Aus Neid auf die vollendeten Fähigkeiten Bhīmas und Arjunas versuchen Karṇa und Śakuni mit vielfältigen Mitteln, den Pāṇḍavas zu schaden, doch diese verhalten sich auf Viduras Rat hin unauffällig. Als das Volk offen über die Vorzüge der Pāṇḍu-Söhne spricht und Yudhiṣṭhiras baldige Krönung erwartet, gerät Duryodhana in Eifersucht und trägt seinem Vater Dhṛtarāṣṭra die Sorge vor, dass die Pāṇḍava-Linie die Kaurava-Nachkommen dauerhaft von der Herrschaft ausschließen werde, und drängt ihn zu raschem Handeln.
Vaiśaṃpāyana sprach: Als er Bhīmasena, der an Lebenskraft überragte, und den in der Waffenkunst vollendeten Dhanañjaya bemerkte, quälte sich Duryodhana, der Bösgesinnte, vor Kummer.
Vaiśaṃpāyana sprach: Als er Bhīmasena, der an Lebenskraft überragte, und den in der Waffenkunst vollendeten Dhanañjaya bemerkte, quälte sich Duryodhana, der Bösgesinnte, vor Kummer.
guṇaiḥ samuditān dṛṣṭvā paurāḥ pāṇḍusutāṃs tadā kathayanti sma saṃbhūya catvareṣu sabhāsu ca
Als die Stadtbewohner die Söhne Pāṇḍus, so reich an Vorzügen, sahen, sprachen sie darüber, zusammenkommend, an den Straßenkreuzungen und in den Versammlungen:
Wort für Wort
guṇaiḥ samuditān dṛṣṭvā paurāḥ pāṇḍusutāṃs tadā kathayanti sma saṃbhūya catvareṣu sabhāsu ca
Als die Stadtbewohner die Söhne Pāṇḍus, so reich an Vorzügen, sahen, sprachen sie darüber, zusammenkommend, an den Straßenkreuzungen und in den Versammlungen:
‚Dhṛtarāṣṭra, der Herrscher der Menschen, mit dem Auge der Weisheit statt leiblicher Augen, hat wegen seiner Blindheit einst das Königreich nicht erlangt – wie sollte er nun König sein?'
‚Dhṛtarāṣṭra, der Herrscher der Menschen, mit dem Auge der Weisheit statt leiblicher Augen, hat wegen seiner Blindheit einst das Königreich nicht erlangt – wie sollte er nun König sein?'
‚Ebenso wird Bhīṣma, der Sohn Śaṃtanus, wahrheitstreu, von strengem Gelübde, der einst das Königreich zurückgewiesen hat, es auch heute niemals annehmen.'
‚Ebenso wird Bhīṣma, der Sohn Śaṃtanus, wahrheitstreu, von strengem Gelübde, der einst das Königreich zurückgewiesen hat, es auch heute niemals annehmen.'
‚So wollen wir denn den ältesten Pāṇḍava, jung an Jahren, doch von der Gesinnung eines Alten, wahrhaft trefflich und des Mitgefühls kundig, heute zum König weihen.'
‚So wollen wir denn den ältesten Pāṇḍava, jung an Jahren, doch von der Gesinnung eines Alten, wahrhaft trefflich und des Mitgefühls kundig, heute zum König weihen.'
sa hi bhīṣmaṃ śāṃtanavaṃ dhṛtarāṣṭraṃ ca dharmavit saputraṃ vividhair bhogair yojayiṣyati pūjayan
‚Denn er, der Rechtschaffenheit Kundige, wird Bhīṣma, den Sohn Śaṃtanus, und Dhṛtarāṣṭra samt seinen Söhnen mit vielfältigen Genüssen versehen und sie ehren.'
Wort für Wort
sa hi bhīṣmaṃ śāṃtanavaṃ dhṛtarāṣṭraṃ ca dharmavit saputraṃ vividhair bhogair yojayiṣyati pūjayan
‚Denn er, der Rechtschaffenheit Kundige, wird Bhīṣma, den Sohn Śaṃtanus, und Dhṛtarāṣṭra samt seinen Söhnen mit vielfältigen Genüssen versehen und sie ehren.'
tato virahitaṃ dṛṣṭvā pitaraṃ pratipūjya saḥ paurānurāgasaṃtaptaḥ paścād idam abhāṣata
Als er darauf seinen Vater allein antraf, verneigte er sich vor ihm und sprach dann, von der Zuneigung der Stadtbewohner [zu Yudhiṣṭhira] gequält, dieses:
Wort für Wort
tato virahitaṃ dṛṣṭvā pitaraṃ pratipūjya saḥ paurānurāgasaṃtaptaḥ paścād idam abhāṣata
Als er darauf seinen Vater allein antraf, verneigte er sich vor ihm und sprach dann, von der Zuneigung der Stadtbewohner [zu Yudhiṣṭhira] gequält, dieses:
matam etac ca bhīṣmasya na sa rājyaṃ bubhūṣati asmākaṃ tu parāṃ pīḍāṃ cikīrṣanti pure janāḥ
‚Und dies ist auch Bhīṣmas Meinung – er selbst begehrt das Königreich nicht; doch die Leute in der Stadt trachten danach, uns die größte Bedrängnis zuzufügen.'
Wort für Wort
matam etac ca bhīṣmasya na sa rājyaṃ bubhūṣati asmākaṃ tu parāṃ pīḍāṃ cikīrṣanti pure janāḥ
‚Und dies ist auch Bhīṣmas Meinung – er selbst begehrt das Königreich nicht; doch die Leute in der Stadt trachten danach, uns die größte Bedrängnis zuzufügen.'
‚Vom Vater hat Pāṇḍu einst durch seine eigenen Vorzüge das Königreich erlangt; du aber hast, wegen des Mangels an solchen Vorzügen, das dir zustehende Königreich nicht erhalten.'
‚Vom Vater hat Pāṇḍu einst durch seine eigenen Vorzüge das Königreich erlangt; du aber hast, wegen des Mangels an solchen Vorzügen, das dir zustehende Königreich nicht erhalten.'
‚Wenn nun dieser Pāṇḍava das Erbe Pāṇḍus erlangt, wird sicherlich sein Sohn es erlangen, und dessen Sohn wiederum, und so ein anderer nach dem anderen.'
‚Wenn nun dieser Pāṇḍava das Erbe Pāṇḍus erlangt, wird sicherlich sein Sohn es erlangen, und dessen Sohn wiederum, und so ein anderer nach dem anderen.'
abhaviṣyaḥ sthiro rājye yadi hi tvaṃ purā nṛpa dhruvaṃ prāpsyāma ca vayaṃ rājyam apy avaśe jane
‚Wärst du, o König, einst fest im Königreich geblieben, so würden wir gewiss auch jetzt das Königreich erlangen, selbst wenn das Volk uns nicht zugetan wäre.'
Wort für Wort
abhaviṣyaḥ sthiro rājye yadi hi tvaṃ purā nṛpa dhruvaṃ prāpsyāma ca vayaṃ rājyam apy avaśe jane
‚Wärst du, o König, einst fest im Königreich geblieben, so würden wir gewiss auch jetzt das Königreich erlangen, selbst wenn das Volk uns nicht zugetan wäre.'