Quellen der Menschheit

Bhāgavata-Purāṇa

Kapitel 150 Die vollkommene Gesellschaft: Die vier geistigen Stände

Verse 7 und 12-31 konnten wegen dauerhafter HTTP-429-Sperre von vedabase.io (auch nach mehreren Wartezyklen von 60-90s) nicht mehr über die vedabase-Wort-für-Wort-Gloss-Tabelle abgesichert werden; als IAST-Quelle wurde fuer diese Verse die lokale GRETIL-Datei /home/main/Downloads/1_sanskr/3_purana/bhagp/bhp_07u.htm (Zeilen 1394-1457) verwendet und mit den erfolgreich abgerufenen vedabase-Versen (1-6, 8-11) auf Konsistenz geprueft (identischer Wortlaut, nur andere Sandhi-Schreibweise). Die deutsche Uebersetzung und die Wort-fuer-Wort-Analyse wurden in jedem Fall eigenstaendig aus dem Sanskrit erarbeitet, nicht aus einer vorhandenen englischen oder deutschen Uebersetzung abgeleitet.

śrī-nārada uvāca / brahmacārī gurukule vasan dānto guror hitam / ācaran dāsavan nīco gurau sudṛḍha-sauhṛdaḥ

Śrī Nārada sprach: Der Schüler (Brahmacārī), der im Hause des Lehrers wohnt, sinnenbeherrscht, das dem Lehrer Zuträgliche übend, wie ein Diener demütig, sei dem Lehrer gegenüber von fest gegründeter Zuneigung.

Wort für Wort
śrī-nāradaḥ uvāca
Śrī Nārada sprach (3. Sg. Perf.)
brahmacārī
der Schüler, Zölibatär (Nom. Sg.)
gurukule
im Hause des Lehrers (Lok. Sg.)
vasan
wohnend (Part. Präs. Nom.)
dāntaḥ
sinnenbeherrscht (Nom. Sg.)
guroḥ hitam
das dem Lehrer Zuträgliche (Akk. Sg.)
ācaran
übend, tuend (Part. Präs. Nom.)
dāsa-vat
wie ein Diener (Adv.)
nīcaḥ
demütig, sich niedrig stellend (Nom. Sg.)
gurau
dem Lehrer gegenüber (Lok. Sg.)
su-dṛḍha-sauhṛdaḥ
von fest gegründeter Zuneigung (Nom. Sg.)

sāyaṁ prātar upāsīta gurv-agny-arka-surottamān / sandhye ubhe ca yata-vāg japan brahma samāhitaḥ

Abends und morgens soll er den Lehrer, das heilige Feuer, die Sonne und den Höchsten der Götter [Viṣṇu] verehren; zu beiden Dämmerungszeiten, redebeherrscht, die heilige Formel murmelnd, gesammelt.

Wort für Wort
sāyam
abends (Adv.)
prātaḥ
morgens (Adv.)
upāsīta
er soll verehren (Optativ)
guru-agni-arka-sura-uttamān
Lehrer, Feuer, Sonne und den Höchsten der Götter (Akk. Pl.)
sandhye ubhe
zu beiden Dämmerungen (Lok. Du.)
ca
und
yata-vāk
redebeherrscht, schweigend (Nom. Sg.)
japan
murmelnd (Part. Präs. Nom.)
brahma
die heilige Formel, Gāyatrī (Akk. Sg.)
samāhitaḥ
gesammelt, versenkt (Nom. Sg.)

chandāṁsy adhīyīta guror āhūtaś cet suyantritaḥ / upakrame 'vasāne ca caraṇau śirasā namet

Die vedischen Verse soll er studieren; wenn vom Lehrer gerufen, wohlgezügelt [gehorche er sogleich]; am Anfang und am Ende [des Studiums] verneige er sich mit dem Haupt vor dessen Füßen.

Wort für Wort
chandāṁsi
die vedischen Verse, Metren (Akk. Pl.)
adhīyīta
er soll studieren (Optativ)
guroḥ
vom Lehrer (Abl./Gen. Sg.)
āhūtaḥ
gerufen (PPP Nom. Sg.)
cet
wenn
su-yantritaḥ
wohlgezügelt, gut beherrscht (Nom. Sg.)
upakrame
am Anfang (Lok. Sg.)
avasāne
am Ende (Lok. Sg.)
ca
und
caraṇau
die beiden Füße (Akk. Du.)
śirasā
mit dem Haupt (Instr. Sg.)
namet
er soll sich verneigen (Optativ)

mekhalājina-vāsāṁsi jaṭā-daṇḍa-kamaṇḍalūn / bibhṛyād upavītaṁ ca darbha-pāṇir yathoditam

Gürtel, Fellkleidung und [andere] Gewänder, verfilztes Haar, Stab und Wasserkrug soll er tragen, sowie die heilige Schnur, mit Kuśa-Gras in der Hand, so wie es vorgeschrieben ist.

