Kapitel 42: Āstīka-parva (Fortsetzung): Jaratkārus Ehebedingungen und Vāsukis Angebot
Āstīka-parva (Fortsetzung): Jaratkāru gelobt seinen Ahnen, unter strengen Bedingungen zu heiraten, und Vāsuki bietet ihm seine Schwester an — (Kritische Ausgabe, BORI/Poona)
Übersetzt aus der kritischen Ausgabe (Bhandarkar Oriental Research Institute, Poona; lokale GRETIL-Unicode-Transkription, Datei mbh_01_u.htm, Verse „01,042.001“ bis „01,042.020“). Jaratkāru erkennt sich als der gesuchte Nachkomme und gelobt seinen Ahnen, zu heiraten — jedoch nur eine gleichnamige Jungfrau, die ihm unaufgefordert wie ein Almosen dargeboten wird und deren Unterhalt er nicht zu tragen hat. Da er keine Frau findet, ruft er verzweifelt alle Wesen zur Hilfe auf. Die Schlangen, die über ihn wachen, melden dies Vāsuki, der daraufhin seine geschmückte Schwester in den Wald bringt und sie Jaratkāru anbietet; dieser zögert jedoch, da er weder den Namen kennt noch die Unterhaltsfrage geklärt ist. Wort-für-Wort-Gliederung wie bei den vorigen kritischen Kapiteln: ein Chunk pro Vers-Einheit.
Sūta sprach: Als er dies gehört hatte, sprach Jaratkāru, dem Schmerz und Kummer hingegeben, aus Schmerz, mit von Tränen erstickter Stimme, zu seinen eigenen Ahnen:
Sūta sprach: Als er dies gehört hatte, sprach Jaratkāru, dem Schmerz und Kummer hingegeben, aus Schmerz, mit von Tränen erstickter Stimme, zu seinen eigenen Ahnen:
jaratkārur uvāca | mamāyaṃ pitaro nityaṃ hṛdy arthaḥ parivartate | ūrdhvaretāḥ śarīraṃ vai prāpayeyam amutra vai
Jaratkāru sprach: „Dies, ihr Ahnen, bewegt sich mir stets im Herzen als Vorsatz: keusch lebend möchte ich meinen Körper in jene andere Welt hinüberführen.
Wort für Wort
jaratkārur uvāca | mamāyaṃ pitaro nityaṃ hṛdy arthaḥ parivartate | ūrdhvaretāḥ śarīraṃ vai prāpayeyam amutra vai
Jaratkāru sprach: „Dies, ihr Ahnen, bewegt sich mir stets im Herzen als Vorsatz: keusch lebend möchte ich meinen Körper in jene andere Welt hinüberführen.
bhaviṣyati ca yā kā cid bhaikṣavat svayam udyatā | pratigrahītā tām asmi na bhareyaṃ ca yām aham
und wenn es irgendeine gäbe, die mir von selbst wie ein Almosen dargeboten würde — die werde ich annehmen; doch eine, die ich selbst zu unterhalten hätte, nehme ich nicht.
Wort für Wort
bhaviṣyati ca yā kā cid bhaikṣavat svayam udyatā | pratigrahītā tām asmi na bhareyaṃ ca yām aham
und wenn es irgendeine gäbe, die mir von selbst wie ein Almosen dargeboten würde — die werde ich annehmen; doch eine, die ich selbst zu unterhalten hätte, nehme ich nicht.
evaṃvidham ahaṃ kuryāṃ niveśaṃ prāpnuyāṃ yadi | anyathā na kariṣye tu satyam etat pitāmahāḥ
So beschaffen werde ich meine Heirat vollziehen, wenn ich eine solche Gelegenheit erlange; anders aber werde ich es nicht tun — dies ist wahr, ihr Großväter.“
Wort für Wort
evaṃvidham ahaṃ kuryāṃ niveśaṃ prāpnuyāṃ yadi | anyathā na kariṣye tu satyam etat pitāmahāḥ
So beschaffen werde ich meine Heirat vollziehen, wenn ich eine solche Gelegenheit erlange; anders aber werde ich es nicht tun — dies ist wahr, ihr Großväter.“
sūta uvāca | evam uktvā tu sa pitṝṃś cacāra pṛthivīṃ muniḥ | na ca sma labhate bhāryāṃ vṛddho 'yam iti śaunaka
Sūta sprach: Nachdem er so zu seinen Ahnen gesprochen hatte, durchwanderte der Muni die Erde; doch er fand keine Gattin, denn man dachte „dieser ist schon alt“, o Śaunaka.
