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Mahābhārata · Ādiparva

Kapitel 7: Pauloma-parva (Abschluss): Agnis Verteidigung und die Aufhebung des Fluchs Pauloma-parva (Abschluss): Agnis Verteidigungsrede, sein Rückzug aus den Riten und Brahmās vermittelnde Lösung — (Kritische Ausgabe, BORI/Poona)

Übersetzt aus der kritischen Ausgabe (Bhandarkar Oriental Research Institute, Poona; lokale GRETIL-Unicode-Transkription, Datei mbh_01_u.htm, Verse „01,007.001“ bis „01,007.026“). Abschluss der Pulomā-Rahmenepisode: der von Bhṛgu verfluchte Agni verteidigt sich (ein Zeuge, der befragt die Wahrheit sagt, handelt nicht unrecht) und erläutert seine zentrale rituelle Funktion als „Mund der Götter und Ahnen“; aus Kummer über den Fluch zieht er sich aus allen Opferhandlungen zurück, worauf die Welt in Unordnung gerät. Weise und Götter wenden sich an Brahmā, der Agni beschwichtigt: nur die beim Opfer wirksamen Flammenspitzen, nicht sein ganzes Wesen, werden „alles verzehren“ — und dies rein, wie Sonnenlicht reinigt, wodurch der Fluch mit Agnis eigener Glut zur (eingeschränkten) Wahrheit gemacht wird, ohne seine Opferwürde zu zerstören. Damit endet die aitiologische Pulomā-/Agni-Episode (Adhyāya 5–7) als abgeschlossene Einzelerzählung. Wort-für-Wort-Gliederung wie bei den vorigen kritischen Kapiteln: ein Chunk pro Vers-Einheit.

sūta uvāca | śaptas tu bhṛguṇā vahniḥ kruddho vākyam athābravīt | kim idaṃ sāhasaṃ brahman kṛtavān asi sāṃpratam

Sūta sprach: Verflucht aber von Bhṛgu, sprach das Feuer zornig die Worte: „Was für eine Gewalttat hast du da eben begangen, o Brahmane?

Wort für Wort
sūta uvāca | śaptas tu bhṛguṇā vahniḥ kruddho vākyam athābravīt | kim idaṃ sāhasaṃ brahman kṛtavān asi sāṃpratam
Sūta sprach: Verflucht aber von Bhṛgu, sprach das Feuer zornig die Worte: „Was für eine Gewalttat hast du da eben begangen, o Brahmane?

dharme prayatamānasya satyaṃ ca vadataḥ samam | pṛṣṭo yad abruvaṃ satyaṃ vyabhicāro 'tra ko mama

Für einen, der sich um Rechtschaffenheit bemüht und stets die Wahrheit spricht: worin liegt mein Fehlverhalten, dass ich, befragt, die Wahrheit sagte?

Wort für Wort
dharme prayatamānasya satyaṃ ca vadataḥ samam | pṛṣṭo yad abruvaṃ satyaṃ vyabhicāro 'tra ko mama
Für einen, der sich um Rechtschaffenheit bemüht und stets die Wahrheit spricht: worin liegt mein Fehlverhalten, dass ich, befragt, die Wahrheit sagte?

pṛṣṭo hi sākṣī yaḥ sākṣyaṃ jānamāno 'nyathā vadet | sa pūrvān ātmanaḥ sapta kule hanyāt tathā parān

Denn ein Zeuge, der, befragt, das Zeugnis wissend anders aussagt, der tötet sieben Vorfahren seiner selbst im Geschlecht, ebenso sieben Nachkommen.

Wort für Wort
pṛṣṭo hi sākṣī yaḥ sākṣyaṃ jānamāno 'nyathā vadet | sa pūrvān ātmanaḥ sapta kule hanyāt tathā parān
Denn ein Zeuge, der, befragt, das Zeugnis wissend anders aussagt, der tötet sieben Vorfahren seiner selbst im Geschlecht, ebenso sieben Nachkommen.

yaś ca kāryārthatattvajño jānamāno na bhāṣate | so 'pi tenaiva pāpena lipyate nātra saṃśayaḥ

Und wer die Wahrheit einer Sache kennt und, obwohl wissend, nicht spricht, der wird ebenfalls mit derselben Sünde befleckt – daran ist kein Zweifel.

Wort für Wort
yaś ca kāryārthatattvajño jānamāno na bhāṣate | so 'pi tenaiva pāpena lipyate nātra saṃśayaḥ
Und wer die Wahrheit einer Sache kennt und, obwohl wissend, nicht spricht, der wird ebenfalls mit derselben Sünde befleckt – daran ist kein Zweifel.

