Quellen der Menschheit

Mahābhārata · Ādiparva

Kapitel 205: Arjunasya Vanavāsapratijñā Arjunas Gelübde zum Waldaufenthalt

Als ein Brahmane beraubter Kühe klagend um Hilfe fleht, muss Arjuna, um an seine Waffen zu gelangen, den Raum betreten, in dem Yudhiṣṭhira mit Draupadī weilt - und verstößt damit gegen die von Nārada veranlasste Vereinbarung. Pflichtbewusst entscheidet er sich dennoch für den Schutz des Brahmanen, holt dessen Rinder von den Dieben zurück, und besteht danach darauf, die selbstauferlegte Strafe von zwölf Jahren Waldaufenthalt anzutreten - trotz Yudhiṣṭhiras Vergebung, da das Eintreten des Jüngeren die Ordnung gegenüber dem Älteren verletze. Arjuna beruft sich auf die Wahrhaftigkeit und tritt seinen zwölfjährigen Keuschheits- und Waldaufenthalt an.

vaiśaṃpāyana uvāca evaṃ te samayaṃ kṛtvā nyavasaṃs tatra pāṇḍavāḥ vaśe śastrapratāpena kurvanto 'nyān mahīkṣitaḥ

Vaiśampāyana sprach: Nachdem sie so diese Vereinbarung getroffen hatten, wohnten die Pāṇḍavas dort und brachten durch die Kraft ihrer Waffen die anderen Fürsten in ihre Gewalt.

Wort für Wort
vaiśaṃpāyana uvāca evaṃ te samayaṃ kṛtvā nyavasaṃs tatra pāṇḍavāḥ vaśe śastrapratāpena kurvanto 'nyān mahīkṣitaḥ
Vaiśampāyana sprach: Nachdem sie so diese Vereinbarung getroffen hatten, wohnten die Pāṇḍavas dort und brachten durch die Kraft ihrer Waffen die anderen Fürsten in ihre Gewalt.

teṣāṃ manujasiṃhānāṃ pañcānām amitaujasām babhūva kṛṣṇā sarveṣāṃ pārthānāṃ vaśavartinī

Kṛṣṇā aber war jenen fünf Löwen unter den Männern, von unermesslichem Glanz, allen Pārthas, gehorsam ergeben.

Wort für Wort
teṣāṃ manujasiṃhānāṃ pañcānām amitaujasām babhūva kṛṣṇā sarveṣāṃ pārthānāṃ vaśavartinī
Kṛṣṇā aber war jenen fünf Löwen unter den Männern, von unermesslichem Glanz, allen Pārthas, gehorsam ergeben.

te tayā taiś ca sā vīraiḥ patibhiḥ saha pañcabhiḥ babhūva paramaprītā nāgair iva sarasvatī

Sie waren durch sie erfreut, und sie war, zusammen mit den fünf heldenhaften Gatten, höchst glücklich, wie die Sarasvatī mit ihren Nāgas.

Wort für Wort
te tayā taiś ca sā vīraiḥ patibhiḥ saha pañcabhiḥ babhūva paramaprītā nāgair iva sarasvatī
Sie waren durch sie erfreut, und sie war, zusammen mit den fünf heldenhaften Gatten, höchst glücklich, wie die Sarasvatī mit ihren Nāgas.

vartamāneṣu dharmeṇa pāṇḍaveṣu mahātmasu vyavardhan kuravaḥ sarve hīnadoṣāḥ sukhānvitāḥ

Während die hochherzigen Pāṇḍavas rechtmäßig lebten, gediehen alle Kurus, frei von Fehlern und glückselig.

Wort für Wort
vartamāneṣu dharmeṇa pāṇḍaveṣu mahātmasu vyavardhan kuravaḥ sarve hīnadoṣāḥ sukhānvitāḥ
Während die hochherzigen Pāṇḍavas rechtmäßig lebten, gediehen alle Kurus, frei von Fehlern und glückselig.

atha dīrgheṇa kālena brāhmaṇasya viśāṃ pate kasya cit taskarāḥ ke cij jahrur gā nṛpasattama

Da raubten nach langer Zeit, o Herr der Völker, o Bester der Könige, irgendwelche Diebe die Kühe eines gewissen Brahmanen.

