Quellen der Menschheit

Mahābhārata · Ādiparva

Kapitel 49: Āstīka-parva (Fortsetzung): Der Grund des Fluchs und Āstīkas Aufbruch Āstīka-parva (Fortsetzung): Jaratkāru berichtet Āstīka den Grund von Kadrūs Fluch; Āstīka verspricht Rettung und bricht zum Opferplatz auf — (Kritische Ausgabe, BORI/Poona)

Übersetzt aus der kritischen Ausgabe (Bhandarkar Oriental Research Institute, Poona; lokale GRETIL-Unicode-Transkription, Datei mbh_01_u.htm, Verse „01,049.001“ bis „01,049.028“). Jaratkāru berichtet ihrem Sohn Āstīka den in Adh.20 erzählten Grund von Kadrūs Fluch sowie die Vorgeschichte ihrer eigenen Heirat, die genau zu diesem Zweck von Vāsuki eingefädelt wurde. Āstīka verspricht, die Schlangen zu retten, nimmt Vāsukis Angst symbolisch auf sich und bricht eilends zum Opferplatz Janamejayas auf, wo er zunächst von den Türwächtern am Eintritt gehindert wird. Wort-für-Wort-Gliederung wie bei den vorigen kritischen Kapiteln: ein Chunk pro Vers-Einheit.

sūta uvāca | tata āhūya putraṃ svaṃ jaratkārur bhujaṃgamā | vāsuker nāgarājasya vacanād idam abravīt

Sūta sprach: Da rief die Schlangenfrau Jaratkāru ihren eigenen Sohn und sprach, auf das Wort des Schlangenkönigs Vāsuki hin, dies:

Wort für Wort
sūta uvāca | tata āhūya putraṃ svaṃ jaratkārur bhujaṃgamā | vāsuker nāgarājasya vacanād idam abravīt
Sūta sprach: Da rief die Schlangenfrau Jaratkāru ihren eigenen Sohn und sprach, auf das Wort des Schlangenkönigs Vāsuki hin, dies:

ahaṃ tava pituḥ putra bhrātrā dattā nimittataḥ | kālaḥ sa cāyaṃ saṃprāptas tat kuruṣva yathātatham

„Ich wurde, mein Sohn, deinem Vater von meinem Bruder aus einem bestimmten Grund gegeben; und eben diese Zeit ist nun gekommen — handle daher, wie es sich gehört.“

Wort für Wort
ahaṃ tava pituḥ putra bhrātrā dattā nimittataḥ | kālaḥ sa cāyaṃ saṃprāptas tat kuruṣva yathātatham
„Ich wurde, mein Sohn, deinem Vater von meinem Bruder aus einem bestimmten Grund gegeben; und eben diese Zeit ist nun gekommen — handle daher, wie es sich gehört.“

āstīka uvāca | kiṃnimittaṃ mama pitur dattā tvaṃ mātulena me | tan mamācakṣva tattvena śrutvā kartāsmi tat tathā

Āstīka sprach: „Aus welchem Grund wurdest du meinem Vater von meinem Onkel gegeben? Erzähle mir dies der Wahrheit gemäß; wenn ich es gehört habe, werde ich danach handeln.“

Wort für Wort
āstīka uvāca | kiṃnimittaṃ mama pitur dattā tvaṃ mātulena me | tan mamācakṣva tattvena śrutvā kartāsmi tat tathā
Āstīka sprach: „Aus welchem Grund wurdest du meinem Vater von meinem Onkel gegeben? Erzähle mir dies der Wahrheit gemäß; wenn ich es gehört habe, werde ich danach handeln.“

sūta uvāca | tata ācaṣṭa sā tasmai bāndhavānāṃ hitaiṣiṇī | bhaginī nāgarājasya jaratkārur aviklavā

Sūta sprach: Da erzählte ihm jene, dem Wohl ihrer Verwandten zugetan, die Schwester des Schlangenkönigs, Jaratkāru, gefasst:

Wort für Wort
sūta uvāca | tata ācaṣṭa sā tasmai bāndhavānāṃ hitaiṣiṇī | bhaginī nāgarājasya jaratkārur aviklavā
Sūta sprach: Da erzählte ihm jene, dem Wohl ihrer Verwandten zugetan, die Schwester des Schlangenkönigs, Jaratkāru, gefasst:

bhujagānām aśeṣāṇāṃ mātā kadrūr iti śrutiḥ | tayā śaptā ruṣitayā sutā yasmān nibodha tat

„Die Mutter aller Schlangen ist, wie überliefert, Kadrū; von ihr wurden, im Zorn, die Söhne verflucht — höre, weshalb:

