Kapitel 35: Āstīka-parva (Fortsetzung): Vāsukis Wachauftrag für Jaratkāru
Āstīka-parva (Fortsetzung): Vāsuki als Quirlschnur der Samudra-Manthana, Brahmās Bestätigung des Rettungsplans, und der Wachauftrag für Jaratkāru — (Kritische Ausgabe, BORI/Poona)
Übersetzt aus der kritischen Ausgabe (Bhandarkar Oriental Research Institute, Poona; lokale GRETIL-Unicode-Transkription, Datei mbh_01_u.htm, Verse „01,035.001“ bis „01,035.013“). Die Schlangen begrüßen Elāpatras Enthüllung freudig; Vāsuki bewacht fortan seine Schwester Jaratkāru sorgsam. Nach der Samudra-Manthana, bei der Vāsuki als Quirlschnur diente, sucht er, weiterhin vom Fluch gequält, mit den Göttern Brahmā auf; dieser bestätigt den bereits von Elāpatra berichteten Rettungsplan und weist Vāsuki an, seine Schwester zur rechten Zeit dem Seher Jaratkāru zu geben. Vāsuki beauftragt daraufhin Schlangen, ständig Wache zu halten, um sofort benachrichtigt zu werden, sobald der Seher eine Gattin sucht. Wort-für-Wort-Gliederung wie bei den vorigen kritischen Kapiteln: ein Chunk pro Vers-Einheit.
„Diesen geistigen Stachel, der aus dem Fluch der Mutter entstanden ist, sollst du ihm herausziehen, o Gott, uns Verwandten zuliebe, die wir sein Wohl wünschen.“
„Diesen geistigen Stachel, der aus dem Fluch der Mutter entstanden ist, sollst du ihm herausziehen, o Gott, uns Verwandten zuliebe, die wir sein Wohl wünschen.“
hito hy ayaṃ sadāsmākaṃ priyakārī ca nāgarāṭ | kuru prasādaṃ deveśa śamayāsya manojvaram
„Denn er ist uns stets zugetan und erweist uns gern Freundlichkeit, dieser Schlangenkönig; erweise ihm Gnade, o Herr der Götter, und besänftige das Fieber seines Geistes.“
Wort für Wort
hito hy ayaṃ sadāsmākaṃ priyakārī ca nāgarāṭ | kuru prasādaṃ deveśa śamayāsya manojvaram
„Denn er ist uns stets zugetan und erweist uns gern Freundlichkeit, dieser Schlangenkönig; erweise ihm Gnade, o Herr der Götter, und besänftige das Fieber seines Geistes.“
Sūta sprach: Als er dies gehört hatte, das Wort des Großvaters, beauftragte da jener Schlangenkönig viele Schlangen, stets bei Jaratkāru Wache zu halten:
Sūta sprach: Als er dies gehört hatte, das Wort des Großvaters, beauftragte da jener Schlangenkönig viele Schlangen, stets bei Jaratkāru Wache zu halten:
„Wenn der mächtige Jaratkāru eine Gattin zu wählen wünscht, kommt rasch und meldet es mir – das wird uns zum Heil gereichen.“
[Anm.: Adhyāya 35 endet hier gemäß der lokalen Quelldatei. Die Bühne ist damit bereitet für die Jaratkāru-Heiratserzählung, die in den folgenden Adhyāyas ausführlich erzählt wird.]