Mahābhārata · Ādiparva
Kapitel 139: Hiḍimbavadhopakramaḥ
Hiḍimba (Beginn)
Der menschenfressende Rākṣasa Hiḍimba wittert vom nahen Śāla-Baum aus den Geruch der schlafenden Pāṇḍavas und schickt seine Schwester, sie zu töten und zu ihm zu bringen. Beim Anblick des wachenden Bhīma verliebt sich die Rākṣasī jedoch in ihn, nimmt menschliche Gestalt an und bietet ihm an, ihn vor ihrem eigenen Bruder zu retten, wenn er sie heirate. Bhīma weist die Werbung zurück, solange seine schlafende Familie in Gefahr ist, weigert sich aber auch, sie aus Furcht zu wecken, und fordert die Rākṣasī heraus, ihren Bruder selbst zu schicken.
vaiśaṃpāyana uvāca tatra teṣu śayāneṣu hiḍimbo nāma rākṣasaḥ avidūre vanāt tasmāc chālavṛkṣam upāśritaḥ
Vaiśaṃpāyana sprach: Während sie dort schliefen, lebte ein Rākṣasa namens Hiḍimba, unweit jenes Waldes, an einem Śāla-Baum wohnend,
Wort für Wort vaiśaṃpāyana uvāca tatra teṣu śayāneṣu hiḍimbo nāma rākṣasaḥ avidūre vanāt tasmāc chālavṛkṣam upāśritaḥ Vaiśaṃpāyana sprach: Während sie dort schliefen, lebte ein Rākṣasa namens Hiḍimba, unweit jenes Waldes, an einem Śāla-Baum wohnend, krūro mānuṣamāṃsādo mahāvīryo mahābalaḥ virūparūpaḥ piṅgākṣaḥ karālo ghoradarśanaḥ piśitepsuḥ kṣudhārtas tān apaśyata yadṛcchayā
grausam, Menschenfleisch essend, von großer Tapferkeit und großer Kraft, hässlicher Gestalt, mit gelbbraunen Augen, furchterregend, schrecklich anzusehen; nach Fleisch verlangend, von Hunger gequält, erblickte er sie zufällig.
Wort für Wort krūro mānuṣamāṃsādo mahāvīryo mahābalaḥ virūparūpaḥ piṅgākṣaḥ karālo ghoradarśanaḥ piśitepsuḥ kṣudhārtas tān apaśyata yadṛcchayā grausam, Menschenfleisch essend, von großer Tapferkeit und großer Kraft, hässlicher Gestalt, mit gelbbraunen Augen, furchterregend, schrecklich anzusehen; nach Fleisch verlangend, von Hunger gequält, erblickte er sie zufällig. ūrdhvāṅguliḥ sa kaṇḍūyan dhunvan rūkṣāñ śiroruhān jṛmbhamāṇo mahāvaktraḥ punaḥ punar avekṣya ca
Er, mit erhobenem Finger sich kratzend, sein struppiges Haupthaar schüttelnd, gähnend, mit großem Maul, blickte immer wieder hin,
Wort für Wort ūrdhvāṅguliḥ sa kaṇḍūyan dhunvan rūkṣāñ śiroruhān jṛmbhamāṇo mahāvaktraḥ punaḥ punar avekṣya ca Er, mit erhobenem Finger sich kratzend, sein struppiges Haupthaar schüttelnd, gähnend, mit großem Maul, blickte immer wieder hin, duṣṭo mānuṣamāṃsādo mahākāyo mahābalaḥ āghrāya mānuṣaṃ gandhaṃ bhaginīm idam abravīt
der böse, Menschenfleisch essende, riesenhafte, überaus starke Rākṣasa; den Menschengeruch witternd, sprach er zu seiner Schwester dies:
Wort für Wort duṣṭo mānuṣamāṃsādo mahākāyo mahābalaḥ āghrāya mānuṣaṃ gandhaṃ bhaginīm idam abravīt der böse, Menschenfleisch essende, riesenhafte, überaus starke Rākṣasa; den Menschengeruch witternd, sprach er zu seiner Schwester dies: upapannaś cirasyādya bhakṣo mama manaḥpriyaḥ snehasravān prasravati jihvā paryeti me mukham
‚Endlich, nach langer Zeit, ist mir heute eine dem Herzen liebe Speise zuteil geworden; mein Speichel fließt, meine Zunge umkreist meinen Mund.'
