Kapitel 44: vaikuṇṭha-loka-varṇanam
Beschreibung des Reiches Gottes (Vaikuṇṭha)
Skandha 3, Adhyāya 15. Quelle: vedabase.io. title_sa als eigene knappe IAST-Kurzbezeichnung des Inhalts gebildet, da vedabase.io keinen Sanskrit-IAST-Kapiteltitel angibt (nur Englisch 'Description of the Kingdom of God').
maitreya uvāca | prājāpatyaṁ tu tat tejaḥ | para-tejo-hanaṁ ditiḥ | dadhāra varṣāṇi śataṁ | śaṅkamānā surārdanāt
Maitreya sprach: Jene Glut des Prajāpati aber, die die Glut anderer vernichtet, trug Diti hundert Jahre lang, in Furcht wegen des künftigen Quälens der Götter.
Wort für Wort
maitreya uvāca
Maitreya sprach
prājāpatyaṁ tu tat tejaḥ
jene Glut aber des Prajāpati
para-tejo-hanaṁ ditiḥ
die die Glut anderer vernichtet, Diti
dadhāra varṣāṇi śatam
trug sie hundert Jahre
śaṅkamānā surārdanāt
in Furcht wegen [ihres künftigen] Quälens der Götter
In der von jenem Embryo verdunkelten Welt meldeten die Welthüter, ihrer Kraft beraubt, dem Weltenschöpfer die Vermischung der Himmelsrichtungen mit Dunkelheit.
Wort für Wort
loke tenāhatāloke
in der Welt, durch jenen verdunkelten
loka-pālā hataujasaḥ
die Welthüter, ihrer Kraft beraubt
nyavedayan viśva-sṛje
meldeten [dies] dem Weltenschöpfer
dhvānta-vyatikaraṁ diśām
die Vermischung der Himmelsrichtungen mit Dunkelheit
devā ūcuḥ | tama etad vibho vettha | saṁvignā yad vayaṁ bhṛśam | na hy avyaktaṁ bhagavataḥ | kālenāspṛṣṭa-vartmanaḥ
Die Götter sprachen: 'Diese Finsternis kennst du wohl, o Mächtiger, angesichts derer wir überaus beunruhigt sind, denn nichts ist unmanifest für den Erhabenen, dessen Pfad von der Zeit unberührt bleibt.'
Wort für Wort
devā ūcuḥ
die Götter sprachen
tama etad vibho vettha
diese Finsternis, o Mächtiger, kennst du
saṁvignā yad vayaṁ bhṛśam
da wir überaus beunruhigt sind
na hy avyaktaṁ bhagavataḥ kālenāspṛṣṭa-vartmanaḥ
denn nicht unmanifest [ist etwas] für den Erhabenen, dessen Pfad von der Zeit unberührt ist
namo vijñāna-vīryāya | māyayedam upeyuṣe | gṛhīta-guṇa-bhedāya | namas te 'vyakta-yonaye
'Verehrung dem, dessen Kraft das reine Erkennen ist, der durch Māyā dieses Universum angenommen hat, der die Unterscheidung der Guṇas auf sich genommen hat - Verehrung dir, dessen Ursprung unmanifest ist.'
'Die dich mit ungeteiltem Sinn erkennen, den Urheber des eigenen Selbst, in dessen eigenem Selbst die Welten durchwoben sind, den Höchsten, dessen Wesen Sein und Nichtsein ist...'
teṣāṁ supakva-yogānāṁ jita-śvāsendriyātmanām | labdha-yuṣmat-prasādānāṁ na kutaścit parābhavaḥ
'... für jene, deren Yoga wohlgereift ist, die Atem, Sinne und Geist bezwungen haben und deine Gnade erlangt haben, gibt es von nirgendwoher eine Niederlage.'
Wort für Wort
teṣāṁ supakva-yogānām
für jene, deren Yoga wohlgereift ist
jita-śvāsendriyātmanām
die den Atem, die Sinne und den Geist bezwungen haben
'Du also, gewähre Wohlergehen, o Erhabener, denen, deren Tätigkeiten durch die Finsternis vernichtet sind; mit einem Blick reichlichen Mitleids mögest du die in Not Geratenen anblicken.'
Wort für Wort
sa tvaṁ vidhatsva śaṁ bhūman
du also, gewähre Wohlergehen, o Erhabener
tamasā lupta-karmaṇām
denen, deren Tätigkeiten durch die Finsternis vernichtet sind
Maitreya sprach: Er, lachend, o Großarmiger, der Erhabene, dessen Bereich das heilige Wort ist, der Selbstentstandene, antwortete den Göttern, sie mit lieblicher Stimme erfreuend.
Brahmā sprach: 'Meine geistgeborenen Söhne, vor euch geboren, Sanaka und die anderen, wanderten, frei von Verlangen, durch den Himmel durch die Welten.'
Wort für Wort
brahmovāca
Brahmā sprach
mānasā me sutā yuṣmat-pūrvajāḥ sanakādayaḥ
meine geistgeborenen Söhne, vor euch geboren, Sanaka und die anderen
'Und wo der uranfängliche Puruṣa weilt, der Erhabene, dessen Bereich das heilige Wort ist, der das reine Sattva stützt und den Seinigen als Wohltäter Gnade erweist.'
