Quellen der Menschheit

Mahābhārata · Udyogaparva

Kapitel 10: Sainyoddyoga-parva (10) Śalyas Erzählung (Fortsetzung): Vṛtras Tötung und Indras zwiefache Sünde

Fortsetzung der Vṛtra-Erzählung: Auf Rat Viṣṇus schließen die Weisen zwischen Vṛtra und Indra einen Waffenstillstand, in dem sich Indra verpflichtet, Vṛtra nicht durch Trockenes/Feuchtes, Stein/Holz, Waffe/Blitz, bei Tag oder Nacht zu töten. Indra bricht diesen Eid formal-juristisch, aber inhaltlich verräterisch: In der Dämmerung (weder Tag noch Nacht) tötet er Vṛtra mit Meeresschaum (weder trocken noch feucht, keine Waffe), in dem sich der unsichtbare Viṣṇu verborgen hält. Nach Vṛtras Tod wird Indra von der doppelten Sünde des Brahmanenmords (Triśiras, vorheriges Kapitel) und des Bündnisbruchs/der Lüge überwältigt, verschwindet verborgen im Wasser, und die Welt versinkt ohne Götterkönig in Dürre und Chaos.

indra uvāca sarvaṃ vyāptam idaṃ devā vṛtreṇa jagad avyayam na hy asya sadṛśaṃ kiṃ cit pratighātāya yad bhavet

Indra sprach: „Das ganze unvergängliche Weltall hier ist von Vṛtra überflutet, ihr Götter; es gibt nichts, das ihm gleichkäme, um ihn abzuwehren.

Wort für Wort
indra uvāca sarvaṃ vyāptam idaṃ devā vṛtreṇa jagad avyayam na hy asya sadṛśaṃ kiṃ cit pratighātāya yad bhavet
Indra sprach: „Das ganze unvergängliche Weltall hier ist von Vṛtra überflutet, ihr Götter; es gibt nichts, das ihm gleichkäme, um ihn abzuwehren.

samartho hy abhavaṃ pūrvam asamartho 'smi sāṃpratam kathaṃ kuryāṃ nu bhadraṃ vo duṣpradharṣaḥ sa me mataḥ

Früher war ich fähig, jetzt bin ich es nicht mehr; wie soll ich nun handeln - Segen sei mit euch -, er scheint mir unbezwingbar.

Wort für Wort
samartho hy abhavaṃ pūrvam asamartho 'smi sāṃpratam kathaṃ kuryāṃ nu bhadraṃ vo duṣpradharṣaḥ sa me mataḥ
Früher war ich fähig, jetzt bin ich es nicht mehr; wie soll ich nun handeln - Segen sei mit euch -, er scheint mir unbezwingbar.

tejasvī ca mahātmā ca yuddhe cāmitavikramaḥ graset tribhuvanaṃ sarvaṃ sadevāsuramānuṣam

Glanzvoll und hochherzig, von unermesslicher Kraft im Kampf, würde er die ganze Dreiwelt samt Göttern, Dämonen und Menschen verschlingen.

Wort für Wort
tejasvī ca mahātmā ca yuddhe cāmitavikramaḥ graset tribhuvanaṃ sarvaṃ sadevāsuramānuṣam
Glanzvoll und hochherzig, von unermesslicher Kraft im Kampf, würde er die ganze Dreiwelt samt Göttern, Dämonen und Menschen verschlingen.

tasmād viniścayam imaṃ śṛṇudhvaṃ me divaukasaḥ viṣṇoḥ kṣayam upāgamya sametya ca mahātmanā tena saṃmantrya vetsyāmo vadhopāyaṃ durātmanaḥ

Deshalb hört diesen meinen Entschluss, ihr Himmelsbewohner: Lasst uns zur Wohnstatt Viṣṇus gehen, mit dem Hochherzigen zusammenkommen, und nachdem wir uns mit ihm beraten haben, werden wir das Mittel zur Tötung des Bösgesinnten erfahren.“

Wort für Wort
tasmād viniścayam imaṃ śṛṇudhvaṃ me divaukasaḥ viṣṇoḥ kṣayam upāgamya sametya ca mahātmanā tena saṃmantrya vetsyāmo vadhopāyaṃ durātmanaḥ
Deshalb hört diesen meinen Entschluss, ihr Himmelsbewohner: Lasst uns zur Wohnstatt Viṣṇus gehen, mit dem Hochherzigen zusammenkommen, und nachdem wir uns mit ihm beraten haben, werden wir das Mittel zur Tötung des Bösgesinnten erfahren.“

śalya uvāca evam ukte maghavatā devāḥ sarṣigaṇās tadā śaraṇyaṃ śaraṇaṃ devaṃ jagmur viṣṇuṃ mahābalam

Śalya sprach: Nachdem Maghavan so gesprochen hatte, begaben sich die Götter samt den Scharen der Weisen zum schutzgewährenden, schützenden Gott, dem hochmächtigen Viṣṇu.

