Kapitel 164: Vasiṣṭhamāhātmyam
Die Größe des Vasiṣṭha
Arjuna, hocherfreut über die Erzählung, erkundigt sich beim Gandharva nach dem Ṛṣi Vasiṣṭha, dem Hauspriester seiner Vorfahren. Der Gandharva preist Vasiṣṭhas durch Askese vollendete Selbstbeherrschung (Bezwingung von Begierde und Zorn), seine Gewaltlosigkeit trotz des Konflikts mit Viśvāmitra und des Verlusts seiner Söhne, und wie die Ikṣvāku-Könige durch ihn als Hauspriester die Erde gewannen. Die Erzählung schließt mit einer erneuten Mahnung, stets einen tugendhaften Hauspriester zu haben.
vaiśaṃpāyana uvāca sa gandharvavacaḥ śrutvā tat tadā bharatarṣabha arjunaḥ parayā prītyā pūrṇacandra ivābabhau
Vaiśampāyana sprach: ‚Nachdem er jene Worte des Gandharva vernommen hatte, o Stier der Bharatas, erstrahlte Arjuna damals in höchster Freude wie der Vollmond.'
Wort für Wort
vaiśaṃpāyana uvāca sa gandharvavacaḥ śrutvā tat tadā bharatarṣabha arjunaḥ parayā prītyā pūrṇacandra ivābabhau
Vaiśampāyana sprach: ‚Nachdem er jene Worte des Gandharva vernommen hatte, o Stier der Bharatas, erstrahlte Arjuna damals in höchster Freude wie der Vollmond.'
Der Gandharva sprach: ‚Er, dessen beiden Füße jene beiden – Begierde und Zorn, die durch Askese für immer bezwungen wurden, unbesiegbar selbst für die Unsterblichen – massierten.'
Der Gandharva sprach: ‚Er, dessen beiden Füße jene beiden – Begierde und Zorn, die durch Askese für immer bezwungen wurden, unbesiegbar selbst für die Unsterblichen – massierten.'
mṛtāṃś ca punar āhartuṃ yaḥ sa putrān yamakṣayāt kṛtāntaṃ nāticakrāma velām iva mahodadhiḥ
‚Und er, der, obwohl fähig, seine toten Söhne aus Yamas Reich zurückzuholen, das Ende nicht überschritt, wie der große Ozean nicht sein Ufer überschreitet.'
Wort für Wort
mṛtāṃś ca punar āhartuṃ yaḥ sa putrān yamakṣayāt kṛtāntaṃ nāticakrāma velām iva mahodadhiḥ
‚Und er, der, obwohl fähig, seine toten Söhne aus Yamas Reich zurückzuholen, das Ende nicht überschritt, wie der große Ozean nicht sein Ufer überschreitet.'
purohitavaraṃ prāpya vasiṣṭham ṛṣisattamam ījire kratubhiś cāpi nṛpās te kurunandana
‚Nachdem sie Vasiṣṭha, den besten der Ṛṣis, als vorzüglichsten Hauspriester erlangt hatten, opferten jene Könige auch mit großen Opferriten, o Freude der Kurus.'
Wort für Wort
purohitavaraṃ prāpya vasiṣṭham ṛṣisattamam ījire kratubhiś cāpi nṛpās te kurunandana
‚Nachdem sie Vasiṣṭha, den besten der Ṛṣis, als vorzüglichsten Hauspriester erlangt hatten, opferten jene Könige auch mit großen Opferriten, o Freude der Kurus.'
‚Deshalb soll man sich für einen Hauspriester entscheiden, der vor allem dem Recht zugetan, kundig in vedischem Recht, begehrt und ein tugendhafter Brahmane ist.'
‚Deshalb soll man sich für einen Hauspriester entscheiden, der vor allem dem Recht zugetan, kundig in vedischem Recht, begehrt und ein tugendhafter Brahmane ist.'
‚Denn von einem als Kṣatriya Geborenen, der die Erde erobern will, muss zuvor, o Pārtha, zum Wachstum des Königreichs ein Hauspriester eingesetzt werden.'
‚Denn von einem als Kṣatriya Geborenen, der die Erde erobern will, muss zuvor, o Pārtha, zum Wachstum des Königreichs ein Hauspriester eingesetzt werden.'
‚Von einem König, der die Erde zu erobern wünscht, muss das heilige Wort vorangestellt werden; deshalb sei euch irgendein tugendhafter Zweifachgeborener Hauspriester.'
‚Von einem König, der die Erde zu erobern wünscht, muss das heilige Wort vorangestellt werden; deshalb sei euch irgendein tugendhafter Zweifachgeborener Hauspriester.'