'Wo der zum höchsten Heil führende, so genannte Wald ist, mit wunscherfüllenden Bäumen, erstrahlend durch die Pracht aller Jahreszeiten, wie die verkörperte Alleinheit selbst.'
'Wo die Bewohner der Luftfahrzeuge, mit ihren Gattinnen, beständig die alle Makel vernichtenden Taten des Herrn besingen - obwohl ihre Gedanken durch den Duft der im Wasser sich entfaltenden, honigsüßen Mādhavī-Blüten abgelenkt werden, ihren Atem im Gesang aushauchend.'
'Wo der Lärm der Tauben, Kuckucke, Kraniche, Cakravāka-Vögel, Dātyūha-Vögel, Schwäne, Papageien, Rebhühner und Pfauen nur für einen kurzen Augenblick innehält, wenn laut der Bienenfürst gleichsam die Erzählung über Hari singt.'
Wort für Wort
pārāvatānyabhṛta-sārasa-cakravāka-
der Tauben, Kuckucke, Kraniche, Cakravāka-Vögel
dātyūha-haṁsa-śuka-tittiri-barhiṇām
der Dātyūha-Vögel, Schwäne, Papageien, Rebhühner, Pfauen
yaḥ kolāhalo viramate 'cira-mātram
deren Lärm nur für einen kurzen Augenblick innehält
uccair bhṛṅgādhipe hari-kathām iva gāyamāne
wenn laut der Bienenkönig gleichsam die Erzählung über Hari singt
'Mandāra-, Kunda-, Kuraba-, Utpala-, Campaka-, Punnāga-, Nāga-, Bakula-, Lotos- und Pārijāta-Blüten - deren Duft dort, obwohl von der Tulasī-Zierde des Herrn übertroffen, die Blumen als solche, die große Askese geübt haben, hoch geachtet werden.'
yat saṅkulaṁ hari-padānati-mātra-dṛṣṭair vaidūrya-mārakata-hema-mayair vimānaiḥ | yeṣāṁ bṛhat-kaṭi-taṭāḥ smita-śobhi-mukhyaḥ kṛṣṇātmanāṁ na raja ādadhur utsmayādyaiḥ
'Der Ort, erfüllt von jenen, die allein durch ihre Verneigung vor Haris Füßen dorthin gelangt sind, mit aus Vaidūrya, Smaragd und Gold bestehenden Luftfahrzeugen - deren Bewohnerinnen, mit breiten Hüften und lächelnd strahlenden Gesichtern, bei den ganz auf Kṛṣṇa Ausgerichteten dennoch keine leidenschaftliche Erregung durch ihr Lächeln und dergleichen hervorriefen.'
Wort für Wort
yat saṅkulaṁ hari-padānati-mātra-dṛṣṭair
der [Ort], erfüllt von denen, die nur durch Verneigung vor Haris Füßen ersichtlich sind
vaidūrya-mārakata-hema-mayair vimānaiḥ
mit aus Vaidūrya, Smaragd und Gold bestehenden Luftfahrzeugen
yeṣāṁ bṛhat-kaṭi-taṭāḥ smita-śobhi-mukhyaḥ
deren Frauen breite Hüften, mit lächelnd strahlenden Gesichtern
kṛṣṇātmanāṁ na raja ādadhur utsmayādyaiḥ
der auf Kṛṣṇa Ausgerichteten, erregten keinen Staub durch Lächeln usw.
Śrī, in eigener Gestalt, deren Lotosfüße klingen, mit dem Spiel-Lotos in der Hand, im Hause Haris, von Fehl befreit, wird an der mit Gold durchsetzten Kristallwand sichtbar, als kehre sie die Wand, gleichsam ohne dass es einer fremden Anstrengung bedürfte, in ihrer Gunsterweisung.
Wort für Wort
śrī rūpiṇī kvaṇayatī caraṇāravindam
Śrī, in [ihrer eigenen] Gestalt, mit ihren klingenden Lotosfüßen
līlāmbujena hari-sadmani mukta-doṣā
mit dem Spiel-Lotos, im Haus Haris, von Fehl befreit
saṁlakṣyate sphaṭika-kuḍya upeta-hemni
sie wird sichtbar an der Kristallwand, mit Gold versehen
sammārjatīva yad-anugrahaṇe 'nya-yatnaḥ
als kehre sie [die Wand], ohne fremde Mühe, in ihrer Gunsterweisung
[?] Bildhaft-verschluesselter Vers (Śrī als am Kristallboden 'sich spiegelnde' Gestalt, die den Boden kehrt); unabhaengig aus der Grammatik erschlossen, mit Unsicherheit ueber das genaue Bild.
In den Teichen mit Korallenufern, mit reinem, unsterblichem Wasser, verehrt Śrī, begleitet von Dienerinnen, in ihrem eigenen Wald den Herrn mit Tulasī-Blättern, wobei sie ihr eigenes, lockiges, edel geformtes Antlitz erblickt und es, o Freund, als vom Erhabenen zuvor berührt betrachtet.
