Quellen der Menschheit

Mahābhārata · Ādiparva

Kapitel 158: Aṅgāraparṇavadhaḥ Der Kampf mit Aṅgāraparṇa

Auf dem nächtlichen Weg zur Gaṅgā stellt sich den Pāṇḍavas der eifersüchtige Gandharva-König Aṅgāraparṇa (Citraratha) entgegen, der mit Frauen im Fluss badet und die nächtliche Zeit für sich beansprucht. Arjuna widerspricht ihm und besiegt ihn mit der von Droṇa erhaltenen Agni-Waffe, verbrennt seinen Wagen und schleift ihn besinnungslos herbei. Auf Bitten von Aṅgāraparṇas Gattin Kumbhīnasī gewährt Yudhiṣṭhira Gnade. Der besiegte Gandharva, nun ‚Dagdharatha' (,Verbrannter Wagen') genannt, schließt Freundschaft mit Arjuna, lehrt ihm die geheime Sehkraft-Wissenschaft Cakṣuṣī und schenkt den fünf Brüdern je hundert Gandharva-Rosse im Tausch gegen die Agni-Waffe.

vaiśaṃpāyana uvāca te pratasthuḥ puraskṛtya mātaraṃ puruṣarṣabhāḥ samair udaṅmukhair mārgair yathoddiṣṭaṃ paraṃtapāḥ

Vaiśaṃpāyana sprach: Sie, die Stiere unter den Männern, brachen auf, ihre Mutter voranstellend, auf ebenen, nordwärts gerichteten Wegen, wie ihnen gewiesen, die Bezwinger der Feinde.

Wort für Wort
vaiśaṃpāyana uvāca te pratasthuḥ puraskṛtya mātaraṃ puruṣarṣabhāḥ samair udaṅmukhair mārgair yathoddiṣṭaṃ paraṃtapāḥ
Vaiśaṃpāyana sprach: Sie, die Stiere unter den Männern, brachen auf, ihre Mutter voranstellend, auf ebenen, nordwärts gerichteten Wegen, wie ihnen gewiesen, die Bezwinger der Feinde.

te gacchantas tv ahorātraṃ tīrthaṃ somaśravāyaṇam āseduḥ puruṣavyāghrā gaṅgāyāṃ pāṇḍunandanāḥ

Sie, Tag und Nacht ziehend, die Tiger unter den Männern, die Söhne Pāṇḍus, erreichten die Pilgerstätte Somaśravāyaṇa an der Gaṅgā.

Wort für Wort
te gacchantas tv ahorātraṃ tīrthaṃ somaśravāyaṇam āseduḥ puruṣavyāghrā gaṅgāyāṃ pāṇḍunandanāḥ
Sie, Tag und Nacht ziehend, die Tiger unter den Männern, die Söhne Pāṇḍus, erreichten die Pilgerstätte Somaśravāyaṇa an der Gaṅgā.

ulmukaṃ tu samudyamya teṣām agre dhanaṃjayaḥ prakāśārthaṃ yayau tatra rakṣārthaṃ ca mahāyaśāḥ

Eine Feuerfackel erhebend, zog Dhanaṃjaya vor ihnen her, um Licht zu geben, und dort auch zum Schutz, der hochberühmte.

Wort für Wort
ulmukaṃ tu samudyamya teṣām agre dhanaṃjayaḥ prakāśārthaṃ yayau tatra rakṣārthaṃ ca mahāyaśāḥ
Eine Feuerfackel erhebend, zog Dhanaṃjaya vor ihnen her, um Licht zu geben, und dort auch zum Schutz, der hochberühmte.

tatra gaṅgājale ramye vivikte krīḍayan striyaḥ īrṣyur gandharvarājaḥ sma jalakrīḍām upāgataḥ

Dort, in dem lieblichen, abgeschiedenen Gaṅgā-Wasser, war der eifersüchtige König der Gandharvas gekommen, um mit Frauen im Wasser zu spielen.

Wort für Wort
tatra gaṅgājale ramye vivikte krīḍayan striyaḥ īrṣyur gandharvarājaḥ sma jalakrīḍām upāgataḥ
Dort, in dem lieblichen, abgeschiedenen Gaṅgā-Wasser, war der eifersüchtige König der Gandharvas gekommen, um mit Frauen im Wasser zu spielen.

śabdaṃ teṣāṃ sa śuśrāva nadīṃ samupasarpatām tena śabdena cāviṣṭaś cukrodha balavad balī

Er hörte den Lärm jener, die sich dem Fluss näherten, und, von diesem Lärm erfasst, wurde er, der Starke, heftig zornig.

Wort für Wort
śabdaṃ teṣāṃ sa śuśrāva nadīṃ samupasarpatām tena śabdena cāviṣṭaś cukrodha balavad balī
Er hörte den Lärm jener, die sich dem Fluss näherten, und, von diesem Lärm erfasst, wurde er, der Starke, heftig zornig.

sa dṛṣṭvā pāṇḍavāṃs tatra saha mātrā paraṃtapān visphārayan dhanur ghoram idaṃ vacanam abravīt

Er, die Pāṇḍavas dort samt der Mutter erblickend, die Bezwinger der Feinde, seinen Bogen furchtbar spannend, sprach dieses Wort:

Wort für Wort
sa dṛṣṭvā pāṇḍavāṃs tatra saha mātrā paraṃtapān visphārayan dhanur ghoram idaṃ vacanam abravīt
Er, die Pāṇḍavas dort samt der Mutter erblickend, die Bezwinger der Feinde, seinen Bogen furchtbar spannend, sprach dieses Wort:

saṃdhyā saṃrajyate ghorā pūrvarātrāgameṣu yā aśītibhis truṭair hīnaṃ taṃ muhūrtaṃ pracakṣate

‚Die Dämmerung, die furchtbare, die sich beim Anbruch der ersten Nachtstunde rötet – die um achtzig Truṭis verminderte Zeitspanne nennt man Muhūrta.'

