Quellen der Menschheit

Mahābhārata · Udyogaparva

Kapitel 95: Mātalyupākhyānārambhaḥ Der Weise Kaṇva und der Beginn der Mātali-Erzählung

Nach Paraśurāma erhebt sich der erhabene Seher Kaṇva und mahnt Duryodhana mit einer kosmologischen Betrachtung über Vergänglichkeit und Sterblichkeit zum Frieden mit den Pāṇḍavas - Macht allein sei kein Schutz, denn auch die Mächtigen finden ihresgleichen. Zur Bekräftigung beginnt er die alte Erzählung von Mātali, dem Wagenlenker Indras: Dessen Tochter Guṇakeśī, an Schönheit unübertroffen, findet unter Göttern, Menschen und Sehern keinen ebenbürtigen Bräutigam; Mātali beschließt daher, sein Glück in der Welt der Nāgas zu suchen, und steigt in das Erdinnere hinab. Die Erzählung wird in den folgenden Kapiteln fortgesetzt.

vaiśaṃpāyana uvāca jāmadagnyavacaḥ śrutvā kaṇvo 'pi bhagavān ṛṣiḥ duryodhanam idaṃ vākyam abravīt kurusaṃsadi

Vaiśaṃpāyana sprach: Nachdem er die Worte des Jāmadagnya gehört hatte, sprach auch der erhabene Seher Kaṇva dieses Wort zu Duryodhana in der Kuru-Versammlung:

Wort für Wort
jāmadagnyavacaḥ śrutvā
die Worte des Jāmadagnya gehört habend (Ger. + Akk.)
kaṇvaḥ api bhagavān ṛṣiḥ
auch der erhabene Seher Kaṇva (Nom. Sg.)
duryodhanam idaṃ vākyam abravīt
er sprach dieses Wort zu Duryodhana (Akk. + 3. Sg. Ipf. Akt.)

akṣayaś cāvyayaś caiva brahmā lokapitāmahaḥ tathaiva bhagavantau tau naranārāyaṇāv ṛṣī

‚Unvergänglich und unwandelbar ist Brahmā, der Großvater der Welten; ebenso jene beiden erhabenen Seher, Nara und Nārāyaṇa.

Wort für Wort
akṣayaḥ ca avyayaḥ ca eva brahmā lokapitāmahaḥ
unvergänglich und unwandelbar ist Brahmā, der Großvater der Welten (Nom. Sg., Adj. + Apposition)
bhagavantau tau naranārāyaṇau ṛṣī
jene beiden erhabenen Seher, Nara und Nārāyaṇa (Nom. Dual)

[Anm.: SQ öffnet hier - Kaṇvas eigene Rede beginnt, im Anschluss an Paraśurāmas Beispiel von Nara-Nārāyaṇa fortführend.]

ādityānāṃ hi sarveṣāṃ viṣṇur ekaḥ sanātanaḥ ajayyaś cāvyayaś caiva śāśvataḥ prabhur īśvaraḥ

Denn unter allen Ādityas ist Viṣṇu allein der ewige, unbesiegbare, unwandelbare, immerwährende Herr und Gebieter.

Wort für Wort
ādityānāṃ sarveṣāṃ
unter allen Ādityas (Gen. Pl.)
viṣṇuḥ ekaḥ sanātanaḥ
Viṣṇu allein der ewige (Nom. Sg.)
ajayyaḥ avyayaḥ ca eva śāśvataḥ prabhuḥ īśvaraḥ
unbesiegbar, unwandelbar, immerwährend, Herr, Gebieter (Nom. Sg., Adj.-Reihe)

nimittamaraṇās tv anye candrasūryau mahī jalam vāyur agnis tathākāśaṃ grahās tārāgaṇās tathā

Andere aber sterben nur aus kosmischem Anlass: Mond und Sonne, Erde, Wasser, Wind, Feuer, ebenso der Raum, die Planeten und die Sternenscharen.

