Kapitel 37: Prajāgara-parva (37)
Vidura-nīti VI: Die Torenkataloge Manus; Diener, Boten und Zeugen; das Wald-und-Tiger-Gleichnis
Vidura setzt seine Rede fort mit einer von Manu Svāyaṃbhuva überlieferten Liste vergeblichen, torichten Handelns (dem Fäusteschlagen in die Luft gleich), gefolgt von Katalogen der 'Todsünden', die einem Brahmanenmord gleichkommen. Auf eine kurze Zwischenfrage Dhṛtarāṣṭras, warum Menschen selten ihr volles Lebensalter erreichen, antwortet Vidura mit den sechs 'Schwertern', die das Leben verkürzen. Es folgen dichte Sprüche über Diener, Boten, Zeugen, die Vorzüge von Bad und maßvollem Essen, die fünf Arten der Kraft (endend in der Kraft der Einsicht als höchster) und - als Höhepunkt - die berühmte Parabel vom Wald und den Tigern sowie vom Feuer im Holz, mit der Vidura Dhṛtarāṣṭra eindringlich vor Augen führt, dass Kauravas und Pāṇḍavas einander wie Wald und Tiger zum gegenseitigen Bestehen brauchen. Viduras Rede bleibt auch am Kapitelende offen.
Vidura fuhr fort: Diese siebzehn, o Herrscher der Könige, nannte der selbstentstandene Manu, o Sohn der Vicitravīryā, Menschen, die gleichsam mit Fäusten in die Luft schlagen.
Vidura fuhr fort: Diese siebzehn, o Herrscher der Könige, nannte der selbstentstandene Manu, o Sohn der Vicitravīryā, Menschen, die gleichsam mit Fäusten in die Luft schlagen.
Die angekündigte Siebzehnerzahl lässt sich in den folgenden, dicht gedrängten Aufzählungen (V.2-6) nicht mit letzter Sicherheit in exakt siebzehn Einzelglieder gliedern; die Übersetzung folgt dem überlieferten Wortlaut, ohne die Zahl künstlich zu erzwingen.
yaś cāśiṣyaṃ śāsati yaś ca kupyate; yaś cātivelaṃ bhajate dviṣantam striyaś ca yo 'rakṣati bhadram astu te; yaś cāyācyaṃ yācati yaś ca katthate
Wer einen Nicht-Schüler unterweist, und wer zürnt; wer sich allzu sehr einem Feind zuwendet, und wer seine Frauen nicht beschützt - Heil dir! -; wer einen bittet, den man nicht bitten sollte, und wer sich rühmt;
Wort für Wort
yaś cāśiṣyaṃ śāsati yaś ca kupyate; yaś cātivelaṃ bhajate dviṣantam striyaś ca yo 'rakṣati bhadram astu te; yaś cāyācyaṃ yācati yaś ca katthate
Wer einen Nicht-Schüler unterweist, und wer zürnt; wer sich allzu sehr einem Feind zuwendet, und wer seine Frauen nicht beschützt - Heil dir! -; wer einen bittet, den man nicht bitten sollte, und wer sich rühmt;
yaś cābhijātaḥ prakaroty akāryaṃ; yaś cābalo balinā nityavairī aśraddadhānāya ca yo bravīti; yaś cākāmyaṃ kāmayate narendra
wer, von edler Geburt, Unrechtes tut; wer, obwohl schwach, mit einem Starken ständig Feindschaft hält; wer einem Ungläubigen etwas anvertraut; und wer Unerlaubtes begehrt, o Herrscher der Menschen;
Wort für Wort
yaś cābhijātaḥ prakaroty akāryaṃ; yaś cābalo balinā nityavairī aśraddadhānāya ca yo bravīti; yaś cākāmyaṃ kāmayate narendra
wer, von edler Geburt, Unrechtes tut; wer, obwohl schwach, mit einem Starken ständig Feindschaft hält; wer einem Ungläubigen etwas anvertraut; und wer Unerlaubtes begehrt, o Herrscher der Menschen;
vadhvā hāsaṃ śvaśuro yaś ca manyate; vadhvā vasann uta yo mānakāmaḥ parakṣetre nirvapati yaś ca bījaṃ; striyaṃ ca yaḥ parivadate 'tivelam
wer als Schwiegervater das Lachen der Schwiegertochter missdeutet; und wer, bei der Schwiegertochter weilend, nach Ehre verlangt; wer seinen Samen auf fremdem Feld ausstreut; und wer eine Frau übermäßig tadelt;
Wort für Wort
vadhvā hāsaṃ śvaśuro yaś ca manyate; vadhvā vasann uta yo mānakāmaḥ parakṣetre nirvapati yaś ca bījaṃ; striyaṃ ca yaḥ parivadate 'tivelam
wer als Schwiegervater das Lachen der Schwiegertochter missdeutet; und wer, bei der Schwiegertochter weilend, nach Ehre verlangt; wer seinen Samen auf fremdem Feld ausstreut; und wer eine Frau übermäßig tadelt;
yaś caiva labdhvā na smarāmīty uvāca; dattvā ca yaḥ katthati yācyamānaḥ yaś cāsataḥ sāntvam upāsatīha; ete 'nuyānty anilaṃ pāśahastāḥ
und wer, etwas erhalten habend, sagt, er erinnere sich nicht; und wer, um etwas gebeten, gibt und sich dessen rühmt; und wer den Schlechten hier mit Besänftigung naht - diese alle jagen dem Wind nach, den Strick in der Hand.