Wort für Wort
saṃdhyā saṃrajyate ghorā pūrvarātrāgameṣu yā aśītibhis truṭair hīnaṃ taṃ muhūrtaṃ pracakṣate
‚Die Dämmerung, die furchtbare, die sich beim Anbruch der ersten Nachtstunde rötet – die um achtzig Truṭis verminderte Zeitspanne nennt man Muhūrta.'

[?] Die genaue astronomisch-zeitliche Terminologie (Truṭi, Muhūrta) ist hier wörtlich, aber unsicher im Detail übersetzt.

vihitaṃ kāmacārāṇāṃ yakṣagandharvarakṣasām śeṣam anyan manuṣyāṇāṃ kāmacāram iha smṛtam

‚Diese Zeit ist den nach Belieben Wandelnden bestimmt, den Yakṣas, Gandharvas und Rākṣasas; die übrige Zeit gilt hier als den Menschen zum freien Wandeln überlassen.'

Wort für Wort
vihitaṃ kāmacārāṇāṃ yakṣagandharvarakṣasām śeṣam anyan manuṣyāṇāṃ kāmacāram iha smṛtam
‚Diese Zeit ist den nach Belieben Wandelnden bestimmt, den Yakṣas, Gandharvas und Rākṣasas; die übrige Zeit gilt hier als den Menschen zum freien Wandeln überlassen.'

lobhāt pracāraṃ caratas tāsu velāsu vai narān upakrāntā nigṛhṇīmo rākṣasaiḥ saha bāliśān

‚Menschen, die aus Gier zu diesen verbotenen Zeiten umherwandeln, ergreifen und bezwingen wir, samt den Rākṣasas, die Törichten.'

Wort für Wort
lobhāt pracāraṃ caratas tāsu velāsu vai narān upakrāntā nigṛhṇīmo rākṣasaiḥ saha bāliśān
‚Menschen, die aus Gier zu diesen verbotenen Zeiten umherwandeln, ergreifen und bezwingen wir, samt den Rākṣasas, die Törichten.'

tato rātrau prāpnuvato jalaṃ brahmavido janāḥ garhayanti narān sarvān balasthān nṛpatīn api

‚Deshalb tadeln die Brahman-Kundigen alle Menschen, die des Nachts zum Wasser kommen, auch die Starken, auch die Könige.'

Wort für Wort
tato rātrau prāpnuvato jalaṃ brahmavido janāḥ garhayanti narān sarvān balasthān nṛpatīn api
‚Deshalb tadeln die Brahman-Kundigen alle Menschen, die des Nachts zum Wasser kommen, auch die Starken, auch die Könige.'

ārāt tiṣṭhata mā mahyaṃ samīpam upasarpata kasmān māṃ nābhijānīta prāptaṃ bhāgīrathījalam

‚Bleibt fern, nähert euch mir nicht! Warum erkennt ihr mich nicht, der ich zum Wasser der Bhāgīrathī gekommen bin?'

Wort für Wort
ārāt tiṣṭhata mā mahyaṃ samīpam upasarpata kasmān māṃ nābhijānīta prāptaṃ bhāgīrathījalam
‚Bleibt fern, nähert euch mir nicht! Warum erkennt ihr mich nicht, der ich zum Wasser der Bhāgīrathī gekommen bin?'

aṅgāraparṇaṃ gandharvaṃ vitta māṃ svabalāśrayam ahaṃ hi mānī cerṣyuś ca kuberasya priyaḥ sakhā

‚Wisset, ich bin der Gandharva Aṅgāraparṇa, auf meine eigene Kraft gestützt; ich bin ja stolz und eifersüchtig und der liebe Freund Kuberas.'

Wort für Wort
aṅgāraparṇaṃ gandharvaṃ vitta māṃ svabalāśrayam ahaṃ hi mānī cerṣyuś ca kuberasya priyaḥ sakhā
‚Wisset, ich bin der Gandharva Aṅgāraparṇa, auf meine eigene Kraft gestützt; ich bin ja stolz und eifersüchtig und der liebe Freund Kuberas.'

aṅgāraparṇam iti ca khyataṃ vanam idaṃ mama anu gaṅgāṃ ca vākāṃ ca citraṃ yatra vasāmy aham

‚Und ‚Aṅgāraparṇa' heißt dieser mein Wald, entlang der Gaṅgā und der Vākā, ein wunderschöner, wo ich wohne.'

Wort für Wort
aṅgāraparṇam iti ca khyataṃ vanam idaṃ mama anu gaṅgāṃ ca vākāṃ ca citraṃ yatra vasāmy aham
‚Und ‚Aṅgāraparṇa' heißt dieser mein Wald, entlang der Gaṅgā und der Vākā, ein wunderschöner, wo ich wohne.'