śakto 'ham api śaptuṃ tvāṃ mānyās tu brāhmaṇā mama | jānato 'pi ca te vyaktaṃ kathayiṣye nibodha tat

Auch ich wäre imstande, dich zu verfluchen, doch die Brahmanen sind mir verehrungswürdig. Obwohl du es weißt, will ich es dir dennoch deutlich erklären; vernimm dies:

Wort für Wort
śakto 'ham api śaptuṃ tvāṃ mānyās tu brāhmaṇā mama | jānato 'pi ca te vyaktaṃ kathayiṣye nibodha tat
Auch ich wäre imstande, dich zu verfluchen, doch die Brahmanen sind mir verehrungswürdig. Obwohl du es weißt, will ich es dir dennoch deutlich erklären; vernimm dies:

yogena bahudhātmānaṃ kṛtvā tiṣṭhāmi mūrtiṣu | agnihotreṣu satreṣu kriyāsv atha makheṣu ca

Durch meine Macht mache ich mich vielfach und weile in vielen Gestalten – bei den Agnihotra-Opfern, bei den Satra-Opfern, bei den Riten und auch bei den Opferfesten.

Wort für Wort
yogena bahudhātmānaṃ kṛtvā tiṣṭhāmi mūrtiṣu | agnihotreṣu satreṣu kriyāsv atha makheṣu ca
Durch meine Macht mache ich mich vielfach und weile in vielen Gestalten – bei den Agnihotra-Opfern, bei den Satra-Opfern, bei den Riten und auch bei den Opferfesten.

vedoktena vidhānena mayi yad dhūyate haviḥ | devatāḥ pitaraś caiva tena tṛptā bhavanti vai

Durch die im Veda vorgeschriebene Ordnung: was mir als Opferspende dargebracht wird, dadurch werden fürwahr die Götter und die Ahnen gesättigt.

Wort für Wort
vedoktena vidhānena mayi yad dhūyate haviḥ | devatāḥ pitaraś caiva tena tṛptā bhavanti vai
Durch die im Veda vorgeschriebene Ordnung: was mir als Opferspende dargebracht wird, dadurch werden fürwahr die Götter und die Ahnen gesättigt.

āpo devagaṇāḥ sarve āpaḥ pitṛgaṇās tathā | darśaś ca paurṇamāsaś ca devānāṃ pitṛbhiḥ saha

Die Gewässer sind alle Götterscharen, die Gewässer ebenso die Ahnenscharen; und das Neumonds- und das Vollmondsopfer gehören den Göttern zusammen mit den Ahnen.

Wort für Wort
āpo devagaṇāḥ sarve āpaḥ pitṛgaṇās tathā | darśaś ca paurṇamāsaś ca devānāṃ pitṛbhiḥ saha
Die Gewässer sind alle Götterscharen, die Gewässer ebenso die Ahnenscharen; und das Neumonds- und das Vollmondsopfer gehören den Göttern zusammen mit den Ahnen.

[Anm.: Die Gleichsetzung „die Gewässer sind die Götter/Ahnen“ (āpo devagaṇāḥ) ist eine knapp formulierte, esoterische Identifikation, wie sie in brahmanischer Ritualspekulation üblich ist; sie wird hier wörtlich wiedergegeben, ohne interpretierend aufzulösen.]

devatāḥ pitaras tasmāt pitaraś cāpi devatāḥ | ekībhūtāś ca pūjyante pṛthaktvena ca parvasu

Daher sind die Götter zugleich die Ahnen, und die Ahnen auch die Götter; vereint werden sie verehrt, und auch getrennt, an den Festtagen.

Wort für Wort
devatāḥ pitaras tasmāt pitaraś cāpi devatāḥ | ekībhūtāś ca pūjyante pṛthaktvena ca parvasu
Daher sind die Götter zugleich die Ahnen, und die Ahnen auch die Götter; vereint werden sie verehrt, und auch getrennt, an den Festtagen.

devatāḥ pitaraś caiva juhvate mayi yat sadā | tridaśānāṃ pitṝṇāṃ ca mukham evam ahaṃ smṛtaḥ

Weil den Göttern und auch den Ahnen stets in mir geopfert wird, gelte ich so als der Mund der Dreißig-Götter und der Ahnen.

