Mahābhārata · Ādiparva
Kapitel 142: Hiḍimbavadhaḥ
Der Tod Hiḍimbas
Die erwachten Pāṇḍavas und Kuntī erfahren von Hiḍimbā selbst die ganze Vorgeschichte. Auf Arjunas Drängen, den Kampf angesichts der herannahenden, für Rākṣasas gefährlich-mächtigen Dämmerungsstunde rasch zu beenden, schleudert und zermalmt Bhīma seinen Gegner und zerbricht ihn schließlich entzwei. Die Pāṇḍavas feiern Bhīmas Sieg und ziehen, da eine Stadt in der Nähe vermutet wird, eilends weiter – nun begleitet von der überlebenden Rākṣasī Hiḍimbā.
vaiśaṃpāyana uvāca prabuddhās te hiḍimbāyā rūpaṃ dṛṣṭvātimānuṣam vismitāḥ puruṣavyāghrā babhūvuḥ pṛthayā saha
Vaiśaṃpāyana sprach: Erwacht, sahen sie Hiḍimbās übermenschlich schöne Gestalt und wurden verwundert, jene tigergleichen Männer, samt Pṛthā.
Wort für Wort vaiśaṃpāyana uvāca prabuddhās te hiḍimbāyā rūpaṃ dṛṣṭvātimānuṣam vismitāḥ puruṣavyāghrā babhūvuḥ pṛthayā saha Vaiśaṃpāyana sprach: Erwacht, sahen sie Hiḍimbās übermenschlich schöne Gestalt und wurden verwundert, jene tigergleichen Männer, samt Pṛthā. tataḥ kuntī samīkṣyaināṃ vismitā rūpasaṃpadā uvāca madhuraṃ vākyaṃ sāntvapūrvam idaṃ śanaiḥ
Darauf sprach Kuntī, sie betrachtend, verwundert über ihre schöne Gestalt, sanft dieses freundliche, süße Wort:
Wort für Wort tataḥ kuntī samīkṣyaināṃ vismitā rūpasaṃpadā uvāca madhuraṃ vākyaṃ sāntvapūrvam idaṃ śanaiḥ Darauf sprach Kuntī, sie betrachtend, verwundert über ihre schöne Gestalt, sanft dieses freundliche, süße Wort: kasya tvaṃ suragarbhābhe kā cāsi varavarṇini kena kāryeṇa suśroṇi kutaś cāgamanaṃ tava
‚Wessen Tochter bist du, du Gottessproß-Gleiche? Und wer bist du, du Schönfarbige? In welcher Angelegenheit, du Schönhüftige, und woher kommst du?'
Wort für Wort kasya tvaṃ suragarbhābhe kā cāsi varavarṇini kena kāryeṇa suśroṇi kutaś cāgamanaṃ tava ‚Wessen Tochter bist du, du Gottessproß-Gleiche? Und wer bist du, du Schönfarbige? In welcher Angelegenheit, du Schönhüftige, und woher kommst du?' yadi vāsya vanasyāsi devatā yadi vāpsarāḥ ācakṣva mama tat sarvaṃ kimarthaṃ ceha tiṣṭhasi
‚Bist du die Gottheit dieses Waldes, oder eine Apsaras? Sage mir das alles, und weshalb du hier stehst.'
Wort für Wort yadi vāsya vanasyāsi devatā yadi vāpsarāḥ ācakṣva mama tat sarvaṃ kimarthaṃ ceha tiṣṭhasi ‚Bist du die Gottheit dieses Waldes, oder eine Apsaras? Sage mir das alles, und weshalb du hier stehst.' hiḍimbovāca yad etat paśyasi vanaṃ nīlameghanibhaṃ mahat nivāso rākṣasasyaitad dhiḍimbasya mamaiva ca
Hiḍimbā sprach: ‚Diesen Wald, den du siehst, groß, einer dunklen Wolke gleich – dies ist die Wohnstatt des Rākṣasa Hiḍimba, und auch meine.'
