Kapitel 1: Anukramaṇikāparva
Anukramaṇikāparva: das Inhaltsverzeichnis-Kapitel — (Kritische Ausgabe, BORI/Poona)
NEU (2026-09-06): Diese Fassung von Adhyāya 1 folgt der kritischen Ausgabe des Mahābhārata (Bhandarkar Oriental Research Institute, Poona, hrsg. u.a. V. S. Sukthankar), digitalisiert von GRETIL (Göttingen), lokal als vollständige Datei verfügbar. Die kritische Ausgabe ist die in der Wissenschaft übliche Referenzfassung und enthält nur den von den Herausgebern als ursprünglich erachteten Kerntext (210 Verse in Adhyāya 1) – zahlreiche in der Südtext-Rezension (Kumbhakonam, 297 Verse, siehe die andere Fassung dieses Adhyāya oben) enthaltene Verse gelten hier als spätere Interpolationen und wurden nicht aufgenommen; ebenso wurden die im kritischen Apparat verzeichneten, nur in einzelnen Handschriftengruppen bezeugten Zusatzverse (mit „*“ markiert) hier nicht übersetzt, da sie nicht Teil des konstituierten Haupttextes sind. Aufgrund der hohen inhaltlichen Dichte (u.a. die lange „yadāśrauṣam“-Litanei) sind die Wort-für-Wort-Felder verszeilenweise statt phrasenweise gehalten. Ab jetzt bildet diese kritische Fassung die Hauptzählung des Projekts, sobald auch Adhyāya 2 und die folgenden Adhyāyas des Ādiparva in dieser Fassung vorliegen; bis dahin bleiben beide Fassungen parallel im Werk erhalten.
Ugraśravas, der Sohn Lomaharṣaṇas, ein Sūta und Kenner der alten Überlieferungen, kam im Naimiṣa-Wald zum zwölfjährigen Opferfest des Familienoberhaupts Śaunaka.
Ugraśravas, der Sohn Lomaharṣaṇas, ein Sūta und Kenner der alten Überlieferungen, kam im Naimiṣa-Wald zum zwölfjährigen Opferfest des Familienoberhaupts Śaunaka.
abhivādya munīṃs tāṃs tu sarvān eva kṛtāñjaliḥ | apṛcchat sa tapovṛddhiṃ sadbhiś caivābhinanditaḥ |
Nachdem er alle jene Weisen mit gefalteten Händen ehrerbietig gegrüßt hatte, erkundigte er sich nach dem Fortschritt ihrer Askese und wurde von den Guten willkommen geheißen.
Wort für Wort
abhivādya munīṃs tāṃs tu sarvān eva kṛtāñjaliḥ | apṛcchat sa tapovṛddhiṃ sadbhiś caivābhinanditaḥ |
Nachdem er alle jene Weisen mit gefalteten Händen ehrerbietig gegrüßt hatte, erkundigte er sich nach dem Fortschritt ihrer Askese und wurde von den Guten willkommen geheißen.
śrutvāhaṃ tā vicitrārthā mahābhāratasaṃśritāḥ | bahūni saṃparikramya tīrthāny āyatanāni ca |
von mir gehört – jene inhaltsreichen, mit dem Mahābhārata verbundenen Erzählungen; und nachdem ich viele heilige Furten und Heiligtümer durchwandert hatte,
Wort für Wort
śrutvāhaṃ tā vicitrārthā mahābhāratasaṃśritāḥ | bahūni saṃparikramya tīrthāny āyatanāni ca |
von mir gehört – jene inhaltsreichen, mit dem Mahābhārata verbundenen Erzählungen; und nachdem ich viele heilige Furten und Heiligtümer durchwandert hatte,
samantapañcakaṃ nāma puṇyaṃ dvijaniṣevitam | gatavān asmi taṃ deśaṃ yuddhaṃ yatrābhavat purā | pāṇḍavānāṃ kurūṇāṃ ca sarveṣāṃ ca mahīkṣitām |
bin ich zu jenem heiligen, von Brahmanen aufgesuchten Ort namens Samantapañcaka gegangen, wo einst die Schlacht zwischen den Pāṇḍavas, den Kurus und allen Herrschern der Erde stattfand,
Wort für Wort
samantapañcakaṃ nāma puṇyaṃ dvijaniṣevitam | gatavān asmi taṃ deśaṃ yuddhaṃ yatrābhavat purā | pāṇḍavānāṃ kurūṇāṃ ca sarveṣāṃ ca mahīkṣitām |
bin ich zu jenem heiligen, von Brahmanen aufgesuchten Ort namens Samantapañcaka gegangen, wo einst die Schlacht zwischen den Pāṇḍavas, den Kurus und allen Herrschern der Erde stattfand,
„Ihr, hochgesegnete, an Glanz Sonne und Feuer gleiche, nach vollzogener Waschung reine, nach Gebet und Feueropfer wohlgemut hier sitzende – was soll ich euch erzählen, ihr Brahmanen?“
„Ihr, hochgesegnete, an Glanz Sonne und Feuer gleiche, nach vollzogener Waschung reine, nach Gebet und Feueropfer wohlgemut hier sitzende – was soll ich euch erzählen, ihr Brahmanen?“
Die Weisen sprachen: „Jene alte Überlieferung, die von Dvaipāyana, dem höchsten Ṛṣi, verkündet wurde, und die, nachdem sie von Göttern und Brahmanenweisen gehört wurde, gepriesen wurde,“
Die Weisen sprachen: „Jene alte Überlieferung, die von Dvaipāyana, dem höchsten Ṛṣi, verkündet wurde, und die, nachdem sie von Göttern und Brahmanenweisen gehört wurde, gepriesen wurde,“
tasyākhyānavariṣṭhasya vicitrapadaparvaṇaḥ | sūkṣmārthanyāyayuktasya vedārthair bhūṣitasya ca |
jene höchste aller Erzählungen, reich an wunderbaren Wörtern und Abschnitten, voll feinsinniger Bedeutung und Logik, geschmückt mit den Bedeutungen der Veden,
Wort für Wort
tasyākhyānavariṣṭhasya vicitrapadaparvaṇaḥ | sūkṣmārthanyāyayuktasya vedārthair bhūṣitasya ca |
jene höchste aller Erzählungen, reich an wunderbaren Wörtern und Abschnitten, voll feinsinniger Bedeutung und Logik, geschmückt mit den Bedeutungen der Veden,
jene heilige Geschichtserzählung des Bhārata, verbunden mit dem Sinn ihrer Komposition, sprachlich vollendet, brahmanisch, bereichert durch mancherlei Lehrwerke,
jene heilige Geschichtserzählung des Bhārata, verbunden mit dem Sinn ihrer Komposition, sprachlich vollendet, brahmanisch, bereichert durch mancherlei Lehrwerke,
jene mit den vier Veden gleichrangige Zusammenstellung des wundertätigen Vyāsa, die dem Dharma entspricht und die Furcht vor Sünde vertreibt – diese wollen wir hören.“
jene mit den vier Veden gleichrangige Zusammenstellung des wundertätigen Vyāsa, die dem Dharma entspricht und die Furcht vor Sünde vertreibt – diese wollen wir hören.“
Der Sūta sprach: Den ursprünglichen Puruṣa, den Herrschenden, den Vielgerufenen, Vielgepriesenen, die Wahrheit, die einsilbige Silbe, das Brahman, das Offenbarte und Unoffenbarte, das Ewige,
Der Sūta sprach: Den ursprünglichen Puruṣa, den Herrschenden, den Vielgerufenen, Vielgepriesenen, die Wahrheit, die einsilbige Silbe, das Brahman, das Offenbarte und Unoffenbarte, das Ewige,
asac ca sac caiva ca yad viśvaṃ sadasataḥ param | parāvarāṇāṃ sraṣṭāraṃ purāṇaṃ param avyayam |
das Nichtseiende und Seiende, ihn, der das Universum ist, jenseits von Sein und Nichtsein, den Schöpfer der höheren und niederen Wesen, den Uralten, Höchsten, Unvergänglichen,
Wort für Wort
asac ca sac caiva ca yad viśvaṃ sadasataḥ param | parāvarāṇāṃ sraṣṭāraṃ purāṇaṃ param avyayam |
das Nichtseiende und Seiende, ihn, der das Universum ist, jenseits von Sein und Nichtsein, den Schöpfer der höheren und niederen Wesen, den Uralten, Höchsten, Unvergänglichen,
den Segensspendenden, den Segensreichen Viṣṇu, den Erwählenswerten, Makellosen, Reinen, Hṛṣīkeśa, den Lehrer alles Beweglichen und Unbeweglichen, Hari – nachdem ich [ihn] verehrt habe,
den Segensspendenden, den Segensreichen Viṣṇu, den Erwählenswerten, Makellosen, Reinen, Hṛṣīkeśa, den Lehrer alles Beweglichen und Unbeweglichen, Hari – nachdem ich [ihn] verehrt habe,
ācakhyuḥ kavayaḥ ke cit saṃpraty ācakṣate pare | ākhyāsyanti tathaivānye itihāsam imaṃ bhuvi |
Manche Dichter haben sie bereits vorgetragen, andere tragen sie gegenwärtig vor, und wieder andere werden diese Geschichtserzählung künftig auf Erden vortragen.