Wort für Wort
bhujagānām aśeṣāṇāṃ mātā kadrūr iti śrutiḥ | tayā śaptā ruṣitayā sutā yasmān nibodha tat
„Die Mutter aller Schlangen ist, wie überliefert, Kadrū; von ihr wurden, im Zorn, die Söhne verflucht — höre, weshalb:

ucchaiḥśravāḥ so 'śvarājo yan mithyā na kṛto mama | vinatānimittaṃ paṇite dāsabhāvāya putrakāḥ

‚Weil ihr, meine Söhnchen, jenen Pferdekönig Uccaiḥśravas mir nicht durch Falschheit gefärbt habt, bei der um Vinatās willen geschlossenen Wette, zu ihrer Versklavung —

Wort für Wort
ucchaiḥśravāḥ so 'śvarājo yan mithyā na kṛto mama | vinatānimittaṃ paṇite dāsabhāvāya putrakāḥ
‚Weil ihr, meine Söhnchen, jenen Pferdekönig Uccaiḥśravas mir nicht durch Falschheit gefärbt habt, bei der um Vinatās willen geschlossenen Wette, zu ihrer Versklavung —

janamejayasya vo yajñe dhakṣyaty anilasārathiḥ | tatra pañcatvam āpannāḥ pretalokaṃ gamiṣyatha

darum wird euch bei Janamejayas Opfer der Windgelenkte [Agni] verbrennen; dort werdet ihr den Tod finden und in die Welt der Verstorbenen gehen.'

Wort für Wort
janamejayasya vo yajñe dhakṣyaty anilasārathiḥ | tatra pañcatvam āpannāḥ pretalokaṃ gamiṣyatha
darum wird euch bei Janamejayas Opfer der Windgelenkte [Agni] verbrennen; dort werdet ihr den Tod finden und in die Welt der Verstorbenen gehen.'

tāṃ ca śaptavatīm evaṃ sākṣāl lokapitāmahaḥ | evam astv iti tad vākyaṃ provācānumumoda ca

Und zu ihr, die so geflucht hatte, sprach der Großvater der Welt selbst das Wort ‚So sei es' und billigte es.

Wort für Wort
tāṃ ca śaptavatīm evaṃ sākṣāl lokapitāmahaḥ | evam astv iti tad vākyaṃ provācānumumoda ca
Und zu ihr, die so geflucht hatte, sprach der Großvater der Welt selbst das Wort ‚So sei es' und billigte es.

vāsukiś cāpi tac chrutvā pitāmahavacas tadā | amṛte mathite tāta devāñ śaraṇam īyivān

Und auch Vāsuki, als er dieses Wort des Großvaters gehört hatte, mein Sohn, nachdem das Amṛta gequirlt worden war, suchte Zuflucht bei den Göttern.

Wort für Wort
vāsukiś cāpi tac chrutvā pitāmahavacas tadā | amṛte mathite tāta devāñ śaraṇam īyivān
Und auch Vāsuki, als er dieses Wort des Großvaters gehört hatte, mein Sohn, nachdem das Amṛta gequirlt worden war, suchte Zuflucht bei den Göttern.

siddhārthāś ca surāḥ sarve prāpyāmṛtam anuttamam | bhrātaraṃ me puraskṛtya prajāpatim upāgaman

Und alle Götter, ihr Ziel erreicht habend, nachdem sie das unübertreffliche Amṛta erlangt hatten, begaben sich, meinen Bruder voranstellend, zu Prajāpati.

Wort für Wort
siddhārthāś ca surāḥ sarve prāpyāmṛtam anuttamam | bhrātaraṃ me puraskṛtya prajāpatim upāgaman
Und alle Götter, ihr Ziel erreicht habend, nachdem sie das unübertreffliche Amṛta erlangt hatten, begaben sich, meinen Bruder voranstellend, zu Prajāpati.

te taṃ prasādayām āsur devāḥ sarve pitāmaham | rājñā vāsukinā sārdhaṃ sa śāpo na bhaved iti

Sie, alle Götter, baten den Großvater um Gnade, zusammen mit dem König Vāsuki: ‚Möge jener Fluch nicht in Erfüllung gehen!'

Wort für Wort
te taṃ prasādayām āsur devāḥ sarve pitāmaham | rājñā vāsukinā sārdhaṃ sa śāpo na bhaved iti
Sie, alle Götter, baten den Großvater um Gnade, zusammen mit dem König Vāsuki: ‚Möge jener Fluch nicht in Erfüllung gehen!'

vāsukir nāgarājo 'yaṃ duḥkhito jñātikāraṇāt | abhiśāpaḥ sa mātrāsya bhagavan na bhaved iti

‚Dieser Schlangenkönig Vāsuki ist bekümmert wegen seiner Verwandten — möge, Erhabener, jener Fluch seiner Mutter nicht wahr werden!'