Wort für Wort hiḍimbovāca yad etat paśyasi vanaṃ nīlameghanibhaṃ mahat nivāso rākṣasasyaitad dhiḍimbasya mamaiva ca Hiḍimbā sprach: ‚Diesen Wald, den du siehst, groß, einer dunklen Wolke gleich – dies ist die Wohnstatt des Rākṣasa Hiḍimba, und auch meine.' tasya māṃ rākṣasendrasya bhaginīṃ viddhi bhāmini bhrātrā saṃpreṣitām ārye tvāṃ saputrāṃ jighāṃsatā
‚Wisse, dass ich die Schwester jenes Rākṣasa-Fürsten bin, du Zürnende; von meinem Bruder wurde ich gesandt, dich, o Edle, samt deinen Söhnen zu töten.'
Wort für Wort tasya māṃ rākṣasendrasya bhaginīṃ viddhi bhāmini bhrātrā saṃpreṣitām ārye tvāṃ saputrāṃ jighāṃsatā ‚Wisse, dass ich die Schwester jenes Rākṣasa-Fürsten bin, du Zürnende; von meinem Bruder wurde ich gesandt, dich, o Edle, samt deinen Söhnen zu töten.' krūrabuddher ahaṃ tasya vacanād āgatā iha adrākṣaṃ hemavarṇābhaṃ tava putraṃ mahaujasam
‚Auf sein Wort hin, des Grausamgesinnten, kam ich hierher; da erblickte ich deinen goldfarbenen, hochgewaltigen Sohn.'
Wort für Wort krūrabuddher ahaṃ tasya vacanād āgatā iha adrākṣaṃ hemavarṇābhaṃ tava putraṃ mahaujasam ‚Auf sein Wort hin, des Grausamgesinnten, kam ich hierher; da erblickte ich deinen goldfarbenen, hochgewaltigen Sohn.' tato 'haṃ sarvabhūtānāṃ bhāve vicaratā śubhe coditā tava putrasya manmathena vaśānugā
‚Darauf wurde ich, o Holde, von dem Liebesgott, der im Wesen aller Geschöpfe umherwandelt, um deines Sohnes willen getrieben und ihm untertan.'
Wort für Wort tato 'haṃ sarvabhūtānāṃ bhāve vicaratā śubhe coditā tava putrasya manmathena vaśānugā ‚Darauf wurde ich, o Holde, von dem Liebesgott, der im Wesen aller Geschöpfe umherwandelt, um deines Sohnes willen getrieben und ihm untertan.' tato vṛto mayā bhartā tava putro mahābalaḥ apanetuṃ ca yatito na caiva śakito mayā
‚Darauf habe ich deinen überaus starken Sohn zum Gatten erwählt und versuchte, ihn fortzuführen, vermochte es aber nicht.'
Wort für Wort tato vṛto mayā bhartā tava putro mahābalaḥ apanetuṃ ca yatito na caiva śakito mayā ‚Darauf habe ich deinen überaus starken Sohn zum Gatten erwählt und versuchte, ihn fortzuführen, vermochte es aber nicht.' cirāyamāṇāṃ māṃ jñātvā tataḥ sa puruṣādakaḥ svayam evāgato hantum imān sarvāṃs tavātmajān
‚Als er merkte, dass ich lange fortblieb, kam jener Menschenfresser selbst, um alle diese deine Söhne zu töten.'
Wort für Wort cirāyamāṇāṃ māṃ jñātvā tataḥ sa puruṣādakaḥ svayam evāgato hantum imān sarvāṃs tavātmajān ‚Als er merkte, dass ich lange fortblieb, kam jener Menschenfresser selbst, um alle diese deine Söhne zu töten.' sa tena mama kāntena tava putreṇa dhīmatā balād ito viniṣpiṣya vyapakṛṣṭo mahātmanā
‚Er wurde von jenem, meinem Geliebten, deinem weisen, hochherzigen Sohn, mit Gewalt hier niedergerungen und fortgezerrt.'
Wort für Wort sa tena mama kāntena tava putreṇa dhīmatā balād ito viniṣpiṣya vyapakṛṣṭo mahātmanā ‚Er wurde von jenem, meinem Geliebten, deinem weisen, hochherzigen Sohn, mit Gewalt hier niedergerungen und fortgezerrt.' vikarṣantau mahāvegau garjamānau parasparam paśyadhvaṃ yudhi vikrāntāv etau tau nararākṣasau
‚Seht, wie die beiden, von großer Wucht, einander anbrüllend, zerren – dieser Mann und dieser Rākṣasa, beide tapfer im Kampf.'
