Vasumanas, Pratardana, Śibi und Aṣṭaka übergeben nacheinander die Frucht ihrer Freigebigkeit, ihres Kriegerruhms, ihrer Wahrhaftigkeit und ihrer Opfer an Yayāti; durch ihre vereinte Tugend steigt er, von himmlischer Gestalt, wieder zum Himmel empor. Damit ist Gālavas gesamte Rahmenerzählung um die 800 Rosse und Mādhavīs Nachkommenschaft endgültig aufgelöst.
divyamālyāmbaradharo divyābharaṇabhūṣitaḥ divyagandhaguṇopeto na pṛthvīm aspṛśat padā
Himmlischen Blumenkranz und Gewand tragend, mit himmlischem Schmuck geschmückt, mit himmlischem Wohlgeruch versehen, berührte er die Erde nicht mit dem Fuß.
Wort für Wort
divyamālyāmbaradharaḥ
himmlischen Kranz und Gewand tragend (Bahuvrīhi-Adj., Nom.Sg.)
divyābharaṇabhūṣitaḥ
mit himmlischem Schmuck geschmückt (Partizip Perf.Pass., Nom.Sg.)
divyagandhaguṇopetaḥ
mit himmlischem Wohlgeruch versehen (Bahuvrīhi-Adj., Nom.Sg.)
na pṛthvīm aspṛśat padā
er berührte die Erde nicht mit dem Fuß (Neg. + Subst.Akk.Sg. + Verb, Impf. 3.Sg. + Subst.Instr.Sg.)
yat phalaṃ dānaśīlasya kṣamāśīlasya yat phalam yac ca me phalam ādhāne tena saṃyujyatāṃ bhavān
Welche Frucht dem an Freigebigkeit Gewöhnten, welche Frucht dem an Geduld Gewöhnten zukommt, und welche Frucht mir aus dem Opferfeuer-Anlegen zukommt - damit möge Euer Gnaden verbunden werden.“
Wort für Wort
yat phalam dānaśīlasya
welche Frucht dem an Freigebigkeit Gewöhnten (Rel.Pron. + Subst.Nom.Sg. + Adj.Gen.Sg.)
kṣamāśīlasya yat phalam
welche Frucht dem an Geduld Gewöhnten (Adj.Gen.Sg. + Rel.Pron. + Subst.Nom.Sg.)
yat ca me phalam ādhāne
und welche Frucht mir aus dem Opferfeuer-Anlegen (Rel.Pron. + Partikel + Gen.Sg. + Subst.Nom.Sg. + Subst.Lok.Sg.)
tena saṃyujyatām bhavān
damit möge Euer Gnaden verbunden werden (Instr.Sg. + Passiv-Imp. 3.Sg. + Pron.)
„Was ich in der Welt erlangt habe, den aus der Kṣatriya-Pflicht entstandenen Ruhm, und auch die Frucht des Ehrennamens Held - damit möge Euer Gnaden verbunden werden.“
Wort für Wort
prāptavān asmi yat loke
was ich in der Welt erlangt habe (Partizip Perf.Akt., Nom.Sg. + Verb, Präs. 1.Sg. + Rel.Pron. + Lok.Sg.)
kṣatradharmodbhavam yaśaḥ
den aus der Kṣatriya-Pflicht entstandenen Ruhm (Adj.Akk.Sg. + Subst.Akk.Sg.)
vīraśabdaphalam ca eva
und auch die Frucht des Namens Held (Subst.Akk.Sg. + Partikel + Partikel)
tena saṃyujyatām bhavān
damit möge Euer Gnaden verbunden werden (Instr.Sg. + Passiv-Imp. 3.Sg. + Pron.)
yathā satyena me dharmo yathā satyena pāvakaḥ prītaḥ śakraś ca satyena tena satyena khaṃ vraja
Wie durch Wahrheit mir die Pflicht gedeiht, wie durch Wahrheit das Feuer, und wie Śakra durch Wahrheit erfreut ist - durch diese Wahrheit ziehe zum Himmel.“
Wort für Wort
yathā satyena me dharmaḥ
wie durch Wahrheit mir die Pflicht (gedeiht) (Vgl.-Partikel + Instr.Sg. + Gen.Sg. + Subst.Nom.Sg.)
