Kapitel 44: Sanatsujāta-parva (4) / Sanatsujātīya III
Die vier Schritte des Brahmacarya und die via negativa des unvergänglichen Brahman
Dhṛtarāṣṭra bittet um die angekündigte Lehre vom Unmanifesten. Sanatsujāta beschreibt zunächst, wie Menschen durch standhaftes Ausharren im brahmischen Zustand das Selbst - wie einen Schilfhalm aus dem Muñja-Gras - aus dem Körper herauslösen, und erklärt die vom Lehrer gewährte 'zweite Geburt' für wahrer als die leibliche. Es folgt eine knappe Kasuistik der vier Schritte (pāda) des Brahmacarya (Schülergelübdes): Ehrerbietung ohne Stolz, Hingabe an den Lehrer, gleiche Ehrerbietung gegenüber der Lehrergattin, und selbstloses Dienen ohne Rühmen. Auf Dhṛtarāṣṭras Frage nach der Farbe und Gestalt der 'unvergänglichen Silbe' (akṣara) antwortet Sanatsujāta mit einer klassischen via-negativa-Reihe: das Brahman ist in keiner Farbe, an keinem Ort, in keinem Himmelskörper, in keinem der vier Veden und keinem heiligen Sāman-Gesang zu finden - feiner als eine Klingenschneide und zugleich größer als Berge, der Ursprung und das Ziel aller Wesen. Sanatsujātas Rede bleibt auch am Kapitelende offen.
dhṛtarāṣṭra uvāca sanatsujāta yad imāṃ parārthāṃ; brāhmīṃ vācaṃ pravadasi viśvarūpām parāṃ hi kāmeṣu sudurlabhāṃ kathāṃ; tad brūhi me vākyam etat kumāra
‘ Dhṛtarāṣṭra sprach: ‚O Sanatsujāta, da du eine solche, dem höchsten Ziel dienende, brahmische, allgestaltige Rede sprichst - eine erhabene, unter allem Wünschbaren nur schwer zu erlangende Kunde -, so sage mir dieses Wort, o ewig Junger.‘
Wort für Wort
dhṛtarāṣṭra uvāca sanatsujāta yad imāṃ parārthāṃ; brāhmīṃ vācaṃ pravadasi viśvarūpām parāṃ hi kāmeṣu sudurlabhāṃ kathāṃ; tad brūhi me vākyam etat kumāra
‘ Dhṛtarāṣṭra sprach: ‚O Sanatsujāta, da du eine solche, dem höchsten Ziel dienende, brahmische, allgestaltige Rede sprichst - eine erhabene, unter allem Wünschbaren nur schwer zu erlangende Kunde -, so sage mir dieses Wort, o ewig Junger.‘
Hier schließt Sanatsujātas seit Kap.43 V.25 offene Rede; Dhṛtarāṣṭra bittet um Vertiefung der Lehre vom Unmanifesten, was einen neuen, engen Frage-Antwort-Wechsel eröffnet.
sanatsujāta uvāca naitad brahma tvaramāṇena labhyaṃ; yan māṃ pṛcchasy abhihṛṣyasy atīva avyaktavidyām abhidhāsye purāṇīṃ; buddhyā ca teṣāṃ brahmacaryeṇa siddhām
Sanatsujāta sprach: ‚Dieses Brahman ist nicht von einem Eiligen zu erlangen, wonach du mich fragst und dich überaus freust; ich werde die uralte Lehre vom Unmanifesten verkünden, die durch Einsicht und durch das Keuschheits- und Studiengelübde (Brahmacarya) derer vollendet wird.‘
Wort für Wort
sanatsujāta uvāca naitad brahma tvaramāṇena labhyaṃ; yan māṃ pṛcchasy abhihṛṣyasy atīva avyaktavidyām abhidhāsye purāṇīṃ; buddhyā ca teṣāṃ brahmacaryeṇa siddhām
Sanatsujāta sprach: ‚Dieses Brahman ist nicht von einem Eiligen zu erlangen, wonach du mich fragst und dich überaus freust; ich werde die uralte Lehre vom Unmanifesten verkünden, die durch Einsicht und durch das Keuschheits- und Studiengelübde (Brahmacarya) derer vollendet wird.‘
Dhṛtarāṣṭra sprach: ‚[?] Diese ewige Lehre vom Unmanifesten, die, wie du sagst, durch das Brahmacarya vollendet wird - wie könnte, o Edler, einer, der hier wohnt, ohne es zur rechten Zeit begonnen zu haben, dennoch das Brahmanentum, die Unsterblichkeit, erlangen?‘
Dhṛtarāṣṭra sprach: ‚[?] Diese ewige Lehre vom Unmanifesten, die, wie du sagst, durch das Brahmacarya vollendet wird - wie könnte, o Edler, einer, der hier wohnt, ohne es zur rechten Zeit begonnen zu haben, dennoch das Brahmanentum, die Unsterblichkeit, erlangen?‘
Die syntaktische Beziehung von 'anārabhya' (ohne begonnen zu haben) bleibt unsicher; sinngemäß auf das versäumte rechtzeitige Beginnen des Brahmacarya bezogen.
