Quellen der Menschheit

Mahābhārata · Ādiparva

Kapitel 219: Mayadarśanam Das Ende des Khāṇḍava-Brandes und die Rettung Mayas

Kṛṣṇas Diskus vollzieht ein gewaltiges Gemetzel unter den fliehenden Geschöpfen; eine körperlose Stimme belehrt Indra, dass Vāsudeva und Arjuna - als Nara und Nārāyaṇa wiedergeboren - unbesiegbar sind und der Untergang Khāṇḍavas vom Schicksal bestimmt sei, worauf Indra mit den Göttern abzieht. Arjuna und Kṛṣṇa setzen den Brand unbekümmert fort; Agni erlangt schließlich vollständige Sättigung. Als der Dānava-Baumeister Maya aus Takṣakas brennender Wohnstatt flieht und Arjuna um Hilfe anruft, gewährt dieser ihm Sicherheit vor Agni und Kṛṣṇas Diskus. Sechs Wesen überleben den Brand unversehrt: Aśvasena, Maya und die vier Śārṅgaka-Vögel.

vaiśaṃpāyana uvāca tathā śailanipātena bhīṣitāḥ khāṇḍavālayāḥ dānavā rākṣasā nāgās tarakṣvṛkṣavanaukasaḥ dvipāḥ prabhinnāḥ śārdūlāḥ siṃhāḥ kesariṇas tathā

Vaiśampāyana sprach: So erschreckt durch den Bergsturz, flohen die Bewohner Khāṇḍavas - Dānavas, Rākṣasas, Nāgas, Hyänen und Baumbewohner, brünstige Elefanten, Tiger, Löwen und Mähnenträger,

Wort für Wort
vaiśaṃpāyana uvāca tathā śailanipātena bhīṣitāḥ khāṇḍavālayāḥ dānavā rākṣasā nāgās tarakṣvṛkṣavanaukasaḥ dvipāḥ prabhinnāḥ śārdūlāḥ siṃhāḥ kesariṇas tathā
Vaiśampāyana sprach: So erschreckt durch den Bergsturz, flohen die Bewohner Khāṇḍavas - Dānavas, Rākṣasas, Nāgas, Hyänen und Baumbewohner, brünstige Elefanten, Tiger, Löwen und Mähnenträger,

mṛgāś ca mahiṣāś caiva śataśaḥ pakṣiṇas tathā samudvignā visasṛpus tathānyā bhūtajātayaḥ

Rehe und Büffel zu Hunderten, ebenso Vögel; beunruhigt zerstreuten sich auch andere Arten von Geschöpfen.

Wort für Wort
mṛgāś ca mahiṣāś caiva śataśaḥ pakṣiṇas tathā samudvignā visasṛpus tathānyā bhūtajātayaḥ
Rehe und Büffel zu Hunderten, ebenso Vögel; beunruhigt zerstreuten sich auch andere Arten von Geschöpfen.

taṃ dāvaṃ samudīkṣantaḥ kṛṣṇau cābhyudyatāyudhau utpātanādaśabdena saṃtrāsita ivābhavan

Als sie jenen Wald und die beiden Kṛṣṇas mit erhobenen Waffen erblickten, wurden sie durch das Getöse des Unheils gleichsam vollends in Schrecken versetzt.

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taṃ dāvaṃ samudīkṣantaḥ kṛṣṇau cābhyudyatāyudhau utpātanādaśabdena saṃtrāsita ivābhavan
Als sie jenen Wald und die beiden Kṛṣṇas mit erhobenen Waffen erblickten, wurden sie durch das Getöse des Unheils gleichsam vollends in Schrecken versetzt.

svatejobhāsvaraṃ cakram utsasarja janārdanaḥ tena tā jātayaḥ kṣudrāḥ sadānavaniśācarāḥ nikṛttāḥ śataśaḥ sarvā nipetur analaṃ kṣaṇāt

Janārdana schleuderte seinen vom eigenen Glanz strahlenden Diskus; durch ihn wurden jene niederen Arten von Geschöpfen, samt den Dānavas und Nachtwandlern, zu Hunderten zerschnitten und fielen alle im Nu ins Feuer.

