Kapitel 83: Yayāti-Indra-Saṃvādaḥ
Yayātis Sturz und das Gespräch mit Indra
Indra fragt den stolzen Yayāti nach seinem Vorbild an Askese; als dieser erklärt, niemandem gleichzukommen, weist Indra ihn auf seine Hochmut-bedingte Erschöpfung des himmlischen Verdienstes hin und lässt ihn stürzen. Yayāti bittet, wenigstens inmitten Rechtschaffener zu fallen - was Indra gewährt. Beim Herabfallen wird er vom königlichen Weisen Aṣṭaka und dessen Gefährten erblickt, die ihn ehrfürchtig nach seiner Herkunft fragen und ihm versichern, dass in Gegenwart der Rechtschaffenen niemand, selbst nicht Indra, ihm schaden könne.
Indra sprach: ›Nachdem du, o König, alle Werke vollbracht hast, hast du dein Haus verlassen und bist in den Wald gegangen; darum frage ich dich, Sohn des Nahuṣa: wem bist du an Askese gleich, Yayāti?‹
Indra sprach: ›Nachdem du, o König, alle Werke vollbracht hast, hast du dein Haus verlassen und bist in den Wald gegangen; darum frage ich dich, Sohn des Nahuṣa: wem bist du an Askese gleich, Yayāti?‹
Yayāti sprach: ›Weder unter Göttern und Menschen, noch unter Gandharvas und großen Weisen sehe ich irgendjemanden, der meiner Askese gleich wäre, o Vāsava.‹
Yayāti sprach: ›Weder unter Göttern und Menschen, noch unter Gandharvas und großen Weisen sehe ich irgendjemanden, der meiner Askese gleich wäre, o Vāsava.‹
Indra sprach: ›Da du deinesgleichen, Bessere und Geringere missachtet hast, deren Kraft dir unbekannt war, darum sind diese deine himmlischen Welten begrenzt; nun, da dein Verdienst erschöpft ist, bist du heute gestürzt, o König.‹
Indra sprach: ›Da du deinesgleichen, Bessere und Geringere missachtet hast, deren Kraft dir unbekannt war, darum sind diese deine himmlischen Welten begrenzt; nun, da dein Verdienst erschöpft ist, bist du heute gestürzt, o König.‹
yayātir uvāca surarṣigandharvanarāvamānāt; kṣayaṃ gatā me yadi śakra lokāḥ iccheyaṃ vai suralokād vihīnaḥ; satāṃ madhye patituṃ devarāja
Yayāti sprach: ›Wenn meine himmlischen Welten wegen der Missachtung von Göttern, Weisen, Gandharvas und Menschen zunichtegegangen sind, o Śakra, dann möchte ich, aus der Götterwelt vertrieben, doch inmitten der Rechtschaffenen fallen, o Götterkönig.‹
Wort für Wort
yayātir uvāca surarṣigandharvanarāvamānāt; kṣayaṃ gatā me yadi śakra lokāḥ iccheyaṃ vai suralokād vihīnaḥ; satāṃ madhye patituṃ devarāja
Yayāti sprach: ›Wenn meine himmlischen Welten wegen der Missachtung von Göttern, Weisen, Gandharvas und Menschen zunichtegegangen sind, o Śakra, dann möchte ich, aus der Götterwelt vertrieben, doch inmitten der Rechtschaffenen fallen, o Götterkönig.‹
indra uvāca satāṃ sakāśe patitāsi rājaṃś; cyutaḥ pratiṣṭhāṃ yatra labdhāsi bhūyaḥ evaṃ viditvā tu punar yayāte; na te 'vamānyāḥ sadṛśaḥ śreyasaś ca
Indra sprach: ›In Gegenwart der Rechtschaffenen bist du gefallen, o König; gestürzt, wirst du dort wieder Halt finden. Nachdem du dies nun erkannt hast, Yayāti, sollen dir Gleichrangige und Bessere nicht mehr verächtlich sein.‹
Wort für Wort
indra uvāca satāṃ sakāśe patitāsi rājaṃś; cyutaḥ pratiṣṭhāṃ yatra labdhāsi bhūyaḥ evaṃ viditvā tu punar yayāte; na te 'vamānyāḥ sadṛśaḥ śreyasaś ca
Indra sprach: ›In Gegenwart der Rechtschaffenen bist du gefallen, o König; gestürzt, wirst du dort wieder Halt finden. Nachdem du dies nun erkannt hast, Yayāti, sollen dir Gleichrangige und Bessere nicht mehr verächtlich sein.‹
Vaiśaṃpāyana sprach: »Als er dann, die vom Götterkönig bewohnten verdienstvollen Welten verlassend, herabfiel - den Yayāti erblickend, sprach Aṣṭaka, der Vortrefflichste der königlichen Weisen, Hüter der rechten Dharma-Ordnung, zu ihm:
Vaiśaṃpāyana sprach: »Als er dann, die vom Götterkönig bewohnten verdienstvollen Welten verlassend, herabfiel - den Yayāti erblickend, sprach Aṣṭaka, der Vortrefflichste der königlichen Weisen, Hüter der rechten Dharma-Ordnung, zu ihm:
›Wer bist du, ein Jüngling, dem Vāsava an Gestalt gleich, durch deinen eigenen Glanz strahlend wie Feuer - du fällst aus der aufgewühlten Wolkenfinsternis herab, vom Himmel, wie die Sonne, der Vortrefflichste der Himmelswandler?
