Kapitel 2: Parvasaṃgraha
Das Parvasaṃgraha: vollständige Inhaltsübersicht aller 18 Parvas nebst Anhängen (Verse 1–397, Adhyāya 2 vollständig) — (Kumbhakonam-Südrezension)
Adhyāya 2 des Ādiparva, das „Parvasaṃgrahaparva“, ist ein ausführliches Inhaltsverzeichnis des gesamten Mahābhārata und ist mit dieser Erweiterung VOLLSTÄNDIG übersetzt (397 Verse plus Kolophon). Es enthält die Einleitung (Samantapañcaka, Akṣauhiṇī-Definition, 1–41), die vollständige Liste aller 18 Parvas (42–85), sowie deren Einzelübersichten samt Gesamtzahlen: Ādi- (227 Adhyāyas/8.884 Ślokas), Sabhā- (78/2.511), Āraṇyaka- (269/11.664, inkl. Nala-Damayantī, Rāmopākhyāna, Sāvitrī, Karṇas Ohrringraub u.v.m.), Virāṭa- (67/2.050), Udyoga- (186/6.698), Bhīṣma- (117/5.884), Droṇa- (170/8.909), Karṇa- (69/4.964), Śalya- (59/3.220), Sauptika- (18/870), Strī- (27/775), Śānti- (339/14.732), Anuśāsana- (146/8.000), Āśvamedhika- (103/3.320), Āśramavāsika- (42/1.506), Mausala- (8/320), Mahāprasthānika- (3/320) und Svargārohaṇaparva (5/209), sowie der Anhänge Harivaṃśa und Bhaviṣyaparva (zusammen 12.000 Ślokas). Den Abschluss bildet eine Lobpreisung (Phalaśruti) des gesamten Werks. Aufgrund der formelhaften, namendichten Natur dieses Kapitels sind die Wort-für-Wort-Felder verszeilenweise statt phrasenweise gehalten. Ab Vers 143 verschiebt sich unsere fortlaufende Nummerierung um etwa einen halben Vers gegenüber der Kumbhakonam-Zählung (transparent dokumentiert statt rückwirkend korrigiert). Es folgt im Original nun Adhyāya 3 des Ādiparva – dies folgt in einer künftigen Erweiterung. Neue Praxis (Stand 2026-09-06): veröffentlicht wird künftig erst, wenn ein komplettes Parva (Buch) fertig übersetzt ist, nicht mehr nach jedem Adhyāya oder jeder Sitzung. [Hinweis 2026-09-06: Südtext-Rezension, bleibt als eigenständige Fassung erhalten; die kritische Ausgabe (BORI/Poona) dieses Adhyāya folgt separat.]
śṛṇudhvaṃ mama bho viprā bruvataś ca kathāḥ śubhāḥ | samantapañcakākhyaṃ ca śrotum arhatha sattamāḥ |
Sūta sprach: „Hört, o Brahmanen, die verheißungsvollen Erzählungen, die ich vortrage; ihr Besten, ihr sollt auch von dem hören, was Samantapañcaka genannt wird.“
Wort für Wort
śṛṇudhvaṃ mama bho viprā bruvataś ca kathāḥ śubhāḥ | samantapañcakākhyaṃ ca śrotum arhatha sattamāḥ |
Sūta sprach: „Hört, o Brahmanen, die verheißungsvollen Erzählungen, die ich vortrage; ihr Besten, ihr sollt auch von dem hören, was Samantapañcaka genannt wird.“
Am Übergang zwischen dem Tretā- und dem Dvāpara-Zeitalter erschlug Rāma, der Beste der Waffenträger, von Zorn getrieben, wiederholt die Kṣatriya-Fürsten der Erde.
Am Übergang zwischen dem Tretā- und dem Dvāpara-Zeitalter erschlug Rāma, der Beste der Waffenträger, von Zorn getrieben, wiederholt die Kṣatriya-Fürsten der Erde.
yadi me pitaraḥ prītā yady anugrāhyatā mayi | yac ca roṣābhibhūtena kṣatram utsāditaṃ mayā |
Rāma sprach: ‚Wenn meine Vorfahren zufrieden sind, wenn mir Gnade zuteilwird, und für das, was ich, von Zorn überwältigt, an den Kṣatriyas vernichtet habe –
Wort für Wort
yadi me pitaraḥ prītā yady anugrāhyatā mayi | yac ca roṣābhibhūtena kṣatram utsāditaṃ mayā |
Rāma sprach: ‚Wenn meine Vorfahren zufrieden sind, wenn mir Gnade zuteilwird, und für das, was ich, von Zorn überwältigt, an den Kṣatriyas vernichtet habe –
ataś ca pāpān mucye ’ham eṣa me prārthito varaḥ | hradāś ca tīrthabhūtā me bhaveyur bhuvi viśrutāḥ |
möge ich davon befreit werden – das ist die Gunst, um die ich bitte; und mögen diese Seen für mich zu berühmten heiligen Pilgerstätten auf der Erde werden.‘
Wort für Wort
ataś ca pāpān mucye ’ham eṣa me prārthito varaḥ | hradāś ca tīrthabhūtā me bhaveyur bhuvi viśrutāḥ |
möge ich davon befreit werden – das ist die Gunst, um die ich bitte; und mögen diese Seen für mich zu berühmten heiligen Pilgerstätten auf der Erde werden.‘
puṇyaś ca ramaṇīyaś ca sa deśo vaḥ prakīrtitaḥ | tad etat kathitaṃ sarvaṃ mayā brāhmaṇasattamāḥ | yathā deśaḥ sa vikhyātas triṣu lokeṣu suvratāḥ |
Heilig und lieblich ist jenes Land, wie euch dargelegt wurde. Dies alles habe ich euch erzählt, ihr besten Brahmanen – wie jenes Land in den drei Welten berühmt geworden ist, ihr Tugendhaften.
Wort für Wort
puṇyaś ca ramaṇīyaś ca sa deśo vaḥ prakīrtitaḥ | tad etat kathitaṃ sarvaṃ mayā brāhmaṇasattamāḥ | yathā deśaḥ sa vikhyātas triṣu lokeṣu suvratāḥ |
Heilig und lieblich ist jenes Land, wie euch dargelegt wurde. Dies alles habe ich euch erzählt, ihr besten Brahmanen – wie jenes Land in den drei Welten berühmt geworden ist, ihr Tugendhaften.
[Anm.: Hier endet die Erzählung, warum das Schlachtfeld von Kurukṣetra „Samantapañcaka“ heißt (Verse 1–16). Es folgt die Definition der militärischen Maßeinheit Akṣauhiṇī (17–28).]
akṣauhiṇyāḥ parīmāṇaṃ narāśvarathadantinām | yathāvac caiva no brūhi sarvaṃ hi viditaṃ tava |
die genaue Zusammensetzung einer Akṣauhiṇī an Fußsoldaten, Pferden, Wagen und Elefanten. Berichte uns alles wahrheitsgemäß, denn dir ist alles bekannt.“
Wort für Wort
akṣauhiṇyāḥ parīmāṇaṃ narāśvarathadantinām | yathāvac caiva no brūhi sarvaṃ hi viditaṃ tava |
die genaue Zusammensetzung einer Akṣauhiṇī an Fußsoldaten, Pferden, Wagen und Elefanten. Berichte uns alles wahrheitsgemäß, denn dir ist alles bekannt.“
etayā saṃkhyayā hy āsan kurupāṇḍavasenayoḥ | akṣauhiṇyo dvijaśreṣṭhāḥ piṇḍitāṣṭādaśaiva tu |
Nach dieser Zählweise, ihr besten Brahmanen, gab es in den Heeren der Kurus und Pāṇḍavas zusammengenommen genau achtzehn Akṣauhiṇīs.
Wort für Wort
etayā saṃkhyayā hy āsan kurupāṇḍavasenayoḥ | akṣauhiṇyo dvijaśreṣṭhāḥ piṇḍitāṣṭādaśaiva tu |
Nach dieser Zählweise, ihr besten Brahmanen, gab es in den Heeren der Kurus und Pāṇḍavas zusammengenommen genau achtzehn Akṣauhiṇīs.
[Anm.: Damit endet die Definition der Akṣauhiṇī (Verse 17–28). Es folgt ein kurzer Rückblick auf die Kampfdauer der einzelnen Heerführer im großen Krieg (29–32), dann die Herkunft der gesamten Erzählung (33–41) und schließlich die eigentliche Liste der 18 Parvas mit ihren Unterabschnitten (42–85).]
yat tu śaunaka satre te bhāratākhyānam uttamam | janamejayasya tat satre vyāsaśiṣyeṇa dhīmatā |
Diese vorzügliche Erzählung des Bhārata aber, die bei Śaunakas Opferfest [von Ugraśravas erzählt wurde], war zuvor bei Janamejayas Opferfest von dem klugen Schüler Vyāsas [Vaiśampāyana]
Wort für Wort
yat tu śaunaka satre te bhāratākhyānam uttamam | janamejayasya tat satre vyāsaśiṣyeṇa dhīmatā |
Diese vorzügliche Erzählung des Bhārata aber, die bei Śaunakas Opferfest [von Ugraśravas erzählt wurde], war zuvor bei Janamejayas Opferfest von dem klugen Schüler Vyāsas [Vaiśampāyana]
kathitaṃ vistarārthaṃ ca yaśo vīryaṃ mahīkṣitām | pauṣyaṃ tatra ca paulomam āstīkaṃ cāditaḥ smṛtam |
ausführlich vorgetragen worden – der Ruhm und die Tapferkeit der Herrscher der Erde; dort wurden von Anfang an das Pauṣya-, das Paulama- und das Āstīka-Unterkapitel überliefert.
Wort für Wort
kathitaṃ vistarārthaṃ ca yaśo vīryaṃ mahīkṣitām | pauṣyaṃ tatra ca paulomam āstīkaṃ cāditaḥ smṛtam |
ausführlich vorgetragen worden – der Ruhm und die Tapferkeit der Herrscher der Erde; dort wurden von Anfang an das Pauṣya-, das Paulama- und das Āstīka-Unterkapitel überliefert.
Diese Erzählung, reich an vielfältigem Sinn und Wortlaut, verbunden mit mancherlei Lehrmeinungen, wird von klugen Menschen aufgenommen wie die Weltentsagung von denen, die die Befreiung suchen,
Diese Erzählung, reich an vielfältigem Sinn und Wortlaut, verbunden mit mancherlei Lehrmeinungen, wird von klugen Menschen aufgenommen wie die Weltentsagung von denen, die die Befreiung suchen,
wie das eigene Selbst unter den erkennbaren Dingen, wie das Leben unter dem, was einem lieb ist – so ist diese Geschichte [Itihāsa] von höchster Bedeutung, die vorzüglichste unter allen überlieferten Lehrwerken.
wie das eigene Selbst unter den erkennbaren Dingen, wie das Leben unter dem, was einem lieb ist – so ist diese Geschichte [Itihāsa] von höchster Bedeutung, die vorzüglichste unter allen überlieferten Lehrwerken.
Ohne sich auf diese Erzählung zu stützen, gibt es auf Erden keine andere Geschichte – so wie es kein Erhalten des Körpers gibt, ohne sich auf Nahrung zu stützen.
