Kapitel 167: Pāṇḍavarathasaṃkhyānaṃ Dvitīyam
Bhīṣmas Aufzählung: Die Söhne der Draupadī, Abhimanyu, Sātyaki, Virāṭa und Drupada
Bhīṣma setzt seine Lobrede auf die Pāṇḍava-Krieger fort (unmittelbare Fortsetzung des in Kap.166 begonnenen Loblieds nach der Zäsur durch Saṃjayas Zwischenbemerkung): die fünf Söhne der Draupadī, Uttara der Sohn des Virāṭa, Abhimanyu (ebenbürtig Arjuna oder Kṛṣṇa), Sātyaki, Uttamaujas, Yudhāmanyu, und schließlich ausführlich Virāṭa und Drupada, die trotz ihres Alters durch die Verschwägerung mit den Pāṇḍavas fest verbunden sind und Großes vollbringen werden.
Bhīṣma sprach: „Die Söhne der Draupadī, o Großkönig, sind alle fünf große Wagenkämpfer; und Uttara, der Sohn des Virāṭa, gilt mir als großer Wagenkämpfer.
laghv astraś citrayodhī ca manasvī dṛḍhavikramaḥ saṃsmaran vai parikleśaṃ svapitur vikramiṣyati
Schnell mit Waffen, und ein vielfältiger Kämpfer, hochgesinnt, von festem Mut - sich der Leiden seines Vaters erinnernd, wird er mit Tapferkeit kämpfen.
Sātyaki, der Mādhava, der Held, Anführer der Anführer der Wagenkämpfer-Scharen; dieser ist unter den Ersten der Vṛṣṇis, unduldsam, die Furcht überwunden habend.
Wort für Wort
sātyakiḥ
Sātyaki (Nom. Sg.)
mādhavaḥ
der Mādhava (Nom. Sg.)
śūraḥ
der Held (Nom. Sg.)
rathayūthapayūthapaḥ
Anführer der Anführer der Wagenkämpfer-Scharen (Nom. Sg.)
Von diesen gibt es viele Tausende an Wagenkämpfern, Elefanten und Pferden ebenso; diese werden kämpfen, ihren Leib aufgebend, aus Verlangen, dem Sohn der Kuntī zu gefallen.
Wort für Wort
eteṣām
von diesen (Gen. Pl.)
bahusāhasrāḥ
viele Tausende (Nom. Pl.)
rathāḥ
Wagenkämpfer (Nom. Pl.)
nāgāḥ
Elefanten (Nom. Pl.)
hayāḥ
Pferde (Nom. Pl.)
tathā
ebenso (Adv.)
yotsyante
werden kämpfen (Fut. Med. 3. Pl.)
te
diese (Nom. Pl.)
tanum
Leib (Akk. Sg.)
tyaktvā
aufgegeben habend (Absol.)
kuntīputrapriyepsayā
aus Verlangen, dem Sohn der Kuntī zu gefallen (Instr. Sg.)
vayovṛddhāv api tu tau kṣatradharmaparāyaṇau yatiṣyete paraṃ śaktyā sthitau vīragate pathi
Obgleich sie an Jahren alt sind, sind sie doch der Kṣatriya-Pflicht ergeben; sie werden sich mit höchster Kraft anstrengen, stehend auf dem Pfad, den Helden gehen.
Wort für Wort
vayovṛddhau
an Jahren alt (Nom. Dual Bahuvrīhi)
api tu
obgleich (Partikel)
tau
sie (Nom. Dual)
kṣatradharmaparāyaṇau
der Kṣatriya-Pflicht ergeben (Nom. Dual Bahuvrīhi)
saṃbandhakena rājendra tau tu vīryabalānvayāt āryavṛttau maheṣvāsau snehapāśasitāv ubhau
Durch die Verschwägerung, Indra der Könige, sind die beiden, aufgrund ihrer Tapferkeit und Kraft, von edlem Wandel, große Bogenschützen, beide durch das Band der Zuneigung gebunden.
Wort für Wort
saṃbandhakena
durch die Verschwägerung (Instr. Sg.)
rājendra
o Indra der Könige (Vok. Sg.)
tau
die beiden (Nom. Dual)
tu
aber (Partikel)
vīryabalānvayāt
aufgrund ihrer Tapferkeit und Kraft (Abl. Sg.)
āryavṛttau
von edlem Wandel (Nom. Dual Bahuvrīhi)
maheṣvāsau
große Bogenschützen (Nom. Dual)
snehapāśasitau
durch das Band der Zuneigung gebunden (Nom. Dual Bahuvrīhi)
Auf einen einzigen Weg festgelegt, dem Sohn der Pṛthā fest ergeben, werden diese beiden, ihr Leben aufgebend, mit höchster Kraft vereint handeln, Herrscher der Menschen.
Wort für Wort
ekāyanagatau
auf einen einzigen Weg festgelegt (Nom. Dual Bahuvrīhi)