Kapitel 199: Indraprasthanivāsaḥ
Die Gründung von Indraprastha
Drupada entlässt die Pāṇḍavas, die mit Draupadī, Kuntī, Kṛṣṇa und Vidura freudig nach Hāstinapura zurückkehren und von der jubelnden Bevölkerung empfangen werden. Dhṛtarāṣṭra gibt ihnen, um künftigem Streit vorzubeugen, die Hälfte des Reiches und weist ihnen das Waldgebiet Khāṇḍavaprastha zu. Dort gründen die Pāṇḍavas, mit Vyāsas Hilfe, die prächtige, himmelsgleiche Stadt Indraprastha - ausführlich beschrieben mit ihren Mauern, Toren, Palästen, Gärten und Gewässern -, die bald von Brahmanen, Kaufleuten und Handwerkern bevölkert wird. Kṛṣṇa reist danach mit Balarāma (Rāma) nach Dvāravatī zurück.
yadā tu manyate vīraḥ kuntīputro yudhiṣṭhiraḥ bhīmasenārjunau caiva yamau ca puruṣarṣabhau
Wenn aber der Held, der Sohn Kuntīs, Yudhiṣṭhira, es für richtig hält, sowie Bhīmasena und Arjuna und die beiden Zwillinge, die Stiere unter den Männern,
Wort für Wort
yadā tu manyate vīraḥ kuntīputro yudhiṣṭhiraḥ bhīmasenārjunau caiva yamau ca puruṣarṣabhau
Wenn aber der Held, der Sohn Kuntīs, Yudhiṣṭhira, es für richtig hält, sowie Bhīmasena und Arjuna und die beiden Zwillinge, die Stiere unter den Männern,
rāmakṛṣṇau ca dharmajñau tadā gacchantu pāṇḍavāḥ etau hi puruṣavyāghrāv eṣāṃ priyahite ratau
und Rāma und Kṛṣṇa, die das Recht kennen, dann mögen die Pāṇḍavas aufbrechen; denn diese beiden Tiger unter den Männern sind auf deren Wohl und Freude bedacht.
Wort für Wort
rāmakṛṣṇau ca dharmajñau tadā gacchantu pāṇḍavāḥ etau hi puruṣavyāghrāv eṣāṃ priyahite ratau
und Rāma und Kṛṣṇa, die das Recht kennen, dann mögen die Pāṇḍavas aufbrechen; denn diese beiden Tiger unter den Männern sind auf deren Wohl und Freude bedacht.
na tad dhyāyati kaunteyo dharmaputro yudhiṣṭhiraḥ yad eṣāṃ puruṣavyāghraḥ śreyo dhyāyati keśavaḥ
Nicht in dem Maße bedenkt der Sohn Kuntīs, Yudhiṣṭhira, der Sohn des Dharma, ihr eigenes Wohl, wie der Tiger der Männer, Keśava, um ihr Wohl bedacht ist.
Wort für Wort
na tad dhyāyati kaunteyo dharmaputro yudhiṣṭhiraḥ yad eṣāṃ puruṣavyāghraḥ śreyo dhyāyati keśavaḥ
Nicht in dem Maße bedenkt der Sohn Kuntīs, Yudhiṣṭhira, der Sohn des Dharma, ihr eigenes Wohl, wie der Tiger der Männer, Keśava, um ihr Wohl bedacht ist.
Heute ist der Großkönig Pāṇḍu, der den Wald liebte, gleichsam aus dem Wald zurückgekehrt, entschlossen, uns Freude zu bereiten - daran ist kein Zweifel.
Heute ist der Großkönig Pāṇḍu, der den Wald liebte, gleichsam aus dem Wald zurückgekehrt, entschlossen, uns Freude zu bereiten - daran ist kein Zweifel.
dhṛtarāṣṭra uvāca bhrātṛbhiḥ saha kaunteya nibodhedaṃ vaco mama punar vo vigraho mā bhūt khāṇḍavaprastham āviśa
Dhṛtarāṣṭra sprach: Vernimm, Sohn Kuntīs, mit deinen Brüdern, dieses mein Wort: Damit es nicht abermals zum Streit unter euch komme, ziehe in Khāṇḍavaprastha ein.
