Kapitel 33: Prajāgara-parva (33)
Vidura-nīti I: Dhṛtarāṣṭras Schlaflosigkeit und die Merkmale des Weisen und des Toren
Der schlaflose Dhṛtarāṣṭra lässt Vidura holen und bittet ihn um Rat. Damit beginnt die berühmte 'Vidura-nīti' (Prajāgara-parva, 'Kapitel der Nachtwache') - eine der bekanntesten Weisheitslehren des Mahābhārata. Vidura entfaltet in dichter Gnomik die Kennzeichen des Weisen (paṇḍita) und des Toren (mūḍha), gefolgt von einer langen Kette numerisch geordneter Merksprüche (eins bis zehn) über Politik, Ethik und Lebensführung - darunter das berühmte Rätsel vom 'Haus mit neun Toren' (dem menschlichen Körper) und der kryptische Zahlenvers V.43. Das Kapitel endet damit, dass Vidura die allgemeine Lehre auf die konkrete Situation anwendet und Dhṛtarāṣṭra auffordert, den Pāṇḍavas ihr Königreich zurückzugeben.
Der Türhüter sprach: ‚Vidura ist hier angekommen, auf deinen Befehl hin, o Herrscher der Könige; er möchte deine Füße sehen - was soll er tun? Befiehl mir.‘
Der Türhüter sprach: ‚Vidura ist hier angekommen, auf deinen Befehl hin, o Herrscher der Könige; er möchte deine Füße sehen - was soll er tun? Befiehl mir.‘
Dhṛtarāṣṭra sprach: ‚Lass den hochweisen, weitblickenden Vidura eintreten; für ihn bin ich nämlich niemals zur Unzeit, wenn es um sein Erscheinen geht.‘
Dhṛtarāṣṭra sprach: ‚Lass den hochweisen, weitblickenden Vidura eintreten; für ihn bin ich nämlich niemals zur Unzeit, wenn es um sein Erscheinen geht.‘
dvāḥstha uvāca praviśāntaḥpuraṃ kṣattar mahārājasya dhīmataḥ na hi te darśane 'kālyo jātu rājā bravīti mām
Der Türhüter sprach: ‚Betritt das innere Gemach, Kṣattṛ, des weisen Großkönigs; niemals, so sagt mir der König, sei er für dein Erscheinen zur Unzeit da.‘
Wort für Wort
dvāḥstha uvāca praviśāntaḥpuraṃ kṣattar mahārājasya dhīmataḥ na hi te darśane 'kālyo jātu rājā bravīti mām
Der Türhüter sprach: ‚Betritt das innere Gemach, Kṣattṛ, des weisen Großkönigs; niemals, so sagt mir der König, sei er für dein Erscheinen zur Unzeit da.‘
Vaiśaṃpāyana sprach: Da trat Vidura in Dhṛtarāṣṭras Wohnung ein und sprach mit gefalteten Händen zu dem in Gedanken versunkenen Herrscher der Menschen folgendes Wort:
Vaiśaṃpāyana sprach: Da trat Vidura in Dhṛtarāṣṭras Wohnung ein und sprach mit gefalteten Händen zu dem in Gedanken versunkenen Herrscher der Menschen folgendes Wort:
dhṛtarāṣṭra uvāca saṃjayo vidura prāpto garhayitvā ca māṃ gataḥ ajātaśatroḥ śvo vākyaṃ sabhāmadhye sa vakṣyati
Dhṛtarāṣṭra sprach: ‚Sañjaya ist angekommen, Vidura, und ist, nachdem er mich getadelt hatte, gegangen; morgen wird er inmitten der Versammlung Ajātaśatrus Botschaft vortragen.
Wort für Wort
dhṛtarāṣṭra uvāca saṃjayo vidura prāpto garhayitvā ca māṃ gataḥ ajātaśatroḥ śvo vākyaṃ sabhāmadhye sa vakṣyati
Dhṛtarāṣṭra sprach: ‚Sañjaya ist angekommen, Vidura, und ist, nachdem er mich getadelt hatte, gegangen; morgen wird er inmitten der Versammlung Ajātaśatrus Botschaft vortragen.
yataḥ prāptaḥ saṃjayaḥ pāṇḍavebhyo; na me yathāvan manasaḥ praśāntiḥ sarvendriyāṇy aprakṛtiṃ gatāni; kiṃ vakṣyatīty eva hi me 'dya cintā
Seit Sañjaya von den Pāṇḍavas zurückgekehrt ist, finde ich keine rechte Ruhe des Geistes; alle meine Sinne sind aus ihrer natürlichen Verfassung geraten - was er wohl sagen wird, das ist heute meine einzige Sorge.‘
Wort für Wort
yataḥ prāptaḥ saṃjayaḥ pāṇḍavebhyo; na me yathāvan manasaḥ praśāntiḥ sarvendriyāṇy aprakṛtiṃ gatāni; kiṃ vakṣyatīty eva hi me 'dya cintā
Seit Sañjaya von den Pāṇḍavas zurückgekehrt ist, finde ich keine rechte Ruhe des Geistes; alle meine Sinne sind aus ihrer natürlichen Verfassung geraten - was er wohl sagen wird, das ist heute meine einzige Sorge.‘
Vidura sprach: ‚Den vom Starken Angegriffenen, den Schwachen, Mittellosen, den seines Besitzes Beraubten, den von Begierde Getriebenen und den Dieb - diese befällt die Schlaflosigkeit.