Wort für Wort
svatejobhāsvaraṃ cakram utsasarja janārdanaḥ tena tā jātayaḥ kṣudrāḥ sadānavaniśācarāḥ nikṛttāḥ śataśaḥ sarvā nipetur analaṃ kṣaṇāt
Janārdana schleuderte seinen vom eigenen Glanz strahlenden Diskus; durch ihn wurden jene niederen Arten von Geschöpfen, samt den Dānavas und Nachtwandlern, zu Hunderten zerschnitten und fielen alle im Nu ins Feuer.

adṛśyan rākṣasās tatra kṛṣṇacakravidāritāḥ vasārudhirasaṃpṛktāḥ saṃdhyāyām iva toyadāḥ

Dort waren die Rākṣasas zu sehen, von Kṛṣṇas Diskus zerrissen, mit Fett und Blut bedeckt, wie Wolken in der Abenddämmerung.

Wort für Wort
adṛśyan rākṣasās tatra kṛṣṇacakravidāritāḥ vasārudhirasaṃpṛktāḥ saṃdhyāyām iva toyadāḥ
Dort waren die Rākṣasas zu sehen, von Kṛṣṇas Diskus zerrissen, mit Fett und Blut bedeckt, wie Wolken in der Abenddämmerung.

piśācān pakṣiṇo nāgān paśūṃś cāpi sahasraśaḥ nighnaṃś carati vārṣṇeyaḥ kālavat tatra bhārata

Piśācas, Vögel, Schlangen und Tiere zu Tausenden erschlagend, wandelte der Vṛṣṇi-Spross dort umher, gleich der Zeit selbst, o Bhārata.

Wort für Wort
piśācān pakṣiṇo nāgān paśūṃś cāpi sahasraśaḥ nighnaṃś carati vārṣṇeyaḥ kālavat tatra bhārata
Piśācas, Vögel, Schlangen und Tiere zu Tausenden erschlagend, wandelte der Vṛṣṇi-Spross dort umher, gleich der Zeit selbst, o Bhārata.

kṣiptaṃ kṣiptaṃ hi tac cakraṃ kṛṣṇasyāmitraghātinaḥ hatvānekāni sattvāni pāṇim eti punaḥ punaḥ

Denn jener Diskus des Feindetöters Kṛṣṇa, immer wieder geschleudert, kehrte, nachdem er unzählige Wesen getötet hatte, immer wieder in seine Hand zurück.

Wort für Wort
kṣiptaṃ kṣiptaṃ hi tac cakraṃ kṛṣṇasyāmitraghātinaḥ hatvānekāni sattvāni pāṇim eti punaḥ punaḥ
Denn jener Diskus des Feindetöters Kṛṣṇa, immer wieder geschleudert, kehrte, nachdem er unzählige Wesen getötet hatte, immer wieder in seine Hand zurück.

tathā tu nighnatas tasya sarvasattvāni bhārata babhūva rūpam atyugraṃ sarvabhūtātmanas tadā

Während er so alle Geschöpfe erschlug, o Bhārata, nahm die Gestalt dessen, der das Selbst aller Wesen ist, eine überaus furchtbare Erscheinung an.

Wort für Wort
tathā tu nighnatas tasya sarvasattvāni bhārata babhūva rūpam atyugraṃ sarvabhūtātmanas tadā
Während er so alle Geschöpfe erschlug, o Bhārata, nahm die Gestalt dessen, der das Selbst aller Wesen ist, eine überaus furchtbare Erscheinung an.

sametānāṃ ca devānāṃ dānavānāṃ ca sarvaśaḥ vijetā nābhavat kaś cit kṛṣṇapāṇḍavayor mṛdhe

Unter allen versammelten Göttern und Dānavas gab es niemanden, der Kṛṣṇa und den Pāṇḍava im Kampf hätte besiegen können.

Wort für Wort
sametānāṃ ca devānāṃ dānavānāṃ ca sarvaśaḥ vijetā nābhavat kaś cit kṛṣṇapāṇḍavayor mṛdhe
Unter allen versammelten Göttern und Dānavas gab es niemanden, der Kṛṣṇa und den Pāṇḍava im Kampf hätte besiegen können.

tayor balāt paritrātuṃ taṃ dāvaṃ tu yadā surāḥ nāśaknuvañ śamayituṃ tadābhūvan parāṅmukhāḥ

Als die Götter den Wald vor ihrer beider Kraft nicht zu retten und das Feuer nicht zu löschen vermochten, da wandten sie sich ab.