Wort für Wort
ācakhyuḥ kavayaḥ ke cit saṃpraty ācakṣate pare | ākhyāsyanti tathaivānye itihāsam imaṃ bhuvi |
Manche Dichter haben sie bereits vorgetragen, andere tragen sie gegenwärtig vor, und wieder andere werden diese Geschichtserzählung künftig auf Erden vortragen.
idaṃ tu triṣu lokeṣu mahaj jñānaṃ pratiṣṭhitam | vistaraiś ca samāsaiś ca dhāryate yad dvijātibhiḥ |
Dieses gewaltige Wissen ist in den drei Welten fest verankert; es wird von den Zweifachgeborenen sowohl in ausführlicher als auch in gekürzter Form bewahrt.
Wort für Wort
idaṃ tu triṣu lokeṣu mahaj jñānaṃ pratiṣṭhitam | vistaraiś ca samāsaiś ca dhāryate yad dvijātibhiḥ |
Dieses gewaltige Wissen ist in den drei Welten fest verankert; es wird von den Zweifachgeborenen sowohl in ausführlicher als auch in gekürzter Form bewahrt.
Als dieses Universum noch ohne Glanz, ohne Licht, überall von Finsternis bedeckt war, entstand ein einziges großes Ei, der unerschöpfliche Same der Geschöpfe.
Als dieses Universum noch ohne Glanz, ohne Licht, überall von Finsternis bedeckt war, entstand ein einziges großes Ei, der unerschöpfliche Same der Geschöpfe.
Man bezeichnet es als die große, göttliche Ursache am Beginn des Weltzeitalters, in dem, wie man hört, die Wahrheit, das Licht, das ewige Brahman ruhte,
Man bezeichnet es als die große, göttliche Ursache am Beginn des Weltzeitalters, in dem, wie man hört, die Wahrheit, das Licht, das ewige Brahman ruhte,
und viele königliche Weise, mit allen guten Eigenschaften ausgestattet; ebenso entstanden die Wasser, der Himmel, die Erde, der Wind, der Luftraum und die Himmelsrichtungen,
und viele königliche Weise, mit allen guten Eigenschaften ausgestattet; ebenso entstanden die Wasser, der Himmel, die Erde, der Wind, der Luftraum und die Himmelsrichtungen,
saṃvatsartavo māsāḥ pakṣāhorātrayaḥ kramāt | yac cānyad api tat sarvaṃ saṃbhūtaṃ lokasākṣikam |
das Jahr, die Jahreszeiten, die Monate, die Monatshälften, Tag und Nacht der Reihe nach, und was sonst noch ist – all das entstand, wie die Welt bezeugt.
Wort für Wort
saṃvatsartavo māsāḥ pakṣāhorātrayaḥ kramāt | yac cānyad api tat sarvaṃ saṃbhūtaṃ lokasākṣikam |
das Jahr, die Jahreszeiten, die Monate, die Monatshälften, Tag und Nacht der Reihe nach, und was sonst noch ist – all das entstand, wie die Welt bezeugt.
So wie in der Zeitfolge die Merkmale der Jahreszeiten in immer wieder denselben mannigfaltigen Formen erscheinen, so erscheinen die Wesen an den Anfängen der Weltzeitalter.
So wie in der Zeitfolge die Merkmale der Jahreszeiten in immer wieder denselben mannigfaltigen Formen erscheinen, so erscheinen die Wesen an den Anfängen der Weltzeitalter.
yayātīkṣvākuvaṃśaś ca rājarṣīṇāṃ ca sarvaśaḥ | saṃbhūtā bahavo vaṃśā bhūtasargāḥ savistarāḥ |
die Dynastie Yayātis und Ikṣvākus, und die aller königlichen Weisen überhaupt; so entstanden viele Dynastien, die Schöpfungen der Wesen, ausführlich dargestellt.
Wort für Wort
yayātīkṣvākuvaṃśaś ca rājarṣīṇāṃ ca sarvaśaḥ | saṃbhūtā bahavo vaṃśā bhūtasargāḥ savistarāḥ |
die Dynastie Yayātis und Ikṣvākus, und die aller königlichen Weisen überhaupt; so entstanden viele Dynastien, die Schöpfungen der Wesen, ausführlich dargestellt.
dharmakāmārthaśāstrāṇi śāstrāṇi vividhāni ca | lokayātrāvidhānaṃ ca saṃbhūtaṃ dṛṣṭavān ṛṣiḥ |
die Lehrbücher zu Dharma, Kāma und Artha, sowie mannigfaltige andere Lehrwerke, und die Ordnung des Weltenlaufs – all dies Entstandene hat der Ṛṣi geschaut.
Wort für Wort
dharmakāmārthaśāstrāṇi śāstrāṇi vividhāni ca | lokayātrāvidhānaṃ ca saṃbhūtaṃ dṛṣṭavān ṛṣiḥ |
die Lehrbücher zu Dharma, Kāma und Artha, sowie mannigfaltige andere Lehrwerke, und die Ordnung des Weltenlaufs – all dies Entstandene hat der Ṛṣi geschaut.
Geschichtserzählungen samt ihren Erklärungen, mannigfaltige Offenbarungstexte – all dies wurde hier durchgegangen; so wurde das Merkmal dieses Werkes dargelegt.
Geschichtserzählungen samt ihren Erklärungen, mannigfaltige Offenbarungstexte – all dies wurde hier durchgegangen; so wurde das Merkmal dieses Werkes dargelegt.
Nachdem der Ṛṣi dieses gewaltige Wissen ausgebreitet hatte, fasste er es auch zusammen; denn den Gelehrten ist es lieb, es sowohl gekürzt als auch ausführlich zu bewahren.
Nachdem der Ṛṣi dieses gewaltige Wissen ausgebreitet hatte, fasste er es auch zusammen; denn den Gelehrten ist es lieb, es sowohl gekürzt als auch ausführlich zu bewahren.
vividhaṃ saṃhitājñānaṃ dīpayanti manīṣiṇaḥ | vyākhyātuṃ kuśalāḥ ke cid granthaṃ dhārayituṃ pare |
Die Weisen erhellen das mannigfaltige Wissen der Textzusammenstellung; manche sind geschickt darin, es zu erklären, andere darin, das Werk zu bewahren.