Vidura sprach: ‚Den vom Starken Angegriffenen, den Schwachen, Mittellosen, den seines Besitzes Beraubten, den von Begierde Getriebenen und den Dieb - diese befällt die Schlaflosigkeit.
dhṛtarāṣṭra uvāca śrotum icchāmi te dharmyaṃ paraṃ naiḥśreyasaṃ vacaḥ asmin rājarṣivaṃśe hi tvam ekaḥ prājñasaṃmataḥ
Dhṛtarāṣṭra sprach: ‚Ich möchte dein rechtes, höchstes, zum Heil führendes Wort hören; denn in dieser Königsweisen-Linie giltst du allein als der Weise, dem man vertraut.‘
Wort für Wort
dhṛtarāṣṭra uvāca śrotum icchāmi te dharmyaṃ paraṃ naiḥśreyasaṃ vacaḥ asmin rājarṣivaṃśe hi tvam ekaḥ prājñasaṃmataḥ
Dhṛtarāṣṭra sprach: ‚Ich möchte dein rechtes, höchstes, zum Heil führendes Wort hören; denn in dieser Königsweisen-Linie giltst du allein als der Weise, dem man vertraut.‘
Vidura sprach: ‚Wer das Gepriesene pflegt und das Getadelte nicht pflegt, wer nicht ungläubig, sondern gläubig ist - dies ist das Kennzeichen des Weisen.
Vidura sprach: ‚Wer das Gepriesene pflegt und das Getadelte nicht pflegt, wer nicht ungläubig, sondern gläubig ist - dies ist das Kennzeichen des Weisen.
yasya kṛtyaṃ na jānanti mantraṃ vā mantritaṃ pare kṛtam evāsya jānanti sa vai paṇḍita ucyate
Wessen Vorhaben oder besprochenen Ratschlag die anderen nicht kennen, sondern nur seine bereits vollzogene Tat erkennen, der wird wahrlich weise genannt.
Wort für Wort
yasya kṛtyaṃ na jānanti mantraṃ vā mantritaṃ pare kṛtam evāsya jānanti sa vai paṇḍita ucyate
Wessen Vorhaben oder besprochenen Ratschlag die anderen nicht kennen, sondern nur seine bereits vollzogene Tat erkennen, der wird wahrlich weise genannt.
kṣipraṃ vijānāti ciraṃ śṛṇoti; vijñāya cārthaṃ bhajate na kāmāt nāsaṃpṛṣṭo vyupayuṅkte parārthe; tat prajñānaṃ prathamaṃ paṇḍitasya
Rasch begreift er, lange hört er zu; hat er die Sache erkannt, richtet er sich danach, nicht nach Begierde; ungefragt mischt er sich nicht in fremde Angelegenheiten - dies ist das erste Merkmal der Einsicht des Weisen.
Wort für Wort
kṣipraṃ vijānāti ciraṃ śṛṇoti; vijñāya cārthaṃ bhajate na kāmāt nāsaṃpṛṣṭo vyupayuṅkte parārthe; tat prajñānaṃ prathamaṃ paṇḍitasya
Rasch begreift er, lange hört er zu; hat er die Sache erkannt, richtet er sich danach, nicht nach Begierde; ungefragt mischt er sich nicht in fremde Angelegenheiten - dies ist das erste Merkmal der Einsicht des Weisen.
niścitya yaḥ prakramate nāntar vasati karmaṇaḥ avandhyakālo vaśyātmā sa vai paṇḍita ucyate
Wer, nachdem er sich entschieden hat, ans Werk geht und nicht mitten in der Handlung verharrt, dessen Zeit nicht fruchtlos verstreicht, wer sich selbst beherrscht - der wird wahrlich weise genannt.
Wort für Wort
niścitya yaḥ prakramate nāntar vasati karmaṇaḥ avandhyakālo vaśyātmā sa vai paṇḍita ucyate
Wer, nachdem er sich entschieden hat, ans Werk geht und nicht mitten in der Handlung verharrt, dessen Zeit nicht fruchtlos verstreicht, wer sich selbst beherrscht - der wird wahrlich weise genannt.
āryakarmaṇi rajyante bhūtikarmāṇi kurvate hitaṃ ca nābhyasūyanti paṇḍitā bharatarṣabha
An edlen Taten erfreuen sie sich, sie vollbringen Werke des Wohlergehens, und dem Heilsamen gegenüber empfinden sie keinen Groll - so sind die Weisen, Stier der Bharatas.
Wort für Wort
āryakarmaṇi rajyante bhūtikarmāṇi kurvate hitaṃ ca nābhyasūyanti paṇḍitā bharatarṣabha
An edlen Taten erfreuen sie sich, sie vollbringen Werke des Wohlergehens, und dem Heilsamen gegenüber empfinden sie keinen Groll - so sind die Weisen, Stier der Bharatas.