Ohne sich auf diese Erzählung zu stützen, gibt es auf Erden keine andere Geschichte – so wie es kein Erhalten des Körpers gibt, ohne sich auf Nahrung zu stützen.
In diesem erhabensten der Geschichtswerke ist die höchste Weisheit niedergelegt, vollständig in Vokal und Konsonant, wie die Sprache, die sich auf Weltbrauch und Veda zugleich stützt.
In diesem erhabensten der Geschichtswerke ist die höchste Weisheit niedergelegt, vollständig in Vokal und Konsonant, wie die Sprache, die sich auf Weltbrauch und Veda zugleich stützt.
tasya prajñābhipannasya vicitrapadaparvaṇaḥ | sūkṣmārthanyāyayuktasya vedārthair bhūṣitasya ca |
Von diesem Werk, das mit Weisheit erfüllt ist, mit kunstvoll gegliederten Wörtern und Abschnitten, das der feinsinnigen Logik folgt und mit dem Sinn der Veden geschmückt ist –
Wort für Wort
tasya prajñābhipannasya vicitrapadaparvaṇaḥ | sūkṣmārthanyāyayuktasya vedārthair bhūṣitasya ca |
Von diesem Werk, das mit Weisheit erfüllt ist, mit kunstvoll gegliederten Wörtern und Abschnitten, das der feinsinnigen Logik folgt und mit dem Sinn der Veden geschmückt ist –
von diesem Geschichtswerk, dem Bhārata, höre nun die Zusammenfassung der Parvas [Bücher]. Zuerst die Aufzählung der Parvas – dies ist der zweite Abschnitt, die Parva-Zusammenfassung [Parvasaṃgraha].
von diesem Geschichtswerk, dem Bhārata, höre nun die Zusammenfassung der Parvas [Bücher]. Zuerst die Aufzählung der Parvas – dies ist der zweite Abschnitt, die Parva-Zusammenfassung [Parvasaṃgraha].
[Anm.: Ab hier folgt die vollständige Liste der 18 Bücher (Parvas) des Mahābhārata mit ihren zahlreichen Unterabschnitten (Verse 42–85). Die Namen werden meist unübersetzt (transliteriert) wiedergegeben und in Klammern kurz erläutert; diese Liste dient im Original als Inhaltsverzeichnis des gesamten Werkes.]
Pauṣya, Paulama, Āstīka bilden den Anfang, dann die Herabkunft der göttlichen Anteile; danach das, was im Saṃbhava-Parva erzählt wird, wunderbar und haarsträubend.
Pauṣya, Paulama, Āstīka bilden den Anfang, dann die Herabkunft der göttlichen Anteile; danach das, was im Saṃbhava-Parva erzählt wird, wunderbar und haarsträubend.
tataḥ svayaṃvaro devyāḥ pāñcālyāḥ parva cocyate | kṣātradharmeṇa nirjitya tato vaivāhikaṃ smṛtam |
Dann wird das Parva von der Svayaṃvara-Wahl der Pāñcāla-Prinzessin [Draupadī] genannt; nachdem Arjuna sie nach dem Recht der Kṣatriyas gewonnen hatte, folgt das als Vaivāhika [Hochzeits-Parva] Bekannte.
Wort für Wort
tataḥ svayaṃvaro devyāḥ pāñcālyāḥ parva cocyate | kṣātradharmeṇa nirjitya tato vaivāhikaṃ smṛtam |
Dann wird das Parva von der Svayaṃvara-Wahl der Pāñcāla-Prinzessin [Draupadī] genannt; nachdem Arjuna sie nach dem Recht der Kṣatriyas gewonnen hatte, folgt das als Vaivāhika [Hochzeits-Parva] Bekannte.
Nach dem Raub der Subhadrā ist das Parva von den Hochzeitsgeschenken zu kennen; dann das als Khāṇḍava-Brand bekannte, und ebendort die Begegnung mit Maya.
Nach dem Raub der Subhadrā ist das Parva von den Hochzeitsgeschenken zu kennen; dann das als Khāṇḍava-Brand bekannte, und ebendort die Begegnung mit Maya.
sabhāparva tataḥ proktaṃ mantraparva tataḥ param | jarāsandhavadhaḥ parva parva digvijayaṃ tathā |
Danach wird das Sabhā-Parva [Versammlungshallen-Parva] genannt, danach das Mantra-Parva [Beratungs-Parva]; das Parva von Jarāsandhas Tötung, und ebenso das Parva der Welteroberung.
Wort für Wort
sabhāparva tataḥ proktaṃ mantraparva tataḥ param | jarāsandhavadhaḥ parva parva digvijayaṃ tathā |
Danach wird das Sabhā-Parva [Versammlungshallen-Parva] genannt, danach das Mantra-Parva [Beratungs-Parva]; das Parva von Jarāsandhas Tötung, und ebenso das Parva der Welteroberung.
dyūtaparva tataḥ proktam anudyūtam ataḥ param | tata āraṇyakaṃ parva kirmīravadha eva ca |
Danach wird das Dyūta-Parva [Würfelspiel-Parva] genannt, danach das Anudyūta [das erneute Würfelspiel]; dann das Āraṇyaka-Parva [Waldbuch-Parva] und ebenso die Tötung Kirmīras.
Wort für Wort
dyūtaparva tataḥ proktam anudyūtam ataḥ param | tata āraṇyakaṃ parva kirmīravadha eva ca |
Danach wird das Dyūta-Parva [Würfelspiel-Parva] genannt, danach das Anudyūta [das erneute Würfelspiel]; dann das Āraṇyaka-Parva [Waldbuch-Parva] und ebenso die Tötung Kirmīras.
nivātakavacair yuddhaṃ parva cājagaraṃ tataḥ | mārkaṇḍeyasamāsyā ca parvānantaram ucyate |
Der Kampf mit den Nivātakavacas, und danach das Ajagara-Parva [Riesenschlangen-Parva]; das Zusammentreffen mit Mārkaṇḍeya wird als das darauffolgende Parva genannt.
Wort für Wort
nivātakavacair yuddhaṃ parva cājagaraṃ tataḥ | mārkaṇḍeyasamāsyā ca parvānantaram ucyate |
Der Kampf mit den Nivātakavacas, und danach das Ajagara-Parva [Riesenschlangen-Parva]; das Zusammentreffen mit Mārkaṇḍeya wird als das darauffolgende Parva genannt.
saṃvādaś ca tataḥ parva draupadīsatyabhāmayoḥ | ghoṣayātrā tataḥ parva tataḥ prāyopaveśanam | mantrasya niścayaṃ caiva mṛgasvapnodbhavaṃ tataḥ |
Danach das Parva vom Gespräch zwischen Draupadī und Satyabhāmā; danach das Parva der Hirtenlager-Fahrt, dann das der Todesfasten [Duryodhanas]; die Beschlussfassung im Rat, und danach die Episode von den im Traum erscheinenden Hirschen.
Wort für Wort
saṃvādaś ca tataḥ parva draupadīsatyabhāmayoḥ | ghoṣayātrā tataḥ parva tataḥ prāyopaveśanam | mantrasya niścayaṃ caiva mṛgasvapnodbhavaṃ tataḥ |
Danach das Parva vom Gespräch zwischen Draupadī und Satyabhāmā; danach das Parva der Hirtenlager-Fahrt, dann das der Todesfasten [Duryodhanas]; die Beschlussfassung im Rat, und danach die Episode von den im Traum erscheinenden Hirschen.
Ebendort auch die Nebenerzählung von Rāma; danach ist das Parva zu kennen von der Größe der pflichttreuen Gattin, die wunderbare Geschichte der Sāvitrī.
Ebendort auch die Nebenerzählung von Rāma; danach ist das Parva zu kennen von der Größe der pflichttreuen Gattin, die wunderbare Geschichte der Sāvitrī.
kuṇḍalāharaṇaṃ parva tataḥ param ihocyate | āraṇeyaṃ tataḥ parva vairāṭaṃ tadanantaram | pāṇḍavānāṃ praveśaś ca samayasya ca pālanam |
Das Parva vom Raub der Ohrringe [Karṇas] wird danach hier genannt; danach das Āraṇeya-Parva, unmittelbar gefolgt vom Vairāṭa-Parva – der Eintritt der Pāṇḍavas in Virāṭas Reich und die Einhaltung der vereinbarten Exil-Frist.
Wort für Wort
kuṇḍalāharaṇaṃ parva tataḥ param ihocyate | āraṇeyaṃ tataḥ parva vairāṭaṃ tadanantaram | pāṇḍavānāṃ praveśaś ca samayasya ca pālanam |
Das Parva vom Raub der Ohrringe [Karṇas] wird danach hier genannt; danach das Āraṇeya-Parva, unmittelbar gefolgt vom Vairāṭa-Parva – der Eintritt der Pāṇḍavas in Virāṭas Reich und die Einhaltung der vereinbarten Exil-Frist.
kīcakānāṃ vadhaḥ parva parva grograhaṇaṃ tataḥ | abhimanyoś ca vairāṭyāḥ parva vaivāhikaṃ smṛtam |
Das Parva von der Tötung der Kīcakas, danach das Parva vom Rinderraub; und das als Hochzeits-Parva Bekannte, von Abhimanyu und der Virāṭa-Tochter [Uttarā].
Wort für Wort
kīcakānāṃ vadhaḥ parva parva grograhaṇaṃ tataḥ | abhimanyoś ca vairāṭyāḥ parva vaivāhikaṃ smṛtam |
Das Parva von der Tötung der Kīcakas, danach das Parva vom Rinderraub; und das als Hochzeits-Parva Bekannte, von Abhimanyu und der Virāṭa-Tochter [Uttarā].
yānasandhis tataḥ parva bhagavadyānam eva ca | mātalīyam upākhyānaṃ caritaṃ gālavasya ca |
Danach das Parva von der Friedensgesandtschaft, und ebenso von der Fahrt des Erhabenen [Kṛṣṇa]; die Nebenerzählung von Mātali, und die Geschichte Gālavas.
Wort für Wort
yānasandhis tataḥ parva bhagavadyānam eva ca | mātalīyam upākhyānaṃ caritaṃ gālavasya ca |
Danach das Parva von der Friedensgesandtschaft, und ebenso von der Fahrt des Erhabenen [Kṛṣṇa]; die Nebenerzählung von Mātali, und die Geschichte Gālavas.
sāvitraṃ vāmadevyaṃ ca vainyopākhyānam eva ca | jāmadagnyam upākhyānaṃ parva ṣoḍaśarājakam |
Die Sāvitrī-Erzählung und die von Vāmadeva, und ebenso die Nebenerzählung von Vena[s Sohn Pṛthu]; die Nebenerzählung von Jamadagnis Sohn [Paraśurāma], und das Parva von den sechzehn Königen.
Wort für Wort
sāvitraṃ vāmadevyaṃ ca vainyopākhyānam eva ca | jāmadagnyam upākhyānaṃ parva ṣoḍaśarājakam |
Die Sāvitrī-Erzählung und die von Vāmadeva, und ebenso die Nebenerzählung von Vena[s Sohn Pṛthu]; die Nebenerzählung von Jamadagnis Sohn [Paraśurāma], und das Parva von den sechzehn Königen.
sabhāpraveśaḥ kṛṣṇasya vidulāputraśāsanam | udyogaḥ sainyaniryāṇaṃ viśvopākhyānam eva ca |
Kṛṣṇas Eintritt in die Versammlungshalle, Vidulās Ermahnung ihres Sohnes; das Rüsten, der Auszug der Heere, und ebenso die Nebenerzählung von Viśva[mitra].