Wort für Wort
vividhaṃ saṃhitājñānaṃ dīpayanti manīṣiṇaḥ | vyākhyātuṃ kuśalāḥ ke cid granthaṃ dhārayituṃ pare |
Die Weisen erhellen das mannigfaltige Wissen der Textzusammenstellung; manche sind geschickt darin, es zu erklären, andere darin, das Werk zu bewahren.
Der gelehrte Sohn Parāśaras, der Brahmanenweise von strengen Gelübden, der dharmagesinnte Vyāsa, zeugte auf Geheiß seiner Mutter und des weisen Sohnes der Gaṅgā [Bhīṣma],
Der gelehrte Sohn Parāśaras, der Brahmanenweise von strengen Gelübden, der dharmagesinnte Vyāsa, zeugte auf Geheiß seiner Mutter und des weisen Sohnes der Gaṅgā [Bhīṣma],
Die ausführliche Geschichte der Kuru-Dynastie, Gāndhārīs Rechtschaffenheit, die Weisheit des Kṣattṛ [Vidura] und Kuntīs Standhaftigkeit stellte Dvaipāyana genau dar,
Die ausführliche Geschichte der Kuru-Dynastie, Gāndhārīs Rechtschaffenheit, die Weisheit des Kṣattṛ [Vidura] und Kuntīs Standhaftigkeit stellte Dvaipāyana genau dar,
Vierundzwanzigtausend Verse umfasste die von ihm verfasste Bhārata-Zusammenstellung; ohne die Nebenerzählungen wird nur so viel von den Gelehrten als „Bhārata“ bezeichnet.
Vierundzwanzigtausend Verse umfasste die von ihm verfasste Bhārata-Zusammenstellung; ohne die Nebenerzählungen wird nur so viel von den Gelehrten als „Bhārata“ bezeichnet.
Danach verfasste der Ṛṣi noch eine weitere Kurzfassung von hundertfünfzig Versen: das Anukramaṇika-Kapitel, das Inhaltsverzeichnis der Ereignisse samt ihren Parvas,
Danach verfasste der Ṛṣi noch eine weitere Kurzfassung von hundertfünfzig Versen: das Anukramaṇika-Kapitel, das Inhaltsverzeichnis der Ereignisse samt ihren Parvas,
Duryodhana ist ein großer, aus Zorn gewachsener Baum; sein Stamm ist Karṇa, seine Äste sind Śakuni, Duḥśāsana ist seine reiche Blüte und Frucht, seine Wurzel ist der unweise König Dhṛtarāṣṭra.
Duryodhana ist ein großer, aus Zorn gewachsener Baum; sein Stamm ist Karṇa, seine Äste sind Śakuni, Duḥśāsana ist seine reiche Blüte und Frucht, seine Wurzel ist der unweise König Dhṛtarāṣṭra.
yudhiṣṭhiro dharmamayo mahādrumaḥ; skandho 'rjuno bhīmaseno 'sya śākhāḥ | mādrīsutau puṣpaphale samṛddhe; mūlaṃ kṛṣṇo brahma ca brāhmaṇāś ca |
Yudhiṣṭhira ist ein großer, aus Dharma gewachsener Baum; sein Stamm ist Arjuna, Bhīmasena sind seine Äste, die beiden Söhne Mādrīs sind seine reiche Blüte und Frucht, seine Wurzel ist Kṛṣṇa, das Brahman und die Brahmanen.
Wort für Wort
yudhiṣṭhiro dharmamayo mahādrumaḥ; skandho 'rjuno bhīmaseno 'sya śākhāḥ | mādrīsutau puṣpaphale samṛddhe; mūlaṃ kṛṣṇo brahma ca brāhmaṇāś ca |
Yudhiṣṭhira ist ein großer, aus Dharma gewachsener Baum; sein Stamm ist Arjuna, Bhīmasena sind seine Äste, die beiden Söhne Mādrīs sind seine reiche Blüte und Frucht, seine Wurzel ist Kṛṣṇa, das Brahman und die Brahmanen.
mṛgavyavāyanidhane kṛcchrāṃ prāpa sa āpadam | janmaprabhṛti pārthānāṃ tatrācāravidhikramaḥ |
Bei der Tötung eines sich paarenden Hirschpaares geriet er in schwere Not; von da an begann die Ordnung des rechten Verhaltens hinsichtlich der Geburt der Söhne der Pṛthā,
Wort für Wort
mṛgavyavāyanidhane kṛcchrāṃ prāpa sa āpadam | janmaprabhṛti pārthānāṃ tatrācāravidhikramaḥ |
Bei der Tötung eines sich paarenden Hirschpaares geriet er in schwere Not; von da an begann die Ordnung des rechten Verhaltens hinsichtlich der Geburt der Söhne der Pṛthā,
mātror abhyupapattiś ca dharmopaniṣadaṃ prati | dharmasya vāyoḥ śakrasya devayoś ca tathāśvinoḥ |
sowie die Hinwendung der beiden Mütter zur geheimen Lehre des Dharma, durch das sie Söhne von Dharma, Vāyu, Śakra und den beiden Aśvin-Göttern erhielten.
Wort für Wort
mātror abhyupapattiś ca dharmopaniṣadaṃ prati | dharmasya vāyoḥ śakrasya devayoś ca tathāśvinoḥ |
sowie die Hinwendung der beiden Mütter zur geheimen Lehre des Dharma, durch das sie Söhne von Dharma, Vāyu, Śakra und den beiden Aśvin-Göttern erhielten.
āhuḥ ke cin na tasyaite tasyaita iti cāpare | yadā ciramṛtaḥ pāṇḍuḥ kathaṃ tasyeti cāpare |
manche sagten: „Dies sind nicht seine Söhne“, andere: „Dies sind seine Söhne“; und wieder andere: „Wie, da Pāṇḍu doch schon lange tot ist, können dies seine Söhne sein?“
Wort für Wort
āhuḥ ke cin na tasyaite tasyaita iti cāpare | yadā ciramṛtaḥ pāṇḍuḥ kathaṃ tasyeti cāpare |
manche sagten: „Dies sind nicht seine Söhne“, andere: „Dies sind seine Söhne“; und wieder andere: „Wie, da Pāṇḍu doch schon lange tot ist, können dies seine Söhne sein?“
guruśuśrūṣayā kuntyā yamayor vinayena ca | tutoṣa lokaḥ sakalas teṣāṃ śauryaguṇena ca |
durch den Dienst an den Älteren, durch Kuntī, durch die Bescheidenheit der Zwillinge; die ganze Welt war zufrieden mit ihrer Tapferkeit und ihren Tugenden.
Wort für Wort
guruśuśrūṣayā kuntyā yamayor vinayena ca | tutoṣa lokaḥ sakalas teṣāṃ śauryaguṇena ca |
durch den Dienst an den Älteren, durch Kuntī, durch die Bescheidenheit der Zwillinge; die ganze Welt war zufrieden mit ihrer Tapferkeit und ihren Tugenden.
Danach, bei einer Versammlung von Königen, gewann Arjuna, nachdem er eine höchst schwierige Aufgabe vollbracht hatte, die Königstochter Kṛṣṇā [Draupadī] bei ihrer Gattenwahl.
Danach, bei einer Versammlung von Königen, gewann Arjuna, nachdem er eine höchst schwierige Aufgabe vollbracht hatte, die Königstochter Kṛṣṇā [Draupadī] bei ihrer Gattenwahl.
sunayād vāsudevasya bhīmārjunabalena ca | ghātayitvā jarāsaṃdhaṃ caidyaṃ ca balagarvitam |
nachdem er durch Vāsudevas guten Rat und durch die Kraft Bhīmas und Arjunas Jarāsandha und den auf seine Macht stolzen König von Cedi [Śiśupāla] hatte töten lassen.