Wer das wahre Wesen aller Geschöpfe kennt, die rechte Verbindung aller Taten kennt und die Mittel im Umgang mit den Menschen kennt - dieser Mann wird weise genannt.
Wer das wahre Wesen aller Geschöpfe kennt, die rechte Verbindung aller Taten kennt und die Mittel im Umgang mit den Menschen kennt - dieser Mann wird weise genannt.
pravṛttavāk citrakatha ūhavān pratibhānavān āśu granthasya vaktā ca sa vai paṇḍita ucyate
Wer redegewandt ist, kunstvoll erzählt, urteilsfähig und geistesgegenwärtig ist und rasch den Sinn einer schwierigen Stelle darlegen kann - der wird wahrlich weise genannt.
Wort für Wort
pravṛttavāk citrakatha ūhavān pratibhānavān āśu granthasya vaktā ca sa vai paṇḍita ucyate
Wer redegewandt ist, kunstvoll erzählt, urteilsfähig und geistesgegenwärtig ist und rasch den Sinn einer schwierigen Stelle darlegen kann - der wird wahrlich weise genannt.
Wessen Gelehrsamkeit der Einsicht folgt und dessen Einsicht wiederum der Gelehrsamkeit folgt, wer die Grenzen edlen Verhaltens nicht überschreitet - der erlangt den Namen des Weisen.
Wessen Gelehrsamkeit der Einsicht folgt und dessen Einsicht wiederum der Gelehrsamkeit folgt, wer die Grenzen edlen Verhaltens nicht überschreitet - der erlangt den Namen des Weisen.
aśrutaś ca samunnaddho daridraś ca mahāmanāḥ arthāṃś cākarmaṇā prepsur mūḍha ity ucyate budhaiḥ
Wer ungebildet und aufgeblasen ist, arm und doch hochmütig gesinnt, wer Reichtum ohne eigenes Tun erlangen will - der wird von den Klugen ein Tor genannt.
Wort für Wort
aśrutaś ca samunnaddho daridraś ca mahāmanāḥ arthāṃś cākarmaṇā prepsur mūḍha ity ucyate budhaiḥ
Wer ungebildet und aufgeblasen ist, arm und doch hochmütig gesinnt, wer Reichtum ohne eigenes Tun erlangen will - der wird von den Klugen ein Tor genannt.
svam arthaṃ yaḥ parityajya parārtham anutiṣṭhati mithyā carati mitrārthe yaś ca mūḍhaḥ sa ucyate
Wer sein eigenes Anliegen aufgibt, um sich um fremde Angelegenheiten zu kümmern, und wer seinem Freund gegenüber falsch handelt - der wird ein Tor genannt.
Wort für Wort
svam arthaṃ yaḥ parityajya parārtham anutiṣṭhati mithyā carati mitrārthe yaś ca mūḍhaḥ sa ucyate
Wer sein eigenes Anliegen aufgibt, um sich um fremde Angelegenheiten zu kümmern, und wer seinem Freund gegenüber falsch handelt - der wird ein Tor genannt.
Wer uneingeladen eintritt, ungefragt viel redet und wachsamen, misstrauischen Menschen vertraut - ein solcher törichter Mensch ist der Niedrigste unter den Männern.
Wer uneingeladen eintritt, ungefragt viel redet und wachsamen, misstrauischen Menschen vertraut - ein solcher törichter Mensch ist der Niedrigste unter den Männern.
paraṃ kṣipati doṣeṇa vartamānaḥ svayaṃ tathā yaś ca krudhyaty anīśaḥ san sa ca mūḍhatamo naraḥ
Wer einen anderen wegen eines Fehlers tadelt, den er selbst ebenso begeht, und wer zürnt, obwohl er keine Macht dazu hat - dieser Mann ist der größte Tor.
Wort für Wort
paraṃ kṣipati doṣeṇa vartamānaḥ svayaṃ tathā yaś ca krudhyaty anīśaḥ san sa ca mūḍhatamo naraḥ
Wer einen anderen wegen eines Fehlers tadelt, den er selbst ebenso begeht, und wer zürnt, obwohl er keine Macht dazu hat - dieser Mann ist der größte Tor.
Wer, ohne die eigene Kraft zu kennen, sich von Recht und Nutzen abwendet und das Unerreichbare durch Untätigkeit begehrt - der wird hier von törichter Einsicht genannt.
Wer, ohne die eigene Kraft zu kennen, sich von Recht und Nutzen abwendet und das Unerreichbare durch Untätigkeit begehrt - der wird hier von törichter Einsicht genannt.
Einer allein begeht die Sünden, doch viele Menschen genießen die Frucht davon; die Genießenden bleiben unbehelligt, der Täter aber wird von der Schuld befleckt.
Einer allein begeht die Sünden, doch viele Menschen genießen die Frucht davon; die Genießenden bleiben unbehelligt, der Täter aber wird von der Schuld befleckt.
Ein vom Bogenschützen abgeschossener Pfeil mag einen treffen oder auch nicht treffen; doch der von einem Klugen entsandte kluge Plan kann ein ganzes Reich samt seinem König vernichten.