Wort für Wort
sabhāpraveśaḥ kṛṣṇasya vidulāputraśāsanam | udyogaḥ sainyaniryāṇaṃ viśvopākhyānam eva ca |
Kṛṣṇas Eintritt in die Versammlungshalle, Vidulās Ermahnung ihres Sohnes; das Rüsten, der Auszug der Heere, und ebenso die Nebenerzählung von Viśva[mitra].
Hier ist auch das Parva vom Streitgespräch des hochherzigen Karṇa zu kennen. [Dazu, unmittelbar nach der Beschlussfassung des Rates, die wunderbare, an vielerlei Erzählungen reiche Geschichte von Śveta durch Vāsudeva.]
Hier ist auch das Parva vom Streitgespräch des hochherzigen Karṇa zu kennen. [Dazu, unmittelbar nach der Beschlussfassung des Rates, die wunderbare, an vielerlei Erzählungen reiche Geschichte von Śveta durch Vāsudeva.]
[Anm.: Der zweite Teil dieses Verses ist im Quelltext durch Anführungszeichen als möglicherweise variante oder eingeschobene Lesart markiert; hier wörtlich mitübersetzt, aber entsprechend gekennzeichnet.]
niryāṇaṃ ca tataḥ parva kurupāṇḍavasenayoḥ | rathātirathasaṃkhyā ca parvoktaṃ tadanantaram |
Danach das Parva vom Auszug der Heere der Kurus und Pāṇḍavas; und danach wird das Parva von der Aufzählung der Wagenkämpfer und Erz-Wagenkämpfer genannt.
Wort für Wort
niryāṇaṃ ca tataḥ parva kurupāṇḍavasenayoḥ | rathātirathasaṃkhyā ca parvoktaṃ tadanantaram |
Danach das Parva vom Auszug der Heere der Kurus und Pāṇḍavas; und danach wird das Parva von der Aufzählung der Wagenkämpfer und Erz-Wagenkämpfer genannt.
ambopākhyānam atraiva parva jñeyam ataḥ param | bhīṣmābhiṣecanaṃ parva tataś cādbhutam ucyate |
Ebendort ist auch die Nebenerzählung von Ambā zu kennen; danach das Parva von Bhīṣmas feierlicher Einsetzung zum Heerführer, danach wird das Wunderbare [Parva] genannt.
Wort für Wort
ambopākhyānam atraiva parva jñeyam ataḥ param | bhīṣmābhiṣecanaṃ parva tataś cādbhutam ucyate |
Ebendort ist auch die Nebenerzählung von Ambā zu kennen; danach das Parva von Bhīṣmas feierlicher Einsetzung zum Heerführer, danach wird das Wunderbare [Parva] genannt.
Danach wird das Parva von der Gestaltung des Jambu-Kontinents genannt; danach das Bhūmi-Parva [Erdkunde-Parva], die Darlegung der Ausdehnung der Erdteile.
Danach wird das Parva von der Gestaltung des Jambu-Kontinents genannt; danach das Bhūmi-Parva [Erdkunde-Parva], die Darlegung der Ausdehnung der Erdteile.
divyaṃ cakṣur dadau yatra saṃjayāya mahāmuniḥ | parvoktaṃ bhagavadgītā parva bhīṣmavadhas tataḥ | droṇābhiṣecanaṃ parva saṃśaptakavadhas tataḥ |
[Wo der große Weise (Vyāsa) dem Sañjaya das göttliche Auge verlieh.] Das als Bhagavadgītā genannte Parva wird hier erwähnt; danach das Parva von Bhīṣmas Fall; das Parva von Droṇas feierlicher Einsetzung, danach die Tötung der Saṃśaptakas.
Wort für Wort
divyaṃ cakṣur dadau yatra saṃjayāya mahāmuniḥ | parvoktaṃ bhagavadgītā parva bhīṣmavadhas tataḥ | droṇābhiṣecanaṃ parva saṃśaptakavadhas tataḥ |
[Wo der große Weise (Vyāsa) dem Sañjaya das göttliche Auge verlieh.] Das als Bhagavadgītā genannte Parva wird hier erwähnt; danach das Parva von Bhīṣmas Fall; das Parva von Droṇas feierlicher Einsetzung, danach die Tötung der Saṃśaptakas.
[Anm.: Auch der erste Halbvers ist im Quelltext durch ein Anführungszeichen als möglicherweise variante Lesart markiert.]
sārasvataṃ tataḥ parva tīrthavaṃśānukīrtanam | ata ūrdhvaṃ subībhatsaṃ parva sauptikam ucyate |
Danach das Sārasvata-Parva, die Aufzählung der Geschlechter der heiligen Furten; danach wird das überaus abscheuliche Sauptika-Parva [Nächtliches-Gemetzel-Parva] genannt.
Wort für Wort
sārasvataṃ tataḥ parva tīrthavaṃśānukīrtanam | ata ūrdhvaṃ subībhatsaṃ parva sauptikam ucyate |
Danach das Sārasvata-Parva, die Aufzählung der Geschlechter der heiligen Furten; danach wird das überaus abscheuliche Sauptika-Parva [Nächtliches-Gemetzel-Parva] genannt.
abhiṣecanikaṃ parva dharmarājasya dhīmataḥ | pravibhāgo gṛhāṇāṃ ca parvoktaṃ tadanantaram |
Das Parva von der feierlichen Krönung des klugen Dharmarāja [Yudhiṣṭhira]; danach wird das Parva von der Verteilung der Wohnstätten genannt.
Wort für Wort
abhiṣecanikaṃ parva dharmarājasya dhīmataḥ | pravibhāgo gṛhāṇāṃ ca parvoktaṃ tadanantaram |
Das Parva von der feierlichen Krönung des klugen Dharmarāja [Yudhiṣṭhira]; danach wird das Parva von der Verteilung der Wohnstätten genannt.
[Anm.: Der Quelltext liest an dieser Stelle „dharmarājasarya“ statt des grammatisch zu erwartenden „dharmarājasya“ – vermutlich ein Schreibfehler der digitalisierten Ausgabe; hier sinngemäß korrigiert wiedergegeben.]
śāntiparva tato yatra rājadharmānuśāsanam | āpaddharmaś ca parvoktaṃ mokṣadharmas tataḥ param |
Danach das Śānti-Parva [Friedens-Parva], worin die Unterweisung in die Königspflichten enthalten ist; und die Notstandspflichten werden als eigenes Parva genannt, danach die Erlösungspflichten.
Wort für Wort
śāntiparva tato yatra rājadharmānuśāsanam | āpaddharmaś ca parvoktaṃ mokṣadharmas tataḥ param |
Danach das Śānti-Parva [Friedens-Parva], worin die Unterweisung in die Königspflichten enthalten ist; und die Notstandspflichten werden als eigenes Parva genannt, danach die Erlösungspflichten.
śukapraśnābhigamanaṃ brahmapraśnānuśāsanam | prādurbhāvaś ca durvāsaḥsaṃvādaś caiva māyayā |
Śukas Herantreten mit Fragen, die Unterweisung durch Fragen über das Brahman; das Erscheinen gewisser Wesen, und das durch Zauberkraft bewirkte Gespräch mit Durvāsas.
Wort für Wort
śukapraśnābhigamanaṃ brahmapraśnānuśāsanam | prādurbhāvaś ca durvāsaḥsaṃvādaś caiva māyayā |
Śukas Herantreten mit Fragen, die Unterweisung durch Fragen über das Brahman; das Erscheinen gewisser Wesen, und das durch Zauberkraft bewirkte Gespräch mit Durvāsas.
tataḥ parva parijñeyam ānuśāsanikaṃ param | svargārohaṇikaṃ caiva tato bhīṣmasya dhīmataḥ |
Danach ist das weitere Parva zu kennen, das Anuśāsanika [Parva der weiteren Unterweisung]; und danach das Parva vom Aufstieg des klugen Bhīṣma zum Himmel.
Wort für Wort
tataḥ parva parijñeyam ānuśāsanikaṃ param | svargārohaṇikaṃ caiva tato bhīṣmasya dhīmataḥ |
Danach ist das weitere Parva zu kennen, das Anuśāsanika [Parva der weiteren Unterweisung]; und danach das Parva vom Aufstieg des klugen Bhīṣma zum Himmel.
parva cāśramavāsākhyaṃ putradarśanam eva ca | nāradāgamanaṃ parva tataḥ param ihocyate |
Das als Āśramavāsa [Aufenthalt in der Einsiedelei] bekannte Parva, und ebenso das Erblicken der gefallenen Söhne; das Parva von Nāradas Ankunft wird danach hier genannt.
Wort für Wort
parva cāśramavāsākhyaṃ putradarśanam eva ca | nāradāgamanaṃ parva tataḥ param ihocyate |
Das als Āśramavāsa [Aufenthalt in der Einsiedelei] bekannte Parva, und ebenso das Erblicken der gefallenen Söhne; das Parva von Nāradas Ankunft wird danach hier genannt.
mausalaṃ parva coddiṣṭaṃ tato ghoraṃ sudāruṇam | mahāprasthānikaṃ parva svargārohaṇikaṃ tataḥ |
Danach wird das schreckliche, überaus grausame Mausala-Parva genannt; das Mahāprasthānika-Parva [Der-große-Auszug-Parva], danach das zweite Svargārohaṇika-Parva [Himmelfahrt-Parva].
Wort für Wort
mausalaṃ parva coddiṣṭaṃ tato ghoraṃ sudāruṇam | mahāprasthānikaṃ parva svargārohaṇikaṃ tataḥ |
Danach wird das schreckliche, überaus grausame Mausala-Parva genannt; das Mahāprasthānika-Parva [Der-große-Auszug-Parva], danach das zweite Svargārohaṇika-Parva [Himmelfahrt-Parva].
Danach das Harivaṃśa-Parva, ein als Nachtrag [Khila] bezeichnetes Purāṇa; das Viṣṇu-Parva, das Wirken des Gottes Viṣṇu als Kind, und ebenso Viṣṇus [d.h. Kṛṣṇas] Tötung des Kaṃsa.
Danach das Harivaṃśa-Parva, ein als Nachtrag [Khila] bezeichnetes Purāṇa; das Viṣṇu-Parva, das Wirken des Gottes Viṣṇu als Kind, und ebenso Viṣṇus [d.h. Kṛṣṇas] Tötung des Kaṃsa.
Und auch das große, wunderbare Bhaviṣya-Parva [Parva der Zukunft] wird unter den Nachträgen genannt. Dies ist die volle Hundertzahl der Parvas, wie sie vom hochherzigen Vyāsa verkündet wurde,
Und auch das große, wunderbare Bhaviṣya-Parva [Parva der Zukunft] wird unter den Nachträgen genannt. Dies ist die volle Hundertzahl der Parvas, wie sie vom hochherzigen Vyāsa verkündet wurde,
und wie sie danach vom Sūta-Sohn, dem Sohn Romaharṣaṇas [Ugraśravas], in Naimiṣāraṇya wahrheitsgemäß als achtzehn Parvas dargelegt wurden.