Wort für Wort
yaś caiva labdhvā na smarāmīty uvāca; dattvā ca yaḥ katthati yācyamānaḥ yaś cāsataḥ sāntvam upāsatīha; ete 'nuyānty anilaṃ pāśahastāḥ
und wer, etwas erhalten habend, sagt, er erinnere sich nicht; und wer, um etwas gebeten, gibt und sich dessen rühmt; und wer den Schlechten hier mit Besänftigung naht - diese alle jagen dem Wind nach, den Strick in der Hand.
yasmin yathā vartate yo manuṣyas; tasmiṃs tathā vartitavyaṃ sa dharmaḥ māyācāro māyayā vartitavyaḥ; sādhv ācāraḥ sādhunā pratyudeyaḥ
Wie sich ein Mensch gegenüber jemandem verhält, so soll man sich ihm gegenüber verhalten - das ist Rechtschaffenheit; wer sich hinterlistig verhält, dem soll man mit List begegnen; gutem Verhalten soll man mit Gutem vergelten.
Wort für Wort
yasmin yathā vartate yo manuṣyas; tasmiṃs tathā vartitavyaṃ sa dharmaḥ māyācāro māyayā vartitavyaḥ; sādhv ācāraḥ sādhunā pratyudeyaḥ
Wie sich ein Mensch gegenüber jemandem verhält, so soll man sich ihm gegenüber verhalten - das ist Rechtschaffenheit; wer sich hinterlistig verhält, dem soll man mit List begegnen; gutem Verhalten soll man mit Gutem vergelten.
dhṛtarāṣṭra uvāca śatāyur uktaḥ puruṣaḥ sarvavedeṣu vai yadā nāpnoty atha ca tat sarvam āyuḥ keneha hetunā
‘ Dhṛtarāṣṭra sprach: ‚In allen Veden wird der Mensch als hundertjährig bezeichnet; wenn er aber dieses volle Lebensalter nicht erreicht, aus welchem Grund geschieht dies hier?‘
Wort für Wort
dhṛtarāṣṭra uvāca śatāyur uktaḥ puruṣaḥ sarvavedeṣu vai yadā nāpnoty atha ca tat sarvam āyuḥ keneha hetunā
‘ Dhṛtarāṣṭra sprach: ‚In allen Veden wird der Mensch als hundertjährig bezeichnet; wenn er aber dieses volle Lebensalter nicht erreicht, aus welchem Grund geschieht dies hier?‘
Hier schließt kurz Viduras seit Kap.34 offene Rede, bevor Dhṛtarāṣṭras Frage nach der Kürze menschlichen Lebens eine neue, sofort wieder geschlossene Rahmung bildet.
vidura uvāca ativādo 'timānaś ca tathātyāgo narādhipa krodhaś cātivivitsā ca mitradrohaś ca tāni ṣaṭ
Vidura sprach: ‚Übermäßiges Reden, übermäßiger Stolz, ebenso übermäßiges Aufgeben, Zorn, übermäßige Neugier und Verrat an Freunden - dies sind die sechs Dinge.
Wort für Wort
vidura uvāca ativādo 'timānaś ca tathātyāgo narādhipa krodhaś cātivivitsā ca mitradrohaś ca tāni ṣaṭ
Vidura sprach: ‚Übermäßiges Reden, übermäßiger Stolz, ebenso übermäßiges Aufgeben, Zorn, übermäßige Neugier und Verrat an Freunden - dies sind die sechs Dinge.
viśvastasyaiti yo dārān yaś cāpi gurutalpagaḥ vṛṣalīpatir dvijo yaś ca pānapaś caiva bhārata
Wer zur Frau eines Vertrauenden geht, und wer auch das Lager des Lehrers besteigt, der Zweifachgeborene, der eine Śūdra-Frau zum Weib nimmt, und wer dem Trunk verfällt, o Bhārata,
Wort für Wort
viśvastasyaiti yo dārān yaś cāpi gurutalpagaḥ vṛṣalīpatir dvijo yaś ca pānapaś caiva bhārata
Wer zur Frau eines Vertrauenden geht, und wer auch das Lager des Lehrers besteigt, der Zweifachgeborene, der eine Śūdra-Frau zum Weib nimmt, und wer dem Trunk verfällt, o Bhārata,
und wer einen Schutzsuchenden tötet - alle diese sind einem Brahmanenmörder gleich; kommt man mit ihnen in Berührung, muss man Buße tun, so lehrt die heilige Überlieferung.
und wer einen Schutzsuchenden tötet - alle diese sind einem Brahmanenmörder gleich; kommt man mit ihnen in Berührung, muss man Buße tun, so lehrt die heilige Überlieferung.
