Mahābhārata · Ādiparva
Kapitel 218: Devāsuravigrahaḥ
Der Kampf mit den Göttern
Arjuna wehrt Indras Regen ab und schützt so den Wald; Takṣakas Sohn Aśvasena entkommt nur durch eine List seiner Mutter und durch Indras Blendwerk der Vernichtung. Als der Sturm Indras durch eine Vāyavya-Waffe gebannt wird, greifen zunächst wilde Tiere und Vögel, dann Götter, Gandharvas, Yakṣas und Rākṣasas, schließlich Indra selbst mit dem gesamten Götterheer - darunter Yama, Kubera, Varuṇa, Śiva, die Aśvins, die zwölf Ādityas, Rudras, Vasus, Maruts, Viśvedevas und Sādhyas - Kṛṣṇa und Arjuna an. Beide wehren jeden Angriff ab; selbst als Indra einen Gipfel des Berges Mandara herabschleudert, zerschmettert Arjuna ihn mit seinen Pfeilen in tausend Stücke.
vaiśaṃpāyana uvāca tasyābhivarṣato vāri pāṇḍavaḥ pratyavārayat śaravarṣeṇa bībhatsur uttamāstrāṇi darśayan
Vaiśampāyana sprach: Dessen niederregnendes Wasser wehrte der Pāṇḍava mit einem Pfeilregen ab, Bībhatsu, indem er seine vortrefflichsten Waffen zeigte.
Wort für Wort vaiśaṃpāyana uvāca tasyābhivarṣato vāri pāṇḍavaḥ pratyavārayat śaravarṣeṇa bībhatsur uttamāstrāṇi darśayan Vaiśampāyana sprach: Dessen niederregnendes Wasser wehrte der Pāṇḍava mit einem Pfeilregen ab, Bībhatsu, indem er seine vortrefflichsten Waffen zeigte. śaraiḥ samantataḥ sarvaṃ khāṇḍavaṃ cāpi pāṇḍavaḥ chādayām āsa tad varṣam apakṛṣya tato vanāt
Mit Pfeilen bedeckte der Pāṇḍava ganz Khāṇḍava rings umher und hielt so jenen Regen vom Wald fern.
Wort für Wort śaraiḥ samantataḥ sarvaṃ khāṇḍavaṃ cāpi pāṇḍavaḥ chādayām āsa tad varṣam apakṛṣya tato vanāt Mit Pfeilen bedeckte der Pāṇḍava ganz Khāṇḍava rings umher und hielt so jenen Regen vom Wald fern. na ca sma kiṃ cic chaknoti bhūtaṃ niścarituṃ tataḥ saṃchādyamāne khagamair asyatā savyasācinā
Und kein Geschöpf vermochte da mehr zu entkommen, da der Himmel von dem beidhändig Schießenden mit Pfeilen überall bedeckt wurde.
Wort für Wort na ca sma kiṃ cic chaknoti bhūtaṃ niścarituṃ tataḥ saṃchādyamāne khagamair asyatā savyasācinā Und kein Geschöpf vermochte da mehr zu entkommen, da der Himmel von dem beidhändig Schießenden mit Pfeilen überall bedeckt wurde. takṣakas tu na tatrāsīt sarparājo mahābalaḥ dahyamāne vane tasmin kurukṣetre 'bhavat tadā
Takṣaka aber, der überaus mächtige Schlangenkönig, war nicht dort, als jener Wald brannte; er weilte damals in Kurukṣetra.
Wort für Wort takṣakas tu na tatrāsīt sarparājo mahābalaḥ dahyamāne vane tasmin kurukṣetre 'bhavat tadā Takṣaka aber, der überaus mächtige Schlangenkönig, war nicht dort, als jener Wald brannte; er weilte damals in Kurukṣetra. aśvasenas tu tatrāsīt takṣakasya suto balī sa yatnam akarot tīvraṃ mokṣārthaṃ havyavāhanāt
Aśvasena aber, der starke Sohn Takṣakas, war dort; er unternahm heftige Anstrengungen, um dem Opferverzehrer zu entkommen.
Wort für Wort aśvasenas tu tatrāsīt takṣakasya suto balī sa yatnam akarot tīvraṃ mokṣārthaṃ havyavāhanāt Aśvasena aber, der starke Sohn Takṣakas, war dort; er unternahm heftige Anstrengungen, um dem Opferverzehrer zu entkommen. na śaśāka vinirgantuṃ kaunteyaśarapīḍitaḥ mokṣayām āsa taṃ mātā nigīrya bhujagātmajā
Von den Pfeilen des Sohnes Kuntīs bedrängt, vermochte er nicht zu entkommen; da rettete ihn seine Mutter, die Schlangentochter, indem sie ihn verschluckte.
