Quellen der Menschheit

Mahābhārata · Ādiparva

Kapitel 118: Pāṇḍor Antyeṣṭiḥ Pāṇḍus und Mādrīs Bestattung

Auf Dhṛtarāṣṭras Anweisung vollziehen Vidura und Bhīṣma die königlichen Totenriten für Pāṇḍu und Mādrī: feierlicher Trauerzug mit Priestern, Feuern und Spenden ans Volk zum Gaṅgā-Ufer, rituelle Waschung und Salbung der Leichname und ihre Verbrennung. Ambikā (die Tochter der Kausalyā) bricht vor Schmerz zusammen; die ganze Stadt trauert zwölf Nächte lang mit den fünf verwaisten Pāṇḍavas.

dhṛtarāṣṭra uvāca pāṇḍor vidura sarvāṇi pretakāryāṇi kāraya rājavad rājasiṃhasya mādryāś caiva viśeṣataḥ

Dhṛtarāṣṭra sprach: O Vidura, veranlasse alle Totenriten für Pāṇḍu, wie es sich für einen König geziemt, für den Löwen unter den Königen, und besonders auch für Mādrī.

Wort für Wort
dhṛtarāṣṭra uvāca pāṇḍor vidura sarvāṇi pretakāryāṇi kāraya rājavad rājasiṃhasya mādryāś caiva viśeṣataḥ
Dhṛtarāṣṭra sprach: O Vidura, veranlasse alle Totenriten für Pāṇḍu, wie es sich für einen König geziemt, für den Löwen unter den Königen, und besonders auch für Mādrī.

paśūn vāsāṃsi ratnāni dhanāni vividhāni ca pāṇḍoḥ prayaccha mādryāś ca yebhyo yāvac ca vāñchitam

Gib Vieh, Gewänder, Juwelen und mancherlei Reichtümer für Pāṇḍu und für Mādrī, jenen und soviel, wie es sich geziemt.

Wort für Wort
paśūn vāsāṃsi ratnāni dhanāni vividhāni ca pāṇḍoḥ prayaccha mādryāś ca yebhyo yāvac ca vāñchitam
Gib Vieh, Gewänder, Juwelen und mancherlei Reichtümer für Pāṇḍu und für Mādrī, jenen und soviel, wie es sich geziemt.

yathā ca kuntī satkāraṃ kuryān mādryās tathā kuru yathā na vāyur nādityaḥ paśyetāṃ tāṃ susaṃvṛtām

Und sorge dafür, dass Kuntī Mādrī die gebührende Ehrung erweisen kann; handle so, dass weder Wind noch Sonne sie, wohlverhüllt, erblicken.

Wort für Wort
yathā ca kuntī satkāraṃ kuryān mādryās tathā kuru yathā na vāyur nādityaḥ paśyetāṃ tāṃ susaṃvṛtām
Und sorge dafür, dass Kuntī Mādrī die gebührende Ehrung erweisen kann; handle so, dass weder Wind noch Sonne sie, wohlverhüllt, erblicken.

na śocyaḥ pāṇḍur anaghaḥ praśasyaḥ sa narādhipaḥ yasya pañca sutā vīrā jātāḥ surasutopamāḥ

Nicht zu beklagen ist der makellose Pāṇḍu; zu preisen ist jener Herrscher der Menschen, dem fünf heldenhafte, den Göttersöhnen gleiche Söhne geboren wurden.'

Wort für Wort
na śocyaḥ pāṇḍur anaghaḥ praśasyaḥ sa narādhipaḥ yasya pañca sutā vīrā jātāḥ surasutopamāḥ
Nicht zu beklagen ist der makellose Pāṇḍu; zu preisen ist jener Herrscher der Menschen, dem fünf heldenhafte, den Göttersöhnen gleiche Söhne geboren wurden.'

vaiśaṃpāyana uvāca viduras taṃ tathety uktvā bhīṣmeṇa saha bhārata pāṇḍuṃ saṃskārayām āsa deśe paramasaṃvṛte

Vaiśaṃpāyana sprach: Vidura, ‚So sei es' zu ihm sprechend, vollzog zusammen mit Bhīṣma, o Bhārata, die Bestattungsriten für Pāṇḍu an einem überaus abgeschiedenen Ort.