Wort für Wort
śalya uvāca evam ukte maghavatā devāḥ sarṣigaṇās tadā śaraṇyaṃ śaraṇaṃ devaṃ jagmur viṣṇuṃ mahābalam
Śalya sprach: Nachdem Maghavan so gesprochen hatte, begaben sich die Götter samt den Scharen der Weisen zum schutzgewährenden, schützenden Gott, dem hochmächtigen Viṣṇu.

ūcuś ca sarve deveśaṃ viṣṇuṃ vṛtrabhayārditāḥ tvayā lokās trayaḥ krāntās tribhir vikramaṇaiḥ prabho

Und alle, von der Furcht vor Vṛtra gepeinigt, sprachen zum Götterherrn Viṣṇu: „Von dir wurden die drei Welten mit drei Schritten durchmessen, Herr.

Wort für Wort
ūcuś ca sarve deveśaṃ viṣṇuṃ vṛtrabhayārditāḥ tvayā lokās trayaḥ krāntās tribhir vikramaṇaiḥ prabho
Und alle, von der Furcht vor Vṛtra gepeinigt, sprachen zum Götterherrn Viṣṇu: „Von dir wurden die drei Welten mit drei Schritten durchmessen, Herr.

amṛtaṃ cāhṛtaṃ viṣṇo daityāś ca nihatā raṇe baliṃ baddhvā mahādaityaṃ śakro devādhipaḥ kṛtaḥ

Der Nektar wurde geraubt, Viṣṇu, und die Daityas im Kampf erschlagen; nachdem du den großen Daitya Bali gebunden hattest, wurde Śakra zum Herrscher der Götter gemacht.

Wort für Wort
amṛtaṃ cāhṛtaṃ viṣṇo daityāś ca nihatā raṇe baliṃ baddhvā mahādaityaṃ śakro devādhipaḥ kṛtaḥ
Der Nektar wurde geraubt, Viṣṇu, und die Daityas im Kampf erschlagen; nachdem du den großen Daitya Bali gebunden hattest, wurde Śakra zum Herrscher der Götter gemacht.

tvaṃ prabhuḥ sarvalokānāṃ tvayā sarvam idaṃ tatam tvaṃ hi deva mahādevaḥ sarvalokanamaskṛtaḥ

Du bist der Herr aller Welten, von dir ist dies alles durchdrungen; du bist, o Gott, der große Gott, von allen Welten verehrt.

Wort für Wort
tvaṃ prabhuḥ sarvalokānāṃ tvayā sarvam idaṃ tatam tvaṃ hi deva mahādevaḥ sarvalokanamaskṛtaḥ
Du bist der Herr aller Welten, von dir ist dies alles durchdrungen; du bist, o Gott, der große Gott, von allen Welten verehrt.

gatir bhava tvaṃ devānāṃ sendrāṇām amarottama jagad vyāptam idaṃ sarvaṃ vṛtreṇāsurasūdana

Sei die Zuflucht der Götter samt Indra, du Vortrefflichster der Unsterblichen; diese ganze Welt ist von Vṛtra überflutet, du Bezwinger der Asuras.“

Wort für Wort
gatir bhava tvaṃ devānāṃ sendrāṇām amarottama jagad vyāptam idaṃ sarvaṃ vṛtreṇāsurasūdana
Sei die Zuflucht der Götter samt Indra, du Vortrefflichster der Unsterblichen; diese ganze Welt ist von Vṛtra überflutet, du Bezwinger der Asuras.“

viṣṇur uvāca avaśyaṃ karaṇīyaṃ me bhavatāṃ hitam uttamam tasmād upāyaṃ vakṣyāmi yathāsau na bhaviṣyati

Viṣṇu sprach: „Gewiss muss ich euer höchstes Wohl bewirken; deshalb werde ich das Mittel nennen, wodurch jener nicht mehr sein wird.

Wort für Wort
viṣṇur uvāca avaśyaṃ karaṇīyaṃ me bhavatāṃ hitam uttamam tasmād upāyaṃ vakṣyāmi yathāsau na bhaviṣyati
Viṣṇu sprach: „Gewiss muss ich euer höchstes Wohl bewirken; deshalb werde ich das Mittel nennen, wodurch jener nicht mehr sein wird.

gacchadhvaṃ sarṣigandharvā yatrāsau viśvarūpadhṛk sāma tasya prayuñjadhvaṃ tata enaṃ vijeṣyatha

Geht, samt den Weisen und Gandharven, dorthin, wo jener Vielgestaltige ist; wendet ihm gegenüber Besänftigung an, dann werdet ihr ihn besiegen.

