Quellen der Menschheit

Mahābhārata · Ādiparva

Kapitel 99: Satyavatī-Vyāsa-Saṃvādaḥ Satyavatī offenbart Vyāsa und beauftragt ihn mit dem Niyoga

Satyavatī offenbart Bhīṣma ihre bisher verborgene Vorgeschichte: als junge Fährfrau von dem Weisen Parāśara auf einer Yamunā-Insel überwältigt, gebar sie ihm den Sohn Kṛṣṇa-Dvaipāyana (Vyāsa), blieb aber äußerlich Jungfrau und erhielt einen wohlriechenden Duft anstelle ihres Fischgeruchs. Sie ruft Vyāsa in Gedanken herbei; er erscheint, erklärt sich zum Niyoga an den Witwen Vicitravīryas bereit, verlangt aber ein einjähriges Reinigungsgelübde der Frauen. Auf Satyavatīs Drängen wegen der Staatsnotwendigkeit eines Thronerben verkürzt er die Bedingung: die Frau müsse statt des Jahres nur seine abschreckende äußere Erscheinung ertragen. Satyavatī bereitet darauf Ambikā (hier als ‚Tochter der Kausalyā' bezeichnet) auf die bevorstehende Begegnung vor.

bhīṣma uvāca punar bharatavaṃśasya hetuṃ saṃtānavṛddhaye vakṣyāmi niyataṃ mātas tan me nigadataḥ śṛṇu

Bhīṣma sprach: Wiederum will ich dir, Mutter, den sicheren Weg zur Mehrung der Nachkommenschaft des Bharata-Geschlechts nennen; höre, was ich dir sage.

Wort für Wort
bhīṣma uvāca punar bharatavaṃśasya hetuṃ saṃtānavṛddhaye vakṣyāmi niyataṃ mātas tan me nigadataḥ śṛṇu
Bhīṣma sprach: Wiederum will ich dir, Mutter, den sicheren Weg zur Mehrung der Nachkommenschaft des Bharata-Geschlechts nennen; höre, was ich dir sage.

brāhmaṇo guṇavān kaś cid dhanenopanimantryatām vicitravīryakṣetreṣu yaḥ samutpādayet prajāḥ

Ein tugendhafter Brahmane soll mit Reichtum eingeladen werden, der auf den Feldern Vicitravīryas [seinen Witwen] Nachkommenschaft zeugen möge.

Wort für Wort
brāhmaṇo guṇavān kaś cid dhanenopanimantryatām vicitravīryakṣetreṣu yaḥ samutpādayet prajāḥ
Ein tugendhafter Brahmane soll mit Reichtum eingeladen werden, der auf den Feldern Vicitravīryas [seinen Witwen] Nachkommenschaft zeugen möge.

vaiśaṃpāyana uvāca tataḥ satyavatī bhīṣmaṃ vācā saṃsajjamānayā vihasantīva savrīḍam idaṃ vacanam abravīt

Vaiśaṃpāyana sprach: Da sprach Satyavatī zu Bhīṣma, mit stockender Stimme, gleichsam lächelnd und beschämt, folgende Worte:

Wort für Wort
vaiśaṃpāyana uvāca tataḥ satyavatī bhīṣmaṃ vācā saṃsajjamānayā vihasantīva savrīḍam idaṃ vacanam abravīt
Vaiśaṃpāyana sprach: Da sprach Satyavatī zu Bhīṣma, mit stockender Stimme, gleichsam lächelnd und beschämt, folgende Worte:

satyam etan mahābāho yathā vadasi bhārata viśvāsāt te pravakṣyāmi saṃtānāya kulasya ca na te śakyam anākhyātum āpad dhīyaṃ tathāvidhā

‚Wahr ist dies, Starkarmiger, wie du sagst, o Bhārata. Aus Vertrauen zu dir will ich es dir zur Fortpflanzung unseres Geschlechts mitteilen; eine solche Notlage kann ich dir nicht verschweigen.

Wort für Wort
satyam etan mahābāho yathā vadasi bhārata viśvāsāt te pravakṣyāmi saṃtānāya kulasya ca na te śakyam anākhyātum āpad dhīyaṃ tathāvidhā
‚Wahr ist dies, Starkarmiger, wie du sagst, o Bhārata. Aus Vertrauen zu dir will ich es dir zur Fortpflanzung unseres Geschlechts mitteilen; eine solche Notlage kann ich dir nicht verschweigen.

tvam eva naḥ kule dharmas tvaṃ satyaṃ tvaṃ parā gatiḥ tasmān niśamya vākyaṃ me kuruṣva yad anantaram

Du allein bist für uns in unserem Geschlecht der Dharma, du die Wahrheit, du die höchste Zuflucht; höre daher mein Wort und tue, was sich daraus ergibt.