sanatsujāta uvāca ye 'smiṃl loke vijayantīha kāmān; brāhmīṃ sthitim anutitikṣamāṇāḥ ta ātmānaṃ nirharantīha dehān; muñjād iṣīkām iva sattvasaṃsthāḥ
Sanatsujāta sprach: ‚Die in dieser Welt die Begierden bezwingen, indem sie standhaft im brahmischen Zustand ausharren, diese ziehen das Selbst aus dem Körper heraus - wie man den Schilfhalm aus dem Muñja-Gras herauszieht -, im eigenen Wesen gegründet.
Wort für Wort
sanatsujāta uvāca ye 'smiṃl loke vijayantīha kāmān; brāhmīṃ sthitim anutitikṣamāṇāḥ ta ātmānaṃ nirharantīha dehān; muñjād iṣīkām iva sattvasaṃsthāḥ
Sanatsujāta sprach: ‚Die in dieser Welt die Begierden bezwingen, indem sie standhaft im brahmischen Zustand ausharren, diese ziehen das Selbst aus dem Körper heraus - wie man den Schilfhalm aus dem Muñja-Gras herauszieht -, im eigenen Wesen gegründet.
Vater und Mutter, o Bhārata, erschaffen nur den Körper; die Geburt aber, die der Lehrer als Meister gewährt, ist die wahre, alterslose und unsterbliche.
Vater und Mutter, o Bhārata, erschaffen nur den Körper; die Geburt aber, die der Lehrer als Meister gewährt, ist die wahre, alterslose und unsterbliche.
ācāryayonim iha ye praviśya; bhūtvā garbhaṃ brahmacaryaṃ caranti ihaiva te śāstrakārā bhavanti; prahāya dehaṃ paramaṃ yānti yogam
Die hier in den Schoß des Lehrers eingehen, zum Keim werdend, das Brahmacarya üben - eben diese werden zu Schöpfern der Lehre; und nach Ablegen des Körpers gehen sie zur höchsten Vereinigung ein.
Wort für Wort
ācāryayonim iha ye praviśya; bhūtvā garbhaṃ brahmacaryaṃ caranti ihaiva te śāstrakārā bhavanti; prahāya dehaṃ paramaṃ yānti yogam
Die hier in den Schoß des Lehrers eingehen, zum Keim werdend, das Brahmacarya üben - eben diese werden zu Schöpfern der Lehre; und nach Ablegen des Körpers gehen sie zur höchsten Vereinigung ein.
ya āvṛṇoty avitathena karṇā;vṛtaṃ kurvann amṛtaṃ saṃprayacchan taṃ manyeta pitaraṃ mātaraṃ ca; tasmai na druhyet kṛtam asya jānan
[?] Wer mit unfehlbarem Wort die Ohren erfüllt, sie damit gleichsam umhüllend, und so Unsterblichkeit gewährt - ihn halte man für Vater und Mutter zugleich; ihm gegenüber übe man, seine Wohltat kennend, keine Feindseligkeit.