Wort für Wort
tayor balāt paritrātuṃ taṃ dāvaṃ tu yadā surāḥ nāśaknuvañ śamayituṃ tadābhūvan parāṅmukhāḥ
Als die Götter den Wald vor ihrer beider Kraft nicht zu retten und das Feuer nicht zu löschen vermochten, da wandten sie sich ab.

śatakratuś ca saṃprekṣya vimukhān devatāgaṇān babhūvāvasthitaḥ prītaḥ praśaṃsan kṛṣṇapāṇḍavau

Und als der Hundertopferer sah, dass die Schar der Götter sich abgewandt hatte, blieb er stehen, erfreut, Kṛṣṇa und den Pāṇḍava lobend.

Wort für Wort
śatakratuś ca saṃprekṣya vimukhān devatāgaṇān babhūvāvasthitaḥ prītaḥ praśaṃsan kṛṣṇapāṇḍavau
Und als der Hundertopferer sah, dass die Schar der Götter sich abgewandt hatte, blieb er stehen, erfreut, Kṛṣṇa und den Pāṇḍava lobend.

nivṛtteṣu tu deveṣu vāg uvācāśarīriṇī śatakratum abhiprekṣya mahāgambhīraniḥsvanā

Als sich die Götter zurückgezogen hatten, sprach eine körperlose Stimme, von überaus tiefem Klang, zum Hundertopferer gewandt:

Wort für Wort
nivṛtteṣu tu deveṣu vāg uvācāśarīriṇī śatakratum abhiprekṣya mahāgambhīraniḥsvanā
Als sich die Götter zurückgezogen hatten, sprach eine körperlose Stimme, von überaus tiefem Klang, zum Hundertopferer gewandt:

na te sakhā saṃnihitas takṣakaḥ pannagottamaḥ dāhakāle khāṇḍavasya kurukṣetraṃ gato hy asau

Dein Freund, Takṣaka, der Beste der Schlangen, ist nicht anwesend; zur Zeit des Brandes von Khāṇḍava war er nach Kurukṣetra gegangen.

Wort für Wort
na te sakhā saṃnihitas takṣakaḥ pannagottamaḥ dāhakāle khāṇḍavasya kurukṣetraṃ gato hy asau
Dein Freund, Takṣaka, der Beste der Schlangen, ist nicht anwesend; zur Zeit des Brandes von Khāṇḍava war er nach Kurukṣetra gegangen.

na ca śakyau tvayā jetuṃ yuddhe 'smin samavasthitau vāsudevārjunau śakra nibodhedaṃ vaco mama

Und du vermagst Vāsudeva und Arjuna, wie sie hier im Kampf stehen, nicht zu besiegen, Śakra; vernimm dieses mein Wort.

Wort für Wort
na ca śakyau tvayā jetuṃ yuddhe 'smin samavasthitau vāsudevārjunau śakra nibodhedaṃ vaco mama
Und du vermagst Vāsudeva und Arjuna, wie sie hier im Kampf stehen, nicht zu besiegen, Śakra; vernimm dieses mein Wort.

naranārāyaṇau devau tāv etau viśrutau divi bhavān apy abhijānāti yadvīryau yatparākramau

Nara und Nārāyaṇa, jene beiden Götter, sind im Himmel wohlbekannt; du selbst weißt, von welcher Tapferkeit und welcher Kraft sie sind.

Wort für Wort
naranārāyaṇau devau tāv etau viśrutau divi bhavān apy abhijānāti yadvīryau yatparākramau
Nara und Nārāyaṇa, jene beiden Götter, sind im Himmel wohlbekannt; du selbst weißt, von welcher Tapferkeit und welcher Kraft sie sind.

naitau śakyau durādharṣau vijetum ajitau yudhi api sarveṣu lokeṣu purāṇāv ṛṣisattamau

Diese beiden, unbezwingbar, unbesiegt im Kampf, sind selbst in allen Welten nicht zu besiegen, die uralten, besten der Seher.

Wort für Wort
naitau śakyau durādharṣau vijetum ajitau yudhi api sarveṣu lokeṣu purāṇāv ṛṣisattamau
Diese beiden, unbezwingbar, unbesiegt im Kampf, sind selbst in allen Welten nicht zu besiegen, die uralten, besten der Seher.

pūjanīyatamāv etāv api sarvaiḥ surāsuraiḥ sayakṣarakṣogandharvanarakiṃnarapannagaiḥ

Diese beiden sind von allen Göttern und Asuras, samt Yakṣas, Rākṣasas, Gandharvas, Menschen, Kiṃnaras und Schlangen, höchst verehrungswürdig.