Wort für Wort
vāpīṣu vidruma-taṭāsv amalāmṛtāpsu
in den Teichen mit Korallenufern, mit reinem, unsterblichem Wasser
preṣyānvitā nija-vane tulasībhir īśam
begleitet von Dienerinnen, im eigenen Wald, mit Tulasī den Herrn
abhyarcatī svalakam unnasam īkṣya vaktram
verehrend, ihr eigenes lockiges, edel geformtes Gesicht erblickend
uccheṣitaṁ bhagavatety amatāṅga yac-chrīḥ
als vom Erhabenen übriggelassen erachtend, o Freund, deren Schönheit
yan na vrajanty agha-bhido racanānuvādāc chṛṇvanti ye 'nya-viṣayāḥ kukathā mati-ghnīḥ | yās tu śrutā hata-bhagair nṛbhir ātta-sārās tāṁs tān kṣipanty aśaraṇeṣu tamaḥsu hanta
Wohin jene nicht gelangen, die statt der Nacherzählung der sündenvertilgenden Taten des Herrn auf andere Gegenstände gerichtete, den Verstand zerstörende schlechte Erzählungen hören - solche Erzählungen, von unglückseligen Menschen gehört, berauben sie ihres geistigen Gehalts und stürzen sie, ach, in schutzlose Finsternisse.
Wort für Wort
yan na vrajanty agha-bhido racanānuvādāt
wohin nicht gelangen, [die durch] Nacherzählung der Sündenvertilger-Taten
chṛṇvanti ye 'nya-viṣayāḥ kukathā mati-ghnīḥ
die hören, auf andere Gegenstände gerichtete, den Verstand zerstörende schlechte Erzählungen
yās tu śrutā hata-bhagair nṛbhir ātta-sārāḥ
die aber gehört von unglückseligen Menschen, ihres Gehalts beraubt
ye 'bhyarthitām api ca no nṛ-gatiṁ prapannā jñānaṁ ca tattva-viṣayaṁ saha-dharmaṁ yatra | nārādhanaṁ bhagavato vitaranty amuṣya sammohitā vitatayā bata māyayā te
'Die, obwohl sie das von uns selbst erbetene Menschendasein erlangt haben, und obwohl ihnen das die Wahrheit betreffende Wissen samt dem rechten Dharma zuteil wurde, gewähren jenem Erhabenen dennoch keine Verehrung, verwirrt, ach, durch die weitausgebreitete Māyā.'
Wort für Wort
ye 'bhyarthitām api ca no nṛ-gatiṁ prapannāḥ
die, obwohl von uns erbeten, zum Menschenzustand gelangt
jñānaṁ ca tattva-viṣayaṁ saha-dharmaṁ yatra
und das Wissen, das die Wahrheit betrifft, zusammen mit dem Dharma
yac ca vrajanty animiṣām ṛṣabhānuvṛttyā dūre yamā hy upari naḥ spṛhaṇīya-śīlāḥ | bhartur mithaḥ suyaśasaḥ kathanānurāga-vaiklavya-bāṣpa-kalayā pulakī-kṛtāṅgāḥ
'Und wohin gelangen, durch das Nachfolgen des Besten der Unsterblichen, die selbstbeherrschten Weisen, fürwahr fern und über uns, von begehrenswertem Wesen - deren Körper sich vor lauter liebevoller Verwirrung und Tränen sträuben, wenn sie einander die schönen Erzählungen vom Herrn berichten.'
Wort für Wort
yac ca vrajanty animiṣām ṛṣabhānuvṛttyā
und wohin gelangen, durch das Nachfolgen des Besten der Götter
dūre yamā hy upari naḥ spṛhaṇīya-śīlāḥ
fern, die Selbstbeherrschten fürwahr, über uns, von begehrenswertem Wesen
bhartur mithaḥ suyaśasaḥ kathanānurāga-
des Herrn, einander, guten Ruhmes, Erzählung, mit Zuneigung
vaiklavya-bāṣpa-kalayā pulakī-kṛtāṅgāḥ
Verwirrung, mit Tränen, deren Körperhaare sich sträuben
tad viśva-gurv-adhikṛtaṁ bhuvanaika-vandyaṁ divyaṁ vicitra-vibudhāgrya-vimāna-śociḥ | āpuḥ parāṁ mudam apūrvam upetya yoga-māyā-balena munayas tad atho vikuṇṭham
Jenes dem Weltenlehrer unterstellte, von der höchsten Welt verehrte, göttliche, durch die mannigfaltigen, erstklassigen Götter-Luftfahrzeuge erstrahlende Vaikuṇṭha erreichend, erlangten die Weisen durch die Kraft der Yoga-Māyā höchste, nie zuvor erfahrene Freude.
Wort für Wort
tad viśva-gurv-adhikṛtaṁ bhuvanaika-vandyam
jenes dem Weltenlehrer unterstellte, von der höchsten Welt verehrte
divyaṁ vicitra-vibudhāgrya-vimāna-śociḥ
göttliche, durch die erstklassigen Götter-Luftfahrzeuge erstrahlende
āpuḥ parāṁ mudam apūrvam
erlangten höchste, nie zuvor [erfahrene] Freude
upetya yoga-māyā-balena munayas tad atho vikuṇṭham
als sie durch die Kraft der Yoga-Māyā jenes Vaikuṇṭha erreichten, die Weisen
In jenem Reich, sechs Umfriedungen überschreitend, ohne daran zu haften, erblickten die Weisen dann in der siebten die beiden gleichaltrigen Götter, die Keulen ergriffen haltend, mit überaus kostbaren Armreifen, Ohrringen, Kronen und prächtigem Gewand geschmückt.