Wort für Wort
mekhalā
der Gürtel (aus Gras) (Kompositionsglied)
ajina-vāsāṁsi
Fellkleidung und [andere] Gewänder (Akk. Pl.)
jaṭā
verfilztes Haar (Kompositionsglied)
daṇḍa
der Stab (Kompositionsglied)
kamaṇḍalūn
die Wasserkrüge (Akk. Pl.)
bibhṛyāt
er soll tragen (Optativ)
upavītam ca
und die heilige Schnur (Akk. Sg.)
darbha-pāṇiḥ
mit Kuśa-Gras in der Hand (Nom. Sg.)
yathā-uditam
wie vorgeschrieben (Adv.)

sāyaṁ prātaś cared bhaikṣyaṁ gurave tan nivedayet / bhuñjīta yady anujñāto no ced upavaset kvacit

Abends und morgens soll er zum Almosensammeln gehen und dies dem Lehrer darbringen; er esse, wenn ihm erlaubt ist; wenn nicht, soll er manchmal fasten.

Wort für Wort
sāyam
abends (Adv.)
prātaḥ
morgens (Adv.)
caret
er soll gehen (Optativ)
bhaikṣyam
das Almosensammeln (Akk. Sg.)
gurave
dem Lehrer (Dat. Sg.)
tat
dies (Akk. Sg.)
nivedayet
er soll darbringen, melden (Optativ)
bhuñjīta
er soll essen (Optativ)
yadi
wenn
anujñātaḥ
erlaubt (PPP Nom. Sg.)
no cet
wenn nicht
upavaset
er soll fasten (Optativ)
kvacit
manchmal, gelegentlich

suśīlo mita-bhug dakṣaḥ śraddadhāno jitendriyaḥ / yāvad-arthaṁ vyavaharet strīṣu strī-nirjiteṣu ca

Wohlgesittet, maßvoll essend, tüchtig, gläubig-vertrauensvoll, die Sinne beherrschend, soll er nur soviel wie nötig mit Frauen und von Frauen beherrschten Männern verkehren.

Wort für Wort
su-śīlaḥ
wohlgesittet, von gutem Charakter (Nom. Sg.)
mita-bhuk
maßvoll essend (Nom. Sg.)
dakṣaḥ
tüchtig, geschickt (Nom. Sg.)
śraddadhānaḥ
voll Vertrauen/Glauben (Nom. Sg.)
jita-indriyaḥ
die Sinne bezwungen habend (Nom. Sg.)
yāvat-artham
so viel wie nötig (Adv.)
vyavaharet
er soll verkehren, sich verhalten (Optativ)
strīṣu
mit/gegenüber Frauen (Lok. Pl.)
strī-nirjiteṣu
gegenüber von Frauen beherrschten [Männern] (Lok. Pl.)
ca
und

varjayet pramadā-gāthām agṛhastho bṛhad-vrataḥ / indriyāṇi pramāthīni haranty api yater manaḥ

Der Nicht-Haushälter, der das große Gelübde hält, soll Gerede über Frauen vermeiden; denn die aufwühlenden Sinne rauben sogar dem Asketen den Geist.

Wort für Wort
varjayet
er soll vermeiden (Optativ)
pramadā-gāthām
Gerede/Erzählung über Frauen (Akk. Sg.)
a-gṛhasthaḥ
der Nicht-Haushälter (Nom. Sg.)
bṛhad-vrataḥ
der das große Gelübde hält (Nom. Sg.)
indriyāṇi
die Sinne (Nom. Pl.)
pramāthīni
aufwühlend, gewaltsam (Nom. Pl., Adj.)
haranti
sie rauben, entführen (Präs. 3. Pl.)
api
sogar
yateḥ
des Asketen (Gen. Sg.)
manaḥ
den Geist, das Denken (Akk. Sg.)

IAST-Text aus GRETIL entnommen (vedabase.io war zu diesem Vers dauerhaft mit HTTP 429 blockiert, siehe Anmerkung am Kapitelende).

keśa-prasādhanonmarda-snapanābhyañjanādikam / guru-strībhir yuvatibhiḥ kārayen nātmano yuvā

Das Kämmen/Richten der Haare, das Massieren, Baden, Einölen und dergleichen soll der junge Schüler nicht von den jungen Frauen des Lehrers für sich selbst verrichten lassen.

Wort für Wort
keśa-prasādhana
das Kämmen/Richten der Haare (Kompositionsglied)
unmarda
das Massieren (Kompositionsglied)
snapana
das Baden (Kompositionsglied)
abhyañjana-ādikam
das Einölen und dergleichen (Akk. Sg.)
guru-strībhiḥ
durch die Frauen des Lehrers (Instr. Pl.)
yuvatibhiḥ
die jungen (Instr. Pl.)
kārayet
er soll verrichten lassen (Kausativ Optativ)
na
nicht
ātmanaḥ
für sich selbst (Gen. Sg.)
yuvā
wenn [der Schüler] jung ist (Nom. Sg.)

nanv agniḥ pramadā nāma ghṛta-kumbha-samaḥ pumān / sutām api raho jahyād anyadā yāvad-artha-kṛt

Fürwahr, das Weib heißt Feuer; der Mann gleicht einem Topf voll Schmalz; sogar die eigene Tochter soll er an einsamem Ort meiden — sonst nur soweit nötig [mit Frauen] handelnd.