Wort für Wort na śaśāka vinirgantuṃ kaunteyaśarapīḍitaḥ mokṣayām āsa taṃ mātā nigīrya bhujagātmajā Von den Pfeilen des Sohnes Kuntīs bedrängt, vermochte er nicht zu entkommen; da rettete ihn seine Mutter, die Schlangentochter, indem sie ihn verschluckte. tasya pūrvaṃ śiro grastaṃ puccham asya nigīryate ūrdhvam ācakrame sā tu pannagī putragṛddhinī
Zuerst wurde sein Kopf verschlungen, sein Schwanz wurde noch verschluckt, als jene Schlangenfrau, besorgt um ihren Sohn, sich nach oben erhob.
Wort für Wort tasya pūrvaṃ śiro grastaṃ puccham asya nigīryate ūrdhvam ācakrame sā tu pannagī putragṛddhinī Zuerst wurde sein Kopf verschlungen, sein Schwanz wurde noch verschluckt, als jene Schlangenfrau, besorgt um ihren Sohn, sich nach oben erhob. tasyās tīkṣṇena bhallena pṛthudhāreṇa pāṇḍavaḥ śiraś ciccheda gacchantyās tām apaśyat sureśvaraḥ
Ihr Haupt schlug der Pāṇḍava mit einem scharfen, breitschneidigen Pfeil ab, als sie so davonflog; der Herr der Götter aber erblickte sie.
Wort für Wort tasyās tīkṣṇena bhallena pṛthudhāreṇa pāṇḍavaḥ śiraś ciccheda gacchantyās tām apaśyat sureśvaraḥ Ihr Haupt schlug der Pāṇḍava mit einem scharfen, breitschneidigen Pfeil ab, als sie so davonflog; der Herr der Götter aber erblickte sie. taṃ mumocayiṣur vajrī vātavarṣeṇa pāṇḍavam mohayām āsa tatkālam aśvasenas tv amucyata
In der Absicht, ihn zu retten, verwirrte der Blitzträger den Pāṇḍava zu jener Zeit durch einen Wind- und Regensturm; und Aśvasena entkam.
Wort für Wort taṃ mumocayiṣur vajrī vātavarṣeṇa pāṇḍavam mohayām āsa tatkālam aśvasenas tv amucyata In der Absicht, ihn zu retten, verwirrte der Blitzträger den Pāṇḍava zu jener Zeit durch einen Wind- und Regensturm; und Aśvasena entkam. tāṃ ca māyāṃ tadā dṛṣṭvā ghorāṃ nāgena vañcitaḥ dvidhā tridhā ca ciccheda khagatān eva bhārata
Als er jene furchtbare Zaubermacht erkannte, durch die er von der Schlange getäuscht worden war, zerschnitt er die durch die Lüfte fahrenden Dinge in zwei und drei Teile, o Bhārata.
Wort für Wort tāṃ ca māyāṃ tadā dṛṣṭvā ghorāṃ nāgena vañcitaḥ dvidhā tridhā ca ciccheda khagatān eva bhārata Als er jene furchtbare Zaubermacht erkannte, durch die er von der Schlange getäuscht worden war, zerschnitt er die durch die Lüfte fahrenden Dinge in zwei und drei Teile, o Bhārata. [Anm.: Gemeint ist wohl das von Indra entfesselte Wind- und Wolkengewirr, durch das Arjuna getäuscht und Aśvasena gerettet wurde.]
śaśāpa taṃ ca saṃkruddho bībhatsur jihmagāminam pāvako vāsudevaś ca apratiṣṭho bhaved iti
Zornentbrannt verfluchte Bībhatsu jenen krummgehenden - die entkommene Schlange -, ebenso Pāvaka und Vāsudeva: Er solle nirgends festen Halt finden.
Wort für Wort śaśāpa taṃ ca saṃkruddho bībhatsur jihmagāminam pāvako vāsudevaś ca apratiṣṭho bhaved iti Zornentbrannt verfluchte Bībhatsu jenen krummgehenden - die entkommene Schlange -, ebenso Pāvaka und Vāsudeva: Er solle nirgends festen Halt finden. tato jiṣṇuḥ sahasrākṣaṃ khaṃ vitatyeṣubhiḥ śitaiḥ yodhayām āsa saṃkruddho vañcanāṃ tām anusmaran
Da bekämpfte der Siegreiche, zornentbrannt, den Tausendäugigen, den Himmel mit scharfen Pfeilen überziehend, jener Täuschung eingedenk.
