Quellen der Menschheit

Mahābhārata · Ādiparva

Kapitel 84: Yayāty-upākhyānam Yayātis Bericht von seinen Himmelswelten

Aṣṭaka präzisiert Yayātis Aussage über Ehrwürdigkeit (Wissen UND Alter zusammen, nicht Alter allein); Yayāti trägt eine Lehre über Schicksalsergebenheit (Gleichmut in Glück und Leid, da alles vom Verhängnis abhängt) vor. Auf Aṣṭakas Bitte berichtet er detailliert von seinem Aufstieg durch die Himmelswelten (je 1000 Jahre in eigenem Reich, Indras Stadt, Prajāpatis Welt, den Wohnstätten aller Götter, zuletzt zehntausend mal hundert Jahre im Nandana-Garten), bis ein Götterbote seinen Sturz ankündigte und er, von den Göttern beklagt, zum Opferplatz Aṣṭakas herabfiel.

yayātir uvāca ahaṃ yayātir nahuṣasya putraḥ; pūroḥ pitā sarvabhūtāvamānāt prabhraṃśitaḥ surasiddharṣilokāt; paricyutaḥ prapatāmy alpapuṇyaḥ

Yayāti sprach: ›Ich bin Yayāti, Sohn des Nahuṣa, Vater des Pūru; wegen der Missachtung aller Wesen bin ich aus der Welt der Götter, Siddhas und Weisen vertrieben worden - gestürzt falle ich herab, mein Verdienst gering geworden.

Wort für Wort
yayātir uvāca ahaṃ yayātir nahuṣasya putraḥ; pūroḥ pitā sarvabhūtāvamānāt prabhraṃśitaḥ surasiddharṣilokāt; paricyutaḥ prapatāmy alpapuṇyaḥ
Yayāti sprach: ›Ich bin Yayāti, Sohn des Nahuṣa, Vater des Pūru; wegen der Missachtung aller Wesen bin ich aus der Welt der Götter, Siddhas und Weisen vertrieben worden - gestürzt falle ich herab, mein Verdienst gering geworden.

ahaṃ hi pūrvo vayasā bhavadbhyas; tenābhivādaṃ bhavatāṃ na prayuñje yo vidyayā tapasā janmanā vā; vṛddhaḥ sa pūjyo bhavati dvijānām

Ich bin zwar an Alter euch überlegen, doch deswegen erbitte ich nicht eure Verehrung; wer durch Wissen, Askese oder Geburt der Ältere ist, der ist bei den Zweifachgeborenen verehrungswürdig.‹

Wort für Wort
ahaṃ hi pūrvo vayasā bhavadbhyas; tenābhivādaṃ bhavatāṃ na prayuñje yo vidyayā tapasā janmanā vā; vṛddhaḥ sa pūjyo bhavati dvijānām
Ich bin zwar an Alter euch überlegen, doch deswegen erbitte ich nicht eure Verehrung; wer durch Wissen, Askese oder Geburt der Ältere ist, der ist bei den Zweifachgeborenen verehrungswürdig.‹

aṣṭaka uvāca avādīś ced vayasā yaḥ sa vṛddha; iti rājan nābhyavadaḥ kathaṃ cit yo vai vidvān vayasā san sma vṛddhaḥ; sa eva pūjyo bhavati dvijānām

Aṣṭaka sprach: ›Hättest du gesagt: »Wer an Alter der Ältere ist, der ist ehrwürdig« - so, o König, hättest du damit keineswegs unrecht gesprochen; doch wer wissend UND zugleich an Alter der Ältere ist, eben der ist bei den Zweifachgeborenen verehrungswürdig.‹

Wort für Wort
aṣṭaka uvāca avādīś ced vayasā yaḥ sa vṛddha; iti rājan nābhyavadaḥ kathaṃ cit yo vai vidvān vayasā san sma vṛddhaḥ; sa eva pūjyo bhavati dvijānām
Aṣṭaka sprach: ›Hättest du gesagt: »Wer an Alter der Ältere ist, der ist ehrwürdig« - so, o König, hättest du damit keineswegs unrecht gesprochen; doch wer wissend UND zugleich an Alter der Ältere ist, eben der ist bei den Zweifachgeborenen verehrungswürdig.‹

yayātir uvāca pratikūlaṃ karmaṇāṃ pāpam āhus; tad vartate 'pravaṇe pāpalokyam santo 'satāṃ nānuvartanti caitad; yathā ātmaiṣām anukūlavādī

Yayāti sprach: ›Man nennt das Böse das den Werken Zuwiderlaufende; es wirkt fort ins Ungünstige, in böse Welten führend; die Rechtschaffenen folgen dem Weg der Unrechtschaffenen nicht, so wie [nur] einer, der sich selbst genehm redet, [dem eigenen Vorteil] folgt.