Ein vom Bogenschützen abgeschossener Pfeil mag einen treffen oder auch nicht treffen; doch der von einem Klugen entsandte kluge Plan kann ein ganzes Reich samt seinem König vernichten.
ekayā dve viniścitya trīṃś caturbhir vaśe kuru pañca jitvā viditvā ṣaṭ sapta hitvā sukhī bhava
[?] Mit dem einen Verstand entscheide über die zwei, bringe mit den vieren die drei in deine Gewalt; nachdem du die fünf besiegt und die sechs erkannt hast, gib die sieben auf und sei glücklich.
Wort für Wort
ekayā dve viniścitya trīṃś caturbhir vaśe kuru pañca jitvā viditvā ṣaṭ sapta hitvā sukhī bhava
[?] Mit dem einen Verstand entscheide über die zwei, bringe mit den vieren die drei in deine Gewalt; nachdem du die fünf besiegt und die sechs erkannt hast, gib die sieben auf und sei glücklich.
Berühmter Rätselvers, dessen Zahlen traditionell gedeutet werden als: 1=Verstand/buddhi, 2=Freund und Feind (oder Vorteil/Nachteil), 3=die drei Mittel Güte/Gabe/Zwietracht (sāma-dāna-bheda), 4=die vier Mittel samt Strafe (+daṇḍa), 5=die fünf Sinne, 6=die sechs Politik-Zustände (Frieden, Krieg usw.) oder sechs Ratgeber-Kategorien, 7=die sieben Laster (vgl. V.73f.). Die genaue Zuordnung bleibt in der Sekundärliteratur umstritten, daher hier bewusst wörtlich-neutral übersetzt.
Der Saft des Giftes tötet einen einzigen, und durch die Waffe wird ebenfalls nur einer getötet; doch das Durchsickern eines Staatsgeheimnisses vernichtet den König samt Reich und Untertanen.
Der Saft des Giftes tötet einen einzigen, und durch die Waffe wird ebenfalls nur einer getötet; doch das Durchsickern eines Staatsgeheimnisses vernichtet den König samt Reich und Untertanen.
ekaḥ svādu na bhuñjīta ekaś cārthān na cintayet eko na gacched adhvānaṃ naikaḥ supteṣu jāgṛyāt
Man sollte nicht allein Schmackhaftes essen, nicht allein über wichtige Dinge nachdenken, nicht allein einen Weg gehen, und nicht als Einziger wachen, während andere schlafen.
Wort für Wort
ekaḥ svādu na bhuñjīta ekaś cārthān na cintayet eko na gacched adhvānaṃ naikaḥ supteṣu jāgṛyāt
Man sollte nicht allein Schmackhaftes essen, nicht allein über wichtige Dinge nachdenken, nicht allein einen Weg gehen, und nicht als Einziger wachen, während andere schlafen.
ekam evādvitīyaṃ tad yad rājan nāvabudhyase satyaṃ svargasya sopānaṃ pārāvārasya naur iva
Das Eine, ohne ein Zweites, das du, o König, nicht begreifst: Die Wahrheit ist die Treppe zum Himmel, wie ein Schiff für das Übersetzen von einem Ufer zum anderen.
Wort für Wort
ekam evādvitīyaṃ tad yad rājan nāvabudhyase satyaṃ svargasya sopānaṃ pārāvārasya naur iva
Das Eine, ohne ein Zweites, das du, o König, nicht begreifst: Die Wahrheit ist die Treppe zum Himmel, wie ein Schiff für das Übersetzen von einem Ufer zum anderen.
Diese zwei, du Tiger unter den Männern, erwecken das gegenseitige Vertrauen: die Frauen, die den sie Begehrenden zugetan sind, und die Leute, die den Verehrenden ihrerseits verehren.
Diese zwei, du Tiger unter den Männern, erwecken das gegenseitige Vertrauen: die Frauen, die den sie Begehrenden zugetan sind, und die Leute, die den Verehrenden ihrerseits verehren.
catvāri rājñā tu mahābalena; varjyāny āhuḥ paṇḍitas tāni vidyāt alpaprajñaiḥ saha mantraṃ na kuryān; na dīrghasūtrair alasaiś cāraṇaiś ca
Vier Dinge, so sagt man, soll der überaus mächtige König meiden - der Weise soll sie kennen: Er soll nicht mit Kleingeistigen beraten, nicht mit Zauderern, nicht mit Trägen und nicht mit unzuverlässigen Kundschaftern.
Wort für Wort
catvāri rājñā tu mahābalena; varjyāny āhuḥ paṇḍitas tāni vidyāt alpaprajñaiḥ saha mantraṃ na kuryān; na dīrghasūtrair alasaiś cāraṇaiś ca
Vier Dinge, so sagt man, soll der überaus mächtige König meiden - der Weise soll sie kennen: Er soll nicht mit Kleingeistigen beraten, nicht mit Zauderern, nicht mit Trägen und nicht mit unzuverlässigen Kundschaftern.
Vier sollen, mein Lieber, in deinem vom Glück begünstigten Haus wohnen, gemäß der Pflicht des Hausvaters: ein gealterter Verwandter, ein aus guter Familie in Not Geratener, ein armer Freund, und eine kinderlose Schwester.