Wort für Wort
nanu
fürwahr, gewiss
agniḥ
das Feuer (Nom. Sg.)
pramadā
das Weib (Nom. Sg.)
nāma
mit Namen, genannt
ghṛta-kumbha-samaḥ
einem Schmalztopf gleich (Nom. Sg.)
pumān
der Mann (Nom. Sg.)
sutām api
sogar die Tochter (Akk. Sg.)
rahaḥ
an einsamem Ort (Adv.)
jahyāt
er soll meiden, aufgeben (Optativ)
anyadā
sonst, zu anderer Zeit
yāvad-artha-kṛt
nur soviel wie nötig tuend (Nom. Sg.)

kalpayitvātmanā yāvad ābhāsam idam īśvaraḥ / dvaitaṁ tāvan na viramet tato hy asya viparyayaḥ

Solange er meint, durch eigene Kraft diesen bloßen Abglanz [des Ich-Gefühls] selbst bemeistern zu können wie ein wahrhaft Unabhängiger, so lange soll er von der Zweiheit [den vorgeschriebenen Regeln] nicht ablassen; denn sonst entsteht ihm daraus das Gegenteil [der Rückfall].

Wort für Wort
kalpayitvā
nachdem er sich vorgestellt/bemeistert glaubt (Absolutiv)
ātmanā
durch sich selbst, aus eigener Kraft (Instr. Sg.)
yāvat
solange
ābhāsam
den bloßen Abglanz, Schein (Akk. Sg.)
idam
dieses (Akk. Sg.)
īśvaraḥ
[wie] ein Unabhängiger, Herr [darüber] (Nom. Sg.)
dvaitam
die Zweiheit, Dualität (Akk. Sg.)
tāvat
so lange
na viramet
er soll nicht ablassen (Optativ)
tataḥ
daher, dadurch
hi
denn, wahrlich
asya
für ihn (Gen. Sg.)
viparyayaḥ
das Gegenteil, die Verkehrung (Nom. Sg.)

[?] Vers ist metaphysisch stark verdichtet und lässt mehrere Lesarten der Konstruktion kalpayitvā...īśvaraḥ zu; hier mit den wenigsten Zusatzannahmen wiedergegeben.

etat sarvaṁ gṛhasthasya samāmnātaṁ yater api / guru-vṛttir vikalpena gṛhasthasyartu-gāminaḥ

Dies alles ist sowohl für den Haushälter als auch für den Asketen überliefert; die Lebensweise gegenüber dem Lehrer [gilt] wahlweise auch für den Haushälter, der nur zur [fruchtbaren] Zeit [mit seiner Frau] verkehrt.

Wort für Wort
etat sarvam
dies alles (Nom. Sg.)
gṛhasthasya
für den Haushälter (Gen. Sg.)
samāmnātam
überliefert, gelehrt (Nom. Sg., PPP)
yateḥ api
auch für den Asketen (Gen. Sg.)
guru-vṛttiḥ
die Lebensweise/Haltung gegenüber dem Lehrer (Nom. Sg.)
vikalpena
wahlweise, alternativ (Instr. als Adv.)
gṛhasthasya
für den Haushälter (Gen. Sg.)
ṛtu-gāminaḥ
der nur zur [fruchtbaren] Zeit verkehrt (Gen. Sg.)

añjanābhyañjanonmarda stry-avalekhāmiṣaṁ madhu / srag-gandha-lepālaṅkārāṁs tyajeyur ye bṛhad-vratāḥ

Schminke, Einölen, Massage, das Betrachten von Frauen, Fleisch, Honig(-wein), Blumengirlanden, Duftstoffe, Salben und Schmuck — das sollen jene aufgeben, die das große Gelübde halten.

Wort für Wort
añjana
die Schminke, Augensalbe (Kompositionsglied)
abhyañjana
das Einölen (Kompositionsglied)
unmarda
das Massieren (Kompositionsglied)
strī-avalekha
das Betrachten von Frauen (Kompositionsglied)
āmiṣam
das Fleisch (Nom./Akk. Sg.)
madhu
der Honig, Honigwein (Nom./Akk. Sg.)
srak
die Blumengirlande (Kompositionsglied)
gandha
der Duftstoff (Kompositionsglied)
lepa
die Salbe (Kompositionsglied)
alaṅkārān
den Schmuck (Akk. Pl.)
tyajeyuḥ
sie sollen aufgeben (Optativ 3. Pl.)
ye
die, welche (Nom. Pl.)
bṛhad-vratāḥ
die das große Gelübde halten (Nom. Pl.)

uṣitvaivaṁ gurukule dvijo 'dhītyāvabudhya ca / trayīṁ sāṅgopaniṣadaṁ yāvad-arthaṁ yathābalam

Nachdem er so im Hause des Lehrers gewohnt, den dreifachen Veda samt seinen Zweigwissenschaften und den Upaniṣaden studiert und verstanden hat, soweit es nötig und seinen Fähigkeiten gemäß war...