Wort für Wort vikarṣantau mahāvegau garjamānau parasparam paśyadhvaṃ yudhi vikrāntāv etau tau nararākṣasau ‚Seht, wie die beiden, von großer Wucht, einander anbrüllend, zerren – dieser Mann und dieser Rākṣasa, beide tapfer im Kampf.' vaiśaṃpāyana uvāca tasyāḥ śrutvaiva vacanam utpapāta yudhiṣṭhiraḥ arjuno nakulaś caiva sahadevaś ca vīryavān
Vaiśaṃpāyana sprach: Kaum hatten sie ihr Wort gehört, sprangen Yudhiṣṭhira, Arjuna, Nakula und der tapfere Sahadeva auf.
Wort für Wort vaiśaṃpāyana uvāca tasyāḥ śrutvaiva vacanam utpapāta yudhiṣṭhiraḥ arjuno nakulaś caiva sahadevaś ca vīryavān Vaiśaṃpāyana sprach: Kaum hatten sie ihr Wort gehört, sprangen Yudhiṣṭhira, Arjuna, Nakula und der tapfere Sahadeva auf. tau te dadṛśur āsaktau vikarṣantau parasparam kāṅkṣamāṇau jayaṃ caiva siṃhāv iva raṇotkaṭau
Sie sahen die beiden ineinander verbissen, einander zerrend, nach dem Sieg strebend, wie zwei im Kampf erregte Löwen.
Wort für Wort tau te dadṛśur āsaktau vikarṣantau parasparam kāṅkṣamāṇau jayaṃ caiva siṃhāv iva raṇotkaṭau Sie sahen die beiden ineinander verbissen, einander zerrend, nach dem Sieg strebend, wie zwei im Kampf erregte Löwen. tāv anyonyaṃ samāśliṣya vikarṣantau parasparam dāvāgnidhūmasadṛśaṃ cakratuḥ pārthivaṃ rajaḥ
Die beiden, sich gegenseitig umklammernd und zerrend, wirbelten irdischen Staub auf, dem Rauch eines Waldbrandes gleich.
Wort für Wort tāv anyonyaṃ samāśliṣya vikarṣantau parasparam dāvāgnidhūmasadṛśaṃ cakratuḥ pārthivaṃ rajaḥ Die beiden, sich gegenseitig umklammernd und zerrend, wirbelten irdischen Staub auf, dem Rauch eines Waldbrandes gleich. vasudhāreṇusaṃvītau vasudhādharasaṃnibhau vibhrājetāṃ yathā śailau nīhāreṇābhisaṃvṛtau
Mit Erdstaub bedeckt, den Bergen der Erde gleich, erstrahlten sie wie zwei Berge, in Nebel gehüllt.
Wort für Wort vasudhāreṇusaṃvītau vasudhādharasaṃnibhau vibhrājetāṃ yathā śailau nīhāreṇābhisaṃvṛtau Mit Erdstaub bedeckt, den Bergen der Erde gleich, erstrahlten sie wie zwei Berge, in Nebel gehüllt. rākṣasena tathā bhīmaṃ kliśyamānaṃ nirīkṣya tu uvācedaṃ vacaḥ pārthaḥ prahasañ śanakair iva
Als der Pārtha sah, wie Bhīma so vom Rākṣasa bedrängt wurde, sprach er, leise lachend, dieses Wort:
Wort für Wort rākṣasena tathā bhīmaṃ kliśyamānaṃ nirīkṣya tu uvācedaṃ vacaḥ pārthaḥ prahasañ śanakair iva Als der Pārtha sah, wie Bhīma so vom Rākṣasa bedrängt wurde, sprach er, leise lachend, dieses Wort: bhīma mā bhair mahābāho na tvāṃ budhyāmahe vayam sametaṃ bhīmarūpeṇa prasuptāḥ śramakarśitāḥ
‚Bhīma, fürchte dich nicht, Starkarmiger; wir erkannten nicht, dass du mit dem Furchtgestaltigen rangst, da wir, von Erschöpfung abgezehrt, eingeschlafen waren.'