Wort für Wort
sunayād vāsudevasya bhīmārjunabalena ca | ghātayitvā jarāsaṃdhaṃ caidyaṃ ca balagarvitam |
nachdem er durch Vāsudevas guten Rat und durch die Kraft Bhīmas und Arjunas Jarāsandha und den auf seine Macht stolzen König von Cedi [Śiśupāla] hatte töten lassen.
Er war zwar nicht sonderlich erfreut, ließ aber dennoch den Streit zu, und sah tatenlos zu, wie die schrecklichen Übel, beginnend beim Würfelspiel, sich ausbreiteten,
Er war zwar nicht sonderlich erfreut, ließ aber dennoch den Streit zu, und sah tatenlos zu, wie die schrecklichen Übel, beginnend beim Würfelspiel, sich ausbreiteten,
Als er hörte, dass die Söhne Pāṇḍus siegten – eine überaus unwillkommene Nachricht –, und als er die Gesinnung Duryodhanas, Karṇas und Śakunis erkannte, sprach Dhṛtarāṣṭra, nachdem er lange nachgesonnen hatte, zu Sañjaya:
Als er hörte, dass die Söhne Pāṇḍus siegten – eine überaus unwillkommene Nachricht –, und als er die Gesinnung Duryodhanas, Karṇas und Śakunis erkannte, sprach Dhṛtarāṣṭra, nachdem er lange nachgesonnen hatte, zu Sañjaya:
na vigrahe mama matir na ca prīye kurukṣaye | na me viśeṣaḥ putreṣu sveṣu pāṇḍusuteṣu ca |
Mein Sinn steht nicht nach Streit, und ich freue mich nicht am Untergang der Kurus; ich mache keinen Unterschied zwischen meinen eigenen Söhnen und den Söhnen Pāṇḍus.
Wort für Wort
na vigrahe mama matir na ca prīye kurukṣaye | na me viśeṣaḥ putreṣu sveṣu pāṇḍusuteṣu ca |
Mein Sinn steht nicht nach Streit, und ich freue mich nicht am Untergang der Kurus; ich mache keinen Unterschied zwischen meinen eigenen Söhnen und den Söhnen Pāṇḍus.
vṛddhaṃ mām abhyasūyanti putrā manyuparāyaṇāḥ | ahaṃ tv acakṣuḥ kārpaṇyāt putraprītyā sahāmi tat | muhyantaṃ cānumuhyāmi duryodhanam acetanam |
Meine dem Zorn ergebenen Söhne grollen mir, dem Alten; ich aber, blind und aus Erbärmlichkeit, ertrage dies aus Liebe zu meinem Sohn, und ich lasse mich von dem verblendeten, unbesonnenen Duryodhana mitverblenden.
Wort für Wort
vṛddhaṃ mām abhyasūyanti putrā manyuparāyaṇāḥ | ahaṃ tv acakṣuḥ kārpaṇyāt putraprītyā sahāmi tat | muhyantaṃ cānumuhyāmi duryodhanam acetanam |
Meine dem Zorn ergebenen Söhne grollen mir, dem Alten; ich aber, blind und aus Erbärmlichkeit, ertrage dies aus Liebe zu meinem Sohn, und ich lasse mich von dem verblendeten, unbesonnenen Duryodhana mitverblenden.
wurde er, voll Groll, selbst unfähig, die Pāṇḍavas im Kampf zu besiegen, und ohne Tatkraft, ihre Pracht auf ehrliche Weise zu erlangen, wie einer, der kein Kṣatriya mehr ist – zusammen mit dem König von Gāndhāra [Śakuni] plante er das betrügerische Würfelspiel.
wurde er, voll Groll, selbst unfähig, die Pāṇḍavas im Kampf zu besiegen, und ohne Tatkraft, ihre Pracht auf ehrliche Weise zu erlangen, wie einer, der kein Kṣatriya mehr ist – zusammen mit dem König von Gāndhāra [Śakuni] plante er das betrügerische Würfelspiel.
tatra yad yad yathā jñātaṃ mayā saṃjaya tac chṛṇu | śrutvā hi mama vākyāni buddhyā yuktāni tattvataḥ | tato jñāsyasi māṃ saute prajñācakṣuṣam ity uta |
Höre nun, Sañjaya, alles, was ich davon erfahren habe, wie es sich zutrug; denn wenn du meine Worte gehört hast, die der Wahrheit gemäß mit Vernunft verbunden sind, wirst du erkennen, Sohn des Sūta, dass ich mit dem Auge der Weisheit sehe.“
Wort für Wort
tatra yad yad yathā jñātaṃ mayā saṃjaya tac chṛṇu | śrutvā hi mama vākyāni buddhyā yuktāni tattvataḥ | tato jñāsyasi māṃ saute prajñācakṣuṣam ity uta |
Höre nun, Sañjaya, alles, was ich davon erfahren habe, wie es sich zutrug; denn wenn du meine Worte gehört hast, die der Wahrheit gemäß mit Vernunft verbunden sind, wirst du erkennen, Sohn des Sūta, dass ich mit dem Auge der Weisheit sehe.“
„Als ich hörte, dass er den Bogen wunderbar gespannt, das Ziel getroffen und zu Boden geworfen hatte, und dass Kṛṣṇā [Draupadī] vor den Augen aller Könige gewonnen wurde – da verlor ich die Hoffnung auf unseren Sieg, Sañjaya.
„Als ich hörte, dass er den Bogen wunderbar gespannt, das Ziel getroffen und zu Boden geworfen hatte, und dass Kṛṣṇā [Draupadī] vor den Augen aller Könige gewonnen wurde – da verlor ich die Hoffnung auf unseren Sieg, Sañjaya.