Wort für Wort
uṣitvā
nachdem er gewohnt hat (Absolutiv)
evam
so, auf diese Weise
gurukule
im Hause des Lehrers (Lok. Sg.)
dvijaḥ
der Zweifachgeborene (Nom. Sg.)
adhītya
nachdem er studiert hat (Absolutiv)
avabudhya
nachdem er verstanden hat (Absolutiv)
ca
und
trayīm
den dreifachen Veda (Akk. Sg.)
sa-aṅga-upaniṣadam
samt Zweigwissenschaften und Upaniṣaden (Akk. Sg.)
yāvad-artham
soweit nötig (Adv.)
yathā-balam
der Kraft/Fähigkeit gemäß (Adv.)

Satz wird in Vers 14 fortgeführt.

dattvā varam anujñāto guroḥ kāmaṁ yadīśvaraḥ / gṛhaṁ vanaṁ vā praviśet pravrajet tatra vā vaset

Nachdem er dem Lehrer eine Gabe gegeben hat und von ihm entlassen worden ist, mag er, wenn er frei darüber verfügen kann, entweder ins Hausleben oder in den Wald eintreten, in den Entsagtenstand fortziehen, oder dort [beim Lehrer] weiter wohnen.

Wort für Wort
dattvā
nachdem er gegeben hat (Absolutiv)
varam
die Gabe, das Ehrengeschenk (Akk. Sg.)
anujñātaḥ
entlassen, [von ihm] erlaubt (PPP Nom. Sg.)
guroḥ
vom Lehrer (Abl./Gen. Sg.)
kāmam
nach [eigenem] Belieben (Akk. als Adv.)
yadi
wenn
īśvaraḥ
frei verfügend, Herr [darüber] (Nom. Sg.)
gṛham
das Haus[leben] (Akk. Sg.)
vanam
der Wald (Akk. Sg.)
vā
oder
praviśet
er soll eintreten (Optativ)
pravrajet
er soll [als Asket] fortziehen (Optativ)
tatra
dort (beim Lehrer)
vaset
er soll wohnen (Optativ)

[?] Die genaue syntaktische Zuordnung von kāmam/īśvaraḥ zu den vier genannten Möglichkeiten (Haus, Wald, Wanderleben, Verbleib beim Lehrer) ist in der Tradition umstritten.

agnau gurāv ātmani ca sarva-bhūteṣv adhokṣajam / bhūtaiḥ svadhāmabhiḥ paśyed apraviṣṭaṁ praviṣṭavat

Im Feuer, im Lehrer, im eigenen Selbst und in allen Wesen soll er den Transzendenten erblicken — zusammen mit den Elementen und ihren eigenen Erscheinungsformen —, ihn, der nicht eingetreten ist, als ob er eingetreten wäre.

Wort für Wort
agnau
im Feuer (Lok. Sg.)
gurau
im Lehrer (Lok. Sg.)
ātmani
im eigenen Selbst (Lok. Sg.)
ca
und
sarva-bhūteṣu
in allen Wesen (Lok. Pl.)
adhokṣajam
den Transzendenten [Herrn] (Akk. Sg.)
bhūtaiḥ
mit den Elementen/Wesen (Instr. Pl.)
sva-dhāmabhiḥ
mit den eigenen Erscheinungsformen (Instr. Pl.)
paśyet
er soll erblicken (Optativ)
apraviṣṭam
den Nicht-Eingetretenen (Akk. Sg.)
praviṣṭa-vat
als ob eingetreten (Adv.)

evaṁ vidho brahmacārī vānaprastho yatir gṛhī / caran vidita-vijñānaḥ paraṁ brahmādhigacchati

Auf solche Weise gelangt der Brahmacārī, Vānaprastha, Entsagte und Haushälter, der so wandelnd sein Wissen erlangt hat, zum höchsten Brahman.

Wort für Wort
evaṁ-vidhaḥ
von solcher Art (Nom. Sg.)
brahmacārī
der Schüler (Nom. Sg.)
vānaprasthaḥ
der Waldeinsiedler (Nom. Sg.)
yatiḥ
der Asket, Entsagte (Nom. Sg.)
gṛhī
der Haushälter (Nom. Sg.)
caran
handelnd, wandelnd (Part. Präs. Nom.)
vidita-vijñānaḥ
der das [Unterscheidungs-]Wissen erkannt hat (Nom. Sg.)
paraṁ brahma
das höchste Brahman (Akk. Sg.)
adhigacchati
er erlangt (Präs. 3. Sg.)

vānaprasthasya vakṣyāmi niyamān muni-sammatān / yān āsthāya munir gacched ṛṣilokam u hāñjasā

Ich werde die Regeln des Waldeinsiedlers verkünden, die von den Weisen gebilligt sind, durch deren Befolgung der Weise mühelos, ja wahrlich, in die Welt der Seher gelangt.