Wort für Wort
tvam eva naḥ kule dharmas tvaṃ satyaṃ tvaṃ parā gatiḥ tasmān niśamya vākyaṃ me kuruṣva yad anantaram
Du allein bist für uns in unserem Geschlecht der Dharma, du die Wahrheit, du die höchste Zuflucht; höre daher mein Wort und tue, was sich daraus ergibt.

dharmayuktasya dharmātman pitur āsīt tarī mama sā kadā cid ahaṃ tatra gatā prathamayauvane

Mein frommen, dharmagemäßen Vater gehörte eine Fähre; dorthin bin ich einst gegangen, in meiner ersten Jugend.

Wort für Wort
dharmayuktasya dharmātman pitur āsīt tarī mama sā kadā cid ahaṃ tatra gatā prathamayauvane
Mein frommen, dharmagemäßen Vater gehörte eine Fähre; dorthin bin ich einst gegangen, in meiner ersten Jugend.

atha dharmabhṛtāṃ śreṣṭhaḥ paramarṣiḥ parāśaraḥ ājagāma tarīṃ dhīmāṃs tariṣyan yamunāṃ nadīm

Da kam der Beste der Dharma-Bewahrten, der höchste, weise Seher Parāśara zur Fähre, um den Fluss Yamunā zu überqueren.

Wort für Wort
atha dharmabhṛtāṃ śreṣṭhaḥ paramarṣiḥ parāśaraḥ ājagāma tarīṃ dhīmāṃs tariṣyan yamunāṃ nadīm
Da kam der Beste der Dharma-Bewahrten, der höchste, weise Seher Parāśara zur Fähre, um den Fluss Yamunā zu überqueren.

sa tāryamāṇo yamunāṃ mām upetyābravīt tadā sāntvapūrvaṃ muniśreṣṭhaḥ kāmārto madhuraṃ bahu

Während er über die Yamunā übergesetzt wurde, näherte er sich mir, der Beste der Weisen, von Verlangen ergriffen, und sprach damals viele sanfte, süße Worte zu mir.

Wort für Wort
sa tāryamāṇo yamunāṃ mām upetyābravīt tadā sāntvapūrvaṃ muniśreṣṭhaḥ kāmārto madhuraṃ bahu
Während er über die Yamunā übergesetzt wurde, näherte er sich mir, der Beste der Weisen, von Verlangen ergriffen, und sprach damals viele sanfte, süße Worte zu mir.

tam ahaṃ śāpabhītā ca pitur bhītā ca bhārata varair asulabhair uktā na pratyākhyātum utsahe

Aus Furcht vor einem Fluch und aus Furcht vor meinem Vater, o Bhārata, wagte ich, mit unwiderstehlichen Segnungen bedacht, nicht, ihn zurückzuweisen.

Wort für Wort
tam ahaṃ śāpabhītā ca pitur bhītā ca bhārata varair asulabhair uktā na pratyākhyātum utsahe
Aus Furcht vor einem Fluch und aus Furcht vor meinem Vater, o Bhārata, wagte ich, mit unwiderstehlichen Segnungen bedacht, nicht, ihn zurückzuweisen.

abhibhūya sa māṃ bālāṃ tejasā vaśam ānayat tamasā lokam āvṛtya naugatām eva bhārata

Er überwältigte mich, ein junges Mädchen, durch seine Macht und brachte mich in seine Gewalt, indem er die Welt in Finsternis hüllte, während wir noch im Boot waren, o Bhārata.

Wort für Wort
abhibhūya sa māṃ bālāṃ tejasā vaśam ānayat tamasā lokam āvṛtya naugatām eva bhārata
Er überwältigte mich, ein junges Mädchen, durch seine Macht und brachte mich in seine Gewalt, indem er die Welt in Finsternis hüllte, während wir noch im Boot waren, o Bhārata.

matsyagandho mahān āsīt purā mama jugupsitaḥ tam apāsya śubhaṃ gandham imaṃ prādāt sa me muniḥ

Ich hatte einst einen starken, mir widerlichen Fischgeruch; diesen nahm jener Weise fort und schenkte mir stattdessen diesen wohlriechenden Duft.

Wort für Wort
matsyagandho mahān āsīt purā mama jugupsitaḥ tam apāsya śubhaṃ gandham imaṃ prādāt sa me muniḥ
Ich hatte einst einen starken, mir widerlichen Fischgeruch; diesen nahm jener Weise fort und schenkte mir stattdessen diesen wohlriechenden Duft.

tato mām āha sa munir garbham utsṛjya māmakam dvīpe 'syā eva saritaḥ kanyaiva tvaṃ bhaviṣyasi

Danach sprach jener Weise zu mir, nachdem er mir mein Kind entnommen hatte: ‚Auf einer Insel eben dieses Flusses wirst du wieder eine Jungfrau sein.'