Wort für Wort upapannaś cirasyādya bhakṣo mama manaḥpriyaḥ snehasravān prasravati jihvā paryeti me mukham ‚Endlich, nach langer Zeit, ist mir heute eine dem Herzen liebe Speise zuteil geworden; mein Speichel fließt, meine Zunge umkreist meinen Mund.' aṣṭau daṃṣṭrāḥ sutīkṣṇāgrāś cirasyāpātaduḥsahāḥ deheṣu majjayiṣyāmi snigdheṣu piśiteṣu ca
‚Meine acht Fangzähne, mit überaus scharfen Spitzen, nach langer Zeit wieder unerträglich vor Gier – ich will sie in die fetten, fleischigen Leiber eintauchen.'
Wort für Wort aṣṭau daṃṣṭrāḥ sutīkṣṇāgrāś cirasyāpātaduḥsahāḥ deheṣu majjayiṣyāmi snigdheṣu piśiteṣu ca ‚Meine acht Fangzähne, mit überaus scharfen Spitzen, nach langer Zeit wieder unerträglich vor Gier – ich will sie in die fetten, fleischigen Leiber eintauchen.' ākramya mānuṣaṃ kaṇṭham ācchidya dhamanīm api uṣṇaṃ navaṃ prapāsyāmi phenilaṃ rudhiraṃ bahu
‚Auf die Kehle des Menschen tretend, seine Ader durchtrennend, will ich das warme, frische, schäumende, reichliche Blut trinken.'
Wort für Wort ākramya mānuṣaṃ kaṇṭham ācchidya dhamanīm api uṣṇaṃ navaṃ prapāsyāmi phenilaṃ rudhiraṃ bahu ‚Auf die Kehle des Menschen tretend, seine Ader durchtrennend, will ich das warme, frische, schäumende, reichliche Blut trinken.' gaccha jānīhi ke tv ete śerate vanam āśritāḥ mānuṣo balavān gandho ghrāṇaṃ tarpayatīva me
‚Geh, finde heraus, wer diese sind, die, im Wald Zuflucht suchend, schlafen; der starke Menschengeruch erfüllt gleichsam meine Nase mit Wonne.'
Wort für Wort gaccha jānīhi ke tv ete śerate vanam āśritāḥ mānuṣo balavān gandho ghrāṇaṃ tarpayatīva me ‚Geh, finde heraus, wer diese sind, die, im Wald Zuflucht suchend, schlafen; der starke Menschengeruch erfüllt gleichsam meine Nase mit Wonne.' hatvaitān mānuṣān sarvān ānayasva mamāntikam asmadviṣayasuptebhyo naitebhyo bhayam asti te
‚Töte alle diese Menschen und bring sie zu mir; vor diesen, die in unserem Herrschaftsbereich schlafen, hast du keine Furcht zu haben.'
Wort für Wort hatvaitān mānuṣān sarvān ānayasva mamāntikam asmadviṣayasuptebhyo naitebhyo bhayam asti te ‚Töte alle diese Menschen und bring sie zu mir; vor diesen, die in unserem Herrschaftsbereich schlafen, hast du keine Furcht zu haben.' eṣāṃ māṃsāni saṃskṛtya mānuṣāṇāṃ yatheṣṭataḥ bhakṣayiṣyāva sahitau kuru tūrṇaṃ vaco mama
‚Nachdem wir das Fleisch dieser Menschen nach Belieben zubereitet haben, wollen wir es zusammen verzehren; führe rasch mein Wort aus.'