Der Hausherr, freigebig, nicht widersprüchlich in seinen Worten, der nur die Speisereste isst und dabei gewaltlos ist, keinen Schaden anrichtet, Streit meidet, dankbar, wahrhaftig und sanft ist - ein solcher Wissender gelangt in den Himmel.
Der Hausherr, freigebig, nicht widersprüchlich in seinen Worten, der nur die Speisereste isst und dabei gewaltlos ist, keinen Schaden anrichtet, Streit meidet, dankbar, wahrhaftig und sanft ist - ein solcher Wissender gelangt in den Himmel.
sulabhāḥ puruṣā rājan satataṃ priyavādinaḥ apriyasya tu pathyasya vaktā śrotā ca durlabhaḥ
Leicht zu finden, o König, sind Menschen, die stets Angenehmes reden; doch schwer zu finden ist einer, der Unangenehmes, aber Heilsames spricht, und ebenso schwer, wer es anhört.
Wort für Wort
sulabhāḥ puruṣā rājan satataṃ priyavādinaḥ apriyasya tu pathyasya vaktā śrotā ca durlabhaḥ
Leicht zu finden, o König, sind Menschen, die stets Angenehmes reden; doch schwer zu finden ist einer, der Unangenehmes, aber Heilsames spricht, und ebenso schwer, wer es anhört.
yo hi dharmaṃ vyapāśritya hitvā bhartuḥ priyāpriye apriyāṇy āha pathyāni tena rājā sahāyavān
Wer sich auf die Rechtschaffenheit stützt und, das Angenehme wie Unangenehme des Herrn beiseitelassend, ihm Unangenehmes, aber Heilsames sagt - durch einen solchen hat der König einen wahren Helfer.
Wort für Wort
yo hi dharmaṃ vyapāśritya hitvā bhartuḥ priyāpriye apriyāṇy āha pathyāni tena rājā sahāyavān
Wer sich auf die Rechtschaffenheit stützt und, das Angenehme wie Unangenehme des Herrn beiseitelassend, ihm Unangenehmes, aber Heilsames sagt - durch einen solchen hat der König einen wahren Helfer.
Man opfere einen einzelnen Menschen um der Familie willen, man opfere die Familie um des Dorfes willen, das Dorf um des Landes willen, die ganze Erde aber opfere man um der eigenen Seele willen.
Man opfere einen einzelnen Menschen um der Familie willen, man opfere die Familie um des Dorfes willen, das Dorf um des Landes willen, die ganze Erde aber opfere man um der eigenen Seele willen.
āpadarthaṃ dhanaṃ rakṣed dārān rakṣed dhanair api ātmānaṃ satataṃ rakṣed dārair api dhanair api
Man bewahre Reichtum für den Fall der Not; man bewahre die Gattin, wenn nötig, auch mit dem Reichtum; man bewahre sich selbst stets, auch mit der Gattin, auch mit dem Reichtum.
Wort für Wort
āpadarthaṃ dhanaṃ rakṣed dārān rakṣed dhanair api ātmānaṃ satataṃ rakṣed dārair api dhanair api
Man bewahre Reichtum für den Fall der Not; man bewahre die Gattin, wenn nötig, auch mit dem Reichtum; man bewahre sich selbst stets, auch mit der Gattin, auch mit dem Reichtum.
Ich sagte es, o König, schon zur Zeit des Würfelspiels: so zu handeln ist nicht recht - doch wie einem Kranken das heilsame Heilmittel nicht mundet, so gefiel dir mein Wort nicht, o Sohn der Vicitravīryā.
Ich sagte es, o König, schon zur Zeit des Würfelspiels: so zu handeln ist nicht recht - doch wie einem Kranken das heilsame Heilmittel nicht mundet, so gefiel dir mein Wort nicht, o Sohn der Vicitravīryā.
Du hast mit den Krähen diese bunt gefiederten Pfauen, die Pāṇḍavas, samt den Dhārtarāṣṭras zu besiegen versucht - Löwen preisgebend und Schakale bevorzugend -; wenn die rechte Zeit kommt, wirst du klagen, o Herrscher der Menschen.
Du hast mit den Krähen diese bunt gefiederten Pfauen, die Pāṇḍavas, samt den Dhārtarāṣṭras zu besiegen versucht - Löwen preisgebend und Schakale bevorzugend -; wenn die rechte Zeit kommt, wirst du klagen, o Herrscher der Menschen.
Krähen/Schakale stehen bildlich für die Dhārtarāṣṭras, Pfauen/Löwen für die Pāṇḍavas - ein weiteres Tiergleichnis im Stil der berühmten Wald-und-Tiger-Parabel dieses Kapitels (V.41f., 59f.).
yas tāta na krudhyati sarvakālaṃ; bhṛtyasya bhaktasya hite ratasya tasmin bhṛtyā bhartari viśvasanti; na cainam āpatsu parityajanti
Wer, o Vater, niemals über einen treuen, dem Herrn wohlgesinnten Diener zürnt - einem solchen Herrn vertrauen die Diener, und sie verlassen ihn nicht in Nöten.