Wort für Wort
nimittamaraṇāḥ tu anye
andere aber sterben nur aus Anlass (Nom. Pl., Bahuvrīhi)
candrasūryau mahī jalam vāyuḥ agniḥ
Mond und Sonne, Erde, Wasser, Wind, Feuer (Nom. Dual/Sg., Aufzählung)
ākāśaṃ grahāḥ tārāgaṇāḥ
Raum, Planeten, Sternenscharen (Nom. Sg./Pl.)

[Anm.: ,nimittamaraṇāḥ' (,nur aus Anlass sterbend') bezeichnet Wesen, die nur bei einer kosmischen Auflösung (pralaya), nicht durch natürlichen Tod, vergehen.]

te ca kṣayānte jagato hitvā lokatrayaṃ sadā kṣayaṃ gacchanti vai sarve sṛjyante ca punaḥ punaḥ

Und diese gehen am Ende der Weltzeit, nachdem sie die drei Welten verlassen haben, alle stets dem Untergang entgegen, und werden immer wieder neu erschaffen.

Wort für Wort
kṣayānte jagataḥ
am Ende der Weltzeit (Lok. Sg. + Gen.)
hitvā lokatrayaṃ
die drei Welten verlassen habend (Ger. + Akk.)
kṣayaṃ gacchanti vai sarve
alle gehen gewiss dem Untergang entgegen (Akk. + 3. Pl. Präs.)
sṛjyante ca punaḥ punaḥ
und werden immer wieder erschaffen (3. Pl. Präs. Pass.)

muhūrtamaraṇās tv anye mānuṣā mṛgapakṣiṇaḥ tiryagyonyaś ca ye cānye jīvalokacarāḥ smṛtāḥ

Andere aber sterben binnen eines Augenblicks: Menschen, wilde Tiere und Vögel, Tiere niederer Geburt und was sonst noch als in der Lebewesenwelt wandelnd gilt.

Wort für Wort
muhūrtamaraṇāḥ tu anye
andere aber sterben binnen eines Augenblicks (Nom. Pl., Bahuvrīhi)
mānuṣāḥ mṛgapakṣiṇaḥ
Menschen, wilde Tiere und Vögel (Nom. Pl.)
tiryagyonyaḥ ca ye ca anye jīvalokacarāḥ smṛtāḥ
Tiere niederer Geburt und was sonst als Lebewesen gilt (Nom. Pl. Ppp.)

bhūyiṣṭhena tu rājānaḥ śriyaṃ bhuktvāyuṣaḥ kṣaye maraṇaṃ pratigacchanti bhoktuṃ sukṛtaduṣkṛtam

Könige aber gehen zumeist, nachdem sie Herrlichkeit genossen haben, am Ende ihrer Lebenszeit dem Tod entgegen, um die Früchte von gutem und bösem Tun zu erfahren.

Wort für Wort
bhūyiṣṭhena tu rājānaḥ
Könige aber zumeist (Instr. Adv. + Nom. Pl.)
śriyaṃ bhuktvā āyuṣaḥ kṣaye
Herrlichkeit genossen habend, am Ende der Lebenszeit (Ger. + Akk. + Lok.)
maraṇaṃ pratigacchanti bhoktuṃ sukṛtaduṣkṛtam
sie gehen dem Tod entgegen, um Gutes und Böses zu erfahren (Akk. + 3. Pl. Präs. + Inf.)

sa bhavān dharmaputreṇa śamaṃ kartum ihārhati pāṇḍavāḥ kuravaś caiva pālayantu vasuṃdharām

Du solltest hier Frieden mit dem Sohn des Dharma schließen; die Pāṇḍavas und die Kurus sollen gemeinsam die Erde beschützen.

Wort für Wort
sa bhavān dharmaputreṇa śamaṃ kartum ... arhati
du solltest mit dem Sohn des Dharma Frieden schließen (Nom. + Instr. + Inf. + 2. Sg. Präs.)
pāṇḍavāḥ kuravaḥ ca eva pālayantu vasuṃdharām
die Pāṇḍavas und die Kurus sollen die Erde beschützen (Nom. Pl. + 3. Pl. Imperativ + Akk.)

