Kapitel 80: Draupadī-Vākyam
Draupadīs Klage und Kṛṣṇas Versprechen
Draupadī tritt vor Kṛṣṇa und hält eine der ergreifendsten Reden des Epos: sie erinnert an den Betrug beim Würfelspiel, das gescheiterte Fünf-Dörfer-Angebot, ihre Demütigung in der Versammlungshalle (Haarraub, Sklavinnenstatus trotz lebender Beschützer), Dhṛtarāṣṭras einstige Gunstgewährung, und fordert unbedingten Krieg gegen die Dhārtarāṣṭras. Sie löst und zeigt ihr Haar als Mahnmal. Kṛṣṇa antwortet mit einem feierlichen, bis zum Kapitelende offenen Schwur, ihre Peiniger zu vernichten.
vaiśaṃpāyana uvāca rājñas tu vacanaṃ śrutvā dharmārthasahitaṃ hitam kṛṣṇā dāśārham āsīnam abravīc chokakarṣitā
Vaiśaṃpāyana sprach: Nachdem sie die Rede des Königs gehört hatte, die mit Dharma und Nutzen verbunden und heilsam war, sprach Kṛṣṇā [Draupadī], von Kummer gequält, zu dem sitzenden Dāśārha [Kṛṣṇa].
[Anm.: 'iti' in V.8 markiert dies als wörtliches Zitat der von Yudhiṣṭhira an Duryodhana zu überbringenden Botschaft - als CQ (zweite Ebene) innerhalb Draupadīs bereits offener Rede wiedergegeben; das Zitat erstreckt sich über V.7-8.]
Aber auch dieses Wort befolgte Suyodhana nicht, nachdem er es gehört hatte, o Kṛṣṇa - [das Wort] des schamhaften Yudhiṣṭhira, o Dāśārha, der den Frieden wünschte.
apradānena rājyasya yadi kṛṣṇa suyodhanaḥ saṃdhim icchen na kartavyas tatra gatvā kathaṃ cana
Wenn Suyodhana, ohne das Königreich herauszugeben, o Kṛṣṇa, Frieden wünschen sollte, so darf er, dorthin gehend, [ihm der Friede] auf keine Weise [gewährt werden] -
sāmnā dānena vā kṛṣṇa ye na śāmyanti śatravaḥ moktavyas teṣu daṇḍaḥ syāj jīvitaṃ parirakṣatā
Feinde, die weder durch Güte noch durch Geschenke, o Kṛṣṇa, besänftigt werden - gegen sie soll die Strafe losgelassen werden, von dem, der [sein eigenes] Leben schützen will.
Wort für Wort
sāmnā dānena vā
durch Güte oder Geschenke (Instr.Sg.)
ye na śāmyanti
die nicht besänftigt werden (Nom.Pl. Rel. + 3.Pl.Präs.Neg.)
śatravaḥ
Feinde (Nom.Pl.)
moktavyaḥ daṇḍaḥ
die Strafe soll losgelassen werden (Nom.Sg. Ger.)
teṣu
gegen sie (Lok.Pl.)
syāt
soll sein (3.Sg.Opt.)
jīvitam parirakṣatā
von dem, der das Leben schützen will (Instr.Sg. Part.Präs.)
Darum soll gegen sie eine große Strafe rasch geschleudert werden, o Unfehlbarer, von dir selbst, o Starkarmiger, zusammen mit den Pāṇḍavas und den Sṛñjayas.
Wort für Wort
tasmāt teṣu
darum gegen sie (Lok.Pl.)
mahādaṇḍaḥ
große Strafe (Nom.Sg.)
kṣeptavyaḥ
soll geschleudert werden (Nom.Sg. Ger.)
kṣipram
rasch (Adv.)
acyuta
o Unfehlbarer (Vok.Sg.)
tvayā ca eva
von dir selbst (Instr.Sg.)
pāṇḍavaiḥ saha sṛñjayaiḥ
zusammen mit den Pāṇḍavas und Sṛñjayas (Instr.Pl.)