Wort für Wort
yas tāta na krudhyati sarvakālaṃ; bhṛtyasya bhaktasya hite ratasya tasmin bhṛtyā bhartari viśvasanti; na cainam āpatsu parityajanti
Wer, o Vater, niemals über einen treuen, dem Herrn wohlgesinnten Diener zürnt - einem solchen Herrn vertrauen die Diener, und sie verlassen ihn nicht in Nöten.
na bhṛtyānāṃ vṛttisaṃrodhanena; bāhyaṃ janaṃ saṃjighṛkṣed apūrvam tyajanti hy enam ucitāvaruddhāḥ; snigdhā hy amātyāḥ parihīnabhogāḥ
Nicht dadurch, dass man den Unterhalt der Diener einschränkt, gewinne man neue, fremde Leute; denn die dadurch von ihrem gewohnten Unterhalt Ausgeschlossenen verlassen ihn, selbst die einst treu ergebenen Minister, wenn ihnen der Genuss entzogen wird.
Wort für Wort
na bhṛtyānāṃ vṛttisaṃrodhanena; bāhyaṃ janaṃ saṃjighṛkṣed apūrvam tyajanti hy enam ucitāvaruddhāḥ; snigdhā hy amātyāḥ parihīnabhogāḥ
Nicht dadurch, dass man den Unterhalt der Diener einschränkt, gewinne man neue, fremde Leute; denn die dadurch von ihrem gewohnten Unterhalt Ausgeschlossenen verlassen ihn, selbst die einst treu ergebenen Minister, wenn ihnen der Genuss entzogen wird.
kṛtyāni pūrvaṃ parisaṃkhyāya sarvāṇy; āyavyayāv anurūpāṃ ca vṛttim saṃgṛhṇīyād anurūpān sahāyān; sahāyasādhyāni hi duṣkarāṇi
Nachdem man zuvor alle zu erledigenden Aufgaben, Einnahmen und Ausgaben sowie den angemessenen Unterhalt bedacht hat, gewinne man geeignete Helfer; denn schwierige Aufgaben sind nur mit Helfern zu bewältigen.
Wort für Wort
kṛtyāni pūrvaṃ parisaṃkhyāya sarvāṇy; āyavyayāv anurūpāṃ ca vṛttim saṃgṛhṇīyād anurūpān sahāyān; sahāyasādhyāni hi duṣkarāṇi
Nachdem man zuvor alle zu erledigenden Aufgaben, Einnahmen und Ausgaben sowie den angemessenen Unterhalt bedacht hat, gewinne man geeignete Helfer; denn schwierige Aufgaben sind nur mit Helfern zu bewältigen.
abhiprāyaṃ yo viditvā tu bhartuḥ; sarvāṇi kāryāṇi karoty atandrīḥ vaktā hitānām anurakta āryaḥ; śaktijña ātmeva hi so 'nukampyaḥ
Wer, die Absicht seines Herrn kennend, unermüdlich alle Aufgaben erledigt, der Sprecher heilsamer Worte, ergeben, edel, der die eigenen Fähigkeiten kennt - ein solcher ist wie man selbst zu schätzen.
Wort für Wort
abhiprāyaṃ yo viditvā tu bhartuḥ; sarvāṇi kāryāṇi karoty atandrīḥ vaktā hitānām anurakta āryaḥ; śaktijña ātmeva hi so 'nukampyaḥ
Wer, die Absicht seines Herrn kennend, unermüdlich alle Aufgaben erledigt, der Sprecher heilsamer Worte, ergeben, edel, der die eigenen Fähigkeiten kennt - ein solcher ist wie man selbst zu schätzen.
vākyaṃ tu yo nādriyate 'nuśiṣṭaḥ; pratyāha yaś cāpi niyujyamānaḥ prajñābhimānī pratikūlavādī; tyājyaḥ sa tādṛk tvarayaiva bhṛtyaḥ
Wer aber, unterwiesen, das Wort nicht beachtet, wer, beauftragt, widerspricht, sich seiner Klugheit rühmt und feindselig redet - ein solcher Diener ist eilends zu entlassen.
Wort für Wort
vākyaṃ tu yo nādriyate 'nuśiṣṭaḥ; pratyāha yaś cāpi niyujyamānaḥ prajñābhimānī pratikūlavādī; tyājyaḥ sa tādṛk tvarayaiva bhṛtyaḥ
Wer aber, unterwiesen, das Wort nicht beachtet, wer, beauftragt, widerspricht, sich seiner Klugheit rühmt und feindselig redet - ein solcher Diener ist eilends zu entlassen.
Nicht hochmütig, nicht unmännlich, nicht langwierig im Handeln, mitfühlend, sanft, von anderen nicht abzubringen, von gesundem Geschlecht, edel in der Rede - so nennt man den Boten, ausgestattet mit acht Tugenden.