Wort für Wort
tato mām āha sa munir garbham utsṛjya māmakam dvīpe 'syā eva saritaḥ kanyaiva tvaṃ bhaviṣyasi
Danach sprach jener Weise zu mir, nachdem er mir mein Kind entnommen hatte: ‚Auf einer Insel eben dieses Flusses wirst du wieder eine Jungfrau sein.'

pārāśaryo mahāyogī sa babhūva mahān ṛṣiḥ kanyāputro mama purā dvaipāyana iti smṛtaḥ

Der Sohn Parāśaras, ein großer Yogin, wurde ein großer Seher; mein damals als Jungfrau geborener Sohn ist als Dvaipāyana [‚Insel-geboren'] bekannt.

Wort für Wort
pārāśaryo mahāyogī sa babhūva mahān ṛṣiḥ kanyāputro mama purā dvaipāyana iti smṛtaḥ
Der Sohn Parāśaras, ein großer Yogin, wurde ein großer Seher; mein damals als Jungfrau geborener Sohn ist als Dvaipāyana [‚Insel-geboren'] bekannt.

yo vyasya vedāṃś caturas tapasā bhagavān ṛṣiḥ loke vyāsatvam āpede kārṣṇyāt kṛṣṇatvam eva ca

Er, der erhabene Weise, der durch seine Askese die Veden in vier Teile gliederte, erlangte in der Welt den Namen Vyāsa [‚der Teiler'] sowie, wegen seiner dunklen Hautfarbe, den Namen Kṛṣṇa.

Wort für Wort
yo vyasya vedāṃś caturas tapasā bhagavān ṛṣiḥ loke vyāsatvam āpede kārṣṇyāt kṛṣṇatvam eva ca
Er, der erhabene Weise, der durch seine Askese die Veden in vier Teile gliederte, erlangte in der Welt den Namen Vyāsa [‚der Teiler'] sowie, wegen seiner dunklen Hautfarbe, den Namen Kṛṣṇa.

satyavādī śamaparas tapasvī dagdhakilbiṣaḥ sa niyukto mayā vyaktaṃ tvayā ca amitadyute bhrātuḥ kṣetreṣu kalyāṇam apatyaṃ janayiṣyati

Wahrhaft redend, der Ruhe ergeben, asketisch, seine Verfehlungen längst verbrannt – ihn habe ich [in Gedanken] herbeigerufen, offenkundig auch mit deiner Zustimmung, o du von unermesslichem Glanz; er wird auf den Feldern des Bruders ein heilvolles Kind zeugen.

Wort für Wort
satyavādī śamaparas tapasvī dagdhakilbiṣaḥ sa niyukto mayā vyaktaṃ tvayā ca amitadyute bhrātuḥ kṣetreṣu kalyāṇam apatyaṃ janayiṣyati
Wahrhaft redend, der Ruhe ergeben, asketisch, seine Verfehlungen längst verbrannt – ihn habe ich [in Gedanken] herbeigerufen, offenkundig auch mit deiner Zustimmung, o du von unermesslichem Glanz; er wird auf den Feldern des Bruders ein heilvolles Kind zeugen.

[Anm.: Der Satz ‚vyaktaṃ tvayā ca' ist stark verkürzt; gemeint ist offenbar, dass Satyavatī den Weisen bereits herbeigerufen hat und dies auch mit Bhīṣmas Zustimmung geschehen soll (vgl. V17).]

sa hi mām uktavāṃs tatra smareḥ kṛtyeṣu mām iti taṃ smariṣye mahābāho yadi bhīṣma tvam icchasi

Er hat nämlich einst zu mir gesagt: ‚Erinnere dich meiner, wenn Bedarf besteht.' An ihn will ich denken, Starkarmiger, wenn du, Bhīṣma, es wünschst.

Wort für Wort
sa hi mām uktavāṃs tatra smareḥ kṛtyeṣu mām iti taṃ smariṣye mahābāho yadi bhīṣma tvam icchasi
Er hat nämlich einst zu mir gesagt: ‚Erinnere dich meiner, wenn Bedarf besteht.' An ihn will ich denken, Starkarmiger, wenn du, Bhīṣma, es wünschst.

tava hy anumate bhīṣma niyataṃ sa mahātapāḥ vicitravīryakṣetreṣu putrān utpādayiṣyati

Denn mit deiner Zustimmung, Bhīṣma, wird er, von großer Askese, gewiss auf den Feldern Vicitravīryas Söhne zeugen.'

Wort für Wort
tava hy anumate bhīṣma niyataṃ sa mahātapāḥ vicitravīryakṣetreṣu putrān utpādayiṣyati
Denn mit deiner Zustimmung, Bhīṣma, wird er, von großer Askese, gewiss auf den Feldern Vicitravīryas Söhne zeugen.'

maharṣeḥ kīrtane tasya bhīṣmaḥ prāñjalir abravīt dharmam arthaṃ ca kāmaṃ ca trīn etān yo 'nupaśyati

Bei der Nennung jenes großen Weisen sprach Bhīṣma, die Hände gefaltet: ‚Wer diese drei – Dharma, Artha und Kāma –

Wort für Wort
maharṣeḥ kīrtane tasya bhīṣmaḥ prāñjalir abravīt dharmam arthaṃ ca kāmaṃ ca trīn etān yo 'nupaśyati
Bei der Nennung jenes großen Weisen sprach Bhīṣma, die Hände gefaltet: ‚Wer diese drei – Dharma, Artha und Kāma –

artham arthānubandhaṃ ca dharmaṃ dharmānubandhanam kāmaṃ kāmānubandhaṃ ca viparītān pṛthak pṛthak yo vicintya dhiyā samyag vyavasyati sa buddhimān

sowie Artha und seine Folgen, Dharma und seine Folgen, Kāma und seine Folgen und deren jeweilige Gegenteile einzeln mit dem Verstand erwägt und richtig entscheidet, der ist weise.