Wort für Wort
ya āvṛṇoty avitathena karṇā;vṛtaṃ kurvann amṛtaṃ saṃprayacchan taṃ manyeta pitaraṃ mātaraṃ ca; tasmai na druhyet kṛtam asya jānan
[?] Wer mit unfehlbarem Wort die Ohren erfüllt, sie damit gleichsam umhüllend, und so Unsterblichkeit gewährt - ihn halte man für Vater und Mutter zugleich; ihm gegenüber übe man, seine Wohltat kennend, keine Feindseligkeit.
guruṃ śiṣyo nityam abhimanyamānaḥ; svādhyāyam icchec chucir apramattaḥ mānaṃ na kuryān na dadhīta roṣam; eṣa prathamo brahmacaryasya pādaḥ
Der Schüler, der den Lehrer stets in Ehren hält, strebe rein und unachtsam nie nach eigenem Studium; er übe keinen Stolz, hege keinen Zorn - dies ist der erste Schritt des Brahmacarya.
Wort für Wort
guruṃ śiṣyo nityam abhimanyamānaḥ; svādhyāyam icchec chucir apramattaḥ mānaṃ na kuryān na dadhīta roṣam; eṣa prathamo brahmacaryasya pādaḥ
Der Schüler, der den Lehrer stets in Ehren hält, strebe rein und unachtsam nie nach eigenem Studium; er übe keinen Stolz, hege keinen Zorn - dies ist der erste Schritt des Brahmacarya.
Wie sein Verhalten gegenüber dem Lehrer, so sei es auch gegenüber der Gattin des Lehrers; wer tut, was ihm gesagt wird, und Liebes erweist, dessen Schritt wird der dritte genannt.
Wie sein Verhalten gegenüber dem Lehrer, so sei es auch gegenüber der Gattin des Lehrers; wer tut, was ihm gesagt wird, und Liebes erweist, dessen Schritt wird der dritte genannt.
nācāryāyehopakṛtvā pravādaṃ; prājñaḥ kurvīta naitad ahaṃ karomi itīva manyeta na bhāṣayeta; sa vai caturtho brahmacaryasya pādaḥ
[?] Der Weise mache, nachdem er dem Lehrer einen Dienst erwiesen hat, kein Aufheben davon; er denke nicht 'dies tue ich' und spreche es auch nicht aus - dies ist der vierte Schritt des Brahmacarya.
Wort für Wort
nācāryāyehopakṛtvā pravādaṃ; prājñaḥ kurvīta naitad ahaṃ karomi itīva manyeta na bhāṣayeta; sa vai caturtho brahmacaryasya pādaḥ
[?] Der Weise mache, nachdem er dem Lehrer einen Dienst erwiesen hat, kein Aufheben davon; er denke nicht 'dies tue ich' und spreche es auch nicht aus - dies ist der vierte Schritt des Brahmacarya.
evaṃ vasantaṃ yad upaplaved dhanam; ācāryāya tad anuprayacchet satāṃ vṛttiṃ bahuguṇām evam eti; guroḥ putre bhavati ca vṛttir eṣā
[?] Wenn einem, der so lebt, Reichtum zufällt, so gebe er ihn dem Lehrer weiter; so gelangt er zur vielfach verdienstvollen Lebensweise der Guten; und ebenso gilt diese Lebensweise gegenüber dem Sohn des Lehrers.
Wort für Wort
evaṃ vasantaṃ yad upaplaved dhanam; ācāryāya tad anuprayacchet satāṃ vṛttiṃ bahuguṇām evam eti; guroḥ putre bhavati ca vṛttir eṣā
[?] Wenn einem, der so lebt, Reichtum zufällt, so gebe er ihn dem Lehrer weiter; so gelangt er zur vielfach verdienstvollen Lebensweise der Guten; und ebenso gilt diese Lebensweise gegenüber dem Sohn des Lehrers.
evaṃ vasan sarvato vardhatīha; bahūn putrāṃl labhate ca pratiṣṭhām varṣanti cāsmai pradiśo diśaś ca; vasanty asmin brahmacarye janāś ca
Wer so lebt, gedeiht hier von allen Seiten; er erlangt viele Söhne und festen Bestand; Himmelsrichtungen und Zwischenrichtungen lassen es für ihn regnen, und die Menschen wohnen in Frieden bei dem, der dieses Brahmacarya übt.
Wort für Wort
evaṃ vasan sarvato vardhatīha; bahūn putrāṃl labhate ca pratiṣṭhām varṣanti cāsmai pradiśo diśaś ca; vasanty asmin brahmacarye janāś ca
Wer so lebt, gedeiht hier von allen Seiten; er erlangt viele Söhne und festen Bestand; Himmelsrichtungen und Zwischenrichtungen lassen es für ihn regnen, und die Menschen wohnen in Frieden bei dem, der dieses Brahmacarya übt.