Wort für Wort
atha dīrgheṇa kālena brāhmaṇasya viśāṃ pate kasya cit taskarāḥ ke cij jahrur gā nṛpasattama
Da raubten nach langer Zeit, o Herr der Völker, o Bester der Könige, irgendwelche Diebe die Kühe eines gewissen Brahmanen.

hriyamāṇe dhane tasmin brāhmaṇaḥ krodhamūrcchitaḥ āgamya khāṇḍavaprastham udakrośata pāṇḍavān

Als dieser Besitz geraubt wurde, kam der von Zorn überwältigte Brahmane nach Khāṇḍavaprastha und rief laut nach den Pāṇḍavas:

Wort für Wort
hriyamāṇe dhane tasmin brāhmaṇaḥ krodhamūrcchitaḥ āgamya khāṇḍavaprastham udakrośata pāṇḍavān
Als dieser Besitz geraubt wurde, kam der von Zorn überwältigte Brahmane nach Khāṇḍavaprastha und rief laut nach den Pāṇḍavas:

hriyate godhanaṃ kṣudrair nṛśaṃsair akṛtātmabhiḥ prasahya vo 'smād viṣayād abhidhāvata pāṇḍavāḥ

Mein Rinderbesitz wird von niederträchtigen, grausamen, ungezügelten Männern gewaltsam aus diesem eurem Reich geraubt; eilt herbei, ihr Pāṇḍavas!

Wort für Wort
hriyate godhanaṃ kṣudrair nṛśaṃsair akṛtātmabhiḥ prasahya vo 'smād viṣayād abhidhāvata pāṇḍavāḥ
Mein Rinderbesitz wird von niederträchtigen, grausamen, ungezügelten Männern gewaltsam aus diesem eurem Reich geraubt; eilt herbei, ihr Pāṇḍavas!

brāhmaṇasya pramattasya havir dhvāṅkṣair vilupyate śārdūlasya guhāṃ śūnyāṃ nīcaḥ kroṣṭābhimarśati

Dem unachtsamen Brahmanen wird die Opfergabe von Krähen geraubt; die leere Höhle des Tigers betritt frech der niedrige Schakal.

Wort für Wort
brāhmaṇasya pramattasya havir dhvāṅkṣair vilupyate śārdūlasya guhāṃ śūnyāṃ nīcaḥ kroṣṭābhimarśati
Dem unachtsamen Brahmanen wird die Opfergabe von Krähen geraubt; die leere Höhle des Tigers betritt frech der niedrige Schakal.

brāhmaṇasve hṛte corair dharmārthe ca vilopite rorūyamāṇe ca mayi kriyatām astradhāraṇam

Während mein Brahmanenbesitz von Dieben geraubt und die Grundlage des Rechts vernichtet wird und ich hier laut wehklage, möge man nach den Waffen greifen!

Wort für Wort
brāhmaṇasve hṛte corair dharmārthe ca vilopite rorūyamāṇe ca mayi kriyatām astradhāraṇam
Während mein Brahmanenbesitz von Dieben geraubt und die Grundlage des Rechts vernichtet wird und ich hier laut wehklage, möge man nach den Waffen greifen!

rorūyamāṇasyābhyāśe tasya viprasya pāṇḍavaḥ tāni vākyāni śuśrāva kuntīputro dhanaṃjayaḥ

In der Nähe jenes laut wehklagenden Brahmanen hörte der Pāṇḍava, der Sohn Kuntīs, Dhanaṃjaya, diese Worte.

Wort für Wort
rorūyamāṇasyābhyāśe tasya viprasya pāṇḍavaḥ tāni vākyāni śuśrāva kuntīputro dhanaṃjayaḥ
In der Nähe jenes laut wehklagenden Brahmanen hörte der Pāṇḍava, der Sohn Kuntīs, Dhanaṃjaya, diese Worte.