Wort für Wort
tasminn atītya munayaḥ ṣaḍ asajjamānāḥ kakṣāḥ
in jenem, sechs Umfriedungen überschreitend, die Weisen, ohne daran zu haften
samāna-vayasāv atha saptamāyām
die beiden Gleichaltrigen, dann in der siebten
devāv acakṣata gṛhīta-gadau
die beiden Götter erblickten sie, mit ergriffenen Keulen
parārdhya-keyūra-kuṇḍala-kirīṭa-viṭaṅka-veṣau
mit überaus kostbaren Armreifen, Ohrringen, Kronen, Gewand geschmückt
Mit einer von berauschten Bienen umschwärmten Waldblumengirlande umgürtet, die zwischen ihren vier dunklen Armen ruhte, mit gekrümmten Brauen und deutlich hervortretenden, rötlichen Blicken, ein wenig Heftigkeit zeigend...
Wort für Wort
matta-dvirepha-vanamālikayā nivītau
mit einer von berauschten Bienen umschwärmten Waldblumengirlande umgürtet
vinyastayāsita-catuṣṭaya-bāhu-madhye
gelegt zwischen ihren vier dunklen Armen
vaktraṁ bhruvā kuṭilayā sphuṭa-nirgamābhyām
[ihr] Gesicht, mit gekrümmter Braue, deutlich hervortretend
raktekṣaṇena ca manāg rabhasaṁ dadhānau
und mit rötlichem Blick, ein wenig Heftigkeit annehmend
dvāry etayor niviviśur miṣator apṛṣṭvā pūrvā yathā puraṭa-vajra-kapāṭikā yāḥ | sarvatra te 'viṣamayā munayaḥ sva-dṛṣṭyā ye sañcaranty avihatā vigatābhiśaṅkāḥ
Am Tor dieser beiden traten sie ein, ohne zu fragen, während jene zusahen - wie sie zuvor durch die aus Gold und Diamant bestehenden Türflügel geschritten waren -, denn die Weisen, mit ihrem alle Dinge gleich betrachtenden Blick, wandeln überall ungehindert und frei von Argwohn umher.
Wort für Wort
dvāry etayor niviviśur miṣator apṛṣṭvā
am Tor dieser beiden traten sie ein, ohne zu fragen, während [jene] zusahen
pūrvā yathā puraṭa-vajra-kapāṭikā yāḥ
wie zuvor, [durch] die aus Gold und Diamant bestehenden Türflügel
sarvatra te 'viṣamayā munayaḥ sva-dṛṣṭyā
überall die unparteiischen Weisen, mit ihrem eigenen Blick
Sie erblickend - die vier, nur mit Wind bekleideten Kumāras, uralt und doch von fünfjähriger Gestalt, die die Wahrheit des Selbst kennen - hinderten die beiden Wächter, deren Wesensart dem Erhabenen zuwiderlief, sie, die solcher Behandlung Unwürdigen, mit dem Stab am Eintritt, über deren Glanz spottend.
Wort für Wort
tān vīkṣya vāta-raśnāṁś caturaḥ kumārān
sie erblickend, die vier, mit Wind[luft] als Gürtel, Kumāras
vṛddhān daśārdha-vayaso viditātma-tattvān
die alten, von fünfjährigem Aussehen, die die Wahrheit des Selbst kennen
vetreṇa cāskhalayatām atad-arhaṇāṁs tau
und mit dem Stab hinderten sie die beiden, die dessen Unwürdigen
tejo vihasya bhagavat-pratikūla-śīlau
über [deren] Glanz lachend, deren Wesensart dem Erhabenen widerstrebte
tābhyāṁ miṣatsv animiṣeṣu niṣidhyamānāḥ svarhattamā hy api hareḥ pratihāra-pābhyām | ūcuḥ suhṛttama-didṛkṣita-bhaṅga īṣat kāmānujena sahasā ta upaplutākṣāḥ
Von diesen beiden, während die unsterblichen Götter zusahen, am Eintritt gehindert - obwohl sie fürwahr höchste Verehrung verdienten -, sprachen sie, deren Verlangen, den besten Freund zu sehen, ein wenig durchkreuzt war, und deren Augen sich plötzlich, durch den jüngeren Bruder des Verlangens, röteten.
Wort für Wort
tābhyāṁ miṣatsv animiṣeṣu niṣidhyamānāḥ
von diesen beiden, während die Unsterblichen zusahen, [am Eintritt] gehindert
svarhattamā hy api hareḥ pratihāra-pābhyām
obwohl [sie] die höchste Verehrung fürwahr verdienten, durch die beiden Torwächter Haris
ūcuḥ suhṛttama-didṛkṣita-bhaṅga īṣat
sprachen sie, das Verlangen, den besten Freund zu sehen, ein wenig gebrochen
kāmānujena sahasā ta upaplutākṣāḥ
durch den jüngeren Bruder des Verlangens [Zorn], plötzlich, sie, deren Augen überflutet [gerötet] waren
ko vām ihaitya bhagavat-paricaryayoccais tad-dharmiṇāṁ nivasatāṁ viṣamaḥ svabhāvaḥ | tasmin praśānta-puruṣe gata-vigrahe vāṁ ko vātmavat kuhakayoḥ pariśaṅkanīyaḥ
'Wer hat euch beiden, die ihr hierher gekommen seid, um dem Erhabenen in erhabenem Dienst zu dienen, unter denen, die hier, seinem Dharma folgend, wohnen, eine solch parteiische Wesensart eingegeben? Bei jenem völlig friedvollen, streitfreien Puruṣa - wer sollte da, euch beiden Täuschenden gegenüber, wie sich selbst gegenüber, Argwohn hegen?'