Wort für Wort
sūta uvāca | evam uktvā tu sa pitṝṃś cacāra pṛthivīṃ muniḥ | na ca sma labhate bhāryāṃ vṛddho 'yam iti śaunaka
Sūta sprach: Nachdem er so zu seinen Ahnen gesprochen hatte, durchwanderte der Muni die Erde; doch er fand keine Gattin, denn man dachte „dieser ist schon alt“, o Śaunaka.
suche ich, heiratswillig, die ganze Erde ab, gleichsam um Almosen einer Jungfrau bettelnd, o ihr Wesen; arm und von leidvollem Wesen, von den Ahnen dazu verpflichtet.
suche ich, heiratswillig, die ganze Erde ab, gleichsam um Almosen einer Jungfrau bettelnd, o ihr Wesen; arm und von leidvollem Wesen, von den Ahnen dazu verpflichtet.
mama kanyā sanāmnī yā bhaikṣavac codyatā bhavet | bhareyaṃ caiva yāṃ nāhaṃ tāṃ me kanyāṃ prayacchata
Meine künftige Gattin soll eine gleichnamige Jungfrau sein, die mir wie ein Almosen dargeboten wird; und die ich nicht zu unterhalten habe — eine solche Jungfrau gebt mir!“
Wort für Wort
mama kanyā sanāmnī yā bhaikṣavac codyatā bhavet | bhareyaṃ caiva yāṃ nāhaṃ tāṃ me kanyāṃ prayacchata
Meine künftige Gattin soll eine gleichnamige Jungfrau sein, die mir wie ein Almosen dargeboten wird; und die ich nicht zu unterhalten habe — eine solche Jungfrau gebt mir!“
Nachdem er sie von ihnen gehört hatte, nahm jener Schlangenkönig jene geschmückte Jungfrau mit sich und begab sich, die Schlange, in den Wald, in seine Nähe.
Nachdem er sie von ihnen gehört hatte, nahm jener Schlangenkönig jene geschmückte Jungfrau mit sich und begab sich, die Schlange, in den Wald, in seine Nähe.
da er meinte, sie trüge nicht denselben Namen, und wegen der ungeklärten Frage des Unterhalts; und er verblieb in Unentschlossenheit, gespalten hinsichtlich der Annahme.
da er meinte, sie trüge nicht denselben Namen, und wegen der ungeklärten Frage des Unterhalts; und er verblieb in Unentschlossenheit, gespalten hinsichtlich der Annahme.
tato nāma sa kanyāyāḥ papraccha bhṛgunandana | vāsuke bharaṇaṃ cāsyā na kuryām ity uvāca ha
Da fragte er nach dem Namen der Jungfrau, o Spross Bhṛgus; und er sprach: „Vāsuki, auch für ihren Unterhalt werde ich nicht sorgen.“
Wort für Wort
tato nāma sa kanyāyāḥ papraccha bhṛgunandana | vāsuke bharaṇaṃ cāsyā na kuryām ity uvāca ha
Da fragte er nach dem Namen der Jungfrau, o Spross Bhṛgus; und er sprach: „Vāsuki, auch für ihren Unterhalt werde ich nicht sorgen.“
[Anm.: Adhyāya 42 endet hier gemäß der lokalen Quelldatei. „Spross Bhṛgus“ (bhṛgunandana) bezeichnet Śaunaka, den Zuhörer der Rahmenerzählung. Die Auflösung der Namensfrage – dass die Jungfrau tatsächlich ebenfalls „Jaratkāru“ heißt, wie in Adh.35 durch Brahmā festgelegt – folgt im nächsten Adhyāya.]