Wort für Wort
yayātir uvāca pratikūlaṃ karmaṇāṃ pāpam āhus; tad vartate 'pravaṇe pāpalokyam santo 'satāṃ nānuvartanti caitad; yathā ātmaiṣām anukūlavādī
Yayāti sprach: ›Man nennt das Böse das den Werken Zuwiderlaufende; es wirkt fort ins Ungünstige, in böse Welten führend; die Rechtschaffenen folgen dem Weg der Unrechtschaffenen nicht, so wie [nur] einer, der sich selbst genehm redet, [dem eigenen Vorteil] folgt.

[Anm.: Der Vers ist im Sanskrit ungewöhnlich knapp und lässt sich nur sinngemäß rekonstruieren; die genaue logische Verknüpfung zwischen den beiden Vershälften bleibt unsicher.

abhūd dhanaṃ me vipulaṃ mahad vai; viceṣṭamāno nādhigantā tad asmi evaṃ pradhāryātmahite niviṣṭo; yo vartate sa vijānāti jīvan

Ich hatte einst großen, gewaltigen Reichtum; doch obwohl ich mich bemühe, erlange ich ihn nicht wieder. Wer, dies bedenkend, auf das eigene Wohl bedacht handelt, der versteht es, wahrhaft zu leben.

Wort für Wort
abhūd dhanaṃ me vipulaṃ mahad vai; viceṣṭamāno nādhigantā tad asmi evaṃ pradhāryātmahite niviṣṭo; yo vartate sa vijānāti jīvan
Ich hatte einst großen, gewaltigen Reichtum; doch obwohl ich mich bemühe, erlange ich ihn nicht wieder. Wer, dies bedenkend, auf das eigene Wohl bedacht handelt, der versteht es, wahrhaft zu leben.

nānābhāvā bahavo jīvaloke; daivādhīnā naṣṭaceṣṭādhikārāḥ tat tat prāpya na vihanyeta dhīro; diṣṭaṃ balīya iti matvātmabuddhyā

Vielfältige Zustände gibt es viele in der Welt der Lebewesen, vom Schicksal abhängig, deren Handlungsvermögen zunichte ist; was auch immer man erlangt, der Weise soll sich nicht erschüttern lassen, im Gedanken, mit eigenem Verstand: »Das Verhängnis ist stärker.«

Wort für Wort
nānābhāvā bahavo jīvaloke; daivādhīnā naṣṭaceṣṭādhikārāḥ tat tat prāpya na vihanyeta dhīro; diṣṭaṃ balīya iti matvātmabuddhyā
Vielfältige Zustände gibt es viele in der Welt der Lebewesen, vom Schicksal abhängig, deren Handlungsvermögen zunichte ist; was auch immer man erlangt, der Weise soll sich nicht erschüttern lassen, im Gedanken, mit eigenem Verstand: »Das Verhängnis ist stärker.«

sukhaṃ hi jantur yadi vāpi duḥkhaṃ; daivādhīnaṃ vindati nātmaśaktyā tasmād diṣṭaṃ balavan manyamāno; na saṃjvaren nāpi hṛṣyet kadā cit

Denn ob Glück oder Leid - das Wesen erlangt es, vom Schicksal abhängig, nicht durch eigene Kraft; darum soll man, das Verhängnis als das Stärkere erachtend, weder vor Leid erglühen noch vor Freude jauchzen, niemals.

Wort für Wort
sukhaṃ hi jantur yadi vāpi duḥkhaṃ; daivādhīnaṃ vindati nātmaśaktyā tasmād diṣṭaṃ balavan manyamāno; na saṃjvaren nāpi hṛṣyet kadā cit
Denn ob Glück oder Leid - das Wesen erlangt es, vom Schicksal abhängig, nicht durch eigene Kraft; darum soll man, das Verhängnis als das Stärkere erachtend, weder vor Leid erglühen noch vor Freude jauchzen, niemals.

duḥkhe na tapyen na sukhena hṛṣyet; samena varteta sadaiva dhīraḥ diṣṭaṃ balīya iti manyamāno; na saṃjvaren nāpi hṛṣyet kadā cit

Man soll sich im Leid nicht quälen, sich nicht am Glück erfreuen; der Weise soll sich stets gleichmütig verhalten - im Gedanken »Das Verhängnis ist stärker« weder erglühen noch jauchzen, niemals.