Wort für Wort
artham arthānubandhaṃ ca dharmaṃ dharmānubandhanam kāmaṃ kāmānubandhaṃ ca viparītān pṛthak pṛthak yo vicintya dhiyā samyag vyavasyati sa buddhimān
sowie Artha und seine Folgen, Dharma und seine Folgen, Kāma und seine Folgen und deren jeweilige Gegenteile einzeln mit dem Verstand erwägt und richtig entscheidet, der ist weise.

tad idaṃ dharmayuktaṃ ca hitaṃ caiva kulasya naḥ uktaṃ bhavatyā yac chreyaḥ paramaṃ rocate mama

Dies nun, was von dir gesagt wurde, ist sowohl dem Dharma gemäß als auch dem Wohl unseres Geschlechts zuträglich; dieses höchste Gute gefällt mir sehr.'

Wort für Wort
tad idaṃ dharmayuktaṃ ca hitaṃ caiva kulasya naḥ uktaṃ bhavatyā yac chreyaḥ paramaṃ rocate mama
Dies nun, was von dir gesagt wurde, ist sowohl dem Dharma gemäß als auch dem Wohl unseres Geschlechts zuträglich; dieses höchste Gute gefällt mir sehr.'

tatas tasmin pratijñāte bhīṣmeṇa kurunandana kṛṣṇadvaipāyanaṃ kālī cintayām āsa vai munim

Daraufhin, nachdem Bhīṣma dem zugestimmt hatte, o Freude der Kurus, dachte Kālī [Satyavatī] an den Weisen Kṛṣṇa-Dvaipāyana.

Wort für Wort
tatas tasmin pratijñāte bhīṣmeṇa kurunandana kṛṣṇadvaipāyanaṃ kālī cintayām āsa vai munim
Daraufhin, nachdem Bhīṣma dem zugestimmt hatte, o Freude der Kurus, dachte Kālī [Satyavatī] an den Weisen Kṛṣṇa-Dvaipāyana.

[Anm.: ‚Kālī' (‚die Dunkle') ist ein älterer Name Satyavatīs, aus der Zeit vor Parāśaras Duft-Segen; nicht zu verwechseln mit der Göttin Kālī.]

sa vedān vibruvan dhīmān mātur vijñāya cintitam prādurbabhūvāviditaḥ kṣaṇena kurunandana

Er, der weise Kenner der Veden, erkannte den Gedanken seiner Mutter und erschien, für andere ungesehen, binnen eines Augenblicks, o Freude der Kurus.

Wort für Wort
sa vedān vibruvan dhīmān mātur vijñāya cintitam prādurbabhūvāviditaḥ kṣaṇena kurunandana
Er, der weise Kenner der Veden, erkannte den Gedanken seiner Mutter und erschien, für andere ungesehen, binnen eines Augenblicks, o Freude der Kurus.

tasmai pūjāṃ tadā dattvā sutāya vidhipūrvakam pariṣvajya ca bāhubhyāṃ prasnavair abhiṣicya ca mumoca bāṣpaṃ dāśeyī putraṃ dṛṣṭvā cirasya tam

Nachdem sie ihm, ihrem Sohn, vorschriftsgemäß Verehrung erwiesen, ihn mit beiden Armen umarmt und mit ihren Freudentränen benetzt hatte, vergoss die Fischerstochter Tränen, als sie ihren Sohn nach langer Zeit wiedersah.

Wort für Wort
tasmai pūjāṃ tadā dattvā sutāya vidhipūrvakam pariṣvajya ca bāhubhyāṃ prasnavair abhiṣicya ca mumoca bāṣpaṃ dāśeyī putraṃ dṛṣṭvā cirasya tam
Nachdem sie ihm, ihrem Sohn, vorschriftsgemäß Verehrung erwiesen, ihn mit beiden Armen umarmt und mit ihren Freudentränen benetzt hatte, vergoss die Fischerstochter Tränen, als sie ihren Sohn nach langer Zeit wiedersah.

tām adbhiḥ pariṣicyārtāṃ maharṣir abhivādya ca mātaraṃ pūrvajaḥ putro vyāso vacanam abravīt