Wort für Wort eṣāṃ māṃsāni saṃskṛtya mānuṣāṇāṃ yatheṣṭataḥ bhakṣayiṣyāva sahitau kuru tūrṇaṃ vaco mama ‚Nachdem wir das Fleisch dieser Menschen nach Belieben zubereitet haben, wollen wir es zusammen verzehren; führe rasch mein Wort aus.' bhrātur vacanam ājñāya tvaramāṇeva rākṣasī jagāma tatra yatra sma pāṇḍavā bharatarṣabha
Dem Wort ihres Bruders gehorchend, ging die Rākṣasī eilends dorthin, wo die Pāṇḍavas waren, o Stier der Bharatas.
Wort für Wort bhrātur vacanam ājñāya tvaramāṇeva rākṣasī jagāma tatra yatra sma pāṇḍavā bharatarṣabha Dem Wort ihres Bruders gehorchend, ging die Rākṣasī eilends dorthin, wo die Pāṇḍavas waren, o Stier der Bharatas. dadarśa tatra gatvā sā pāṇḍavān pṛthayā saha śayānān bhīmasenaṃ ca jāgrataṃ tv aparājitam
Dort angekommen, sah sie die Pāṇḍavas mit Pṛthā schlafend, und Bhīmasena, den Unbesiegten, wachend.
Wort für Wort dadarśa tatra gatvā sā pāṇḍavān pṛthayā saha śayānān bhīmasenaṃ ca jāgrataṃ tv aparājitam Dort angekommen, sah sie die Pāṇḍavas mit Pṛthā schlafend, und Bhīmasena, den Unbesiegten, wachend. dṛṣṭvaiva bhīmasenaṃ sā śālaskandham ivodgatam rākṣasī kāmayām āsa rūpeṇāpratimaṃ bhuvi
Beim bloßen Anblick Bhīmasenas, der wie der emporragende Stamm eines Śāla-Baums war, fasste die Rākṣasī, an Gestalt auf Erden ohnegleichen, Verlangen nach ihm.
Wort für Wort dṛṣṭvaiva bhīmasenaṃ sā śālaskandham ivodgatam rākṣasī kāmayām āsa rūpeṇāpratimaṃ bhuvi Beim bloßen Anblick Bhīmasenas, der wie der emporragende Stamm eines Śāla-Baums war, fasste die Rākṣasī, an Gestalt auf Erden ohnegleichen, Verlangen nach ihm. ayaṃ śyāmo mahābāhuḥ siṃhaskandho mahādyutiḥ kambugrīvaḥ puṣkarākṣo bhartā yukto bhaven mama
‚Dieser Dunkle, mit mächtigen Armen, löwenschultrig, von großem Glanz, mit muschelförmigem Hals, lotusäugig – er wäre ein passender Gatte für mich.'
Wort für Wort ayaṃ śyāmo mahābāhuḥ siṃhaskandho mahādyutiḥ kambugrīvaḥ puṣkarākṣo bhartā yukto bhaven mama ‚Dieser Dunkle, mit mächtigen Armen, löwenschultrig, von großem Glanz, mit muschelförmigem Hals, lotusäugig – er wäre ein passender Gatte für mich.' nāhaṃ bhrātṛvaco jātu kuryāṃ krūropasaṃhitam patisneho 'tibalavān na tathā bhrātṛsauhṛdam
‚Niemals werde ich das grausame Wort meines Bruders ausführen; die Liebe zum Gatten ist überaus stark, nicht so stark die brüderliche Zuneigung.'
Wort für Wort nāhaṃ bhrātṛvaco jātu kuryāṃ krūropasaṃhitam patisneho 'tibalavān na tathā bhrātṛsauhṛdam ‚Niemals werde ich das grausame Wort meines Bruders ausführen; die Liebe zum Gatten ist überaus stark, nicht so stark die brüderliche Zuneigung.' muhūrtam iva tṛptiś ca bhaved bhrātur mamaiva ca hatair etair ahatvā tu modiṣye śāśvatiḥ samāḥ
‚Nur für einen Augenblick wäre die Sättigung meines Bruders und meine eigene, wenn diese getötet würden; ohne sie zu töten aber werde ich mich auf ewige Zeiten freuen können.'