Wort für Wort
duḥkhe na tapyen na sukhena hṛṣyet; samena varteta sadaiva dhīraḥ diṣṭaṃ balīya iti manyamāno; na saṃjvaren nāpi hṛṣyet kadā cit
Man soll sich im Leid nicht quälen, sich nicht am Glück erfreuen; der Weise soll sich stets gleichmütig verhalten - im Gedanken »Das Verhängnis ist stärker« weder erglühen noch jauchzen, niemals.

bhaye na muhyāmy aṣṭakāhaṃ kadā cit; saṃtāpo me mānaso nāsti kaś cit dhātā yathā māṃ vidadhāti loke; dhruvaṃ tathāhaṃ bhaviteti matvā

In Gefahr verwirre ich mich niemals, Aṣṭaka; keinerlei seelischer Kummer ist in mir, im Gedanken: wie der Schöpfer mich in der Welt bestimmt, so werde ich gewiss sein.

Wort für Wort
bhaye na muhyāmy aṣṭakāhaṃ kadā cit; saṃtāpo me mānaso nāsti kaś cit dhātā yathā māṃ vidadhāti loke; dhruvaṃ tathāhaṃ bhaviteti matvā
In Gefahr verwirre ich mich niemals, Aṣṭaka; keinerlei seelischer Kummer ist in mir, im Gedanken: wie der Schöpfer mich in der Welt bestimmt, so werde ich gewiss sein.

saṃsvedajā aṇḍajā udbhidāś ca; sarīsṛpāḥ kṛmayo 'thāpsu matsyāḥ tathāśmānas tṛṇakāṣṭhaṃ ca sarvaṃ; diṣṭakṣaye svāṃ prakṛtiṃ bhajante

Die aus Schweiß Geborenen, die Eierlegenden und die Sprossenden, die Kriechtiere, Würmer, und im Wasser die Fische, ebenso die Steine, Gras und Holz - alles kehrt, wenn das Verhängnis erschöpft ist, zu seiner eigenen Natur zurück.

Wort für Wort
saṃsvedajā aṇḍajā udbhidāś ca; sarīsṛpāḥ kṛmayo 'thāpsu matsyāḥ tathāśmānas tṛṇakāṣṭhaṃ ca sarvaṃ; diṣṭakṣaye svāṃ prakṛtiṃ bhajante
Die aus Schweiß Geborenen, die Eierlegenden und die Sprossenden, die Kriechtiere, Würmer, und im Wasser die Fische, ebenso die Steine, Gras und Holz - alles kehrt, wenn das Verhängnis erschöpft ist, zu seiner eigenen Natur zurück.

anityatāṃ sukhaduḥkhasya buddhvā; kasmāt saṃtāpam aṣṭakāhaṃ bhajeyam kiṃ kuryāṃ vai kiṃ ca kṛtvā na tapye; tasmāt saṃtāpaṃ varjayāmy apramattaḥ

Die Unbeständigkeit von Glück und Leid erkennend, warum sollte ich, Aṣṭaka, Kummer hegen? Was sollte ich tun, und was, getan, würde mich nicht quälen? Darum vermeide ich, unabgelenkt, den Kummer.‹

Wort für Wort
anityatāṃ sukhaduḥkhasya buddhvā; kasmāt saṃtāpam aṣṭakāhaṃ bhajeyam kiṃ kuryāṃ vai kiṃ ca kṛtvā na tapye; tasmāt saṃtāpaṃ varjayāmy apramattaḥ
Die Unbeständigkeit von Glück und Leid erkennend, warum sollte ich, Aṣṭaka, Kummer hegen? Was sollte ich tun, und was, getan, würde mich nicht quälen? Darum vermeide ich, unabgelenkt, den Kummer.‹

aṣṭaka uvāca ye ye lokāḥ pārthivendra pradhānās; tvayā bhuktā yaṃ ca kālaṃ yathā ca tan me rājan brūhi sarvaṃ yathāvat; kṣetrajñavad bhāṣase tvaṃ hi dharmān

Aṣṭaka sprach: ›Welche vortrefflichen Welten auch immer, o Herrscher der Fürsten, von dir genossen wurden, wie lange und auf welche Weise - dies alles, o König, sag mir der Wahrheit gemäß; denn du sprichst über die Dharma-Lehren wie einer, der sie aus eigener Erfahrung kennt.‹