Wort für Wort
vāsukir nāgarājo 'yaṃ duḥkhito jñātikāraṇāt | abhiśāpaḥ sa mātrāsya bhagavan na bhaved iti
‚Dieser Schlangenkönig Vāsuki ist bekümmert wegen seiner Verwandten — möge, Erhabener, jener Fluch seiner Mutter nicht wahr werden!'

brahmovāca | jaratkārur jaratkāruṃ yāṃ bhāryāṃ samavāpsyati | tatra jāto dvijaḥ śāpād bhujagān mokṣayiṣyati

Brahmā sprach: ‚Jaratkāru, ein Sohn, der von Jaratkāru, welche er als Gattin erlangen wird, dort geboren wird, ein Zweifachgeborener, wird die Schlangen vom Fluch befreien.'

Wort für Wort
brahmovāca | jaratkārur jaratkāruṃ yāṃ bhāryāṃ samavāpsyati | tatra jāto dvijaḥ śāpād bhujagān mokṣayiṣyati
Brahmā sprach: ‚Jaratkāru, ein Sohn, der von Jaratkāru, welche er als Gattin erlangen wird, dort geboren wird, ein Zweifachgeborener, wird die Schlangen vom Fluch befreien.'

jaratkārur uvāca | etac chrutvā tu vacanaṃ vāsukiḥ pannageśvaraḥ | prādān mām amaraprakhya tava pitre mahātmane | prāg evānāgate kāle tatra tvaṃ mayy ajāyathāḥ

Jaratkāru sprach: „Nachdem er dieses Wort gehört hatte, gab mich Vāsuki, der Herr der Schlangen, o Unsterblichengleicher, deinem hochgesinnten Vater — noch bevor die rechte Zeit gekommen war; da wurdest du in mir geboren.

Wort für Wort
jaratkārur uvāca | etac chrutvā tu vacanaṃ vāsukiḥ pannageśvaraḥ | prādān mām amaraprakhya tava pitre mahātmane | prāg evānāgate kāle tatra tvaṃ mayy ajāyathāḥ
Jaratkāru sprach: „Nachdem er dieses Wort gehört hatte, gab mich Vāsuki, der Herr der Schlangen, o Unsterblichengleicher, deinem hochgesinnten Vater — noch bevor die rechte Zeit gekommen war; da wurdest du in mir geboren.

ayaṃ sa kālaḥ saṃprāpto bhayān nas trātum arhasi | bhrātaraṃ caiva me tasmāt trātum arhasi pāvakāt

Dies ist die Zeit gekommen; du sollst uns aus der Furcht erretten, und auch meinen Bruder sollst du eben aus jenem Feuer erretten.

Wort für Wort
ayaṃ sa kālaḥ saṃprāpto bhayān nas trātum arhasi | bhrātaraṃ caiva me tasmāt trātum arhasi pāvakāt
Dies ist die Zeit gekommen; du sollst uns aus der Furcht erretten, und auch meinen Bruder sollst du eben aus jenem Feuer erretten.

amoghaṃ naḥ kṛtaṃ tat syād yad ahaṃ tava dhīmate | pitre dattā vimokṣārthaṃ kathaṃ vā putra manyase

Nicht vergeblich soll das sein, dass ich deinem weisen Vater zum Zweck der Erlösung gegeben wurde — wie denkst du darüber, mein Sohn?“

Wort für Wort
amoghaṃ naḥ kṛtaṃ tat syād yad ahaṃ tava dhīmate | pitre dattā vimokṣārthaṃ kathaṃ vā putra manyase
Nicht vergeblich soll das sein, dass ich deinem weisen Vater zum Zweck der Erlösung gegeben wurde — wie denkst du darüber, mein Sohn?“

sūta uvāca | evam uktas tathety uktvā so 'stīko mātaraṃ tadā | abravīd duḥkhasaṃtaptaṃ vāsukiṃ jīvayann iva

Sūta sprach: So angesprochen, sagte jener Āstīka „So sei es“ und sprach da zu seiner Mutter, den von Schmerz gequälten Vāsuki gleichsam wiederbelebend:

Wort für Wort
sūta uvāca | evam uktas tathety uktvā so 'stīko mātaraṃ tadā | abravīd duḥkhasaṃtaptaṃ vāsukiṃ jīvayann iva
Sūta sprach: So angesprochen, sagte jener Āstīka „So sei es“ und sprach da zu seiner Mutter, den von Schmerz gequälten Vāsuki gleichsam wiederbelebend:

ahaṃ tvāṃ mokṣayiṣyāmi vāsuke pannagottama | tasmāc chāpān mahāsattva satyam etad bravīmi te

„Ich werde dich befreien, Vāsuki, Bester der Schlangen, von jenem Fluch, du Hochherziger — wahr ist dies, was ich dir sage.

