Kapitel 194: Purūravā-putra-vaṁśa-varṇana
Die Dynastien der Söhne Purūravās
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Und [ein weiterer Sohn hieß] Anenas, o Herrscher der Könige. Höre nun die Nachkommenschaft Kṣatravṛddhas: Von Suhotra, dem Sohn Kṣatravṛddhas, gab es drei Söhne.
Wort für Wort
anenāḥ
Anenas [Name]
iti
so [genannt]
rājendra
o Herrscher der Könige [Parīkṣit]
śṛṇu
höre
kṣatravṛdhaḥ anvayam
das Geschlecht Kṣatravṛddhas
kṣatravṛddha-sutasya
des Sohnes Kṣatravṛddhas
āsan
es gab
suhotrasya
Suhotras
ātmajāḥ trayaḥ
drei Söhne
[Anm.: Anenas erscheint in parallelen Purāṇa-Listen als fünfter Sohn Āyus (neben Nahuṣa, Kṣatravṛddha, Rajī, Rābha); der Vers selbst benennt ihn nur beiläufig, bevor das Thema zu Kṣatravṛddhas Linie wechselt.]
yajñabhug vāsudevāṃśaḥ smṛtamātrārtināśanaḥ
tatputraḥ ketumān asya jajñe bhīmarathastataḥ
der Genießer der Opfer, eine Teilinkarnation Vāsudevas, der, sobald man sich seiner nur erinnert, alles Leid vernichtet. Dessen Sohn war Ketumān; von ihm wurde Bhīmaratha geboren.
Wort für Wort
yajña-bhuk
der Genießer der Opfer
vāsudeva-aṃśaḥ
eine Teilerscheinung Vāsudevas
smṛta-mātra-ārti-nāśanaḥ
der, sobald man sich seiner nur erinnert, alles Leid vernichtet
divodāso dyumāṃstasmāt pratardana iti smṛtaḥ
sa eva śatrujidvatsa ṛtadhvaja itīritaḥ
tathā kuvalayāśveti prokto 'larkādayastataḥ
Von ihm [Bhīmaratha] stammte Divodāsa; [dessen Sohn war] Dyumān, der als Pratardana bekannt ist. Eben dieser wird auch Śatrujit, Vatsa und Ṛtadhvaja genannt, ebenso Kuvalayāśva. Von ihm stammten Alarka und andere [Söhne].
ṣaṣṭiṃ varṣasahasrāṇi ṣaṣṭiṃ varṣaśatāni ca
nālarkādaparo rājan bubhuje medinīṃ yuvā
Sechzigtausend Jahre und sechzig Jahrhunderte [zusammen sechsundsechzigtausend Jahre] beherrschte, o König, niemand außer Alarka die Erde als [ewig junger] Jüngling.
Wort für Wort
ṣaṣṭim varṣa-sahasrāṇi
sechzigtausend Jahre
ṣaṣṭim varṣa-śatāni ca
und sechzig Jahrhunderte
na
nicht
alarkāt aparaḥ
ein anderer als Alarka
rājan
o König
bubhuje
beherrschte, genoss
medinīm
die Erde
yuvā
als Jüngling
[Anm.: Bezieht sich auf die bekannte Legende von Alarkas außergewöhnlich langer, jugendlicher Herrschaft (66.000 Jahre) kraft eines Segens.]
Von ihm [Satyaketu] kam Dhṛṣṭaketu, von ihm Sukumāra, der Herrscher der Erde. Dessen Sohn war Vītihotra; von ihm kam Bharga; von ihm, o König, entstand Bhārgabhūmi.
So waren dies die Herrscher von Kāśi, welche der Linie Kṣatravṛddhas folgten. Rābhas Sohn war Rabhasa; dessen Sohn war Gambhīra, und von ihm kam Akriya.
In jener Familie wurde ein Kenner des Brahman geboren. Höre nun das Geschlecht des Anenas: Von ihm kam Śuddha, von ihm Śuci, von ihm Citrakṛt, auch Dharmasārathi genannt.