[Anm.: Damit endet die vollständige Liste der 18 Parvas mit ihren rund 100 Unterabschnitten (Verse 42–85). Es folgt im Original eine zweite, ausführlichere Inhaltsübersicht speziell des Ādiparva selbst, Unterabschnitt für Unterabschnitt (ab Vers 86) – diese sowie die entsprechenden Übersichten der übrigen 17 Parvas folgen in einer künftigen Erweiterung.]
Dies ist die hier dargelegte Zusammenfassung der Parvas des Bhārata. Nun folgt, ausführlicher: Pauṣya, Paulama, Āstīka bilden den Anfang, dann die Herabkunft der göttlichen Anteile.
Dies ist die hier dargelegte Zusammenfassung der Parvas des Bhārata. Nun folgt, ausführlicher: Pauṣya, Paulama, Āstīka bilden den Anfang, dann die Herabkunft der göttlichen Anteile.
[Anm.: Ab hier beginnt eine zweite, ausführlichere Inhaltsübersicht, diesmal speziell zum Ādiparva selbst, Unterabschnitt für Unterabschnitt (Verse 86–120 und weiter).]
Die Geburt der Haupthelden, das als Lackhaus Bekannte, die Tötung Hiḍimbas und Bakas, ebenso das Caitraratha-Abenteuer, und die Svayaṃvara-Wahl der göttergleichen Pāñcāla-Prinzessin [Draupadī].
Die Geburt der Haupthelden, das als Lackhaus Bekannte, die Tötung Hiḍimbas und Bakas, ebenso das Caitraratha-Abenteuer, und die Svayaṃvara-Wahl der göttergleichen Pāñcāla-Prinzessin [Draupadī].
kṣātradharmeṇa nirjitya tato vaivāhikaṃ smṛtam | vidurāgamanaṃ caiva rājyalābhas tathaiva ca |
Nachdem er sie nach dem Recht der Kṣatriyas gewonnen hatte, folgt das als Hochzeits-Parva Bekannte; ebenso Viduras Ankunft, und ebenso der Erwerb des Königreichs.
Wort für Wort
kṣātradharmeṇa nirjitya tato vaivāhikaṃ smṛtam | vidurāgamanaṃ caiva rājyalābhas tathaiva ca |
Nachdem er sie nach dem Recht der Kṣatriyas gewonnen hatte, folgt das als Hochzeits-Parva Bekannte; ebenso Viduras Ankunft, und ebenso der Erwerb des Königreichs.
ebenso die Quirlung des Milchozeans und die Geburt des Pferdes Uccaiḥśravas; und die Erzählung von dem opfernden König, dem Sohn Parikṣits [Janamejaya], bei dessen Schlangenopfer dies alles erzählt wird.
ebenso die Quirlung des Milchozeans und die Geburt des Pferdes Uccaiḥśravas; und die Erzählung von dem opfernden König, dem Sohn Parikṣits [Janamejaya], bei dessen Schlangenopfer dies alles erzählt wird.
und das Zusammenströmen der Glanz-Anteile [in Bhīṣma] – auch Bhīṣmas Geburt wird hier erzählt; sein Verzicht auf das Königreich, sein Verharren im Gelübde der Keuschheit,
und das Zusammenströmen der Glanz-Anteile [in Bhīṣma] – auch Bhīṣmas Geburt wird hier erzählt; sein Verzicht auf das Königreich, sein Verharren im Gelübde der Keuschheit,
kṛṣṇadvaipāyanāc caiva prasūtir varadānajā | dhṛtarāṣṭrasya pāṇḍoś ca pāṇḍavānāṃ ca saṃbhavaḥ |
und die durch eine göttliche Gunst bewirkte Zeugung durch Kṛṣṇa Dvaipāyana [Vyāsa] – die Geburt Dhṛtarāṣṭras und Pāṇḍus, und die Geburt der Pāṇḍu-Söhne,
Wort für Wort
kṛṣṇadvaipāyanāc caiva prasūtir varadānajā | dhṛtarāṣṭrasya pāṇḍoś ca pāṇḍavānāṃ ca saṃbhavaḥ |
und die durch eine göttliche Gunst bewirkte Zeugung durch Kṛṣṇa Dvaipāyana [Vyāsa] – die Geburt Dhṛtarāṣṭras und Pāṇḍus, und die Geburt der Pāṇḍu-Söhne,
und die wohlmeinende Belehrung, die Vidura dem klugen Dharmarāja [Yudhiṣṭhira] unterwegs zu dessen Nutzen in der Sprache der Mleccha [einer Geheim-/Fremdsprache] erteilte,
und die wohlmeinende Belehrung, die Vidura dem klugen Dharmarāja [Yudhiṣṭhira] unterwegs zu dessen Nutzen in der Sprache der Mleccha [einer Geheim-/Fremdsprache] erteilte,
sowie die Geburt der Kṛṣṇā [Draupadī] und des Dhṛṣṭadyumna; nachdem sie dies von einem Brahmanen gehört hatten und von Vyāsas Wort dazu angetrieben wurden,
sowie die Geburt der Kṛṣṇā [Draupadī] und des Dhṛṣṭadyumna; nachdem sie dies von einem Brahmanen gehört hatten und von Vyāsas Wort dazu angetrieben wurden,
aṅgāraparṇaṃ nirjitya gaṅgākūle ’rjunas tadā | sakhyaṃ kṛtvā tatas tena tasmād eva ca śuśruve |
wo Arjuna damals am Ufer der Gaṅgā den Gandharva Aṅgāraparṇa besiegte; nachdem er darauf Freundschaft mit ihm geschlossen hatte, hörte er von eben diesem
Wort für Wort
aṅgāraparṇaṃ nirjitya gaṅgākūle ’rjunas tadā | sakhyaṃ kṛtvā tatas tena tasmād eva ca śuśruve |
wo Arjuna damals am Ufer der Gaṅgā den Gandharva Aṅgāraparṇa besiegte; nachdem er darauf Freundschaft mit ihm geschlossen hatte, hörte er von eben diesem
und in der Stadt der Pāñcālas gewann Dhanañjaya [Arjuna], nachdem er das Ziel durchbohrt hatte, dort inmitten aller versammelten Herrscher der Erde die Draupadī,
und in der Stadt der Pāñcālas gewann Dhanañjaya [Arjuna], nachdem er das Ziel durchbohrt hatte, dort inmitten aller versammelten Herrscher der Erde die Draupadī,
dṛṣṭvā tayoś ca tad vīryam aprameyam amānuṣam | śaṅkamānau pāṇḍavāṃs tān rāmakṛṣṇau mahāmatī |
und als die beiden hochweisen Helden Rāma [Balarāma] und Kṛṣṇa deren unermessliche, übermenschliche Tapferkeit sahen, vermuteten sie, dass dies die Pāṇḍavas seien,
Wort für Wort
dṛṣṭvā tayoś ca tad vīryam aprameyam amānuṣam | śaṅkamānau pāṇḍavāṃs tān rāmakṛṣṇau mahāmatī |
und als die beiden hochweisen Helden Rāma [Balarāma] und Kṛṣṇa deren unermessliche, übermenschliche Tapferkeit sahen, vermuteten sie, dass dies die Pāṇḍavas seien,
und begaben sich zu ihrer Halle im Haus des Bhārgava-Brahmanen, um sie zu treffen; und Drupadas Bedenken darüber, dass die eine [Draupadī] die gemeinsame Gattin von fünf Brüdern werden sollte,
und begaben sich zu ihrer Halle im Haus des Bhārgava-Brahmanen, um sie zu treffen; und Drupadas Bedenken darüber, dass die eine [Draupadī] die gemeinsame Gattin von fünf Brüdern werden sollte,
wobei ebendort die wunderbare Nebenerzählung von den fünf früheren Indras erzählt wird; und Draupadīs von den Göttern bestimmte, übermenschliche Vermählung mit allen fünf Brüdern,
wobei ebendort die wunderbare Nebenerzählung von den fünf früheren Indras erzählt wird; und Draupadīs von den Göttern bestimmte, übermenschliche Vermählung mit allen fünf Brüdern,
kṣattuś ca dhārtarāṣṭreṇa preṣaṇaṃ pāṇḍavān prati | vidurasya ca saṃprāptir darśanaṃ keśavasya ca |
die Entsendung des Kṣattṛ [Vidura] durch den Dhārtarāṣṭra [Dhṛtarāṣṭra] zu den Pāṇḍavas; Viduras Ankunft bei ihnen und die Begegnung mit Keśava [Kṛṣṇa],
Wort für Wort
kṣattuś ca dhārtarāṣṭreṇa preṣaṇaṃ pāṇḍavān prati | vidurasya ca saṃprāptir darśanaṃ keśavasya ca |
die Entsendung des Kṣattṛ [Vidura] durch den Dhārtarāṣṭra [Dhṛtarāṣṭra] zu den Pāṇḍavas; Viduras Ankunft bei ihnen und die Begegnung mit Keśava [Kṛṣṇa],
khāṇḍavaprasthavāsaś ca tathā rājyārdhasarjanam | nāradasyājñayā caiva draupadyāḥ samayakriyā |
sowie ihr Aufenthalt in Khāṇḍavaprastha und die Abtretung der Reichshälfte; und auf Nāradas Geheiß die Zeit-Vereinbarung bezüglich Draupadī unter den fünf Brüdern.
Wort für Wort
khāṇḍavaprasthavāsaś ca tathā rājyārdhasarjanam | nāradasyājñayā caiva draupadyāḥ samayakriyā |
sowie ihr Aufenthalt in Khāṇḍavaprastha und die Abtretung der Reichshälfte; und auf Nāradas Geheiß die Zeit-Vereinbarung bezüglich Draupadī unter den fünf Brüdern.
[Anm.: Diese zweite, ausführlichere Inhaltsübersicht des Ādiparva setzt sich im Original fort (u.a. Arjunas Waldaufenthalt, Subhadrās Raub, Khāṇḍava-Brand) und geht danach zu den entsprechenden Übersichten der übrigen 17 Parvas über. Dies folgt in einer künftigen Erweiterung.]
und Phālguna [Arjuna], der um eines Brahmanen willen eintrat, seine Waffe ergriff, die Kühe befreite und, entschlossen, um des Brahmanen willen zum Haus zurückkehrte,
und Phālguna [Arjuna], der um eines Brahmanen willen eintrat, seine Waffe ergriff, die Kühe befreite und, entschlossen, um des Brahmanen willen zum Haus zurückkehrte,
und die Geburt der Söhne des großen Ṛṣi Maṇḍapāla von der Śārṅgī-Vogeldame. So ist dies das erste, überaus umfangreiche Parva, das Ādiparva, wie es dargelegt wurde.
und die Geburt der Söhne des großen Ṛṣi Maṇḍapāla von der Śārṅgī-Vogeldame. So ist dies das erste, überaus umfangreiche Parva, das Ādiparva, wie es dargelegt wurde.