Denn ein Kṣatriya, der in Gier verharrt, soll von einem [anderen] Kṣatriya getötet werden - oder von einem Nicht-Kṣatriya, o Dāśārha, [wenn dieser] seinem eigenen Dharma folgt,
Wort für Wort
kṣatriyeṇa
von einem Kṣatriya (Instr.Sg.)
hantavyaḥ
soll getötet werden (Nom.Sg. Ger.)
kṣatriyaḥ
ein Kṣatriya (Nom.Sg.)
lobham āsthitaḥ
in Gier verharrend (Nom.Sg. Part.Perf.)
akṣatriyaḥ vā
oder ein Nicht-Kṣatriya (Instr.Sg., attr. zu vorherigem)
svadharmam anutiṣṭhatā
von dem, der seinem eigenen Dharma folgt (Instr.Sg. Part.Präs.)
anyatra brāhmaṇāt tāta sarvapāpeṣv avasthitāt gurur hi sarvavarṇānāṃ brāhmaṇaḥ prasṛtāgrabhuk
außer von einem Brahmanen, o Vater, [selbst wenn dieser] in allen Sünden verharrt - denn der Brahmane ist der Lehrer aller Stände, der [zuerst] von der dargebrachten [Opfergabe] genießt.
Wort für Wort
anyatra brāhmaṇāt
außer von einem Brahmanen (Abl.Sg.)
tāta
o Vater (Vok.Sg.)
sarvapāpeṣu avasthitāt
der in allen Sünden verharrt (Abl.Sg. Part.Perf.)
guruḥ hi sarvavarṇānām
denn Lehrer aller Stände (Nom.Sg. + Gen.Pl.)
brāhmaṇaḥ
der Brahmane (Nom.Sg.)
prasṛtāgrabhuk
[?] der zuerst vom Dargebrachten Genießende (Nom.Sg. Kompositum)
[?] Anm.: 'prasṛtāgrabhuk' (wörtl. 'der zuerst vom Dargebrachten Genießende') ist ein seltenes Kompositum; die genaue Nuance (Vorrang des Brahmanen beim Opfermahl/bei Gaben) bleibt unsicher.
Welche Schuld entstünde, wenn ein nicht zu Tötender getötet würde, o Janārdana - diese [Schuld] wird, wenn ein zu Tötender nicht getötet wird, [ebenso] gesehen, so wissen die Dharma-Kenner.
Wort für Wort
yathā avadhye
wie bei einem nicht zu Tötenden (Lok.Sg. Ger.Neg.)
bhavet doṣaḥ
entstünde Schuld (3.Sg.Opt. + Nom.Sg.)
vadhyamāne
wenn er getötet würde (Lok.Sg. Part.Präs.Pass.)
saḥ
diese [Schuld] (Nom.Sg.)
vadhyasya avadhe
beim Nicht-Töten eines zu Tötenden (Lok.Sg.)
dṛṣṭaḥ
gesehen/festgestellt (Nom.Sg. Part.Perf.Pass.)
iti dharmavidaḥ viduḥ
so wissen die Dharma-Kenner (Partikel + Nom.Pl. + 3.Pl.Perf.)
die in das Geschlecht der Ājamīḍhas eingetreten ist, die Schwiegertochter des großmütigen Pāṇḍu, die Hauptgemahlin der Söhne Pāṇḍus, die [an Glanz] fünf Indras gleichkommen,
Wort für Wort
ājamīḍhakulam prāptā
in das Geschlecht der Ājamīḍhas eingetreten (Akk.Sg. + Nom.Sg. Part.Perf.)
snuṣā pāṇḍoḥ mahātmanaḥ
die Schwiegertochter des großmütigen Pāṇḍu (Nom.Sg. + Gen.Sg.)
mahiṣī pāṇḍuputrāṇām
die Hauptgemahlin der Söhne Pāṇḍus (Nom.Sg. + Gen.Pl.)
pañcendrasamavarcasām
die fünf Indras an Glanz gleichkommen (Gen.Pl. Bahuvrīhi)
sutā me pañcabhir vīraiḥ pañca jātā mahārathāḥ abhimanyur yathā kṛṣṇa tathā te tava dharmataḥ
[die Frau], der von fünf Helden fünf Söhne geboren wurden, große Wagenkämpfer, wie Abhimanyu - so sind sie dir, o Kṛṣṇa, durch Dharma [verbunden]?