Wort für Wort
ko vām ihaitya bhagavat-paricaryayoccais
wer, hierher gekommen, durch den Dienst am Erhabenen, überaus [erhoben]
tad-dharmiṇāṁ nivasatāṁ viṣamaḥ svabhāvaḥ
bei den seinem Dharma [Folgenden], die [hier] wohnen, [eine solche] ungleiche Wesensart
tasmin praśānta-puruṣe gata-vigrahe vām
bei jenem völlig friedvollen Puruṣa, der frei von Streit ist, für euch beide
ko vātmavat kuhakayoḥ pariśaṅkanīyaḥ
wer sollte, wie das Selbst, bei euch beiden Betrügerischen argwöhnisch sein
[?] Rede der Kumāras an die Torwaechter, syntaktisch anspruchsvoll; unabhaengig aus der Grammatik erschlossen.
na hy antaraṁ bhagavatīha samasta-kukṣāv ātmānam ātmani nabho nabhasīva dhīrāḥ | paśyanti yatra yuvayoḥ sura-liṅginoḥ kiṁ vyutpāditaṁ hy udara-bhedi bhayaṁ yato 'sya
'Denn im Erhabenen, dessen Bauch das Ganze umfasst, gibt es keinen Unterschied - die Weisen erblicken darin das Selbst im Selbst, wie Raum im Raum. Wie also konnte bei euch beiden, die ihr die Kennzeichen von Göttern tragt, jene im Innersten wurzelnde Furcht entstehen?'
Wort für Wort
na hy antaraṁ bhagavatīha samasta-kukṣāv
denn es gibt keinen Unterschied im Erhabenen hier, dessen Bauch das Ganze [umfasst]
ātmānam ātmani nabho nabhasīva dhīrāḥ
[zwischen] dem Selbst im Selbst, wie Raum im Raum, die Weisen
paśyanti yatra yuvayoḥ sura-liṅginoḥ kim
erblicken [dies], wo bei euch beiden, mit Götter-Kennzeichen versehenen, was
vyutpāditaṁ hy udara-bhedi bhayaṁ yato 'sya
wurde hervorgebracht, die im Inneren [wurzelnde] Furcht, wodurch
tad vām amuṣya paramasya vikuṇṭha-bhartuḥ kartuṁ prakṛṣṭam iha dhīmahi manda-dhībhyām | lokān ito vrajatam antara-bhāva-dṛṣṭyā pāpīyasas traya ime ripavo 'sya yatra
'Deshalb erwägen wir, was für euch beide, von geringem Verstand, gegenüber jenem Höchsten, dem Herrn von Vaikuṇṭha, am angemessensten zu tun sei: Geht fort von hier in jene Welten - gemäß eurem jetzt offenbarten inneren Wesen -, worin diese drei sündhaftesten Feinde des Selbst walten.'
Wort für Wort
tad vām amuṣya paramasya vikuṇṭha-bhartuḥ
deshalb, für euch beide, jenes Höchsten, des Herrn von Vaikuṇṭha
kartuṁ prakṛṣṭam iha dhīmahi manda-dhībhyām
zu tun das Angemessenste hier, wir bedenken, für euch beide von geringem Verstand
lokān ito vrajatam antara-bhāva-dṛṣṭyā
geht fort von hier in [andere] Welten, mit dem Blick auf [euer] inneres Wesen
pāpīyasas traya ime ripavo 'sya yatra
der Sündhaftesten, diese drei Feinde seiner, worin
Als die beiden dies vernahmen, erkannten sie den schrecklichen, durch keine Waffenmenge abwendbaren Brahmanenfluch; sogleich, die beiden Gefolgsleute Haris, überaus erschreckt, fielen sie, deren Füße ergreifend, mit überaus großer Angst nieder.
Wort für Wort
teṣām itīritam ubhāv avadhārya ghoram
jene beiden, dies vernehmend, den schrecklichen
taṁ brahma-daṇḍam anivāraṇam astra-pūgaiḥ
jenen Brahmanenfluch, unabwendbar durch Waffenmengen
sadyo harer anucarāv uru bibhyatas tat-
sogleich, die beiden Gefolgsleute Haris, überaus erschreckt, dessen
pāda-grahāv apatatām atikātareṇa
die Füße ergreifend, fielen sie nieder, mit überaus großer Angst
bhūyād aghoni bhagavadbhir akāri daṇḍo yo nau hareta sura-helanam apy aśeṣam | mā vo 'nutāpa-kalayā bhagavat-smṛti-ghno moho bhaved iha tu nau vrajator adho 'dhaḥ
'Möge die von euch Erhabenen an dem Sündigen verhängte Strafe uns beide von der ganzen Missachtung der Götter befreien; möge euch nicht, durch das Maß der Reue, die die Erinnerung an den Erhabenen zerstört, Verwirrung befallen - während wir aber hier immer tiefer hinabsteigen.'
