Kapitel 223: Agnistavaḥ
Der Lobpreis Agnis und die Rettung
Die vier Söhnchen Jaritāris besprechen kurz ihre Notlage, dann preist jeder von ihnen - Jaritāri, Sārisṛkva, Stambamitra und Droṇa - Agni in einem eigenen Hymnus, der ihn als Ursprung und Erhalter aller Welten feiert und um Schonung bittet. Agni, im Vertrauen auf sein früheres Versprechen an Mandapāla, sichert ihnen Sicherheit zu und fragt, was er für sie tun könne; Droṇa bittet ihn, die den Vögeln gefährlichen Katzen zu vernichten. Agni verschont die Śārṅgakas und verbrennt den restlichen Wald Khāṇḍava.
sārisṛkva uvāca dhīras tvam asi medhāvī prāṇakṛcchram idaṃ ca naḥ śūraḥ prājño bahūnāṃ hi bhavaty eko na saṃśayaḥ
Sārisṛkva sprach: Du bist besonnen und weise, und dies ist unsere Lebensnot; denn unter vielen ist der eine, der tapfer und klug ist, ohne Zweifel der beste.
Wort für Wort
sārisṛkva uvāca dhīras tvam asi medhāvī prāṇakṛcchram idaṃ ca naḥ śūraḥ prājño bahūnāṃ hi bhavaty eko na saṃśayaḥ
Sārisṛkva sprach: Du bist besonnen und weise, und dies ist unsere Lebensnot; denn unter vielen ist der eine, der tapfer und klug ist, ohne Zweifel der beste.
stambamitra uvāca jyeṣṭhas trātā bhavati vai jyeṣṭho muñcati kṛcchrataḥ jyeṣṭhaś cen na prajānāti kanīyān kiṃ kariṣyati
Stambamitra sprach: Der Älteste ist wahrlich der Retter, der Älteste befreit aus der Not; wenn aber der Älteste keinen Rat weiß, was soll dann der Jüngere tun?
Wort für Wort
stambamitra uvāca jyeṣṭhas trātā bhavati vai jyeṣṭho muñcati kṛcchrataḥ jyeṣṭhaś cen na prajānāti kanīyān kiṃ kariṣyati
Stambamitra sprach: Der Älteste ist wahrlich der Retter, der Älteste befreit aus der Not; wenn aber der Älteste keinen Rat weiß, was soll dann der Jüngere tun?
Vaiśampāyana sprach: So von seinen Brüdern angesprochen, pries Jaritāri den Vibhāvasu, mit gefalteten Händen; höre, wie er es tat, o Herrscher der Erde.
Vaiśampāyana sprach: So von seinen Brüdern angesprochen, pries Jaritāri den Vibhāvasu, mit gefalteten Händen; höre, wie er es tat, o Herrscher der Erde.
jaritārir uvāca ātmāsi vāyoḥ pavanaḥ śarīram uta vīrudhām yonir āpaś ca te śukra yonis tvam asi cāmbhasaḥ
Jaritāri sprach: Du bist das Selbst des Windes, der Bewegende, und der Leib der Pflanzen; die Wasser sind dein Ursprung, Glanzvoller, und du selbst bist der Ursprung der Wasser.
Wort für Wort
jaritārir uvāca ātmāsi vāyoḥ pavanaḥ śarīram uta vīrudhām yonir āpaś ca te śukra yonis tvam asi cāmbhasaḥ
Jaritāri sprach: Du bist das Selbst des Windes, der Bewegende, und der Leib der Pflanzen; die Wasser sind dein Ursprung, Glanzvoller, und du selbst bist der Ursprung der Wasser.
sārisṛkva uvāca mātā prapannā pitaraṃ na vidmaḥ pakṣāś ca no na prajātābjaketo na nas trātā vidyate 'gne tvad anyas tasmād dhi naḥ parirakṣaikavīra
Sārisṛkva sprach: Unsere Mutter ist fortgeflogen, unseren Vater kennen wir nicht; auch Flügel sind uns noch nicht gewachsen, Lotosbannerträger; es gibt für uns keinen anderen Retter als dich, Agni; darum beschütze du uns, einziger Held.
Wort für Wort
sārisṛkva uvāca mātā prapannā pitaraṃ na vidmaḥ pakṣāś ca no na prajātābjaketo na nas trātā vidyate 'gne tvad anyas tasmād dhi naḥ parirakṣaikavīra
Sārisṛkva sprach: Unsere Mutter ist fortgeflogen, unseren Vater kennen wir nicht; auch Flügel sind uns noch nicht gewachsen, Lotosbannerträger; es gibt für uns keinen anderen Retter als dich, Agni; darum beschütze du uns, einziger Held.
tvam evaikas tapase jātavedo nānyas taptā vidyate goṣu deva ṛṣīn asmān bālakān pālayasva pareṇāsmān praihi vai havyavāha
Du allein bist es, der Glut spendet, Jātavedas, kein anderer Erhitzer ist unter den Rindern, Gott; behüte uns, die kleinen Seher-Söhnchen; geh an uns vorüber, Opferträger.