Wort für Wort tato jiṣṇuḥ sahasrākṣaṃ khaṃ vitatyeṣubhiḥ śitaiḥ yodhayām āsa saṃkruddho vañcanāṃ tām anusmaran Da bekämpfte der Siegreiche, zornentbrannt, den Tausendäugigen, den Himmel mit scharfen Pfeilen überziehend, jener Täuschung eingedenk. devarāḍ api taṃ dṛṣṭvā saṃrabdham iva phalgunam svam astram asṛjad dīptaṃ yat tatānākhilaṃ nabhaḥ
Auch der Götterkönig, als er den so erzürnten Phalguna sah, schleuderte seine lodernde Waffe, die den ganzen Himmel erfüllte.
Wort für Wort devarāḍ api taṃ dṛṣṭvā saṃrabdham iva phalgunam svam astram asṛjad dīptaṃ yat tatānākhilaṃ nabhaḥ Auch der Götterkönig, als er den so erzürnten Phalguna sah, schleuderte seine lodernde Waffe, die den ganzen Himmel erfüllte. tato vāyur mahāghoṣaḥ kṣobhayan sarvasāgarān viyatstho 'janayan meghāñ jaladhārāmuco ''kulān
Da erregte der gewaltig dröhnende Wind, alle Meere aufwühlend, im Luftraum stehend, wirre, wasserströmende Wolken.
Wort für Wort tato vāyur mahāghoṣaḥ kṣobhayan sarvasāgarān viyatstho 'janayan meghāñ jaladhārāmuco ''kulān Da erregte der gewaltig dröhnende Wind, alle Meere aufwühlend, im Luftraum stehend, wirre, wasserströmende Wolken. tadvighātārtham asṛjad arjuno 'py astram uttamam vāyavyam evābhimantrya pratipattiviśāradaḥ
Um dies abzuwehren, schleuderte auch Arjuna, kundig der rechten Gegenmittel, eine vortreffliche Waffe, nachdem er sie zur Vāyavya-Waffe geweiht hatte.
Wort für Wort tadvighātārtham asṛjad arjuno 'py astram uttamam vāyavyam evābhimantrya pratipattiviśāradaḥ Um dies abzuwehren, schleuderte auch Arjuna, kundig der rechten Gegenmittel, eine vortreffliche Waffe, nachdem er sie zur Vāyavya-Waffe geweiht hatte. tenendrāśanimeghānāṃ vīryaujas tadvināśitam jaladhārāś ca tāḥ śoṣaṃ jagmur neśuś ca vidyutaḥ
Dadurch wurde die Kraft und Macht von Indras Blitz und Wolken vernichtet; jene Wasserströme vertrockneten, und die Blitze erloschen.
Wort für Wort tenendrāśanimeghānāṃ vīryaujas tadvināśitam jaladhārāś ca tāḥ śoṣaṃ jagmur neśuś ca vidyutaḥ Dadurch wurde die Kraft und Macht von Indras Blitz und Wolken vernichtet; jene Wasserströme vertrockneten, und die Blitze erloschen. kṣaṇena cābhavad vyoma saṃpraśāntarajastamaḥ sukhaśītānilaguṇaṃ prakṛtisthārkamaṇḍalam
Und im Nu wurde der Himmel von Staub und Dunkel befreit, mit angenehm kühlem Wind versehen, und die Sonnenscheibe kehrte in ihren natürlichen Zustand zurück.
Wort für Wort kṣaṇena cābhavad vyoma saṃpraśāntarajastamaḥ sukhaśītānilaguṇaṃ prakṛtisthārkamaṇḍalam Und im Nu wurde der Himmel von Staub und Dunkel befreit, mit angenehm kühlem Wind versehen, und die Sonnenscheibe kehrte in ihren natürlichen Zustand zurück. niṣpratīkārahṛṣṭaś ca hutabhug vividhākṛtiḥ prajajvālātulārciṣmān svanādaiḥ pūrayañ jagat
Erfreut, dass es kein Gegenmittel mehr gab, loderte der Opferverzehrer in mancherlei Gestalt, von unvergleichlichem Flammenglanz, auf und erfüllte die Welt mit seinem Dröhnen.
Wort für Wort niṣpratīkārahṛṣṭaś ca hutabhug vividhākṛtiḥ prajajvālātulārciṣmān svanādaiḥ pūrayañ jagat Erfreut, dass es kein Gegenmittel mehr gab, loderte der Opferverzehrer in mancherlei Gestalt, von unvergleichlichem Flammenglanz, auf und erfüllte die Welt mit seinem Dröhnen. kṛṣṇābhyāṃ rakṣitaṃ dṛṣṭvā taṃ ca dāvam ahaṃkṛtāḥ samutpetur athākāśaṃ suparṇādyāḥ patatriṇaḥ
Als sie sahen, dass jener Wald von den beiden Kṛṣṇas geschützt wurde, erhoben sich voller Stolz Vögel wie Suparṇa und andere in den Himmel.