Wort für Wort
bhūyād aghoni bhagavadbhir akāri daṇḍo
möge, an den Sündigen, von euch Erhabenen die Strafe verhängt
yo nau hareta sura-helanam apy aśeṣam
die uns beide [von] der Missachtung der Götter gänzlich befreien möge
mā vo 'nutāpa-kalayā bhagavat-smṛti-ghno
nicht möge euch durch das Maß der Reue, das die Erinnerung an den Erhabenen zerstört
moho bhaved iha tu nau vrajator adho 'dhaḥ
Verwirrung entstehen, hier aber für uns beide, während wir immer tiefer hinabgehen
So eben in diesem Augenblick, der Erhabene mit dem Lotos-Nabel, der Herz-Liebling der Edlen, die Übertretung der Seinigen erkennend, ging dorthin, seine von den großen Paramahaṁsa-Weisen ersehnten Füße bewegend, zusammen mit Śrī.
Wort für Wort
evaṁ tadaiva bhagavān aravinda-nābhaḥ
so eben da, der Erhabene, mit dem Lotos-Nabel
svānāṁ vibudhya sad-atikramam ārya-hṛdyaḥ
der Seinigen, die Übertretung der Guten erkennend, dem Edlen Herz-Lieber
tasmin yayau paramahaṁsa-mahā-munīnām
dorthin ging er, der Paramahaṁsa-großen Weisen
anveṣaṇīya-caraṇau calayan saha-śrīḥ
dessen zu suchende Füße, [sie] bewegend, zusammen mit Śrī
taṁ tv āgataṁ pratihṛtaupayikaṁ sva-pumbhis te 'cakṣatākṣa-viṣayaṁ sva-samādhi-bhāgyam | haṁsa-śriyor vyajanayoḥ śiva-vāyu-lolac-chubhrātapatra-śaśi-kesara-śīkarāmbum
Ihn aber, den Kommenden, von seinen eigenen Dienern mit den geeigneten Ehrenzeichen empfangen, erblickten sie - zum Gegenstand ihrer Augen geworden, das Glück ihrer eigenen Versenkung -, begleitet von den beiden schwanenweißen, wohltuenden Wind verbreitenden Fächern und dem weißen, mondgleichen Schirm, dessen Ränder feine Wassertröpfchen verströmten.
Wort für Wort
taṁ tv āgataṁ pratihṛtaupayikaṁ sva-pumbhis
ihn aber, den kommenden, mit den geeigneten [Insignien] von seinen eigenen Dienern empfangenen
te 'cakṣatākṣa-viṣayaṁ sva-samādhi-bhāgyam
sie erblickten [ihn], zum Gegenstand der Augen geworden, das Glück ihrer eigenen Versenkung
haṁsa-śriyor vyajanayoḥ śiva-vāyu-lolac-
der beiden schwanenschönen Fächer, mit wohltuendem, beweglichem Wind
chubhrātapatra-śaśi-kesara-śīkarāmbum
und den weißen Schirm, dem Mond gleich, dessen Filamente Wassertröpfchen verstreuen
Dessen von vollkommener Gnade heiteres Antlitz eine begehrenswerte Wohnstätte war, der mit dem Maß seines liebevollen Blickes das Herz berührte, an dessen dunkler, breiter Brust, geschmückt durch Śrī, er gleichsam das Kronjuwel des Himmels beglückte, seine eigene Wohnstätte.
Wort für Wort
kṛtsna-prasāda-sumukhaṁ spṛhaṇīya-dhāma
dessen Antlitz von vollkommener Gnade heiter war, begehrenswerte Wohnstätte
snehāvaloka-kalayā hṛdi saṁspṛśantam
der mit dem Maß des liebevollen Blickes das Herz berührte
śyāme pṛthāv urasi śobhitayā śriyā
an [seiner] dunklen, breiten Brust, geschmückt durch Śrī
svaś-cūḍāmaṇiṁ subhagayantam ivātma-dhiṣṇyam
das Kronjuwel des Himmels, gleichsam beglückend, sein eigener Sitz
Mit gelbem Gewand über der breiten Hüfte, funkelnd mit dem klingenden Gürtel und der Waldblumengirlande, den anmutigen Armreif am Unterarm - die eine Hand auf die Schulter des Sohnes der Vinatā [Garuḍa] gelegt, mit der anderen den Lotos schwingend.
Wort für Wort
pītāṁśuke pṛthu-nitambini visphurantyā
im gelben Gewand, an der breiten Hüfte, funkelnd
kāñcyālibhir virutayā vana-mālayā ca
mit dem Gürtel, dessen Glöckchen ertönten, und mit der Waldblumengirlande
valgu-prakoṣṭha-valayaṁ vinatā-sutāṁse
den anmutigen Armreif am Unterarm, auf der Schulter des Sohnes der Vinatā
vinyasta-hastam itareṇa dhunānam abjam
die Hand gelegt, mit der anderen den Lotos schwingend
vidyut-kṣipan-makara-kuṇḍala-maṇḍanārha-gaṇḍa-sthalonnasa-mukhaṁ maṇimat-kirīṭam | dor-daṇḍa-ṣaṇḍa-vivare haratā parārdhya-hāreṇa kandhara-gatena ca kaustubhena
Sein Antlitz mit den den Blitz übertreffenden, würdigen Makara-Ohrringen geschmückten Wangen, mit erhabener Nase, die juwelenbesetzte Krone, und in der Öffnung zwischen den mächtigen Armen die kostbare Halskette und das am Hals befindliche Kaustubha-Juwel tragend.