Wort für Wort
pūjanīyatamāv etāv api sarvaiḥ surāsuraiḥ sayakṣarakṣogandharvanarakiṃnarapannagaiḥ
Diese beiden sind von allen Göttern und Asuras, samt Yakṣas, Rākṣasas, Gandharvas, Menschen, Kiṃnaras und Schlangen, höchst verehrungswürdig.

tasmād itaḥ suraiḥ sārdhaṃ gantum arhasi vāsava diṣṭaṃ cāpy anupaśyaitat khāṇḍavasya vināśanam

Darum sollst du, Vāsava, zusammen mit den Göttern von hier fortziehen; und erkenne, dass auch dies, die Zerstörung Khāṇḍavas, vom Schicksal bestimmt ist.

Wort für Wort
tasmād itaḥ suraiḥ sārdhaṃ gantum arhasi vāsava diṣṭaṃ cāpy anupaśyaitat khāṇḍavasya vināśanam
Darum sollst du, Vāsava, zusammen mit den Göttern von hier fortziehen; und erkenne, dass auch dies, die Zerstörung Khāṇḍavas, vom Schicksal bestimmt ist.

iti vācam abhiśrutya tathyam ity amareśvaraḥ kopāmarṣau samutsṛjya saṃpratasthe divaṃ tadā

Nachdem er diese Stimme gehört hatte, sprach der Herr der Unsterblichen: So ist es - legte Zorn und Groll ab und zog da zum Himmel.

Wort für Wort
iti vācam abhiśrutya tathyam ity amareśvaraḥ kopāmarṣau samutsṛjya saṃpratasthe divaṃ tadā
Nachdem er diese Stimme gehört hatte, sprach der Herr der Unsterblichen: So ist es - legte Zorn und Groll ab und zog da zum Himmel.

taṃ prasthitaṃ mahātmānaṃ samavekṣya divaukasaḥ tvaritāḥ sahitā rājann anujagmuḥ śatakratum

Als sie sahen, dass der Hochgesinnte aufgebrochen war, folgten die Himmelsbewohner eilig, gemeinsam, dem Hundertopferer, o König.

Wort für Wort
taṃ prasthitaṃ mahātmānaṃ samavekṣya divaukasaḥ tvaritāḥ sahitā rājann anujagmuḥ śatakratum
Als sie sahen, dass der Hochgesinnte aufgebrochen war, folgten die Himmelsbewohner eilig, gemeinsam, dem Hundertopferer, o König.

devarājaṃ tadā yāntaṃ saha devair udīkṣya tu vāsudevārjunau vīrau siṃhanādaṃ vinedatuḥ

Als sie sahen, wie der Götterkönig samt den Göttern davonzog, stießen die beiden Helden, Vāsudeva und Arjuna, ein Löwengebrüll aus.

Wort für Wort
devarājaṃ tadā yāntaṃ saha devair udīkṣya tu vāsudevārjunau vīrau siṃhanādaṃ vinedatuḥ
Als sie sahen, wie der Götterkönig samt den Göttern davonzog, stießen die beiden Helden, Vāsudeva und Arjuna, ein Löwengebrüll aus.

devarāje gate rājan prahṛṣṭau kṛṣṇapāṇḍavau nirviśaṅkaṃ punar dāvaṃ dāhayām āsatus tadā

Nachdem der Götterkönig fortgezogen war, o König, ließen Kṛṣṇa und der Pāṇḍava, hocherfreut, den Wald da wieder unbekümmert weiterbrennen.

Wort für Wort
devarāje gate rājan prahṛṣṭau kṛṣṇapāṇḍavau nirviśaṅkaṃ punar dāvaṃ dāhayām āsatus tadā
Nachdem der Götterkönig fortgezogen war, o König, ließen Kṛṣṇa und der Pāṇḍava, hocherfreut, den Wald da wieder unbekümmert weiterbrennen.

sa māruta ivābhrāṇi nāśayitvārjunaḥ surān vyadhamac charasaṃpātaiḥ prāṇinaḥ khāṇḍavālayān

Er, Arjuna, vertrieb, wie der Wind die Wolken, die Götter und vernichtete mit dem Niederhagel seiner Pfeile die Geschöpfe, die Bewohner Khāṇḍavas.