[?] ‚Vākā' als Flussname ist unsicher; wörtlich übernommen.

na kuṇapāḥ śṛṅgiṇo vā na devā na ca mānuṣāḥ idaṃ samupasarpanti tat kiṃ samupasarpatha

‚Weder Leichen noch gehörnte Tiere, weder Götter noch Menschen nähern sich diesem Ort – warum also nähert ihr euch?'

Wort für Wort
na kuṇapāḥ śṛṅgiṇo vā na devā na ca mānuṣāḥ idaṃ samupasarpanti tat kiṃ samupasarpatha
‚Weder Leichen noch gehörnte Tiere, weder Götter noch Menschen nähern sich diesem Ort – warum also nähert ihr euch?'

arjuna uvāca samudre himavatpārśve nadyām asyāṃ ca durmate rātrāv ahani saṃdhau ca kasya kḷptaḥ parigrahaḥ

Arjuna sprach: ‚Im Meer, an den Flanken des Himavat, und in diesem Fluss, o Übelgesinnter, in der Nacht, am Tag und in der Dämmerung – wessen Eigentum ist je festgesetzt?'

Wort für Wort
arjuna uvāca samudre himavatpārśve nadyām asyāṃ ca durmate rātrāv ahani saṃdhau ca kasya kḷptaḥ parigrahaḥ
Arjuna sprach: ‚Im Meer, an den Flanken des Himavat, und in diesem Fluss, o Übelgesinnter, in der Nacht, am Tag und in der Dämmerung – wessen Eigentum ist je festgesetzt?'

vayaṃ ca śaktisaṃpannā akāle tvām adhṛṣṇumaḥ aśaktā hi kṣaṇe krūre yuṣmān arcanti mānavāḥ

‚Und wir, mit Kraft ausgestattet, fürchten dich nicht wegen der unrechten Zeit; nur die Kraftlosen verehren euch zur grausamen Stunde.'

Wort für Wort
vayaṃ ca śaktisaṃpannā akāle tvām adhṛṣṇumaḥ aśaktā hi kṣaṇe krūre yuṣmān arcanti mānavāḥ
‚Und wir, mit Kraft ausgestattet, fürchten dich nicht wegen der unrechten Zeit; nur die Kraftlosen verehren euch zur grausamen Stunde.'

purā himavataś caiṣā hemaśṛṅgād viniḥsṛtā gaṅgā gatvā samudrāmbhaḥ saptadhā pratipadyate

‚Einst, vom goldenen Gipfel des Himavat entsprungen, gelangt diese Gaṅgā, zum Meerwasser fließend, siebenfach geteilt.'

Wort für Wort
purā himavataś caiṣā hemaśṛṅgād viniḥsṛtā gaṅgā gatvā samudrāmbhaḥ saptadhā pratipadyate
‚Einst, vom goldenen Gipfel des Himavat entsprungen, gelangt diese Gaṅgā, zum Meerwasser fließend, siebenfach geteilt.'

iyaṃ bhūtvā caikavaprā śucir ākāśagā punaḥ deveṣu gaṅgā gandharva prāpnoty alakanandatām

‚Diese, obwohl an einem Ufer fließend, rein, wiederum durch den Himmel ziehend, wird unter den Göttern, o Gandharva, als Gaṅgā zur Alakanandā.'

Wort für Wort
iyaṃ bhūtvā caikavaprā śucir ākāśagā punaḥ deveṣu gaṅgā gandharva prāpnoty alakanandatām
‚Diese, obwohl an einem Ufer fließend, rein, wiederum durch den Himmel ziehend, wird unter den Göttern, o Gandharva, als Gaṅgā zur Alakanandā.'

tathā pitṝn vaitaraṇī dustarā pāpakarmabhiḥ gaṅgā bhavati gandharva yathā dvaipāyano 'bravīt

‚Ebenso wird sie für die Vorväter zur Vaitaraṇī, die für Übeltäter unüberquerbar ist, wird die Gaṅgā, o Gandharva, wie Dvaipāyana gesagt hat.'

Wort für Wort
tathā pitṝn vaitaraṇī dustarā pāpakarmabhiḥ gaṅgā bhavati gandharva yathā dvaipāyano 'bravīt
‚Ebenso wird sie für die Vorväter zur Vaitaraṇī, die für Übeltäter unüberquerbar ist, wird die Gaṅgā, o Gandharva, wie Dvaipāyana gesagt hat.'

asaṃbādhā devanadī svargasaṃpādanī śubhā katham icchasi tāṃ roddhuṃ naiṣa dharmaḥ sanātanaḥ

‚Unbeschränkt ist der Götterfluss, den Himmel verschaffend, heilvoll – wie kannst du wünschen, ihn zu versperren? Das ist nicht der ewige Dharma.'

Wort für Wort
asaṃbādhā devanadī svargasaṃpādanī śubhā katham icchasi tāṃ roddhuṃ naiṣa dharmaḥ sanātanaḥ
‚Unbeschränkt ist der Götterfluss, den Himmel verschaffend, heilvoll – wie kannst du wünschen, ihn zu versperren? Das ist nicht der ewige Dharma.'

anivāryam asaṃbādhaṃ tava vācā kathaṃ vayam na spṛśema yathākāmaṃ puṇyaṃ bhāgīrathījalam

‚Unabwendbar, unbeschränkt – wie sollten wir durch dein bloßes Wort nicht das heilige Wasser der Bhāgīrathī berühren dürfen, wie wir wollen?'