Als ich hörte, dass Subhadrā, die Mādhavī, in Dvārakā von Arjuna mit Gewalt zur Gattin genommen wurde, und dass die beiden Vṛṣṇi-Helden nach Indraprastha zogen – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als ich hörte, dass Subhadrā, die Mādhavī, in Dvārakā von Arjuna mit Gewalt zur Gattin genommen wurde, und dass die beiden Vṛṣṇi-Helden nach Indraprastha zogen – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als ich hörte, dass der Götterkönig heftig regnete und von Arjuna mit göttlichen Pfeilen abgewehrt wurde, und dass Agni im Khāṇḍava-Wald gesättigt wurde – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als ich hörte, dass der Götterkönig heftig regnete und von Arjuna mit göttlichen Pfeilen abgewehrt wurde, und dass Agni im Khāṇḍava-Wald gesättigt wurde – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als ich hörte, dass Yudhiṣṭhira, seines Reichs beraubt, von dem Sohn Subalas beim Würfeln besiegt wurde, und dass ihm seine unvergleichlichen Brüder folgten – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als ich hörte, dass Yudhiṣṭhira, seines Reichs beraubt, von dem Sohn Subalas beim Würfeln besiegt wurde, und dass ihm seine unvergleichlichen Brüder folgten – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als ich hörte, dass Draupadī, mit Tränen erstickter Kehle, leidend, in nur einem Gewand, während ihrer Monatsblutung, obwohl sie Beschützer hatte, wie eine Schutzlose in die Versammlungshalle gebracht wurde – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als ich hörte, dass Draupadī, mit Tränen erstickter Kehle, leidend, in nur einem Gewand, während ihrer Monatsblutung, obwohl sie Beschützer hatte, wie eine Schutzlose in die Versammlungshalle gebracht wurde – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als ich hörte, mein Sohn, von den mannigfaltigen Mühen der rechtschaffenen Pāṇḍavas, die aus Liebe zu ihrem ältesten Bruder litten, als sie in die Verbannung in den Wald zogen – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als ich hörte, mein Sohn, von den mannigfaltigen Mühen der rechtschaffenen Pāṇḍavas, die aus Liebe zu ihrem ältesten Bruder litten, als sie in die Verbannung in den Wald zogen – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als ich hörte, dass dem im Wald weilenden Dharmakönig Tausende von Snātaka-Brahmanen folgten, von Bettelspeise lebende, hochherzige Brahmanen – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als ich hörte, dass dem im Wald weilenden Dharmakönig Tausende von Snātaka-Brahmanen folgten, von Bettelspeise lebende, hochherzige Brahmanen – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als ich hörte, dass Arjuna den Gott der Götter, den dreiäugigen Śiva, in Kirāta-Gestalt im Kampf zufriedenstellte und jene große Pāśupata-Waffe erlangte – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als ich hörte, dass Arjuna den Gott der Götter, den dreiäugigen Śiva, in Kirāta-Gestalt im Kampf zufriedenstellte und jene große Pāśupata-Waffe erlangte – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als ich hörte, dass Dhanaṃjaya, im Himmel weilend, von Śakra selbst der Ordnung gemäß göttliche Waffen erlernte, von ihm gepriesen als treu seinem Wort – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als ich hörte, dass Dhanaṃjaya, im Himmel weilend, von Śakra selbst der Ordnung gemäß göttliche Waffen erlernte, von ihm gepriesen als treu seinem Wort – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als ich hörte, dass Bhīma und die anderen Pārthas mit Vaiśravaṇa an jenem für Menschen unzugänglichen Ort zusammentrafen – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als ich hörte, dass Bhīma und die anderen Pārthas mit Vaiśravaṇa an jenem für Menschen unzugänglichen Ort zusammentrafen – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als ich hörte von der Gefangennahme meiner zur Ghoṣayātrā gezogenen, auf Karṇas Rat vertrauenden Söhne durch die Gandharvas, und ihrer Befreiung durch Arjuna – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als ich hörte von der Gefangennahme meiner zur Ghoṣayātrā gezogenen, auf Karṇas Rat vertrauenden Söhne durch die Gandharvas, und ihrer Befreiung durch Arjuna – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als ich hörte, Sūta, dass Dharma in Gestalt eines Yakṣa mit dem Dharmakönig zusammentraf und dessen gestellte Fragen richtig beantwortete – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als ich hörte, Sūta, dass Dharma in Gestalt eines Yakṣa mit dem Dharmakönig zusammentraf und dessen gestellte Fragen richtig beantwortete – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als ich hörte, dass die Besten der Meinen von dem hochherzigen Dhanaṃjaya, der im Reich Virāṭas weilte, allein auf einem Wagen im Kampf geschlagen wurden – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als ich hörte, dass die Besten der Meinen von dem hochherzigen Dhanaṃjaya, der im Reich Virāṭas weilte, allein auf einem Wagen im Kampf geschlagen wurden – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als ich hörte, dass der König der Matsyas seine Tochter Uttarā ehrenvoll dem Arjuna anbot, und dass Arjuna sie für seinen Sohn annahm – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als ich hörte, dass der König der Matsyas seine Tochter Uttarā ehrenvoll dem Arjuna anbot, und dass Arjuna sie für seinen Sohn annahm – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als ich hörte, dass dem besiegten, mittellosen, verbannten, von den Seinen getrennten Yudhiṣṭhira sieben Akṣauhiṇīs an Heer zufielen – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als ich hörte, dass dem besiegten, mittellosen, verbannten, von den Seinen getrennten Yudhiṣṭhira sieben Akṣauhiṇīs an Heer zufielen – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als ich hörte, wie Nārada sagte, jene beiden, Kṛṣṇa und Arjuna, seien Nara und Nārāyaṇa, und dass er sie selbst stets in der Brahma-Welt gesehen habe – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als ich hörte, wie Nārada sagte, jene beiden, Kṛṣṇa und Arjuna, seien Nara und Nārāyaṇa, und dass er sie selbst stets in der Brahma-Welt gesehen habe – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als ich hörte, dass Mādhava Vāsudeva sich mit ganzer Seele für die Sache der Pāṇḍavas einsetzte, er, von dem man sagt, dass diese Erde nur einen einzigen Schritt seiner Kraft ausmacht – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als ich hörte, dass Mādhava Vāsudeva sich mit ganzer Seele für die Sache der Pāṇḍavas einsetzte, er, von dem man sagt, dass diese Erde nur einen einzigen Schritt seiner Kraft ausmacht – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als ich hörte, dass Karṇa und Duryodhana den Plan fassten, Keśava gefangen zu nehmen, und dass dieser sich daraufhin in vielfacher Gestalt zeigte – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als ich hörte, dass Karṇa und Duryodhana den Plan fassten, Keśava gefangen zu nehmen, und dass dieser sich daraufhin in vielfacher Gestalt zeigte – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als ich hörte, dass, während Vāsudeva abreiste, die bekümmerte Pṛthā allein vor dem Wagen stand und von Keśava getröstet wurde – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als ich hörte, dass, während Vāsudeva abreiste, die bekümmerte Pṛthā allein vor dem Wagen stand und von Keśava getröstet wurde – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als ich hörte, dass Vāsudeva als ihr Ratgeber auftrat, und dass Bhīṣma, der Sohn Śaṃtanus, sowie der Sohn des Bharadvāja ihnen Segenswünsche entboten – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als ich hörte, dass Vāsudeva als ihr Ratgeber auftrat, und dass Bhīṣma, der Sohn Śaṃtanus, sowie der Sohn des Bharadvāja ihnen Segenswünsche entboten – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als ich hörte, dass Karṇa zu Bhīṣma sagte: ‚Ich werde nicht kämpfen, solange du kämpfst‘, und dass er das Heer verließ und sich zurückzog – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als ich hörte, dass Karṇa zu Bhīṣma sagte: ‚Ich werde nicht kämpfen, solange du kämpfst‘, und dass er das Heer verließ und sich zurückzog – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als ich hörte, dass jene beiden, Vāsudeva und Arjuna, sowie der unvergleichliche Bogen Gāṇḍīva – drei Träger