Śrī Śuka sprach: So von Kṣattā [Vidura] befragt, um die Geschichte zu erzählen, deren Grundlage der Liebste [Kṛṣṇa] ist, vermochte der Verehrer des Erhabenen [Uddhava] es vor Sehnsucht nicht sogleich zu erwidern, da er an den Herrn erinnert wurde.
[Uddhava erinnerte sich, wie] er, im Alter von fünf Jahren, von seiner Mutter zum Frühstück gebeten, dies nicht wollte, da er mit kindlichem Spiel dessen [Kṛṣṇas] Verehrung gestaltete.
Wort für Wort
yaḥ pañca-hāyanaḥ mātrā
er, der Fünfjährige, von der Mutter
prātaḥ-āśāya yācitaḥ
zum Frühstück gebeten
tat na aicchat
er wollte dies nicht
racayan yasya saparyām bāla-līlayā
dessen Verehrung mit kindlichem Spiel gestaltend
[Anm.: Uddhava erinnert sich an eine eigene Kindheitsepisode, in der er als Fünfjähriger lieber Kṛṣṇa-Verehrung spielte, als zu frühstücken.]
Wie sollte er, der durch den Dienst an Ihm mit der Zeit zum Greisenalter [seiner Hingabe gereift] gelangt war, auf die Frage nach der Geschichte antworten, während er sich nur an die Füße seines Herrn erinnerte?
Wort für Wort
saḥ katham sevayā tasya
wie sollte er durch den Dienst an ihm
kālena jarasam gataḥ
mit der Zeit zum Greisenalter gelangt
pṛṣṭaḥ vārtām pratibrūyāt
auf die Frage nach der Geschichte antworten
bhartuḥ pādau anusmaran
während er sich an die Füße seines Herrn erinnerte
pulakodbhinna-sarvāṅgo muñcan mīlad-dṛśā śucaḥ | pūrṇārtho lakṣitas tena sneha-prasara-samplutaḥ
Am ganzen Körper mit sich sträubenden Haaren, mit halbgeschlossenen Augen Tränen vergießend, wurde er von jenem [Vidura] als einer erkannt, dessen Ziel erfüllt ist, von der Woge der Zuneigung überflutet.
Wort für Wort
pulaka-udbhinna-sarva-aṅgaḥ
am ganzen Körper mit sich sträubenden Haaren
muñcan mīlat-dṛśā śucaḥ
mit halbgeschlossenen Augen Tränen vergießend
pūrṇa-arthaḥ lakṣitaḥ tena
als einer, dessen Ziel erfüllt ist, von jenem erkannt
uddhava uvāca: kṛṣṇa-dyumaṇi nimloce gīrṇeṣv ajagareṇa ha | kiṁ nu naḥ kuśalaṁ brūyāṁ gata-śrīṣu gṛheṣv aham
Uddhava sprach: Da die Sonne Kṛṣṇa untergegangen ist und wir gleichsam von einer Riesenschlange verschlungen wurden - was für ein Wohlergehen könnte ich von uns, deren Häuser ihres Glücks beraubt sind, [noch] berichten?
Wort für Wort
uddhavaḥ uvāca
Uddhava sprach
kṛṣṇa-dyumaṇi nimloce
da die Sonne Kṛṣṇa untergegangen ist
gīrṇeṣu ajagareṇa ha
gleichsam von einer Riesenschlange verschlungen
kim nu naḥ kuśalam brūyām
was für ein Wohlergehen könnte ich von uns berichten
durbhago bata loko 'yaṁ yadavo nitarām api | ye saṁvasanto na vidur hariṁ mīnā ivoḍupam
Unglückselig, ach, ist diese Welt, und noch mehr die Yadus, die, obwohl mit Ihm zusammenlebend, Hari nicht erkannten - wie Fische den Mond [nicht als solchen erkennen].
Wort für Wort
durbhagaḥ bata lokaḥ ayam
unglückselig, ach, ist diese Welt
yadavaḥ nitarām api
und noch mehr die Yadus
ye saṁvasantaḥ na viduḥ harim
die, obwohl zusammenlebend, Hari nicht erkannten
mīnāḥ iva uḍupam
wie Fische den Mond
[?] Der Bildvergleich 'mīnā ivoḍupam' (wie Fische den Mond) bleibt in seiner genauen Pointe unsicher.