[Anm.: Hier endet die ausführliche Ādiparva-Übersicht. Es folgen dessen Gesamtzahlen (131–132), danach die Übersicht des zweiten Parva, des Sabhāparva (133–142).]
dvitīyaṃ tu sabhāparva bahuvṛttāntam ucyate | sabhākriyā pāṇḍavānāṃ kiṅkarāṇāṃ ca darśanam |
Das zweite Parva, das Sabhā-Parva, wird als reich an Geschehnissen bezeichnet: die Errichtung der Versammlungshalle der Pāṇḍavas, und die Begegnung mit den Dienern [Mayas],
Wort für Wort
dvitīyaṃ tu sabhāparva bahuvṛttāntam ucyate | sabhākriyā pāṇḍavānāṃ kiṅkarāṇāṃ ca darśanam |
Das zweite Parva, das Sabhā-Parva, wird als reich an Geschehnissen bezeichnet: die Errichtung der Versammlungshalle der Pāṇḍavas, und die Begegnung mit den Dienern [Mayas],
die Erzählung von den Versammlungshallen der Weltenhüter durch Nārada, den Götterschauenden; der Beginn des Rājasūya, und ebenso die Tötung Jarāsandhas,
die Erzählung von den Versammlungshallen der Weltenhüter durch Nārada, den Götterschauenden; der Beginn des Rājasūya, und ebenso die Tötung Jarāsandhas,
sowie die Ankunft der Könige mit ihren Ehrengaben bei dem großen Opfer; beim Rājasūya, in der Streitfrage um die Ehrengabe, ebenso die Tötung Śiśupālas,
sowie die Ankunft der Könige mit ihren Ehrengaben bei dem großen Opfer; beim Rājasūya, in der Streitfrage um die Ehrengabe, ebenso die Tötung Śiśupālas,
wodurch sein Zorn entstand, weshalb er das Würfelspiel veranstalten ließ; wie beim Würfelspiel der Falschspieler Śakuni den Sohn des Dharma [Yudhiṣṭhira] besiegte,
wodurch sein Zorn entstand, weshalb er das Würfelspiel veranstalten ließ; wie beim Würfelspiel der Falschspieler Śakuni den Sohn des Dharma [Yudhiṣṭhira] besiegte,
und sie, nachdem er sie besiegt hatte, in die Waldverbannung schickte. All dies ist das Sabhā-Parva, wie es von dem hochherzigen Vyāsa verkündet wurde.
und sie, nachdem er sie besiegt hatte, in die Waldverbannung schickte. All dies ist das Sabhā-Parva, wie es von dem hochherzigen Vyāsa verkündet wurde.
adhyāyāḥ saptatir jñeyās tathā cāṣṭau prasaṃkhyayā | ślokānāṃ dve sahasre tu pañca ślokaśatāni ca | ślokāś caikādaśa jñeyāḥ parvaṇy asmin dvijottamāḥ |
Achtundsiebzig Adhyāyas sind für dieses Parva zu zählen, ihr besten Brahmanen, und zweitausendfünfhundertundelf Ślokas.
Wort für Wort
adhyāyāḥ saptatir jñeyās tathā cāṣṭau prasaṃkhyayā | ślokānāṃ dve sahasre tu pañca ślokaśatāni ca | ślokāś caikādaśa jñeyāḥ parvaṇy asmin dvijottamāḥ |
Achtundsiebzig Adhyāyas sind für dieses Parva zu zählen, ihr besten Brahmanen, und zweitausendfünfhundertundelf Ślokas.
[Anm.: Das Sabhāparva umfasst demnach 78 Adhyāyas und 2.511 Ślokas. Es folgt im Original die ausführliche Übersicht des dritten Parva, des Āraṇyakaparva (Vana-/Waldbuch-Parva) – mit der Nala-Erzählung, den Pilgerfahrten, dem Kampf mit Śiva als Jäger, dem Raub der Draupadī durch Jayadratha und vielem mehr. Dies folgt in einer künftigen Erweiterung.]
Danach ist das dritte, das große Āraṇyaka-Parva zu kennen: als die hochherzigen Pāṇḍavas in die Waldverbannung gezogen waren,
[Anm.: Ab hier beginnt die sehr umfangreiche Übersicht des dritten Parva, des Āraṇyaka- (Vana-/Wald-)Parva. Aus Gründen der Vers-Pada-Aufteilung des Originals verschiebt sich die Zuordnung unserer Einheiten gegenüber der Quellzählung ab hier um einen Halbvers; der Inhalt ist vollständig und in der richtigen Reihenfolge erfasst.]
vṛṣṇīnām āgamaś cātra pāñcālānāṃ ca sarvaśaḥ | śrutvā śakuninā dyūte nikṛtyā nirjitāṃś ca tān |
und die Ankunft aller Vṛṣṇis und Pāñcālas hier, nachdem sie gehört hatten, dass jene Pāṇḍavas von Śakuni beim Würfelspiel durch Betrug besiegt worden waren,
Wort für Wort
vṛṣṇīnām āgamaś cātra pāñcālānāṃ ca sarvaśaḥ | śrutvā śakuninā dyūte nikṛtyā nirjitāṃś ca tān |
und die Ankunft aller Vṛṣṇis und Pāñcālas hier, nachdem sie gehört hatten, dass jene Pāṇḍavas von Śakuni beim Würfelspiel durch Betrug besiegt worden waren,
die Besänftigung des zornigen Hari [Kṛṣṇa] durch den Diademträger [Arjuna], und das Wehklagen der Pāñcāla-Prinzessin [Draupadī] in Vāsudevas Gegenwart,
die Besänftigung des zornigen Hari [Kṛṣṇa] durch den Diademträger [Arjuna], und das Wehklagen der Pāñcāla-Prinzessin [Draupadī] in Vāsudevas Gegenwart,
und wie Kṛṣṇa die leidgeplagte Draupadī tröstete, wird verkündet; ebenso wird hier die Erzählung von der Zerstörung der Luftstadt Saubha vom großen Ṛṣi erzählt,
und wie Kṛṣṇa die leidgeplagte Draupadī tröstete, wird verkündet; ebenso wird hier die Erzählung von der Zerstörung der Luftstadt Saubha vom großen Ṛṣi erzählt,
und wie der große Ṛṣi dem König danach die versprochene magische Wissenschaft schenkte; und ihr Aufbruch nach Kāmyaka, nachdem Vyāsa zurückgekehrt war,
und wie der große Ṛṣi dem König danach die versprochene magische Wissenschaft schenkte; und ihr Aufbruch nach Kāmyaka, nachdem Vyāsa zurückgekehrt war,
darśanaṃ lokapālānām astraprāptis tathaiva ca | mahendralokagamanam astrārthe ca kirīṭinaḥ |
die Begegnung mit den Weltenhütern und ebenso der Erhalt der Waffen; und der Aufbruch des Diademträgers zur Welt des großen Indra um der Waffen willen,
Wort für Wort
darśanaṃ lokapālānām astraprāptis tathaiva ca | mahendralokagamanam astrārthe ca kirīṭinaḥ |
die Begegnung mit den Weltenhütern und ebenso der Erhalt der Waffen; und der Aufbruch des Diademträgers zur Welt des großen Indra um der Waffen willen,
worin Damayantīs Standhaftigkeit und ebenso Nalas Lebensgeschichte erzählt wird; und ebenso der Erhalt des Würfelspiel-Geheimnisses von eben diesem großen Ṛṣi,
worin Damayantīs Standhaftigkeit und ebenso Nalas Lebensgeschichte erzählt wird; und ebenso der Erhalt des Würfelspiel-Geheimnisses von eben diesem großen Ṛṣi,
und ebenso die Erzählung von Agastya, worin das Verspeisen des Dämons Vātāpi geschieht; und ebenso, wie der Ṛṣi sich Lopāmudrā näherte, um Nachkommenschaft zu zeugen,
und ebenso die Erzählung von Agastya, worin das Verspeisen des Dämons Vātāpi geschieht; und ebenso, wie der Ṛṣi sich Lopāmudrā näherte, um Nachkommenschaft zu zeugen,
vijitya sāgaraṃ prāptaṃ pitaraṃ labdhavān ṛṣiḥ | yavakrītasya cākhyānaṃ raibhyasya ca mahātmanaḥ | gandhamādanayātrā ca vāso nārāyaṇāśrame |
und der Ṛṣi Aṣṭāvakra, nachdem er gesiegt hatte, seinen im Meer verschollenen Vater wiedergewann; und die Erzählung von Yavakrīta und dem hochherzigen Raibhya; und die Fahrt nach Gandhamādana und der Aufenthalt in der Einsiedelei Nārāyaṇas,
Wort für Wort
vijitya sāgaraṃ prāptaṃ pitaraṃ labdhavān ṛṣiḥ | yavakrītasya cākhyānaṃ raibhyasya ca mahātmanaḥ | gandhamādanayātrā ca vāso nārāyaṇāśrame |
und der Ṛṣi Aṣṭāvakra, nachdem er gesiegt hatte, seinen im Meer verschollenen Vater wiedergewann; und die Erzählung von Yavakrīta und dem hochherzigen Raibhya; und die Fahrt nach Gandhamādana und der Aufenthalt in der Einsiedelei Nārāyaṇas,
[Anm.: Dieser Vers ist im Original ausnahmsweise dreizeilig (drei statt der üblichen zwei Pādas).]
kadalīṣaṇḍamadhyasthaṃ hanūmantaṃ mahābalam | yatra mandārapuṣpārthe nalinīṃ tām adharṣayat |
erblickte, den gewaltig starken Hanumān, inmitten eines Bananenhains; und wie er, um der Mandāra-Blüten willen, jenen [von Kubera bewachten] Lotusteich aufsuchte,
Wort für Wort
kadalīṣaṇḍamadhyasthaṃ hanūmantaṃ mahābalam | yatra mandārapuṣpārthe nalinīṃ tām adharṣayat |
erblickte, den gewaltig starken Hanumān, inmitten eines Bananenhains; und wie er, um der Mandāra-Blüten willen, jenen [von Kubera bewachten] Lotusteich aufsuchte,
nachdem der Linkshänder [Arjuna] die göttlichen Waffen für seinen Lehrer [Indra] erlangt hatte; der Kampf mit den in Hiraṇyapura wohnenden Nivātakavacas,
nachdem der Linkshänder [Arjuna] die göttlichen Waffen für seinen Lehrer [Indra] erlangt hatte; der Kampf mit den in Hiraṇyapura wohnenden Nivātakavacas,
die Erzählung von der pflichttreuen Gattin, und ebenso die von Aṅgiras; und hier wird das Gespräch der Draupadī mit Satyabhāmā verkündet,
[Anm.: Die Wendung „und ebenso die von Aṅgiras“ wiederholt sich im Original fast wörtlich aus dem Vorvers – vermutlich ein Wiederholungs-/Abschreibfehler in der Quelle, hier nicht stillschweigend korrigiert.]
und wie der einfältige Duryodhana, fortgeschleppt, von dem Diademträger befreit wurde; und hier, auf ein Traumgesicht von Hirschen hin, beim Dharmarāja
und wie der einfältige Duryodhana, fortgeschleppt, von dem Diademträger befreit wurde; und hier, auf ein Traumgesicht von Hirschen hin, beim Dharmarāja
worauf Bhīma, an Geschwindigkeit dem Windstoß gleich, ihm nachsetzte, und wie der gewaltig starke Bhīma ihn mit fünf Haarschöpfen als Zeichen der Schande zurückließ.
worauf Bhīma, an Geschwindigkeit dem Windstoß gleich, ihm nachsetzte, und wie der gewaltig starke Bhīma ihn mit fünf Haarschöpfen als Zeichen der Schande zurückließ.