Wort für Wort
devatāḥ pitaraś caiva juhvate mayi yat sadā | tridaśānāṃ pitṝṇāṃ ca mukham evam ahaṃ smṛtaḥ
Weil den Göttern und auch den Ahnen stets in mir geopfert wird, gelte ich so als der Mund der Dreißig-Götter und der Ahnen.

amāvāsyāṃ ca pitaraḥ paurṇamāsyāṃ ca devatāḥ | manmukhenaiva hūyante bhuñjate ca hutaṃ haviḥ | sarvabhakṣaḥ kathaṃ teṣāṃ bhaviṣyāmi mukhaṃ tv aham

Am Neumondstag werden den Ahnen, am Vollmondstag den Göttern die Opfer eben durch meinen Mund dargebracht, und sie genießen die geopferte Opferspende. Wie soll ich, ein Allesfresser geworden, ihr Mund sein können?“

Wort für Wort
amāvāsyāṃ ca pitaraḥ paurṇamāsyāṃ ca devatāḥ | manmukhenaiva hūyante bhuñjate ca hutaṃ haviḥ | sarvabhakṣaḥ kathaṃ teṣāṃ bhaviṣyāmi mukhaṃ tv aham
Am Neumondstag werden den Ahnen, am Vollmondstag den Göttern die Opfer eben durch meinen Mund dargebracht, und sie genießen die geopferte Opferspende. Wie soll ich, ein Allesfresser geworden, ihr Mund sein können?“

cintayitvā tato vahniś cakre saṃhāram ātmanaḥ | dvijānām agnihotreṣu yajñasatrakriyāsu ca

Nachdem er so nachgedacht hatte, zog sich das Feuer da selbst zurück – aus den Agnihotra-Opfern der Zweifachgeborenen und aus den Opfer-, Satra- und Ritualhandlungen.

Wort für Wort
cintayitvā tato vahniś cakre saṃhāram ātmanaḥ | dvijānām agnihotreṣu yajñasatrakriyāsu ca
Nachdem er so nachgedacht hatte, zog sich das Feuer da selbst zurück – aus den Agnihotra-Opfern der Zweifachgeborenen und aus den Opfer-, Satra- und Ritualhandlungen.

niroṃkāravaṣaṭkārāḥ svadhāsvāhāvivarjitāḥ | vināgninā prajāḥ sarvās tata āsan suduḥkhitāḥ

Ohne die Om-Laute und Vaṣaṭ-Rufe, beraubt der Svadhā- und Svāhā-Rufe, gerieten daraufhin, ohne Feuer, alle Geschöpfe in großes Leid.

Wort für Wort
niroṃkāravaṣaṭkārāḥ svadhāsvāhāvivarjitāḥ | vināgninā prajāḥ sarvās tata āsan suduḥkhitāḥ
Ohne die Om-Laute und Vaṣaṭ-Rufe, beraubt der Svadhā- und Svāhā-Rufe, gerieten daraufhin, ohne Feuer, alle Geschöpfe in großes Leid.

atharṣayaḥ samudvignā devān gatvābruvan vacaḥ | agnināśāt kriyābhraṃśād bhrāntā lokās trayo 'naghāḥ | vidhadhvam atra yat kāryaṃ na syāt kālātyayo yathā

Da gingen die Weisen, bestürzt, zu den Göttern und sprachen die Worte: „Durch das Verschwinden Agnis, durch den Verfall der Riten sind die drei makellosen Welten in Verwirrung geraten; ordnet hier an, was zu tun ist, damit kein Verzug entstehe.“

Wort für Wort
atharṣayaḥ samudvignā devān gatvābruvan vacaḥ | agnināśāt kriyābhraṃśād bhrāntā lokās trayo 'naghāḥ | vidhadhvam atra yat kāryaṃ na syāt kālātyayo yathā
Da gingen die Weisen, bestürzt, zu den Göttern und sprachen die Worte: „Durch das Verschwinden Agnis, durch den Verfall der Riten sind die drei makellosen Welten in Verwirrung geraten; ordnet hier an, was zu tun ist, damit kein Verzug entstehe.“

atharṣayaś ca devāś ca brahmāṇam upagamya tu | agner āvedayañ śāpaṃ kriyāsaṃhāram eva ca

Da gingen die Weisen und die Götter zu Brahmā und meldeten ihm Agnis Fluch sowie den Rückzug Agnis von den Riten.