Wort für Wort
dhṛtarāṣṭra uvāca bhrātṛbhiḥ saha kaunteya nibodhedaṃ vaco mama punar vo vigraho mā bhūt khāṇḍavaprastham āviśa
Dhṛtarāṣṭra sprach: Vernimm, Sohn Kuntīs, mit deinen Brüdern, dieses mein Wort: Damit es nicht abermals zum Streit unter euch komme, ziehe in Khāṇḍavaprastha ein.
na ca vo vasatas tatra kaś cic chaktaḥ prabādhitum saṃrakṣyamāṇān pārthena tridaśān iva vajriṇā ardhaṃ rājyasya saṃprāpya khāṇḍavaprastham āviśa
Und niemand wird imstande sein, euch, wenn ihr dort wohnt, zu bedrängen, beschützt von dem Pārtha wie die Dreißig Götter vom Träger des Donnerkeils; erhalte die Hälfte des Königreichs und ziehe in Khāṇḍavaprastha ein.
Wort für Wort
na ca vo vasatas tatra kaś cic chaktaḥ prabādhitum saṃrakṣyamāṇān pārthena tridaśān iva vajriṇā ardhaṃ rājyasya saṃprāpya khāṇḍavaprastham āviśa
Und niemand wird imstande sein, euch, wenn ihr dort wohnt, zu bedrängen, beschützt von dem Pārtha wie die Dreißig Götter vom Träger des Donnerkeils; erhalte die Hälfte des Königreichs und ziehe in Khāṇḍavaprastha ein.
vaiśaṃpāyana uvāca pratigṛhya tu tad vākyaṃ nṛpaṃ sarve praṇamya ca pratasthire tato ghoraṃ vanaṃ tan manujarṣabhāḥ ardhaṃ rājyasya saṃprāpya khāṇḍavaprastham āviśan
Vaiśampāyana sprach: Nachdem sie dieses Wort angenommen und den König verehrt hatten, brachen jene Stiere unter den Menschen zu jenem grausigen Wald auf; sie erhielten die Hälfte des Reiches und zogen in Khāṇḍavaprastha ein.
Wort für Wort
vaiśaṃpāyana uvāca pratigṛhya tu tad vākyaṃ nṛpaṃ sarve praṇamya ca pratasthire tato ghoraṃ vanaṃ tan manujarṣabhāḥ ardhaṃ rājyasya saṃprāpya khāṇḍavaprastham āviśan
Vaiśampāyana sprach: Nachdem sie dieses Wort angenommen und den König verehrt hatten, brachen jene Stiere unter den Menschen zu jenem grausigen Wald auf; sie erhielten die Hälfte des Reiches und zogen in Khāṇḍavaprastha ein.
Dann, an jenem heiligen, heilbringenden Ort, vollzogen die großen Wagenkämpfer, mit Dvaipāyana an der Spitze, Friedensriten und ließen die Stadt vermessen.
Dann, an jenem heiligen, heilbringenden Ort, vollzogen die großen Wagenkämpfer, mit Dvaipāyana an der Spitze, Friedensriten und ließen die Stadt vermessen.
mit mannigfachen, überaus durchdachten, waffenbestückten und wohlverschlossenen Wehrbauten, umgeben von Lanzen wie von zweizüngigen Schlangen, versehen mit stets bereitliegenden Lagern - so erglänzte sie, von Kriegern bewacht.
mit mannigfachen, überaus durchdachten, waffenbestückten und wohlverschlossenen Wehrbauten, umgeben von Lanzen wie von zweizüngigen Schlangen, versehen mit stets bereitliegenden Lagern - so erglänzte sie, von Kriegern bewacht.
tīkṣṇāṅkuśaśataghnībhir yantrajālaiś ca śobhitam āyasaiś ca mahācakraiḥ śuśubhe tat purottamam
Geschmückt mit scharfen Elefantenhaken und Hundert-Tötern sowie Netzen von Maschinen und mit gewaltigen eisernen Rädern erglänzte jene vortrefflichste Stadt.