Wort für Wort kṛṣṇābhyāṃ rakṣitaṃ dṛṣṭvā taṃ ca dāvam ahaṃkṛtāḥ samutpetur athākāśaṃ suparṇādyāḥ patatriṇaḥ Als sie sahen, dass jener Wald von den beiden Kṛṣṇas geschützt wurde, erhoben sich voller Stolz Vögel wie Suparṇa und andere in den Himmel. garuḍā vajrasadṛśaiḥ pakṣatuṇḍanakhais tathā prahartukāmāḥ saṃpetur ākāśāt kṛṣṇapāṇḍavau
Mit blitzgleichen Flügeln, Schnäbeln und Krallen stürzten die Garuḍa-Vögel, in der Absicht anzugreifen, vom Himmel auf Kṛṣṇa und den Pāṇḍava herab.
Wort für Wort garuḍā vajrasadṛśaiḥ pakṣatuṇḍanakhais tathā prahartukāmāḥ saṃpetur ākāśāt kṛṣṇapāṇḍavau Mit blitzgleichen Flügeln, Schnäbeln und Krallen stürzten die Garuḍa-Vögel, in der Absicht anzugreifen, vom Himmel auf Kṛṣṇa und den Pāṇḍava herab. tathaivoragasaṃghātāḥ pāṇḍavasya samīpataḥ utsṛjanto viṣaṃ ghoraṃ niścerur jvalitānanāḥ
Ebenso zogen Scharen von Schlangen, furchtbares Gift verspritzend, mit loderndem Rachen in die Nähe des Pāṇḍava.
Wort für Wort tathaivoragasaṃghātāḥ pāṇḍavasya samīpataḥ utsṛjanto viṣaṃ ghoraṃ niścerur jvalitānanāḥ Ebenso zogen Scharen von Schlangen, furchtbares Gift verspritzend, mit loderndem Rachen in die Nähe des Pāṇḍava. tāṃś cakarta śaraiḥ pārthaḥ saroṣān dṛśya khecarān vivaśāś cāpatan dīptaṃ dehābhāvāya pāvakam
Der Sohn der Pṛthā zerschnitt sie mit Pfeilen, als er die zornigen Luftwandler erblickte; hilflos fielen sie in das lodernde Feuer, ihre Körper dem Untergang preisgebend.
Wort für Wort tāṃś cakarta śaraiḥ pārthaḥ saroṣān dṛśya khecarān vivaśāś cāpatan dīptaṃ dehābhāvāya pāvakam Der Sohn der Pṛthā zerschnitt sie mit Pfeilen, als er die zornigen Luftwandler erblickte; hilflos fielen sie in das lodernde Feuer, ihre Körper dem Untergang preisgebend. tataḥ surāḥ sagandharvā yakṣarākṣasapannagāḥ utpetur nādam atulam utsṛjanto raṇārthiṇaḥ
Da erhoben sich die Götter samt den Gandharvas, Yakṣas, Rākṣasas und Schlangen, unvergleichlichen Lärm ausstoßend, nach dem Kampf verlangend.
Wort für Wort tataḥ surāḥ sagandharvā yakṣarākṣasapannagāḥ utpetur nādam atulam utsṛjanto raṇārthiṇaḥ Da erhoben sich die Götter samt den Gandharvas, Yakṣas, Rākṣasas und Schlangen, unvergleichlichen Lärm ausstoßend, nach dem Kampf verlangend. ayaḥkaṇapacakrāśmabhuśuṇḍyudyatabāhavaḥ kṛṣṇapārthau jighāṃsantaḥ krodhasaṃmūrcchitaujasaḥ
Mit erhobenen Armen, Eisenkugeln, Diskusse, Steine und Bhuśuṇḍi-Waffen schwingend, wollten sie, ihre Kraft von Zorn übermannt, Kṛṣṇa und den Sohn der Pṛthā töten.
