Während Indra mit den Weltenhütern über ein Mittel zur Tötung Nahuṣas nachsinnt, erscheint der Weise Agastya und berichtet, wie Nahuṣa, der die Weisen als Sänftenträger missbrauchte, ihn mit dem Fuß am Kopf berührte und daraufhin von Agastya verflucht wurde: zehntausend Jahre als riesige Schlange auf der Erde zu wandern, bevor er den Himmel zurückerlangt. Die Götter und alle Wesen begrüßen freudig Nahuṣas Sturz und Indras Wiedereinsetzung. Śalyas Rahmenerzählung an Yudhiṣṭhira bleibt weiterhin offen.
Śalya sprach: Während der weise Götterkönig zusammen mit jenen Weltenhütern über ein Mittel zur Tötung Nahuṣas nachsann, erschien dort der asketische, erhabene Agastya.
Śalya sprach: Während der weise Götterkönig zusammen mit jenen Weltenhütern über ein Mittel zur Tötung Nahuṣas nachsann, erschien dort der asketische, erhabene Agastya.
und zum Glück ist Nahuṣa von der Götterherrschaft gestürzt, Puraṃdara; zum Glück sehe ich dich, den Bezwinger Balas, als einen, der seinen Feind erschlagen hat.“
und zum Glück ist Nahuṣa von der Götterherrschaft gestürzt, Puraṃdara; zum Glück sehe ich dich, den Bezwinger Balas, als einen, der seinen Feind erschlagen hat.“
indra uvāca svāgataṃ te maharṣe 'stu prīto 'haṃ darśanāt tava pādyam ācamanīyaṃ ca gām arghyaṃ ca pratīccha me
Indra sprach: „Willkommen sei dir, großer Weiser; ich bin erfreut über deinen Anblick - nimm von mir Fußwasser, Mundwasser, eine Kuh und die Ehrengabe an.“
Wort für Wort
indra uvāca svāgataṃ te maharṣe 'stu prīto 'haṃ darśanāt tava pādyam ācamanīyaṃ ca gām arghyaṃ ca pratīccha me
Indra sprach: „Willkommen sei dir, großer Weiser; ich bin erfreut über deinen Anblick - nimm von mir Fußwasser, Mundwasser, eine Kuh und die Ehrengabe an.“
Śalya sprach: Nachdem er den vortrefflichen Weisen geehrt hatte und dieser auf einem Sitz Platz genommen hatte, befragte der hocherfreute Götterherr den Stier unter den Brahmanen.
Śalya sprach: Nachdem er den vortrefflichen Weisen geehrt hatte und dieser auf einem Sitz Platz genommen hatte, befragte der hocherfreute Götterherr den Stier unter den Brahmanen.
Agastya sprach: „Höre, Śakra, eine dir willkommene Rede, wie der bösgesinnte König Nahuṣa, verdorben und von seiner Kraft trunken, aus dem Himmel gestürzt ist.
Agastya sprach: „Höre, Śakra, eine dir willkommene Rede, wie der bösgesinnte König Nahuṣa, verdorben und von seiner Kraft trunken, aus dem Himmel gestürzt ist.
śramārtās tu vahantas taṃ nahuṣaṃ pāpakāriṇam devarṣayo mahābhāgās tathā brahmarṣayo 'malāḥ papracchuḥ saṃśayaṃ deva nahuṣaṃ jayatāṃ vara
Als die hocherhabenen Götterweisen und die makellosen Brahmanenweisen, erschöpft von der Mühsal, den übeltätigen Nahuṣa trugen, stellten sie ihm, o Gott, du Bester unter den Siegern, eine Zweifelsfrage:
Wort für Wort
śramārtās tu vahantas taṃ nahuṣaṃ pāpakāriṇam devarṣayo mahābhāgās tathā brahmarṣayo 'malāḥ papracchuḥ saṃśayaṃ deva nahuṣaṃ jayatāṃ vara
Als die hocherhabenen Götterweisen und die makellosen Brahmanenweisen, erschöpft von der Mühsal, den übeltätigen Nahuṣa trugen, stellten sie ihm, o Gott, du Bester unter den Siegern, eine Zweifelsfrage:
ya ime brahmaṇā proktā mantrā vai prokṣaṇe gavām ete pramāṇaṃ bhavata utāho neti vāsava nahuṣo neti tān āha tamasā mūḍhacetanaḥ
sie fragten ihn, ob die von Brahmā verkündeten Sprüche zur Besprengung der Kühe für ihn noch Geltung hätten oder nicht - und Nahuṣa, von Verblendung umnachtet, erwiderte ihnen, dies gelte nicht, Vāsava.
Wort für Wort
ya ime brahmaṇā proktā mantrā vai prokṣaṇe gavām ete pramāṇaṃ bhavata utāho neti vāsava nahuṣo neti tān āha tamasā mūḍhacetanaḥ
sie fragten ihn, ob die von Brahmā verkündeten Sprüche zur Besprengung der Kühe für ihn noch Geltung hätten oder nicht - und Nahuṣa, von Verblendung umnachtet, erwiderte ihnen, dies gelte nicht, Vāsava.