Wort für Wort
sutāḥ me
meine Söhne (Nom.Pl. + Gen.Sg.)
pañcabhiḥ vīraiḥ
von fünf Helden (Instr.Pl.)
pañca jātāḥ mahārathāḥ
fünf geborene große Wagenkämpfer (Nom.Pl. Part.Perf.)
abhimanyuḥ yathā
wie Abhimanyu (Nom.Sg. + Konj.)
tathā te
so sie (Adv. + Nom.Pl.)
tava dharmataḥ
[?] dir durch Dharma (Gen.Sg. + Abl.Sg. Adv.)
[?] Anm.: Die genaue syntaktische Beziehung von 'tava dharmataḥ' (dir durch Dharma) am Versende ist unsicher - vermutlich betont Draupadī, dass ihre Söhne durch die Bande der Dharma-Verwandtschaft (Vetternschaft) auch Kṛṣṇa nahestehen, wie Abhimanyu (Kṛṣṇas Neffe) selbst.
während die Kauravas, die Pāñcālas und auch die Vṛṣṇis am Leben waren, bin ich zur Sklavin der Sünder geworden, inmitten der Versammlungshalle hingestellt.
Wort für Wort
jīvatsu kauraveyeṣu pāñcāleṣu atha vṛṣṇiṣu
während Kauravas, Pāñcālas und Vṛṣṇis lebten (Lok.Pl. Part.Präs. absolutus)
dāsībhūtā asmi
bin ich zur Sklavin geworden (Nom.Sg. Part.Perf. + 1.Sg.Präs.)
pāpānām
der Sünder (Gen.Pl.)
sabhāmadhye vyavasthitā
inmitten der Versammlungshalle hingestellt (Lok.Sg. + Nom.Sg. Part.Perf.)
Während die Pāṇḍus, ohne Zorn, ohne sich zu regen, zusahen, [rief ich innerlich:] „Rette mich!“ - so, o Govinda, habe ich dich im Herzen ersehnt.
Wort für Wort
nirāmarṣeṣu aceṣṭeṣu
ohne Zorn, ohne sich zu regen (Lok.Pl. Adj.)
prekṣamāṇeṣu pāṇḍuṣu
während die Pāṇḍus zusahen (Lok.Pl. Part.Präs. absolutus)
trāhi mām
rette mich (2.Sg.Imp. + Akk.Sg.)
iti
so [Zitatpartikel] (Partikel)
govinda
o Govinda [Kṛṣṇa] (Vok.Sg.)
manasā kāṅkṣitaḥ asi me
du bist von mir im Herzen ersehnt worden (Instr.Sg. + Nom.Sg. Part.Perf.Pass. + 2.Sg.Präs. + Gen.Sg.)
[Anm.: 'trāhi mām iti' ist Draupadīs eigener, innerlicher Ruf zur Zeit der Demütigung, als wörtliches Zitat mit 'iti' markiert - als CQ (zweite Ebene) innerhalb ihrer bereits offenen Rede an Kṛṣṇa wiedergegeben; öffnet und schließt innerhalb desselben Verses.]
[Ich erinnere mich der Zeit,] als der erhabene König, mein Schwiegervater, zu mir das Wort sprach: „Wähle eine Gunst, Pāñcālī, du bist einer Gunst würdig, du bist mir teuer,
Wort für Wort
yatra
als/wo (Konj.)
mām
zu mir (Akk.Sg.)
bhagavān rājā śvaśuraḥ
der erhabene König, [mein] Schwiegervater (Nom.Sg.)
vākyam abravīt
sprach das Wort (Akk.Sg. + 3.Sg.Impf.)
varam vṛṇīṣva
wähle eine Gunst (Akk.Sg. + 2.Sg.Imp.Med.)
pāñcāli
o Pāñcālī [Draupadī] (Vok.Sg.)
varārhā asi
du bist einer Gunst würdig (Nom.Sg. Adj. + 2.Sg.Präs.)
matā asi me
du bist mir teuer/geschätzt (Nom.Sg. Part.Perf.Pass. + 2.Sg.Präs. + Gen.Sg.)