Wort für Wort
anivāryam asaṃbādhaṃ tava vācā kathaṃ vayam na spṛśema yathākāmaṃ puṇyaṃ bhāgīrathījalam
‚Unabwendbar, unbeschränkt – wie sollten wir durch dein bloßes Wort nicht das heilige Wasser der Bhāgīrathī berühren dürfen, wie wir wollen?'

vaiśaṃpāyana uvāca aṅgāraparṇas tac chrutvā kruddha ānamya kārmukam mumoca sāyakān dīptān ahīn āśīviṣān iva

Vaiśaṃpāyana sprach: Aṅgāraparṇa, dies hörend, zornig, seinen Bogen spannend, schoss glühende Pfeile ab, giftigen Schlangen gleich.

Wort für Wort
vaiśaṃpāyana uvāca aṅgāraparṇas tac chrutvā kruddha ānamya kārmukam mumoca sāyakān dīptān ahīn āśīviṣān iva
Vaiśaṃpāyana sprach: Aṅgāraparṇa, dies hörend, zornig, seinen Bogen spannend, schoss glühende Pfeile ab, giftigen Schlangen gleich.

ulmukaṃ bhrāmayaṃs tūrṇaṃ pāṇḍavaś carma cottamam vyapovāha śarāṃs tasya sarvān eva dhanaṃjayaḥ

Seine Feuerfackel rasch schwingend, und einen vortrefflichen Schild nutzend, wehrte der Pāṇḍava Dhanaṃjaya alle dessen Pfeile ab.

Wort für Wort
ulmukaṃ bhrāmayaṃs tūrṇaṃ pāṇḍavaś carma cottamam vyapovāha śarāṃs tasya sarvān eva dhanaṃjayaḥ
Seine Feuerfackel rasch schwingend, und einen vortrefflichen Schild nutzend, wehrte der Pāṇḍava Dhanaṃjaya alle dessen Pfeile ab.

arjuna uvāca bibhīṣikaiṣā gandharva nāstrajñeṣu prayujyate astrajñeṣu prayuktaiṣā phenavat pravilīyate

Arjuna sprach: ‚Dies ist eine bloße Einschüchterung, o Gandharva, die bei Waffenunkundigen wirkt; gegen Waffenkundige angewandt, zerfließt sie wie Schaum.'

Wort für Wort
arjuna uvāca bibhīṣikaiṣā gandharva nāstrajñeṣu prayujyate astrajñeṣu prayuktaiṣā phenavat pravilīyate
Arjuna sprach: ‚Dies ist eine bloße Einschüchterung, o Gandharva, die bei Waffenunkundigen wirkt; gegen Waffenkundige angewandt, zerfließt sie wie Schaum.'

mānuṣān ati gandharvān sarvān gandharva lakṣaye tasmād astreṇa divyena yotsye 'haṃ na tu māyayā

‚Ich schätze alle Gandharvas höher ein als Menschen, o Gandharva; deshalb werde ich mit göttlicher Waffe kämpfen, nicht mit bloßer Zaubertäuschung.'

Wort für Wort
mānuṣān ati gandharvān sarvān gandharva lakṣaye tasmād astreṇa divyena yotsye 'haṃ na tu māyayā
‚Ich schätze alle Gandharvas höher ein als Menschen, o Gandharva; deshalb werde ich mit göttlicher Waffe kämpfen, nicht mit bloßer Zaubertäuschung.'

purāstram idam āgneyaṃ prādāt kila bṛhaspatiḥ bharadvājasya gandharva guruputraḥ śatakratoḥ

‚Diese Agni-Waffe hat einst, so heißt es, Bṛhaspati, der Sohn des Lehrers des Śatakratu, dem Bharadvāja gegeben, o Gandharva.'

Wort für Wort
purāstram idam āgneyaṃ prādāt kila bṛhaspatiḥ bharadvājasya gandharva guruputraḥ śatakratoḥ
‚Diese Agni-Waffe hat einst, so heißt es, Bṛhaspati, der Sohn des Lehrers des Śatakratu, dem Bharadvāja gegeben, o Gandharva.'

bharadvājād agniveśyo agniveśyād gurur mama sa tv idaṃ mahyam adadād droṇo brāhmaṇasattamaḥ

‚Von Bharadvāja erhielt sie Agniveśya, von Agniveśya mein Lehrer; dieser, Droṇa, der Beste der Brahmanen, gab sie mir.'

Wort für Wort
bharadvājād agniveśyo agniveśyād gurur mama sa tv idaṃ mahyam adadād droṇo brāhmaṇasattamaḥ
‚Von Bharadvāja erhielt sie Agniveśya, von Agniveśya mein Lehrer; dieser, Droṇa, der Beste der Brahmanen, gab sie mir.'

vaiśaṃpāyana uvāca ity uktvā pāṇḍavaḥ kruddho gandharvāya mumoca ha pradīptam astram āgneyaṃ dadāhāsya rathaṃ tu tat

Vaiśaṃpāyana sprach: So sprechend, schoss der zornige Pāṇḍava auf den Gandharva die lodernde Agni-Waffe ab; diese verbrannte dessen Wagen.