[?] Wer, o König, sich [durch Askese] hinstrecken und auch aufreißen lässt, den ganzen Körper durch Askese erhitzend - durch dieses überwindet der Wissende die Kindheit und hält ebenso den Tod zur Stunde des Endes auf.
[?] Wer, o König, sich [durch Askese] hinstrecken und auch aufreißen lässt, den ganzen Körper durch Askese erhitzend - durch dieses überwindet der Wissende die Kindheit und hält ebenso den Tod zur Stunde des Endes auf.
Der genaue Sinn von 'āśayet pāṭayec ca' (etwa: sich hinlegen lassen und aufreißen/spalten lassen, als Askesepraktik) bleibt unsicher.
antavantaḥ kṣatriya te jayanti; lokāñ janāḥ karmaṇā nirmitena brahmaiva vidvāṃs tena abhyeti sarvaṃ; nānyaḥ panthā ayanāya vidyate
Vergängliche Welten, o Kṣatriya, gewinnen die Menschen durch die rituell verrichtete Tat; der Wissende aber gelangt durch eben dieses Brahmacarya zum Brahman, dem All; ein anderer Weg zum Heil ist nicht bekannt.‘
Wort für Wort
antavantaḥ kṣatriya te jayanti; lokāñ janāḥ karmaṇā nirmitena brahmaiva vidvāṃs tena abhyeti sarvaṃ; nānyaḥ panthā ayanāya vidyate
Vergängliche Welten, o Kṣatriya, gewinnen die Menschen durch die rituell verrichtete Tat; der Wissende aber gelangt durch eben dieses Brahmacarya zum Brahman, dem All; ein anderer Weg zum Heil ist nicht bekannt.‘
dhṛtarāṣṭra uvāca ābhāti śuklam iva lohitam iva; atho kṛṣṇam athāñjanaṃ kādravaṃ vā tad brāhmaṇaḥ paśyati yo 'tra vidvān; kathaṃrūpaṃ tad amṛtam akṣaraṃ padam
Dhṛtarāṣṭra sprach: ‚Es erscheint wie weiß, wie rot, oder auch schwarz, wie Augensalbe oder bräunlich - der Brahmane, der darin kundig ist, schaut es; von welcher Gestalt ist jene unsterbliche, unvergängliche Stätte?‘
Wort für Wort
dhṛtarāṣṭra uvāca ābhāti śuklam iva lohitam iva; atho kṛṣṇam athāñjanaṃ kādravaṃ vā tad brāhmaṇaḥ paśyati yo 'tra vidvān; kathaṃrūpaṃ tad amṛtam akṣaraṃ padam
Dhṛtarāṣṭra sprach: ‚Es erscheint wie weiß, wie rot, oder auch schwarz, wie Augensalbe oder bräunlich - der Brahmane, der darin kundig ist, schaut es; von welcher Gestalt ist jene unsterbliche, unvergängliche Stätte?‘
'kādravam' (etwa: bräunlich, von 'kadru' = tawny) ist ein seltener Farbbegriff mit unsicherer genauer Nuance.
Sanatsujāta sprach: ‚Es erscheint nicht wie weiß, wie rot, noch schwarz, wie Eisen oder wie die Farbe der Sonne; es weilt weder auf der Erde noch im Luftraum; nicht trägt es das Wasser des Meeres.
Sanatsujāta sprach: ‚Es erscheint nicht wie weiß, wie rot, noch schwarz, wie Eisen oder wie die Farbe der Sonne; es weilt weder auf der Erde noch im Luftraum; nicht trägt es das Wasser des Meeres.
na tārakāsu na ca vidyud āśritaṃ; na cābhreṣu dṛśyate rūpam asya na cāpi vāyau na ca devatāsu; na tac candre dṛśyate nota sūrye
Nicht ist es in den Sternen, nicht im Blitz gegründet; nicht in den Wolken erscheint seine Gestalt; nicht auch im Wind, nicht in den Gottheiten; nicht wird es im Mond gesehen, noch in der Sonne.
