangen
viśvāvasu-parāvasū
Viśvāvasu und Parāvasu
deva-dundubhayaḥ
die Kesselpauken der Götter
neduḥ
sie erklangen
nartakyaḥ
die Tänzerinnen
nanṛtuḥ
sie tanzten
mudā
vor Freude

anye 'py evaṁ pratidvandvān vāyv-agni-varuṇādayaḥ sūdayām āsur asurān mṛgān kesariṇo yathā

Auch die anderen — Vāyu, Agni, Varuṇa und die übrigen — vernichteten ebenso ihre jeweiligen Gegner, die Dämonen, wie Löwen das Wild.

Wort für Wort
anye api
auch die anderen
evam
ebenso
pratidvandvān
ihre jeweiligen Gegner
vāyu-agni-varuṇa-ādayaḥ
Vāyu, Agni, Varuṇa und andere
sūdayām āsuḥ
sie vernichteten
asurān
die Dämonen
mṛgān
Wildtiere
kesariṇaḥ
Löwen
yathā
wie

brahmaṇā preṣito devān devarṣir nārado nṛpa vārayām āsa vibudhān dṛṣṭvā dānava-saṅkṣayam

Von Brahmā zu den Göttern gesandt, hielt der Götterweise Nārada, o König, die Götter zurück, als er die Vernichtung der Dānavas sah.

Wort für Wort
brahmaṇā
von Brahmā
preṣitaḥ
gesandt
devān
zu den Göttern
deva-ṛṣiḥ
der Götterweise
nāradaḥ
Nārada
nṛpa
o König
vārayām āsa
er hielt zurück
vibudhān
die Götter
dṛṣṭvā
als er sah
dānava-saṅkṣayam
die Vernichtung der Dānavas

śrī-nārada uvāca bhavadbhir amṛtaṁ prāptaṁ nārāyaṇa-bhujāśrayaiḥ śriyā samedhitāḥ sarva upāramata vigrahāt

Śrī Nārada sprach: Von euch, die ihr Zuflucht in den Armen Nārāyaṇas gefunden habt, wurde der Nektar erlangt. Ihr alle seid in Wohlstand aufgeblüht — lasst nun ab vom Streit.

Wort für Wort
śrī-nāradaḥ uvāca
Śrī Nārada sprach
bhavadbhiḥ
von euch
amṛtam
der Nektar (der Unsterblichkeit)
prāptam
erlangt
nārāyaṇa-bhuja-āśrayaiḥ
die ihr Zuflucht in Nārāyaṇas Armen gefunden habt
śriyā
durch Wohlstand, Glück
samedhitāḥ
aufgeblüht, gediehen
sarve
alle
upāramata
haltet ein, lasst ab
vigrahāt
vom Streit

śrī-śuka uvāca saṁyamya manyu-saṁrambhaṁ mānayanto muner vacaḥ upagīyamānānucarair yayuḥ sarve triviṣṭapam

Śrī Śuka sprach: Ihren aufwallenden Zorn zügelnd und die Worte des Weisen achtend, gingen alle, von ihrem Gefolge besungen, zum Himmel.

Wort für Wort
śrī-śukaḥ uvāca
Śrī Śuka sprach
saṁyamya
zügelnd
manyu-saṁrambham
den aufwallenden Zorn
mānayantaḥ
achtend, ehrend
muneḥ vacaḥ
die Worte des Weisen
upagīyamāna-anucaraiḥ
von ihrem (die Lieder anstimmenden) Gefolge besungen
yayuḥ
sie gingen
sarve
alle
triviṣṭapam
zum Himmel

ye 'vaśiṣṭā raṇe tasmin nāradānumatena te baliṁ vipannam ādāya astaṁ girim upāgaman

Die Dämonen, die in jener Schlacht übrig geblieben waren, nahmen auf Nāradas Geheiß den in Not geratenen Bali auf und begaben sich zum Berg Asta.

Wort für Wort
ye
die, welche
avaśiṣṭāḥ
übrig geblieben
raṇe tasmin
in jener Schlacht
nārada-anumatena
mit Nāradas Zustimmung, auf sein Geheiß
te
sie
balim
Bali
vipannam
den in Not Geratenen
ādāya
aufnehmend, mitnehmend
astam girim
zum Berg Asta
upāgaman
sie begaben sich

tatrāvinaṣṭāvayavān vidyamāna-śirodharān uśanā jīvayām āsa saṁjīvanyā sva-vidyayā

Dort belebte Uśanas (Śukra) jene, deren Glieder nicht zerstört und deren Hals noch vorhanden war, mit seiner eigenen Wissenschaft, der Saṁjīvanī, wieder.

Wort für Wort
tatra
dort
avinaṣṭa-avayavān
deren Glieder nicht zerstört waren
vidyamāna-śirodharān
deren Hals(-und Haupt) noch vorhanden war
uśanāḥ
Uśanas (Śukra)
jīvayām āsa
er belebte wieder
saṁjīvanyā
mit der Saṁjīvanī(-Wissenschaft)
sva-vidyayā
mit seiner eigenen Wissenschaft

baliś cośanasā spṛṣṭaḥ pratyāpannendriya-smṛtiḥ parājito 'pi nākhidyal loka-tattva-vicakṣaṇaḥ

Und Bali, von Uśanas berührt, dessen Sinne und Erinnerung zurückgekehrt waren, grämte sich, obwohl besiegt, nicht, da er im Wesen der Welt kundig war.

Wort für Wort
baliḥ ca
und Bali
uśanasā
von Uśanas
spṛṣṭaḥ
berührt
pratyāpanna-indriya-smṛtiḥ
dessen Sinne und Erinnerung zurückgekehrt waren
parājitaḥ api
obwohl besiegt
na akhidyat
er grämte sich nicht
loka-tattva-vicakṣaṇaḥ
kundig im Wesen der Welt

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