Wort für Wort muhūrtam iva tṛptiś ca bhaved bhrātur mamaiva ca hatair etair ahatvā tu modiṣye śāśvatiḥ samāḥ ‚Nur für einen Augenblick wäre die Sättigung meines Bruders und meine eigene, wenn diese getötet würden; ohne sie zu töten aber werde ich mich auf ewige Zeiten freuen können.' sā kāmarūpiṇī rūpaṃ kṛtvā mānuṣam uttamam upatasthe mahābāhuṃ bhīmasenaṃ śanaiḥ śanaiḥ
Sie, von Wunschgestalt, nahm die vortrefflichste Menschengestalt an und näherte sich langsam, langsam dem starkarmigen Bhīmasena.
Wort für Wort sā kāmarūpiṇī rūpaṃ kṛtvā mānuṣam uttamam upatasthe mahābāhuṃ bhīmasenaṃ śanaiḥ śanaiḥ Sie, von Wunschgestalt, nahm die vortrefflichste Menschengestalt an und näherte sich langsam, langsam dem starkarmigen Bhīmasena. vilajjamāneva latā divyābharaṇabhūṣitā smitapūrvam idaṃ vākyaṃ bhīmasenam athābravīt
Wie eine sich schämende Ranke, mit himmlischem Schmuck geziert, sprach sie darauf lächelnd dieses Wort zu Bhīmasena:
Wort für Wort vilajjamāneva latā divyābharaṇabhūṣitā smitapūrvam idaṃ vākyaṃ bhīmasenam athābravīt Wie eine sich schämende Ranke, mit himmlischem Schmuck geziert, sprach sie darauf lächelnd dieses Wort zu Bhīmasena: kutas tvam asi saṃprāptaḥ kaś cāsi puruṣarṣabha ka ime śerate ceha puruṣā devarūpiṇaḥ
‚Woher bist du gekommen, und wer bist du, Stier unter den Männern? Wer sind diese Männer von göttergleicher Gestalt, die hier schlafen?'
Wort für Wort kutas tvam asi saṃprāptaḥ kaś cāsi puruṣarṣabha ka ime śerate ceha puruṣā devarūpiṇaḥ ‚Woher bist du gekommen, und wer bist du, Stier unter den Männern? Wer sind diese Männer von göttergleicher Gestalt, die hier schlafen?' keyaṃ ca bṛhatī śyāmā sukumārī tavānagha śete vanam idaṃ prāpya viśvastā svagṛhe yathā
‚Und wer ist diese große, dunkle, zarte Frau an deiner Seite, du Schuldloser, die, in diesen Wald gelangt, arglos schläft, wie in ihrem eigenen Haus?'
Wort für Wort keyaṃ ca bṛhatī śyāmā sukumārī tavānagha śete vanam idaṃ prāpya viśvastā svagṛhe yathā ‚Und wer ist diese große, dunkle, zarte Frau an deiner Seite, du Schuldloser, die, in diesen Wald gelangt, arglos schläft, wie in ihrem eigenen Haus?' nedaṃ jānāti gahanaṃ vanaṃ rākṣasasevitam vasati hy atra pāpātmā hiḍimbo nāma rākṣasaḥ
‚Sie weiß nicht, dass dies ein dichter, von Rākṣasas heimgesuchter Wald ist; denn hier wohnt ein bösgesinnter Rākṣasa namens Hiḍimba.'