schrecklicher Kraft – zusammenkamen – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als ich hörte, dass jene beiden, Vāsudeva und Arjuna, sowie der unvergleichliche Bogen Gāṇḍīva – drei Träger schrecklicher Kraft – zusammenkamen – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als ich hörte, dass, während Arjuna von Verzagtheit ergriffen auf dem Wagensitz zusammensank, Kṛṣṇa ihm alle Welten in seinem Leib zeigte – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als ich hörte, dass, während Arjuna von Verzagtheit ergriffen auf dem Wagensitz zusammensank, Kṛṣṇa ihm alle Welten in seinem Leib zeigte – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als ich hörte, dass Bhīṣma, der Feindebezwinger, in der Schlacht zehntausend Wagenkämpfer erschlug, und dass keiner der Unsrigen in sichtbarer Gestalt getötet wurde – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als ich hörte, dass Bhīṣma, der Feindebezwinger, in der Schlacht zehntausend Wagenkämpfer erschlug, und dass keiner der Unsrigen in sichtbarer Gestalt getötet wurde – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als ich hörte, dass der überaus tapfere, in Schlachten unangreifbare Bhīṣma von Pārtha getötet wurde, nachdem dieser Śikhaṇḍin vor sich gestellt hatte – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als ich hörte, dass der überaus tapfere, in Schlachten unangreifbare Bhīṣma von Pārtha getötet wurde, nachdem dieser Śikhaṇḍin vor sich gestellt hatte – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als ich hörte, dass der greise Held Bhīṣma, von bunt gefiederten Pfeilen niedergestreckt, auf dem Pfeilbett lag, nachdem er die Somakas fast völlig vernichtet hatte – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als ich hörte, dass der greise Held Bhīṣma, von bunt gefiederten Pfeilen niedergestreckt, auf dem Pfeilbett lag, nachdem er die Somakas fast völlig vernichtet hatte – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als ich hörte, dass, während der Sohn Śaṃtanus daniederlag und um Wasser bat, Arjuna dazu aufgefordert die Erde durchbohrte und Bhīṣma damit erquickte – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als ich hörte, dass, während der Sohn Śaṃtanus daniederlag und um Wasser bat, Arjuna dazu aufgefordert die Erde durchbohrte und Bhīṣma damit erquickte – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als ich hörte, dass Venus und Sonne sich zum Sieg der Söhne Kuntīs günstig vereinigten, und dass wilde Tiere uns beständig anbellten – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als ich hörte, dass Venus und Sonne sich zum Sieg der Söhne Kuntīs günstig vereinigten, und dass wilde Tiere uns beständig anbellten – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als Droṇa, der in der Schlacht mannigfaltige Waffenkünste in wunderbarer Kampfweise zeigte, dennoch die besten der Pāṇḍavas nicht tötete – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als Droṇa, der in der Schlacht mannigfaltige Waffenkünste in wunderbarer Kampfweise zeigte, dennoch die besten der Pāṇḍavas nicht tötete – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als ich hörte, dass unsere großen Wagenkämpfer, die sich zur Vernichtung Arjunas verpflichtet hatten – die Saṃśaptakas –, von Arjuna erschlagen wurden – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als ich hörte, dass unsere großen Wagenkämpfer, die sich zur Vernichtung Arjunas verpflichtet hatten – die Saṃśaptakas –, von Arjuna erschlagen wurden – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als ich hörte, dass der von anderen unzerstörbare, vom bewaffneten Sohn des Bharadvāja beschützte Heeresverband von dem Helden Saubhadra [Abhimanyu] allein durchbrochen wurde – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als ich hörte, dass der von anderen unzerstörbare, vom bewaffneten Sohn des Bharadvāja beschützte Heeresverband von dem Helden Saubhadra [Abhimanyu] allein durchbrochen wurde – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als, nachdem sie den jungen Abhimanyu umzingelt und getötet hatten, alle jene großen Wagenkämpfer, die gegen Pārtha selbst nichts vermochten, sich darüber freuten – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als, nachdem sie den jungen Abhimanyu umzingelt und getötet hatten, alle jene großen Wagenkämpfer, die gegen Pārtha selbst nichts vermochten, sich darüber freuten – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als ich hörte, dass die Söhne Dhṛtarāṣṭras, nachdem sie Abhimanyu getötet hatten, vor Freude törichten Jubel schrien, und dass Arjuna seinen Zorn gegen den König von Sindhu [Jayadratha] entfesselte – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als ich hörte, dass die Söhne Dhṛtarāṣṭras, nachdem sie Abhimanyu getötet hatten, vor Freude törichten Jubel schrien, und dass Arjuna seinen Zorn gegen den König von Sindhu [Jayadratha] entfesselte – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als ich hörte, dass Arjuna das Gelübde, das er zur Tötung des Sindhu-Königs geschworen hatte, mitten unter den Feinden wahr gemacht hatte – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als ich hörte, dass Arjuna das Gelübde, das er zur Tötung des Sindhu-Königs geschworen hatte, mitten unter den Feinden wahr gemacht hatte – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als ich hörte, dass, während Dhanaṃjayas Pferde erschöpft waren, Vāsudeva sie ausspannte, tränkte, wieder anspannte und weiterfuhr – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als ich hörte, dass, während Dhanaṃjayas Pferde erschöpft waren, Vāsudeva sie ausspannte, tränkte, wieder anspannte und weiterfuhr – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als ich hörte, dass, während seine Zugtiere ruhten, Arjuna, auf dem Wagensitz stehend, mit dem Gāṇḍīva-Bogen allein alle feindlichen Krieger abwehrte – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als ich hörte, dass, während seine Zugtiere ruhten, Arjuna, auf dem Wagensitz stehend, mit dem Gāṇḍīva-Bogen allein alle feindlichen Krieger abwehrte – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als ich hörte, dass Yuyudhāna [Sātyaki], nachdem er das durch Elefantentruppen unüberwindliche Heer Droṇas durchbrochen hatte, zu dem Ort gelangte, wo Kṛṣṇa und Arjuna waren – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als ich hörte, dass Yuyudhāna [Sātyaki], nachdem er das durch Elefantentruppen unüberwindliche Heer Droṇas durchbrochen hatte, zu dem Ort gelangte, wo Kṛṣṇa und Arjuna waren – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als ich hörte, dass Karṇa, als er Bhīma erreicht hatte, ihn mit Worten verspottete und dem Tod entkommen ließ, ihn den Helden aber mit der Bogenspitze stach – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als ich hörte, dass Karṇa, als er Bhīma erreicht hatte, ihn mit Worten verspottete und dem Tod entkommen ließ, ihn den Helden aber mit der Bogenspitze stach – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als Droṇa, Kṛtavarman, Kṛpa, Karṇa, der Sohn Droṇas und der tapfere König der Madras es zuließen, dass der Sindhu-König getötet wurde, ohnmächtig vor Groll – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als Droṇa, Kṛtavarman, Kṛpa, Karṇa, der Sohn Droṇas und der tapfere König der Madras es zuließen, dass der Sindhu-König getötet wurde, ohnmächtig vor Groll – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als ich hörte, dass der von dem Götterkönig geschenkte göttliche Speer von Mādhava gegen den furchtbar gestaltigen Rākṣasa Ghaṭotkaca umgelenkt wurde – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als ich hörte, dass der von dem Götterkönig geschenkte göttliche Speer von Mādhava gegen den furchtbar gestaltigen Rākṣasa Ghaṭotkaca umgelenkt wurde – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als ich hörte, dass jener Speer, mit dem der Beidhändige [Arjuna] in der Schlacht hätte getötet werden sollen, von dem Sūta-Sohn im Kampf gegen Ghaṭotkaca verbraucht wurde – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als ich hörte, dass jener Speer, mit dem der Beidhändige [Arjuna] in der Schlacht hätte getötet werden sollen, von dem Sūta-Sohn im Kampf gegen Ghaṭotkaca verbraucht wurde – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als ich hörte, dass der Lehrer Droṇa allein, unter Verletzung des Dharma, von Dhṛṣṭadyumna erschlagen