Wort für Wort
vaiśaṃpāyana uvāca viduras taṃ tathety uktvā bhīṣmeṇa saha bhārata pāṇḍuṃ saṃskārayām āsa deśe paramasaṃvṛte
Vaiśaṃpāyana sprach: Vidura, ‚So sei es' zu ihm sprechend, vollzog zusammen mit Bhīṣma, o Bhārata, die Bestattungsriten für Pāṇḍu an einem überaus abgeschiedenen Ort.

tatas tu nagarāt tūrṇam ājyahomapuraskṛtāḥ nirhṛtāḥ pāvakā dīptāḥ pāṇḍo rājapurohitaiḥ

Darauf wurden aus der Stadt eilends, dem Ghī-Opfer vorangestellt, die lodernden Feuer von den königlichen Hauspriestern für Pāṇḍu herausgetragen.

Wort für Wort
tatas tu nagarāt tūrṇam ājyahomapuraskṛtāḥ nirhṛtāḥ pāvakā dīptāḥ pāṇḍo rājapurohitaiḥ
Darauf wurden aus der Stadt eilends, dem Ghī-Opfer vorangestellt, die lodernden Feuer von den königlichen Hauspriestern für Pāṇḍu herausgetragen.

athainam ārtavair gandhair mālyaiś ca vividhair varaiḥ śibikāṃ samalaṃcakrur vāsasācchādya sarvaśaḥ

Da schmückten sie die Sänfte mit jahreszeitlichen Wohlgerüchen und mancherlei vorzüglichen Blumengirlanden, sie ganz mit Tüchern bedeckend.

Wort für Wort
athainam ārtavair gandhair mālyaiś ca vividhair varaiḥ śibikāṃ samalaṃcakrur vāsasācchādya sarvaśaḥ
Da schmückten sie die Sänfte mit jahreszeitlichen Wohlgerüchen und mancherlei vorzüglichen Blumengirlanden, sie ganz mit Tüchern bedeckend.

tāṃ tathā śobhitāṃ mālyair vāsobhiś ca mahādhanaiḥ amātyā jñātayaś caiva suhṛdaś copatasthire

Zu jener so mit Girlanden und kostbaren Gewändern geschmückten Sänfte traten die Minister, die Verwandten und auch die Freunde herzu.

Wort für Wort
tāṃ tathā śobhitāṃ mālyair vāsobhiś ca mahādhanaiḥ amātyā jñātayaś caiva suhṛdaś copatasthire
Zu jener so mit Girlanden und kostbaren Gewändern geschmückten Sänfte traten die Minister, die Verwandten und auch die Freunde herzu.

nṛsiṃhaṃ narayuktena paramālaṃkṛtena tam avahan yānamukhyena saha mādryā susaṃvṛtam

Den Löwen unter den Männern, nun wohlverhüllt zusammen mit Mādrī, trugen sie auf einem von Männern gezogenen, höchst prächtig geschmückten, vorzüglichen Wagen fort.

Wort für Wort
nṛsiṃhaṃ narayuktena paramālaṃkṛtena tam avahan yānamukhyena saha mādryā susaṃvṛtam
Den Löwen unter den Männern, nun wohlverhüllt zusammen mit Mādrī, trugen sie auf einem von Männern gezogenen, höchst prächtig geschmückten, vorzüglichen Wagen fort.

pāṇḍureṇātapatreṇa cāmaravyajanena ca sarvavāditranādaiś ca samalaṃcakrire tataḥ

Mit einem weißen Sonnenschirm und mit Yak-Schweif-Wedeln, und mit dem Klang aller Musikinstrumente schmückten sie den Zug darauf.

Wort für Wort
pāṇḍureṇātapatreṇa cāmaravyajanena ca sarvavāditranādaiś ca samalaṃcakrire tataḥ
Mit einem weißen Sonnenschirm und mit Yak-Schweif-Wedeln, und mit dem Klang aller Musikinstrumente schmückten sie den Zug darauf.

ratnāni cāpy upādāya bahūni śataśo narāḥ pradaduḥ kāṅkṣamāṇebhyaḥ pāṇḍos tatraurdhvadehikam

Und Männer nahmen viele Juwelen, zu Hunderten, und verteilten sie an die Bittenden, als Totengabe für Pāṇḍu.

Wort für Wort
ratnāni cāpy upādāya bahūni śataśo narāḥ pradaduḥ kāṅkṣamāṇebhyaḥ pāṇḍos tatraurdhvadehikam
Und Männer nahmen viele Juwelen, zu Hunderten, und verteilten sie an die Bittenden, als Totengabe für Pāṇḍu.

atha chatrāṇi śubhrāṇi pāṇḍurāṇi bṛhanti ca ājahruḥ kauravasyārthe vāsāṃsi rucirāṇi ca

Da brachten sie strahlend weiße, große Sonnenschirme und schöne Gewänder herbei, um des Kaurava willen.