[Anm.: ,dharmaputra' (,Sohn des Dharma') ist ein Beiname Yudhiṣṭhiras.]

balavān aham ity eva na mantavyaṃ suyodhana balavanto hi balibhir dṛśyante puruṣarṣabha

„Ich bin mächtig“ - so allein sollst du nicht denken, o Suyodhana; denn auch Mächtige werden von noch Mächtigeren übertroffen, o Stier unter den Männern.

Wort für Wort
balavān aham iti eva na mantavyaṃ
,ich bin mächtig' - so allein sollst du nicht denken (Nom. Sg. + Zitatpartikel + Neg. Ger.)
balavantaḥ hi balibhiḥ dṛśyante
denn auch Mächtige werden von Mächtigeren übertroffen/erblickt (Nom. Pl. + Instr. Pl. + 3. Pl. Präs. Pass.)

[Anm.: CQ öffnet und schließt hier - kurzes, hypothetisches Selbstzitat von Duryodhanas vermeintlichem Gedanken, analog zu Kap.86 V.003.]

na balaṃ balināṃ madhye balaṃ bhavati kaurava balavanto hi te sarve pāṇḍavā devavikramāḥ

Macht inmitten der Mächtigen ist nicht immer Macht, o Kaurava; denn all jene Pāṇḍavas sind mächtig, von göttlicher Kraft.

Wort für Wort
na balaṃ balināṃ madhye balaṃ bhavati
Macht inmitten der Mächtigen ist nicht Macht (Neg. + Nom. + Gen. Pl. + Lok. + 3. Sg. Präs.)
balavantaḥ hi te sarve pāṇḍavāḥ devavikramāḥ
denn all jene Pāṇḍavas sind mächtig, von göttlicher Kraft (Nom. Pl., Bahuvrīhi)

atrāpy udāharantīmam itihāsaṃ purātanam mātaler dātukāmasya kanyāṃ mṛgayato varam

Hierzu führt man auch diese alte Geschichte an: von Mātali, der seine Tochter zu geben wünschte und einen Bräutigam für sie suchte.

Wort für Wort
atra api udāharanti imam itihāsaṃ purātanam
hierzu führt man auch diese alte Geschichte an (Adv. + 3. Pl. Präs. + Akk.)
mātaleḥ dātukāmasya kanyāṃ mṛgayataḥ varam
von Mātali, der seine Tochter zu geben wünschte, einen Bräutigam suchend (Gen. Sg., Bahuvrīhi + Akk. + Part. Präs.)

[Anm.: Beginn des Mātali-Upākhyāna, einer bekannten eingeschobenen Erzählung des Udyogaparva; die Geschichte wird sich über mehrere folgende Kapitel erstrecken.]

matas trailokyarājasya mātalir nāma sārathiḥ tasyaikaiva kule kanyā rūpato lokaviśrutā

Des Königs der drei Welten Wagenlenker namens Mātali hatte in seinem Geschlecht eine einzige Tochter, an Schönheit in der Welt berühmt.

Wort für Wort
trailokyarājasya mātaḥ sārathiḥ
des Königs der drei Welten (Indras) Wagenlenker (Gen. Sg. + Nom. Sg.)
tasya ekā eva kule kanyā rūpataḥ lokaviśrutā
in seinem Geschlecht eine einzige Tochter, an Schönheit weltberühmt (Gen. + Lok. + Nom. Sg. fem.)

[Anm.: ,trailokyarājan' (,König der drei Welten') bezeichnet Indra.]

guṇakeśīti vikhyātā nāmnā sā devarūpiṇī śriyā ca vapuṣā caiva striyo 'nyāḥ sātiricyate

Guṇakeśī mit Namen bekannt, von göttlicher Gestalt, übertraf sie an Herrlichkeit und Leibesschönheit alle anderen Frauen.