Wort für Wort
gacchadhvaṃ sarṣigandharvā yatrāsau viśvarūpadhṛk sāma tasya prayuñjadhvaṃ tata enaṃ vijeṣyatha
Geht, samt den Weisen und Gandharven, dorthin, wo jener Vielgestaltige ist; wendet ihm gegenüber Besänftigung an, dann werdet ihr ihn besiegen.

bhaviṣyati gatir devāḥ śakrasya mama tejasā adṛśyaś ca pravekṣyāmi vajram asyāyudhottamam

Es wird eine Zuflucht für Śakra geben durch meine Kraft, ihr Götter; unsichtbar werde ich in seinen Blitz eingehen, die vortrefflichste seiner Waffen.

Wort für Wort
bhaviṣyati gatir devāḥ śakrasya mama tejasā adṛśyaś ca pravekṣyāmi vajram asyāyudhottamam
Es wird eine Zuflucht für Śakra geben durch meine Kraft, ihr Götter; unsichtbar werde ich in seinen Blitz eingehen, die vortrefflichste seiner Waffen.

gacchadhvam ṛṣibhiḥ sārdhaṃ gandharvaiś ca surottamāḥ vṛtrasya saha śakreṇa saṃdhiṃ kuruta māciram

Geht, zusammen mit den Weisen und Gandharven, ihr Vortrefflichsten der Götter, und schließt ohne Zögern zwischen Vṛtra und Śakra einen Waffenstillstand.“

Wort für Wort
gacchadhvam ṛṣibhiḥ sārdhaṃ gandharvaiś ca surottamāḥ vṛtrasya saha śakreṇa saṃdhiṃ kuruta māciram
Geht, zusammen mit den Weisen und Gandharven, ihr Vortrefflichsten der Götter, und schließt ohne Zögern zwischen Vṛtra und Śakra einen Waffenstillstand.“

śalya uvāca evam uktās tu devena ṛṣayas tridaśās tathā yayuḥ sametya sahitāḥ śakraṃ kṛtvā puraḥsaram

Śalya sprach: So von dem Gott angesprochen, gingen die Weisen und ebenso die Dreißig-Götter gemeinsam hin, wobei sie Śakra vorausgehen ließen.

Wort für Wort
śalya uvāca evam uktās tu devena ṛṣayas tridaśās tathā yayuḥ sametya sahitāḥ śakraṃ kṛtvā puraḥsaram
Śalya sprach: So von dem Gott angesprochen, gingen die Weisen und ebenso die Dreißig-Götter gemeinsam hin, wobei sie Śakra vorausgehen ließen.

samīpam etya ca tadā sarva eva mahaujasaḥ taṃ tejasā prajvalitaṃ pratapantaṃ diśo daśa

Als sie sich, alle von großer Kraft, näherten, erblickten sie jenen, der, von Glanz entflammt, die zehn Himmelsrichtungen versengte,

Wort für Wort
samīpam etya ca tadā sarva eva mahaujasaḥ taṃ tejasā prajvalitaṃ pratapantaṃ diśo daśa
Als sie sich, alle von großer Kraft, näherten, erblickten sie jenen, der, von Glanz entflammt, die zehn Himmelsrichtungen versengte,

grasantam iva lokāṃs trīn sūryācandramasau yathā dadṛśus tatra te vṛtraṃ śakreṇa saha devatāḥ

gleichsam die drei Welten verschlingend, wie Sonne und Mond zugleich - dort erblickten die Gottheiten samt Śakra den Vṛtra.

Wort für Wort
grasantam iva lokāṃs trīn sūryācandramasau yathā dadṛśus tatra te vṛtraṃ śakreṇa saha devatāḥ
gleichsam die drei Welten verschlingend, wie Sonne und Mond zugleich - dort erblickten die Gottheiten samt Śakra den Vṛtra.

ṛṣayo 'tha tato 'bhyetya vṛtram ūcuḥ priyaṃ vacaḥ vyāptaṃ jagad idaṃ sarvaṃ tejasā tava durjaya

Darauf traten die Weisen heran und sprachen zu Vṛtra ein freundliches Wort: „Diese ganze Welt ist von deinem Glanz überflutet, du Unbesiegbarer.

Wort für Wort
ṛṣayo 'tha tato 'bhyetya vṛtram ūcuḥ priyaṃ vacaḥ vyāptaṃ jagad idaṃ sarvaṃ tejasā tava durjaya
Darauf traten die Weisen heran und sprachen zu Vṛtra ein freundliches Wort: „Diese ganze Welt ist von deinem Glanz überflutet, du Unbesiegbarer.

na ca śaknoṣi nirjetuṃ vāsavaṃ bhūrivikramam yudhyatoś cāpi vāṃ kālo vyatītaḥ sumahān iha

Doch vermagst du auch nicht, Vāsava, den von großer Kraft, zu besiegen; und für euch beide, die ihr kämpft, ist hier schon sehr lange Zeit verstrichen.

