Kapitel 141: Bhīmahiḍimbayor Yuddhārambhaḥ
Beginn des Kampfes zwischen Bhīma und Hiḍimba
Bhīma verteidigt Hiḍimbā mit dem Argument, dass sie unschuldig sei, da der Liebesgott und nicht ihr eigener Wille sie zu ihm getrieben habe, und fordert Hiḍimba zum Zweikampf. Nach gegenseitigem Prahlen und Drohen stürzt Hiḍimba an; Bhīma fängt seinen Schlag mühelos ab, zerrt ihn fort und beide liefern sich einen gewaltigen Ringkampf, der Bäume zerbricht und schließlich die schlafenden Brüder und Kuntī weckt, die Hiḍimbā vor sich stehen sehen.
mayy eva praharaihi tvaṃ na striyaṃ hantum arhasi viśeṣato 'napakṛte pareṇāpakṛte sati
‚Auf mich allein sollst du losschlagen; eine Frau zu töten geziemt dir nicht, zumal eine Unschuldige, wenn das Unrecht von einem anderen begangen wurde.'
Wort für Wort
mayy eva praharaihi tvaṃ na striyaṃ hantum arhasi viśeṣato 'napakṛte pareṇāpakṛte sati
‚Auf mich allein sollst du losschlagen; eine Frau zu töten geziemt dir nicht, zumal eine Unschuldige, wenn das Unrecht von einem anderen begangen wurde.'
na hīyaṃ svavaśā bālā kāmayaty adya mām iha coditaiṣā hy anaṅgena śarīrāntaracāriṇā bhaginī tava durbuddhe rākṣasānāṃ yaśohara
‚Denn nicht aus eigenem Willen begehrt dieses Mädchen mich hier heute; deine Schwester wurde vom körperlosen Liebesgott, der im Inneren des Körpers wirkt, angetrieben, du Übelgesinnter, Schandfleck der Rākṣasas.'
Wort für Wort
na hīyaṃ svavaśā bālā kāmayaty adya mām iha coditaiṣā hy anaṅgena śarīrāntaracāriṇā bhaginī tava durbuddhe rākṣasānāṃ yaśohara
‚Denn nicht aus eigenem Willen begehrt dieses Mädchen mich hier heute; deine Schwester wurde vom körperlosen Liebesgott, der im Inneren des Körpers wirkt, angetrieben, du Übelgesinnter, Schandfleck der Rākṣasas.'
tvanniyogena caiveyaṃ rūpaṃ mama samīkṣya ca kāmayaty adya māṃ bhīrur naiṣā dūṣayate kulam
‚Auf deinen Befehl hin ausgesandt, hat sie, meine Gestalt erblickend, heute Verlangen nach mir gefasst, die Furchtsame; sie befleckt damit nicht ihr Geschlecht.'
Wort für Wort
tvanniyogena caiveyaṃ rūpaṃ mama samīkṣya ca kāmayaty adya māṃ bhīrur naiṣā dūṣayate kulam
‚Auf deinen Befehl hin ausgesandt, hat sie, meine Gestalt erblickend, heute Verlangen nach mir gefasst, die Furchtsame; sie befleckt damit nicht ihr Geschlecht.'
[Anm.: tvanniyogena – wörtlich ‚durch deinen Auftrag'; wohl bezogen darauf, dass Hiḍimbā auf Hiḍimbas Geheiß ausgesandt wurde, sich dabei aber unabsichtlich verliebte. [?]
‚Da die Schuld vom Liebesgott begangen wurde, sollst du sie, Rākṣasa, dafür nicht büßen lassen; solange ich hier stehe, du Bösgesinnter, geziemt es dir nicht, eine Frau zu töten.'
‚Da die Schuld vom Liebesgott begangen wurde, sollst du sie, Rākṣasa, dafür nicht büßen lassen; solange ich hier stehe, du Bösgesinnter, geziemt es dir nicht, eine Frau zu töten.'
hiḍimba uvāca garjitena vṛthā kiṃ te katthitena ca mānuṣa kṛtvaitat karmaṇā sarvaṃ katthethā mā ciraṃ kṛthāḥ
Hiḍimba sprach: ‚Was nützt dir vergebliches Gebrüll und Prahlerei, o Mensch? Rühme dich erst, wenn du all das durch die Tat vollbracht hast – säume nicht lange.'
Wort für Wort
hiḍimba uvāca garjitena vṛthā kiṃ te katthitena ca mānuṣa kṛtvaitat karmaṇā sarvaṃ katthethā mā ciraṃ kṛthāḥ
Hiḍimba sprach: ‚Was nützt dir vergebliches Gebrüll und Prahlerei, o Mensch? Rühme dich erst, wenn du all das durch die Tat vollbracht hast – säume nicht lange.'
‚Und dass du dich für stark hältst, obwohl du ohne wahre Tatkraft bist – heute, wenn du mit mir zusammentriffst, wirst du erkennen, dass ich an Kraft überlegen bin.'
‚Und dass du dich für stark hältst, obwohl du ohne wahre Tatkraft bist – heute, wenn du mit mir zusammentriffst, wirst du erkennen, dass ich an Kraft überlegen bin.'
na tāvad etān hiṃsiṣye svapantv ete yathāsukham eṣa tvām eva durbuddhe nihanmy adyāpriyaṃvadam
‚Vorerst werde ich diesen Schlafenden nichts antun – sie sollen ruhig weiterschlafen; dich allein, du Übelgesinnter, Unliebes-Redender, werde ich heute töten.'
Wort für Wort
na tāvad etān hiṃsiṣye svapantv ete yathāsukham eṣa tvām eva durbuddhe nihanmy adyāpriyaṃvadam
‚Vorerst werde ich diesen Schlafenden nichts antun – sie sollen ruhig weiterschlafen; dich allein, du Übelgesinnter, Unliebes-Redender, werde ich heute töten.'
Vaiśaṃpāyana sprach: Nach diesen Worten, seinen Arm erhebend, stürmte der menschenfressende Rākṣasa zornentbrannt auf Bhīmasena, den Bezwinger der Feinde, los.
Vaiśaṃpāyana sprach: Nach diesen Worten, seinen Arm erhebend, stürmte der menschenfressende Rākṣasa zornentbrannt auf Bhīmasena, den Bezwinger der Feinde, los.