Wort für Wort
vānaprasthasya
des Waldeinsiedlers (Gen. Sg.)
vakṣyāmi
ich werde verkünden (Fut. 1. Sg.)
niyamān
die Regeln, Observanzen (Akk. Pl.)
muni-sammatān
von den Weisen gebilligt (Akk. Pl.)
yān
welche (Akk. Pl. Rel.)
āsthāya
nachdem er sie befolgt hat (Absolutiv)
muniḥ
der Weise (Nom. Sg.)
gacchet
er möge gelangen (Optativ)
ṛṣi-lokam
zur Welt der Seher (Akk. Sg.)
u ha
wahrlich, gewiss (Partikel)
añjasā
mühelos, direkt (Instr. als Adv.)

na kṛṣṭa-pacyam aśnīyād akṛṣṭaṁ cāpy akālataḥ / agni-pakvam athāmaṁ vā arka-pakvam utāharet

Er soll nicht essen, was auf bestelltem Land gereift ist, noch auch, was ungepflügt [wildwachsend] ist, wenn es nicht zur rechten Zeit ist; er nehme vielmehr feuergekochte oder rohe, oder sonnengereifte Speise zu sich.

Wort für Wort
na
nicht
kṛṣṭa-pacyam
das auf gepflügtem Land Gereifte (Akk. Sg.)
aśnīyāt
er soll essen (Optativ)
akṛṣṭam
das Ungepflügte, Wildwachsende (Akk. Sg.)
ca api
und auch
akālataḥ
außerhalb der [rechten] Zeit (Adv.)
agni-pakvam
feuergekocht (Akk. Sg.)
atha
oder, ferner
āmam
roh (Akk. Sg.)
vā
oder
arka-pakvam
sonnengereift (Akk. Sg.)
uta
oder
āharet
er soll [zu sich] nehmen (Optativ)

vanyaiś caru-puroḍāśān nirvapet kāla-coditān / labdhe nave nave 'nnādye purāṇaṁ ca parityajet

Mit Waldfrüchten soll er die von der Jahreszeit gebotenen Speiseopfer — Caru und Puroḍāśa — darbringen; und sooft neue eßbare Frucht gewonnen ist, soll er die alte aufgeben.

Wort für Wort
vanyaiḥ
mit wildwachsenden [Früchten] (Instr. Pl.)
caru-puroḍāśān
Caru- und Puroḍāśa-Opferspeisen (Akk. Pl.)
nirvapet
er soll darbringen, opfern (Optativ)
kāla-coditān
von der Jahreszeit gebotene (Akk. Pl.)
labdhe
wenn gewonnen (Lok. Sg., abs.)
nave nave
jeweils neu (Lok. Sg.)
anna-ādye
an eßbarer Speise (Lok. Sg., abs.)
purāṇam
das Alte (Akk. Sg.)
ca
und
parityajet
er soll aufgeben (Optativ)

agnyartham eva śaraṇam uṭajaṁ vādri-kandaram / śrayeta hima-vāyv-agni-varṣārkātapa-ṣāṭ svayam

Nur um des heiligen Feuers willen soll er Zuflucht suchen — eine Laubhütte oder eine Bergeshöhle —, während er selbst Kälte, Wind, Feuershitze, Regen und Sonnenglut erträgt.

Wort für Wort
agni-artham eva
nur um des Feuers willen (Adv.)
śaraṇam
Zuflucht, Schutz (Akk. Sg.)
uṭajam
die Laubhütte (Akk. Sg.)
vā
oder
adri-kandaram
die Bergeshöhle (Akk. Sg.)
śrayeta
er soll aufsuchen (Optativ Med.)
hima-vāyu-agni-varṣa-arka-ātapa-ṣāṭ
der Kälte, Wind, Feuer, Regen, Sonnenglut erträgt (Nom. Sg.)
svayam
selbst

keśa-roma-nakha-śmaśru malāni jaṭilo dadhat / kamaṇḍalv-ajine daṇḍa valkalāgni-paricchadān

Mit verfilztem Haar, das Wachstum von Haupthaar, Körperhaar, Nägeln und Bart [unangetastet] tragend, und dabei Wasserkrug, Hirschfell, Stab, Rindengewand und Feueropfer-Utensilien tragend...