Wort für Wort
na ca śaknoṣi nirjetuṃ vāsavaṃ bhūrivikramam yudhyatoś cāpi vāṃ kālo vyatītaḥ sumahān iha
Doch vermagst du auch nicht, Vāsava, den von großer Kraft, zu besiegen; und für euch beide, die ihr kämpft, ist hier schon sehr lange Zeit verstrichen.

pīḍyante ca prajāḥ sarvāḥ sadevāsuramānavāḥ sakhyaṃ bhavatu te vṛtra śakreṇa saha nityadā avāpsyasi sukhaṃ tvaṃ ca śakralokāṃś ca śāśvatān

Und alle Geschöpfe, Götter, Dämonen und Menschen, werden gequält; Freundschaft möge zwischen dir, Vṛtra, und Śakra für immer bestehen; du wirst Glück erlangen und die ewigen Welten Śakras.“

Wort für Wort
pīḍyante ca prajāḥ sarvāḥ sadevāsuramānavāḥ sakhyaṃ bhavatu te vṛtra śakreṇa saha nityadā avāpsyasi sukhaṃ tvaṃ ca śakralokāṃś ca śāśvatān
Und alle Geschöpfe, Götter, Dämonen und Menschen, werden gequält; Freundschaft möge zwischen dir, Vṛtra, und Śakra für immer bestehen; du wirst Glück erlangen und die ewigen Welten Śakras.“

ṛṣivākyaṃ niśamyātha sa vṛtraḥ sumahābalaḥ uvāca tāṃs tadā sarvān praṇamya śirasāsuraḥ

Nachdem er das Wort der Weisen vernommen hatte, verneigte sich der überaus mächtige Asura Vṛtra mit dem Haupt vor ihnen allen und sprach:

Wort für Wort
ṛṣivākyaṃ niśamyātha sa vṛtraḥ sumahābalaḥ uvāca tāṃs tadā sarvān praṇamya śirasāsuraḥ
Nachdem er das Wort der Weisen vernommen hatte, verneigte sich der überaus mächtige Asura Vṛtra mit dem Haupt vor ihnen allen und sprach:

sarve yūyaṃ mahābhāgā gandharvāś caiva sarvaśaḥ yad brūta tac chrutaṃ sarvaṃ mamāpi śṛṇutānaghāḥ

„Ihr alle, Hochgesegnete, und ebenso alle Gandharven - was ihr sagt, das habe ich ganz vernommen; hört auch ihr mich an, ihr Makellosen.

Wort für Wort
sarve yūyaṃ mahābhāgā gandharvāś caiva sarvaśaḥ yad brūta tac chrutaṃ sarvaṃ mamāpi śṛṇutānaghāḥ
„Ihr alle, Hochgesegnete, und ebenso alle Gandharven - was ihr sagt, das habe ich ganz vernommen; hört auch ihr mich an, ihr Makellosen.

saṃdhiḥ kathaṃ vai bhavitā mama śakrasya cobhayoḥ tejasor hi dvayor devāḥ sakhyaṃ vai bhavitā katham

Wie soll ein Bündnis zwischen mir und Śakra zustande kommen? Wie soll zwischen uns beiden Glanzvollen, ihr Götter, Freundschaft entstehen?“

Wort für Wort
saṃdhiḥ kathaṃ vai bhavitā mama śakrasya cobhayoḥ tejasor hi dvayor devāḥ sakhyaṃ vai bhavitā katham
Wie soll ein Bündnis zwischen mir und Śakra zustande kommen? Wie soll zwischen uns beiden Glanzvollen, ihr Götter, Freundschaft entstehen?“

ṛṣaya ūcuḥ sakṛt satāṃ saṃgataṃ lipsitavyaṃ tataḥ paraṃ bhavitā bhavyam eva nātikramet satpuruṣeṇa saṃgataṃ tasmāt satāṃ saṃgataṃ lipsitavyam

Die Weisen sprachen: „Auch nur eine einzige Begegnung mit den Rechtschaffenen ist erstrebenswert; danach wird gewiss nur Gutes geschehen - man soll die Begegnung mit einem rechtschaffenen Menschen nicht gering achten; deshalb ist die Begegnung mit den Rechtschaffenen erstrebenswert.

Wort für Wort
ṛṣaya ūcuḥ sakṛt satāṃ saṃgataṃ lipsitavyaṃ tataḥ paraṃ bhavitā bhavyam eva nātikramet satpuruṣeṇa saṃgataṃ tasmāt satāṃ saṃgataṃ lipsitavyam
Die Weisen sprachen: „Auch nur eine einzige Begegnung mit den Rechtschaffenen ist erstrebenswert; danach wird gewiss nur Gutes geschehen - man soll die Begegnung mit einem rechtschaffenen Menschen nicht gering achten; deshalb ist die Begegnung mit den Rechtschaffenen erstrebenswert.

dṛḍhaṃ satāṃ saṃgataṃ cāpi nityaṃ brūyāc cārthaṃ hy arthakṛcchreṣu dhīraḥ mahārthavat satpuruṣeṇa saṃgataṃ tasmāt santaṃ na jighāṃseta dhīraḥ

Und die Begegnung mit den Rechtschaffenen ist beständig und fest; der Kluge soll in Notlagen die rechte Sache benennen - von großem Wert ist die Begegnung mit einem rechtschaffenen Menschen; deshalb soll der Kluge einem Rechtschaffenen nicht nach dem Leben trachten.