Wort für Wort
vaiśaṃpāyana uvāca ity uktvā pāṇḍavaḥ kruddho gandharvāya mumoca ha pradīptam astram āgneyaṃ dadāhāsya rathaṃ tu tat
Vaiśaṃpāyana sprach: So sprechend, schoss der zornige Pāṇḍava auf den Gandharva die lodernde Agni-Waffe ab; diese verbrannte dessen Wagen.

virathaṃ viplutaṃ taṃ tu sa gandharvaṃ mahābalam astratejaḥpramūḍhaṃ ca prapatantam avāṅmukham

Ihn, den wagenlosen, hinweggeschleuderten, überaus starken Gandharva, betäubt vom Glanz der Waffe, mit dem Gesicht nach unten stürzend,

Wort für Wort
virathaṃ viplutaṃ taṃ tu sa gandharvaṃ mahābalam astratejaḥpramūḍhaṃ ca prapatantam avāṅmukham
Ihn, den wagenlosen, hinweggeschleuderten, überaus starken Gandharva, betäubt vom Glanz der Waffe, mit dem Gesicht nach unten stürzend,

śiroruheṣu jagrāha mālyavatsu dhanaṃjayaḥ bhrātṝn prati cakarṣātha so 'strapātād acetasam

packte Dhanaṃjaya an den Haaren, die mit Blumenkränzen geschmückt waren, und zog ihn, den durch den Waffeneinschlag Besinnungslosen, zu seinen Brüdern.

Wort für Wort
śiroruheṣu jagrāha mālyavatsu dhanaṃjayaḥ bhrātṝn prati cakarṣātha so 'strapātād acetasam
packte Dhanaṃjaya an den Haaren, die mit Blumenkränzen geschmückt waren, und zog ihn, den durch den Waffeneinschlag Besinnungslosen, zu seinen Brüdern.

yudhiṣṭhiraṃ tasya bhāryā prapede śaraṇārthinī nāmnā kumbhīnasī nāma patitrāṇam abhīpsatī

Seine Gattin, mit Namen Kumbhīnasī, wandte sich, Schutz suchend, an Yudhiṣṭhira, die Rettung ihres Gatten erflehend.

Wort für Wort
yudhiṣṭhiraṃ tasya bhāryā prapede śaraṇārthinī nāmnā kumbhīnasī nāma patitrāṇam abhīpsatī
Seine Gattin, mit Namen Kumbhīnasī, wandte sich, Schutz suchend, an Yudhiṣṭhira, die Rettung ihres Gatten erflehend.

gandharvy uvāca trāhi tvaṃ māṃ mahārāja patiṃ cemaṃ vimuñca me gandharvīṃ śaraṇaṃ prāptāṃ nāmnā kumbīnasīṃ prabho

Die Gandharvī sprach: ‚Rette du mich, Großkönig, und lass mir diesen meinen Gatten frei – mich, die Gandharvī, die zu dir, Schutz suchend, mit Namen Kumbhīnasī gekommen ist, o Herr.'

Wort für Wort
gandharvy uvāca trāhi tvaṃ māṃ mahārāja patiṃ cemaṃ vimuñca me gandharvīṃ śaraṇaṃ prāptāṃ nāmnā kumbīnasīṃ prabho
Die Gandharvī sprach: ‚Rette du mich, Großkönig, und lass mir diesen meinen Gatten frei – mich, die Gandharvī, die zu dir, Schutz suchend, mit Namen Kumbhīnasī gekommen ist, o Herr.'

yudhiṣṭhira uvāca yuddhe jitaṃ yaśohīnaṃ strīnātham aparākramam ko nu hanyād ripuṃ tvādṛṅ muñcemaṃ ripusūdana

Yudhiṣṭhira sprach: ‚Wer sollte einen im Kampf besiegten, des Ruhmes beraubten Feind, der nur noch die Frau als Beschützerin hat, ohne Tapferkeit, töten? Lass diesen frei, o Feindebezwinger.'

Wort für Wort
yudhiṣṭhira uvāca yuddhe jitaṃ yaśohīnaṃ strīnātham aparākramam ko nu hanyād ripuṃ tvādṛṅ muñcemaṃ ripusūdana
Yudhiṣṭhira sprach: ‚Wer sollte einen im Kampf besiegten, des Ruhmes beraubten Feind, der nur noch die Frau als Beschützerin hat, ohne Tapferkeit, töten? Lass diesen frei, o Feindebezwinger.'

arjuna uvāca aṅgemaṃ pratipadyasva gaccha gandharva mā śucaḥ pradiśaty abhayaṃ te 'dya kururājo yudhiṣṭhiraḥ

Arjuna sprach: ‚Wohlan, nimm dies dein Leben an, geh, Gandharva, betrübe dich nicht – der Kuru-König Yudhiṣṭhira gewährt dir heute Sicherheit.'

Wort für Wort
arjuna uvāca aṅgemaṃ pratipadyasva gaccha gandharva mā śucaḥ pradiśaty abhayaṃ te 'dya kururājo yudhiṣṭhiraḥ
Arjuna sprach: ‚Wohlan, nimm dies dein Leben an, geh, Gandharva, betrübe dich nicht – der Kuru-König Yudhiṣṭhira gewährt dir heute Sicherheit.'

gandharva uvāca jito 'haṃ pūrvakaṃ nāma muñcāmy aṅgāraparṇatām na ca ślāghe balenādya na nāmnā janasaṃsadi

Der Gandharva sprach: ‚Besiegt, lege ich meinen früheren Namen ab, den Namen ‚Aṅgāraparṇa'; und ich rühme mich heute weder meiner Kraft noch meines Namens in der Volksversammlung.'