Wort für Wort ayaḥkaṇapacakrāśmabhuśuṇḍyudyatabāhavaḥ kṛṣṇapārthau jighāṃsantaḥ krodhasaṃmūrcchitaujasaḥ Mit erhobenen Armen, Eisenkugeln, Diskusse, Steine und Bhuśuṇḍi-Waffen schwingend, wollten sie, ihre Kraft von Zorn übermannt, Kṛṣṇa und den Sohn der Pṛthā töten. teṣām abhivyāharatāṃ śastravarṣaṃ ca muñcatām pramamāthottamāṅgāni bībhatsur niśitaiḥ śaraiḥ
Während sie schrien und einen Regen von Waffen entließen, zerschmetterte Bībhatsu mit scharfen Pfeilen ihre Häupter.
Wort für Wort teṣām abhivyāharatāṃ śastravarṣaṃ ca muñcatām pramamāthottamāṅgāni bībhatsur niśitaiḥ śaraiḥ Während sie schrien und einen Regen von Waffen entließen, zerschmetterte Bībhatsu mit scharfen Pfeilen ihre Häupter. kṛṣṇaś ca sumahātejāś cakreṇārinihā tadā daityadānavasaṃghānāṃ cakāra kadanaṃ mahat
Und Kṛṣṇa, von überaus großem Glanz, der Feindetöter, richtete da mit seinem Diskus ein gewaltiges Gemetzel unter den Scharen der Daityas und Dānavas an.
Wort für Wort kṛṣṇaś ca sumahātejāś cakreṇārinihā tadā daityadānavasaṃghānāṃ cakāra kadanaṃ mahat Und Kṛṣṇa, von überaus großem Glanz, der Feindetöter, richtete da mit seinem Diskus ein gewaltiges Gemetzel unter den Scharen der Daityas und Dānavas an. athāpare śarair viddhāś cakravegeritās tadā velām iva samāsādya vyātiṣṭhanta mahaujasaḥ
Andere, von Pfeilen getroffen, vom Schwung des Diskus fortgeschleudert, standen still, gleich einer erreichten Meeresküste, von großer Macht.
Wort für Wort athāpare śarair viddhāś cakravegeritās tadā velām iva samāsādya vyātiṣṭhanta mahaujasaḥ Andere, von Pfeilen getroffen, vom Schwung des Diskus fortgeschleudert, standen still, gleich einer erreichten Meeresküste, von großer Macht. tataḥ śakro 'bhisaṃkruddhas tridaśānāṃ maheśvaraḥ pāṇḍuraṃ gajam āsthāya tāv ubhau samabhidravat
Da bestieg Śakra, zornentbrannt, der große Herr der Dreißig Götter, seinen weißen Elefanten und griff die beiden gemeinsam an.
Wort für Wort tataḥ śakro 'bhisaṃkruddhas tridaśānāṃ maheśvaraḥ pāṇḍuraṃ gajam āsthāya tāv ubhau samabhidravat Da bestieg Śakra, zornentbrannt, der große Herr der Dreißig Götter, seinen weißen Elefanten und griff die beiden gemeinsam an. aśaniṃ gṛhya tarasā vajram astram avāsṛjat hatāv etāv iti prāha surān asurasūdanaḥ
Rasch ergriff er seinen Blitz, den Vajra, und schleuderte ihn als Waffe; Diese beiden sind getötet, so sprach der Asurentöter zu den Göttern.
Wort für Wort aśaniṃ gṛhya tarasā vajram astram avāsṛjat hatāv etāv iti prāha surān asurasūdanaḥ Rasch ergriff er seinen Blitz, den Vajra, und schleuderte ihn als Waffe; Diese beiden sind getötet, so sprach der Asurentöter zu den Göttern. tataḥ samudyatāṃ dṛṣṭvā devendreṇa mahāśanim jagṛhuḥ sarvaśastrāṇi svāni svāni surās tadā
Als sie sahen, dass der Götterherr den gewaltigen Blitz erhoben hatte, ergriffen da die Götter alle ihre jeweils eigenen Waffen.
Wort für Wort tataḥ samudyatāṃ dṛṣṭvā devendreṇa mahāśanim jagṛhuḥ sarvaśastrāṇi svāni svāni surās tadā Als sie sahen, dass der Götterherr den gewaltigen Blitz erhoben hatte, ergriffen da die Götter alle ihre jeweils eigenen Waffen. kāladaṇḍaṃ yamo rājā śibikāṃ ca dhaneśvaraḥ pāśaṃ ca varuṇas tatra vicakraṃ ca tathā śivaḥ
König Yama ergriff den Stab der Zeit, der Herr der Schätze seine Sänfte, Varuṇa dort seine Schlinge, und ebenso Śiva seinen Diskus.