Wort für Wort
atha chatrāṇi śubhrāṇi pāṇḍurāṇi bṛhanti ca ājahruḥ kauravasyārthe vāsāṃsi rucirāṇi ca
Da brachten sie strahlend weiße, große Sonnenschirme und schöne Gewänder herbei, um des Kaurava willen.

yājakaiḥ śuklavāsobhir hūyamānā hutāśanāḥ agacchann agratas tasya dīpyamānāḥ svalaṃkṛtāḥ

Die von den weißgekleideten Opferpriestern gespeisten, lodernden Feuer, wohlgeschmückt, gingen dem Zug voran.

Wort für Wort
yājakaiḥ śuklavāsobhir hūyamānā hutāśanāḥ agacchann agratas tasya dīpyamānāḥ svalaṃkṛtāḥ
Die von den weißgekleideten Opferpriestern gespeisten, lodernden Feuer, wohlgeschmückt, gingen dem Zug voran.

brāhmaṇāḥ kṣatriyā vaiśyāḥ śūdrāś caiva sahasraśaḥ rudantaḥ śokasaṃtaptā anujagmur narādhipam

Brahmanen, Kṣatriyas, Vaiśyas und auch Śūdras, zu Tausenden, weinend, von Kummer versengt, folgten dem Herrscher der Menschen.

Wort für Wort
brāhmaṇāḥ kṣatriyā vaiśyāḥ śūdrāś caiva sahasraśaḥ rudantaḥ śokasaṃtaptā anujagmur narādhipam
Brahmanen, Kṣatriyas, Vaiśyas und auch Śūdras, zu Tausenden, weinend, von Kummer versengt, folgten dem Herrscher der Menschen.

ayam asmān apāhāya duḥkhe cādhāya śāśvate kṛtvānāthān paro nāthaḥ kva yāsyati narādhipaḥ

‚Wohin geht dieser Herrscher der Menschen, unser höchster Beschützer, uns verlassend und uns in ewiges Leid stürzend, uns schutzlos machend?'

Wort für Wort
ayam asmān apāhāya duḥkhe cādhāya śāśvate kṛtvānāthān paro nāthaḥ kva yāsyati narādhipaḥ
‚Wohin geht dieser Herrscher der Menschen, unser höchster Beschützer, uns verlassend und uns in ewiges Leid stürzend, uns schutzlos machend?'

krośantaḥ pāṇḍavāḥ sarve bhīṣmo vidura eva ca ramaṇīye vanoddeśe gaṅgātīre same śubhe

Wehklagend, alle Pāṇḍavas, Bhīṣma und auch Vidura, gelangten sie zu einem lieblichen Waldstück am Ufer der Gaṅgā, an einem ebenen, glückverheißenden Ort,

Wort für Wort
krośantaḥ pāṇḍavāḥ sarve bhīṣmo vidura eva ca ramaṇīye vanoddeśe gaṅgātīre same śubhe
Wehklagend, alle Pāṇḍavas, Bhīṣma und auch Vidura, gelangten sie zu einem lieblichen Waldstück am Ufer der Gaṅgā, an einem ebenen, glückverheißenden Ort,

nyāsayām āsur atha tāṃ śibikāṃ satyavādinaḥ sabhāryasya nṛsiṃhasya pāṇḍor akliṣṭakarmaṇaḥ

und ließen dort die Sänfte des Löwen unter den Männern, Pāṇḍus, dessen Taten untadelig waren, zusammen mit seiner Gattin niedersetzen, sie, die Wahrheitsredenden.

Wort für Wort
nyāsayām āsur atha tāṃ śibikāṃ satyavādinaḥ sabhāryasya nṛsiṃhasya pāṇḍor akliṣṭakarmaṇaḥ
und ließen dort die Sänfte des Löwen unter den Männern, Pāṇḍus, dessen Taten untadelig waren, zusammen mit seiner Gattin niedersetzen, sie, die Wahrheitsredenden.

tatas tasya śarīraṃ tat sarvagandhaniṣevitam śucikālīyakādigdhaṃ mukhyasnānādhivāsitam paryaṣiñcaj jalenāśu śātakumbhamayair ghaṭaiḥ

Darauf besprengten sie jenen seinen Leib, der mit allerlei Wohlgerüchen behandelt, mit reinem Kālīyaka-Sandelholz gesalbt und mit dem vorzüglichsten Reinigungsbad parfümiert war, eilends mit Wasser aus goldenen Krügen.