Nachdem er die bekümmerte [Mutter] mit Wasser besprengt und den großen Weisen die Mutter begrüßt hatte, sprach der erstgeborene Sohn Vyāsa folgende Worte:

Wort für Wort
tām adbhiḥ pariṣicyārtāṃ maharṣir abhivādya ca mātaraṃ pūrvajaḥ putro vyāso vacanam abravīt
Nachdem er die bekümmerte [Mutter] mit Wasser besprengt und den großen Weisen die Mutter begrüßt hatte, sprach der erstgeborene Sohn Vyāsa folgende Worte:

bhavatyā yad abhipretaṃ tad ahaṃ kartum āgataḥ śādhi māṃ dharmatattvajñe karavāṇi priyaṃ tava

‚Was dir beliebt, das bin ich gekommen zu tun; gebiete mir, o du Kennerin der Dharma-Wahrheit – ich will tun, was dir lieb ist.'

Wort für Wort
bhavatyā yad abhipretaṃ tad ahaṃ kartum āgataḥ śādhi māṃ dharmatattvajñe karavāṇi priyaṃ tava
‚Was dir beliebt, das bin ich gekommen zu tun; gebiete mir, o du Kennerin der Dharma-Wahrheit – ich will tun, was dir lieb ist.'

tasmai pūjāṃ tato 'kārṣīt purodhāḥ paramarṣaye sa ca tāṃ pratijagrāha vidhivan mantrapūrvakam

Da erwies ihm der Hauspriester Verehrung, dem höchsten Weisen, und dieser nahm sie ordnungsgemäß, mit Mantras begleitet, entgegen.

Wort für Wort
tasmai pūjāṃ tato 'kārṣīt purodhāḥ paramarṣaye sa ca tāṃ pratijagrāha vidhivan mantrapūrvakam
Da erwies ihm der Hauspriester Verehrung, dem höchsten Weisen, und dieser nahm sie ordnungsgemäß, mit Mantras begleitet, entgegen.

tam āsanagataṃ mātā pṛṣṭvā kuśalam avyayam satyavaty abhivīkṣyainam uvācedam anantaram

Als er auf seinem Sitz Platz genommen hatte, fragte ihn die Mutter Satyavatī nach seinem unveränderlichen Wohlergehen, betrachtete ihn und sprach darauf Folgendes:

Wort für Wort
tam āsanagataṃ mātā pṛṣṭvā kuśalam avyayam satyavaty abhivīkṣyainam uvācedam anantaram
Als er auf seinem Sitz Platz genommen hatte, fragte ihn die Mutter Satyavatī nach seinem unveränderlichen Wohlergehen, betrachtete ihn und sprach darauf Folgendes:

mātāpitroḥ prajāyante putrāḥ sādhāraṇāḥ kave teṣāṃ pitā yathā svāmī tathā mātā na saṃśayaḥ

‚Söhne werden Vater und Mutter gemeinsam geboren, o Weiser; wie der Vater über sie Herr ist, so zweifellos auch die Mutter.

Wort für Wort
mātāpitroḥ prajāyante putrāḥ sādhāraṇāḥ kave teṣāṃ pitā yathā svāmī tathā mātā na saṃśayaḥ
‚Söhne werden Vater und Mutter gemeinsam geboren, o Weiser; wie der Vater über sie Herr ist, so zweifellos auch die Mutter.

vidhātṛvihitaḥ sa tvaṃ yathā me prathamaḥ sutaḥ vicitravīryo brahmarṣe tathā me 'varajaḥ sutaḥ

Vom Schöpfer bestimmt, bist du, wie mein erstgeborener Sohn Vicitravīrya, o Brahmanenweiser, so auch mein jüngerer Sohn.

Wort für Wort
vidhātṛvihitaḥ sa tvaṃ yathā me prathamaḥ sutaḥ vicitravīryo brahmarṣe tathā me 'varajaḥ sutaḥ
Vom Schöpfer bestimmt, bist du, wie mein erstgeborener Sohn Vicitravīrya, o Brahmanenweiser, so auch mein jüngerer Sohn.

yathaiva pitṛto bhīṣmas tathā tvam api mātṛtaḥ bhrātā vicitravīryasya yathā vā putra manyase

So wie Bhīṣma [uns zugehörig ist] von väterlicher Seite, so bist auch du von mütterlicher Seite Vicitravīryas Bruder – oder, wie du es auffassen magst, [mein] Sohn.

Wort für Wort
yathaiva pitṛto bhīṣmas tathā tvam api mātṛtaḥ bhrātā vicitravīryasya yathā vā putra manyase
So wie Bhīṣma [uns zugehörig ist] von väterlicher Seite, so bist auch du von mütterlicher Seite Vicitravīryas Bruder – oder, wie du es auffassen magst, [mein] Sohn.

ayaṃ śāṃtanavaḥ satyaṃ pālayan satyavikramaḥ buddhiṃ na kurute 'patye tathā rājyānuśāsane

Dieser Śāṃtanava [Bhīṣma], die Wahrheit wahrend, von wahrhafter Tatkraft, fasst keinen Entschluss zu Nachkommenschaft noch zur Herrschaftsführung.