Wort für Wort
keśa-roma-nakha-śmaśru-malāni
Wachstum/Unreinheiten von Haupthaar, Körperhaar, Nägeln, Bart (Akk. Pl.)
jaṭilaḥ
der Verfilzthaarige (Nom. Sg.)
dadhat
tragend (Part. Präs. Nom.)
kamaṇḍalu
der Wasserkrug (Kompositionsglied)
ajina
das Hirschfell (Kompositionsglied)
daṇḍa
der Stab (Kompositionsglied)
valkala
das Rindengewand (Kompositionsglied)
agni-paricchadān
die Feueropfer-Utensilien (Akk. Pl.)

[Anm.: Die Wortform "kamaṇḍalv-ajine" ist in der GRETIL-Quelle uneindeutig segmentiert (Lokativ-Endung -e bei sonst erwarteter Akkusativ-Reihe); hier als Teil des Akkusativ-Kompositums mit den übrigen Ausrüstungsgegenständen gedeutet. Satz wird in Vers 22 fortgeführt.]

cared vane dvādaśābdān aṣṭau vā caturo muniḥ / dvāv ekaṁ vā yathā buddhir na vipadyeta kṛcchrataḥ

...soll der Weise zwölf Jahre im Wald wandeln, oder acht, oder vier, oder zwei, oder auch nur eines — derart, dass die Erkenntnis nicht durch Mühsal zugrunde geht.

Wort für Wort
caret
er soll wandeln, leben (Optativ)
vane
im Wald (Lok. Sg.)
dvādaśa abdān
zwölf Jahre (Akk. Pl.)
aṣṭau
acht (Akk.)
vā
oder
caturaḥ
vier (Akk.)
muniḥ
der Weise (Nom. Sg.)
dvau
zwei (Akk. Du.)
ekam
eins (Akk. Sg.)
vā
oder
yathā
so dass, derart dass
buddhiḥ
die Erkenntnis, der Verstand (Nom. Sg.)
na vipadyeta
nicht zugrunde gehen möge (Optativ)
kṛcchrataḥ
durch Mühsal, Not (Adv.)

yadākalpaḥ svakriyāyāṁ vyādhibhir jarayāthavā / ānvīkṣikyāṁ vā vidyāyāṁ kuryād anaśanādikam

Wenn er durch Krankheiten oder durch Alter zu seiner eigentlichen Tätigkeit oder zur [höheren, metaphysischen] Wissenschaft [der Selbsterkenntnis] unfähig geworden ist, dann soll er Fasten und dergleichen vollziehen.

Wort für Wort
yadā
wenn
akalpaḥ
unfähig, untauglich geworden (Nom. Sg.)
sva-kriyāyām
für seine eigene Tätigkeit (Lok. Sg.)
vyādhibhiḥ
durch Krankheiten (Instr. Pl.)
jarayā
durch Alter (Instr. Sg.)
athavā
oder
ānvīkṣikyām vidyāyām
in der [Selbsterkenntnis-]Wissenschaft, Philosophie (Lok. Sg.)
vā
oder
kuryāt
er soll ausführen (Optativ)
anaśana-ādikam
Fasten [bis zum Tod] und dergleichen (Akk. Sg.)

ātmany agnīn samāropya sannyasyāhaṁ mamātmatām / kāraṇeṣu nyaset samyak saṅghātaṁ tu yathārhataḥ

Nachdem er die heiligen Feuer symbolisch in sich selbst aufgenommen und das Ich- und Mein-Bewusstsein völlig aufgegeben hat, soll er die körperliche Zusammensetzung vollständig in ihre jeweiligen Ursachen zurücklegen, jedes gemäß seiner Eignung.

Wort für Wort
ātmani
in sich selbst (Lok. Sg.)
agnīn
die heiligen Feuer (Akk. Pl.)
samāropya
nachdem er [sie symbolisch] übertragen hat (Absolutiv)
sannyasya
nachdem er aufgegeben hat (Absolutiv)
aham-mama-ātmatām
das Ich-Mein-Bewusstsein (Akk. Sg.)
kāraṇeṣu
in die Ursachen (Lok. Pl.)
nyaset
er soll zurücklegen (Optativ)
samyak
vollständig, richtig
saṅghātam
die Zusammensetzung [den Körper] (Akk. Sg.)
tu
aber, nun
yathārhataḥ
der Eignung gemäß (Adv.)

khe khāni vāyau niśvāsāṁs tejaḥ-ūṣmāṇam ātmavān / apsv asṛk-śleṣma-pūyāni kṣitau śeṣaṁ yathodbhavam

Der Selbstbeherrschte lege die Körperöffnungen in den Äther, die Lebenswinde in die Luft, die Körperwärme ins Feuer, Blut, Schleim und Eiter ins Wasser, und den Rest des Körpers in die Erde zurück — jeweils gemäß ihrer Entstehung.