Wort für Wort
sa māruta ivābhrāṇi nāśayitvārjunaḥ surān vyadhamac charasaṃpātaiḥ prāṇinaḥ khāṇḍavālayān
Er, Arjuna, vertrieb, wie der Wind die Wolken, die Götter und vernichtete mit dem Niederhagel seiner Pfeile die Geschöpfe, die Bewohner Khāṇḍavas.

na ca sma kiṃ cic chaknoti bhūtaṃ niścarituṃ tataḥ saṃchidyamānam iṣubhir asyatā savyasācinā

Und kein Geschöpf vermochte da mehr zu entkommen, da alles von dem beidhändig Schießenden mit Pfeilen zerschnitten wurde.

Wort für Wort
na ca sma kiṃ cic chaknoti bhūtaṃ niścarituṃ tataḥ saṃchidyamānam iṣubhir asyatā savyasācinā
Und kein Geschöpf vermochte da mehr zu entkommen, da alles von dem beidhändig Schießenden mit Pfeilen zerschnitten wurde.

nāśakaṃs tatra bhūtāni mahānty api raṇe 'rjunam nirīkṣitum amogheṣuṃ kariṣyanti kuto raṇam

Selbst die gewaltigen Geschöpfe dort vermochten im Kampf nicht einmal Arjuna anzublicken, dessen Pfeile niemals fehlgingen - wie hätten sie da kämpfen sollen?

Wort für Wort
nāśakaṃs tatra bhūtāni mahānty api raṇe 'rjunam nirīkṣitum amogheṣuṃ kariṣyanti kuto raṇam
Selbst die gewaltigen Geschöpfe dort vermochten im Kampf nicht einmal Arjuna anzublicken, dessen Pfeile niemals fehlgingen - wie hätten sie da kämpfen sollen?

śatenaikaṃ ca vivyādha śataṃ caikena patriṇā vyasavas te 'patann agnau sākṣāt kālahatā iva

Mit hundert Pfeilen durchbohrte er einen, und hundert mit einem einzigen Pfeil; leblos fielen sie ins Feuer, wie von der Zeit selbst erschlagen.

Wort für Wort
śatenaikaṃ ca vivyādha śataṃ caikena patriṇā vyasavas te 'patann agnau sākṣāt kālahatā iva
Mit hundert Pfeilen durchbohrte er einen, und hundert mit einem einzigen Pfeil; leblos fielen sie ins Feuer, wie von der Zeit selbst erschlagen.

na cālabhanta te śarma rodhaḥsu viṣameṣu ca pitṛdevanivāseṣu saṃtāpaś cāpy ajāyata

Und sie fanden keinen Schutz, weder an steilen Ufern noch in unwegsamem Gelände, und auch in den Wohnstätten der Ahnen und Götter entstand Bestürzung.

Wort für Wort
na cālabhanta te śarma rodhaḥsu viṣameṣu ca pitṛdevanivāseṣu saṃtāpaś cāpy ajāyata
Und sie fanden keinen Schutz, weder an steilen Ufern noch in unwegsamem Gelände, und auch in den Wohnstätten der Ahnen und Götter entstand Bestürzung.

bhūtasaṃghasahasrāś ca dīnāś cakrur mahāsvanam ruruvur vāraṇāś caiva tathaiva mṛgapakṣiṇaḥ tena śabdena vitresur gaṅgodadhicarā jhaṣāḥ

Tausende Scharen von Geschöpfen stießen in ihrer Not gewaltiges Geschrei aus; Elefanten brüllten, ebenso Wild und Vögel; von diesem Lärm erschraken selbst die Fische, die in der Gaṅgā und im Meer leben.

Wort für Wort
bhūtasaṃghasahasrāś ca dīnāś cakrur mahāsvanam ruruvur vāraṇāś caiva tathaiva mṛgapakṣiṇaḥ tena śabdena vitresur gaṅgodadhicarā jhaṣāḥ
Tausende Scharen von Geschöpfen stießen in ihrer Not gewaltiges Geschrei aus; Elefanten brüllten, ebenso Wild und Vögel; von diesem Lärm erschraken selbst die Fische, die in der Gaṅgā und im Meer leben.

na hy arjunaṃ mahābāhuṃ nāpi kṛṣṇaṃ mahābalam nirīkṣituṃ vai śaknoti kaś cid yoddhuṃ kutaḥ punaḥ

Denn niemand vermochte, weder den starkarmigen Arjuna noch den überaus mächtigen Kṛṣṇa auch nur anzublicken - wie viel weniger, sie zu bekämpfen.