Wort für Wort
ahaṃ tvāṃ mokṣayiṣyāmi vāsuke pannagottama | tasmāc chāpān mahāsattva satyam etad bravīmi te
„Ich werde dich befreien, Vāsuki, Bester der Schlangen, von jenem Fluch, du Hochherziger — wahr ist dies, was ich dir sage.

bhava svasthamanā nāga na hi te vidyate bhayam | prayatiṣye tathā saumya yathā śreyo bhaviṣyati | na me vāg anṛtaṃ prāha svaireṣv api kuto 'nyathā

Sei ruhigen Geistes, Schlange; keine Furcht besteht mehr für dich; ich werde mich so bemühen, wie es zum Heil gereichen wird, du Sanfter; mein Wort hat nie Unwahres gesprochen, nicht einmal im Scherz — wie sollte es also erst recht in ernster Sache?

Wort für Wort
bhava svasthamanā nāga na hi te vidyate bhayam | prayatiṣye tathā saumya yathā śreyo bhaviṣyati | na me vāg anṛtaṃ prāha svaireṣv api kuto 'nyathā
Sei ruhigen Geistes, Schlange; keine Furcht besteht mehr für dich; ich werde mich so bemühen, wie es zum Heil gereichen wird, du Sanfter; mein Wort hat nie Unwahres gesprochen, nicht einmal im Scherz — wie sollte es also erst recht in ernster Sache?

taṃ vai nṛpavaraṃ gatvā dīkṣitaṃ janamejayam | vāgbhir maṅgalayuktābhis toṣayiṣye 'dya mātula | yathā sa yajño nṛpater nirvartiṣyati sattama

Zu jenem besten der Könige, dem geweihten Janamejaya, gehend, werde ich ihn heute mit heilbringenden Worten zufriedenstellen, Onkel, sodass jenes Opfer des Königs eingestellt werden wird, du Hochherziger.

Wort für Wort
taṃ vai nṛpavaraṃ gatvā dīkṣitaṃ janamejayam | vāgbhir maṅgalayuktābhis toṣayiṣye 'dya mātula | yathā sa yajño nṛpater nirvartiṣyati sattama
Zu jenem besten der Könige, dem geweihten Janamejaya, gehend, werde ich ihn heute mit heilbringenden Worten zufriedenstellen, Onkel, sodass jenes Opfer des Königs eingestellt werden wird, du Hochherziger.

sa saṃbhāvaya nāgendra mayi sarvaṃ mahāmate | na te mayi mano jātu mithyā bhavitum arhati

Vertraue mir daher alles an, Schlangenkönig, du von großer Klugheit; niemals soll dein Sinn mir gegenüber sich als trügerisch erweisen.“

Wort für Wort
sa saṃbhāvaya nāgendra mayi sarvaṃ mahāmate | na te mayi mano jātu mithyā bhavitum arhati
Vertraue mir daher alles an, Schlangenkönig, du von großer Klugheit; niemals soll dein Sinn mir gegenüber sich als trügerisch erweisen.“

vāsukir uvāca | āstīka parighūrṇāmi hṛdayaṃ me vidīryate | diśaś ca na prajānāmi brahmadaṇḍanipīḍitaḥ

Vāsuki sprach: „Āstīka, ich taumele ringsum, mein Herz zerbricht, und die Himmelsrichtungen erkenne ich nicht mehr, vom Stab Brahmās gepeinigt.“

Wort für Wort
vāsukir uvāca | āstīka parighūrṇāmi hṛdayaṃ me vidīryate | diśaś ca na prajānāmi brahmadaṇḍanipīḍitaḥ
Vāsuki sprach: „Āstīka, ich taumele ringsum, mein Herz zerbricht, und die Himmelsrichtungen erkenne ich nicht mehr, vom Stab Brahmās gepeinigt.“

āstīka uvāca | na saṃtāpas tvayā kāryaḥ kathaṃ cit pannagottama | dīptād agneḥ samutpannaṃ nāśayiṣyāmi te bhayam

Āstīka sprach: „Du sollst dich in keiner Weise ängstigen, Bester der Schlangen; die aus dem lodernden Feuer entstandene Furcht werde ich für dich vernichten.