Wort für Wort
dṛḍhaṃ satāṃ saṃgataṃ cāpi nityaṃ brūyāc cārthaṃ hy arthakṛcchreṣu dhīraḥ mahārthavat satpuruṣeṇa saṃgataṃ tasmāt santaṃ na jighāṃseta dhīraḥ
Und die Begegnung mit den Rechtschaffenen ist beständig und fest; der Kluge soll in Notlagen die rechte Sache benennen - von großem Wert ist die Begegnung mit einem rechtschaffenen Menschen; deshalb soll der Kluge einem Rechtschaffenen nicht nach dem Leben trachten.

indraḥ satāṃ saṃmataś ca nivāsaś ca mahātmanām satyavādī hy adīnaś ca dharmavit suviniścitaḥ

Indra ist bei den Rechtschaffenen angesehen und eine Zuflucht der Hochherzigen; er ist wahrhaftig redend, unverzagt, dharmakundig und von festem Entschluss.

Wort für Wort
indraḥ satāṃ saṃmataś ca nivāsaś ca mahātmanām satyavādī hy adīnaś ca dharmavit suviniścitaḥ
Indra ist bei den Rechtschaffenen angesehen und eine Zuflucht der Hochherzigen; er ist wahrhaftig redend, unverzagt, dharmakundig und von festem Entschluss.

tena te saha śakreṇa saṃdhir bhavatu śāśvataḥ evaṃ viśvāsam āgaccha mā te bhūd buddhir anyathā

Mit ihm, mit Śakra, sei dein Bündnis ewig; fasse so Vertrauen, dein Sinn möge sich nicht anders wenden.“

Wort für Wort
tena te saha śakreṇa saṃdhir bhavatu śāśvataḥ evaṃ viśvāsam āgaccha mā te bhūd buddhir anyathā
Mit ihm, mit Śakra, sei dein Bündnis ewig; fasse so Vertrauen, dein Sinn möge sich nicht anders wenden.“

śalya uvāca maharṣivacanaṃ śrutvā tān uvāca mahādyutiḥ avaśyaṃ bhagavanto me mānanīyās tapasvinaḥ

Śalya sprach: Nachdem er das Wort der großen Weisen vernommen hatte, sprach der Glanzvolle zu ihnen: „Gewiss muss ich die ehrwürdigen Asketen achten.

Wort für Wort
śalya uvāca maharṣivacanaṃ śrutvā tān uvāca mahādyutiḥ avaśyaṃ bhagavanto me mānanīyās tapasvinaḥ
Śalya sprach: Nachdem er das Wort der großen Weisen vernommen hatte, sprach der Glanzvolle zu ihnen: „Gewiss muss ich die ehrwürdigen Asketen achten.

bravīmi yad ahaṃ devās tat sarvaṃ kriyatām iha tataḥ sarvaṃ kariṣyāmi yad ūcur māṃ dvijarṣabhāḥ

Was ich jetzt sage, ihr Götter, das soll hier alles ausgeführt werden; danach werde ich alles tun, was die Stiere der Zweifachgeborenen mir gesagt haben.

Wort für Wort
bravīmi yad ahaṃ devās tat sarvaṃ kriyatām iha tataḥ sarvaṃ kariṣyāmi yad ūcur māṃ dvijarṣabhāḥ
Was ich jetzt sage, ihr Götter, das soll hier alles ausgeführt werden; danach werde ich alles tun, was die Stiere der Zweifachgeborenen mir gesagt haben.

na śuṣkeṇa na cārdreṇa nāśmanā na ca dāruṇā na śastreṇa na vajreṇa na divā na tathā niśi

Weder durch Trockenes noch durch Feuchtes, weder durch Stein noch durch Holz, weder durch eine Waffe noch durch den Blitz, weder bei Tag noch ebenso bei Nacht

Wort für Wort
na śuṣkeṇa na cārdreṇa nāśmanā na ca dāruṇā na śastreṇa na vajreṇa na divā na tathā niśi
Weder durch Trockenes noch durch Feuchtes, weder durch Stein noch durch Holz, weder durch eine Waffe noch durch den Blitz, weder bei Tag noch ebenso bei Nacht

vadhyo bhaveyaṃ viprendrāḥ śakrasya saha daivataiḥ evaṃ me rocate saṃdhiḥ śakreṇa saha nityadā

soll ich, ihr Fürsten der Brahmanen, durch Śakra samt den Göttern getötet werden können - so gefällt mir das Bündnis mit Śakra für immer.“

Wort für Wort
vadhyo bhaveyaṃ viprendrāḥ śakrasya saha daivataiḥ evaṃ me rocate saṃdhiḥ śakreṇa saha nityadā
soll ich, ihr Fürsten der Brahmanen, durch Śakra samt den Göttern getötet werden können - so gefällt mir das Bündnis mit Śakra für immer.“

bāḍham ity eva ṛṣayas tam ūcur bharatarṣabha evaṃ kṛte tu saṃdhāne vṛtraḥ pramudito 'bhavat

„So sei es“ - so sprachen die Weisen zu ihm, o Stier der Bharatas; als das Bündnis so geschlossen war, war Vṛtra hocherfreut.