Wort für Wort nedaṃ jānāti gahanaṃ vanaṃ rākṣasasevitam vasati hy atra pāpātmā hiḍimbo nāma rākṣasaḥ ‚Sie weiß nicht, dass dies ein dichter, von Rākṣasas heimgesuchter Wald ist; denn hier wohnt ein bösgesinnter Rākṣasa namens Hiḍimba.' tenāhaṃ preṣitā bhrātrā duṣṭabhāvena rakṣasā bibhakṣayiṣatā māṃsaṃ yuṣmākam amaropama
‚Von ihm, meinem Bruder, dem bösgesinnten Rākṣasa, wurde ich gesandt, der euer Fleisch verzehren will, du Unsterblichen-Gleicher.'
Wort für Wort tenāhaṃ preṣitā bhrātrā duṣṭabhāvena rakṣasā bibhakṣayiṣatā māṃsaṃ yuṣmākam amaropama ‚Von ihm, meinem Bruder, dem bösgesinnten Rākṣasa, wurde ich gesandt, der euer Fleisch verzehren will, du Unsterblichen-Gleicher.' sāhaṃ tvām abhisaṃprekṣya devagarbhasamaprabham nānyaṃ bhartāram icchāmi satyam etad bravīmi te
‚Ich aber, dich erblickend, von einem Glanz wie ein göttlicher Spross, begehre keinen anderen Gatten; die Wahrheit sage ich dir.'
Wort für Wort sāhaṃ tvām abhisaṃprekṣya devagarbhasamaprabham nānyaṃ bhartāram icchāmi satyam etad bravīmi te ‚Ich aber, dich erblickend, von einem Glanz wie ein göttlicher Spross, begehre keinen anderen Gatten; die Wahrheit sage ich dir.' etad vijñāya dharmajña yuktaṃ mayi samācara kāmopahatacittāṅgīṃ bhajamānāṃ bhajasva mām
‚Dies erkennend, Dharma-Kundiger, handle recht an mir; nimm mich an, die ich, an Sinn und Leib von Verlangen ergriffen, mich dir zuwende.'
Wort für Wort etad vijñāya dharmajña yuktaṃ mayi samācara kāmopahatacittāṅgīṃ bhajamānāṃ bhajasva mām ‚Dies erkennend, Dharma-Kundiger, handle recht an mir; nimm mich an, die ich, an Sinn und Leib von Verlangen ergriffen, mich dir zuwende.' trāsye 'haṃ tvāṃ mahābāho rākṣasāt puruṣādakāt vatsyāvo giridurgeṣu bhartā bhava mamānagha
‚Ich werde dich, Starkarmiger, vor dem menschenfressenden Rākṣasa retten; wir wollen in unzugänglichen Bergfesten wohnen – sei mein Gatte, du Schuldloser.'
Wort für Wort trāsye 'haṃ tvāṃ mahābāho rākṣasāt puruṣādakāt vatsyāvo giridurgeṣu bhartā bhava mamānagha ‚Ich werde dich, Starkarmiger, vor dem menschenfressenden Rākṣasa retten; wir wollen in unzugänglichen Bergfesten wohnen – sei mein Gatte, du Schuldloser.' antarikṣacarā hy asmi kāmato vicarāmi ca atulām āpnuhi prītiṃ tatra tatra mayā saha
‚Denn ich bin eine, die durch die Luft wandelt, und ich schweife nach Belieben umher; erlange unvergleichliche Freude dort und dort mit mir.'
Wort für Wort antarikṣacarā hy asmi kāmato vicarāmi ca atulām āpnuhi prītiṃ tatra tatra mayā saha ‚Denn ich bin eine, die durch die Luft wandelt, und ich schweife nach Belieben umher; erlange unvergleichliche Freude dort und dort mit mir.' bhīma uvāca mātaraṃ bhrātaraṃ jyeṣṭhaṃ kaniṣṭhān aparān imān parityajeta ko nv adya prabhavann iva rākṣasi
Bhīma sprach: ‚Wer, o Rākṣasī, könnte wohl heute, obgleich fähig sie zu schützen, die Mutter, den ältesten Bruder und diese jüngeren Brüder verlassen?'
