Kapitel 106: Pāṇḍor Vanavāsaḥ
Pāṇḍus Rückzug in den Wald und Viduras Vermählung
Pāṇḍu übergibt seine Kriegsbeute an Bhīṣma, Satyavatī, seine Mutter und Vidura; Dhṛtarāṣṭra bringt damit hundert Aśvamedha-Opfer dar. Pāṇḍu selbst zieht sich mit Kuntī und Mādrī als Jäger in die Wälder am Südhang des Himālaya zurück, wo die Waldbewohner ihn für einen Gott halten. Bhīṣma vermählt unterdessen Vidura mit einer Pāraśavī-Jungfrau, der Tochter König Devakas, mit der Vidura tugendhafte Söhne zeugt.
Vaiśaṃpāyana sprach: Mit Dhṛtarāṣṭras Erlaubnis brachte er [Pāṇḍu] den mit den eigenen Armen erkämpften Reichtum Bhīṣma, Satyavatī und seiner Mutter dar.
Vaiśaṃpāyana sprach: Mit Dhṛtarāṣṭras Erlaubnis brachte er [Pāṇḍu] den mit den eigenen Armen erkämpften Reichtum Bhīṣma, Satyavatī und seiner Mutter dar.
nananda mātā kausalyā tam apratimatejasam jayantam iva paulomī pariṣvajya nararṣabham
Die Mutter, die Tochter der Kausalyā, freute sich, jenen von unvergleichlichem Glanz, den Tiger unter den Menschen, umarmend, wie Paulomī [Śacī] den siegreichen [Indra].
Wort für Wort
nananda mātā kausalyā tam apratimatejasam jayantam iva paulomī pariṣvajya nararṣabham
Die Mutter, die Tochter der Kausalyā, freute sich, jenen von unvergleichlichem Glanz, den Tiger unter den Menschen, umarmend, wie Paulomī [Śacī] den siegreichen [Indra].
Mit den durch die Tapferkeit jenes Helden gewonnenen Reichtümern, mit tausend- und hundertfachen Ehrengaben, brachte Dhṛtarāṣṭra hundert große Aśvamedha-Opfer dar.
Mit den durch die Tapferkeit jenes Helden gewonnenen Reichtümern, mit tausend- und hundertfachen Ehrengaben, brachte Dhṛtarāṣṭra hundert große Aśvamedha-Opfer dar.
Den Bhārata, mit Pfeil, Schwert und Bogen bewaffnet, in bunter Rüstung, den Helden, den höchsten Kenner der Waffenkunst, den König, der zusammen mit seinen beiden Gattinnen umherwandelte, hielten die Waldbewohner für einen Gott.
Den Bhārata, mit Pfeil, Schwert und Bogen bewaffnet, in bunter Rüstung, den Helden, den höchsten Kenner der Waffenkunst, den König, der zusammen mit seinen beiden Gattinnen umherwandelte, hielten die Waldbewohner für einen Gott.
atha pāraśavīṃ kanyāṃ devakasya mahīpateḥ rūpayauvanasaṃpannāṃ sa śuśrāvāpagāsutaḥ
Da hörte der Sohn des Flusses [Bhīṣma] von der Pāraśavī-Jungfrau des Königs Devaka, mit Schönheit und Jugend gesegnet.
Wort für Wort
atha pāraśavīṃ kanyāṃ devakasya mahīpateḥ rūpayauvanasaṃpannāṃ sa śuśrāvāpagāsutaḥ
Da hörte der Sohn des Flusses [Bhīṣma] von der Pāraśavī-Jungfrau des Königs Devaka, mit Schönheit und Jugend gesegnet.
[Anm.: ‚Pāraśavī' bezeichnet eine Tochter aus der Verbindung eines Brahmanen mit einer Śūdra-Frau (Pāraśava-Kaste) – ein zu Vidura selbst passender Stand. Dieser König Devaka ist vom bereits im Glossar verzeichneten Devaka (wiedergeborener Gandharva-Herrscher) hier nicht sicher zu unterscheiden.]