Wort für Wort
tvam evaikas tapase jātavedo nānyas taptā vidyate goṣu deva ṛṣīn asmān bālakān pālayasva pareṇāsmān praihi vai havyavāha
Du allein bist es, der Glut spendet, Jātavedas, kein anderer Erhitzer ist unter den Rindern, Gott; behüte uns, die kleinen Seher-Söhnchen; geh an uns vorüber, Opferträger.
Nachdem du diese drei Welten geschaffen hast, Opferträger, verzehrst du sie wieder, wenn die Zeit gekommen ist, entfacht; du bist der Ursprung dieser ganzen Welt, Agni, und du wirst wieder ihre Grundlage.
Nachdem du diese drei Welten geschaffen hast, Opferträger, verzehrst du sie wieder, wenn die Zeit gekommen ist, entfacht; du bist der Ursprung dieser ganzen Welt, Agni, und du wirst wieder ihre Grundlage.
Du bist die Speise der lebenden Wesen, verzehrt, in ihr Inneres eingegangen, Herr der Welt; stets erstarkt, verdaust du sie; in dir ist alles gegründet.
Du bist die Speise der lebenden Wesen, verzehrt, in ihr Inneres eingegangen, Herr der Welt; stets erstarkt, verdaust du sie; in dir ist alles gegründet.
Droṇa sprach: Als Sonne, mit deinen Strahlen, Jātavedas, ziehst du das Wasser der Erde und alle irdisch entstandenen Säfte an dich, und zur Zeit der Ausgießung, wenn du erschaffen hast, belebst du hier alles durch Regen, Glanzvoller.
Droṇa sprach: Als Sonne, mit deinen Strahlen, Jātavedas, ziehst du das Wasser der Erde und alle irdisch entstandenen Säfte an dich, und zur Zeit der Ausgießung, wenn du erschaffen hast, belebst du hier alles durch Regen, Glanzvoller.
Gelbbraunäugiger, Rotnackiger, auf schwarzer Bahn Wandelnder, Opferverzehrer: geh an uns vorüber, lass uns frei, wie das Meer seine Wohnstätten frei lässt.
Gelbbraunäugiger, Rotnackiger, auf schwarzer Bahn Wandelnder, Opferverzehrer: geh an uns vorüber, lass uns frei, wie das Meer seine Wohnstätten frei lässt.
Vaiśampāyana sprach: So von Droṇa, dessen Wirken nicht ins Stocken gerät, angesprochen, sagte der Jātavedas, wohlgesonnenen Sinnes, zu Droṇa, im Vertrauen auf das Versprechen an Mandapāla:
Vaiśampāyana sprach: So von Droṇa, dessen Wirken nicht ins Stocken gerät, angesprochen, sagte der Jātavedas, wohlgesonnenen Sinnes, zu Droṇa, im Vertrauen auf das Versprechen an Mandapāla:
yac ca tad vacanaṃ tasya tvayā yac ceha bhāṣitam ubhayaṃ me garīyas tad brūhi kiṃ karavāṇi te bhṛśaṃ prīto 'smi bhadraṃ te brahman stotreṇa te vibho
Sowohl jenes Wort von ihm als auch das, was du hier gesprochen hast, wiegt für mich beides schwer; sage mir, was ich für dich tun soll; ich bin überaus erfreut, Segen über dich, Brahmane, durch dein Lobgesang, Erhabener.
Wort für Wort
yac ca tad vacanaṃ tasya tvayā yac ceha bhāṣitam ubhayaṃ me garīyas tad brūhi kiṃ karavāṇi te bhṛśaṃ prīto 'smi bhadraṃ te brahman stotreṇa te vibho
Sowohl jenes Wort von ihm als auch das, was du hier gesprochen hast, wiegt für mich beides schwer; sage mir, was ich für dich tun soll; ich bin überaus erfreut, Segen über dich, Brahmane, durch dein Lobgesang, Erhabener.
Droṇa sprach: Diese Katzen, Glanzvoller, beunruhigen uns beständig; mach sie, Opferträger, samt ihren Verwandten, zwischen deinen Zähnen zunichte.
[Anm.: Ein hier unvermittelt eingeführtes Motiv - die Katzen als Feinde der jungen Vögel werden zuvor nicht erwähnt, gehören aber offenbar zur ursprünglichen Bedrohung des Nests.]