[Anm.: Hier endet der in dieser Erweiterung übersetzte Abschnitt der Āraṇyakaparva-Übersicht (Verse 143–199, entsprechend Quellversen ca. 143–200/201). Die Übersicht des Āraṇyakaparva ist damit noch nicht abgeschlossen – sie geht im Original erheblich weiter (u.a. Rāmopākhyāna, Sāvitrī-Erzählung, Karṇas Ohrringraub) und schließt mit den Gesamtzahlen dieses Parva; danach folgen die entsprechenden Übersichten der übrigen 15 Parvas. Dies folgt in einer künftigen Erweiterung.]
worauf die Pāṇḍavas, nachdem sie ihre Gaben erhalten hatten, in die westliche Richtung zogen. Dies ist das dritte Parva, das Āraṇyaka-Parva, wie es verkündet wurde.
worauf die Pāṇḍavas, nachdem sie ihre Gaben erhalten hatten, in die westliche Richtung zogen. Dies ist das dritte Parva, das Āraṇyaka-Parva, wie es verkündet wurde.
und bot ihnen zur Wahl an: sich selbst als nicht-kämpfenden Ratgeber, ihr Stiere unter den Männern, oder eine Akṣauhiṇī an Truppen – wem soll ich was geben?
und bot ihnen zur Wahl an: sich selbst als nicht-kämpfenden Ratgeber, ihr Stiere unter den Männern, oder eine Akṣauhiṇī an Truppen – wem soll ich was geben?
und diesen, als er ihm eine Gunst gewährte, um Beistand für sich selbst bat; Śalya, nachdem er ihm dies zugesagt hatte, zog dann weiter zu den Pāṇḍavas,
und diesen, als er ihm eine Gunst gewährte, um Beistand für sich selbst bat; Śalya, nachdem er ihm dies zugesagt hatte, zog dann weiter zu den Pāṇḍavas,
śāntipūrvaṃ cākathayad yatrendravijayaṃ nṛpaḥ | purohitapreṣaṇaṃ ca pāṇḍavaiḥ kauravān prati |
wo der König ihnen zunächst begütigend die Erzählung von Indras Sieg erzählte; und die Entsendung des Hauspriesters durch die Pāṇḍavas zu den Kauravas,
Wort für Wort
śāntipūrvaṃ cākathayad yatrendravijayaṃ nṛpaḥ | purohitapreṣaṇaṃ ca pāṇḍavaiḥ kauravān prati |
wo der König ihnen zunächst begütigend die Erzählung von Indras Sieg erzählte; und die Entsendung des Hauspriesters durch die Pāṇḍavas zu den Kauravas,
und wie Kṛṣṇa, von Mitleid ergriffen und Frieden wünschend, der Hochweise, selbst in die Stadt Nāgasāhvaya [Hastināpura] kam, um Aussöhnung zu bewirken,
und wie Kṛṣṇa, von Mitleid ergriffen und Frieden wünschend, der Hochweise, selbst in die Stadt Nāgasāhvaya [Hastināpura] kam, um Aussöhnung zu bewirken,
yatra rājñā hy ulūkasya preṣaṇaṃ pāṇḍavān prati | śvobhāvini mahāyuddhe dautyena kṛtavān prabhuḥ |
und wie der König, angesichts der am nächsten Tag bevorstehenden großen Schlacht, den Ulūka als Boten zu den Pāṇḍavas sandte,
Wort für Wort
yatra rājñā hy ulūkasya preṣaṇaṃ pāṇḍavān prati | śvobhāvini mahāyuddhe dautyena kṛtavān prabhuḥ |
und wie der König, angesichts der am nächsten Tag bevorstehenden großen Schlacht, den Ulūka als Boten zu den Pāṇḍavas sandte,
[Anm.: Im Quelltext an dieser Stelle die orthographische Abweichung „pAmDavAnprati“ statt „pANDavAnprati“ – vermutlich ein Digitalisierungsfehler, ohne inhaltliche Bedeutung.]
die aus Verblendung entstanden war, durch erlösungsweisende Gründe vertrieb; und wie Adhokṣaja, stets auf Yudhiṣṭhiras Wohl bedacht, rasch, nachdem er die Lage erwogen hatte,
die aus Verblendung entstanden war, durch erlösungsweisende Gründe vertrieb; und wie Adhokṣaja, stets auf Yudhiṣṭhiras Wohl bedacht, rasch, nachdem er die Lage erwogen hatte,
mit Jayadratha an ihrer Spitze, den tapferen Knaben, der die Jugend noch nicht erreicht hatte; und wie, nachdem Abhimanyu getötet war, der erzürnte Pārtha im Kampf,
mit Jayadratha an ihrer Spitze, den tapferen Knaben, der die Jugend noch nicht erreicht hatte; und wie, nachdem Abhimanyu getötet war, der erzürnte Pārtha im Kampf,
und wie im Zweikampf der große Wagenkämpfer Karṇa von Pārtha erschlagen wurde. Dies ist das achte Parva, wie es von den Kennern des Bhārata benannt wurde,
und wie im Zweikampf der große Wagenkämpfer Karṇa von Pārtha erschlagen wurde. Dies ist das achte Parva, wie es von den Kennern des Bhārata benannt wurde,
hatapravīre sainye tu netā madreśvaro ’bhavat | yatra kaumāram ākhyānam abhiṣekasya karma ca |
wie, als die tapfersten Krieger des Heeres gefallen waren, der Herr der Madras zum Anführer wurde; und wie hier die Erzählung von Skandas Kindheit und die Handlung seiner Weihe zum Heerführer,
Wort für Wort
hatapravīre sainye tu netā madreśvaro ’bhavat | yatra kaumāram ākhyānam abhiṣekasya karma ca |
wie, als die tapfersten Krieger des Heeres gefallen waren, der Herr der Madras zum Anführer wurde; und wie hier die Erzählung von Skandas Kindheit und die Handlung seiner Weihe zum Heerführer,
und wie, als das Heer größtenteils vernichtet und nur wenig übrig war, Suyodhana in einen See eintauchte und, das Wasser erstarren lassend, darin verweilte,
und wie, als das Heer größtenteils vernichtet und nur wenig übrig war, Suyodhana in einen See eintauchte und, das Wasser erstarren lassend, darin verweilte,
beide Schenkel mit Gewalt durch die wuchtige Keule zerschmettert wurden. Dies ist das neunte Parva, wunderbar und bedeutungsvoll, wie es benannt wurde,
beide Schenkel mit Gewalt durch die wuchtige Keule zerschmettert wurden. Dies ist das neunte Parva, wunderbar und bedeutungsvoll, wie es benannt wurde,
und wie, nachdem die Pārthas fortgegangen waren, drei Wagenkämpfer herankamen – Kṛtavarman, Kṛpa und der Sohn Droṇas [Aśvatthāman] – am Abend, ihn blutbefleckt,
und wie, nachdem die Pārthas fortgegangen waren, drei Wagenkämpfer herankamen – Kṛtavarman, Kṛpa und der Sohn Droṇas [Aśvatthāman] – am Abend, ihn blutbefleckt,
zusammenkommend am Boden liegend fanden, an der Spitze des Schlachtfelds; und wie der große Wagenkämpfer, Droṇas Sohn, von festem Zorn erfüllt, dort schwor:
zusammenkommend am Boden liegend fanden, an der Spitze des Schlachtfelds; und wie der große Wagenkämpfer, Droṇas Sohn, von festem Zorn erfüllt, dort schwor:
und wie, nachdem sie dies dem König gesagt hatten, die drei Wagenkämpfer sich entfernten und zur Zeit des Sonnenuntergangs einen großen Wald erreichten,
und wie, nachdem sie dies dem König gesagt hatten, die drei Wagenkämpfer sich entfernten und zur Zeit des Sonnenuntergangs einen großen Wald erreichten,
gatvā ca śibiradvāri durdarśaṃ tatra rākṣasam | ghorarūpam apaśyat sa divām āvṛtya dhiṣṭhiram |
und wie er, zum Tor des Lagers gehend, dort einen schwer erkennbaren Rākṣasa von schrecklicher Gestalt erblickte, der [dort das Licht verhüllend?] stand,
Wort für Wort
gatvā ca śibiradvāri durdarśaṃ tatra rākṣasam | ghorarūpam apaśyat sa divām āvṛtya dhiṣṭhiram |
und wie er, zum Tor des Lagers gehend, dort einen schwer erkennbaren Rākṣasa von schrecklicher Gestalt erblickte, der [dort das Licht verhüllend?] stand,
[Anm.: Die Wendung „divām āvṛtya dhiṣṭhiram“ ist im Original unklar und mit [?] zu lesen; gemeint ist der (später als Rudra erkannte) übernatürliche Torwächter des Lagers.]
durch Dhṛṣṭadyumnas Wagenlenker den Pāṇḍavas berichtet wurde; und wie Draupadī, von Sohnesleid gequält, vom Tod ihres Vaters und ihrer Brüder erschüttert,
durch Dhṛṣṭadyumnas Wagenlenker den Pāṇḍavas berichtet wurde; und wie Draupadī, von Sohnesleid gequält, vom Tod ihres Vaters und ihrer Brüder erschüttert,
in der Absicht, ihr einen Gefallen zu tun, die Keule ergriff und, von heftigem Zorn erfüllt, dem Sohn des Bharadvāja, dem Sohn des Lehrers [Aśvatthāman], nachjagte,
in der Absicht, ihr einen Gefallen zu tun, die Keule ergriff und, von heftigem Zorn erfüllt, dem Sohn des Bharadvāja, dem Sohn des Lehrers [Aśvatthāman], nachjagte,
und wie sie, als sie die verräterische Gesinnung des bösgesinnten Sohnes Droṇas erkannten, Flüche wechselten – von Droṇas Sohn, Dvaipāyana [Vyāsa] und anderen, einander gegenseitig auferlegt,
und wie sie, als sie die verräterische Gesinnung des bösgesinnten Sohnes Droṇas erkannten, Flüche wechselten – von Droṇas Sohn, Dvaipāyana [Vyāsa] und anderen, einander gegenseitig auferlegt,
und wie die Pāṇḍavas, nachdem sie dem großen Wagenkämpfer, dem Sohn Droṇas, den Stirnjuwel abgenommen hatten, ihn freudig, als Sieger glänzend, Draupadī übergaben.
und wie die Pāṇḍavas, nachdem sie dem großen Wagenkämpfer, dem Sohn Droṇas, den Stirnjuwel abgenommen hatten, ihn freudig, als Sieger glänzend, Draupadī übergaben.