Wort für Wort
bāḍham ity eva ṛṣayas tam ūcur bharatarṣabha evaṃ kṛte tu saṃdhāne vṛtraḥ pramudito 'bhavat
„So sei es“ - so sprachen die Weisen zu ihm, o Stier der Bharatas; als das Bündnis so geschlossen war, war Vṛtra hocherfreut.

yattaḥ sadābhavac cāpi śakro 'marṣasamanvitaḥ vṛtrasya vadhasaṃyuktān upāyān anucintayan randhrānveṣī samudvignaḥ sadābhūd balavṛtrahā

Śakra aber war stets wachsam und von Groll erfüllt; über Mittel zur Tötung Vṛtras nachsinnend, nach einer Schwachstelle suchend, war der Bezwinger Balas und Vṛtras stets in Unruhe.

Wort für Wort
yattaḥ sadābhavac cāpi śakro 'marṣasamanvitaḥ vṛtrasya vadhasaṃyuktān upāyān anucintayan randhrānveṣī samudvignaḥ sadābhūd balavṛtrahā
Śakra aber war stets wachsam und von Groll erfüllt; über Mittel zur Tötung Vṛtras nachsinnend, nach einer Schwachstelle suchend, war der Bezwinger Balas und Vṛtras stets in Unruhe.

sa kadā cit samudrānte tam apaśyan mahāsuram saṃdhyākāla upāvṛtte muhūrte ramyadāruṇe

Einst erblickte er, als die Dämmerungszeit anbrach, zu einer lieblich-schrecklichen Stunde, am Rand des Meeres jenen großen Asura.

Wort für Wort
sa kadā cit samudrānte tam apaśyan mahāsuram saṃdhyākāla upāvṛtte muhūrte ramyadāruṇe
Einst erblickte er, als die Dämmerungszeit anbrach, zu einer lieblich-schrecklichen Stunde, am Rand des Meeres jenen großen Asura.

tataḥ saṃcintya bhagavān varadānaṃ mahātmanaḥ saṃdhyeyaṃ vartate raudrā na rātrir divasaṃ na ca vṛtraś cāvaśyavadhyo 'yaṃ mama sarvaharo ripuḥ

Da dachte der erhabene Herr über die Gabe des Hochherzigen nach: „Diese schreckliche Dämmerung ist im Gange, weder Nacht noch Tag; und Vṛtra, dieser mich um alles bringende Feind, muss unbedingt getötet werden.

Wort für Wort
tataḥ saṃcintya bhagavān varadānaṃ mahātmanaḥ saṃdhyeyaṃ vartate raudrā na rātrir divasaṃ na ca vṛtraś cāvaśyavadhyo 'yaṃ mama sarvaharo ripuḥ
Da dachte der erhabene Herr über die Gabe des Hochherzigen nach: „Diese schreckliche Dämmerung ist im Gange, weder Nacht noch Tag; und Vṛtra, dieser mich um alles bringende Feind, muss unbedingt getötet werden.

yadi vṛtraṃ na hanmy adya vañcayitvā mahāsuram mahābalaṃ mahākāyaṃ na me śreyo bhaviṣyati

Wenn ich Vṛtra heute nicht durch List töte, den großen Asura von gewaltiger Kraft und gewaltigem Leib, wird es für mich kein Heil geben.“

Wort für Wort
yadi vṛtraṃ na hanmy adya vañcayitvā mahāsuram mahābalaṃ mahākāyaṃ na me śreyo bhaviṣyati
Wenn ich Vṛtra heute nicht durch List töte, den großen Asura von gewaltiger Kraft und gewaltigem Leib, wird es für mich kein Heil geben.“

evaṃ saṃcintayann eva śakro viṣṇum anusmaran atha phenaṃ tadāpaśyat samudre parvatopamam

Während er so nachdachte und sich an Viṣṇu erinnerte, erblickte Śakra da im Meer einen bergähnlichen Schaum.