Wort für Wort
āstīka uvāca | na saṃtāpas tvayā kāryaḥ kathaṃ cit pannagottama | dīptād agneḥ samutpannaṃ nāśayiṣyāmi te bhayam
Āstīka sprach: „Du sollst dich in keiner Weise ängstigen, Bester der Schlangen; die aus dem lodernden Feuer entstandene Furcht werde ich für dich vernichten.

brahmadaṇḍaṃ mahāghoraṃ kālāgnisamatejasam | nāśayiṣyāmi mātra tvaṃ bhayaṃ kārṣīḥ kathaṃ cana

Den Stab Brahmās, den überaus furchtbaren, an Glanz dem Weltenzerstörungsfeuer gleichen, werde ich vernichten — habe in keiner Weise Furcht, Mutterbruder.“

Wort für Wort
brahmadaṇḍaṃ mahāghoraṃ kālāgnisamatejasam | nāśayiṣyāmi mātra tvaṃ bhayaṃ kārṣīḥ kathaṃ cana
Den Stab Brahmās, den überaus furchtbaren, an Glanz dem Weltenzerstörungsfeuer gleichen, werde ich vernichten — habe in keiner Weise Furcht, Mutterbruder.“

sūta uvāca | tataḥ sa vāsuker ghoram apanīya manojvaram | ādhāya cātmano 'ṅgeṣu jagāma tvarito bhṛśam

Sūta sprach: Da, nachdem er Vāsukis furchtbares Geistesfieber vertrieben und dessen Last auf seine eigenen Glieder genommen hatte, ging er eilends, überaus geschwind,

Wort für Wort
sūta uvāca | tataḥ sa vāsuker ghoram apanīya manojvaram | ādhāya cātmano 'ṅgeṣu jagāma tvarito bhṛśam
Sūta sprach: Da, nachdem er Vāsukis furchtbares Geistesfieber vertrieben und dessen Last auf seine eigenen Glieder genommen hatte, ging er eilends, überaus geschwind,

janamejayasya taṃ yajñaṃ sarvaiḥ samuditaṃ guṇaiḥ | mokṣāya bhujagendrāṇām āstīko dvijasattamaḥ

zu jenem Opfer Janamejayas, das mit allen vorgeschriebenen Merkmalen versehen war, zur Rettung der Schlangenkönige, Āstīka, der Beste der Zweifachgeborenen.

Wort für Wort
janamejayasya taṃ yajñaṃ sarvaiḥ samuditaṃ guṇaiḥ | mokṣāya bhujagendrāṇām āstīko dvijasattamaḥ
zu jenem Opfer Janamejayas, das mit allen vorgeschriebenen Merkmalen versehen war, zur Rettung der Schlangenkönige, Āstīka, der Beste der Zweifachgeborenen.

sa gatvāpaśyad āstīko yajñāyatanam uttamam | vṛtaṃ sadasyair bahubhiḥ sūryavahnisamaprabhaiḥ

Dorthin gegangen, sah Āstīka den vortrefflichen Opferplatz, umgeben von zahlreichen Beisitzern, an Glanz der Sonne und dem Feuer gleich.

Wort für Wort
sa gatvāpaśyad āstīko yajñāyatanam uttamam | vṛtaṃ sadasyair bahubhiḥ sūryavahnisamaprabhaiḥ
Dorthin gegangen, sah Āstīka den vortrefflichen Opferplatz, umgeben von zahlreichen Beisitzern, an Glanz der Sonne und dem Feuer gleich.

sa tatra vārito dvāḥsthaiḥ praviśan dvijasattamaḥ | abhituṣṭāva taṃ yajñaṃ praveśārthī dvijottamaḥ

Dort, am Eintreten von den Türwächtern gehindert, pries jener Beste der Zweifachgeborenen, im Wunsch einzutreten, jenes Opfer in Lobpreis.

Wort für Wort
sa tatra vārito dvāḥsthaiḥ praviśan dvijasattamaḥ | abhituṣṭāva taṃ yajñaṃ praveśārthī dvijottamaḥ
Dort, am Eintreten von den Türwächtern gehindert, pries jener Beste der Zweifachgeborenen, im Wunsch einzutreten, jenes Opfer in Lobpreis.

[Anm.: Adhyāya 49 endet hier gemäß der lokalen Quelldatei. Āstīkas Lobpreis des Opfers, mit dem er sich Eintritt und Gehör verschafft, folgt im nächsten Adhyāya.]

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