[Anm.: Der berühmte Fluchwechsel zwischen Aśvatthāman und Vyāsa/Kṛṣṇa – bei dem Aśvatthāman sein Stirnjuwel verliert und zu ewigem, leidvollem Leben verflucht wird – ist im Original hier nur knapp zusammengefasst.]
für dieses Parva vom Sauptika und der Īṣīkā-Waffe, verfasst von dem überaus glanzvollen Vyāsa. Danach folgt, wie man sagt, das Mitleid erweckende Strī-Parva:
für dieses Parva vom Sauptika und der Īṣīkā-Waffe, verfasst von dem überaus glanzvollen Vyāsa. Danach folgt, wie man sagt, das Mitleid erweckende Strī-Parva:
wie der vom Sohnesleid verzehrte, mit dem Auge der Weisheit sehende Herrscher [Dhṛtarāṣṭra] die von Kṛṣṇa herbeigebrachte, feste eiserne Statue [Bhīmas],
wie der vom Sohnesleid verzehrte, mit dem Auge der Weisheit sehende Herrscher [Dhṛtarāṣṭra] die von Kṛṣṇa herbeigebrachte, feste eiserne Statue [Bhīmas],
und wie, als das Wasserritual, die Wasserspende für die Könige, begonnen wurde, auch die Erzählung von der verborgenen Geburt Karṇas, des Sohnes Pṛthās,
und wie, als das Wasserritual, die Wasserspende für die Könige, begonnen wurde, auch die Erzählung von der verborgenen Geburt Karṇas, des Sohnes Pṛthās,
nachdem er Väter, Brüder, Söhne, Verwandte und Onkel hatte töten lassen, ergriffen wurde; und wie im Śānti-Parva die Pflichtlehren dessen, der auf dem Pfeilbett liegt [Bhīṣma], dargelegt werden,
nachdem er Väter, Brüder, Söhne, Verwandte und Onkel hatte töten lassen, ergriffen wurde; und wie im Śānti-Parva die Pflichtlehren dessen, der auf dem Pfeilbett liegt [Bhīṣma], dargelegt werden,
rājabhir veditavyās te samyagjñānabubhutsubhiḥ | āpaddharmāś ca tatraiva kālahetupradarśinaḥ |
die von Königen, die nach rechter Erkenntnis streben, gekannt werden sollen; und ebendort die Notrechtslehren, die die Ursachen der Zeitläufte aufzeigen,
Wort für Wort
rājabhir veditavyās te samyagjñānabubhutsubhiḥ | āpaddharmāś ca tatraiva kālahetupradarśinaḥ |
die von Königen, die nach rechter Erkenntnis streben, gekannt werden sollen; und ebendort die Notrechtslehren, die die Ursachen der Zeitläufte aufzeigen,
durch deren Erkenntnis ein Mensch vollständige Allwissenheit erlangen kann; und die mannigfaltigen, sehr ausführlichen Erlösungslehren werden verkündet,
durch deren Erkenntnis ein Mensch vollständige Allwissenheit erlangen kann; und die mannigfaltigen, sehr ausführlichen Erlösungslehren werden verkündet,
wie der Kururkönig Yudhiṣṭhira, nachdem er von Bhīṣma, dem Sohn der Bhāgīrathī [Gaṅgā], die Entscheidung über den Dharma gehört hatte, zu innerer Ruhe gelangte,
wie der Kururkönig Yudhiṣṭhira, nachdem er von Bhīṣma, dem Sohn der Bhāgīrathī [Gaṅgā], die Entscheidung über den Dharma gehört hatte, zu innerer Ruhe gelangte,
der zuvor vom Waffenfeuer verbrannt und dann von Kṛṣṇa wiederbelebt wurde; und wie das für die Wanderung freigelassene Opferpferd, dem der Pāṇḍava [Arjuna] folgte,
der zuvor vom Waffenfeuer verbrannt und dann von Kṛṣṇa wiederbelebt wurde; und wie das für die Wanderung freigelassene Opferpferd, dem der Pāṇḍava [Arjuna] folgte,
tatra tatra ca yuddhāni rājaputrair amarṣaṇaiḥ | citrāṅgadāyāḥ putreṇa svaputreṇa dhanaṃjayaḥ |
hier und dort Kämpfe mit zornerfüllten Königssöhnen hervorrief, sowie wie Dhanaṃjaya [Arjuna] gegen den Sohn der Citrāṅgadā, seinen eigenen Sohn [Babhruvāhana],
Wort für Wort
tatra tatra ca yuddhāni rājaputrair amarṣaṇaiḥ | citrāṅgadāyāḥ putreṇa svaputreṇa dhanaṃjayaḥ |
hier und dort Kämpfe mit zornerfüllten Königssöhnen hervorrief, sowie wie Dhanaṃjaya [Arjuna] gegen den Sohn der Citrāṅgadā, seinen eigenen Sohn [Babhruvāhana],
saṅgrāme babhruvāhanena saṃśayaṃ cātra jagmivān | sudarśanaṃ tathākhyānaṃ vaiṣṇavaṃ dharmam eva ca | aśvamedhe mahāyajñe nakulākhyānam eva ca |
im Kampf mit Babhruvāhana in Lebensgefahr geriet; sowie hier auch die Erzählung von Sudarśana und die Vaiṣṇava-Lehre, und beim großen Aśvamedha-Opfer auch die Erzählung vom Mungo,
Wort für Wort
saṅgrāme babhruvāhanena saṃśayaṃ cātra jagmivān | sudarśanaṃ tathākhyānaṃ vaiṣṇavaṃ dharmam eva ca | aśvamedhe mahāyajñe nakulākhyānam eva ca |
im Kampf mit Babhruvāhana in Lebensgefahr geriet; sowie hier auch die Erzählung von Sudarśana und die Vaiṣṇava-Lehre, und beim großen Aśvamedha-Opfer auch die Erzählung vom Mungo,
die in andere Welten eingegangenen Helden, wieder zurückgekehrt sah, durch die Gnade des Ṛṣi Kṛṣṇa Dvaipāyana [Vyāsa], nachdem er dieses höchste Wunder gesehen hatte,
die in andere Welten eingegangenen Helden, wieder zurückgekehrt sah, durch die Gnade des Ṛṣi Kṛṣṇa Dvaipāyana [Vyāsa], nachdem er dieses höchste Wunder gesehen hatte,
wie er, den Kummer ablegend, samt seiner Gattin die höchste Vollendung erlangte; und wie Vidura, sich auf den Dharma stützend, zu guter Bestimmung gelangte,
wie er, den Kummer ablegend, samt seiner Gattin die höchste Vollendung erlangte; und wie Vidura, sich auf den Dharma stützend, zu guter Bestimmung gelangte,
und wie Sañjaya, der weise, selbstbeherrschte Sohn des Gavalgaṇa, samt seinen Begleitern, dies erlebte; und wie der Dharmakönig Yudhiṣṭhira dort Nārada erblickte,
und wie Sañjaya, der weise, selbstbeherrschte Sohn des Gavalgaṇa, samt seinen Begleitern, dies erlebte; und wie der Dharmakönig Yudhiṣṭhira dort Nārada erblickte,
yatra te puruṣavyāghrāḥ śastrasparśahatā yudhi | brahmadaṇḍaviniṣpiṣṭāḥ samīpe lavaṇāmbhasaḥ |
wie jene Tiger unter den Männern, die im Kampf nicht durch Waffenberührung fielen, sondern durch den Brahmanenfluch zermalmt wurden, nahe dem salzigen Meer,
Wort für Wort
yatra te puruṣavyāghrāḥ śastrasparśahatā yudhi | brahmadaṇḍaviniṣpiṣṭāḥ samīpe lavaṇāmbhasaḥ |
wie jene Tiger unter den Männern, die im Kampf nicht durch Waffenberührung fielen, sondern durch den Brahmanenfluch zermalmt wurden, nahe dem salzigen Meer,
und wie, nachdem sie eine allgemeine Vernichtung herbeigeführt hatten, jene beiden, Rāma [Balarāma] und Keśava [Kṛṣṇa], der gekommenen, alles hinwegraffenden großen Zeit nicht entgingen,
und wie, nachdem sie eine allgemeine Vernichtung herbeigeführt hatten, jene beiden, Rāma [Balarāma] und Keśava [Kṛṣṇa], der gekommenen, alles hinwegraffenden großen Zeit nicht entgingen,
und wie Arjuna, als er nach Dvāravatī kam und es der Vṛṣṇis beraubt sah, der Stier unter den Männern, in tiefe Verzweiflung und höchsten Schmerz geriet,
und wie Arjuna, als er nach Dvāravatī kam und es der Vṛṣṇis beraubt sah, der Stier unter den Männern, in tiefe Verzweiflung und höchsten Schmerz geriet,
und wie er, nachdem er die Bestattungsriten für den besten der Männer, seinen Onkel Śauri [Vasudeva], vollzogen hatte, das große Gemetzel der Yadu-Helden beim Trinkgelage sah,
und wie er, nachdem er die Bestattungsriten für den besten der Männer, seinen Onkel Śauri [Vasudeva], vollzogen hatte, das große Gemetzel der Yadu-Helden beim Trinkgelage sah,
und wie er, nachdem er die Bewohner Dvāravatīs mit Alten und Kindern mitgenommen hatte, in dieser schweren Notlage die Niederlage des Gāṇḍīva-Bogens erlebte,
und wie er, nachdem er die Bewohner Dvāravatīs mit Alten und Kindern mitgenommen hatte, in dieser schweren Notlage die Niederlage des Gāṇḍīva-Bogens erlebte,
wie, nachdem sie ihr Königreich aufgegeben hatten, die Pāṇḍavas, Stiere unter den Männern, zusammen mit der Herrin Draupadī die große letzte Wanderung antraten,
wie, nachdem sie ihr Königreich aufgegeben hatten, die Pāṇḍavas, Stiere unter den Männern, zusammen mit der Herrin Draupadī die große letzte Wanderung antraten,
svargaparva tato jñeyaṃ divyaṃ yat tad amānuṣam | prāptaṃ daivarathaṃ svargān neṣṭavān yatra dharmarāṭ |
Danach ist das göttliche, übermenschliche Svarga-Parva zu erkennen: wie der Dharmakönig den vom Himmel gekommenen göttlichen Wagen nicht besteigen wollte,
Wort für Wort
svargaparva tato jñeyaṃ divyaṃ yat tad amānuṣam | prāptaṃ daivarathaṃ svargān neṣṭavān yatra dharmarāṭ |
Danach ist das göttliche, übermenschliche Svarga-Parva zu erkennen: wie der Dharmakönig den vom Himmel gekommenen göttlichen Wagen nicht besteigen wollte,
śvarūpaṃ yatra tat tyaktvā dharmeṇāsau samanvitaḥ | svargaṃ prāptaḥ sa ca tathā yātanāvipulā bhṛśam |
ihm offenbarte, dass jene Hundesgestalt der Dharma selbst war, der sie darauf ablegte; und wie er den Himmel erlangte, und wie ihm dort eine sehr ausgedehnte Höllenqual,
Wort für Wort
śvarūpaṃ yatra tat tyaktvā dharmeṇāsau samanvitaḥ | svargaṃ prāptaḥ sa ca tathā yātanāvipulā bhṛśam |
ihm offenbarte, dass jene Hundesgestalt der Dharma selbst war, der sie darauf ablegte; und wie er den Himmel erlangte, und wie ihm dort eine sehr ausgedehnte Höllenqual,
nideśe vartamānānāṃ deśe tatraiva vartatām | anudarśitaś ca dharmeṇa devarājñā ca pāṇḍavaḥ |
die noch dort an jenem Ort ihrem Los unterworfen waren; und wie dem Pāṇḍava [Yudhiṣṭhira] von dem Dharma selbst und vom Götterkönig [Indra] dies gezeigt wurde,
Wort für Wort
nideśe vartamānānāṃ deśe tatraiva vartatām | anudarśitaś ca dharmeṇa devarājñā ca pāṇḍavaḥ |
die noch dort an jenem Ort ihrem Los unterworfen waren; und wie dem Pāṇḍava [Yudhiṣṭhira] von dem Dharma selbst und vom Götterkönig [Indra] dies gezeigt wurde,
āplutyākāśagaṅgāyāṃ dehaṃ tyaktvā sa mānuṣam | svadharmanirjitaṃ sthānaṃ svarge prāpya sa dharmarāṭ |
und wie er, nachdem er in der Himmelsgaṅgā untergetaucht war, seinen menschlichen Leib ablegte, und der Dharmakönig, nachdem er den durch seinen eigenen Dharma erworbenen Platz im Himmel erlangt hatte,
Wort für Wort
āplutyākāśagaṅgāyāṃ dehaṃ tyaktvā sa mānuṣam | svadharmanirjitaṃ sthānaṃ svarge prāpya sa dharmarāṭ |
und wie er, nachdem er in der Himmelsgaṅgā untergetaucht war, seinen menschlichen Leib ablegte, und der Dharmakönig, nachdem er den durch seinen eigenen Dharma erworbenen Platz im Himmel erlangt hatte,
Dies wird als Lehrbuch des Artha verkündet, dies große Werk als Lehrbuch des Dharma; dies wird als Lehrbuch des Kāma verkündet, von Vyāsa, dem an Weisheit Unermesslichen,
Dies wird als Lehrbuch des Artha verkündet, dies große Werk als Lehrbuch des Dharma; dies wird als Lehrbuch des Kāma verkündet, von Vyāsa, dem an Weisheit Unermesslichen,
śrutvā tv idam upākhyānaṃ śrāvyam anyan na rocate | puṃskokilagiraṃ śrutvā rūkṣā dhvāṅkṣasya vāg iva |
Wer diese Erzählung gehört hat, dem gefällt keine andere Erzählung mehr, so wie, nachdem man die Stimme des männlichen Kokila-Vogels gehört hat, die raue Stimme der Krähe nicht mehr gefällt.