[Anm.: 'vākyam abravīt' leitet ein wörtliches Zitat der Worte Dhṛtarāṣṭras ein; das CQ-Zitat erstreckt sich über V.27-28, wo es mit 'iti' (Draupadīs eigener zitierter Antwort) schließt.]
Mögen die Pāṇḍavas keine Sklaven sein, mit ihren Wagen und Waffen - so von mir gesprochen“, worauf sie zum Waldaufenthalt freigelassen wurden, o Keśava.
Wort für Wort
adāsāḥ pāṇḍavāḥ santu
mögen die Pāṇḍavas keine Sklaven sein (Nom.Pl. + 3.Pl.Imp.)
sarathāḥ sāyudhāḥ
mit Wagen, mit Waffen (Nom.Pl. Adj.)
iti mayā ukte
so von mir gesprochen (Partikel + Instr.Sg. + Lok.Sg.Abs.)
yatra nirmuktāḥ
worauf sie freigelassen wurden (Konj. + Nom.Pl. Part.Perf.Pass.)
‘Nachdem sie dies gesagt hatte, [ergriff] die Dunkeläugige das weiche, zu einem Zopfende gebundene, wohlgestaltete, tiefschwarze, mit reinem Duft durchtränkte [Haar],
Wort für Wort
iti uktvā
nachdem sie dies gesagt hatte (Partikel + Absolutiv)
mṛdusaṃhāram
weich zusammengebunden (Akk.Sg. Adj.)
vṛjināgram
zu einem Zopfende [gebunden] (Akk.Sg. Adj.)
sudarśanam sunīlam
wohlgestaltet, tiefschwarz (Akk.Sg. Adj.)
asitāpāṅgī
die Dunkeläugige (Nom.Sg. Bahuvrīhi fem.)
puṇyagandhādhivāsitam
mit reinem Duft durchtränkt (Akk.Sg. Adj.)
[Anm.: 'ity uktvā' schließt Draupadīs ersten Redeabschnitt (SQ); es folgt reine Erzählung Vaiśaṃpāyanas über ihre Geste, bevor V.35-36 ihre Rede erneut eröffnen.]
yadi bhīmārjunau kṛṣṇa kṛpaṇau saṃdhikāmukau pitā me yotsyate vṛddhaḥ saha putrair mahārathaiḥ
Wenn Bhīma und Arjuna, o Kṛṣṇa, [sich als] erbärmlich und friedenswünschend [erweisen], wird mein alter Vater kämpfen, zusammen mit seinen Söhnen, den großen Wagenkämpfern,
Wort für Wort
yadi bhīmārjunau
wenn Bhīma und Arjuna (Nom.Du.)
kṛpaṇau saṃdhikāmukau
erbärmlich, friedenswünschend (Nom.Du. Adj.)
pitā me
mein Vater (Nom.Sg. + Gen.Sg.)
yotsyate
wird kämpfen (3.Sg.Fut.Med.)
vṛddhaḥ
der alte (Nom.Sg. Adj.)
saha putraiḥ mahārathaiḥ
zusammen mit den Söhnen, den großen Wagenkämpfern (Instr.Pl.)
auf Dharma bedacht ist/Dharma im Blick hat (Akk.Sg. + 3.Sg.Präs.)
[?] Anm.: 'bhīmavākśalyapīḍitam' (durch den Pfeil-Stachel von Bhīmas Wort gequält) bezieht sich vermutlich auf Bhīmas überraschende Friedensrede (Kap.72) - die genaue grammatische Anbindung des Relativsatzes 'yo 'yam...dharmaṃ samanupaśyati' an den Hauptsatz bleibt im Sanskrit leicht elliptisch.
evaṃ tā bhīru rotsyanti nihatajñātibāndhavāḥ hatamitrā hatabalā yeṣāṃ kruddhāsi bhāmini
so werden sie weinen, Furchtsame, ihrer Verwandten und Angehörigen beraubt, ihrer Freunde beraubt, ihrer Streitmacht beraubt, jene, gegen die du zornig bist, o Zürnende.