Wort für Wort
na tārakāsu na ca vidyud āśritaṃ; na cābhreṣu dṛśyate rūpam asya na cāpi vāyau na ca devatāsu; na tac candre dṛśyate nota sūrye
Nicht ist es in den Sternen, nicht im Blitz gegründet; nicht in den Wolken erscheint seine Gestalt; nicht auch im Wind, nicht in den Gottheiten; nicht wird es im Mond gesehen, noch in der Sonne.
naivarkṣu tan na yajuḥṣu nāpy atharvasu; na caiva dṛśyaty amaleṣu sāmasu rathaṃtare bārhate cāpi rājan; mahāvrate naiva dṛśyed dhruvaṃ tat
Weder in den Ṛc-Versen ist es, noch in den Yajus-Sprüchen, noch in den Atharva-Versen; auch nicht wird es in den makellosen Sāma-Versen gesehen - weder im Rathaṃtara noch im Bārhata, o König, noch im Mahāvrata wird es je, das Feststehende, gesehen.
Wort für Wort
naivarkṣu tan na yajuḥṣu nāpy atharvasu; na caiva dṛśyaty amaleṣu sāmasu rathaṃtare bārhate cāpi rājan; mahāvrate naiva dṛśyed dhruvaṃ tat
Weder in den Ṛc-Versen ist es, noch in den Yajus-Sprüchen, noch in den Atharva-Versen; auch nicht wird es in den makellosen Sāma-Versen gesehen - weder im Rathaṃtara noch im Bārhata, o König, noch im Mahāvrata wird es je, das Feststehende, gesehen.
Rathaṃtara, Bārhata und Mahāvrata sind Namen berühmter Sāman-Melodien bzw. liturgischer Hochrituale des vedischen Opferkults.
apāraṇīyaṃ tamasaḥ parastāt; tad antako 'py eti vināśakāle aṇīyarūpaṃ kṣuradhārayā tan; mahac ca rūpaṃ tv api parvatebhyaḥ
[?] Es ist unüberschreitbar, jenseits der Finsternis; selbst der Bezwinger [Tod] gelangt zu ihm zur Stunde der Vernichtung; feiner an Gestalt ist es als eine Rasierklingenschneide, und zugleich größer an Gestalt als Berge.
Wort für Wort
apāraṇīyaṃ tamasaḥ parastāt; tad antako 'py eti vināśakāle aṇīyarūpaṃ kṣuradhārayā tan; mahac ca rūpaṃ tv api parvatebhyaḥ
[?] Es ist unüberschreitbar, jenseits der Finsternis; selbst der Bezwinger [Tod] gelangt zu ihm zur Stunde der Vernichtung; feiner an Gestalt ist es als eine Rasierklingenschneide, und zugleich größer an Gestalt als Berge.
sā pratiṣṭhā tad amṛtaṃ lokās tad brahma tad yaśaḥ bhūtāni jajñire tasmāt pralayaṃ yānti tatra ca
Es ist der feste Grund, es ist die Unsterblichkeit, die Welten, das Brahman, der Ruhm; aus ihm entstanden die Wesen, und in es gehen sie beim Weltuntergang wieder ein.
Wort für Wort
sā pratiṣṭhā tad amṛtaṃ lokās tad brahma tad yaśaḥ bhūtāni jajñire tasmāt pralayaṃ yānti tatra ca
Es ist der feste Grund, es ist die Unsterblichkeit, die Welten, das Brahman, der Ruhm; aus ihm entstanden die Wesen, und in es gehen sie beim Weltuntergang wieder ein.
anāmayaṃ tan mahad udyataṃ yaśo; vāco vikārān kavayo vadanti tasmiñ jagat sarvam idaṃ pratiṣṭhitaṃ; ye tad vidur amṛtās te bhavanti
Es ist das Makellose, das Große, der erhabene Ruhm; die Dichter nennen nur dessen Abwandlungen im Wort; in ihm ist diese ganze Welt gegründet; wer es kennt, wird unsterblich.
Wort für Wort
anāmayaṃ tan mahad udyataṃ yaśo; vāco vikārān kavayo vadanti tasmiñ jagat sarvam idaṃ pratiṣṭhitaṃ; ye tad vidur amṛtās te bhavanti
Es ist das Makellose, das Große, der erhabene Ruhm; die Dichter nennen nur dessen Abwandlungen im Wort; in ihm ist diese ganze Welt gegründet; wer es kennt, wird unsterblich.