Vier sollen, mein Lieber, in deinem vom Glück begünstigten Haus wohnen, gemäß der Pflicht des Hausvaters: ein gealterter Verwandter, ein aus guter Familie in Not Geratener, ein armer Freund, und eine kinderlose Schwester.
Hat der Sterbliche mit seinen fünf Sinnen auch nur an einem Sinn ein Leck, so entweicht ihm die Einsicht, wie Wasser aus dem Fuß eines Wasserschlauchs.
Hat der Sterbliche mit seinen fünf Sinnen auch nur an einem Sinn ein Leck, so entweicht ihm die Einsicht, wie Wasser aus dem Fuß eines Wasserschlauchs.
Diese sechs soll der Mensch verlassen wie ein leckes Schiff auf dem Meer: einen Lehrer, der nicht mehr lehrt, einen Opferpriester, der nicht mehr studiert,
Diese sechs soll der Mensch verlassen wie ein leckes Schiff auf dem Meer: einen Lehrer, der nicht mehr lehrt, einen Opferpriester, der nicht mehr studiert,
ṣaṇṇām ātmani nityānām aiśvaryaṃ yo 'dhigacchati na sa pāpaiḥ kuto 'narthair yujyate vijitendriyaḥ
Wer über diese sechs, die beständig im eigenen Selbst wohnen, Herrschaft erlangt, der Sinnesbezwinger - wie sollte der von Sünden, geschweige denn von Unheil, betroffen werden?
Wort für Wort
ṣaṇṇām ātmani nityānām aiśvaryaṃ yo 'dhigacchati na sa pāpaiḥ kuto 'narthair yujyate vijitendriyaḥ
Wer über diese sechs, die beständig im eigenen Selbst wohnen, Herrschaft erlangt, der Sinnesbezwinger - wie sollte der von Sünden, geschweige denn von Unheil, betroffen werden?
er gedenkt ihrer nicht bei wichtigen Anlässen, und wenn er um etwas gebeten wird, empfindet er Groll - diese Fehler soll der kluge Mensch, nachdem er sie mit Verstand erkannt hat, meiden.
er gedenkt ihrer nicht bei wichtigen Anlässen, und wenn er um etwas gebeten wird, empfindet er Groll - diese Fehler soll der kluge Mensch, nachdem er sie mit Verstand erkannt hat, meiden.
navadvāram idaṃ veśma tristhūṇaṃ pañcasākṣikam kṣetrajñādhiṣṭhitaṃ vidvān yo veda sa paraḥ kaviḥ
Dieses Haus mit neun Toren, drei Säulen, fünf Zeugen, vom Feldkenner bewohnt - wer als Wissender dies erkennt, der ist der höchste Seher.
Wort für Wort
navadvāram idaṃ veśma tristhūṇaṃ pañcasākṣikam kṣetrajñādhiṣṭhitaṃ vidvān yo veda sa paraḥ kaviḥ
Dieses Haus mit neun Toren, drei Säulen, fünf Zeugen, vom Feldkenner bewohnt - wer als Wissender dies erkennt, der ist der höchste Seher.
Berühmtes Rätsel-Gleichnis für den menschlichen Körper: neun Tore = die Körperöffnungen, drei Säulen = die drei Guṇas (oder die drei Körpersäfte), fünf Zeugen = die fünf Sinne, Feldkenner (kṣetrajña) = das im Körper wohnende Selbst.
Hierzu führt man diese alte Geschichte an, die von einem Herrn der Asuras um seines Sohnes willen erzählt, und die von Sudhanvan gesungen wurde.
Die genaue Identität dieser 'alten Geschichte' und Sudhanvans bleibt unsicher; im Mahābhārata-Kontext werden ähnliche Prahlāda-/Virocana-Erzählungen als Quelle solcher Weisheitsverse angeführt, ohne dass hier näher darauf eingegangen wird.
Der König, der Begierde und Zorn aufgibt, der sein Vermögen bei einem Würdigen anlegt, der unterscheidungsfähig, gelehrt und rasch handelnd ist - ihn macht die ganze Welt zu ihrem Vorbild.
Der König, der Begierde und Zorn aufgibt, der sein Vermögen bei einem Würdigen anlegt, der unterscheidungsfähig, gelehrt und rasch handelnd ist - ihn macht die ganze Welt zu ihrem Vorbild.
Wer es versteht, den Menschen Vertrauen einzuflößen, wer über die als schuldig Erkannten Strafe verhängt, wer das rechte Maß und ebenso die Nachsicht kennt - einen solchen sucht das vollständige Glück heim.
Wer es versteht, den Menschen Vertrauen einzuflößen, wer über die als schuldig Erkannten Strafe verhängt, wer das rechte Maß und ebenso die Nachsicht kennt - einen solchen sucht das vollständige Glück heim.
sudurbalaṃ nāvajānāti kaṃ cid; yukto ripuṃ sevate buddhipūrvam na vigrahaṃ rocayate balasthaiḥ; kāle ca yo vikramate sa dhīraḥ
Wer keinen noch so Schwachen verachtet, wer sich, wohlüberlegt, mit Bedacht um den Feind kümmert, wer keinen Streit mit den Starken wünscht, und wer zur rechten Zeit tapfer handelt - der ist der Standhafte.