Wort für Wort
atharṣayaś ca devāś ca brahmāṇam upagamya tu | agner āvedayañ śāpaṃ kriyāsaṃhāram eva ca
Da gingen die Weisen und die Götter zu Brahmā und meldeten ihm Agnis Fluch sowie den Rückzug Agnis von den Riten.

bhṛguṇā vai mahābhāga śapto 'gniḥ kāraṇāntare | kathaṃ devamukho bhūtvā yajñabhāgāgrabhuk tathā | hutabhuk sarvalokeṣu sarvabhakṣatvam eṣyati

„Von Bhṛgu, o Hochgesegneter, wurde Agni aus einem anderen Anlass verflucht: wie soll er, der der Mund der Götter ist und der Erste im Genuss der Opferanteile, der Opferverzehrer, in allen Welten zum Allesfresser werden?“

Wort für Wort
bhṛguṇā vai mahābhāga śapto 'gniḥ kāraṇāntare | kathaṃ devamukho bhūtvā yajñabhāgāgrabhuk tathā | hutabhuk sarvalokeṣu sarvabhakṣatvam eṣyati
„Von Bhṛgu, o Hochgesegneter, wurde Agni aus einem anderen Anlass verflucht: wie soll er, der der Mund der Götter ist und der Erste im Genuss der Opferanteile, der Opferverzehrer, in allen Welten zum Allesfresser werden?“

śrutvā tu tad vacas teṣām agnim āhūya lokakṛt | uvāca vacanaṃ ślakṣṇaṃ bhūtabhāvanam avyayam

Als er aber deren Wort gehört hatte, rief der Weltenschöpfer den Agni herbei und sprach sanfte Worte zu dem unvergänglichen Erzeuger der Wesen:

Wort für Wort
śrutvā tu tad vacas teṣām agnim āhūya lokakṛt | uvāca vacanaṃ ślakṣṇaṃ bhūtabhāvanam avyayam
Als er aber deren Wort gehört hatte, rief der Weltenschöpfer den Agni herbei und sprach sanfte Worte zu dem unvergänglichen Erzeuger der Wesen:

lokānām iha sarveṣāṃ tvaṃ kartā cānta eva ca | tvaṃ dhārayasi lokāṃs trīn kriyāṇāṃ ca pravartakaḥ | sa tathā kuru lokeśa nocchidyeran kriyā yathā

„Du bist hier der Schöpfer aller Welten und auch ihr Ende; du trägst die drei Welten und bist der Anreger der Riten. So handle denn, Herr der Welten, dass die Riten nicht unterbrochen werden.“

Wort für Wort
lokānām iha sarveṣāṃ tvaṃ kartā cānta eva ca | tvaṃ dhārayasi lokāṃs trīn kriyāṇāṃ ca pravartakaḥ | sa tathā kuru lokeśa nocchidyeran kriyā yathā
„Du bist hier der Schöpfer aller Welten und auch ihr Ende; du trägst die drei Welten und bist der Anreger der Riten. So handle denn, Herr der Welten, dass die Riten nicht unterbrochen werden.“

kasmād evaṃ vimūḍhas tvam īśvaraḥ san hutāśanaḥ | tvaṃ pavitraṃ yadā loke sarvabhūtagataś ca ha

„Warum bist du so verwirrt, obwohl du, der Opferverzehrer, doch ein Gebieter bist? Da du doch das Reinigende in der Welt bist und in allen Wesen gegenwärtig,

Wort für Wort
kasmād evaṃ vimūḍhas tvam īśvaraḥ san hutāśanaḥ | tvaṃ pavitraṃ yadā loke sarvabhūtagataś ca ha
„Warum bist du so verwirrt, obwohl du, der Opferverzehrer, doch ein Gebieter bist? Da du doch das Reinigende in der Welt bist und in allen Wesen gegenwärtig,

na tvaṃ sarvaśarīreṇa sarvabhakṣatvam eṣyasi | upādāne 'rciṣo yās te sarvaṃ dhakṣyanti tāḥ śikhin

wirst du nicht mit deinem ganzen Wesen zum Allesfresser werden; nur jene Flammen von dir, o Flammenhaariger, die beim Ergreifen der Opfergabe wirken, werden alles verbrennen.

Wort für Wort
na tvaṃ sarvaśarīreṇa sarvabhakṣatvam eṣyasi | upādāne 'rciṣo yās te sarvaṃ dhakṣyanti tāḥ śikhin
wirst du nicht mit deinem ganzen Wesen zum Allesfresser werden; nur jene Flammen von dir, o Flammenhaariger, die beim Ergreifen der Opfergabe wirken, werden alles verbrennen.

yathā sūryāṃśubhiḥ spṛṣṭaṃ sarvaṃ śuci vibhāvyate | tathā tvadarcirnirdagdhaṃ sarvaṃ śuci bhaviṣyati

So wie alles, was von den Sonnenstrahlen berührt wird, als rein erwiesen wird, so wird alles, was von deiner Flamme verbrannt ist, rein werden.