śrutvā caiva mahābāhur mā bhair ity āha taṃ dvijam āyudhāni ca yatrāsan pāṇḍavānāṃ mahātmanām kṛṣṇayā saha tatrāsīd dharmarājo yudhiṣṭhiraḥ

Nachdem er sie gehört hatte, sprach der Starkarmige zu jenem Brahmanen: Fürchte dich nicht! - doch dort, wo die Waffen der hochherzigen Pāṇḍavas waren, weilte gerade der Rechtskönig Yudhiṣṭhira zusammen mit Kṛṣṇā.

Wort für Wort
śrutvā caiva mahābāhur mā bhair ity āha taṃ dvijam āyudhāni ca yatrāsan pāṇḍavānāṃ mahātmanām kṛṣṇayā saha tatrāsīd dharmarājo yudhiṣṭhiraḥ
Nachdem er sie gehört hatte, sprach der Starkarmige zu jenem Brahmanen: Fürchte dich nicht! - doch dort, wo die Waffen der hochherzigen Pāṇḍavas waren, weilte gerade der Rechtskönig Yudhiṣṭhira zusammen mit Kṛṣṇā.

sa praveśāya cāśakto gamanāya ca pāṇḍavaḥ tasya cārtasya tair vākyaiś codyamānaḥ punaḥ punaḥ ākrande tatra kaunteyaś cintayām āsa duḥkhitaḥ

Der Pāṇḍava aber war weder imstande einzutreten noch fortzugehen; von den immer wiederholten Worten jenes Bedrängten getrieben, überlegte der Sohn Kuntīs dort, während der Klage, bekümmert:

Wort für Wort
sa praveśāya cāśakto gamanāya ca pāṇḍavaḥ tasya cārtasya tair vākyaiś codyamānaḥ punaḥ punaḥ ākrande tatra kaunteyaś cintayām āsa duḥkhitaḥ
Der Pāṇḍava aber war weder imstande einzutreten noch fortzugehen; von den immer wiederholten Worten jenes Bedrängten getrieben, überlegte der Sohn Kuntīs dort, während der Klage, bekümmert:

hriyamāṇe dhane tasmin brāhmaṇasya tapasvinaḥ aśrupramārjanaṃ tasya kartavyam iti niścitaḥ

Während dieser Besitz des büßenden Brahmanen geraubt wird, muss ich ihm die Tränen trocknen - so entschied er sich.

Wort für Wort
hriyamāṇe dhane tasmin brāhmaṇasya tapasvinaḥ aśrupramārjanaṃ tasya kartavyam iti niścitaḥ
Während dieser Besitz des büßenden Brahmanen geraubt wird, muss ich ihm die Tränen trocknen - so entschied er sich.

upaprekṣaṇajo 'dharmaḥ sumahān syān mahīpateḥ yady asya rudato dvāri na karomy adya rakṣaṇam

Sehr großes Unrecht entstünde für den Herrscher der Erde durch bloßes Zusehen, wenn ich heute nicht Schutz gewähre, während er an der Tür weint.

Wort für Wort
upaprekṣaṇajo 'dharmaḥ sumahān syān mahīpateḥ yady asya rudato dvāri na karomy adya rakṣaṇam
Sehr großes Unrecht entstünde für den Herrscher der Erde durch bloßes Zusehen, wenn ich heute nicht Schutz gewähre, während er an der Tür weint.

anāstikyaṃ ca sarveṣām asmākam api rakṣaṇe pratitiṣṭheta loke 'sminn adharmaś caiva no bhavet

Auch würde sich bei allen der Ruf des Unglaubens hinsichtlich unseres Schutzes in dieser Welt festsetzen, und Unrecht käme über uns.