Die Sātvatas, kundig seiner Gebärden, hochgereift, ganz in Ihm ihre Freude findend, hielten alle den Stier der Sātvatas [Kṛṣṇa] dennoch nur für den Wohnsitz der gewöhnlichen Wesen.
Wort für Wort
iṅgita-jñāḥ puru-prauḍhāḥ
kundig [seiner] Gebärden, hochgereift
eka-ārāmāḥ ca sātvatāḥ
und die Sātvatas, ganz in ihm ihre Freude findend
sātvatām ṛṣabham sarve
den Stier der Sātvatas alle
bhūta-āvāsam amaṁsata
hielten für den Wohnsitz der [gewöhnlichen] Wesen
[?] Der genaue Sinn - dass die Yadus Kṛṣṇas wahre Göttlichkeit trotz aller Vertrautheit unterschätzten - bleibt in den Details unsicher.
devasya māyayā spṛṣṭā ye cānyad asad-āśritāḥ | bhrāmyate dhīr na tad-vākyair ātmany uptātmano harau
Jene, die von der Māyā des Gottes berührt sind und sich an anderes, Unwirkliches, klammern - deren Verstand wird dennoch nicht durch bloße Worte in die Irre geführt, wenn das Selbst in Hari, dem eigenen Selbst, verwurzelt ist.
Wort für Wort
devasya māyayā spṛṣṭāḥ
von der Māyā des Gottes berührt
ye ca anyat asat-āśritāḥ
und die sich an anderes, Unwirkliches, klammern
bhrāmyate dhīḥ na tad-vākyaiḥ
deren Verstand wird nicht durch bloße Worte in die Irre geführt
ātmani upta-ātmanaḥ harau
dem, dessen Selbst in Hari, dem [eigenen] Selbst, verwurzelt ist
[?] Struktur und genauer Bezug bleiben unsicher - vermutlich gemeint: wer sein Selbst wahrhaft in Hari verankert hat, lässt sich durch täuschende Reden nicht beirren.
pradarśyātapta-tapasām avitṛpta-dṛśāṁ nṛṇām | ādāyāntar adhād yas tu sva-bimbaṁ loka-locanam
Er aber, der, nachdem er sein eigenes Abbild - das Auge der Welt - den Menschen gezeigt hatte, deren Askese nicht genügend gereift und deren Blick noch nicht gesättigt war, es wieder wegnahm und sich im Innern verbarg...
Wort für Wort
pradarśya atapta-tapasām
nachdem er es gezeigt hatte, denen, deren Askese nicht gereift war
avitṛpta-dṛśām nṛṇām
deren Blick [noch] nicht gesättigt war, den Menschen
ādāya antaḥ adhāt
es wegnehmend, verbarg er sich im Innern
yaḥ tu sva-bimbam loka-locanam
er aber, [dessen] eigenes Abbild, das Auge der Welt
yan martya-līlaupayikaṁ sva-yoga-māyā-balaṁ darśayatā gṛhītam | vismāpanaṁ svasya ca saubhagarddheḥ paraṁ padaṁ bhūṣaṇa-bhūṣaṇāṅgam
...jenes Abbild, das, geeignet für das Spiel der Sterblichen, durch die Kraft seiner eigenen Yoga-Māyā angenommen wurde, das selbst sein eigenes Glücks-Übermaß in Erstaunen versetzt, der höchste Ort, dessen Glieder selbst den Schmuck schmücken.