Nicht hochmütig, nicht unmännlich, nicht langwierig im Handeln, mitfühlend, sanft, von anderen nicht abzubringen, von gesundem Geschlecht, edel in der Rede - so nennt man den Boten, ausgestattet mit acht Tugenden.
na viśvāsāj jātu parasya gehaṃ; gacchen naraś cetayāno vikāle na catvare niśi tiṣṭhen nigūḍho; na rājanyāṃ yoṣitaṃ prārthayīta
Niemals gehe ein besonnener Mensch aus bloßem Vertrauen zu ungewöhnlicher Zeit in das Haus eines anderen; er stehe nicht verborgen nachts auf dem Marktplatz; er begehre nicht die Frau eines Königs.
Wort für Wort
na viśvāsāj jātu parasya gehaṃ; gacchen naraś cetayāno vikāle na catvare niśi tiṣṭhen nigūḍho; na rājanyāṃ yoṣitaṃ prārthayīta
Niemals gehe ein besonnener Mensch aus bloßem Vertrauen zu ungewöhnlicher Zeit in das Haus eines anderen; er stehe nicht verborgen nachts auf dem Marktplatz; er begehre nicht die Frau eines Königs.
na nihnavaṃ satragatasya gacchet; saṃsṛṣṭamantrasya kusaṃgatasya na ca brūyān nāśvasāmi tvayīti; sakāraṇaṃ vyapadeśaṃ tu kuryāt
Man verleugne nicht die Beteiligung dessen, der an einem gemeinsamen Unternehmen teilgenommen und sich mit einem schlecht Verbundenen beraten hat; und man sage nicht, man vertraue ihm nicht - vielmehr gebe man einen begründeten Hinweis.
Wort für Wort
na nihnavaṃ satragatasya gacchet; saṃsṛṣṭamantrasya kusaṃgatasya na ca brūyān nāśvasāmi tvayīti; sakāraṇaṃ vyapadeśaṃ tu kuryāt
Man verleugne nicht die Beteiligung dessen, der an einem gemeinsamen Unternehmen teilgenommen und sich mit einem schlecht Verbundenen beraten hat; und man sage nicht, man vertraue ihm nicht - vielmehr gebe man einen begründeten Hinweis.
Ein mitleidiger König, eine Dirne, ein Königsdiener, ein Sohn, ein Bruder, eine Witwe mit kleinen Kindern, wer vom Kriegsdienst lebt, und wer bereits seinen Anteil erhalten hat - diese sind als Zeugen im Rechtsstreit auszuschließen.
Ein mitleidiger König, eine Dirne, ein Königsdiener, ein Sohn, ein Bruder, eine Witwe mit kleinen Kindern, wer vom Kriegsdienst lebt, und wer bereits seinen Anteil erhalten hat - diese sind als Zeugen im Rechtsstreit auszuschließen.
guṇā daśa snānaśīlaṃ bhajante; balaṃ rūpaṃ svaravarṇapraśuddhiḥ sparśaś ca gandhaś ca viśuddhatā ca; śrīḥ saukumāryaṃ pravarāś ca nāryaḥ
Zehn Vorzüge kommen dem gewohnheitsmäßigen Baden zu: Kraft, Schönheit, Reinheit von Stimme und Hautfarbe, feine Berührungsempfindung, Wohlgeruch, Reinheit, Glanz, Zartheit und vortreffliche Frauen.
Wort für Wort
guṇā daśa snānaśīlaṃ bhajante; balaṃ rūpaṃ svaravarṇapraśuddhiḥ sparśaś ca gandhaś ca viśuddhatā ca; śrīḥ saukumāryaṃ pravarāś ca nāryaḥ
Zehn Vorzüge kommen dem gewohnheitsmäßigen Baden zu: Kraft, Schönheit, Reinheit von Stimme und Hautfarbe, feine Berührungsempfindung, Wohlgeruch, Reinheit, Glanz, Zartheit und vortreffliche Frauen.
guṇāś ca ṣaṇmitabhuktaṃ bhajante; ārogyam āyuś ca sukhaṃ balaṃ ca anāvilaṃ cāsya bhaved apatyaṃ; na cainam ādyūna iti kṣipanti
Sechs Vorzüge kommen dem maßvollen Essen zu: Gesundheit, langes Leben, Glück und Kraft; seine Nachkommenschaft wird makellos sein, und man tadelt ihn nicht als Vielfraß.
Wort für Wort
guṇāś ca ṣaṇmitabhuktaṃ bhajante; ārogyam āyuś ca sukhaṃ balaṃ ca anāvilaṃ cāsya bhaved apatyaṃ; na cainam ādyūna iti kṣipanti
Sechs Vorzüge kommen dem maßvollen Essen zu: Gesundheit, langes Leben, Glück und Kraft; seine Nachkommenschaft wird makellos sein, und man tadelt ihn nicht als Vielfraß.
akarmaśīlaṃ ca mahāśanaṃ ca; lokadviṣṭaṃ bahumāyaṃ nṛśaṃsam adeśakālajñam aniṣṭaveṣam; etān gṛhe na prativāsayīta
Den Arbeitsscheuen, den Vielfraß, den von den Menschen Verabscheuten, den Arglistigen, den Grausamen, den Ort und Zeit nicht Kennenden, den unschön Gekleideten - diese lasse man nicht im Haus wohnen.