Wort für Wort
anāstikyaṃ ca sarveṣām asmākam api rakṣaṇe pratitiṣṭheta loke 'sminn adharmaś caiva no bhavet
Auch würde sich bei allen der Ruf des Unglaubens hinsichtlich unseres Schutzes in dieser Welt festsetzen, und Unrecht käme über uns.

anāpṛcchya ca rājānaṃ gate mayi na saṃśayaḥ ajātaśatror nṛpater mama caivāpriyaṃ bhavet

Gehe ich aber, ohne den König zu fragen, so wird ohne Zweifel dem Fürsten, dem ohne Feinde, sowie mir selbst dies missfallen.

Wort für Wort
anāpṛcchya ca rājānaṃ gate mayi na saṃśayaḥ ajātaśatror nṛpater mama caivāpriyaṃ bhavet
Gehe ich aber, ohne den König zu fragen, so wird ohne Zweifel dem Fürsten, dem ohne Feinde, sowie mir selbst dies missfallen.

anupraveśe rājñas tu vanavāso bhaven mama adharmo vā mahān astu vane vā maraṇaṃ mama śarīrasyāpi nāśena dharma eva viśiṣyate

Trete ich aber ein, während der König mit Draupadī weilt, so wird mein Waldaufenthalt die Folge sein; sei es großes Unrecht, sei es der Tod im Wald für mich - selbst durch den Verlust meines Leibes ist das Recht das Vorzüglichere.

Wort für Wort
anupraveśe rājñas tu vanavāso bhaven mama adharmo vā mahān astu vane vā maraṇaṃ mama śarīrasyāpi nāśena dharma eva viśiṣyate
Trete ich aber ein, während der König mit Draupadī weilt, so wird mein Waldaufenthalt die Folge sein; sei es großes Unrecht, sei es der Tod im Wald für mich - selbst durch den Verlust meines Leibes ist das Recht das Vorzüglichere.

evaṃ viniścitya tataḥ kuntīputro dhanaṃjayaḥ anupraviśya rājānam āpṛcchya ca viśāṃ pate

Nachdem er so entschieden hatte, trat der Sohn Kuntīs, Dhanaṃjaya, ein, o Herr der Völker, und fragte den König um Erlaubnis,

Wort für Wort
evaṃ viniścitya tataḥ kuntīputro dhanaṃjayaḥ anupraviśya rājānam āpṛcchya ca viśāṃ pate
Nachdem er so entschieden hatte, trat der Sohn Kuntīs, Dhanaṃjaya, ein, o Herr der Völker, und fragte den König um Erlaubnis,

dhanur ādāya saṃhṛṣṭo brāhmaṇaṃ pratyabhāṣata brāhmaṇāgamyatāṃ śīghraṃ yāvat paradhanaiṣiṇaḥ

ergriff freudig den Bogen und sprach zu dem Brahmanen: Komm rasch, o Brahmane, solange die nach fremdem Gut Trachtenden noch nicht weit sind.

Wort für Wort
dhanur ādāya saṃhṛṣṭo brāhmaṇaṃ pratyabhāṣata brāhmaṇāgamyatāṃ śīghraṃ yāvat paradhanaiṣiṇaḥ
ergriff freudig den Bogen und sprach zu dem Brahmanen: Komm rasch, o Brahmane, solange die nach fremdem Gut Trachtenden noch nicht weit sind.

na dūre te gatāḥ kṣudrās tāvad gacchāmahe saha yāvad āvartayāmy adya corahastād dhanaṃ tava

Nicht weit sind jene Niederträchtigen gegangen; lass uns zusammen gehen, damit ich noch heute deinen Besitz aus der Hand der Diebe zurückhole.