Wort für Wort
sudurbalaṃ nāvajānāti kaṃ cid; yukto ripuṃ sevate buddhipūrvam na vigrahaṃ rocayate balasthaiḥ; kāle ca yo vikramate sa dhīraḥ
Wer keinen noch so Schwachen verachtet, wer sich, wohlüberlegt, mit Bedacht um den Feind kümmert, wer keinen Streit mit den Starken wünscht, und wer zur rechten Zeit tapfer handelt - der ist der Standhafte.
prāpyāpadaṃ na vyathate kadā cid; udyogam anvicchati cāpramattaḥ duḥkhaṃ ca kāle sahate jitātmā; dhuraṃdharas tasya jitāḥ sapatnāḥ
Wer, in eine Notlage geraten, sich niemals ängstigt, wer wachsam nach Tatkraft strebt, und wer, sich selbst beherrschend, das Leid zur rechten Zeit erträgt - der Lastträger: dessen Rivalen sind besiegt.
Wort für Wort
prāpyāpadaṃ na vyathate kadā cid; udyogam anvicchati cāpramattaḥ duḥkhaṃ ca kāle sahate jitātmā; dhuraṃdharas tasya jitāḥ sapatnāḥ
Wer, in eine Notlage geraten, sich niemals ängstigt, wer wachsam nach Tatkraft strebt, und wer, sich selbst beherrschend, das Leid zur rechten Zeit erträgt - der Lastträger: dessen Rivalen sind besiegt.
anarthakaṃ vipravāsaṃ gṛhebhyaḥ; pāpaiḥ saṃdhiṃ paradārābhimarśam dambhaṃ stainyaṃ paiśunaṃ madyapānaṃ; na sevate yaḥ sa sukhī sadaiva
Wer eine nutzlose Verbannung aus dem eigenen Haus, ein Bündnis mit Übeltätern, das Antasten fremder Frauen, Heuchelei, Diebstahl, Verleumdung und Weingenuss nicht pflegt - der ist stets glücklich.
Wort für Wort
anarthakaṃ vipravāsaṃ gṛhebhyaḥ; pāpaiḥ saṃdhiṃ paradārābhimarśam dambhaṃ stainyaṃ paiśunaṃ madyapānaṃ; na sevate yaḥ sa sukhī sadaiva
Wer eine nutzlose Verbannung aus dem eigenen Haus, ein Bündnis mit Übeltätern, das Antasten fremder Frauen, Heuchelei, Diebstahl, Verleumdung und Weingenuss nicht pflegt - der ist stets glücklich.
na saṃrambheṇārabhate 'rthavargam; ākāritaḥ śaṃsati tathyam eva na mātrārthe rocayate vivādaṃ; nāpūjitaḥ kupyati cāpy amūḍhaḥ
Wer nicht in Übereilung Vermögensangelegenheiten beginnt, wer, befragt, nur die Wahrheit sagt, wer wegen einer geringfügigen Sache keinen Streit wünscht, und wer, wenn er nicht geehrt wird, nicht zürnt, ist unverblendet.
Wort für Wort
na saṃrambheṇārabhate 'rthavargam; ākāritaḥ śaṃsati tathyam eva na mātrārthe rocayate vivādaṃ; nāpūjitaḥ kupyati cāpy amūḍhaḥ
Wer nicht in Übereilung Vermögensangelegenheiten beginnt, wer, befragt, nur die Wahrheit sagt, wer wegen einer geringfügigen Sache keinen Streit wünscht, und wer, wenn er nicht geehrt wird, nicht zürnt, ist unverblendet.
na yo 'bhyasūyaty anukampate ca; na durbalaḥ prātibhāvyaṃ karoti nātyāha kiṃ cit kṣamate vivādaṃ; sarvatra tādṛg labhate praśaṃsām
Wer nicht grollt und Mitgefühl zeigt, wer, selbst schwach, keine Bürgschaft übernimmt, wer nicht übertreibt und Streit erträgt - ein solcher erlangt überall Lob.
Wort für Wort
na yo 'bhyasūyaty anukampate ca; na durbalaḥ prātibhāvyaṃ karoti nātyāha kiṃ cit kṣamate vivādaṃ; sarvatra tādṛg labhate praśaṃsām
Wer nicht grollt und Mitgefühl zeigt, wer, selbst schwach, keine Bürgschaft übernimmt, wer nicht übertreibt und Streit erträgt - ein solcher erlangt überall Lob.
yo noddhataṃ kurute jātu veṣaṃ; na pauruṣeṇāpi vikatthate 'nyān na mūrcchitaḥ kaṭukāny āha kiṃ cit; priyaṃ sadā taṃ kurute jano 'pi
Wer niemals ein überhebliches Auftreten zeigt, wer sich nicht mit seiner Männlichkeit vor anderen brüstet, wer, auch erzürnt, keine bitteren Worte spricht - einen solchen hat auch das Volk stets lieb.
