Kapitel 163: Tapatyupākhyānam (4)
Die Erzählung von Tapatī (Teil 4, Schluss)
Vasiṣṭha erbittet Tapatī von Savitṛ, dem Sonnengott, für Saṃvaraṇa und erhält sie. Die Hochzeit wird vollzogen, doch während des zwölfjährigen Aufenthalts des Königspaares in den Bergen bleibt der Regen im Reich aus, und das Volk leidet Hunger. Vasiṣṭha führt das Paar in die Stadt zurück, worauf sogleich wieder Regen fällt und das Reich aufblüht. Saṃvaraṇa opfert weitere zwölf Jahre und zeugt mit Tapatī den Sohn Kuru – Stammvater der Kuru-Dynastie – womit die Erzählung erklärt, warum Arjuna den Beinamen ‚Tāpatya' trägt. Damit endet die vom Gandharva erzählte Binnengeschichte.
sa hi rājā bṛhatkīrtir dharmārthavid udāradhīḥ yuktaḥ saṃvaraṇo bhartā duhitus te vihaṃgama
‚Denn jener König, von großem Ruhm, kundig in Recht und Nutzen, von edlem Verstand, Saṃvaraṇa, ist der geeignete Gatte für deine Tochter, o Himmelswanderer.'
Wort für Wort
sa hi rājā bṛhatkīrtir dharmārthavid udāradhīḥ yuktaḥ saṃvaraṇo bhartā duhitus te vihaṃgama
‚Denn jener König, von großem Ruhm, kundig in Recht und Nutzen, von edlem Verstand, Saṃvaraṇa, ist der geeignete Gatte für deine Tochter, o Himmelswanderer.'
‚Saṃvaraṇa ist der Beste der Könige, du, o Weiser, bist der Beste der Ṛṣis, Tapatī ist die Beste der Frauen – was gäbe es (noch zu bedenken) außer der Übergabe?'
‚Saṃvaraṇa ist der Beste der Könige, du, o Weiser, bist der Beste der Ṛṣis, Tapatī ist die Beste der Frauen – was gäbe es (noch zu bedenken) außer der Übergabe?'
‚Darauf gab der Sonnengott selbst die in allem makellose, feuergleiche Tapatī für Saṃvaraṇa dem hochherzigen Vasiṣṭha; der große Ṛṣi nahm damals jene Jungfrau Tapatī entgegen.'
‚Darauf gab der Sonnengott selbst die in allem makellose, feuergleiche Tapatī für Saṃvaraṇa dem hochherzigen Vasiṣṭha; der große Ṛṣi nahm damals jene Jungfrau Tapatī entgegen.'
sa rājā manmathāviṣṭas tadgatenāntarātmanā dṛṣṭvā ca devakanyāṃ tāṃ tapatīṃ cāruhāsinīm vasiṣṭhena sahāyāntīṃ saṃhṛṣṭo 'bhyadhikaṃ babhau
‚Jener König, vom Liebesgott ergriffen, sein innerstes Selbst dorthin gerichtet, erstrahlte, als er die Göttertochter Tapatī, die lieblich Lächelnde, mit Vasiṣṭha herankommen sah, hocherfreut noch mehr.'
Wort für Wort
sa rājā manmathāviṣṭas tadgatenāntarātmanā dṛṣṭvā ca devakanyāṃ tāṃ tapatīṃ cāruhāsinīm vasiṣṭhena sahāyāntīṃ saṃhṛṣṭo 'bhyadhikaṃ babhau
‚Jener König, vom Liebesgott ergriffen, sein innerstes Selbst dorthin gerichtet, erstrahlte, als er die Göttertochter Tapatī, die lieblich Lächelnde, mit Vasiṣṭha herankommen sah, hocherfreut noch mehr.'
‚Durch Askese hatte er den gnadenreichen, gebietenden Gott, den Herrn der Strahlen, verehrt; allein durch Vasiṣṭhas Kraft erlangte Saṃvaraṇa (nun) seine Gattin.'
‚Durch Askese hatte er den gnadenreichen, gebietenden Gott, den Herrn der Strahlen, verehrt; allein durch Vasiṣṭhas Kraft erlangte Saṃvaraṇa (nun) seine Gattin.'
[Anm.: 'gopatim' wörtlich ‚Herr der Rinder/Strahlen' – hier als Epitheton des Sonnengottes gedeutet.
tatas tasmin giriśreṣṭhe devagandharvasevite jagrāha vidhivat pāṇiṃ tapatyāḥ sa nararṣabhaḥ
‚Darauf ergriff er, der Stier unter den Männern, auf jenem besten Berg, der von Göttern und Gandharvas besucht wird, vorschriftsmäßig die Hand Tapatīs.'
Wort für Wort
tatas tasmin giriśreṣṭhe devagandharvasevite jagrāha vidhivat pāṇiṃ tapatyāḥ sa nararṣabhaḥ
‚Darauf ergriff er, der Stier unter den Männern, auf jenem besten Berg, der von Göttern und Gandharvas besucht wird, vorschriftsmäßig die Hand Tapatīs.'
nṛpatiṃ tv abhyanujñāya vasiṣṭho 'thāpacakrame so 'pi rājā girau tasmin vijahārāmaropamaḥ
‚Vasiṣṭha aber, nachdem er dem König seine Zustimmung gegeben hatte, zog sich zurück; auch jener König, den Unsterblichen gleich, verweilte auf jenem Berg.'
Wort für Wort
nṛpatiṃ tv abhyanujñāya vasiṣṭho 'thāpacakrame so 'pi rājā girau tasmin vijahārāmaropamaḥ
‚Vasiṣṭha aber, nachdem er dem König seine Zustimmung gegeben hatte, zog sich zurück; auch jener König, den Unsterblichen gleich, verweilte auf jenem Berg.'