Wort für Wort
khe
in den Äther, Raum (Lok. Sg.)
khāni
die Körperöffnungen (Akk. Pl.)
vāyau
in die Luft (Lok. Sg.)
niśvāsān
die Atemzüge, Lebenswinde (Akk. Pl.)
tejaḥ
die Glut, das Feuer[-element] (Nom./Ziel)
ūṣmāṇam
die Körperwärme (Akk. Sg.)
ātmavān
der Selbstbeherrschte (Nom. Sg.)
apsu
im Wasser (Lok. Pl.)
asṛk-śleṣma-pūyāni
Blut, Schleim und Eiter (Akk. Pl.)
kṣitau
in die Erde (Lok. Sg.)
śeṣam
den Rest (Akk. Sg.)
yathodbhavam
gemäß [ihrer] Entstehung (Adv.)

[?] Die genaue Zuordnung von tejaḥ/ūṣmāṇam zum Element Feuer folgt dem Kontext der Reihe (Äther–Luft–Feuer–Wasser–Erde); im Text selbst wird das Ziel-Element hier nicht durch ein eigenes Lokativ-Wort genannt.

vācam agnau savaktavyām indre śilpaṁ karāv api / padāni gatyā vāyasi raty-upasthaṁ prajāpatau

Die Sprache samt dem durch sie Sagbaren lege er ins Feuer, die beiden Hände samt der Kunstfertigkeit in Indra, die Füße samt der Bewegung in den Windgott, die Geschlechtsteile samt der Lust in Prajāpati.

Wort für Wort
vācam
die Sprache (Akk. Sg.)
agnau
ins Feuer (Lok. Sg.)
sa-vaktavyām
samt dem zu Sagenden (Akk. Sg.)
indre
in Indra (Lok. Sg.)
śilpam
die Kunstfertigkeit, das Handwerk (Akk. Sg.)
karau
die beiden Hände (Akk. Du.)
api
auch
padāni
die Füße (Akk. Pl.)
gatyā
samt der Bewegung, dem Gehen (Instr. Sg.)
vāyasi [?]
in den Windgott [?] (Lok. Sg., Quelle: „vayasi“)
rati-upastham
die Geschlechtsteile samt der Lust (Akk. Sg.)
prajāpatau
in Prajāpati (Lok. Sg.)

[Anm.: Quellanomalie — GRETIL liest hier "vayasi" (hier als Lokativ zu vāyu/Wind gedeutet); in Parallelstellen der Tradition wird die Zuordnung der Füße gelegentlich statt zu Vāyu auch zu Viṣṇu/Urukrama vorgenommen. Ohne Zugriff auf die vedabase-Wortgloss-Tabelle (dauerhaft mit HTTP 429 blockiert) wird hier die naheliegendste, wenigste Zusatzannahmen erfordernde Lesart "Vāyu" gewählt.]

mṛtyau pāyuṁ visargaṁ ca yathāsthānaṁ vinirdiśet / dikṣu śrotraṁ sanādena sparśenādhyātmani tvacam

Den After samt der Ausscheidung soll er dem Tod zuweisen, jeweils an den rechten Ort; das Gehör samt dem Klang weise er den Himmelsrichtungen zu; das Tastorgan samt der Berührung dem individuellen Selbst.

Wort für Wort
mṛtyau
dem Tod (Lok. Sg.)
pāyum
den After (Akk. Sg.)
visargam
die Ausscheidung (Akk. Sg.)
ca
und
yathā-sthānam
jeweils an den [rechten] Ort (Adv.)
vinirdiśet
er soll genau zuweisen (Optativ)
dikṣu
den Himmelsrichtungen (Lok. Pl.)
śrotram
das Gehör(organ) (Akk. Sg.)
sanādena
samt dem Klang (Instr. Sg.)
sparśena
samt der Berührung (Instr. Sg.)
adhyātmani
dem individuellen Selbst (Lok. Sg.)
tvacam
die Haut, das Tastorgan (Akk. Sg.)

rūpāṇi cakṣuṣā rājan jyotiṣy abhiniveśayet / apsu pracetasā jihvāṁ ghreyair ghrāṇaṁ kṣitau nyaset

Die Formen samt dem Sehvermögen, o König, soll er im Licht [der Sonne] versenken; die Zunge samt dem Geschmack lege er durch Pracetas ins Wasser; den Geruchssinn samt den Riechbarkeiten lege er in die Erde.