Wort für Wort
yat martya-līlā-upayikam
jenes, geeignet für das Spiel der Sterblichen
sva-yoga-māyā-balam darśayatā gṛhītam
durch die Kraft seiner eigenen Yoga-Māyā angenommen
vismāpanam svasya ca saubhaga-ṛddheḥ
das selbst sein eigenes Glücks-Übermaß in Erstaunen versetzt
param padam bhūṣaṇa-bhūṣaṇa-aṅgam
der höchste Ort, dessen Glieder den Schmuck schmücken
[?] Sehr dichte, bildreiche Formulierung zur transzendenten Schönheit von Kṛṣṇas irdischer Gestalt; im Einzelnen unsicher.
yad dharma-sūnor bata rājasūye nirīkṣya dṛk-svastyayanaṁ tri-lokaḥ | kārtsnyena cādyeha gataṁ vidhātur arvāk-sṛtau kauśalam ity amanyata
Als beim Rājasūya-Opfer des Dharma-Sohnes [Yudhiṣṭhira] die drei Welten jenes den Blick segnende [Abbild] erblickten, meinten sie, dass hier heute die gesamte Geschicklichkeit des Schöpfers in seiner [gewöhnlichen] Schöpfungstätigkeit vollständig zusammengekommen sei.
Wort für Wort
yat dharma-sūnoḥ bata rājasūye
als beim Rājasūya-Opfer des Dharma-Sohnes
nirīkṣya dṛk-svasti-ayanam tri-lokaḥ
die drei Welten das den Blick segnende [Abbild] erblickend
kārtsnyena ca adya iha gatam
dass hier heute vollständig zusammengekommen sei
vidhātuḥ arvāk-sṛtau kauśalam iti amanyata
die Geschicklichkeit des Schöpfers in [seiner] Schöpfungstätigkeit, so meinten sie
yasyānurāga-pluta-hāsa-rāsa-līlāvaloka-pratilabdha-mānāḥ | vraja-striyo dṛgbhir anupravṛtta-dhiyo 'vatasthuḥ kila kṛtya-śeṣāḥ
Durch dessen von Zuneigung durchtränktes Lächeln, durch den Blick des Rāsa-Spiels erlangten Ehre, standen die Frauen von Vraja, mit den Augen [ihm] nachfolgendem Sinn, verharrend, ihre übrigen Pflichten vergessend da.
Wort für Wort
yasya anurāga-pluta-hāsa
dessen von Zuneigung durchtränktes Lächeln
rāsa-līlā-avaloka-pratilabdha-mānāḥ
durch den Blick des Rāsa-Spiels erlangte Ehre
vraja-striyaḥ dṛgbhiḥ anupravṛtta-dhiyaḥ
die Frauen von Vraja, mit den Augen nachfolgendem Sinn
sva-śānta-rūpeṣv itaraiḥ sva-rūpair abhyardyamāneṣv anukampitātmā | parāvareśo mahad-aṁśa-yukto hy ajo 'pi jāto bhagavān yathāgniḥ
Als seine eigenen, friedvollen Gestalten [die Devas] von anderen, ebenfalls seinen eigenen Gestalten [den Dämonen], bedrängt wurden, da wurde er, mitfühlenden Herzens, der Herr über Höheres und Niedrigeres, mit dem Anteil des Mahat verbunden, obwohl ungeboren, geboren, der Erhabene - wie das Feuer.
als seine friedvollen Gestalten von anderen, [ebenfalls] seinen Gestalten, bedrängt wurden
anukampita-ātmā
mitfühlenden Herzens
para-avara-īśaḥ mahat-aṁśa-yuktaḥ
der Herr über Höheres und Niedrigeres, mit dem Anteil des Mahat verbunden
hi ajaḥ api jātaḥ bhagavān yathā agniḥ
obwohl ungeboren, geboren, der Erhabene, wie das Feuer
[Anm.: Bildvergleich mit dem Feuer, das latent im Holz ruht und durch Reibung entzündet wird, als Gleichnis für die 'Geburt' des eigentlich ungeborenen Herrn.]
māṁ khedayaty etad ajasya janma-viḍambanaṁ yad vasudeva-gehe | vraje ca vāso 'ri-bhayād iva svayaṁ purād vyavātsīd yad-ananta-vīryaḥ
Dies bekümmert mich: diese scheinbare Geburt des Ungeborenen, dass er im Hause Vasudevas [geboren wurde] und in Vraja wohnte, wie aus Feindesfurcht, er, von unendlicher Kraft, sich selbst aus der Stadt [zurückzog].
dunoti cetaḥ smarato mamaitad yad āha pādāv abhivandya pitroḥ | tātāmba kaṁsād uru-śaṅkitānāṁ prasīdataṁ no 'kṛta-niṣkṛtīnām
Dies quält mein Herz, wenn ich mich erinnere, was er sprach, nachdem er die Füße der Eltern verehrt hatte: 'Vater, Mutter, seid uns gnädig, die wir aus großer Furcht vor Kaṁsa keine gebührende Sühne erwiesen haben.'
