Kapitel 216: Divyāstraprāptiḥ
Der Empfang der göttlichen Waffen und der Beginn des Waldbrandes
Agni wendet sich an Varuṇa, den Herrn der Gewässer, und erhält von ihm den einst von Prajāpati geschaffenen, von Soma an die Götter weitergegebenen Bogen Gāṇḍīva samt zwei unerschöpflichen Köchern und einem göttlichen, affenbekrönten Wagen für Arjuna, sowie den Diskus (Sudarśana) und die Keule Kaumodakī für Kṛṣṇa. Mit diesen Waffen ausgerüstet, erklären sich beide bereit, Indra und die Götter im Kampf zu bestehen; Agni nimmt daraufhin seine feurige Gestalt an und beginnt, den Wald Khāṇḍava von allen Seiten zu verbrennen.
Vaiśampāyana sprach: So angesprochen, dachte der Erhabene, der Rauchbannerträger, der Opferverzehrer, an Varuṇa, den Weltenhüter, in dem Wunsch, ihn zu sehen - den Sohn Aditis, den Gott, der im Wasser weilt, den Herrn der Gewässer.
Vaiśampāyana sprach: So angesprochen, dachte der Erhabene, der Rauchbannerträger, der Opferverzehrer, an Varuṇa, den Weltenhüter, in dem Wunsch, ihn zu sehen - den Sohn Aditis, den Gott, der im Wasser weilt, den Herrn der Gewässer.
sa ca tac cintitaṃ jñātvā darśayām āsa pāvakam tam abravīd dhūmaketuḥ pratipūjya jaleśvaram caturthaṃ lokapālānāṃ rakṣitāraṃ maheśvaram
Und als jener seinen Gedanken erkannte, erschien er dem Pāvaka; da sprach der Rauchbannerträger zu ihm, nachdem er den Herrn der Gewässer verehrt hatte, den vierten unter den Weltenhütern, den großen Beschützer, den Erhabenen:
Wort für Wort
sa ca tac cintitaṃ jñātvā darśayām āsa pāvakam tam abravīd dhūmaketuḥ pratipūjya jaleśvaram caturthaṃ lokapālānāṃ rakṣitāraṃ maheśvaram
Und als jener seinen Gedanken erkannte, erschien er dem Pāvaka; da sprach der Rauchbannerträger zu ihm, nachdem er den Herrn der Gewässer verehrt hatte, den vierten unter den Weltenhütern, den großen Beschützer, den Erhabenen:
kāryaṃ hi sumahat pārtho gāṇḍīvena kariṣyati cakreṇa vāsudevaś ca tan madarthe pradīyatām dadānīty eva varuṇaḥ pāvakaṃ pratyabhāṣata
Denn eine überaus große Tat wird der Sohn der Pṛthā mit dem Gāṇḍīva vollbringen, und Vāsudeva mit dem Diskus; darum sollen sie mir zuliebe übergeben werden. So sei es, ich gebe sie - so antwortete Varuṇa dem Pāvaka.
Wort für Wort
kāryaṃ hi sumahat pārtho gāṇḍīvena kariṣyati cakreṇa vāsudevaś ca tan madarthe pradīyatām dadānīty eva varuṇaḥ pāvakaṃ pratyabhāṣata
Denn eine überaus große Tat wird der Sohn der Pṛthā mit dem Gāṇḍīva vollbringen, und Vāsudeva mit dem Diskus; darum sollen sie mir zuliebe übergeben werden. So sei es, ich gebe sie - so antwortete Varuṇa dem Pāvaka.
tato 'dbhutaṃ mahāvīryaṃ yaśaḥkīrtivivardhanam sarvaśastrair anādhṛṣyaṃ sarvaśastrapramāthi ca sarvāyudhamahāmātraṃ parasenāpradharṣaṇam
Dann jenen wunderbaren Bogen, von großer Kraft, Ruhm und Ehre mehrend, von allen Waffen unangreifbar und selbst alle Waffen zermalmend, den größten unter allen Waffen, der feindliche Heere überwältigt,
Wort für Wort
tato 'dbhutaṃ mahāvīryaṃ yaśaḥkīrtivivardhanam sarvaśastrair anādhṛṣyaṃ sarvaśastrapramāthi ca sarvāyudhamahāmātraṃ parasenāpradharṣaṇam
Dann jenen wunderbaren Bogen, von großer Kraft, Ruhm und Ehre mehrend, von allen Waffen unangreifbar und selbst alle Waffen zermalmend, den größten unter allen Waffen, der feindliche Heere überwältigt,
Und einen Wagen, mit göttlichen Rossen bespannt, mit dem Banner des vortrefflichen Affen, versehen mit silberweißen, von den Gandharvas stammenden, goldbekränzten Rossen, weißen Wolken gleich, geschwind wie Geist und Wind,
Und einen Wagen, mit göttlichen Rossen bespannt, mit dem Banner des vortrefflichen Affen, versehen mit silberweißen, von den Gandharvas stammenden, goldbekränzten Rossen, weißen Wolken gleich, geschwind wie Geist und Wind,
bestieg der Sohn der Pṛthā, gerüstet, gepanzert, das Schwert tragend, mit angelegtem Lederschutz an den Fingern, den Wagen, wie ein Tugendhafter ein Himmelsfahrzeug.