Wort für Wort
tatas tasya śarīraṃ tat sarvagandhaniṣevitam śucikālīyakādigdhaṃ mukhyasnānādhivāsitam paryaṣiñcaj jalenāśu śātakumbhamayair ghaṭaiḥ
Darauf besprengten sie jenen seinen Leib, der mit allerlei Wohlgerüchen behandelt, mit reinem Kālīyaka-Sandelholz gesalbt und mit dem vorzüglichsten Reinigungsbad parfümiert war, eilends mit Wasser aus goldenen Krügen.

candanena ca mukhyena śuklena samalepayan kālāguruvimiśreṇa tathā tuṅgarasena ca

Und mit vorzüglichem weißem Sandel, gemischt mit Kālāguru-Aloeholz sowie mit Tuṅga-Harz, salbten sie ihn ein.

Wort für Wort
candanena ca mukhyena śuklena samalepayan kālāguruvimiśreṇa tathā tuṅgarasena ca
Und mit vorzüglichem weißem Sandel, gemischt mit Kālāguru-Aloeholz sowie mit Tuṅga-Harz, salbten sie ihn ein.

athainaṃ deśajaiḥ śuklair vāsobhiḥ samayojayan ācchannaḥ sa tu vāsobhir jīvann iva nararṣabhaḥ śuśubhe puruṣavyāghro mahārhaśayanocitaḥ

Da bekleideten sie ihn mit im Land gefertigten weißen Gewändern; mit Gewändern verhüllt, erstrahlte der Stier unter den Männern, der Tiger unter den Menschen, wie noch lebend, dem kostbaren Lager würdig.

Wort für Wort
athainaṃ deśajaiḥ śuklair vāsobhiḥ samayojayan ācchannaḥ sa tu vāsobhir jīvann iva nararṣabhaḥ śuśubhe puruṣavyāghro mahārhaśayanocitaḥ
Da bekleideten sie ihn mit im Land gefertigten weißen Gewändern; mit Gewändern verhüllt, erstrahlte der Stier unter den Männern, der Tiger unter den Menschen, wie noch lebend, dem kostbaren Lager würdig.

yājakair abhyanujñātaṃ pretakarmaṇi niṣṭhitaiḥ ghṛtāvasiktaṃ rājānaṃ saha mādryā svalaṃkṛtam

Mit Erlaubnis der in den Totenriten erfahrenen Opferpriester war der mit Ghī besprengte, wohlgeschmückte König samt Mādrī bereit –

Wort für Wort
yājakair abhyanujñātaṃ pretakarmaṇi niṣṭhitaiḥ ghṛtāvasiktaṃ rājānaṃ saha mādryā svalaṃkṛtam
Mit Erlaubnis der in den Totenriten erfahrenen Opferpriester war der mit Ghī besprengte, wohlgeschmückte König samt Mādrī bereit –

tuṅgapadmakamiśreṇa candanena sugandhinā anyaiś ca vividhair gandhair analpaiḥ samadāhayan

mit Tuṅga- und Padmaka-Wurzel-gemischtem, wohlriechendem Sandel und mit anderen mancherlei, nicht geringen Wohlgerüchen verbrannten sie ihn.

Wort für Wort
tuṅgapadmakamiśreṇa candanena sugandhinā anyaiś ca vividhair gandhair analpaiḥ samadāhayan
mit Tuṅga- und Padmaka-Wurzel-gemischtem, wohlriechendem Sandel und mit anderen mancherlei, nicht geringen Wohlgerüchen verbrannten sie ihn.

tatas tayoḥ śarīre te dṛṣṭvā mohavaśaṃ gatā hāhā putreti kausalyā papāta sahasā bhuvi

Als sie darauf die beiden Leiber sah, von Bewusstlosigkeit ergriffen, mit dem Ruf ‚O weh, mein Sohn!' fiel die Tochter der Kausalyā plötzlich zu Boden.

Wort für Wort
tatas tayoḥ śarīre te dṛṣṭvā mohavaśaṃ gatā hāhā putreti kausalyā papāta sahasā bhuvi
Als sie darauf die beiden Leiber sah, von Bewusstlosigkeit ergriffen, mit dem Ruf ‚O weh, mein Sohn!' fiel die Tochter der Kausalyā plötzlich zu Boden.

tāṃ prekṣya patitām ārtāṃ paurajānapado janaḥ ruroda sasvanaṃ sarvo rājabhaktyā kṛpānvitaḥ

Als sie sie, die Gefallene, Leidgeplagte, erblickten, weinten alle Bewohner der Stadt und des Landes laut auf, aus Ergebenheit gegenüber dem König, von Mitleid erfüllt.