Wort für Wort
guṇakeśī iti vikhyātā nāmnā
als Guṇakeśī dem Namen nach bekannt (Nom. Sg. fem. Ppp. + Instr.)
devarūpiṇī
von göttlicher Gestalt (Nom. Sg. fem., Bahuvrīhi)
śriyā ca vapuṣā ca eva striyaḥ anyāḥ sā atiricyate
an Herrlichkeit und Leibesschönheit übertraf sie alle anderen Frauen (Instr. + Nom. Pl. + 3. Sg. Präs. Pass.)

tasyāḥ pradānasamayaṃ mātaliḥ saha bhāryayā jñātvā vimamṛśe rājaṃs tatparaḥ paricintayan

Als er erkannte, dass die Zeit gekommen war, sie zu vergeben, überlegte Mātali samt seiner Gattin, o König, ganz darauf bedacht, tief nachsinnend:

Wort für Wort
tasyāḥ pradānasamayaṃ jñātvā
erkannt habend, dass die Zeit ihrer Vergabe [gekommen war] (Akk. + Ger.)
mātaliḥ saha bhāryayā vimamṛśe
Mātali überlegte samt seiner Gattin (Nom. + Instr. + 3. Sg. Perf. Med.)
tatparaḥ paricintayan
ganz darauf bedacht, tief nachsinnend (Nom. Sg., Bahuvrīhi + Part. Präs.)

dhik khalv alaghuśīlānām ucchritānāṃ yaśasvinām narāṇām ṛddhasattvānāṃ kule kanyāprarohaṇam

„Wehe fürwahr der Geburt einer Tochter im Geschlecht von Männern von großem Wesen, von hohem Rang, von Ruhm, von gedeihlicher Wesensart!

Wort für Wort
dhik khalu
wehe fürwahr (Interjektion + Partikel)
alaghuśīlānām ucchritānāṃ yaśasvinām narāṇām ṛddhasattvānāṃ
von Männern großen Wesens, hohen Rangs, ruhmvoll, gedeihlicher Wesensart (Gen. Pl., Adj.-Reihe)
kule kanyāprarohaṇam
die Geburt einer Tochter im Geschlecht (Lok. + Nom. Sg.)

[Anm.: CQ öffnet hier - Mātalis eigener, innerer Gedanke/Klage beginnt, eingebettet in Kaṇvas Erzählung.]

mātuḥ kulaṃ pitṛkulaṃ yatra caiva pradīyate kulatrayaṃ saṃśayitaṃ kurute kanyakā satām

Das Geschlecht der Mutter, das Geschlecht des Vaters, und jenes, in das sie gegeben wird - drei Geschlechter bringt die Tochter der Guten in Gefahr.

Wort für Wort
mātuḥ kulaṃ pitṛkulaṃ
das Geschlecht der Mutter, das Geschlecht des Vaters (Nom. Sg.)
yatra ca eva pradīyate
und jenes, in das sie gegeben wird (Rel. + 3. Sg. Präs. Pass.)
kulatrayaṃ saṃśayitaṃ kurute kanyakā satām
drei Geschlechter bringt die Tochter der Guten in Zweifel/Gefahr (Akk. + Ppp. + 3. Sg. Präs. Med. + Nom. + Gen. Pl.)

devamānuṣalokau dvau mānasenaiva cakṣuṣā avagāhyaiva vicitau na ca me rocate varaḥ

Beide Welten, die der Götter und die der Menschen, habe ich allein mit dem Auge des Geistes durchforscht und geprüft, und kein Bräutigam gefällt mir.