Wort für Wort kāladaṇḍaṃ yamo rājā śibikāṃ ca dhaneśvaraḥ pāśaṃ ca varuṇas tatra vicakraṃ ca tathā śivaḥ König Yama ergriff den Stab der Zeit, der Herr der Schätze seine Sänfte, Varuṇa dort seine Schlinge, und ebenso Śiva seinen Diskus. oṣadhīr dīpyamānāś ca jagṛhāte 'śvināv api jagṛhe ca dhanur dhātā musalaṃ ca jayas tathā
Die beiden Aśvins ergriffen leuchtende Heilkräuter, Dhātā ergriff seinen Bogen, und Jaya seine Keule.
Wort für Wort oṣadhīr dīpyamānāś ca jagṛhāte 'śvināv api jagṛhe ca dhanur dhātā musalaṃ ca jayas tathā Die beiden Aśvins ergriffen leuchtende Heilkräuter, Dhātā ergriff seinen Bogen, und Jaya seine Keule. parvataṃ cāpi jagrāha kruddhas tvaṣṭā mahābalaḥ aṃśas tu śaktiṃ jagrāha mṛtyur devaḥ paraśvadham
Der zornige, überaus mächtige Tvaṣṭṛ ergriff einen Berg, Aṃśa ergriff seinen Speer, und der Gott Mṛtyu ergriff seine Axt.
Wort für Wort parvataṃ cāpi jagrāha kruddhas tvaṣṭā mahābalaḥ aṃśas tu śaktiṃ jagrāha mṛtyur devaḥ paraśvadham Der zornige, überaus mächtige Tvaṣṭṛ ergriff einen Berg, Aṃśa ergriff seinen Speer, und der Gott Mṛtyu ergriff seine Axt. pragṛhya parighaṃ ghoraṃ vicacārāryamā api mitraś ca kṣuraparyantaṃ cakraṃ gṛhya vyatiṣṭhata
Aryaman zog umher, seine furchtbare Eisenstange ergriffen, und Mitra stand da, nachdem er seinen scharfrandigen Diskus ergriffen hatte.
Wort für Wort pragṛhya parighaṃ ghoraṃ vicacārāryamā api mitraś ca kṣuraparyantaṃ cakraṃ gṛhya vyatiṣṭhata Aryaman zog umher, seine furchtbare Eisenstange ergriffen, und Mitra stand da, nachdem er seinen scharfrandigen Diskus ergriffen hatte. pūṣā bhagaś ca saṃkruddhaḥ savitā ca viśāṃ pate āttakārmukanistriṃśāḥ kṛṣṇapārthāv abhidrutāḥ
Pūṣan, der zornige Bhaga und Savitṛ, o Herr der Völker, griffen, Bogen und Schwert ergriffen, Kṛṣṇa und den Sohn der Pṛthā an.
Wort für Wort pūṣā bhagaś ca saṃkruddhaḥ savitā ca viśāṃ pate āttakārmukanistriṃśāḥ kṛṣṇapārthāv abhidrutāḥ Pūṣan, der zornige Bhaga und Savitṛ, o Herr der Völker, griffen, Bogen und Schwert ergriffen, Kṛṣṇa und den Sohn der Pṛthā an. rudrāś ca vasavaś caiva marutaś ca mahābalāḥ viśvedevās tathā sādhyā dīpyamānāḥ svatejasā
Und die Rudras und die Vasus, und die überaus mächtigen Maruts, ebenso die Viśvedevas und die Sādhyas, alle von ihrem eigenen Glanz erstrahlend -
Wort für Wort rudrāś ca vasavaś caiva marutaś ca mahābalāḥ viśvedevās tathā sādhyā dīpyamānāḥ svatejasā Und die Rudras und die Vasus, und die überaus mächtigen Maruts, ebenso die Viśvedevas und die Sādhyas, alle von ihrem eigenen Glanz erstrahlend - ete cānye ca bahavo devās tau puruṣottamau kṛṣṇapārthau jighāṃsantaḥ pratīyur vividhāyudhāḥ
diese und viele andere Götter zogen, mit mancherlei Waffen versehen, gegen jene beiden besten Männer, Kṛṣṇa und den Sohn der Pṛthā, um sie zu töten.
Wort für Wort ete cānye ca bahavo devās tau puruṣottamau kṛṣṇapārthau jighāṃsantaḥ pratīyur vividhāyudhāḥ diese und viele andere Götter zogen, mit mancherlei Waffen versehen, gegen jene beiden besten Männer, Kṛṣṇa und den Sohn der Pṛthā, um sie zu töten. tatrādbhutāny adṛśyanta nimittāni mahāhave yugāntasamarūpāṇi bhūtotsādāya bhārata
Dort waren in jener großen Schlacht wunderbare Vorzeichen zu sehen, dem Ende eines Weltzeitalters gleichend, die den Untergang der Geschöpfe ankündigten, o Bhārata.