Wort für Wort
akarmaśīlaṃ ca mahāśanaṃ ca; lokadviṣṭaṃ bahumāyaṃ nṛśaṃsam adeśakālajñam aniṣṭaveṣam; etān gṛhe na prativāsayīta
Den Arbeitsscheuen, den Vielfraß, den von den Menschen Verabscheuten, den Arglistigen, den Grausamen, den Ort und Zeit nicht Kennenden, den unschön Gekleideten - diese lasse man nicht im Haus wohnen.
Den Geizigen, den Schmäher, den Ungelehrten, den aus niedriger Herkunft Stammenden, der sich dennoch für ehrenwert hält, den Rücksichtslosen, den, der Feindschaft gestiftet hat, den Undankbaren - diese bitte man, selbst in höchster Not, niemals um etwas.
Den Geizigen, den Schmäher, den Ungelehrten, den aus niedriger Herkunft Stammenden, der sich dennoch für ehrenwert hält, den Rücksichtslosen, den, der Feindschaft gestiftet hat, den Undankbaren - diese bitte man, selbst in höchster Not, niemals um etwas.
saṃkliṣṭakarmāṇam atipravādaṃ; nityānṛtaṃ cādṛḍhabhaktikaṃ ca vikṛṣṭarāgaṃ bahumāninaṃ cāpy; etān na seveta narādhamān ṣaṭ
Den mit schmutzigen Taten Befleckten, den Vielredner, den ständigen Lügner, den Unbeständigen in der Ergebenheit, den von zügellosen Leidenschaften Beherrschten und den Überheblichen - diese sechs niedrigsten der Menschen diene man nicht.
Wort für Wort
saṃkliṣṭakarmāṇam atipravādaṃ; nityānṛtaṃ cādṛḍhabhaktikaṃ ca vikṛṣṭarāgaṃ bahumāninaṃ cāpy; etān na seveta narādhamān ṣaṭ
Den mit schmutzigen Taten Befleckten, den Vielredner, den ständigen Lügner, den Unbeständigen in der Ergebenheit, den von zügellosen Leidenschaften Beherrschten und den Überheblichen - diese sechs niedrigsten der Menschen diene man nicht.
sahāyabandhanā hy arthāḥ sahāyāś cārthabandhanāḥ anyonyabandhanāv etau vinānyonyaṃ na sidhyataḥ
Erfolge sind an Helfer gebunden, und Helfer sind an Erfolge gebunden; diese beiden sind wechselseitig aneinander gebunden - ohne einander gelingt keines von beiden.
Wort für Wort
sahāyabandhanā hy arthāḥ sahāyāś cārthabandhanāḥ anyonyabandhanāv etau vinānyonyaṃ na sidhyataḥ
Erfolge sind an Helfer gebunden, und Helfer sind an Erfolge gebunden; diese beiden sind wechselseitig aneinander gebunden - ohne einander gelingt keines von beiden.
utpādya putrān anṛṇāṃś ca kṛtvā; vṛttiṃ ca tebhyo 'nuvidhāya kāṃ cit sthāne kumārīḥ pratipādya sarvā; araṇyasaṃstho munivad bubhūṣet
Nachdem man Söhne gezeugt, sich von seinen Schulden befreit, ihnen einen gewissen Unterhalt zugewiesen und alle Töchter standesgemäß verheiratet hat, wünsche man sich, im Wald weilend, wie ein Weiser zu werden.
Wort für Wort
utpādya putrān anṛṇāṃś ca kṛtvā; vṛttiṃ ca tebhyo 'nuvidhāya kāṃ cit sthāne kumārīḥ pratipādya sarvā; araṇyasaṃstho munivad bubhūṣet
Nachdem man Söhne gezeugt, sich von seinen Schulden befreit, ihnen einen gewissen Unterhalt zugewiesen und alle Töchter standesgemäß verheiratet hat, wünsche man sich, im Wald weilend, wie ein Weiser zu werden.
hitaṃ yat sarvabhūtānām ātmanaś ca sukhāvaham tat kuryād īśvaro hy etan mūlaṃ dharmārthasiddhaye
Was allen Wesen zum Heil und einem selbst zum Glück gereicht, das tue, wer dazu die Macht hat; denn dies ist die Wurzel für das Gelingen von Recht und Nutzen.
Wort für Wort
hitaṃ yat sarvabhūtānām ātmanaś ca sukhāvaham tat kuryād īśvaro hy etan mūlaṃ dharmārthasiddhaye
Was allen Wesen zum Heil und einem selbst zum Glück gereicht, das tue, wer dazu die Macht hat; denn dies ist die Wurzel für das Gelingen von Recht und Nutzen.
paśya doṣān pāṇḍavair vigrahe tvaṃ; yatra vyatherann api devāḥ saśakrāḥ putrair vairaṃ nityam udvignavāso; yaśaḥpraṇāśo dviṣatāṃ ca harṣaḥ
Sieh die Übel, die dir aus einem Streit mit den Pāṇḍavas erwachsen - ein Streit, vor dem sogar die Götter samt Indra erzittern würden -: ständige Feindschaft mit den eigenen Söhnen, ein Leben in steter Unruhe, den Untergang deines Ruhmes und die Freude deiner Feinde.