Wort für Wort
gandharva uvāca jito 'haṃ pūrvakaṃ nāma muñcāmy aṅgāraparṇatām na ca ślāghe balenādya na nāmnā janasaṃsadi
Der Gandharva sprach: ‚Besiegt, lege ich meinen früheren Namen ab, den Namen ‚Aṅgāraparṇa'; und ich rühme mich heute weder meiner Kraft noch meines Namens in der Volksversammlung.'

sādhv imaṃ labdhavāṃl lābhaṃ yo 'haṃ divyāstradhāriṇam gāndharvyā māyayā yoddhum icchāmi vayasā varam

‚Diese Lehre habe ich wohl gewonnen: dass ich, gegen einen Träger göttlicher Waffen mit bloßer Gandharva-Zaubertäuschung zu kämpfen begehrend, gegen den an Jahren Überlegenen antrat.'

Wort für Wort
sādhv imaṃ labdhavāṃl lābhaṃ yo 'haṃ divyāstradhāriṇam gāndharvyā māyayā yoddhum icchāmi vayasā varam
‚Diese Lehre habe ich wohl gewonnen: dass ich, gegen einen Träger göttlicher Waffen mit bloßer Gandharva-Zaubertäuschung zu kämpfen begehrend, gegen den an Jahren Überlegenen antrat.'

[?] Vers syntaktisch stark komprimiert; sinngemäß übersetzt.

astrāgninā vicitro 'yaṃ dagdho me ratha uttamaḥ so 'haṃ citraratho bhūtvā nāmnā dagdharatho 'bhavam

‚Durch das Feuer der Waffe wurde dieser mein prächtiger, vortrefflicher Wagen verbrannt; ich, der ich Citraratha (,Bunter Wagen') war, wurde dem Namen nach zu Dagdharatha (,Verbrannter Wagen').'

Wort für Wort
astrāgninā vicitro 'yaṃ dagdho me ratha uttamaḥ so 'haṃ citraratho bhūtvā nāmnā dagdharatho 'bhavam
‚Durch das Feuer der Waffe wurde dieser mein prächtiger, vortrefflicher Wagen verbrannt; ich, der ich Citraratha (,Bunter Wagen') war, wurde dem Namen nach zu Dagdharatha (,Verbrannter Wagen').'

saṃbhṛtā caiva vidyeyaṃ tapaseha purā mayā nivedayiṣye tām adya prāṇadāyā mahātmane

‚Und dieses Wissen wurde einst von mir durch Askese hier erworben; ich werde es heute dem Hochherzigen mitteilen, der mir das Leben schenkte.'

Wort für Wort
saṃbhṛtā caiva vidyeyaṃ tapaseha purā mayā nivedayiṣye tām adya prāṇadāyā mahātmane
‚Und dieses Wissen wurde einst von mir durch Askese hier erworben; ich werde es heute dem Hochherzigen mitteilen, der mir das Leben schenkte.'

saṃstambhitaṃ hi tarasā jitaṃ śaraṇam āgatam yo 'riṃ saṃyojayet prāṇaiḥ kalyāṇaṃ kiṃ na so 'rhati

‚Denn wer einen mit Gewalt Gelähmten, Besiegten, Schutzsuchenden, seinen Feind, mit dem Leben wieder vereint, welches Heil sollte er nicht verdienen?'

Wort für Wort
saṃstambhitaṃ hi tarasā jitaṃ śaraṇam āgatam yo 'riṃ saṃyojayet prāṇaiḥ kalyāṇaṃ kiṃ na so 'rhati
‚Denn wer einen mit Gewalt Gelähmten, Besiegten, Schutzsuchenden, seinen Feind, mit dem Leben wieder vereint, welches Heil sollte er nicht verdienen?'

cakṣuṣī nāma vidyeyaṃ yāṃ somāya dadau manuḥ dadau sa viśvāvasave mahyaṃ viśvāvasur dadau

‚Dieses Wissen namens Cakṣuṣī, das Manu dem Soma gab – er gab es Viśvāvasu, und Viśvāvasu gab es mir.'

Wort für Wort
cakṣuṣī nāma vidyeyaṃ yāṃ somāya dadau manuḥ dadau sa viśvāvasave mahyaṃ viśvāvasur dadau
‚Dieses Wissen namens Cakṣuṣī, das Manu dem Soma gab – er gab es Viśvāvasu, und Viśvāvasu gab es mir.'

seyaṃ kāpuruṣaṃ prāptā gurudattā praṇaśyati āgamo 'syā mayā prokto vīryaṃ pratinibodha me

‚Dieses, von einem Lehrer gegebene Wissen, geht, wenn es einem Unwürdigen zuteilwird, zugrunde; die Überlieferung davon habe ich genannt – vernimm nun von mir seine Kraft.'

Wort für Wort
seyaṃ kāpuruṣaṃ prāptā gurudattā praṇaśyati āgamo 'syā mayā prokto vīryaṃ pratinibodha me
‚Dieses, von einem Lehrer gegebene Wissen, geht, wenn es einem Unwürdigen zuteilwird, zugrunde; die Überlieferung davon habe ich genannt – vernimm nun von mir seine Kraft.'

yac cakṣuṣā draṣṭum icchet triṣu lokeṣu kiṃ cana tat paśyed yādṛśaṃ cecchet tādṛṣaṃ draṣṭum arhati

‚Was immer man mit den Augen in den drei Welten zu sehen wünscht, das kann man sehen; wie man es auch sehen möchte, so vermag man es zu erblicken.'