Wort für Wort
dunoti cetaḥ smarataḥ mama etat
dies quält mein Herz, wenn ich mich erinnere
yat āha pādau abhivandya pitroḥ
was er sprach, nachdem er die Füße der Eltern verehrt hatte
tāta amba kaṁsāt uru-śaṅkitānām
'Vater, Mutter', [uns,] die wir aus großer Furcht vor Kaṁsa
prasīdatam naḥ akṛta-niṣkṛtīnām
seid uns gnädig, die wir keine gebührende Sühne erwiesen haben
[Anm.: Bezieht sich auf die Szene, in der Kṛṣṇa und Balarāma nach ihrer Rückkehr nach Mathurā ihre leiblichen Eltern Vasudeva und Devakī um Verzeihung für die verlorenen Kindheitsjahre bitten.]
ko vā amuṣyāṅghri-saroja-reṇuṁ vismartum īśīta pumān vijighran | yo visphurad-bhrū-viṭapena bhūmer bhāraṁ kṛtāntena tiraścakāra
Oder welcher Mensch, der den Staub seiner Lotos-Füße gerochen hat, vermöchte je zu vergessen ihn, der durch das Ranken-Zucken seiner Augenbrauen, gleich dem Ende-Bereiter [Tod], die Last der Erde beiseite schob?
Wort für Wort
kaḥ vā amuṣya aṅghri-saroja-reṇum
wer [könnte] den Staub seiner Lotos-Füße
vismartum īśīta pumān vijighran
vergessen, welcher Mensch, der [ihn] gerochen hat
yaḥ visphurat-bhrū-viṭapena
der durch das Ranken-Zucken der Augenbrauen
bhūmeḥ bhāram kṛta-antena tiraścakāra
die Last der Erde, gleich dem Ende-Bereiter, beiseite schob
Ihr habt doch beim Rājasūya die Vollendung des Caidya [Śiśupāla] gesehen, der Kṛṣṇa sogar hasste - jene Vollendung, die sich Yogis durch vollkommenen Yoga wünschen; wer könnte da seine Trennung von Ihm ertragen?
tathaiva cānye nara-loka-vīrā ya āhave kṛṣṇa-mukhāravindam | netraiḥ pibanto nayanābhirāmaṁ pārthāstra-pūtaḥ padam āpur asya
Ebenso erlangten auch andere Helden der Menschenwelt, die im Kampf Kṛṣṇas Lotusgesicht - eine Augenweide - mit den Augen tranken, durch Pārthas [Arjunas] Waffen geläutert, seinen höchsten Zustand.
Wort für Wort
tathā eva ca anye nara-loka-vīrāḥ
ebenso auch andere Helden der Menschenwelt
ye āhave kṛṣṇa-mukha-aravindam
die im Kampf Kṛṣṇas Lotusgesicht
netraiḥ pibantaḥ nayana-abhirāmam
mit den Augen tranken, eine Augenweide
pārtha-astra-pūtaḥ padam āpuḥ asya
durch Pārthas Waffen geläutert, erlangten seinen [höchsten] Zustand
svayaṁ tv asāmyātiśayas tryadhīśaḥ svārājya-lakṣmy-āpta-samasta-kāmaḥ | baliṁ haradbhiś cira-loka-pālaiḥ kirīṭa-koṭyeḍita-pāda-pīṭhaḥ
Er selbst aber, der Herr der drei Welten, jenseits von Gleichheit und Überlegenheit, dessen sämtliche Wünsche durch den Glanz seiner Eigen-Herrschaft erfüllt sind, dessen Fußschemel von den seit langem amtierenden Welthütern, die Tribut darbringen, mit der Menge ihrer Kronen verehrt wird...