Wort für Wort
na dūre te gatāḥ kṣudrās tāvad gacchāmahe saha yāvad āvartayāmy adya corahastād dhanaṃ tava
Nicht weit sind jene Niederträchtigen gegangen; lass uns zusammen gehen, damit ich noch heute deinen Besitz aus der Hand der Diebe zurückhole.

so 'nusṛtya mahābāhur dhanvī varmī rathī dhvajī śarair vidhvaṃsitāṃś corān avajitya ca tad dhanam

Der Starkarmige verfolgte sie, mit Bogen, Panzer, Wagen und Banner ausgestattet, vernichtete die Diebe mit Pfeilen und eroberte jenen Besitz zurück,

Wort für Wort
so 'nusṛtya mahābāhur dhanvī varmī rathī dhvajī śarair vidhvaṃsitāṃś corān avajitya ca tad dhanam
Der Starkarmige verfolgte sie, mit Bogen, Panzer, Wagen und Banner ausgestattet, vernichtete die Diebe mit Pfeilen und eroberte jenen Besitz zurück,

brāhmaṇasya upāhṛtya yaśaḥ pītvā ca pāṇḍavaḥ ājagāma puraṃ vīraḥ savyasācī paraṃtapaḥ

brachte ihn dem Brahmanen zurück und kehrte, seinen Ruhm gleichsam in sich aufnehmend, der Pāṇḍava, der Held, der Beidhändige, der Bezwinger der Feinde, zur Stadt zurück.

Wort für Wort
brāhmaṇasya upāhṛtya yaśaḥ pītvā ca pāṇḍavaḥ ājagāma puraṃ vīraḥ savyasācī paraṃtapaḥ
brachte ihn dem Brahmanen zurück und kehrte, seinen Ruhm gleichsam in sich aufnehmend, der Pāṇḍava, der Held, der Beidhändige, der Bezwinger der Feinde, zur Stadt zurück.

so 'bhivādya gurūn sarvāṃs taiś cāpi pratinanditaḥ dharmarājam uvācedaṃ vratam ādiśyatāṃ mama

Nachdem er alle Älteren begrüßt hatte und von ihnen beglückwünscht worden war, sprach er zum Rechtskönig: Man möge mir mein Gelübde auferlegen.

Wort für Wort
so 'bhivādya gurūn sarvāṃs taiś cāpi pratinanditaḥ dharmarājam uvācedaṃ vratam ādiśyatāṃ mama
Nachdem er alle Älteren begrüßt hatte und von ihnen beglückwünscht worden war, sprach er zum Rechtskönig: Man möge mir mein Gelübde auferlegen.

samayaḥ samatikrānto bhavatsaṃdarśanān mayā vanavāsaṃ gamiṣyāmi samayo hy eṣa naḥ kṛtaḥ

Die Vereinbarung habe ich durch meinen Anblick von euch gebrochen; ich werde in den Waldaufenthalt gehen, denn dies ist die Vereinbarung, die wir getroffen haben.

Wort für Wort
samayaḥ samatikrānto bhavatsaṃdarśanān mayā vanavāsaṃ gamiṣyāmi samayo hy eṣa naḥ kṛtaḥ
Die Vereinbarung habe ich durch meinen Anblick von euch gebrochen; ich werde in den Waldaufenthalt gehen, denn dies ist die Vereinbarung, die wir getroffen haben.

ity ukto dharmarājas tu sahasā vākyam apriyam katham ity abravīd vācā śokārtaḥ sajjamānayā yudhiṣṭhiro guḍākeśaṃ bhrātā bhrātaram acyutam

So angesprochen, sprach der Rechtskönig Yudhiṣṭhira, plötzlich, mit vom Kummer gequälter, stockender Stimme, dieses unliebsame Wort zu seinem Bruder Guḍākeśa, dem Unfehlbaren: Wie das?

