Kapitel 81: Yayāti-Svargārohaṇam
Yayātis Himmelfahrt und Sturz
Yayāti übergibt Pūru die Herrschaft, siedelt seine anderen Söhne an den Reichsgrenzen an und übt im Wald extreme Askesestufen (Wasser-, Luft-, Fünf-Feuer-Askese, Einbein-Stand), bis er in den Himmel eingeht. Nach einiger Zeit wird er von Indra wieder herabgestürzt, bleibt aber, ohne die Erde zu erreichen, in der Zwischenluft stehen und begegnet dort den Königen Vasumat, Aṣṭaka, Pratardana und Śibi, bevor er - wie die Überlieferung berichtet - erneut in den Himmel gelangt. Janamejaya bittet um die Fortsetzung dieser Geschichte.
Vaiśaṃpāyana sprach: »So salbte König Yayāti, der Sohn des Nahuṣa, seinen gewünschten Sohn im Königreich und wurde freudig ein Waldeinsiedler, ein Weiser.
Vaiśaṃpāyana sprach: »So salbte König Yayāti, der Sohn des Nahuṣa, seinen gewünschten Sohn im Königreich und wurde freudig ein Waldeinsiedler, ein Weiser.
uṣitvā ca vane vāsaṃ brāhmaṇaiḥ saha saṃśritaḥ phalamūlāśano dānto yathā svargam ito gataḥ
Und nachdem er im Wald gewohnt hatte, bei den Brahmanen Zuflucht nehmend, von Früchten und Wurzeln lebend, selbstbeherrscht, ging er von hier in den Himmel ein.
Wort für Wort
uṣitvā ca vane vāsaṃ brāhmaṇaiḥ saha saṃśritaḥ phalamūlāśano dānto yathā svargam ito gataḥ
Und nachdem er im Wald gewohnt hatte, bei den Brahmanen Zuflucht nehmend, von Früchten und Wurzeln lebend, selbstbeherrscht, ging er von hier in den Himmel ein.
Er, in jene Wohnstatt der Götter gegangen, dort wohnend, glücklich in Freude - nach nicht allzu langer Zeit wurde er von Śakra (Indra) wieder hinabgestürzt.
Er, in jene Wohnstatt der Götter gegangen, dort wohnend, glücklich in Freude - nach nicht allzu langer Zeit wurde er von Śakra (Indra) wieder hinabgestürzt.
tata eva punaś cāpi gataḥ svargam iti śrutiḥ rājñā vasumatā sārdham aṣṭakena ca vīryavān pratardanena śibinā sametya kila saṃsadi
Und von dort aus ging er wiederum in den Himmel ein - so lautet die Überlieferung -, nachdem er, der Tatkräftige, mit den Königen Vasumat, Aṣṭaka, Pratardana und Śibi in einer Versammlung zusammengetroffen war.
Wort für Wort
tata eva punaś cāpi gataḥ svargam iti śrutiḥ rājñā vasumatā sārdham aṣṭakena ca vīryavān pratardanena śibinā sametya kila saṃsadi
Und von dort aus ging er wiederum in den Himmel ein - so lautet die Überlieferung -, nachdem er, der Tatkräftige, mit den Königen Vasumat, Aṣṭaka, Pratardana und Śibi in einer Versammlung zusammengetroffen war.
Janamejaya sprach: ›Durch welche Tat gelangte dieser Herr der Erde wieder in den Himmel? All dies möchte ich vollständig und wahrheitsgemäß hören, wie es von dir, o Weiser, in Gegenwart der Schar der Weisen erzählt wird.‹
Janamejaya sprach: ›Durch welche Tat gelangte dieser Herr der Erde wieder in den Himmel? All dies möchte ich vollständig und wahrheitsgemäß hören, wie es von dir, o Weiser, in Gegenwart der Schar der Weisen erzählt wird.‹
devarājasamo hy āsīd yayātiḥ pṛthivīpatiḥ vardhanaḥ kuruvaṃśasya vibhāvasusamadyutiḥ
Denn Yayāti, der Herr der Erde, war dem Götterkönig gleich, der Mehrer des Kuru-Geschlechts, an Glanz dem Feuergott Vibhāvasu gleich.
Wort für Wort
devarājasamo hy āsīd yayātiḥ pṛthivīpatiḥ vardhanaḥ kuruvaṃśasya vibhāvasusamadyutiḥ
Denn Yayāti, der Herr der Erde, war dem Götterkönig gleich, der Mehrer des Kuru-Geschlechts, an Glanz dem Feuergott Vibhāvasu gleich.
[Anm.: Die Bezeichnung 'Mehrer des Kuru-Geschlechts' ist proleptisch - das Kuru-Geschlecht als solches wird erst über spätere Nachkommen Pūrus entstehen; hier bereits vorausblickend gebraucht, da Vaiśampāyana zu Janamejaya spricht, einem Nachfahren.
tasya vistīrṇayaśasaḥ satyakīrter mahātmanaḥ caritaṃ śrotum icchāmi divi ceha ca sarvaśaḥ
Von ihm, dessen Ruhm weit verbreitet, dessen Ruf wahrhaftig ist, dem Hochgesinnten - seine Taten, im Himmel wie hier auf Erden, möchte ich in allem hören.‹
Wort für Wort
tasya vistīrṇayaśasaḥ satyakīrter mahātmanaḥ caritaṃ śrotum icchāmi divi ceha ca sarvaśaḥ
Von ihm, dessen Ruhm weit verbreitet, dessen Ruf wahrhaftig ist, dem Hochgesinnten - seine Taten, im Himmel wie hier auf Erden, möchte ich in allem hören.‹
anteṣu sa vinikṣipya putrān yadupurogamān phalamūlāśano rājā vane saṃnyavasac ciram
Nachdem er seine Söhne, angeführt von Yadu, an den Grenzen des Reiches angesiedelt hatte, wohnte der König lange im Wald, von Früchten und Wurzeln lebend,
Wort für Wort
anteṣu sa vinikṣipya putrān yadupurogamān phalamūlāśano rājā vane saṃnyavasac ciram
Nachdem er seine Söhne, angeführt von Yadu, an den Grenzen des Reiches angesiedelt hatte, wohnte der König lange im Wald, von Früchten und Wurzeln lebend,
Und sechs Monate lang stand er auf einem Bein, nur von Luft lebend; er, von verdienstvollem Ruhm, ging dann in den Himmel ein, Himmel und Erde mit seinem Ruhm erfüllend.«
Und sechs Monate lang stand er auf einem Bein, nur von Luft lebend; er, von verdienstvollem Ruhm, ging dann in den Himmel ein, Himmel und Erde mit seinem Ruhm erfüllend.«