Wort für Wort
aṣṭaka uvāca ye ye lokāḥ pārthivendra pradhānās; tvayā bhuktā yaṃ ca kālaṃ yathā ca tan me rājan brūhi sarvaṃ yathāvat; kṣetrajñavad bhāṣase tvaṃ hi dharmān
Aṣṭaka sprach: ›Welche vortrefflichen Welten auch immer, o Herrscher der Fürsten, von dir genossen wurden, wie lange und auf welche Weise - dies alles, o König, sag mir der Wahrheit gemäß; denn du sprichst über die Dharma-Lehren wie einer, der sie aus eigener Erfahrung kennt.‹

yayātir uvāca rājāham āsam iha sārvabhaumas; tato lokān mahato ajayaṃ vai tatrāvasaṃ varṣasahasramātraṃ; tato lokaṃ param asmy abhyupetaḥ

Yayāti sprach: ›Ich war hier ein Weltenherrscher; von dort aus eroberte ich große Welten. Dort wohnte ich für die Dauer von tausend Jahren; danach gelangte ich zu einer höheren Welt.

Wort für Wort
yayātir uvāca rājāham āsam iha sārvabhaumas; tato lokān mahato ajayaṃ vai tatrāvasaṃ varṣasahasramātraṃ; tato lokaṃ param asmy abhyupetaḥ
Yayāti sprach: ›Ich war hier ein Weltenherrscher; von dort aus eroberte ich große Welten. Dort wohnte ich für die Dauer von tausend Jahren; danach gelangte ich zu einer höheren Welt.

tataḥ purīṃ puruhūtasya ramyāṃ; sahasradvārāṃ śatayojanāyatām adhyāvasaṃ varṣasahasramātraṃ; tato lokaṃ param asmy abhyupetaḥ

Dann wohnte ich in der lieblichen Stadt des Puruhūta (Indra), mit tausend Toren, hundert Yojanas lang; ich wohnte dort für die Dauer von tausend Jahren; danach gelangte ich zu einer höheren Welt.

Wort für Wort
tataḥ purīṃ puruhūtasya ramyāṃ; sahasradvārāṃ śatayojanāyatām adhyāvasaṃ varṣasahasramātraṃ; tato lokaṃ param asmy abhyupetaḥ
Dann wohnte ich in der lieblichen Stadt des Puruhūta (Indra), mit tausend Toren, hundert Yojanas lang; ich wohnte dort für die Dauer von tausend Jahren; danach gelangte ich zu einer höheren Welt.

tato divyam ajaraṃ prāpya lokaṃ; prajāpater lokapater durāpam tatrāvasaṃ varṣasahasramātraṃ; tato lokaṃ param asmy abhyupetaḥ

Dann erlangte ich die himmlische, alterlose Welt des Prajāpati, des Weltenherrn, schwer zu erreichen; ich wohnte dort für die Dauer von tausend Jahren; danach gelangte ich zu einer höheren Welt.

Wort für Wort
tato divyam ajaraṃ prāpya lokaṃ; prajāpater lokapater durāpam tatrāvasaṃ varṣasahasramātraṃ; tato lokaṃ param asmy abhyupetaḥ
Dann erlangte ich die himmlische, alterlose Welt des Prajāpati, des Weltenherrn, schwer zu erreichen; ich wohnte dort für die Dauer von tausend Jahren; danach gelangte ich zu einer höheren Welt.

devasya devasya niveśane ca; vijitya lokān avasaṃ yatheṣṭam saṃpūjyamānas tridaśaiḥ samastais; tulyaprabhāvadyutir īśvarāṇām

Und in der Wohnstatt jedes einzelnen Gottes, nachdem ich seine Welten erobert hatte, wohnte ich, wie ich wollte, geehrt von allen Dreißig, an Kraft und Glanz den Herrschern gleich.

Wort für Wort
devasya devasya niveśane ca; vijitya lokān avasaṃ yatheṣṭam saṃpūjyamānas tridaśaiḥ samastais; tulyaprabhāvadyutir īśvarāṇām
Und in der Wohnstatt jedes einzelnen Gottes, nachdem ich seine Welten erobert hatte, wohnte ich, wie ich wollte, geehrt von allen Dreißig, an Kraft und Glanz den Herrschern gleich.

tathāvasaṃ nandane kāmarūpī; saṃvatsarāṇām ayutaṃ śatānām sahāpsarobhir viharan puṇyagandhān; paśyan nagān puṣpitāṃś cārurūpān

Ebenso wohnte ich im Nandana-Garten, nach Belieben die Gestalt wechselnd, für hundert mal zehntausend Jahre, mich mit den Apsaras vergnügend, die wohlriechenden, schöngestaltigen blühenden Bäume betrachtend.