Wort für Wort bhīma mā bhair mahābāho na tvāṃ budhyāmahe vayam sametaṃ bhīmarūpeṇa prasuptāḥ śramakarśitāḥ ‚Bhīma, fürchte dich nicht, Starkarmiger; wir erkannten nicht, dass du mit dem Furchtgestaltigen rangst, da wir, von Erschöpfung abgezehrt, eingeschlafen waren.' sāhāyye 'smi sthitaḥ pārtha yodhayiṣyāmi rākṣasam nakulaḥ sahadevaś ca mātaraṃ gopayiṣyataḥ
‚Ich stehe bereit zu helfen, Pārtha – ich werde den Rākṣasa bekämpfen; Nakula und Sahadeva sollen die Mutter beschützen.'
Wort für Wort sāhāyye 'smi sthitaḥ pārtha yodhayiṣyāmi rākṣasam nakulaḥ sahadevaś ca mātaraṃ gopayiṣyataḥ ‚Ich stehe bereit zu helfen, Pārtha – ich werde den Rākṣasa bekämpfen; Nakula und Sahadeva sollen die Mutter beschützen.' bhīma uvāca udāsīno nirīkṣasva na kāryaḥ saṃbhramas tvayā na jātv ayaṃ punar jīven madbāhvantaram āgataḥ
Bhīma sprach: ‚Bleib unbeteiligt und sieh nur zu, du brauchst keine Eile zu zeigen; niemals wird dieser, einmal in meine Armumklammerung geraten, wieder lebend entkommen.'
Wort für Wort bhīma uvāca udāsīno nirīkṣasva na kāryaḥ saṃbhramas tvayā na jātv ayaṃ punar jīven madbāhvantaram āgataḥ Bhīma sprach: ‚Bleib unbeteiligt und sieh nur zu, du brauchst keine Eile zu zeigen; niemals wird dieser, einmal in meine Armumklammerung geraten, wieder lebend entkommen.' arjuna uvāca kim anena ciraṃ bhīma jīvatā pāparakṣasā gantavyaṃ na ciraṃ sthātum iha śakyam ariṃdama
Arjuna sprach: ‚Was nützt es, Bhīma, diesen bösen Rākṣasa lange am Leben zu lassen? Wir müssen weiterziehen; hier lange zu verweilen ist nicht möglich, Bezwinger der Feinde.'
Wort für Wort arjuna uvāca kim anena ciraṃ bhīma jīvatā pāparakṣasā gantavyaṃ na ciraṃ sthātum iha śakyam ariṃdama Arjuna sprach: ‚Was nützt es, Bhīma, diesen bösen Rākṣasa lange am Leben zu lassen? Wir müssen weiterziehen; hier lange zu verweilen ist nicht möglich, Bezwinger der Feinde.' purā saṃrajyate prācī purā saṃdhyā pravartate raudre muhūrte rakṣāṃsi prabalāni bhavanti ca
‚Bald färbt sich der Osten, bald beginnt die Dämmerung; zur schrecklichen Stunde der Dämmerung werden die Rākṣasas mächtiger.'
Wort für Wort purā saṃrajyate prācī purā saṃdhyā pravartate raudre muhūrte rakṣāṃsi prabalāni bhavanti ca ‚Bald färbt sich der Osten, bald beginnt die Dämmerung; zur schrecklichen Stunde der Dämmerung werden die Rākṣasas mächtiger.' tvarasva bhīma mā krīḍa jahi rakṣo vibhīṣaṇam purā vikurute māyāṃ bhujayoḥ sāram arpaya
‚Beeile dich, Bhīma, treibe kein Spiel, töte den furchtbaren Rākṣasa, bevor er Zaubertrug anwendet; setze die Kraft deiner Arme ein.'
Wort für Wort tvarasva bhīma mā krīḍa jahi rakṣo vibhīṣaṇam purā vikurute māyāṃ bhujayoḥ sāram arpaya ‚Beeile dich, Bhīma, treibe kein Spiel, töte den furchtbaren Rākṣasa, bevor er Zaubertrug anwendet; setze die Kraft deiner Arme ein.' vaiśaṃpāyana uvāca arjunenaivam uktas tu bhīmo bhīmasya rakṣasaḥ utkṣipyābhrāmayad dehaṃ tūrṇaṃ guṇaśatādhikam
Vaiśaṃpāyana sprach: So von Arjuna angesprochen, hob Bhīma den Leib des furchtbaren Rākṣasa hoch und schleuderte ihn rasch, mit mehr als hundertfacher Kraft, im Kreis herum.