Wort für Wort
paśya doṣān pāṇḍavair vigrahe tvaṃ; yatra vyatherann api devāḥ saśakrāḥ putrair vairaṃ nityam udvignavāso; yaśaḥpraṇāśo dviṣatāṃ ca harṣaḥ
Sieh die Übel, die dir aus einem Streit mit den Pāṇḍavas erwachsen - ein Streit, vor dem sogar die Götter samt Indra erzittern würden -: ständige Feindschaft mit den eigenen Söhnen, ein Leben in steter Unruhe, den Untergang deines Ruhmes und die Freude deiner Feinde.
Der Zorn Bhīṣmas und der deine, o Indragleicher, der Droṇas und des Königs Yudhiṣṭhira, einmal entfacht, würde diese Welt vernichten, wie ein weißer Planet, der schräg vom Himmel fällt.
Der Zorn Bhīṣmas und der deine, o Indragleicher, der Droṇas und des Königs Yudhiṣṭhira, einmal entfacht, würde diese Welt vernichten, wie ein weißer Planet, der schräg vom Himmel fällt.
Die Dhārtarāṣṭras sind der Wald, o König, die Pāṇḍusöhne gelten als die Tiger; fälle nicht den Wald samt seinen Tigern, vertreibe die Tiger nicht aus dem Wald.
Die Dhārtarāṣṭras sind der Wald, o König, die Pāṇḍusöhne gelten als die Tiger; fälle nicht den Wald samt seinen Tigern, vertreibe die Tiger nicht aus dem Wald.
arthasiddhiṃ parām icchan dharmam evāditaś caret na hi dharmād apaity arthaḥ svargalokād ivāmṛtam
Wer den höchsten Erfolg im weltlichen Nutzen wünscht, der wandle von Anfang an allein auf dem Pfad der Rechtschaffenheit; denn der Nutzen weicht nicht von der Rechtschaffenheit, wie die Unsterblichkeit nicht von der Himmelswelt.
Wort für Wort
arthasiddhiṃ parām icchan dharmam evāditaś caret na hi dharmād apaity arthaḥ svargalokād ivāmṛtam
Wer den höchsten Erfolg im weltlichen Nutzen wünscht, der wandle von Anfang an allein auf dem Pfad der Rechtschaffenheit; denn der Nutzen weicht nicht von der Rechtschaffenheit, wie die Unsterblichkeit nicht von der Himmelswelt.
yasyātmā virataḥ pāpāt kalyāṇe ca niveśitaḥ tena sarvam idaṃ buddhaṃ prakṛtir vikṛtiś ca yā
Wessen Seele sich vom Bösen abgewandt und dem Guten zugewandt hat, von dem ist all dies erkannt - sowohl das Ursprüngliche als auch das, was davon abweicht.
Wort für Wort
yasyātmā virataḥ pāpāt kalyāṇe ca niveśitaḥ tena sarvam idaṃ buddhaṃ prakṛtir vikṛtiś ca yā
Wessen Seele sich vom Bösen abgewandt und dem Guten zugewandt hat, von dem ist all dies erkannt - sowohl das Ursprüngliche als auch das, was davon abweicht.
yo dharmam arthaṃ kāmaṃ ca yathākālaṃ niṣevate dharmārthakāmasaṃyogaṃ so 'mutreha ca vindati
Wer Recht, Nutzen und Verlangen, jeweils zur rechten Zeit, pflegt, der erlangt die Verbindung von Recht, Nutzen und Verlangen sowohl hier als auch im Jenseits.
Wort für Wort
yo dharmam arthaṃ kāmaṃ ca yathākālaṃ niṣevate dharmārthakāmasaṃyogaṃ so 'mutreha ca vindati
Wer Recht, Nutzen und Verlangen, jeweils zur rechten Zeit, pflegt, der erlangt die Verbindung von Recht, Nutzen und Verlangen sowohl hier als auch im Jenseits.
saṃniyacchati yo vegam utthitaṃ krodhaharṣayoḥ sa śriyo bhājanaṃ rājan yaś cāpatsu na muhyati
Wer den aufsteigenden Ansturm von Zorn und Freude zu zügeln vermag, o König, und wer in Nöten nicht die Fassung verliert - der ist ein Gefäß des Glücks.
Wort für Wort
saṃniyacchati yo vegam utthitaṃ krodhaharṣayoḥ sa śriyo bhājanaṃ rājan yaś cāpatsu na muhyati
Wer den aufsteigenden Ansturm von Zorn und Freude zu zügeln vermag, o König, und wer in Nöten nicht die Fassung verliert - der ist ein Gefäß des Glücks.
yat tv asya sahajaṃ rājan pitṛpaitāmahaṃ balam abhijātabalaṃ nāma tac caturthaṃ balaṃ smṛtam
Die Kraft aber, die einem angeboren ist, von Vater und Großvater ererbt, o König, wird die sogenannte Kraft der edlen Geburt genannt - dies gilt als die vierte Kraft.