Wort für Wort
evaṃ saṃcintayann eva śakro viṣṇum anusmaran atha phenaṃ tadāpaśyat samudre parvatopamam
Während er so nachdachte und sich an Viṣṇu erinnerte, erblickte Śakra da im Meer einen bergähnlichen Schaum.

nāyaṃ śuṣko na cārdro 'yaṃ na ca śastram idaṃ tathā enaṃ kṣepsyāmi vṛtrasya kṣaṇād eva naśiṣyati

„Dieser ist weder trocken noch feucht, und dies ist auch keine Waffe; diesen werde ich gegen ihn schleudern - Vṛtra wird augenblicklich vernichtet sein.“

Wort für Wort
nāyaṃ śuṣko na cārdro 'yaṃ na ca śastram idaṃ tathā enaṃ kṣepsyāmi vṛtrasya kṣaṇād eva naśiṣyati
„Dieser ist weder trocken noch feucht, und dies ist auch keine Waffe; diesen werde ich gegen ihn schleudern - Vṛtra wird augenblicklich vernichtet sein.“

savajram atha phenaṃ taṃ kṣipraṃ vṛtre nisṛṣṭavān praviśya phenaṃ taṃ viṣṇur atha vṛtraṃ vyanāśayat

Er schleuderte darauf rasch jenen Schaum, mit dem Blitz verbunden, gegen Vṛtra; und Viṣṇu, der in jenen Schaum eingegangen war, vernichtete darauf den Vṛtra.

Wort für Wort
savajram atha phenaṃ taṃ kṣipraṃ vṛtre nisṛṣṭavān praviśya phenaṃ taṃ viṣṇur atha vṛtraṃ vyanāśayat
Er schleuderte darauf rasch jenen Schaum, mit dem Blitz verbunden, gegen Vṛtra; und Viṣṇu, der in jenen Schaum eingegangen war, vernichtete darauf den Vṛtra.

[?] Auflösung des im vorigen Kapitel gegebenen Bündnis-Versprechens: Der Schaum ist weder trocken noch feucht, weder Waffe noch Blitz, und die Tat geschieht in der Dämmerung (weder Tag noch Nacht) - so wird der Eid technisch nicht gebrochen, obwohl sein Sinn verraten wird. Dies begründet Indras nachfolgende Sünde (Lüge/Bündnisbruch, anṛta).

nihate tu tato vṛtre diśo vitimirābhavan pravavau ca śivo vāyuḥ prajāś ca jahṛṣus tadā

Als Vṛtra erschlagen war, wurden die Himmelsrichtungen frei von Dunkel, ein heilsamer Wind wehte, und die Geschöpfe frohlockten.

Wort für Wort
nihate tu tato vṛtre diśo vitimirābhavan pravavau ca śivo vāyuḥ prajāś ca jahṛṣus tadā
Als Vṛtra erschlagen war, wurden die Himmelsrichtungen frei von Dunkel, ein heilsamer Wind wehte, und die Geschöpfe frohlockten.

tato devāḥ sagandharvā yakṣarākṣasapannagāḥ ṛṣayaś ca mahendraṃ tam astuvan vividhaiḥ stavaiḥ

Darauf priesen die Götter samt den Gandharven, Yakṣas, Rākṣasas und Schlangen, und auch die Weisen, jenen großen Indra mit mannigfachen Lobpreisungen.

Wort für Wort
tato devāḥ sagandharvā yakṣarākṣasapannagāḥ ṛṣayaś ca mahendraṃ tam astuvan vividhaiḥ stavaiḥ
Darauf priesen die Götter samt den Gandharven, Yakṣas, Rākṣasas und Schlangen, und auch die Weisen, jenen großen Indra mit mannigfachen Lobpreisungen.

namaskṛtaḥ sarvabhūtaiḥ sarvabhūtāni sāntvayan hataśatruḥ prahṛṣṭātmā vāsavaḥ saha daivataiḥ viṣṇuṃ tribhuvanaśreṣṭhaṃ pūjayām āsa dharmavit

Von allen Wesen verehrt, alle Wesen besänftigend, den Feind erschlagen, freudigen Herzens, ehrte Vāsava, der Dharmakundige, samt den Göttern den Viṣṇu, den Vorzüglichsten der drei Welten.

Wort für Wort
namaskṛtaḥ sarvabhūtaiḥ sarvabhūtāni sāntvayan hataśatruḥ prahṛṣṭātmā vāsavaḥ saha daivataiḥ viṣṇuṃ tribhuvanaśreṣṭhaṃ pūjayām āsa dharmavit
Von allen Wesen verehrt, alle Wesen besänftigend, den Feind erschlagen, freudigen Herzens, ehrte Vāsava, der Dharmakundige, samt den Göttern den Viṣṇu, den Vorzüglichsten der drei Welten.

tato hate mahāvīrye vṛtre devabhayaṃkare anṛtenābhibhūto 'bhūc chakraḥ paramadurmanāḥ traiśīrṣayābhibhūtaś ca sa pūrvaṃ brahmahatyayā

Doch nachdem der überaus mächtige, den Göttern Furcht einflößende Vṛtra erschlagen war, wurde Śakra von der Sünde der Lüge überwältigt und überaus schwermütig; schon zuvor war er durch die Tötung des Dreiköpfigen von der Sünde des Brahmanenmords überwältigt gewesen.