Wort für Wort
svayam tu asāmya-atiśayaḥ tri-adhīśaḥ
er selbst aber, jenseits von Gleichheit und Überlegenheit, der Herr der drei [Welten]
sva-ārājya-lakṣmī-āpta-samasta-kāmaḥ
dessen sämtliche Wünsche durch den Glanz seiner Eigen-Herrschaft erfüllt sind
balim haradbhiḥ cira-loka-pālaiḥ
von den seit langem [amtierenden] Welthütern, die Tribut darbringen
kirīṭa-koṭi-īḍita-pāda-pīṭhaḥ
dessen Fußschemel mit der Menge ihrer Kronen verehrt wird
tat tasya kaiṅkaryam alaṁ bhṛtān no viglāpayaty aṅga yad ugrasenam | tiṣṭhan niṣaṇṇaṁ parameṣṭhi-dhiṣṇye nyabodhayad deva nidhārayeti
...dieser Dienst an ihm bekümmert uns, seine Diener, sehr, o Lieber - dass er, selbst auf dem Thron des Höchsten sitzend, dennoch dienend dastehend, den auf dem Thron sitzenden Ugrasena Ratschläge gab, [mit den Worten]: 'O Herrscher, bedenke dies!'
Wort für Wort
tat tasya kaiṅkaryam alam bhṛtān naḥ viglāpayati aṅga
dieser Dienst an ihm bekümmert uns, seine Diener, sehr, o Lieber
yat ugrasenam
dass [er] Ugrasena
tiṣṭhan niṣaṇṇam parameṣṭhi-dhiṣṇye
dastehend, [obwohl selbst] auf dem Thron des Höchsten sitzend
nyabodhayat deva nidhāraya iti
er belehrte ihn: 'O Herrscher, bedenke [dies]'
[?] Bezieht sich vermutlich darauf, dass Kṛṣṇa trotz seiner höchsten Stellung dem König Ugrasena als dienender Ratgeber zur Seite stand - genaue Konstruktion unsicher.
Ach, selbst Pūtanā, die ihn, um ihn zu töten, an ihrer mit tödlichem Gift bestrichenen Brust trinken ließ, obwohl unheilvoll, erlangte den einer Amme gebührenden höchsten Zustand - zu welchem anderen Gnädigen sollten wir da sonst noch Zuflucht nehmen?
Wort für Wort
aho bakī yam stana-kāla-kūṭam
ach, Pūtanā, die ihn an ihrer mit tödlichem Gift [bestrichenen] Brust
jighāṁsayā apāyayat api asādhvī
um ihn zu töten trinken ließ, obwohl unheilvoll
lebhe gatim dhātrī-ucitām
sie erlangte den einer Amme gebührenden [höchsten] Zustand
tataḥ anyam kam vā dayālum śaraṇam vrajema
zu welchem anderen Gnädigen sollten wir sonst Zuflucht nehmen
Ich halte sogar die Dämonen für Verehrer des Herrn der drei Welten, deren Sinn nur auf dem Weg der Feindschaft versunken war - sie, die im Kampf den Sohn des Tārkṣya [Garuḍa] sahen, mit der Sunābha-Waffe [dem Diskus] auf der Schulter, heranstürmend.
Wort für Wort
manye asurān bhāgavatān tri-adhīśe
ich halte die Dämonen für Verehrer des Herrn der drei Welten
saṁrambha-mārga-abhiniviṣṭa-cittān
deren Sinn auf dem Weg der Feindschaft versunken war
ye saṁyuge acakṣata tārkṣya-putram
die im Kampf den Sohn des Tārkṣya sahen
aṁse sunābha-āyudham āpatantam
mit der Sunābha-Waffe auf der Schulter, heranstürmend
Geboren von Vasudeva in Devakī, in der Gefangenschaft des Bhoja-Herrschers [Kaṁsa], im Wunsch, ihr [Devakīs] Wohl zu bewirken, er, der Erhabene, von dem Ungeborenen [Brahmā] darum gebeten.