Wort für Wort
yac cakṣuṣā draṣṭum icchet triṣu lokeṣu kiṃ cana tat paśyed yādṛśaṃ cecchet tādṛṣaṃ draṣṭum arhati
‚Was immer man mit den Augen in den drei Welten zu sehen wünscht, das kann man sehen; wie man es auch sehen möchte, so vermag man es zu erblicken.'

samānapadye ṣaṇmāsān sthito vidyāṃ labhed imām anuneṣyāmy ahaṃ vidyāṃ svayaṃ tubhyaṃ vrate kṛte

‚Wer sechs Monate in Gleichmut verharrt, erlangt dieses Wissen; ich selbst werde dir dieses Wissen übermitteln, sobald das Gelübde vollzogen ist.'

Wort für Wort
samānapadye ṣaṇmāsān sthito vidyāṃ labhed imām anuneṣyāmy ahaṃ vidyāṃ svayaṃ tubhyaṃ vrate kṛte
‚Wer sechs Monate in Gleichmut verharrt, erlangt dieses Wissen; ich selbst werde dir dieses Wissen übermitteln, sobald das Gelübde vollzogen ist.'

vidyayā hy anayā rājan vayaṃ nṛbhyo viśeṣitāḥ aviśiṣṭāś ca devānām anubhāvapravartitāḥ

‚Durch dieses Wissen nämlich, o König, sind wir vor den Menschen ausgezeichnet, und den Göttern nicht nachstehend, durch dessen Wirkkraft hervorgebracht.'

Wort für Wort
vidyayā hy anayā rājan vayaṃ nṛbhyo viśeṣitāḥ aviśiṣṭāś ca devānām anubhāvapravartitāḥ
‚Durch dieses Wissen nämlich, o König, sind wir vor den Menschen ausgezeichnet, und den Göttern nicht nachstehend, durch dessen Wirkkraft hervorgebracht.'

gandharvajānām aśvānām ahaṃ puruṣasattama bhrātṛbhyas tava pañcabhyaḥ pṛthag dātā śataṃ śatam

‚Von den Gandharva-Rossen, o Bester der Männer, werde ich jedem deiner fünf Brüder einzeln hundert geben.'

Wort für Wort
gandharvajānām aśvānām ahaṃ puruṣasattama bhrātṛbhyas tava pañcabhyaḥ pṛthag dātā śataṃ śatam
‚Von den Gandharva-Rossen, o Bester der Männer, werde ich jedem deiner fünf Brüder einzeln hundert geben.'

devagandharvavāhās te divyagandhā manogamāḥ kṣīṇāḥ kṣīṇā bhavanty ete na hīyante ca raṃhasaḥ

‚Diese Zugtiere der Götter und Gandharvas, von göttlichem Duft, so schnell wie der Gedanke – wie sehr sie auch erschöpft werden, ermatten sie doch nicht in ihrer Schnelligkeit.'

Wort für Wort
devagandharvavāhās te divyagandhā manogamāḥ kṣīṇāḥ kṣīṇā bhavanty ete na hīyante ca raṃhasaḥ
‚Diese Zugtiere der Götter und Gandharvas, von göttlichem Duft, so schnell wie der Gedanke – wie sehr sie auch erschöpft werden, ermatten sie doch nicht in ihrer Schnelligkeit.'

purā kṛtaṃ mahendrasya vajraṃ vṛtranibarhaṇe daśadhā śatadhā caiva tac chīrṇaṃ vṛtramūrdhani

‚Einst, bei der Vernichtung Vṛtras, zerbrach der Blitz des großen Indra zehnfach und hundertfach auf Vṛtras Haupt.'

Wort für Wort
purā kṛtaṃ mahendrasya vajraṃ vṛtranibarhaṇe daśadhā śatadhā caiva tac chīrṇaṃ vṛtramūrdhani
‚Einst, bei der Vernichtung Vṛtras, zerbrach der Blitz des großen Indra zehnfach und hundertfach auf Vṛtras Haupt.'

tato bhāgīkṛto devair vajrabhāga upāsyate loke yat sādhanaṃ kiṃ cit sā vai vajratanuḥ smṛtā

‚Darauf, von den Göttern in Anteile geteilt, wird der Vajra-Anteil in der Welt verehrt; was auch immer als Werkzeug dient, gilt als vom Wesen des Vajra.'

Wort für Wort
tato bhāgīkṛto devair vajrabhāga upāsyate loke yat sādhanaṃ kiṃ cit sā vai vajratanuḥ smṛtā
‚Darauf, von den Göttern in Anteile geteilt, wird der Vajra-Anteil in der Welt verehrt; was auch immer als Werkzeug dient, gilt als vom Wesen des Vajra.'

vajrapāṇir brāhmaṇaḥ syāt kṣatraṃ vajrarathaṃ smṛtam vaiśyā vai dānavajrāś ca karmavajrā yavīyasaḥ

‚Der Brahmane sei der mit dem Vajra in der Hand; der Kṣatriya-Stand gilt als der mit dem Vajra-Wagen; die Vaiśyas als die mit dem Vajra der Freigebigkeit, und die Geringeren als die mit dem Vajra der Tat.'