Um eine dritte, typographisch eigens zu markierende Zitatebene innerhalb Agastyas Bericht (selbst schon in Anführungszeichen als Rede an Indra) zu vermeiden, sind die Wechselrede der Weisen mit Nahuṣa (V.9-10) sowie Agastyas eigener Fluchspruch an Nahuṣa (V.13-15) hier als indirekte Rede wiedergegeben.
Da entgegneten ihm die Weisen, er habe sich dem Unrecht zugewandt und folge nicht mehr dem Recht - dies sei die von den großen Weisen von jeher verkündete Richtschnur.
Da entgegneten ihm die Weisen, er habe sich dem Unrecht zugewandt und folge nicht mehr dem Recht - dies sei die von den großen Weisen von jeher verkündete Richtschnur.
yasmāt pūrvaiḥ kṛtaṃ brahma brahmarṣibhir anuṣṭhitam aduṣṭaṃ dūṣayasi vai yac ca mūrdhny aspṛśaḥ padā
ich sagte ihm, weil er das von den früheren Brahmanenweisen geschaffene und befolgte, makellose heilige Wissen schmähe und mein Haupt mit dem Fuß berühre,
Wort für Wort
yasmāt pūrvaiḥ kṛtaṃ brahma brahmarṣibhir anuṣṭhitam aduṣṭaṃ dūṣayasi vai yac ca mūrdhny aspṛśaḥ padā
ich sagte ihm, weil er das von den früheren Brahmanenweisen geschaffene und befolgte, makellose heilige Wissen schmähe und mein Haupt mit dem Fuß berühre,
und weil er, Verblendeter, brahmanengleiche, unnahbare Weise zu Zugtieren mache und sie ziehen lasse, sei er dadurch seines himmlischen Glanzes beraubt worden;
und weil er, Verblendeter, brahmanengleiche, unnahbare Weise zu Zugtieren mache und sie ziehen lasse, sei er dadurch seines himmlischen Glanzes beraubt worden;
er, der Böse, solle vergehen: vom Himmel gestürzt und seines Verdienstes beraubt, werde er zehntausend Jahre lang in Gestalt einer gewaltigen Schlange über die Erde wandern und danach, wenn diese Zeit erfüllt sei, den Himmel wiedererlangen.
er, der Böse, solle vergehen: vom Himmel gestürzt und seines Verdienstes beraubt, werde er zehntausend Jahre lang in Gestalt einer gewaltigen Schlange über die Erde wandern und danach, wenn diese Zeit erfüllt sei, den Himmel wiedererlangen.
So ist der bösgesinnte Nahuṣa von der Götterherrschaft gestürzt, Bezwinger der Feinde; zum Glück gedeihen wir, Śakra, da der Dorn der Brahmanen erschlagen ist.
So ist der bösgesinnte Nahuṣa von der Götterherrschaft gestürzt, Bezwinger der Feinde; zum Glück gedeihen wir, Śakra, da der Dorn der Brahmanen erschlagen ist.
Betritt den dreifachen Himmel, beschütze die Welten, Gemahl der Śacī, mit bezwungenen Sinnen und bezwungenen Feinden, gepriesen von den großen Weisen.“
Betritt den dreifachen Himmel, beschütze die Welten, Gemahl der Śacī, mit bezwungenen Sinnen und bezwungenen Feinden, gepriesen von den großen Weisen.“
śalya uvāca tato devā bhṛśaṃ tuṣṭā maharṣigaṇasaṃvṛtāḥ pitaraś caiva yakṣāś ca bhujagā rākṣasās tathā
Śalya sprach: Da waren die Götter, umgeben von der Schar der großen Weisen, überaus erfreut, ebenso die Ahnen, die Yakṣas, die Schlangenwesen und die Rākṣasas,
Wort für Wort
śalya uvāca tato devā bhṛśaṃ tuṣṭā maharṣigaṇasaṃvṛtāḥ pitaraś caiva yakṣāś ca bhujagā rākṣasās tathā
Śalya sprach: Da waren die Götter, umgeben von der Schar der großen Weisen, überaus erfreut, ebenso die Ahnen, die Yakṣas, die Schlangenwesen und die Rākṣasas,
Sie alle traten heran und sprachen: „Zum Glück gedeihst du, Feindevernichter! Und der böse Nahuṣa ist erschlagen - zum Glück durch den weisen Agastya; zum Glück ist der Übeltäter zu einer Schlange auf der Erde gemacht worden.“
Sie alle traten heran und sprachen: „Zum Glück gedeihst du, Feindevernichter! Und der böse Nahuṣa ist erschlagen - zum Glück durch den weisen Agastya; zum Glück ist der Übeltäter zu einer Schlange auf der Erde gemacht worden.“
Damit ist Nahuṣas Sturz vollzogen; die Erzählung wird sich als Śalyas Rahmenrede fortsetzen, welche seit Kap.9 weiterhin offen bleibt.