Wort für Wort
na hy arjunaṃ mahābāhuṃ nāpi kṛṣṇaṃ mahābalam nirīkṣituṃ vai śaknoti kaś cid yoddhuṃ kutaḥ punaḥ
Denn niemand vermochte, weder den starkarmigen Arjuna noch den überaus mächtigen Kṛṣṇa auch nur anzublicken - wie viel weniger, sie zu bekämpfen.

ekāyanagatā ye 'pi niṣpatanty atra ke cana rākṣasān dānavān nāgāñ jaghne cakreṇa tān hariḥ

Und wer auch immer auf der Flucht durch den einzig verbliebenen Weg hervorbrach - Rākṣasas, Dānavas, Nāgas -, sie alle erschlug Hari mit seinem Diskus.

Wort für Wort
ekāyanagatā ye 'pi niṣpatanty atra ke cana rākṣasān dānavān nāgāñ jaghne cakreṇa tān hariḥ
Und wer auch immer auf der Flucht durch den einzig verbliebenen Weg hervorbrach - Rākṣasas, Dānavas, Nāgas -, sie alle erschlug Hari mit seinem Diskus.

te vibhinnaśirodehāś cakravegād gatāsavaḥ petur āsye mahākāyā dīptasya vasuretasaḥ

Mit zerspaltenem Kopf und Leib, durch die Wucht des Diskus ihres Lebens beraubt, fielen die riesigen Körper in den Rachen des lodernden Feuers, dessen Same der Reichtum ist.

Wort für Wort
te vibhinnaśirodehāś cakravegād gatāsavaḥ petur āsye mahākāyā dīptasya vasuretasaḥ
Mit zerspaltenem Kopf und Leib, durch die Wucht des Diskus ihres Lebens beraubt, fielen die riesigen Körper in den Rachen des lodernden Feuers, dessen Same der Reichtum ist.

sa māṃsarudhiraughaiś ca medaughaiś ca samīritaḥ upary ākāśago vahnir vidhūmaḥ samadṛśyata

Von Strömen von Fleisch, Blut und Fett angefacht, war das Feuer, hoch am Himmel dahinziehend, rauchlos zu sehen.

Wort für Wort
sa māṃsarudhiraughaiś ca medaughaiś ca samīritaḥ upary ākāśago vahnir vidhūmaḥ samadṛśyata
Von Strömen von Fleisch, Blut und Fett angefacht, war das Feuer, hoch am Himmel dahinziehend, rauchlos zu sehen.

dīptākṣo dīptajihvaś ca dīptavyāttamahānanaḥ dīptordhvakeśaḥ piṅgākṣaḥ piban prāṇabhṛtāṃ vasām

Mit lodernden Augen, loderndem Zunge, lodernd geöffnetem gewaltigem Rachen, lodernd aufrechtem Haar, gelbbraunen Augen, trank es das Fett der lebenden Wesen.

Wort für Wort
dīptākṣo dīptajihvaś ca dīptavyāttamahānanaḥ dīptordhvakeśaḥ piṅgākṣaḥ piban prāṇabhṛtāṃ vasām
Mit lodernden Augen, loderndem Zunge, lodernd geöffnetem gewaltigem Rachen, lodernd aufrechtem Haar, gelbbraunen Augen, trank es das Fett der lebenden Wesen.

tāṃ sa kṛṣṇārjunakṛtāṃ sudhāṃ prāpya hutāśanaḥ babhūva muditas tṛptaḥ parāṃ nirvṛtim āgataḥ

Nachdem der Opferverzehrer jenen von Kṛṣṇa und Arjuna bereiteten Nektar empfangen hatte, war er froh, gesättigt und gelangte zu höchster Zufriedenheit.

Wort für Wort
tāṃ sa kṛṣṇārjunakṛtāṃ sudhāṃ prāpya hutāśanaḥ babhūva muditas tṛptaḥ parāṃ nirvṛtim āgataḥ
Nachdem der Opferverzehrer jenen von Kṛṣṇa und Arjuna bereiteten Nektar empfangen hatte, war er froh, gesättigt und gelangte zu höchster Zufriedenheit.

athāsuraṃ mayaṃ nāma takṣakasya niveśanāt vipradravantaṃ sahasā dadarśa madhusūdanaḥ

Da erblickte Madhusūdana plötzlich einen Asura namens Maya, wie er aus Takṣakas Wohnstatt hervorstürzte und floh.