Wort für Wort
evam tāḥ rotsyanti
so werden sie weinen (Adv. + Nom.Pl. + 3.Pl.Fut.)
bhīru
o Furchtsame (Vok.Sg.)
nihatajñātibāndhavāḥ
ihrer Verwandten und Angehörigen beraubt (Nom.Pl. Adj.)
hatamitrāḥ hatabalāḥ
ihrer Freunde beraubt, ihrer Streitmacht beraubt (Nom.Pl. Adj.)
yeṣām kruddhā asi
gegen die du zornig bist (Gen.Pl. Rel. + Nom.Sg. Adj. + 2.Sg.Präs.)
dhārtarāṣṭrāḥ kālapakvā na cec chṛṇvanti me vacaḥ śeṣyante nihatā bhūmau śvaśṛgālādanīkṛtāḥ
[wenn] die Dhārtarāṣṭras, reif für [ihr] Verhängnis, mein Wort nicht hören, werden sie erschlagen auf der Erde liegen bleiben, zur Speise für Hunde und Schakale gemacht.
Wort für Wort
dhārtarāṣṭrāḥ kālapakvāḥ
die Dhārtarāṣṭras, reif für [ihr] Verhängnis (Nom.Pl.)
na cet śṛṇvanti me vacaḥ
wenn sie mein Wort nicht hören (Konj.Neg. + 3.Pl.Präs. + Gen.Sg. + Akk.Sg.)
śeṣyante nihatāḥ bhūmau
werden erschlagen [liegen] bleiben auf der Erde (3.Pl.Fut.Pass. + Nom.Pl. Part. + Lok.Sg.)
śvaśṛgālādanīkṛtāḥ
zur Speise für Hunde und Schakale gemacht (Nom.Pl. Adj.)
caled dhi himavāñ śailo medinī śatadhā bhavet dyauḥ patec ca sanakṣatrā na me moghaṃ vaco bhavet
Eher würde der Himalaya-Berg sich bewegen, eher würde die Erde sich hundertfach spalten, eher würde der Himmel mitsamt den Sternen herabfallen, als dass mein Wort vergeblich wäre.
Wort für Wort
calet hi himavān śailaḥ
fürwahr, der Himalaya-Berg würde sich bewegen (3.Sg.Opt. + Nom.Sg.)
medinī śatadhā bhavet
die Erde würde sich hundertfach [spalten] (Nom.Sg. + Adv. + 3.Sg.Opt.)
dyauḥ patet ca sanakṣatrā
und der Himmel mitsamt den Sternen würde fallen (Nom.Sg. + 3.Sg.Opt. + Nom.Sg. Adj.)
Wahrhaftig verspreche ich es dir, o Kṛṣṇī; lass die Tränen zurückgehalten werden - bald wirst du deine Gatten sehen, ihrer Feinde beraubt, mit Glanz und Herrlichkeit ausgestattet.
Wort für Wort
satyam te pratijānāmi
wahrhaftig verspreche ich es dir (Akk.Sg. Adv. + Gen.Sg. + 1.Sg.Präs.)
kṛṣṇe
o Kṛṣṇī [Draupadī] (Vok.Sg.)
bāṣpaḥ nigṛhyatām
die Tränen sollen zurückgehalten werden (Nom.Sg. + 3.Sg.Imp.Pass.)
hatāmitrān śriyā yuktān
ihrer Feinde beraubt, mit Glanz ausgestattet (Akk.Pl. Adj.)
acirāt drakṣyase patīn
bald wirst du [deine] Gatten sehen (Adv. + 2.Sg.Fut.Med. + Akk.Pl.)
[Anm.: Kṛṣṇas Rede bleibt am Kapitelende offen (SQ-Tiefe 1) und setzt sich vermutlich im folgenden Kapitel fort.]