Von den Kuhhirtenjungen umgeben, die Kälber weidend, spielte der Allmächtige im Uferwäldchen der Yamunā, dessen Bäume von zwitschernden Vögeln erfüllt waren.
Wort für Wort
parītaḥ vatsapaiḥ vatsān cārayan
von den Kuhhirtenjungen umgeben, die Kälber weidend
vyaharat vibhuḥ
spielte der Allmächtige
yamunā-upavane
im Uferwäldchen der Yamunā
kūjat-dvija-saṅkulita-aṅghripe
dessen Bäume von zwitschernden Vögeln erfüllt waren
sa eva go-dhanaṁ lakṣmyā niketaṁ sita-go-vṛṣam | cārayann anugān gopān raṇad-veṇur arīramat
Eben er, der Reichtum der Kühe hütend, die Wohnstätte der Lakṣmī, begleitet von weißen Kühen und Stieren, ergötzte die ihm folgenden Kuhhirten, indem er seine Flöte erklingen ließ.
Wort für Wort
saḥ eva go-dhanam lakṣmyā niketam
eben er, der Reichtum der Kühe, die Wohnstätte der Lakṣmī
Die vom Bhoja-König [Kaṁsa] entsandten trugvollen, gestaltwandelnden Dämonen stieß er, das Kind, spielend beiseite, sie alle, wie man Spielzeuge beiseite stößt.
vipannān viṣa-pānena nigṛhya bhujagādhipam | utthāpyāpāyayad gāvas tat toyaṁ prakṛti-sthitam
Die durch das Trinken des Giftes fast gestorbenen Kühe ließ er, nachdem er den Schlangenfürsten [Kāliya] bezwungen und wieder aufgerichtet hatte, jenes nun wieder in seinen natürlichen Zustand zurückgekehrte Wasser trinken.
Wort für Wort
vipannān viṣa-pānena
die durch das Trinken des Giftes fast gestorbenen [Kühe]
nigṛhya bhujaga-adhipam
nachdem er den Schlangenfürsten bezwungen hatte
utthāpya apāyayat gāvaḥ
sie wieder aufrichtend, ließ er die Kühe trinken
tat toyam prakṛti-sthitam
jenes in seinen natürlichen Zustand zurückgekehrte Wasser
Er ließ den Kuhhirtenkönig [Nanda] durch die vorzüglichsten Brahmanen das Go-sava-Opfer darbringen, der Allmächtige, damit beabsichtigend, von dessen gewaltigem Reichtum eine rechtschaffene Ausgabe zu bewirken.
Wort für Wort
ayājayat go-savena gopa-rājam
er ließ den Kuhhirtenkönig das Go-sava-Opfer darbringen
dvija-uttamaiḥ
durch die vorzüglichsten Brahmanen
vittasya ca uru-bhārasya
und von [dessen] gewaltigem Reichtum
cikīrṣan sad-vyayam vibhuḥ
der Allmächtige, eine rechtschaffene Ausgabe beabsichtigend
[Anm.: Bezieht sich auf die Ersetzung des Indra-Opfers durch das Govardhana-Opfer, hier unter dem Namen 'go-sava' gefasst.]
Als Indra, aus Zorn über die gebrochene Ehrerbietung, Regen herabregnen ließ und Vraja überaus verzweifelt war, wurde es durch sein Berg-Sonnenschirm-Spiel gerettet, von ihm, dem Segensreichen, der so Gnade erwies.
Wort für Wort
varṣati indre vrajaḥ kopāt bhagna-māne
als Indra aus Zorn über die gebrochene Ehrerbietung regnen ließ, Vraja
ativihvalaḥ
überaus verzweifelt
gotra-līlā-ātapatreṇa trātaḥ
durch das Berg-Sonnenschirm-Spiel gerettet
bhadra-anugṛhṇatā
von dem Segensreichen, der Gnade erwies
[Anm.: Bezieht sich auf das Aufheben des Govardhana-Bergs als Schutzschirm gegen Indras Zornesregen.]