Wort für Wort
rūpāṇi
die Formen, Gestalten (Akk. Pl.)
cakṣuṣā
samt dem Sehvermögen (Instr. Sg.)
rājan
o König (Vok. Sg.)
jyotiṣi
im Licht, in der Sonne (Lok. Sg.)
abhiniveśayet
er soll versenken, eingehen lassen (Kausativ Optativ)
apsu
im Wasser (Lok. Pl.)
pracetasā
durch Pracetas [Varuṇa] (Instr. Sg.)
jihvām
die Zunge (Akk. Sg.)
ghreyaiḥ
samt den Riechbarkeiten (Instr. Pl.)
ghrāṇam
den Geruchssinn (Akk. Sg.)
kṣitau
in die Erde (Lok. Sg.)
nyaset
er soll niederlegen (Optativ)

mano manorathaiś candre buddhiṁ bodhyaiḥ kavau pare / karmāṇy adhyātmanā rudre yad ahaṁ mamatā kriyā / sattvena cittaṁ kṣetrajñe guṇair vaikārikaṁ pare

Das Denken samt seinen Wunschbildern lege er in den Mond; die Erkenntniskraft samt den Erkennbaren in den höchsten Seher; die Handlungen samt dem Ich-Bewusstsein in Rudra, dessen Wirken das Ich und Mein hervorbringt; das Bewusstsein samt der Wesenheit in den Feldkenner; das aus Wandlung entstandene [Ich-Bewusstsein] samt seinen Eigenschaften in den Höchsten.

Wort für Wort
manaḥ
das Denken, der Geist (Akk. Sg.)
manaḥ-rathaiḥ
samt den Gedankenwünschen (Instr. Pl.)
candre
im Mond (Lok. Sg.)
buddhim
die Erkenntniskraft, den Intellekt (Akk. Sg.)
bodhyaiḥ
samt den Erkennbaren (Instr. Pl.)
kavau pare
im höchsten Seher (Lok. Sg.)
karmāṇi
die Handlungen (Akk. Pl.)
adhyātmanā
samt dem Ich-Bewusstsein (Instr. Sg.)
rudre
in Rudra (Lok. Sg.)
yat
dessen, welches (Rel.)
aham-mamatā-kriyā
die Ich-und-Mein-erzeugende Wirkung (Nom. Sg.)
sattvena
samt der Wesenheit, dem Sein (Instr. Sg.)
cittam
das Bewusstsein, Denkvermögen (Akk. Sg.)
kṣetrajñe
im Feldkenner [individuellen Selbst] (Lok. Sg.)
guṇaiḥ
samt den [drei] Erscheinungsweisen (Instr. Pl.)
vaikārikam
das aus Wandlung Entstandene [Ahaṅkāra] (Akk. Sg.)
pare
im Höchsten (Lok. Sg.)

[?] Vers besteht aus drei Pādas (im Original als ein Vers gezählt) und enthält stark komprimierte Sāṅkhya-Vedānta-Terminologie; die Konstruktion "yad ahaṁ mamatā kriyā" wurde mit der sparsamsten Deutung (Rudra als Quelle der Ahaṅkāra-Wirkung von Ich und Mein) wiedergegeben.

apsu kṣitim apo jyotiṣy ado vāyau nabhasy amum / kūṭasthe tac ca mahati tad avyakte 'kṣare ca tat

Die Erde löse er ins Wasser auf, das Wasser ins Licht, dieses in die Luft, jenes in den Äther, diesen in das Unveränderliche, dieses in das Große, dieses in das Unentfaltete, dieses in das Unvergängliche.

Wort für Wort
apsu
ins Wasser (Lok. Sg.)
kṣitim
die Erde (Akk. Sg.)
apaḥ
das Wasser (Akk. Sg.)
jyotiṣi
ins Licht, Feuer (Lok. Sg.)
adaḥ
jenes (Akk. Sg.)
vāyau
in die Luft (Lok. Sg.)
nabhasi
in den Äther, Raum (Lok. Sg.)
amum
jenes (Akk. Sg.)
kūṭa-sthe
im Unveränderlichen (Lok. Sg.)
tat
dieses (Akk. Sg.)
ca
und
mahati
im Großen [Mahat-Prinzip] (Lok. Sg.)
tat
jenes (Akk. Sg.)
avyakte
im Unentfalteten (Lok. Sg.)
akṣare
im Unvergänglichen (Lok. Sg.)
ca
und
tat
jenes (Akk. Sg.)

ity akṣaratayātmānaṁ cinmātram avaśeṣitam / jñātvādvayo 'tha virameddagdhayonir ivānalaḥ

Nachdem er so das Selbst als das Unvergängliche erkannt hat — als das reine Bewusstsein, das allein übrigbleibt —, verlösche er, nunmehr ungeteilt, wie ein Feuer, dessen Brennstoffquelle verbrannt ist.

Wort für Wort
iti
so, auf diese Weise
akṣaratayā
als das Unvergängliche (Instr. Sg.)
ātmānam
das Selbst (Akk. Sg.)
cit-mātram
reines Bewusstsein allein (Akk. Sg.)
avaśeṣitam
das Übriggebliebene (Akk. Sg., PPP)
jñātvā
nachdem er erkannt hat (Absolutiv)
advayaḥ
der Ungeteilte, Nicht-Zweie (Nom. Sg.)
atha
dann, darauf
viramet
er soll aufhören, verlöschen (Optativ)
dagdha-yoniḥ
dessen Ursprung/Brennstoff verbrannt ist (Nom. Sg.)
iva
wie
analaḥ
das Feuer (Nom. Sg.)

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