›Wer bist du, ein Jüngling, dem Vāsava an Gestalt gleich, durch deinen eigenen Glanz strahlend wie Feuer - du fällst aus der aufgewühlten Wolkenfinsternis herab, vom Himmel, wie die Sonne, der Vortrefflichste der Himmelswandler?
dṛṣṭvā ca tvāṃ sūryapathāt patantaṃ; vaiśvānarārkadyutim aprameyam kiṃ nu svid etat patatīti sarve; vitarkayantaḥ parimohitāḥ smaḥ
Als wir dich, vom Sonnenpfad herabfallend, sahen, an Glanz Feuer und Sonne gleich, unermesslich - 'Was ist es, das da herabfällt?', so überlegten wir alle, ganz verwirrt.
Wort für Wort
dṛṣṭvā ca tvāṃ sūryapathāt patantaṃ; vaiśvānarārkadyutim aprameyam kiṃ nu svid etat patatīti sarve; vitarkayantaḥ parimohitāḥ smaḥ
Als wir dich, vom Sonnenpfad herabfallend, sahen, an Glanz Feuer und Sonne gleich, unermesslich - 'Was ist es, das da herabfällt?', so überlegten wir alle, ganz verwirrt.
Und dich, auf dem Götterpfad stehend, erblickend, an Kraft Śakra, Sūrya und Viṣṇu gleich, sind wir heute alle zu dir hergekommen, begierig, die Wahrheit über deinen Sturz zu erfahren.
Und dich, auf dem Götterpfad stehend, erblickend, an Kraft Śakra, Sūrya und Viṣṇu gleich, sind wir heute alle zu dir hergekommen, begierig, die Wahrheit über deinen Sturz zu erfahren.
na cāpi tvāṃ dhṛṣṇumaḥ praṣṭum agre; na ca tvam asmān pṛcchasi ye vayaṃ smaḥ tat tvāṃ pṛcchāmaḥ spṛhaṇīyarūpaṃ; kasya tvaṃ vā kiṃnimittaṃ tvam āgāḥ
Wir wagten nicht, dich zuerst zu fragen, und du fragst uns nicht, wer wir sind; so fragen wir dich, dessen Gestalt begehrenswert ist: wessen Sohn bist du, und aus welchem Grund bist du hierhergekommen?
Wort für Wort
na cāpi tvāṃ dhṛṣṇumaḥ praṣṭum agre; na ca tvam asmān pṛcchasi ye vayaṃ smaḥ tat tvāṃ pṛcchāmaḥ spṛhaṇīyarūpaṃ; kasya tvaṃ vā kiṃnimittaṃ tvam āgāḥ
Wir wagten nicht, dich zuerst zu fragen, und du fragst uns nicht, wer wir sind; so fragen wir dich, dessen Gestalt begehrenswert ist: wessen Sohn bist du, und aus welchem Grund bist du hierhergekommen?
bhayaṃ tu te vyetu viṣādamohau; tyajāśu devendrasamānarūpa tvāṃ vartamānaṃ hi satāṃ sakāśe; nālaṃ prasoḍhuṃ balahāpi śakraḥ
Möge deine Furcht vergehen, gib rasch Kummer und Verwirrung auf, du dem Götterfürsten an Gestalt Gleicher; denn dich, weilend in Gegenwart der Rechtschaffenen, vermag selbst der gewaltige Śakra nicht zu bezwingen.
Wort für Wort
bhayaṃ tu te vyetu viṣādamohau; tyajāśu devendrasamānarūpa tvāṃ vartamānaṃ hi satāṃ sakāśe; nālaṃ prasoḍhuṃ balahāpi śakraḥ
Möge deine Furcht vergehen, gib rasch Kummer und Verwirrung auf, du dem Götterfürsten an Gestalt Gleicher; denn dich, weilend in Gegenwart der Rechtschaffenen, vermag selbst der gewaltige Śakra nicht zu bezwingen.
santaḥ pratiṣṭhā hi sukhacyutānāṃ; satāṃ sadaivāmararājakalpa te saṃgatāḥ sthāvarajaṅgameśāḥ; pratiṣṭhitas tvaṃ sadṛśeṣu satsu
Denn die Rechtschaffenen sind stets der Halt für jene, die aus dem Glück gefallen sind, du dem Götterkönig Gleicher; sie sind versammelt, die Herrscher über Unbewegliches und Bewegliches - du bist gefestigt, nun inmitten von Rechtschaffenen deinesgleichen.
Wort für Wort
santaḥ pratiṣṭhā hi sukhacyutānāṃ; satāṃ sadaivāmararājakalpa te saṃgatāḥ sthāvarajaṅgameśāḥ; pratiṣṭhitas tvaṃ sadṛśeṣu satsu
Denn die Rechtschaffenen sind stets der Halt für jene, die aus dem Glück gefallen sind, du dem Götterkönig Gleicher; sie sind versammelt, die Herrscher über Unbewegliches und Bewegliches - du bist gefestigt, nun inmitten von Rechtschaffenen deinesgleichen.
Mächtig ist das Feuer im Erwärmen, mächtig ist die Erde im Aussäen, mächtig ist die Sonne im Erleuchten - und mächtig ist auch, wer bei den Rechtschaffenen Zuflucht gefunden hat.‹«
Mächtig ist das Feuer im Erwärmen, mächtig ist die Erde im Aussäen, mächtig ist die Sonne im Erleuchten - und mächtig ist auch, wer bei den Rechtschaffenen Zuflucht gefunden hat.‹«