yathā satyena pāvakaḥ
wie durch Wahrheit das Feuer (Vgl.-Partikel + Instr.Sg. + Subst.Nom.Sg.)
prītaḥ śakraḥ ca satyena
und Śakra durch Wahrheit erfreut ist (Adj., Nom.Sg. + Eigenname, Nom.Sg. + Partikel + Instr.Sg.)
tena satyena kham vraja
durch diese Wahrheit ziehe zum Himmel (Instr.Sg. + Subst.Instr.Sg. + Subst.Akk.Sg. + Verb, Imp. 2.Sg.)
aṣṭakas tv atha rājarṣiḥ kauśiko mādhavīsutaḥ anekaśatayajvānaṃ vacanaṃ prāha dharmavit
Aṣṭaka aber, der königliche Weise, der Sohn des Kauśika (Viśvāmitra) und der Mādhavī, sprach zu dem, der viele hundert Male geopfert hatte, kundig der Pflicht, das Wort:
Wort für Wort
aṣṭakaḥ tu atha rājarṣiḥ
Aṣṭaka aber, da der königliche Weise (Eigenname, Nom.Sg. + Partikel + Adv. + Subst., Nom.Sg.)
kauśikaḥ mādhavīsutaḥ
der Sohn des Kauśika und der Mādhavī (Patronymikon, Nom.Sg. + Adj., Nom.Sg.)
anekaśatayajvānam
zu dem, der viele hundert Male geopfert hatte (Subst., Akk.Sg.)
vacanam prāha dharmavit
sprach das Wort, kundig der Pflicht (Subst.Akk.Sg. + Verb, Perf. 3.Sg. + Adj., Nom.Sg.)
dauhitrāḥ svena dharmeṇa yajñadānakṛtena vai caturṣu rājavaṃśeṣu saṃbhūtāḥ kulavardhanāḥ mātāmahaṃ mahāprājñaṃ divam āropayanti te
Die Enkelsöhne mütterlicherseits, durch ihre eigene, aus Opfer und Gabe bewirkte Tugend - in vier Königsgeschlechtern entstanden, das Geschlecht mehrend - ließen ihren hochweisen Großvater mütterlicherseits den Himmel besteigen.
Wort für Wort
dauhitrāḥ svena dharmeṇa
die Enkelsöhne mütterlicherseits durch ihre eigene Tugend (Subst.Nom.Pl. + Adj.Instr.Sg. + Subst.Instr.Sg.)
yajñadānakṛtena vai
fürwahr aus Opfer und Gabe bewirkte (Adj.Instr.Sg. + Partikel)
caturṣu rājavaṃśeṣu saṃbhūtāḥ
in vier Königsgeschlechtern entstanden (Zahlw.Lok.Pl. + Subst.Lok.Pl. + Partizip Perf.Nom.Pl.)
kulavardhanāḥ
das Geschlecht mehrend (Adj., Nom.Pl.)
mātāmaham mahāprājñam divam āropayanti te
sie ließen ihren hochweisen Großvater mütterlicherseits den Himmel besteigen (Subst.Akk.Sg. + Adj.Akk.Sg. + Subst.Akk.Sg. + Verb, Präs. 3.Pl. + Pron.)
Die Könige sprachen: „Mit den Tugenden der Königspflicht versehen, mit allen Tugenden der Pflicht ausgestattet, sind wir, deine Enkelsöhne mütterlicherseits, König - besteige den Himmel, Fürst.“
Wort für Wort
rājānaḥ ūcuḥ
die Könige sprachen (Subst.Nom.Pl. + Verb, Perf. 3.Pl.)
rājadharmaguṇopetāḥ
mit den Tugenden der Königspflicht versehen (Bahuvrīhi-Adj., Nom.Pl.)
sarvadharmaguṇānvitāḥ
mit allen Tugenden der Pflicht ausgestattet (Bahuvrīhi-Adj., Nom.Pl.)