Wort für Wort
tathāvasaṃ nandane kāmarūpī; saṃvatsarāṇām ayutaṃ śatānām sahāpsarobhir viharan puṇyagandhān; paśyan nagān puṣpitāṃś cārurūpān
Ebenso wohnte ich im Nandana-Garten, nach Belieben die Gestalt wechselnd, für hundert mal zehntausend Jahre, mich mit den Apsaras vergnügend, die wohlriechenden, schöngestaltigen blühenden Bäume betrachtend.

tatrasthaṃ māṃ devasukheṣu saktaṃ; kāle 'tīte mahati tato 'timātram dūto devānām abravīd ugrarūpo; dhvaṃsety uccais triḥ plutena svareṇa

Zu mir, der ich dort, an den Götterfreuden hängend, weilte, sprach, nachdem eine übermäßig große Zeit vergangen war, ein Bote der Götter, von schrecklicher Gestalt: »Verfalle!« - laut, mit dreifach gedehnter Stimme.

Wort für Wort
tatrasthaṃ māṃ devasukheṣu saktaṃ; kāle 'tīte mahati tato 'timātram dūto devānām abravīd ugrarūpo; dhvaṃsety uccais triḥ plutena svareṇa
Zu mir, der ich dort, an den Götterfreuden hängend, weilte, sprach, nachdem eine übermäßig große Zeit vergangen war, ein Bote der Götter, von schrecklicher Gestalt: »Verfalle!« - laut, mit dreifach gedehnter Stimme.

etāvan me viditaṃ rājasiṃha; tato bhraṣṭo 'haṃ nandanāt kṣīṇapuṇyaḥ vāco 'śrauṣaṃ cāntarikṣe surāṇām; anukrośāc chocatāṃ mānavendra

So viel wurde mir bekannt, o Löwe unter den Königen; dann fiel ich, mein Verdienst erschöpft, aus dem Nandana; und ich hörte in der Zwischenluft die Stimmen der Götter, die aus Mitleid klagten, o Herrscher der Menschen.

Wort für Wort
etāvan me viditaṃ rājasiṃha; tato bhraṣṭo 'haṃ nandanāt kṣīṇapuṇyaḥ vāco 'śrauṣaṃ cāntarikṣe surāṇām; anukrośāc chocatāṃ mānavendra
So viel wurde mir bekannt, o Löwe unter den Königen; dann fiel ich, mein Verdienst erschöpft, aus dem Nandana; und ich hörte in der Zwischenluft die Stimmen der Götter, die aus Mitleid klagten, o Herrscher der Menschen.

aho kaṣṭaṃ kṣīṇapuṇyo yayātiḥ; pataty asau puṇyakṛt puṇyakīrtiḥ tān abruvaṃ patamānas tato 'haṃ; satāṃ madhye nipateyaṃ kathaṃ nu

»Ach, wie schmerzlich! Yayāti, dessen Verdienst erschöpft ist, fällt herab - er, der Verdienstvolle, von verdienstvollem Ruhm!« - zu ihnen sprach ich, herabfallend, dann: »Wie könnte ich doch inmitten der Rechtschaffenen fallen?«

Wort für Wort
aho kaṣṭaṃ kṣīṇapuṇyo yayātiḥ; pataty asau puṇyakṛt puṇyakīrtiḥ tān abruvaṃ patamānas tato 'haṃ; satāṃ madhye nipateyaṃ kathaṃ nu
»Ach, wie schmerzlich! Yayāti, dessen Verdienst erschöpft ist, fällt herab - er, der Verdienstvolle, von verdienstvollem Ruhm!« - zu ihnen sprach ich, herabfallend, dann: »Wie könnte ich doch inmitten der Rechtschaffenen fallen?«

tair ākhyātā bhavatāṃ yajñabhūmiḥ; samīkṣya caināṃ tvaritam upāgato 'smi havirgandhaṃ deśikaṃ yajñabhūmer; dhūmāpāṅgaṃ pratigṛhya pratītaḥ

Von ihnen wurde mir euer Opferplatz genannt; und als ich ihn erblickte, kam ich eilig hierher, den Opferspeise-Duft als Wegweiser zum Opferplatz nehmend, den Rauchschimmer als Zeichen annehmend, zuversichtlich.‹«

Wort für Wort
tair ākhyātā bhavatāṃ yajñabhūmiḥ; samīkṣya caināṃ tvaritam upāgato 'smi havirgandhaṃ deśikaṃ yajñabhūmer; dhūmāpāṅgaṃ pratigṛhya pratītaḥ
Von ihnen wurde mir euer Opferplatz genannt; und als ich ihn erblickte, kam ich eilig hierher, den Opferspeise-Duft als Wegweiser zum Opferplatz nehmend, den Rauchschimmer als Zeichen annehmend, zuversichtlich.‹«

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