wurde, während er, die Waffen niederlegend, auf seinem Wagensitz in Todesfasten saß – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als ich hörte, dass der Lehrer Droṇa allein, unter Verletzung des Dharma, von Dhṛṣṭadyumna erschlagen wurde, während er, die Waffen niederlegend, auf seinem Wagensitz in Todesfasten saß – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als ich hörte, dass der Sohn Mādrīs, Nakula, mit dem Sohn Droṇas im Zweikampf, vor aller Augen, gleichwertig kämpfte – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als ich hörte, dass der Sohn Mādrīs, Nakula, mit dem Sohn Droṇas im Zweikampf, vor aller Augen, gleichwertig kämpfte – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als, nachdem Droṇa gefallen war, Droṇas Sohn die göttliche Nārāyaṇa-Waffe einsetzte, aber dennoch kein Ende der Pāṇḍavas herbeiführen konnte – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als, nachdem Droṇa gefallen war, Droṇas Sohn die göttliche Nārāyaṇa-Waffe einsetzte, aber dennoch kein Ende der Pāṇḍavas herbeiführen konnte – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als ich hörte, dass der überaus tapfere, unangreifbare Karṇa in jenem selbst den Göttern verborgenen Bruderzwist von Pārtha getötet wurde – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als ich hörte, dass der überaus tapfere, unangreifbare Karṇa in jenem selbst den Göttern verborgenen Bruderzwist von Pārtha getötet wurde – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als ich hörte, dass Droṇas Sohn, Kṛpa, Duḥśāsana und der grimmige Kṛtavarman den scheinbar schutzlosen Yudhiṣṭhira anzugreifen wagten – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als ich hörte, dass Droṇas Sohn, Kṛpa, Duḥśāsana und der grimmige Kṛtavarman den scheinbar schutzlosen Yudhiṣṭhira anzugreifen wagten – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als ich hörte, Sūta, dass der tapfere König der Madras, der stets im Kampf mit Kṛṣṇa wetteiferte, vom Dharmakönig im Kampf getötet wurde – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als ich hörte, Sūta, dass der tapfere König der Madras, der stets im Kampf mit Kṛṣṇa wetteiferte, vom Dharmakönig im Kampf getötet wurde – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als ich hörte, dass der Sohn Subalas, die Wurzel von Streit und Würfelspiel, mächtig durch Trug, der Böse, von dem Pāṇḍava Sahadeva im Kampf getötet wurde – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als ich hörte, dass der Sohn Subalas, die Wurzel von Streit und Würfelspiel, mächtig durch Trug, der Böse, von dem Pāṇḍava Sahadeva im Kampf getötet wurde – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als ich hörte, dass der erschöpfte, wagenlose, seines Stolzes beraubte Duryodhana allein zu einem See ging, dessen Wasser erstarren ließ und sich darin niederlegte – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als ich hörte, dass der erschöpfte, wagenlose, seines Stolzes beraubte Duryodhana allein zu einem See ging, dessen Wasser erstarren ließ und sich darin niederlegte – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als ich hörte, dass die Pāṇḍavas zusammen mit Vāsudeva am Gaṅgā-See standen und meinen zornerfüllten Sohn herausforderten – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als ich hörte, dass die Pāṇḍavas zusammen mit Vāsudeva am Gaṅgā-See standen und meinen zornerfüllten Sohn herausforderten – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als ich hörte, mein Sohn, dass er, der im Keulenkampf mannigfaltige Bewegungen im Kreis vollführte, durch Vāsudevas Rat auf unlautere Weise getötet wurde – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als ich hörte, mein Sohn, dass er, der im Keulenkampf mannigfaltige Bewegungen im Kreis vollführte, durch Vāsudevas Rat auf unlautere Weise getötet wurde – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
yadāśrauṣaṃ droṇaputrādibhis tair; hatān pāñcālān draupadeyāṃś ca suptān | kṛtaṃ bībhatsam ayaśasyaṃ ca karma; tadā nāśaṃse vijayāya saṃjaya |
Als ich hörte, dass die Pāñcālas und die schlafenden Söhne Draupadīs von Droṇas Sohn und den anderen getötet wurden – eine abscheuliche, schändliche Tat – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Wort für Wort
yadāśrauṣaṃ droṇaputrādibhis tair; hatān pāñcālān draupadeyāṃś ca suptān | kṛtaṃ bībhatsam ayaśasyaṃ ca karma; tadā nāśaṃse vijayāya saṃjaya |
Als ich hörte, dass die Pāñcālas und die schlafenden Söhne Draupadīs von Droṇas Sohn und den anderen getötet wurden – eine abscheuliche, schändliche Tat – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als ich hörte, dass Aśvatthāman, von Bhīmasena verfolgt, zornerfüllt die höchste Waffe, den Īṣīkā-Pfeil, einsetzte, mit dem er die ungeborene Leibesfrucht zu töten suchte – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als ich hörte, dass Aśvatthāman, von Bhīmasena verfolgt, zornerfüllt die höchste Waffe, den Īṣīkā-Pfeil, einsetzte, mit dem er die ungeborene Leibesfrucht zu töten suchte – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als ich hörte, dass die von Arjuna entfesselte Brahmaśiras-Waffe mit den Worten ‚Heil!‘ durch eine Gegenwaffe beruhigt wurde, und dass Aśvatthāman dafür sein Juwel abgeben musste – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als ich hörte, dass die von Arjuna entfesselte Brahmaśiras-Waffe mit den Worten ‚Heil!‘ durch eine Gegenwaffe beruhigt wurde, und dass Aśvatthāman dafür sein Juwel abgeben musste – da verlor ich die Hoffnung, Sañjaya.
Als ich hörte, dass, während die große Waffe des Droṇa-Sohnes auf den Leib der Tochter Virāṭas geschleudert wurde, Dvaipāyana und Keśava den Droṇa-Sohn mit gegenseitigen Flüchen belegten –“
Als ich hörte, dass, während die große Waffe des Droṇa-Sohnes auf den Leib der Tochter Virāṭas geschleudert wurde, Dvaipāyana und Keśava den Droṇa-Sohn mit gegenseitigen Flüchen belegten –“
„Zu beklagen ist Gāndhārī, ihrer Söhne und Enkel beraubt, ebenso die Schwiegertöchter, ihrer Väter und Brüder beraubt; vollbracht wurde das schwierige Werk durch die Söhne Pāṇḍus, und von ihnen wieder ein Reich ohne Rivalen gewonnen.
„Zu beklagen ist Gāndhārī, ihrer Söhne und Enkel beraubt, ebenso die Schwiegertöchter, ihrer Väter und Brüder beraubt; vollbracht wurde das schwierige Werk durch die Söhne Pāṇḍus, und von ihnen wieder ein Reich ohne Rivalen gewonnen.
Schmerzlich ist es: nur zehn Überlebende blieben, wie ich hörte, in diesem Kampf übrig – drei von uns und sieben von den Pāṇḍavas; achtzehn Akṣauhiṇīs wurden in jener Schlacht, in jenem Kṣatriya-Krieg, vernichtet.“
Schmerzlich ist es: nur zehn Überlebende blieben, wie ich hörte, in diesem Kampf übrig – drei von uns und sieben von den Pāṇḍavas; achtzehn Akṣauhiṇīs wurden in jener Schlacht, in jenem Kṣatriya-Krieg, vernichtet.“
saṃjayaivaṃgate prāṇāṃs tyaktum icchāmi māciram | stokaṃ hy api na paśyāmi phalaṃ jīvitadhāraṇe |
„Sañjaya, da es nun so gekommen ist, will ich unverzüglich mein Leben aufgeben; denn ich sehe auch nicht den geringsten Nutzen mehr darin, am Leben festzuhalten.“
Wort für Wort
saṃjayaivaṃgate prāṇāṃs tyaktum icchāmi māciram | stokaṃ hy api na paśyāmi phalaṃ jīvitadhāraṇe |
„Sañjaya, da es nun so gekommen ist, will ich unverzüglich mein Leben aufgeben; denn ich sehe auch nicht den geringsten Nutzen mehr darin, am Leben festzuhalten.“
die durch Dharma die Erde eroberten, durch Opfer mit reichen Priestergaben opferten, in dieser Welt Ruhm erlangten und dann doch der Macht der Zeit unterlagen.
die durch Dharma die Erde eroberten, durch Opfer mit reichen Priestergaben opferten, in dieser Welt Ruhm erlangten und dann doch der Macht der Zeit unterlagen.
und Yayāti von reinem Wirken, der selbst von den Göttern zum Opfern eingeladen wurde, durch dessen Opfer diese Erde mit Opferpfählen und Grabmälern gekennzeichnet ist –
und Yayāti von reinem Wirken, der selbst von den Göttern zum Opfern eingeladen wurde, durch dessen Opfer diese Erde mit Opferpfählen und Grabmälern gekennzeichnet ist –
von den Gelehrten in der Welt durch die alten Überlieferungen, von den besten Dichtern erzählt werden – auch sie, obwohl mit allem Wohlstand und allen Tugenden ausgestattet, gingen dahin.
von den Gelehrten in der Welt durch die alten Überlieferungen, von den besten Dichtern erzählt werden – auch sie, obwohl mit allem Wohlstand und allen Tugenden ausgestattet, gingen dahin.