Wort für Wort
tāṃ prekṣya patitām ārtāṃ paurajānapado janaḥ ruroda sasvanaṃ sarvo rājabhaktyā kṛpānvitaḥ
Als sie sie, die Gefallene, Leidgeplagte, erblickten, weinten alle Bewohner der Stadt und des Landes laut auf, aus Ergebenheit gegenüber dem König, von Mitleid erfüllt.

klāntānīvārtanādena sarvāṇi ca vicukruśuḥ mānuṣaiḥ saha bhūtāni tiryagyonigatāny api

Wie erschöpft von dem Wehklageruf, schrien auch alle Wesen, zusammen mit den Menschen, sogar die im Tierreich Geborenen, auf.

Wort für Wort
klāntānīvārtanādena sarvāṇi ca vicukruśuḥ mānuṣaiḥ saha bhūtāni tiryagyonigatāny api
Wie erschöpft von dem Wehklageruf, schrien auch alle Wesen, zusammen mit den Menschen, sogar die im Tierreich Geborenen, auf.

tathā bhīṣmaḥ śāṃtanavo viduraś ca mahāmatiḥ sarvaśaḥ kauravāś caiva prāṇadan bhṛśaduḥkhitāḥ

Ebenso stöhnten Bhīṣma, der Sohn des Śāṃtanu, und der hochweise Vidura, und alle Kauravas, tief betrübt.

Wort für Wort
tathā bhīṣmaḥ śāṃtanavo viduraś ca mahāmatiḥ sarvaśaḥ kauravāś caiva prāṇadan bhṛśaduḥkhitāḥ
Ebenso stöhnten Bhīṣma, der Sohn des Śāṃtanu, und der hochweise Vidura, und alle Kauravas, tief betrübt.

tato bhīṣmo 'tha viduro rājā ca saha bandhubhiḥ udakaṃ cakrire tasya sarvāś ca kuruyoṣitaḥ

Darauf vollzogen Bhīṣma, Vidura, der König samt den Verwandten und alle Frauen der Kurus die Wasserspende für ihn.

Wort für Wort
tato bhīṣmo 'tha viduro rājā ca saha bandhubhiḥ udakaṃ cakrire tasya sarvāś ca kuruyoṣitaḥ
Darauf vollzogen Bhīṣma, Vidura, der König samt den Verwandten und alle Frauen der Kurus die Wasserspende für ihn.

kṛtodakāṃs tān ādāya pāṇḍavāñ śokakarśitān sarvāḥ prakṛtayo rājañ śocantyaḥ paryavārayan

Nachdem sie die Wasserspende vollzogen hatten, umringten alle Untertanen, o König, die von Kummer abgezehrten Pāṇḍavas, trauernd, und nahmen sie mit sich.

Wort für Wort
kṛtodakāṃs tān ādāya pāṇḍavāñ śokakarśitān sarvāḥ prakṛtayo rājañ śocantyaḥ paryavārayan
Nachdem sie die Wasserspende vollzogen hatten, umringten alle Untertanen, o König, die von Kummer abgezehrten Pāṇḍavas, trauernd, und nahmen sie mit sich.

yathaiva pāṇḍavā bhūmau suṣupuḥ saha bāndhavaiḥ tathaiva nāgarā rājañ śiśyire brāhmaṇādayaḥ

So wie die Pāṇḍavas mit ihren Verwandten auf dem bloßen Boden schliefen, so lagerten auch, o König, die Stadtbewohner, angeführt von den Brahmanen.

Wort für Wort
yathaiva pāṇḍavā bhūmau suṣupuḥ saha bāndhavaiḥ tathaiva nāgarā rājañ śiśyire brāhmaṇādayaḥ
So wie die Pāṇḍavas mit ihren Verwandten auf dem bloßen Boden schliefen, so lagerten auch, o König, die Stadtbewohner, angeführt von den Brahmanen.

tad anānandam asvastham ākumāram ahṛṣṭavat babhūva pāṇḍavaiḥ sārdhaṃ nagaraṃ dvādaśa kṣapāḥ

So war, zusammen mit den Pāṇḍavas, die Stadt zwölf Nächte lang freudlos, unruhig, bis hin zu den Kindern, ohne Fröhlichkeit.

Wort für Wort
tad anānandam asvastham ākumāram ahṛṣṭavat babhūva pāṇḍavaiḥ sārdhaṃ nagaraṃ dvādaśa kṣapāḥ
So war, zusammen mit den Pāṇḍavas, die Stadt zwölf Nächte lang freudlos, unruhig, bis hin zu den Kindern, ohne Fröhlichkeit.

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