Wort für Wort
tīkṣṇāṅkuśaśataghnībhir yantrajālaiś ca śobhitam āyasaiś ca mahācakraiḥ śuśubhe tat purottamam
Geschmückt mit scharfen Elefantenhaken und Hundert-Tötern sowie Netzen von Maschinen und mit gewaltigen eisernen Rädern erglänzte jene vortrefflichste Stadt.
tatra ramye śubhe deśe kauravyasya niveśanam śuśubhe dhanasaṃpūrṇaṃ dhanādhyakṣakṣayopamam
Dort, an jenem lieblichen, glückverheißenden Ort, erglänzte die Residenz des Kauravya-Sprosses, voller Reichtum, gleich der Wohnstatt des Herrn der Schätze.
Wort für Wort
tatra ramye śubhe deśe kauravyasya niveśanam śuśubhe dhanasaṃpūrṇaṃ dhanādhyakṣakṣayopamam
Dort, an jenem lieblichen, glückverheißenden Ort, erglänzte die Residenz des Kauravya-Sprosses, voller Reichtum, gleich der Wohnstatt des Herrn der Schätze.
vaṇijaś cābhyayus tatra deśe digbhyo dhanārthinaḥ sarvaśilpavidaś caiva vāsāyābhyāgamaṃs tadā
Auch Kaufleute kamen dorthin, aus allen Himmelsrichtungen, nach Reichtum strebend, und ebenso Kundige aller Handwerkskünste kamen damals, um sich niederzulassen.
Wort für Wort
vaṇijaś cābhyayus tatra deśe digbhyo dhanārthinaḥ sarvaśilpavidaś caiva vāsāyābhyāgamaṃs tadā
Auch Kaufleute kamen dorthin, aus allen Himmelsrichtungen, nach Reichtum strebend, und ebenso Kundige aller Handwerkskünste kamen damals, um sich niederzulassen.
nityapuṣpaphalopetair nānādvijagaṇāyutam mattabarhiṇasaṃghuṣṭaṃ kokilaiś ca sadāmadaiḥ
mit immer blühenden und fruchttragenden Bäumen, erfüllt von Scharen mancherlei Vögel, widerhallend vom Rufen trunkener Pfauen und von stets berauschten Kuckucken.
Wort für Wort
nityapuṣpaphalopetair nānādvijagaṇāyutam mattabarhiṇasaṃghuṣṭaṃ kokilaiś ca sadāmadaiḥ
mit immer blühenden und fruchttragenden Bäumen, erfüllt von Scharen mancherlei Vögel, widerhallend vom Rufen trunkener Pfauen und von stets berauschten Kuckucken.
gṛhair ādarśavimalair vividhaiś ca latāgṛhaiḥ manoharaiś citragṛhais tathā jagatiparvataiḥ vāpībhir vividhābhiś ca pūrṇābhiḥ paramāmbhasā
Sie war geschmückt mit spiegelklaren Häusern, mit mannigfaltigen Laubenhäusern, mit bezaubernden bunten Gebäuden, mit künstlichen Terrassenbergen, sowie mit mancherlei Teichen, gefüllt mit köstlichstem Wasser,
Wort für Wort
gṛhair ādarśavimalair vividhaiś ca latāgṛhaiḥ manoharaiś citragṛhais tathā jagatiparvataiḥ vāpībhir vividhābhiś ca pūrṇābhiḥ paramāmbhasā
Sie war geschmückt mit spiegelklaren Häusern, mit mannigfaltigen Laubenhäusern, mit bezaubernden bunten Gebäuden, mit künstlichen Terrassenbergen, sowie mit mancherlei Teichen, gefüllt mit köstlichstem Wasser,