Wort für Wort
tato hate mahāvīrye vṛtre devabhayaṃkare anṛtenābhibhūto 'bhūc chakraḥ paramadurmanāḥ traiśīrṣayābhibhūtaś ca sa pūrvaṃ brahmahatyayā
Doch nachdem der überaus mächtige, den Göttern Furcht einflößende Vṛtra erschlagen war, wurde Śakra von der Sünde der Lüge überwältigt und überaus schwermütig; schon zuvor war er durch die Tötung des Dreiköpfigen von der Sünde des Brahmanenmords überwältigt gewesen.

Damit tragen auf Indra nun zwei Sünden zugleich: der frühere Brahmanenmord an Triśiras und nun der Bündnisbruch/die Lüge (anṛta) gegenüber Vṛtra - dies begründet die im nächsten Kapitel geschilderte tiefe Krise.

so 'ntam āśritya lokānāṃ naṣṭasaṃjño vicetanaḥ na prājñāyata devendras tv abhibhūtaḥ svakalmaṣaiḥ praticchanno vasaty apsu ceṣṭamāna ivoragaḥ

Er, an den Rand der Welten geflohen, ohne Bewusstsein und von Sinnen, wurde nicht mehr erkannt; der von seinen eigenen Verfehlungen überwältigte Götterkönig hielt sich verborgen im Wasser auf, sich regend wie eine Schlange.

Wort für Wort
so 'ntam āśritya lokānāṃ naṣṭasaṃjño vicetanaḥ na prājñāyata devendras tv abhibhūtaḥ svakalmaṣaiḥ praticchanno vasaty apsu ceṣṭamāna ivoragaḥ
Er, an den Rand der Welten geflohen, ohne Bewusstsein und von Sinnen, wurde nicht mehr erkannt; der von seinen eigenen Verfehlungen überwältigte Götterkönig hielt sich verborgen im Wasser auf, sich regend wie eine Schlange.

tataḥ pranaṣṭe devendre brahmahatyābhayārdite bhūmiḥ pradhvastasaṃkāśā nirvṛkṣā śuṣkakānanā vicchinnasrotaso nadyaḥ sarāṃsy anudakāni ca

Als darauf der Götterkönig, von der Furcht vor dem Brahmanenmord gepeinigt, verschwunden war, wurde die Erde von zerstörtem Aussehen, baumlos, mit verdorrten Wäldern, die Flüsse mit unterbrochenen Strömen, und die Seen ohne Wasser.

Wort für Wort
tataḥ pranaṣṭe devendre brahmahatyābhayārdite bhūmiḥ pradhvastasaṃkāśā nirvṛkṣā śuṣkakānanā vicchinnasrotaso nadyaḥ sarāṃsy anudakāni ca
Als darauf der Götterkönig, von der Furcht vor dem Brahmanenmord gepeinigt, verschwunden war, wurde die Erde von zerstörtem Aussehen, baumlos, mit verdorrten Wäldern, die Flüsse mit unterbrochenen Strömen, und die Seen ohne Wasser.

saṃkṣobhaś cāpi sattvānām anāvṛṣṭikṛto 'bhavat devāś cāpi bhṛśaṃ trastās tathā sarve maharṣayaḥ

Auch entstand durch die Regenlosigkeit eine Erschütterung der Lebewesen, und die Götter waren heftig erschrocken, ebenso alle großen Weisen.

Wort für Wort
saṃkṣobhaś cāpi sattvānām anāvṛṣṭikṛto 'bhavat devāś cāpi bhṛśaṃ trastās tathā sarve maharṣayaḥ
Auch entstand durch die Regenlosigkeit eine Erschütterung der Lebewesen, und die Götter waren heftig erschrocken, ebenso alle großen Weisen.

arājakaṃ jagat sarvam abhibhūtam upadravaiḥ tato bhītābhavan devāḥ ko no rājā bhaved iti

Die ganze Welt war ohne König, von Unheil heimgesucht; da wurden die Götter furchtsam, wer wohl ihr König sein könnte.

Wort für Wort
arājakaṃ jagat sarvam abhibhūtam upadravaiḥ tato bhītābhavan devāḥ ko no rājā bhaved iti
Die ganze Welt war ohne König, von Unheil heimgesucht; da wurden die Götter furchtsam, wer wohl ihr König sein könnte.

divi devarṣayaś cāpi devarājavinākṛtāḥ na ca sma kaś cid devānāṃ rājyāya kurute manaḥ

Auch im Himmel, des Götterkönigs beraubt, richtete keiner der Götter seinen Sinn auf die Königsherrschaft.

Wort für Wort
divi devarṣayaś cāpi devarājavinākṛtāḥ na ca sma kaś cid devānāṃ rājyāya kurute manaḥ
Auch im Himmel, des Götterkönigs beraubt, richtete keiner der Götter seinen Sinn auf die Königsherrschaft.

Śalyas Erzählung setzt sich im nächsten Kapitel fort (das im Epos übliche Nahuṣa-Zwischenspiel: ein zeitweiliger Ersatz-Götterkönig). Die einfache Anführung (Śalyas Rahmenrede) bleibt weiterhin offen.

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