Wort für Wort
yat tv asya sahajaṃ rājan pitṛpaitāmahaṃ balam abhijātabalaṃ nāma tac caturthaṃ balaṃ smṛtam
Die Kraft aber, die einem angeboren ist, von Vater und Großvater ererbt, o König, wird die sogenannte Kraft der edlen Geburt genannt - dies gilt als die vierte Kraft.
yena tv etāni sarvāṇi saṃgṛhītāni bhārata yad balānāṃ balaṃ śreṣṭhaṃ tat prajñābalam ucyate
Diejenige Kraft aber, durch die all diese anderen Kräfte zusammengehalten werden, o Bhārata, die beste unter den Kräften - die wird die Kraft der Einsicht genannt.
Wort für Wort
yena tv etāni sarvāṇi saṃgṛhītāni bhārata yad balānāṃ balaṃ śreṣṭhaṃ tat prajñābalam ucyate
Diejenige Kraft aber, durch die all diese anderen Kräfte zusammengehalten werden, o Bhārata, die beste unter den Kräften - die wird die Kraft der Einsicht genannt.
mahate yo 'pakārāya narasya prabhaven naraḥ tena vairaṃ samāsajya dūrastho 'smīti nāśvaset
Wer imstande ist, einem Menschen großen Schaden zuzufügen, mit dem soll man, hat man einmal Feindschaft geschlossen, sich nicht in Sicherheit wiegen mit dem Gedanken, man sei ja fern von ihm.
Wort für Wort
mahate yo 'pakārāya narasya prabhaven naraḥ tena vairaṃ samāsajya dūrastho 'smīti nāśvaset
Wer imstande ist, einem Menschen großen Schaden zuzufügen, mit dem soll man, hat man einmal Feindschaft geschlossen, sich nicht in Sicherheit wiegen mit dem Gedanken, man sei ja fern von ihm.
Welcher Kluge sollte Vertrauen setzen in Frauen, Könige, Schlangen, das eigene Studium, in solche, die dem Feind dienen, in Genuss und in die Dauer des Lebens?
Welcher Kluge sollte Vertrauen setzen in Frauen, Könige, Schlangen, das eigene Studium, in solche, die dem Feind dienen, in Genuss und in die Dauer des Lebens?
prajñāśareṇābhihatasya jantoś; cikitsakāḥ santi na cauṣadhāni na homamantrā na ca maṅgalāni; nātharvaṇā nāpy agadāḥ susiddhāḥ
Für ein Wesen, das vom Pfeil gegnerischer Klugheit getroffen wurde, gibt es weder Ärzte noch Heilmittel, weder Opfersprüche noch Segensriten, weder Atharva-Zaubersprüche noch wirksame Gegengifte.
Wort für Wort
prajñāśareṇābhihatasya jantoś; cikitsakāḥ santi na cauṣadhāni na homamantrā na ca maṅgalāni; nātharvaṇā nāpy agadāḥ susiddhāḥ
Für ein Wesen, das vom Pfeil gegnerischer Klugheit getroffen wurde, gibt es weder Ärzte noch Heilmittel, weder Opfersprüche noch Segensriten, weder Atharva-Zaubersprüche noch wirksame Gegengifte.
sarpaś cāgniś ca siṃhaś ca kulaputraś ca bhārata nāvajñeyā manuṣyeṇa sarve te hy atitejasaḥ
Eine Schlange, ein Feuer, ein Löwe und ein Sohn aus edlem Geschlecht, o Bhārata - keiner von diesen darf vom Menschen verachtet werden, denn sie alle sind von großer Glutkraft.
Wort für Wort
sarpaś cāgniś ca siṃhaś ca kulaputraś ca bhārata nāvajñeyā manuṣyeṇa sarve te hy atitejasaḥ
Eine Schlange, ein Feuer, ein Löwe und ein Sohn aus edlem Geschlecht, o Bhārata - keiner von diesen darf vom Menschen verachtet werden, denn sie alle sind von großer Glutkraft.
Du bist samt deinen Söhnen von der Art der Schlingpflanze, die Pāṇḍusöhne gelten als die Śāla-Bäume; niemals wächst eine Schlingpflanze, ohne sich auf einen großen Baum zu stützen.
Du bist samt deinen Söhnen von der Art der Schlingpflanze, die Pāṇḍusöhne gelten als die Śāla-Bäume; niemals wächst eine Schlingpflanze, ohne sich auf einen großen Baum zu stützen.
Du, o König, bist samt deinen Söhnen der Wald, o Sohn der Ambikā; erkenne die Pāṇḍavas als die Löwen im Wald: ein Wald ohne Löwen würde zugrunde gehen, und die Löwen würden ohne den Wald zugrunde gehen.
Du, o König, bist samt deinen Söhnen der Wald, o Sohn der Ambikā; erkenne die Pāṇḍavas als die Löwen im Wald: ein Wald ohne Löwen würde zugrunde gehen, und die Löwen würden ohne den Wald zugrunde gehen.