bestieg der Sohn der Pṛthā, gerüstet, gepanzert, das Schwert tragend, mit angelegtem Lederschutz an den Fingern, den Wagen, wie ein Tugendhafter ein Himmelsfahrzeug.
Nachdem er den Wagen und den Bogen sowie die beiden unerschöpflichen großen Köcher erlangt hatte, war der Sohn Kuntīs bereit und hocherfreut zum Beistand.
Nachdem er den Wagen und den Bogen sowie die beiden unerschöpflichen großen Köcher erlangt hatte, war der Sohn Kuntīs bereit und hocherfreut zum Beistand.
anena tvaṃ manuṣyāṇāṃ devānām api cāhave rakṣaḥpiśācadaityānāṃ nāgānāṃ cādhikaḥ sadā bhaviṣyasi na saṃdehaḥ pravarārinibarhaṇe
Mit diesem wirst du stets über Menschen, im Kampf auch über Götter, sowie über Rākṣasas, Piśācas, Daityas und Nāgas überlegen sein, ohne Zweifel, im Vernichten selbst der vortrefflichsten Feinde.
Wort für Wort
anena tvaṃ manuṣyāṇāṃ devānām api cāhave rakṣaḥpiśācadaityānāṃ nāgānāṃ cādhikaḥ sadā bhaviṣyasi na saṃdehaḥ pravarārinibarhaṇe
Mit diesem wirst du stets über Menschen, im Kampf auch über Götter, sowie über Rākṣasas, Piśācas, Daityas und Nāgas überlegen sein, ohne Zweifel, im Vernichten selbst der vortrefflichsten Feinde.
Und immer wieder, wenn er im Kampf gegen Feinde von dir geschleudert wird, Mādhava, wird er, nachdem er unaufhaltsam getroffen hat, wieder in deine Hand zurückkehren.
Und immer wieder, wenn er im Kampf gegen Feinde von dir geschleudert wird, Mādhava, wird er, nachdem er unaufhaltsam getroffen hat, wieder in deine Hand zurückkehren.
kalyau svo bhagavan yoddhum api sarvaiḥ surāsuraiḥ kiṃ punar vajriṇaikena pannagārthe yuyutsunā
Wir beide sind nun bereit, Erhabener, selbst gegen alle Götter und Asuren zu kämpfen - wie viel mehr gegen den Blitzträger allein, der um der Schlange willen kämpfen will.
Wort für Wort
kalyau svo bhagavan yoddhum api sarvaiḥ surāsuraiḥ kiṃ punar vajriṇaikena pannagārthe yuyutsunā
Wir beide sind nun bereit, Erhabener, selbst gegen alle Götter und Asuren zu kämpfen - wie viel mehr gegen den Blitzträger allein, der um der Schlange willen kämpfen will.
arjuna uvāca cakram astraṃ ca vārṣṇeyo visṛjan yudhi vīryavān triṣu lokeṣu tan nāsti yan na jīyāj janārdanaḥ
Arjuna sprach: Wenn der Vṛṣṇi-Spross, der Kraftvolle, im Kampf seinen Diskus als Waffe schleudert, gibt es in den drei Welten nichts, das Janārdana nicht besiegen könnte.
Wort für Wort
arjuna uvāca cakram astraṃ ca vārṣṇeyo visṛjan yudhi vīryavān triṣu lokeṣu tan nāsti yan na jīyāj janārdanaḥ
Arjuna sprach: Wenn der Vṛṣṇi-Spross, der Kraftvolle, im Kampf seinen Diskus als Waffe schleudert, gibt es in den drei Welten nichts, das Janārdana nicht besiegen könnte.
Nachdem er ihn von allen Seiten umgeben hatte, verbrannte da der siebenzüngige, zornige Feuergott Khāṇḍava und glich dabei dem Ende eines Weltzeitalters.
Nachdem er ihn von allen Seiten umgeben hatte, verbrannte da der siebenzüngige, zornige Feuergott Khāṇḍava und glich dabei dem Ende eines Weltzeitalters.