Wort für Wort
vidyut-kṣipan-makara-kuṇḍala-maṇḍanārha-
den Blitz übertreffenden, mit Makara-Ohrringen geschmückten, würdigen
gaṇḍa-sthalonnasa-mukhaṁ maṇimat-kirīṭam
Wangen, mit erhabener Nase, [sein] Antlitz, die juwelenbesetzte Krone
dor-daṇḍa-ṣaṇḍa-vivare haratā parārdhya-
in der Öffnung zwischen den Armstäben, tragend, den kostbaren
hāreṇa kandhara-gatena ca kaustubhena
mit der Halskette und dem am Hals befindlichen Kaustubha
Und da war, gleichsam hinzugefügt, das Lächeln der Indirā - seine durch den Geist der ihm Zugehörigen gestaltete, an mannigfacher Vollkommenheit reiche Gestalt, die mir, Bhava und euch allen teuer ist -, sie verneigten sich, ihn mit unersättlichem Blick betrachtend, mit einer Freude, die mit keinen Worten auszudrücken war.
Wort für Wort
atropasṛṣṭam iti cotsmitam indirāyāḥ
hierher hinzugefügt, so, und das Lächeln der Indirā
svānāṁ dhiyā viracitaṁ bahu-sauṣṭhavāḍhyam
durch den Geist der Seinigen gestaltet, reich an Vollkommenheit
mahyaṁ bhavasya bhavatāṁ ca bhajantam aṅgam
[zugehörig] zu mir, zu Bhava und zu euch, [dies] verehrend, den Körper
nemur nirīkṣya na vitṛpta-dṛśo mudā kaiḥ
sie verneigten sich, [ihn] betrachtend, mit unersättlichem Blick, vor Freude, unbeschreiblich
[?] Vers stark verdichtet und bildreich; unabhaengig aus der Grammatik erschlossen, mit Unsicherheit ueber einzelne Wortbezuege.
Der von den Lotos-Staubfäden vermischte, den Duft des Tulasī-Nektars tragende Wind von den Lotosfüßen des Lotosäugigen drang durch die eigenen Nasenöffnungen ein und bewirkte bei jenen - selbst bei den dem Unvergänglichen Ergebenen - eine Erregung in Geist und Körper.
Wort für Wort
tasyāravinda-nayanasya padāravinda-
dessen, des Lotosäugigen, Lotosfüße
kiñjalka-miśra-tulasī-makaranda-vāyuḥ
der mit Staubfäden vermischte, Tulasī-Nektar-Duft [tragende] Wind
antar-gataḥ sva-vivareṇa cakāra teṣām
durch die eigenen Öffnungen eindringend, bewirkte er bei jenen
saṅkṣobham akṣara-juṣām api citta-tanvoḥ
eine Erregung, selbst bei den dem Unvergänglichen Ergebenen, in Geist und Körper
Sie aber, emporblickend zu jenem dunkelblauen, lotoskelchgleichen Antlitz mit dem noch schöneren, durch die jasminweißen Zähne gezierten Lächeln der Unterlippe, die Segnung erlangt habend, richteten wiederum ihren Blick auf seine beiden, mit rötlich-juwelenglänzenden Nägeln versehenen Füße.
Wort für Wort
te vā amuṣya vadanāsita-padma-kośam
sie aber, jenes dunkelblaue Lotoskelch-Antlitz
udvīkṣya sundaratarādhara-kunda-hāsam
emporblickend, mit dem schöneren, [durch] Jasmin[zähne] gezierten Lächeln der Unterlippe
labdhāśiṣaḥ punar avekṣya tadīyam aṅghri-
die Segnung erlangt habend, wiederum betrachtend, seine Füße
dvandvaṁ nakhāruṇa-maṇi-śrayaṇaṁ nidadhyuḥ
das Paar, mit rötlichen Nagel-Juwelen versehen, richteten sie [ihren Blick]
Sie priesen gemeinsam die männliche Gestalt - den Sitz der Meditation für die Menschen, die hier durch Yoga-Pfade den höchsten Weg suchen, hochgeschätzt und für die Augen erfreulich - versehen mit den acht angeborenen, ihm allein eigenen Vollkommenheiten.
Wort für Wort
puṁsāṁ gatiṁ mṛgayatām iha yoga-mārgaiḥ
der Menschen, die den Weg suchen, hier durch Yoga-Pfade
dhyānāspadaṁ bahu-mataṁ nayanābhirāmam
den Sitz der Meditation, hochgeschätzt, für die Augen erfreulich
pauṁsnaṁ vapur darśayānam ananya-siddhair
die männliche Gestalt zeigend, mit den ihm allein eigenen
autpattikaiḥ samagṛṇan yutam aṣṭa-bhogaiḥ
angeborenen, [von den Weisen] gepriesen, mit den acht Vollkommenheiten versehen
yo 'ntarhito hṛdi gato 'pi durātmanāṁ tvaṁ so 'dyaiva no nayana-mūlam ananta rāddhaḥ | yarhy eva karṇa-vivareṇa guhāṁ gato naḥ pitrānuvarṇita-rahā bhavad-udbhavena
'Der du, verborgen, obwohl im Herzen der Übelgesinnten weilend, bist eben heute für uns zur Grundlage unserer Augen geworden, o Unendlicher, sobald du durch die Öffnung unserer Ohren in die Höhle unseres Herzens gelangtest - das von unserem Vater beschriebene Geheimnis, durch dein nunmehriges Erscheinen bestätigt.'