Die Zeit verwandelt alle guten und schlechten Zustände in der Welt; die Zeit zieht alle Geschöpfe ein und entlässt sie wieder; die Zeit wirkt, ungehindert und gleichmäßig, in allen Wesen.
Die Zeit verwandelt alle guten und schlechten Zustände in der Welt; die Zeit zieht alle Geschöpfe ein und entlässt sie wieder; die Zeit wirkt, ungehindert und gleichmäßig, in allen Wesen.
atītānāgatā bhāvā ye ca vartanti sāṃpratam | tān kālanirmitān buddhvā na saṃjñāṃ hātum arhasi |
Die vergangenen, zukünftigen und gegenwärtigen Zustände – wenn du erkennst, dass sie von der Zeit gemacht sind, solltest du nicht die Fassung verlieren.“
Wort für Wort
atītānāgatā bhāvā ye ca vartanti sāṃpratam | tān kālanirmitān buddhvā na saṃjñāṃ hātum arhasi |
Die vergangenen, zukünftigen und gegenwärtigen Zustände – wenn du erkennst, dass sie von der Zeit gemacht sind, solltest du nicht die Fassung verlieren.“
Der Sūta sprach: Hierzu verkündete Kṛṣṇa Dvaipāyana eine heilige Geheimlehre: Durch das heilige Studium des Bhārata – selbst wenn man nur eine Vierteilzeile davon mit gläubigem Vertrauen studiert – werden alle Sünden restlos getilgt.
Der Sūta sprach: Hierzu verkündete Kṛṣṇa Dvaipāyana eine heilige Geheimlehre: Durch das heilige Studium des Bhārata – selbst wenn man nur eine Vierteilzeile davon mit gläubigem Vertrauen studiert – werden alle Sünden restlos getilgt.
adhyātmaṃ śrūyate yac ca pañcabhūtaguṇātmakam | avyaktādi paraṃ yac ca sa eva parigīyate |
Und was man über das Selbst hört, das aus den fünf Elementen und ihren Eigenschaften besteht, sowie das Unoffenbarte und was jenseits davon ist – er allein wird darin besungen.
Wort für Wort
adhyātmaṃ śrūyate yac ca pañcabhūtaguṇātmakam | avyaktādi paraṃ yac ca sa eva parigīyate |
Und was man über das Selbst hört, das aus den fünf Elementen und ihren Eigenschaften besteht, sowie das Unoffenbarte und was jenseits davon ist – er allein wird darin besungen.
Das, was die besten der Asketen, in Yoga vertieft und mit der Kraft der Meditation ausgestattet, im eigenen Selbst weilend erblicken, wie ein Spiegelbild im Spiegel –
Das, was die besten der Asketen, in Yoga vertieft und mit der Kraft der Meditation ausgestattet, im eigenen Selbst weilend erblicken, wie ein Spiegelbild im Spiegel –
ubhe saṃdhye japan kiṃ cit sadyo mucyeta kilbiṣāt | anukramaṇyā yāvat syād ahnā rātryā ca saṃcitam |
Wer zu beiden Dämmerungszeiten etwas davon murmelt, wird sofort von der Schuld befreit, die er tags und nachts angehäuft hat, soweit es das Anukramaṇika betrifft.
Wort für Wort
ubhe saṃdhye japan kiṃ cit sadyo mucyeta kilbiṣāt | anukramaṇyā yāvat syād ahnā rātryā ca saṃcitam |
Wer zu beiden Dämmerungszeiten etwas davon murmelt, wird sofort von der Schuld befreit, die er tags und nachts angehäuft hat, soweit es das Anukramaṇika betrifft.
bhāratasya vapur hy etat satyaṃ cāmṛtam eva ca | navanītaṃ yathā dadhno dvipadāṃ brāhmaṇo yathā |
Denn dies ist der wesentliche Leib des Bhārata, Wahrheit und Unsterblichkeit zugleich, wie die Butter aus der Milch, wie der Brahmane unter den Zweibeinigen,
Wort für Wort
bhāratasya vapur hy etat satyaṃ cāmṛtam eva ca | navanītaṃ yathā dadhno dvipadāṃ brāhmaṇo yathā |
Denn dies ist der wesentliche Leib des Bhārata, Wahrheit und Unsterblichkeit zugleich, wie die Butter aus der Milch, wie der Brahmane unter den Zweibeinigen,
wie der Ozean der beste unter den Gewässern, die Kuh die vorzüglichste unter den Vierfüßern – so wie diese die besten sind, so wird das Bhārata genannt.
wie der Ozean der beste unter den Gewässern, die Kuh die vorzüglichste unter den Vierfüßern – so wie diese die besten sind, so wird das Bhārata genannt.
Durch Geschichtserzählung und alte Überlieferung soll man den Veda ergänzen; der Veda fürchtet den, der wenig gehört hat: ‚Dieser wird mich betrügen [missverstehen].‘
Durch Geschichtserzählung und alte Überlieferung soll man den Veda ergänzen; der Veda fürchtet den, der wenig gehört hat: ‚Dieser wird mich betrügen [missverstehen].‘
catvāra ekato vedā bhārataṃ caikam ekataḥ | samāgataiḥ surarṣibhis tulām āropitaṃ purā | mahattve ca gurutve ca dhriyamāṇaṃ tato 'dhikam |
Die vier Veden auf der einen Seite, das Bhārata allein auf der anderen – einst wurden sie von versammelten Götterweisen auf die Waage gelegt, und in Größe und Gewicht erwies sich das Bhārata als überlegen.
Wort für Wort
catvāra ekato vedā bhārataṃ caikam ekataḥ | samāgataiḥ surarṣibhis tulām āropitaṃ purā | mahattve ca gurutve ca dhriyamāṇaṃ tato 'dhikam |
Die vier Veden auf der einen Seite, das Bhārata allein auf der anderen – einst wurden sie von versammelten Götterweisen auf die Waage gelegt, und in Größe und Gewicht erwies sich das Bhārata als überlegen.
tapo na kalko 'dhyayanaṃ na kalkaḥ; svābhāviko vedavidhir na kalkaḥ | prasahya vittāharaṇaṃ na kalkas; tāny eva bhāvopahatāni kalkaḥ |
Askese ist kein Makel, Studium ist kein Makel, die naturgemäße Beachtung der Veda-Vorschrift ist kein Makel, selbst das gewaltsame Wegnehmen von Besitz ist kein Makel – erst wenn diese Handlungen von unlauterer Gesinnung befallen sind, werden sie zum Makel.
Wort für Wort
tapo na kalko 'dhyayanaṃ na kalkaḥ; svābhāviko vedavidhir na kalkaḥ | prasahya vittāharaṇaṃ na kalkas; tāny eva bhāvopahatāni kalkaḥ |
Askese ist kein Makel, Studium ist kein Makel, die naturgemäße Beachtung der Veda-Vorschrift ist kein Makel, selbst das gewaltsame Wegnehmen von Besitz ist kein Makel – erst wenn diese Handlungen von unlauterer Gesinnung befallen sind, werden sie zum Makel.
[Anm.: Kolophon fehlt in dieser Quelldatei-Extraktion an dieser Stelle als eigener Vers; er folgt direkt vor Beginn von Adhyāya 2 der kritischen Ausgabe. Damit ist Adhyāya 1 (Anukramaṇikaparva) nach der kritischen Ausgabe (BORI/Poona, 210 Verse, ohne die zahlreichen nur in einzelnen Handschriften bezeugten Zusatzverse des kritischen Apparats) vollständig übersetzt.]