Wort für Wort
ayaṃ śāṃtanavaḥ satyaṃ pālayan satyavikramaḥ buddhiṃ na kurute 'patye tathā rājyānuśāsane
Dieser Śāṃtanava [Bhīṣma], die Wahrheit wahrend, von wahrhafter Tatkraft, fasst keinen Entschluss zu Nachkommenschaft noch zur Herrschaftsführung.

sa tvaṃ vyapekṣayā bhrātuḥ saṃtānāya kulasya ca bhīṣmasya cāsya vacanān niyogāc ca mamānagha

Du also, aus Rücksicht auf deinen Bruder und zur Fortpflanzung unseres Geschlechts, sowie auf das Wort und den Auftrag dieses Bhīṣma und meinen eigenen hin, o Makelloser,

Wort für Wort
sa tvaṃ vyapekṣayā bhrātuḥ saṃtānāya kulasya ca bhīṣmasya cāsya vacanān niyogāc ca mamānagha
Du also, aus Rücksicht auf deinen Bruder und zur Fortpflanzung unseres Geschlechts, sowie auf das Wort und den Auftrag dieses Bhīṣma und meinen eigenen hin, o Makelloser,

anukrośāc ca bhūtānāṃ sarveṣāṃ rakṣaṇāya ca ānṛśaṃsyena yad brūyāṃ tac chrutvā kartum arhasi

aus Mitleid mit allen Geschöpfen und zu ihrem Schutz – was ich dir aus Güte sage, das sollst du hören und ausführen.

Wort für Wort
anukrośāc ca bhūtānāṃ sarveṣāṃ rakṣaṇāya ca ānṛśaṃsyena yad brūyāṃ tac chrutvā kartum arhasi
aus Mitleid mit allen Geschöpfen und zu ihrem Schutz – was ich dir aus Güte sage, das sollst du hören und ausführen.

yavīyasas tava bhrātur bhārye surasutopame rūpayauvanasaṃpanne putrakāme ca dharmataḥ

Die Gattinnen deines jüngeren Bruders, den Göttertöchtern gleich, mit Schönheit und Jugend gesegnet, wünschen sich rechtmäßig einen Sohn.

Wort für Wort
yavīyasas tava bhrātur bhārye surasutopame rūpayauvanasaṃpanne putrakāme ca dharmataḥ
Die Gattinnen deines jüngeren Bruders, den Göttertöchtern gleich, mit Schönheit und Jugend gesegnet, wünschen sich rechtmäßig einen Sohn.

tayor utpādayāpatyaṃ samartho hy asi putraka anurūpaṃ kulasyāsya saṃtatyāḥ prasavasya ca

Zeuge du mit ihnen Nachkommenschaft, mein Söhnchen, denn du bist fähig dazu – [einen Sohn], der diesem Geschlecht, seiner Fortpflanzung und seinem Gedeihen entspricht.'

Wort für Wort
tayor utpādayāpatyaṃ samartho hy asi putraka anurūpaṃ kulasyāsya saṃtatyāḥ prasavasya ca
Zeuge du mit ihnen Nachkommenschaft, mein Söhnchen, denn du bist fähig dazu – [einen Sohn], der diesem Geschlecht, seiner Fortpflanzung und seinem Gedeihen entspricht.'

vyāsa uvāca vettha dharmaṃ satyavati paraṃ cāparam eva ca yathā ca tava dharmajñe dharme praṇihitā matiḥ

Vyāsa sprach: ‚Du kennst den höheren und den niederen Dharma, Satyavatī, und wie sehr, o Kennerin des Dharma, dein Sinn auf den Dharma gerichtet ist.

Wort für Wort
vyāsa uvāca vettha dharmaṃ satyavati paraṃ cāparam eva ca yathā ca tava dharmajñe dharme praṇihitā matiḥ
Vyāsa sprach: ‚Du kennst den höheren und den niederen Dharma, Satyavatī, und wie sehr, o Kennerin des Dharma, dein Sinn auf den Dharma gerichtet ist.

tasmād ahaṃ tvanniyogād dharmam uddiśya kāraṇam īpsitaṃ te kariṣyāmi dṛṣṭaṃ hy etat purātanam

Deshalb will ich, auf deinen Auftrag hin, mit Blick auf den Dharma als Grund, das von dir Gewünschte ausführen – dies ist ja eine altbekannte, seit je geübte Praxis.