Wort für Wort
yo 'ntarhito hṛdi gato 'pi durātmanāṁ tvam
der du, verborgen, obwohl im Herzen der Übelgesinnten weilend, du
so 'dyaiva no nayana-mūlam ananta rāddhaḥ
bist eben heute für uns zur Wurzel der Augen gelangt, o Unendlicher
yarhy eva karṇa-vivareṇa guhāṁ gato naḥ
sobald du eben durch die Ohröffnung in die Höhle gelangtest, unsere
pitrānuvarṇita-rahā bhavad-udbhavena
vom Vater beschriebenes Geheimnis, durch dein Erscheinen
'Dich erkennen wir, o Erhabener, als die höchste Wahrheit des Selbst, der du jetzt durch dein Sattva diesen Geweihten Freude bereitest - dich, dessen Herzensknoten die entsagten Weisen durch von Reue erkannten, festen Bhakti-Yoga zu lösen wissen.'
Wort für Wort
taṁ tvāṁ vidāma bhagavan param ātma-tattvam
dich, dich erkennen wir, o Erhabener, als die höchste Wahrheit des Selbst
sattvena samprati ratiṁ racayantam eṣām
durch Sattva jetzt Freude bereitend diesen
yat te 'nutāpa-viditair dṛḍha-bhakti-yogair
dessen, durch von Reue erkannten, festen Bhakti-Yoga
nātyantikaṁ vigaṇayanty api te prasādaṁ kimv anyad arpita-bhayaṁ bhruva unnayais te | ye 'ṅga tvad-aṅghri-śaraṇā bhavataḥ kathāyāḥ kīrtanya-tīrtha-yaśasaḥ kuśalā rasa-jñāḥ
'Nicht einmal die endgültige Befreiung achten die, o Herr, die zu deinen Füßen Zuflucht genommen haben - was denn erst die Furcht, die andere durch das Heben deiner Braue erhalten -, sie, die geschickt sind und den wahren Geschmack deiner preisenswerten, reinigenden Erzählung kennen.'
Wort für Wort
nātyantikaṁ vigaṇayanty api te prasādam
nicht einmal die endgültige Befreiung achten sie, deine Gnade
kimv anyad arpita-bhayaṁ bhruva unnayais te
was denn anderes, [wenn] Furcht dargebracht wird, durch das Heben deiner Braue
ye 'ṅga tvad-aṅghri-śaraṇā bhavataḥ kathāyāḥ
die, o Herr, zu deinen Füßen Zuflucht genommen habend, deiner Erzählung
kīrtanya-tīrtha-yaśasaḥ kuśalā rasa-jñāḥ
preisenswerten, reinigenden Ruhmes, geschickt, die den Geschmack kennen
kāmaṁ bhavaḥ sva-vṛjinair nirayeṣu naḥ stāc ceto 'livad yadi nu te padayo rameta | vācaś ca nas tulasivad yadi te 'ṅghri-śobhāḥ pūryeta te guṇa-gaṇair yadi karṇa-randhraḥ
'Mag unser Dasein, um unserer eigenen Sünden willen, meinetwegen in den Höllen sein - wenn nur unser Geist, wie eine Biene, an deinen Füßen Freude finde, und unsere Rede, wie die Tulasī, die Zierde deiner Füße besinge, und unsere Ohröffnung sich mit deinen vielfältigen Eigenschaften fülle.'
Wort für Wort
kāmaṁ bhavaḥ sva-vṛjinair nirayeṣu naḥ stāt
mag [unser] Dasein durch unsere eigenen Sünden in den Höllen sein
ceto 'livad yadi nu te padayo rameta
wenn nur unser Geist, wie eine Biene, sich an deinen Füßen erfreue
vācaś ca nas tulasivad yadi te 'ṅghri-śobhāḥ
und unsere Rede, wie Tulasī, wenn [sie] die Zierde deiner Füße [besingt]
pūryeta te guṇa-gaṇair yadi karṇa-randhraḥ
möge sich füllen, wenn mit deinen Eigenschaften unsere Ohröffnung [erfüllt wird]
prāduścakartha yad idaṁ puruhūta rūpaṁ teneśa nirvṛtim avāpur alaṁ dṛśo naḥ | tasmā idaṁ bhagavate nama id vidhema yo 'nātmanāṁ durudayo bhagavān pratītaḥ
'Dass du diese Gestalt offenbart hast, o Vielgerufener - dadurch, o Herr, erlangten unsere Augen vollauf Zufriedenheit; ihm, diesem Erhabenen, der für die des Selbst Unkundigen schwer zu erreichen ist und uns nun offenbar geworden ist, wollen wir Verehrung erweisen.'
Wort für Wort
prāduścakartha yad idaṁ puruhūta rūpam
dass du diese Gestalt offenbart hast, o Vielgerufener
teneśa nirvṛtim avāpur alaṁ dṛśo naḥ
dadurch, o Herr, erlangten unsere Augen vollauf Zufriedenheit
tasmā idaṁ bhagavate nama id vidhema
ihm, diesem Erhabenen, wollen wir Verehrung erweisen
yo 'nātmanāṁ durudayo bhagavān pratītaḥ
der für die Nicht-Selbst[verwirklichten] schwer zu erreichen ist, der Erhabene, [uns] offenbar geworden