Wort für Wort
ity ukto dharmarājas tu sahasā vākyam apriyam katham ity abravīd vācā śokārtaḥ sajjamānayā yudhiṣṭhiro guḍākeśaṃ bhrātā bhrātaram acyutam
So angesprochen, sprach der Rechtskönig Yudhiṣṭhira, plötzlich, mit vom Kummer gequälter, stockender Stimme, dieses unliebsame Wort zu seinem Bruder Guḍākeśa, dem Unfehlbaren: Wie das?

pramāṇam asmi yadi te mattaḥ śṛṇu vaco 'nagha anupraveśe yad vīra kṛtavāṃs tvaṃ mamāpriyam sarvaṃ tad anujānāmi vyalīkaṃ na ca me hṛdi

Wenn ich dir maßgeblich bin, so höre mein Wort, Makelloser: Was du, Held, durch dein Eintreten mir Unliebsames getan hast - all das verzeihe ich dir, und kein Groll ist in meinem Herzen.

Wort für Wort
pramāṇam asmi yadi te mattaḥ śṛṇu vaco 'nagha anupraveśe yad vīra kṛtavāṃs tvaṃ mamāpriyam sarvaṃ tad anujānāmi vyalīkaṃ na ca me hṛdi
Wenn ich dir maßgeblich bin, so höre mein Wort, Makelloser: Was du, Held, durch dein Eintreten mir Unliebsames getan hast - all das verzeihe ich dir, und kein Groll ist in meinem Herzen.

guror anupraveśo hi nopaghāto yavīyasaḥ yavīyaso 'nupraveśo jyeṣṭhasya vidhilopakaḥ

Denn das Eintreten des Älteren ist kein Vergehen gegen den Jüngeren; das Eintreten des Jüngeren aber verletzt die Ordnung gegenüber dem Älteren.

Wort für Wort
guror anupraveśo hi nopaghāto yavīyasaḥ yavīyaso 'nupraveśo jyeṣṭhasya vidhilopakaḥ
Denn das Eintreten des Älteren ist kein Vergehen gegen den Jüngeren; das Eintreten des Jüngeren aber verletzt die Ordnung gegenüber dem Älteren.

nivartasva mahābāho kuruṣva vacanaṃ mama na hi te dharmalopo 'sti na ca me dharṣaṇā kṛtā

Kehre um, Starkarmiger, folge meinem Wort; denn es liegt bei dir kein Verstoß gegen das Recht vor, und auch mir ist keine Kränkung widerfahren.

Wort für Wort
nivartasva mahābāho kuruṣva vacanaṃ mama na hi te dharmalopo 'sti na ca me dharṣaṇā kṛtā
Kehre um, Starkarmiger, folge meinem Wort; denn es liegt bei dir kein Verstoß gegen das Recht vor, und auch mir ist keine Kränkung widerfahren.

arjuna uvāca na vyājena cared dharmam iti me bhavataḥ śrutam na satyād vicaliṣyāmi satyenāyudham ālabhe

Arjuna sprach: Man soll das Recht nicht mit List umgehen - so habe ich es von dir gehört; ich werde nicht von der Wahrhaftigkeit abweichen; bei der Wahrheit berühre ich meine Waffe.

Wort für Wort
arjuna uvāca na vyājena cared dharmam iti me bhavataḥ śrutam na satyād vicaliṣyāmi satyenāyudham ālabhe
Arjuna sprach: Man soll das Recht nicht mit List umgehen - so habe ich es von dir gehört; ich werde nicht von der Wahrhaftigkeit abweichen; bei der Wahrheit berühre ich meine Waffe.

vaiśaṃpāyana uvāca so 'bhyanujñāpya rājānaṃ brahmacaryāya dīkṣitaḥ vane dvādaśa varṣāṇi vāsāyopajagāma ha

Vaiśampāyana sprach: Nachdem er den König um Erlaubnis gebeten hatte, weihte er sich der Keuschheit und begab sich für zwölf Jahre in den Wald, um dort zu wohnen.

Wort für Wort
vaiśaṃpāyana uvāca so 'bhyanujñāpya rājānaṃ brahmacaryāya dīkṣitaḥ vane dvādaśa varṣāṇi vāsāyopajagāma ha
Vaiśampāyana sprach: Nachdem er den König um Erlaubnis gebeten hatte, weihte er sich der Keuschheit und begab sich für zwölf Jahre in den Wald, um dort zu wohnen.

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