Wort für Wort
vajrapāṇir brāhmaṇaḥ syāt kṣatraṃ vajrarathaṃ smṛtam vaiśyā vai dānavajrāś ca karmavajrā yavīyasaḥ
‚Der Brahmane sei der mit dem Vajra in der Hand; der Kṣatriya-Stand gilt als der mit dem Vajra-Wagen; die Vaiśyas als die mit dem Vajra der Freigebigkeit, und die Geringeren als die mit dem Vajra der Tat.'

vajraṃ kṣatrasya vājino avadhyā vājinaḥ smṛtāḥ rathāṅgaṃ vaḍavā sūte sūtāś cāśveṣu ye matāḥ

‚Der Vajra des Kṣatriya-Standes sind die Rosse; unantastbar gelten die Rosse; das Wagenrad gebiert die Stute, und die Wagenlenker sind es, die man bei den Pferden wirken sieht.'

Wort für Wort
vajraṃ kṣatrasya vājino avadhyā vājinaḥ smṛtāḥ rathāṅgaṃ vaḍavā sūte sūtāś cāśveṣu ye matāḥ
‚Der Vajra des Kṣatriya-Standes sind die Rosse; unantastbar gelten die Rosse; das Wagenrad gebiert die Stute, und die Wagenlenker sind es, die man bei den Pferden wirken sieht.'

[?] Vers sprichwortartig-dunkel; wörtlich übersetzt.

kāmavarṇāḥ kāmajavāḥ kāmataḥ samupasthitāḥ ime gandharvajāḥ kāmaṃ pūrayiṣyanti te hayāḥ

‚Von beliebiger Farbe, von beliebiger Schnelligkeit, nach Belieben erscheinend – diese von den Gandharvas stammenden Rosse werden dir jeden Wunsch erfüllen.'

Wort für Wort
kāmavarṇāḥ kāmajavāḥ kāmataḥ samupasthitāḥ ime gandharvajāḥ kāmaṃ pūrayiṣyanti te hayāḥ
‚Von beliebiger Farbe, von beliebiger Schnelligkeit, nach Belieben erscheinend – diese von den Gandharvas stammenden Rosse werden dir jeden Wunsch erfüllen.'

arjuna uvāca yadi prītena vā dattaṃ saṃśaye jīvitasya vā vidyā vittaṃ śrutaṃ vāpi na tad gandharva kāmaye

Arjuna sprach: ‚Ob aus Zuneigung gegeben, oder nur aus Furcht um dein Leben – Wissen, Reichtum oder Gelehrsamkeit begehre ich davon nicht, o Gandharva.'

Wort für Wort
arjuna uvāca yadi prītena vā dattaṃ saṃśaye jīvitasya vā vidyā vittaṃ śrutaṃ vāpi na tad gandharva kāmaye
Arjuna sprach: ‚Ob aus Zuneigung gegeben, oder nur aus Furcht um dein Leben – Wissen, Reichtum oder Gelehrsamkeit begehre ich davon nicht, o Gandharva.'

gandharva uvāca saṃyogo vai prītikaraḥ saṃsatsu pratidṛśyate jīvitasya pradānena prīto vidyāṃ dadāmi te

Der Gandharva sprach: ‚Verbindung, die Freude schafft, zeigt sich ja unter Guten; aus Freude über die Schenkung meines Lebens gebe ich dir dieses Wissen.'

Wort für Wort
gandharva uvāca saṃyogo vai prītikaraḥ saṃsatsu pratidṛśyate jīvitasya pradānena prīto vidyāṃ dadāmi te
Der Gandharva sprach: ‚Verbindung, die Freude schafft, zeigt sich ja unter Guten; aus Freude über die Schenkung meines Lebens gebe ich dir dieses Wissen.'

tvatto hy ahaṃ grahīṣyāmi astram āgneyam uttamam tathaiva sakhyaṃ bībhatso cirāya bharatarṣabha

‚Von dir nämlich werde ich die vortreffliche Agni-Waffe erhalten, ebenso wünsche ich Freundschaft für lange Zeit, o Bībhatsu, Stier der Bharatas.'

Wort für Wort
tvatto hy ahaṃ grahīṣyāmi astram āgneyam uttamam tathaiva sakhyaṃ bībhatso cirāya bharatarṣabha
‚Von dir nämlich werde ich die vortreffliche Agni-Waffe erhalten, ebenso wünsche ich Freundschaft für lange Zeit, o Bībhatsu, Stier der Bharatas.'

arjuna uvāca tvatto 'streṇa vṛṇomy aśvān saṃyogaḥ śāśvato 'stu nau sakhe tad brūhi gandharva yuṣmabhyo yad bhayaṃ tyajet

Arjuna sprach: ‚Von dir erbitte ich mir im Austausch für die Waffe die Rosse; unsere Verbindung sei ewig, mein Freund; so sage mir, Gandharva, was euch die Furcht nehmen würde.'

Wort für Wort
arjuna uvāca tvatto 'streṇa vṛṇomy aśvān saṃyogaḥ śāśvato 'stu nau sakhe tad brūhi gandharva yuṣmabhyo yad bhayaṃ tyajet
Arjuna sprach: ‚Von dir erbitte ich mir im Austausch für die Waffe die Rosse; unsere Verbindung sei ewig, mein Freund; so sage mir, Gandharva, was euch die Furcht nehmen würde.'

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