Wort für Wort
tad-gotram
in jener Familie
brahma-vit
ein Kenner des Brahman
jajñe
wurde geboren
śṛṇu
höre
vaṃśam anenasaḥ
das Geschlecht des Anenas
śuddhaḥ
Śuddha
tataḥ
von ihm
śuciḥ
Śuci
tasmāt
von ihm
citrakṛt
Citrakṛt
dharma-sārathiḥ
[auch] Dharmasārathi [genannt]
[Anm.: Der 'Kenner des Brahman' in Akriyas Linie bleibt im Vers unbenannt; danach wechselt das Thema zur zuvor in Vers 2 erwähnten Linie des Anenas.]
tataḥ śāntarajo jajñe kṛtakṛtyaḥ sa ātmavān
rajeḥ pañcaśatānyāsan putrāṇāmamitaujasām
Von ihm wurde Śāntaraja geboren, der sein Ziel erreicht hatte und selbstbeherrscht war. – Rajī hatte fünfhundert Söhne von unermesslicher Kraft.
Wort für Wort
tataḥ
von ihm
śānta-rajaḥ
Śāntaraja
jajñe
wurde geboren
kṛta-kṛtyaḥ
einer, der sein Ziel erreicht hatte
saḥ ātmavān
er, der Selbstbeherrschte
rajeḥ
Rajīs
pañca-śatāni āsan
es gab fünfhundert
putrāṇām
Söhne
amita-ojasām
von unermesslicher Kraft
[Anm.: Ab hier wechselt das Thema zu Rajī, dem in Vers 1 genannten dritten Sohn Āyus; die folgenden Verse 13-16 schildern die bekannte Erzählung von Rajīs Söhnen und Indra.]
Von den Göttern gebeten, tötete er [Rajī] die Daityas und gab Indra den Himmel zurück. Indra, der ihm diesen wiederum [zum Geschenk] anbot, ergriff Rajīs Füße [in Ehrerbietung]
ātmānamarpayāmāsa prahrādādyariśaṅkitaḥ
pitaryuparate putrā yācamānāya no daduḥ
und unterwarf sich [ihm], aus Furcht vor den Feinden, angefangen mit Prahrāda. Als der Vater [Rajī] verstorben war, gaben die Söhne dem bittenden [Indra] nicht [den Himmel zurück].
Wort für Wort
ātmānam arpayāmāsa
er übergab/unterwarf sich selbst
prahrāda-ādi-ari-śaṅkitaḥ
aus Furcht vor den Feinden angefangen mit Prahrāda
Rajīs Söhne eigneten sich den Himmel und die Mahendra [Indra] zustehenden Opferanteile an. Während vom Guru [Bṛhaspati] im Feuer geopfert wurde, [erschlug] der Bezwinger Balas [Indra] die Söhne Rajīs –
avadhīdbhraṃśitān mārgān na kaścidavaśeṣitaḥ
kuśāt pratiḥ kṣātravṛddhāt sañjayastatsuto jayaḥ
– er erschlug sie, die vom rechten Pfad abgeirrt waren; kein Einziger blieb übrig. Von Kuśa, dem Nachkommen aus der Linie Kṣatravṛddhas, entstand Prati; dessen Sohn war Sañjaya; dessen Sohn war Jaya.
Von ihm [Jaya] kam Kṛta, und von Kṛta wiederum wurde König Haryabala geboren. Von ihm ging Sahadeva hervor [?]; Jayasena aber war dessen Sohn.
Wort für Wort
tataḥ
von ihm
kṛtaḥ
Kṛta
kṛtasya api
auch von Kṛta
jajñe
wurde geboren
haryabalaḥ nṛpaḥ
König Haryabala
sahadevaḥ
Sahadeva
tataḥ hīnaḥ
von ihm hervorgegangen [?]
jayasenaḥ tu
Jayasena aber
tat-sutaḥ
dessen Sohn
[Anm.: Die genaue Bedeutung von 'hīnaḥ' ('von ihm hervorgegangen'/'ihm gegenüber geringer') bleibt unsicher; hier als neutrale Abstammungsangabe wiedergegeben.]
saṅkṛtistasya ca jayaḥ kṣatradharmā mahārathaḥ
kṣatravṛddhānvayā bhūpā ime śṛṇv atha nāhuṣān
Dessen Sohn war Saṅkṛti, und dessen Sohn war Jaya, genannt Kṣatradharmā, ein großer Wagenkämpfer. Dies waren die Könige aus der Linie Kṣatravṛddhas; höre nun von den Nachkommen Nahuṣas.