Wort für Wort
tasmād ahaṃ tvanniyogād dharmam uddiśya kāraṇam īpsitaṃ te kariṣyāmi dṛṣṭaṃ hy etat purātanam
Deshalb will ich, auf deinen Auftrag hin, mit Blick auf den Dharma als Grund, das von dir Gewünschte ausführen – dies ist ja eine altbekannte, seit je geübte Praxis.

bhrātuḥ putrān pradāsyāmi mitrāvaruṇayoḥ samān vrataṃ caretāṃ te devyau nirdiṣṭam iha yan mayā

Ich werde dem Bruder Söhne schenken, Mitra und Varuṇa gleich; doch sollen die beiden Königinnen das Gelübde einhalten, das ich hier bestimme:

Wort für Wort
bhrātuḥ putrān pradāsyāmi mitrāvaruṇayoḥ samān vrataṃ caretāṃ te devyau nirdiṣṭam iha yan mayā
Ich werde dem Bruder Söhne schenken, Mitra und Varuṇa gleich; doch sollen die beiden Königinnen das Gelübde einhalten, das ich hier bestimme:

saṃvatsaraṃ yathānyāyaṃ tataḥ śuddhe bhaviṣyataḥ na hi mām avratopetā upeyāt kā cid aṅganā

ein Jahr lang, wie es recht ist – dann werden sie rein sein. Denn keine Frau, die dieses Gelübde nicht eingehalten hat, dürfte sich mir nähern.'

Wort für Wort
saṃvatsaraṃ yathānyāyaṃ tataḥ śuddhe bhaviṣyataḥ na hi mām avratopetā upeyāt kā cid aṅganā
ein Jahr lang, wie es recht ist – dann werden sie rein sein. Denn keine Frau, die dieses Gelübde nicht eingehalten hat, dürfte sich mir nähern.'

satyavaty uvāca yathā sadyaḥ prapadyeta devī garbhaṃ tathā kuru arājakeṣu rāṣṭreṣu nāsti vṛṣṭir na devatāḥ

Satyavatī sprach: ‚Mache es so, dass die Königin sogleich schwanger wird. In Reichen ohne König gibt es weder Regen noch Gunst der Götter.

Wort für Wort
satyavaty uvāca yathā sadyaḥ prapadyeta devī garbhaṃ tathā kuru arājakeṣu rāṣṭreṣu nāsti vṛṣṭir na devatāḥ
Satyavatī sprach: ‚Mache es so, dass die Königin sogleich schwanger wird. In Reichen ohne König gibt es weder Regen noch Gunst der Götter.

katham arājakaṃ rāṣṭraṃ śakyaṃ dhārayituṃ prabho tasmād garbhaṃ samādhatsva bhīṣmas taṃ vardhayiṣyati

Wie könnte ein Reich ohne König aufrechterhalten werden, o Herr? Deshalb setze [sogleich] eine Schwangerschaft ein – Bhīṣma wird [das Kind] großziehen.'

Wort für Wort
katham arājakaṃ rāṣṭraṃ śakyaṃ dhārayituṃ prabho tasmād garbhaṃ samādhatsva bhīṣmas taṃ vardhayiṣyati
Wie könnte ein Reich ohne König aufrechterhalten werden, o Herr? Deshalb setze [sogleich] eine Schwangerschaft ein – Bhīṣma wird [das Kind] großziehen.'

vyāsa uvāca yadi putraḥ pradātavyo mayā kṣipram akālikam virūpatāṃ me sahatām etad asyāḥ paraṃ vratam

Vyāsa sprach: ‚Wenn von mir unverzüglich, zur Unzeit, ein Sohn geschenkt werden soll, so soll sie meine Missgestalt ertragen – das sei ihr [einziges] höchstes Gelübde.

Wort für Wort
vyāsa uvāca yadi putraḥ pradātavyo mayā kṣipram akālikam virūpatāṃ me sahatām etad asyāḥ paraṃ vratam
Vyāsa sprach: ‚Wenn von mir unverzüglich, zur Unzeit, ein Sohn geschenkt werden soll, so soll sie meine Missgestalt ertragen – das sei ihr [einziges] höchstes Gelübde.

yadi me sahate gandhaṃ rūpaṃ veṣaṃ tathā vapuḥ adyaiva garbhaṃ kausalyā viśiṣṭaṃ pratipadyatām

Wenn sie meinen Geruch, meine Gestalt, meine Kleidung sowie meinen Leib erträgt, so möge die Tochter der Kausalyā [Ambikā] noch heute eine ausgezeichnete Schwangerschaft empfangen.'

Wort für Wort
yadi me sahate gandhaṃ rūpaṃ veṣaṃ tathā vapuḥ adyaiva garbhaṃ kausalyā viśiṣṭaṃ pratipadyatām
Wenn sie meinen Geruch, meine Gestalt, meine Kleidung sowie meinen Leib erträgt, so möge die Tochter der Kausalyā [Ambikā] noch heute eine ausgezeichnete Schwangerschaft empfangen.'