Wort für Wort tatrādbhutāny adṛśyanta nimittāni mahāhave yugāntasamarūpāṇi bhūtotsādāya bhārata Dort waren in jener großen Schlacht wunderbare Vorzeichen zu sehen, dem Ende eines Weltzeitalters gleichend, die den Untergang der Geschöpfe ankündigten, o Bhārata. tathā tu dṛṣṭvā saṃrabdhaṃ śakraṃ devaiḥ sahācyutau abhītau yudhi durdharṣau tasthatuḥ sajjakārmukau
Doch als sie den erzürnten Śakra samt den Göttern sahen, standen die beiden Unfehlbaren, furchtlos und im Kampf unbezwingbar, mit angelegten Bögen da.
Wort für Wort tathā tu dṛṣṭvā saṃrabdhaṃ śakraṃ devaiḥ sahācyutau abhītau yudhi durdharṣau tasthatuḥ sajjakārmukau Doch als sie den erzürnten Śakra samt den Göttern sahen, standen die beiden Unfehlbaren, furchtlos und im Kampf unbezwingbar, mit angelegten Bögen da. āgatāṃś caiva tān dṛṣṭvā devān ekaikaśas tataḥ nyavārayetāṃ saṃkruddhau bāṇair vajropamais tadā
Als sie die herankommenden Götter, einen nach dem anderen, erblickten, wehrten die beiden, zornentbrannt, sie mit blitzgleichen Pfeilen ab.
Wort für Wort āgatāṃś caiva tān dṛṣṭvā devān ekaikaśas tataḥ nyavārayetāṃ saṃkruddhau bāṇair vajropamais tadā Als sie die herankommenden Götter, einen nach dem anderen, erblickten, wehrten die beiden, zornentbrannt, sie mit blitzgleichen Pfeilen ab. asakṛd bhagnasaṃkalpāḥ surāś ca bahuśaḥ kṛtāḥ bhayād raṇaṃ parityajya śakram evābhiśiśriyuḥ
Wiederholt wurden ihre Absichten vereitelt, und die Götter wurden vielfach in die Flucht geschlagen; aus Furcht verließen sie das Schlachtfeld und suchten Zuflucht bei Śakra selbst.
Wort für Wort asakṛd bhagnasaṃkalpāḥ surāś ca bahuśaḥ kṛtāḥ bhayād raṇaṃ parityajya śakram evābhiśiśriyuḥ Wiederholt wurden ihre Absichten vereitelt, und die Götter wurden vielfach in die Flucht geschlagen; aus Furcht verließen sie das Schlachtfeld und suchten Zuflucht bei Śakra selbst. dṛṣṭvā nivāritān devān mādhavenārjunena ca āścaryam agamaṃs tatra munayo divi viṣṭhitāḥ
Als sie sahen, wie die Götter von Mādhava und Arjuna abgewehrt wurden, gerieten die im Himmel weilenden Weisen dort in großes Erstaunen.
Wort für Wort dṛṣṭvā nivāritān devān mādhavenārjunena ca āścaryam agamaṃs tatra munayo divi viṣṭhitāḥ Als sie sahen, wie die Götter von Mādhava und Arjuna abgewehrt wurden, gerieten die im Himmel weilenden Weisen dort in großes Erstaunen. śakraś cāpi tayor vīryam upalabhyāsakṛd raṇe babhūva paramaprīto bhūyaś caitāv ayodhayat
Auch Śakra, nachdem er wiederholt im Kampf ihre Tapferkeit erkannt hatte, war höchst erfreut und kämpfte dennoch weiter gegen die beiden.
Wort für Wort śakraś cāpi tayor vīryam upalabhyāsakṛd raṇe babhūva paramaprīto bhūyaś caitāv ayodhayat Auch Śakra, nachdem er wiederholt im Kampf ihre Tapferkeit erkannt hatte, war höchst erfreut und kämpfte dennoch weiter gegen die beiden. tato 'śmavarṣaṃ sumahad vyasṛjat pākaśāsanaḥ bhūya eva tadā vīryaṃ jijñāsuḥ savyasācinaḥ tac charair arjuno varṣaṃ pratijaghne 'tyamarṣaṇaḥ
Da ließ der Bezwinger Pākas einen überaus gewaltigen Steinregen niedergehen, um noch einmal die Tapferkeit des Beidhändig-Schießenden zu erproben; doch Arjuna, zutiefst erzürnt, wehrte jenen Regen mit Pfeilen ab.