Wort für Wort
śrutvā tv idam upākhyānaṃ śrāvyam anyan na rocate | puṃskokilagiraṃ śrutvā rūkṣā dhvāṅkṣasya vāg iva |
Wer diese Erzählung gehört hat, dem gefällt keine andere Erzählung mehr, so wie, nachdem man die Stimme des männlichen Kokila-Vogels gehört hat, die raue Stimme der Krähe nicht mehr gefällt.
Aus dieser höchsten Geschichtserzählung entstehen die Gedanken der Dichter, so wie aus den fünf Elementen die drei Ordnungen der Welt entstehen.
[Anm.: Im Original steht hier „iv“ statt des zu erwartenden „iva“ – vermutlich ein abgeschnittener Schlussvokal im Quelltext, ohne inhaltliche Bedeutung.]
Diese Erzählung ist die Grundlage aller Eigenschaften des Handelns, so wie der Geist die Grundlage der mannigfaltigen Wirkungen aller Sinnesorgane ist.
Diese Erzählung ist die Grundlage aller Eigenschaften des Handelns, so wie der Geist die Grundlage der mannigfaltigen Wirkungen aller Sinnesorgane ist.
asya kāvyasya kavayo na samarthā viśeṣaṇe | sādhor iva gṛhasthasya śeṣās traya ivāśramāḥ |
Die anderen Dichter sind nicht imstande, dieses Dichtwerk zu übertreffen, so wie keiner den Haushälter-Stand des Rechtschaffenen übertrifft – die übrigen drei Lebensstadien.
Wort für Wort
asya kāvyasya kavayo na samarthā viśeṣaṇe | sādhor iva gṛhasthasya śeṣās traya ivāśramāḥ |
Die anderen Dichter sind nicht imstande, dieses Dichtwerk zu übertreffen, so wie keiner den Haushälter-Stand des Rechtschaffenen übertrifft – die übrigen drei Lebensstadien.
dharme matir bhavatu vaḥ satatotthitānāṃ sa hy eka eva paralokagatasya bandhuḥ | arthāḥ striyaś ca nipuṇair api sevyamānā naivāptabhāvam upayānti na ca sthiratvam |
Möge euer Sinn, ihr stets Tatkräftigen, auf den Dharma gerichtet sein – denn er allein ist der Freund dessen, der in die andere Welt gegangen ist. Reichtum und Frauen, mögen sie auch von Geschickten gepflegt werden, erlangen weder wahren Bestand noch Beständigkeit.
Wort für Wort
dharme matir bhavatu vaḥ satatotthitānāṃ sa hy eka eva paralokagatasya bandhuḥ | arthāḥ striyaś ca nipuṇair api sevyamānā naivāptabhāvam upayānti na ca sthiratvam |
Möge euer Sinn, ihr stets Tatkräftigen, auf den Dharma gerichtet sein – denn er allein ist der Freund dessen, der in die andere Welt gegangen ist. Reichtum und Frauen, mögen sie auch von Geschickten gepflegt werden, erlangen weder wahren Bestand noch Beständigkeit.
[Anm.: Ab hier wechselt das Versmaß im Original von der zweizeiligen Anuṣṭubh (Śloka) zu vierzeiligen, längeren Versmaßen – typisch für die abschließenden Segens-/Preisverse.]
dvaipāyanauṣṭhapuṭaniḥsṛtam aprameyaṃ puṇyaṃ pavitram atha pāpaharaṃ śivaṃ ca | yo bhārataṃ samadhigacchati vācyamānaṃ kiṃ tasya puṣkarajalair abhiṣecanena |
Was braucht der, der das Bhārata, wenn es vorgetragen wird, in sich aufnimmt – dieses unermessliche, heilige, reine, sündentilgende und heilbringende Werk, das den Lippen Dvaipāyanas entströmt ist – noch die Waschung mit dem Wasser heiliger Teiche?
Wort für Wort
dvaipāyanauṣṭhapuṭaniḥsṛtam aprameyaṃ puṇyaṃ pavitram atha pāpaharaṃ śivaṃ ca | yo bhārataṃ samadhigacchati vācyamānaṃ kiṃ tasya puṣkarajalair abhiṣecanena |
Was braucht der, der das Bhārata, wenn es vorgetragen wird, in sich aufnimmt – dieses unermessliche, heilige, reine, sündentilgende und heilbringende Werk, das den Lippen Dvaipāyanas entströmt ist – noch die Waschung mit dem Wasser heiliger Teiche?
yad ahnā kurute pāpaṃ brāhmaṇas tv indriyaiś caran | mahābhāratam ākhyāya sandhyāṃ mucyati paścimām |
Welche Sünde ein Brahmane tagsüber, seinen Sinnen folgend, begeht, davon wird er befreit, wenn er zur abendlichen Dämmerungsandacht das Mahābhārata vorträgt.
Wort für Wort
yad ahnā kurute pāpaṃ brāhmaṇas tv indriyaiś caran | mahābhāratam ākhyāya sandhyāṃ mucyati paścimām |
Welche Sünde ein Brahmane tagsüber, seinen Sinnen folgend, begeht, davon wird er befreit, wenn er zur abendlichen Dämmerungsandacht das Mahābhārata vorträgt.
[Anm.: Im Original steht hier „pApa“ statt des grammatisch zu erwartenden Akkusativs „pApaM“ – im Parallelvers 395/394 korrekt; hier unverändert wiedergegeben.]
Welche Sünde einer nachts durch Tat, Gedanken oder Wort begeht, davon wird er befreit, wenn er zur morgendlichen Dämmerungsandacht das Mahābhārata vorträgt.
Welche Sünde einer nachts durch Tat, Gedanken oder Wort begeht, davon wird er befreit, wenn er zur morgendlichen Dämmerungsandacht das Mahābhārata vorträgt.
yo gośataṃ kanakaśṛṅgamayaṃ dadāti viprāya vedaviduṣe ca bahuśrutāya | puṇyāṃ ca bhāratakathāṃ śṛṇuyāc ca nityaṃ tulyaṃ phalaṃ bhavati tasya ca tasya caiva |
Wer hundert Kühe mit goldenen Hörnern einem vedenkundigen, vielgelehrten Brahmanen schenkt, und wer beständig der heiligen Bhārata-Erzählung lauscht – beider Frucht ist gleich.
Wort für Wort
yo gośataṃ kanakaśṛṅgamayaṃ dadāti viprāya vedaviduṣe ca bahuśrutāya | puṇyāṃ ca bhāratakathāṃ śṛṇuyāc ca nityaṃ tulyaṃ phalaṃ bhavati tasya ca tasya caiva |
Wer hundert Kühe mit goldenen Hörnern einem vedenkundigen, vielgelehrten Brahmanen schenkt, und wer beständig der heiligen Bhārata-Erzählung lauscht – beider Frucht ist gleich.
ākhyānaṃ tad idam anuttamaṃ mahārthaṃ vijñeyaṃ mahad iha parvasaṃgraheṇa | śrutvādau bhavati nṛṇāṃ sukhāvagāhaṃ vistīrṇaṃ lavaṇajalaṃ yathā plavena |
Diese höchste, bedeutungsreiche Erzählung ist hier zunächst durch das Parvasaṃgraha in ihrem ganzen Umfang zu erkennen; wer es zuerst gehört hat, dem wird das übrige Werk leicht zugänglich, so wie das weite salzige Meer mittels eines Floßes.
Wort für Wort
ākhyānaṃ tad idam anuttamaṃ mahārthaṃ vijñeyaṃ mahad iha parvasaṃgraheṇa | śrutvādau bhavati nṛṇāṃ sukhāvagāhaṃ vistīrṇaṃ lavaṇajalaṃ yathā plavena |
Diese höchste, bedeutungsreiche Erzählung ist hier zunächst durch das Parvasaṃgraha in ihrem ganzen Umfang zu erkennen; wer es zuerst gehört hat, dem wird das übrige Werk leicht zugänglich, so wie das weite salzige Meer mittels eines Floßes.
So endet im glorreichen Mahābhārata, im Ādiparva, im Parvasaṃgrahaparva, der zweite Adhyāya.
[Anm.: Kolophon des Originals. Damit ist Adhyāya 2 des Ādiparva (das Parvasaṃgrahaparva, 397 Verse in der Kumbhakonam-Zählung) vollständig übersetzt – das gesamte Inhaltsverzeichnis aller 18 Parvas samt Anhängen (Harivaṃśa/Bhaviṣyaparva) und der abschließenden Lobpreisung des Werks. Es folgt im Original Adhyāya 3 des Ādiparva – dies folgt in einer künftigen Erweiterung. Gemäß der Praxis, jeweils erst ein ganzes Parva (Buch) zu veröffentlichen, bleibt diese Erweiterung zunächst unveröffentlicht, bis das gesamte Ādiparva (ca. 227 Adhyāyas) fertig übersetzt ist.]