Wort für Wort
yathā sūryāṃśubhiḥ spṛṣṭaṃ sarvaṃ śuci vibhāvyate | tathā tvadarcirnirdagdhaṃ sarvaṃ śuci bhaviṣyati
So wie alles, was von den Sonnenstrahlen berührt wird, als rein erwiesen wird, so wird alles, was von deiner Flamme verbrannt ist, rein werden.

tad agne tvaṃ mahat tejaḥ svaprabhāvād vinirgatam | svatejasaiva taṃ śāpaṃ kuru satyam ṛṣer vibho | devānāṃ cātmano bhāgaṃ gṛhāṇa tvaṃ mukhe hutam

Darum, Agni, mache jenen Fluch, der aus deiner eigenen großen Macht hervorgegangen ist, allein durch deine eigene Glut zur Wahrheit für den Weisen, o Herr, und empfange du selbst weiterhin den Anteil, der den Göttern in deinem Mund geopfert wird.“

Wort für Wort
tad agne tvaṃ mahat tejaḥ svaprabhāvād vinirgatam | svatejasaiva taṃ śāpaṃ kuru satyam ṛṣer vibho | devānāṃ cātmano bhāgaṃ gṛhāṇa tvaṃ mukhe hutam
Darum, Agni, mache jenen Fluch, der aus deiner eigenen großen Macht hervorgegangen ist, allein durch deine eigene Glut zur Wahrheit für den Weisen, o Herr, und empfange du selbst weiterhin den Anteil, der den Göttern in deinem Mund geopfert wird.“

evam astv iti taṃ vahniḥ pratyuvāca pitāmaham | jagāma śāsanaṃ kartuṃ devasya parameṣṭhinaḥ

„So sei es“, erwiderte das Feuer dem Großvater, und ging fort, um den Befehl des höchststehenden Gottes zu erfüllen.

Wort für Wort
evam astv iti taṃ vahniḥ pratyuvāca pitāmaham | jagāma śāsanaṃ kartuṃ devasya parameṣṭhinaḥ
„So sei es“, erwiderte das Feuer dem Großvater, und ging fort, um den Befehl des höchststehenden Gottes zu erfüllen.

devarṣayaś ca muditās tato jagmur yathāgatam | ṛṣayaś ca yathāpūrvaṃ kriyāḥ sarvāḥ pracakrire

Die Götterweisen aber gingen erfreut zurück, woher sie gekommen waren, und die Weisen vollzogen wieder wie zuvor alle Riten.

Wort für Wort
devarṣayaś ca muditās tato jagmur yathāgatam | ṛṣayaś ca yathāpūrvaṃ kriyāḥ sarvāḥ pracakrire
Die Götterweisen aber gingen erfreut zurück, woher sie gekommen waren, und die Weisen vollzogen wieder wie zuvor alle Riten.

divi devā mumudire bhūtasaṃghāś ca laukikāḥ | agniś ca paramāṃ prītim avāpa hatakalmaṣaḥ

Im Himmel freuten sich die Götter, und ebenso die weltlichen Wesenscharen; und Agni erlangte höchste Freude, seiner Sünde entledigt.

Wort für Wort
divi devā mumudire bhūtasaṃghāś ca laukikāḥ | agniś ca paramāṃ prītim avāpa hatakalmaṣaḥ
Im Himmel freuten sich die Götter, und ebenso die weltlichen Wesenscharen; und Agni erlangte höchste Freude, seiner Sünde entledigt.

evam eṣa purāvṛtta itihāso 'gniśāpajaḥ | pulomasya vināśaś ca cyavanasya ca saṃbhavaḥ

So ist dies die alte Geschichte, aus Agnis Fluch entstanden – der Untergang des Rakṣas Puloma und die Geburt Cyavanas.

Wort für Wort
evam eṣa purāvṛtta itihāso 'gniśāpajaḥ | pulomasya vināśaś ca cyavanasya ca saṃbhavaḥ
So ist dies die alte Geschichte, aus Agnis Fluch entstanden – der Untergang des Rakṣas Puloma und die Geburt Cyavanas.

[Anm.: Hiermit endet die Pulomā-Episode als abgeschlossene Rahmenerzählung (Adhyāya 5–7). Adhyāya 8 wendet sich, nach dem Muster der Vaṃśānucarita-Technik des Epos, Cyavanas eigener weiterer Geschichte (seiner Vermählung mit Ruru, s. bereits genealogisch in Adhyāya 5) bzw. der Fortsetzung der Bhārgava-Linie und schließlich der eigentlichen Vorgeschichte des Schlangenopfers (Āstīka-Erzählung) zu.]

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