Wort für Wort vaiśaṃpāyana uvāca arjunenaivam uktas tu bhīmo bhīmasya rakṣasaḥ utkṣipyābhrāmayad dehaṃ tūrṇaṃ guṇaśatādhikam Vaiśaṃpāyana sprach: So von Arjuna angesprochen, hob Bhīma den Leib des furchtbaren Rākṣasa hoch und schleuderte ihn rasch, mit mehr als hundertfacher Kraft, im Kreis herum. bhīma uvāca vṛthāmāṃsair vṛthā puṣṭo vṛthā vṛddho vṛthāmatiḥ vṛthāmaraṇam arhas tvaṃ vṛthādya na bhaviṣyasi
Bhīma sprach: ‚Mit nutzlosem Fleisch genährt, nutzlos herangewachsen, von nutzlosem Verstand – ein nutzloses Sterben verdienst du; heute aber wirst du wenigstens nicht mehr nutzlos sein.'
Wort für Wort bhīma uvāca vṛthāmāṃsair vṛthā puṣṭo vṛthā vṛddho vṛthāmatiḥ vṛthāmaraṇam arhas tvaṃ vṛthādya na bhaviṣyasi Bhīma sprach: ‚Mit nutzlosem Fleisch genährt, nutzlos herangewachsen, von nutzlosem Verstand – ein nutzloses Sterben verdienst du; heute aber wirst du wenigstens nicht mehr nutzlos sein.' [Anm.: Wortspiel mit dem mehrfach wiederholten vṛthā (,nutzlos/vergeblich') – Bhīmas letzter Satz meint sinngemäß, dass Hiḍimbas Tod wenigstens Sinn hat, anders als sein bisheriges Leben. [?]
arjuna uvāca atha vā manyase bhāraṃ tvam imaṃ rākṣasaṃ yudhi karomi tava sāhāyyaṃ śīghram eva nihanyatām
Arjuna sprach: ‚Oder, wenn du diesen Rākṣasa im Kampf als Last empfindest, will ich dir helfen – möge er nur rasch getötet werden.'
Wort für Wort arjuna uvāca atha vā manyase bhāraṃ tvam imaṃ rākṣasaṃ yudhi karomi tava sāhāyyaṃ śīghram eva nihanyatām Arjuna sprach: ‚Oder, wenn du diesen Rākṣasa im Kampf als Last empfindest, will ich dir helfen – möge er nur rasch getötet werden.' atha vāpy aham evainaṃ haniṣyāmi vṛkodara kṛtakarmā pariśrāntaḥ sādhu tāvad upārama
‚Oder ich selbst werde ihn töten, Vṛkodara, da du ja bereits viel getan hast und erschöpft bist – ruh dich derweil gut aus.'
Wort für Wort atha vāpy aham evainaṃ haniṣyāmi vṛkodara kṛtakarmā pariśrāntaḥ sādhu tāvad upārama ‚Oder ich selbst werde ihn töten, Vṛkodara, da du ja bereits viel getan hast und erschöpft bist – ruh dich derweil gut aus.' vaiśaṃpāyana uvāca tasya tad vacanaṃ śrutvā bhīmaseno 'tyamarṣaṇaḥ niṣpiṣyainaṃ balād bhūmau paśumāram amārayat
Vaiśaṃpāyana sprach: Als Bhīmasena dieses Wort hörte, von großem Unwillen erfasst, zermalmte er ihn mit Gewalt auf dem Boden und tötete ihn, wie man ein Opfertier tötet.
Wort für Wort vaiśaṃpāyana uvāca tasya tad vacanaṃ śrutvā bhīmaseno 'tyamarṣaṇaḥ niṣpiṣyainaṃ balād bhūmau paśumāram amārayat Vaiśaṃpāyana sprach: Als Bhīmasena dieses Wort hörte, von großem Unwillen erfasst, zermalmte er ihn mit Gewalt auf dem Boden und tötete ihn, wie man ein Opfertier tötet. sa māryamāṇo bhīmena nanāda vipulaṃ svanam pūrayaṃs tad vanaṃ sarvaṃ jalārdra iva dundubhiḥ
Er, von Bhīma getötet werdend, stieß einen gewaltigen Schrei aus, der den ganzen Wald erfüllte, wie eine befeuchtete Kriegstrommel.