Wort für Wort bhīma uvāca mātaraṃ bhrātaraṃ jyeṣṭhaṃ kaniṣṭhān aparān imān parityajeta ko nv adya prabhavann iva rākṣasi Bhīma sprach: ‚Wer, o Rākṣasī, könnte wohl heute, obgleich fähig sie zu schützen, die Mutter, den ältesten Bruder und diese jüngeren Brüder verlassen?' ko hi suptān imān bhrātṝn dattvā rākṣasabhojanam mātaraṃ ca naro gacchet kāmārta iva madvidhaḥ
‚Denn welcher Mann meinesgleichen würde diese schlafenden Brüder und die Mutter einem Rākṣasa zum Fraß preisgeben und, von Verlangen gequält, mit dir davongehen?'
Wort für Wort ko hi suptān imān bhrātṝn dattvā rākṣasabhojanam mātaraṃ ca naro gacchet kāmārta iva madvidhaḥ ‚Denn welcher Mann meinesgleichen würde diese schlafenden Brüder und die Mutter einem Rākṣasa zum Fraß preisgeben und, von Verlangen gequält, mit dir davongehen?' rākṣasy uvāca yat te priyaṃ tat kariṣye sarvān etān prabodhaya mokṣayiṣyāmi vaḥ kāmaṃ rākṣasāt puruṣādakāt
Die Rākṣasī sprach: ‚Was dir lieb ist, das werde ich tun; wecke sie alle, ich werde euch nach Belieben vor dem menschenfressenden Rākṣasa retten.'
Wort für Wort rākṣasy uvāca yat te priyaṃ tat kariṣye sarvān etān prabodhaya mokṣayiṣyāmi vaḥ kāmaṃ rākṣasāt puruṣādakāt Die Rākṣasī sprach: ‚Was dir lieb ist, das werde ich tun; wecke sie alle, ich werde euch nach Belieben vor dem menschenfressenden Rākṣasa retten.' bhīma uvāca sukhasuptān vane bhrātṝn mātaraṃ caiva rākṣasi na bhayād bodhayiṣyāmi bhrātus tava durātmanaḥ
Bhīma sprach: ‚Die im Wald friedlich schlafenden Brüder und auch die Mutter werde ich, o Rākṣasī, nicht aus Furcht vor deinem bösgesinnten Bruder wecken.'
Wort für Wort bhīma uvāca sukhasuptān vane bhrātṝn mātaraṃ caiva rākṣasi na bhayād bodhayiṣyāmi bhrātus tava durātmanaḥ Bhīma sprach: ‚Die im Wald friedlich schlafenden Brüder und auch die Mutter werde ich, o Rākṣasī, nicht aus Furcht vor deinem bösgesinnten Bruder wecken.' na hi me rākṣasā bhīru soḍhuṃ śaktāḥ parākramam na manuṣyā na gandharvā na yakṣāś cārulocane
‚Denn weder Rākṣasas, du Furchtsame, noch Menschen, noch Gandharvas, noch Yakṣas vermögen meine Kraft zu ertragen, du Schönäugige.'
Wort für Wort na hi me rākṣasā bhīru soḍhuṃ śaktāḥ parākramam na manuṣyā na gandharvā na yakṣāś cārulocane ‚Denn weder Rākṣasas, du Furchtsame, noch Menschen, noch Gandharvas, noch Yakṣas vermögen meine Kraft zu ertragen, du Schönäugige.' gaccha vā tiṣṭha vā bhadre yad vāpīcchasi tat kuru taṃ vā preṣaya tanvaṅgi bhrātaraṃ puruṣādakam
‚Geh oder bleib, du Gute, oder tue, was immer du willst; oder schicke ihn, den menschenfressenden Bruder, her, du Schlankgliedrige.'
Wort für Wort gaccha vā tiṣṭha vā bhadre yad vāpīcchasi tat kuru taṃ vā preṣaya tanvaṅgi bhrātaraṃ puruṣādakam ‚Geh oder bleib, du Gute, oder tue, was immer du willst; oder schicke ihn, den menschenfressenden Bruder, her, du Schlankgliedrige.'
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