[Anm.: ‚Kausalyā' wird hier als Metronymikon für Ambikā verwendet (‚Tochter der Kausalyā'); vgl. den bereits angelegten Glossareintrag zu dieser gleichnamigen Mutter Ambikās und Ambālikās, nicht zu verwechseln mit der ‚Kausalyā' aus Adh.90 (Pūrus Gattin) oder Rāmas Mutter in anderer Tradition.]

vaiśaṃpāyana uvāca samāgamanam ākāṅkṣann iti so 'ntarhito muniḥ tato 'bhigamya sā devī snuṣāṃ rahasi saṃgatām dharmyam arthasamāyuktam uvāca vacanaṃ hitam

Vaiśaṃpāyana sprach: Nachdem er dies gesagt hatte – auf das [künftige] Zusammenkommen hoffend – verschwand jener Weise. Danach ging jene Königin [Satyavatī] zu ihrer im Geheimen versammelten Schwiegertochter und sprach dem Dharma gemäße, dem Nutzen entsprechende, heilsame Worte:

Wort für Wort
vaiśaṃpāyana uvāca samāgamanam ākāṅkṣann iti so 'ntarhito muniḥ tato 'bhigamya sā devī snuṣāṃ rahasi saṃgatām dharmyam arthasamāyuktam uvāca vacanaṃ hitam
Vaiśaṃpāyana sprach: Nachdem er dies gesagt hatte – auf das [künftige] Zusammenkommen hoffend – verschwand jener Weise. Danach ging jene Königin [Satyavatī] zu ihrer im Geheimen versammelten Schwiegertochter und sprach dem Dharma gemäße, dem Nutzen entsprechende, heilsame Worte:

kausalye dharmatantraṃ yad bravīmi tvāṃ nibodha me bharatānāṃ samucchedo vyaktaṃ madbhāgyasaṃkṣayāt

‚Höre von mir, Tochter der Kausalyā [Ambikā], die Dharma-Ordnung, die ich dir verkünde: Das Aussterben der Bharatas [droht] offenkundig durch das Schwinden meines Glücks.

Wort für Wort
kausalye dharmatantraṃ yad bravīmi tvāṃ nibodha me bharatānāṃ samucchedo vyaktaṃ madbhāgyasaṃkṣayāt
‚Höre von mir, Tochter der Kausalyā [Ambikā], die Dharma-Ordnung, die ich dir verkünde: Das Aussterben der Bharatas [droht] offenkundig durch das Schwinden meines Glücks.

vyathitāṃ māṃ ca saṃprekṣya pitṛvaṃśaṃ ca pīḍitam bhīṣmo buddhim adān me 'tra dharmasya ca vivṛddhaye

Als Bhīṣma mich betrübt sah und das väterliche Geschlecht bedrängt, gab er mir einen Rat, zur Mehrung des Dharma in dieser Sache.

Wort für Wort
vyathitāṃ māṃ ca saṃprekṣya pitṛvaṃśaṃ ca pīḍitam bhīṣmo buddhim adān me 'tra dharmasya ca vivṛddhaye
Als Bhīṣma mich betrübt sah und das väterliche Geschlecht bedrängt, gab er mir einen Rat, zur Mehrung des Dharma in dieser Sache.

sā ca buddhis tavādhīnā putri jñātaṃ mayeti ha naṣṭaṃ ca bhārataṃ vaṃśaṃ punar eva samuddhara

Und dieser Rat hängt nun von dir ab, Tochter – das wisse von mir: Stelle das untergegangene Bharata-Geschlecht wieder her!

Wort für Wort
sā ca buddhis tavādhīnā putri jñātaṃ mayeti ha naṣṭaṃ ca bhārataṃ vaṃśaṃ punar eva samuddhara
Und dieser Rat hängt nun von dir ab, Tochter – das wisse von mir: Stelle das untergegangene Bharata-Geschlecht wieder her!

putraṃ janaya suśroṇi devarājasamaprabham sa hi rājyadhuraṃ gurvīm udvakṣyati kulasya naḥ

Gebäre einen Sohn, o Schöngehüftete, dem Götterkönig an Glanz gleich; denn er wird das schwere Joch der Königsherrschaft unseres Geschlechts tragen.'

Wort für Wort
putraṃ janaya suśroṇi devarājasamaprabham sa hi rājyadhuraṃ gurvīm udvakṣyati kulasya naḥ
Gebäre einen Sohn, o Schöngehüftete, dem Götterkönig an Glanz gleich; denn er wird das schwere Joch der Königsherrschaft unseres Geschlechts tragen.'

sā dharmato 'nunīyaināṃ kathaṃ cid dharmacāriṇīm bhojayām āsa viprāṃś ca devarṣīn atithīṃs tathā

Nachdem sie jene rechtschaffene [Ambikā] mit einiger Mühe dem Dharma gemäß überredet hatte, bewirtete sie Brahmanen, Götterweise und Gäste.

Wort für Wort
sā dharmato 'nunīyaināṃ kathaṃ cid dharmacāriṇīm bhojayām āsa viprāṃś ca devarṣīn atithīṃs tathā
Nachdem sie jene rechtschaffene [Ambikā] mit einiger Mühe dem Dharma gemäß überredet hatte, bewirtete sie Brahmanen, Götterweise und Gäste.

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