Wort für Wort sa māryamāṇo bhīmena nanāda vipulaṃ svanam pūrayaṃs tad vanaṃ sarvaṃ jalārdra iva dundubhiḥ Er, von Bhīma getötet werdend, stieß einen gewaltigen Schrei aus, der den ganzen Wald erfüllte, wie eine befeuchtete Kriegstrommel. bhujābhyāṃ yoktrayitvā taṃ balavān pāṇḍunandanaḥ madhye bhaṅktvā sa balavān harṣayām āsa pāṇḍavān
Der kraftvolle Sohn Pāṇḍus band ihn mit seinen Armen fest, brach ihn in der Mitte entzwei und erfreute so, der Kraftvolle, die Pāṇḍavas.
Wort für Wort bhujābhyāṃ yoktrayitvā taṃ balavān pāṇḍunandanaḥ madhye bhaṅktvā sa balavān harṣayām āsa pāṇḍavān Der kraftvolle Sohn Pāṇḍus band ihn mit seinen Armen fest, brach ihn in der Mitte entzwei und erfreute so, der Kraftvolle, die Pāṇḍavas. hiḍimbaṃ nihataṃ dṛṣṭvā saṃhṛṣṭās te tarasvinaḥ apūjayan naravyāghraṃ bhīmasenam ariṃdamam
Als sie Hiḍimba erschlagen sahen, hoch erfreut, priesen jene Tatkräftigen den tigergleichen Bhīmasena, den Bezwinger der Feinde.
Wort für Wort hiḍimbaṃ nihataṃ dṛṣṭvā saṃhṛṣṭās te tarasvinaḥ apūjayan naravyāghraṃ bhīmasenam ariṃdamam Als sie Hiḍimba erschlagen sahen, hoch erfreut, priesen jene Tatkräftigen den tigergleichen Bhīmasena, den Bezwinger der Feinde. abhipūjya mahātmānaṃ bhīmaṃ bhīmaparākramam punar evārjuno vākyam uvācedaṃ vṛkodaram
Nachdem sie den hochherzigen Bhīma von furchtbarer Tatkraft gepriesen hatten, sprach Arjuna wiederum dieses Wort zu Vṛkodara:
Wort für Wort abhipūjya mahātmānaṃ bhīmaṃ bhīmaparākramam punar evārjuno vākyam uvācedaṃ vṛkodaram Nachdem sie den hochherzigen Bhīma von furchtbarer Tatkraft gepriesen hatten, sprach Arjuna wiederum dieses Wort zu Vṛkodara: nadūre nagaraṃ manye vanād asmād ahaṃ prabho śīghraṃ gacchāma bhadraṃ te na no vidyāt suyodhanaḥ
‚Nicht weit von diesem Wald, denke ich, o Herr, liegt eine Stadt; lasst uns rasch gehen, Heil dir – Suyodhana soll uns nicht ausfindig machen.'
Wort für Wort nadūre nagaraṃ manye vanād asmād ahaṃ prabho śīghraṃ gacchāma bhadraṃ te na no vidyāt suyodhanaḥ ‚Nicht weit von diesem Wald, denke ich, o Herr, liegt eine Stadt; lasst uns rasch gehen, Heil dir – Suyodhana soll uns nicht ausfindig machen.' tataḥ sarve tathety uktvā saha mātrā paraṃtapāḥ prayayuḥ puruṣavyāghrā hiḍimbā caiva rākṣasī
Darauf, ‚So sei es' sprechend, zogen alle, die Bezwinger der Feinde, samt der Mutter fort, die tigergleichen Männer, und auch die Rākṣasī Hiḍimbā.
Wort für Wort tataḥ sarve tathety uktvā saha mātrā paraṃtapāḥ prayayuḥ puruṣavyāghrā hiḍimbā caiva rākṣasī Darauf, ‚So sei es' sprechend, zogen alle, die Bezwinger der Feinde, samt der Mutter fort, die tigergleichen Männer, und auch die Rākṣasī Hiḍimbā.
Dieses Kapitel in der Leseansicht
← Kapitel 141 Kapitel 143 →