Wort für Wort
yo noddhataṃ kurute jātu veṣaṃ; na pauruṣeṇāpi vikatthate 'nyān na mūrcchitaḥ kaṭukāny āha kiṃ cit; priyaṃ sadā taṃ kurute jano 'pi
Wer niemals ein überhebliches Auftreten zeigt, wer sich nicht mit seiner Männlichkeit vor anderen brüstet, wer, auch erzürnt, keine bitteren Worte spricht - einen solchen hat auch das Volk stets lieb.
na vairam uddīpayati praśāntaṃ; na darpam ārohati nāstam eti na durgato 'smīti karoti manyuṃ; tam āryaśīlaṃ param āhur agryam
Wer beruhigte Feindschaft nicht wieder entfacht, wer sich weder in Hochmut erhebt noch zugrunde geht, wer nicht aus dem Gedanken 'ich bin in Not' Zorn entwickelt - den nennt man von edlem, überaus vortrefflichem Charakter.
Wort für Wort
na vairam uddīpayati praśāntaṃ; na darpam ārohati nāstam eti na durgato 'smīti karoti manyuṃ; tam āryaśīlaṃ param āhur agryam
Wer beruhigte Feindschaft nicht wieder entfacht, wer sich weder in Hochmut erhebt noch zugrunde geht, wer nicht aus dem Gedanken 'ich bin in Not' Zorn entwickelt - den nennt man von edlem, überaus vortrefflichem Charakter.
na sve sukhe vai kurute praharṣaṃ; nānyasya duḥkhe bhavati pratītaḥ dattvā na paścāt kurute 'nutāpaṃ; na katthate satpuruṣāryaśīlaḥ
Wer sich nicht übermäßig am eigenen Glück freut, wer nicht zufrieden ist über das Leid eines anderen, wer, nachdem er gegeben hat, nicht hinterher bereut, und wer sich nicht rühmt - ein solcher Rechtschaffener ist von edlem Charakter.
Wort für Wort
na sve sukhe vai kurute praharṣaṃ; nānyasya duḥkhe bhavati pratītaḥ dattvā na paścāt kurute 'nutāpaṃ; na katthate satpuruṣāryaśīlaḥ
Wer sich nicht übermäßig am eigenen Glück freut, wer nicht zufrieden ist über das Leid eines anderen, wer, nachdem er gegeben hat, nicht hinterher bereut, und wer sich nicht rühmt - ein solcher Rechtschaffener ist von edlem Charakter.
deśācārān samayāñ jātidharmān; bubhūṣate yas tu parāvarajñaḥ sa tatra tatrādhigataḥ sadaiva; mahājanasyādhipatyaṃ karoti
Wer die Landessitten, Abmachungen und die Pflichten der Geburtsstände zu erkennen sucht, indem er Höheres und Niederes unterscheidet - ein solcher, überall geachtet, erlangt stets die Vorherrschaft über die Menge.
Wort für Wort
deśācārān samayāñ jātidharmān; bubhūṣate yas tu parāvarajñaḥ sa tatra tatrādhigataḥ sadaiva; mahājanasyādhipatyaṃ karoti
Wer die Landessitten, Abmachungen und die Pflichten der Geburtsstände zu erkennen sucht, indem er Höheres und Niederes unterscheidet - ein solcher, überall geachtet, erlangt stets die Vorherrschaft über die Menge.
Heuchelei, Verblendung, Missgunst, Übeltat, das dem König Verhasste, Verleumdung, Feindschaft mit der Gemeinschaft, und Streit mit Betrunkenen, Wahnsinnigen und Übelgesinnten - wer, mit Einsicht ausgestattet, dies meidet, der ist der Vorzüglichste.
Heuchelei, Verblendung, Missgunst, Übeltat, das dem König Verhasste, Verleumdung, Feindschaft mit der Gemeinschaft, und Streit mit Betrunkenen, Wahnsinnigen und Übelgesinnten - wer, mit Einsicht ausgestattet, dies meidet, der ist der Vorzüglichste.
Selbstbeherrschung, Reinheit, Gottesverehrung, Segenshandlungen, Buße und die mannigfachen Weltbräuche - wer diese als tägliche Pflichten übt, dessen Aufstieg fördern die Götter.
Selbstbeherrschung, Reinheit, Gottesverehrung, Segenshandlungen, Buße und die mannigfachen Weltbräuche - wer diese als tägliche Pflichten übt, dessen Aufstieg fördern die Götter.
samair vivāhaṃ kurute na hīnaiḥ; samaiḥ sakhyaṃ vyavahāraṃ kathāś ca guṇair viśiṣṭāṃś ca purodadhāti; vipaścitas tasya nayāḥ sunītāḥ
Wer die Ehe mit Ebenbürtigen schließt, nicht mit Niedrigeren, wer mit Ebenbürtigen Freundschaft, Umgang und Gespräch pflegt, und wer die durch Tugenden Ausgezeichneten voranstellt - eines solchen Weisen Grundsätze sind wohlgeordnet.