Wort für Wort tato 'śmavarṣaṃ sumahad vyasṛjat pākaśāsanaḥ bhūya eva tadā vīryaṃ jijñāsuḥ savyasācinaḥ tac charair arjuno varṣaṃ pratijaghne 'tyamarṣaṇaḥ Da ließ der Bezwinger Pākas einen überaus gewaltigen Steinregen niedergehen, um noch einmal die Tapferkeit des Beidhändig-Schießenden zu erproben; doch Arjuna, zutiefst erzürnt, wehrte jenen Regen mit Pfeilen ab. viphalaṃ kriyamāṇaṃ tat saṃprekṣya ca śatakratuḥ bhūyaḥ saṃvardhayām āsa tad varṣaṃ devarāḍ atha
Als der Hundertopferer sah, dass dies vergeblich blieb, verstärkte der Götterkönig jenen Steinregen noch weiter.
Wort für Wort viphalaṃ kriyamāṇaṃ tat saṃprekṣya ca śatakratuḥ bhūyaḥ saṃvardhayām āsa tad varṣaṃ devarāḍ atha Als der Hundertopferer sah, dass dies vergeblich blieb, verstärkte der Götterkönig jenen Steinregen noch weiter. so 'śmavarṣaṃ mahāvegair iṣubhiḥ pākaśāsaniḥ vilayaṃ gamayām āsa harṣayan pitaraṃ tadā
Der Sohn des Bezwingers Pākas ließ jenen Steinregen durch seine überaus schnellen Pfeile vergehen und erfreute damit seinen Vater.
Wort für Wort so 'śmavarṣaṃ mahāvegair iṣubhiḥ pākaśāsaniḥ vilayaṃ gamayām āsa harṣayan pitaraṃ tadā Der Sohn des Bezwingers Pākas ließ jenen Steinregen durch seine überaus schnellen Pfeile vergehen und erfreute damit seinen Vater. samutpāṭya tu pāṇibhyāṃ mandarāc chikharaṃ mahat sadrumaṃ vyasṛjac chakro jighāṃsuḥ pāṇḍunandanam
Da riss Śakra mit seinen Händen einen gewaltigen Gipfel vom Berg Mandara, samt seinen Bäumen, aus und schleuderte ihn, in der Absicht, den Sohn Pāṇḍus zu töten.
Wort für Wort samutpāṭya tu pāṇibhyāṃ mandarāc chikharaṃ mahat sadrumaṃ vyasṛjac chakro jighāṃsuḥ pāṇḍunandanam Da riss Śakra mit seinen Händen einen gewaltigen Gipfel vom Berg Mandara, samt seinen Bäumen, aus und schleuderte ihn, in der Absicht, den Sohn Pāṇḍus zu töten. tato 'rjuno vegavadbhir jvalitāgrair ajihmagaiḥ bāṇair vidhvaṃsayām āsa gireḥ śṛṅgaṃ sahasradhā
Da zerschmetterte Arjuna mit schnellen, an der Spitze lodernden, geradefliegenden Pfeilen den Berggipfel in tausend Stücke.
Wort für Wort tato 'rjuno vegavadbhir jvalitāgrair ajihmagaiḥ bāṇair vidhvaṃsayām āsa gireḥ śṛṅgaṃ sahasradhā Da zerschmetterte Arjuna mit schnellen, an der Spitze lodernden, geradefliegenden Pfeilen den Berggipfel in tausend Stücke. girer viśīryamāṇasya tasya rūpaṃ tadā babhau sārkacandragrahasyeva nabhasaḥ praviśīryataḥ
Während jener Berg zerbarst, glich sein Anblick dem eines Himmels, der samt Sonne, Mond und Planeten zerbirst.
Wort für Wort girer viśīryamāṇasya tasya rūpaṃ tadā babhau sārkacandragrahasyeva nabhasaḥ praviśīryataḥ Während jener Berg zerbarst, glich sein Anblick dem eines Himmels, der samt Sonne, Mond und Planeten zerbirst. tenāvākpatatā dāve śailena mahatā bhṛśam bhūya eva hatās tatra prāṇinaḥ khāṇḍavālayāḥ
Als jener gewaltige Berg im Wald niederstürzte, wurden dadurch die Geschöpfe, die Bewohner Khāṇḍavas, dort noch einmal heftig getötet.
Wort für Wort tenāvākpatatā dāve śailena mahatā bhṛśam bhūya eva hatās tatra prāṇinaḥ khāṇḍavālayāḥ Als jener gewaltige Berg im Wald niederstürzte, wurden dadurch die Geschöpfe, die Bewohner Khāṇḍavas, dort noch einmal heftig getötet.
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