Wort für Wort
devamānuṣalokau dvau
die beiden Welten der Götter und der Menschen (Akk. Dual)
mānasena eva cakṣuṣā avagāhya eva vicitau
mit dem Auge des Geistes allein durchforscht und geprüft (Instr. + Ger. + Akk. Dual Ppp.)
na ca me rocate varaḥ
und kein Bräutigam gefällt mir (Neg. + Dat. + 3. Sg. Präs. + Nom.)

na devān naiva ditijān na gandharvān na mānuṣān arocayaṃ varakṛte tathaiva bahulān ṛṣīn

Weder Götter noch Söhne der Diti, weder Gandharvas noch Menschen fand ich als Bräutigam geeignet, ebenso wenig die zahlreichen Seher.“

Wort für Wort
na devān na eva ditijān na gandharvān na mānuṣān
weder Götter noch Söhne der Diti, weder Gandharvas noch Menschen (Neg. + Akk. Pl., Aufzählung)
arocayaṃ varakṛte
fand ich geeignet als Bräutigam (1. Sg. Ipf. Kausativ + Dat./Zweck)
tathaiva bahulān ṛṣīn
ebenso wenig die zahlreichen Seher (Adv. + Akk. Pl.)

[Anm.: CQ schließt hier - Ende von Mātalis innerem Selbstgespräch/Klage.]

bhāryayā tu sa saṃmantrya saha rātrau sudharmayā mātalir nāgalokāya cakāra gamane matim

Nachdem er sich in der Nacht mit seiner Gattin Sudharmā beraten hatte, fasste Mātali den Entschluss, zur Welt der Nāgas zu gehen.

Wort für Wort
bhāryayā saha rātrau sudharmayā saṃmantrya
mit seiner Gattin Sudharmā in der Nacht beraten habend (Instr. + Lok. + Ger.)
mātaliḥ nāgalokāya gamane matim cakāra
Mātali fasste den Entschluss, zur Welt der Nāgas zu gehen (Nom. + Dat. + Lok. + Akk. + 3. Sg. Perf. Akt.)

na me devamanuṣyeṣu guṇakeśyāḥ samo varaḥ rūpato dṛśyate kaś cin nāgeṣu bhavitā dhruvam

„Unter Göttern und Menschen ist mir kein Bräutigam ersichtlich, der Guṇakeśī an Schönheit gleichkäme; bei den Nāgas wird gewiss ein solcher sein.“

Wort für Wort
na me devamanuṣyeṣu ... samaḥ varaḥ
mir ist kein gleicher Bräutigam unter Göttern und Menschen (Neg. + Dat. + Lok. + Nom.)
guṇakeśyāḥ rūpataḥ dṛśyate
der Guṇakeśī an Schönheit gleichkäme, ist ersichtlich (Gen. + Adv. + 3. Sg. Präs. Pass.)
kaś cit nāgeṣu bhavitā dhruvam
gewiss wird bei den Nāgas ein solcher sein (Nom. + Lok. + Fut. Periphr. + Adv.)

[Anm.: CQ öffnet und schließt hier - Mātalis an Sudharmā gerichtete Worte, wie V.021 (,ity āmantrya sudharmām') rückwirkend bestätigt.]

ity āmantrya sudharmāṃ sa kṛtvā cābhipradakṣiṇam kanyāṃ śirasy upāghrāya praviveśa mahītalam

So Sudharmā angesprochen habend und die Umschreitung von rechts vollzogen, küsste er seine Tochter auf das Haupt und stieg hinab in das Erdinnere.

Wort für Wort
iti āmantrya sudharmāṃ
so Sudharmā angesprochen habend (Ger. + Akk.)
kṛtvā ca abhipradakṣiṇam
und die Umschreitung von rechts vollzogen habend (Ger. + Akk.)
kanyāṃ śirasi upāghrāya
die Tochter am Haupt beriechend/küssend (Akk. + Lok. + Ger.)
praviveśa mahītalam
er stieg hinab in das Erdinnere (3. Sg. Perf. Akt. + Akk.)

[Anm.: ,kanyāṃ śirasy upāghrāya' (,die Tochter am Haupt beriechend/küssend') bezeichnet die traditionelle vedische Segensgeste des Kopf-Beriechens beim Abschied. ,mahītalam praviveśa' (,er betrat das Erdinnere') meint den Abstieg in die unterirdische Welt der Nāgas (Pātāla) - Fortsetzung der Erzählung im folgenden Kapitel.]

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