Wort für Wort
samair vivāhaṃ kurute na hīnaiḥ; samaiḥ sakhyaṃ vyavahāraṃ kathāś ca guṇair viśiṣṭāṃś ca purodadhāti; vipaścitas tasya nayāḥ sunītāḥ
Wer die Ehe mit Ebenbürtigen schließt, nicht mit Niedrigeren, wer mit Ebenbürtigen Freundschaft, Umgang und Gespräch pflegt, und wer die durch Tugenden Ausgezeichneten voranstellt - eines solchen Weisen Grundsätze sind wohlgeordnet.
mitaṃ bhuṅkte saṃvibhajyāśritebhyo; mitaṃ svapity amitaṃ karma kṛtvā dadāty amitreṣv api yācitaḥ saṃs; tam ātmavantaṃ prajahaty anarthāḥ
Wer maßvoll isst, nachdem er mit den von ihm Abhängigen geteilt hat, wer maßvoll schläft, nachdem er unermessliche Arbeit verrichtet hat, und wer, auch von Feinden gebeten, gibt - einen solchen Selbstbeherrschten meidet das Unheil.
Wort für Wort
mitaṃ bhuṅkte saṃvibhajyāśritebhyo; mitaṃ svapity amitaṃ karma kṛtvā dadāty amitreṣv api yācitaḥ saṃs; tam ātmavantaṃ prajahaty anarthāḥ
Wer maßvoll isst, nachdem er mit den von ihm Abhängigen geteilt hat, wer maßvoll schläft, nachdem er unermessliche Arbeit verrichtet hat, und wer, auch von Feinden gebeten, gibt - einen solchen Selbstbeherrschten meidet das Unheil.
Wessen Vorhaben und ausgeführte Tat andere Menschen gar nicht kennen, wessen Ratschluss geheim gehalten und richtig ausgeführt wird - dessen Anliegen, und sei es noch so gering, wird von nichts beeinträchtigt.
Wessen Vorhaben und ausgeführte Tat andere Menschen gar nicht kennen, wessen Ratschluss geheim gehalten und richtig ausgeführt wird - dessen Anliegen, und sei es noch so gering, wird von nichts beeinträchtigt.
Wer auf die Besänftigung aller Wesen bedacht, wahrhaftig, sanft, freigebig und reinen Sinnes ist - ein solcher wird inmitten seiner Verwandten überaus geachtet, wie ein von Natur aus klarer, kostbarer Edelstein.
Wer auf die Besänftigung aller Wesen bedacht, wahrhaftig, sanft, freigebig und reinen Sinnes ist - ein solcher wird inmitten seiner Verwandten überaus geachtet, wie ein von Natur aus klarer, kostbarer Edelstein.
ya ātmanāpatrapate bhṛśaṃ naraḥ; sa sarvalokasya gurur bhavaty uta anantatejāḥ sumanāḥ samāhitaḥ; svatejasā sūrya ivāvabhāsate
Der Mann, der ein waches Gewissen vor sich selbst hat, wird zum Lehrer der ganzen Welt; von unerschöpflicher Glut, wohlgesinnt und gesammelt, erstrahlt er durch seine eigene Glut wie die Sonne.
Wort für Wort
ya ātmanāpatrapate bhṛśaṃ naraḥ; sa sarvalokasya gurur bhavaty uta anantatejāḥ sumanāḥ samāhitaḥ; svatejasā sūrya ivāvabhāsate
Der Mann, der ein waches Gewissen vor sich selbst hat, wird zum Lehrer der ganzen Welt; von unerschöpflicher Glut, wohlgesinnt und gesammelt, erstrahlt er durch seine eigene Glut wie die Sonne.
Im Wald geboren, des vom Fluch verzehrten Königs Pāṇḍu fünf Söhne, den fünf Indras gleich, sind von dir selbst als Kinder aufgezogen und unterwiesen worden; sie befolgen deinen Befehl, Sohn der Ambikā.
Im Wald geboren, des vom Fluch verzehrten Königs Pāṇḍu fünf Söhne, den fünf Indras gleich, sind von dir selbst als Kinder aufgezogen und unterwiesen worden; sie befolgen deinen Befehl, Sohn der Ambikā.
pradāyaiṣām ucitaṃ tāta rājyaṃ; sukhī putraiḥ sahito modamānaḥ na devānāṃ nāpi ca mānuṣāṇāṃ; bhaviṣyasi tvaṃ tarkaṇīyo narendra
Gib ihnen das ihnen gebührende Königreich, mein Lieber, und sei glücklich, zusammen mit deinen Söhnen dich erfreuend; dann wirst du weder von den Göttern noch von den Menschen, Herrscher der Menschen, zu tadeln sein.‘
Wort für Wort
pradāyaiṣām ucitaṃ tāta rājyaṃ; sukhī putraiḥ sahito modamānaḥ na devānāṃ nāpi ca mānuṣāṇāṃ; bhaviṣyasi tvaṃ tarkaṇīyo narendra
Gib ihnen das ihnen gebührende Königreich, mein Lieber, und sei glücklich, zusammen mit deinen Söhnen dich erfreuend; dann wirst du weder von den Göttern noch von den Menschen, Herrscher der Menschen, zu tadeln sein.‘