Wort für Wort
athāsuraṃ mayaṃ nāma takṣakasya niveśanāt vipradravantaṃ sahasā dadarśa madhusūdanaḥ
Da erblickte Madhusūdana plötzlich einen Asura namens Maya, wie er aus Takṣakas Wohnstatt hervorstürzte und floh.

tam agniḥ prārthayām āsa didhakṣur vātasārathiḥ dehavān vai jaṭī bhūtvā nadaṃś ca jalado yathā jighāṃsur vāsudevaś ca cakram udyamya viṣṭhitaḥ

Ihn verfolgte Agni, ihn zu verbrennen begierig, körperlich geworden, mit Jaṭā-Haar, vom Wind als Wagenlenker begleitet, dröhnend wie eine Regenwolke; und Vāsudeva, ihn zu töten begierig, stand da, seinen Diskus erhoben.

Wort für Wort
tam agniḥ prārthayām āsa didhakṣur vātasārathiḥ dehavān vai jaṭī bhūtvā nadaṃś ca jalado yathā jighāṃsur vāsudevaś ca cakram udyamya viṣṭhitaḥ
Ihn verfolgte Agni, ihn zu verbrennen begierig, körperlich geworden, mit Jaṭā-Haar, vom Wind als Wagenlenker begleitet, dröhnend wie eine Regenwolke; und Vāsudeva, ihn zu töten begierig, stand da, seinen Diskus erhoben.

sa cakram udyataṃ dṛṣṭvā didhakṣuṃ ca hutāśanam abhidhāvārjunety evaṃ mayaś cukrośa bhārata

Als er den erhobenen Diskus sah und den Opferverzehrer, der ihn zu verbrennen begehrte, schrie Maya: Arjuna, hilf mir! - so rief er, o Bhārata.

Wort für Wort
sa cakram udyataṃ dṛṣṭvā didhakṣuṃ ca hutāśanam abhidhāvārjunety evaṃ mayaś cukrośa bhārata
Als er den erhobenen Diskus sah und den Opferverzehrer, der ihn zu verbrennen begehrte, schrie Maya: Arjuna, hilf mir! - so rief er, o Bhārata.

tasya bhītasvanaṃ śrutvā mā bhair iti dhanaṃjayaḥ pratyuvāca mayaṃ pārtho jīvayann iva bhārata

Als er dessen angsterfüllten Ruf hörte, antwortete Dhanaṃjaya, der Sohn der Pṛthā, dem Maya: Fürchte dich nicht - und schenkte ihm gleichsam das Leben, o Bhārata.

Wort für Wort
tasya bhītasvanaṃ śrutvā mā bhair iti dhanaṃjayaḥ pratyuvāca mayaṃ pārtho jīvayann iva bhārata
Als er dessen angsterfüllten Ruf hörte, antwortete Dhanaṃjaya, der Sohn der Pṛthā, dem Maya: Fürchte dich nicht - und schenkte ihm gleichsam das Leben, o Bhārata.

taṃ pārthenābhaye datte namucer bhrātaraṃ mayam na hantum aicchad dāśārhaḥ pāvako na dadāha ca

Nachdem der Sohn der Pṛthā ihm Sicherheit gewährt hatte, wollte der Dāśārha den Maya, den Bruder Namucis, nicht töten, und auch Pāvaka verbrannte ihn nicht.

Wort für Wort
taṃ pārthenābhaye datte namucer bhrātaraṃ mayam na hantum aicchad dāśārhaḥ pāvako na dadāha ca
Nachdem der Sohn der Pṛthā ihm Sicherheit gewährt hatte, wollte der Dāśārha den Maya, den Bruder Namucis, nicht töten, und auch Pāvaka verbrannte ihn nicht.

tasmin vane dahyamāne ṣaḍ agnir na dadāha ca aśvasenaṃ mayaṃ cāpi caturaḥ śārṅgakān iti

Während jener Wald brannte, verbrannte Agni sechs nicht: Aśvasena, Maya, und die vier Śārṅgaka-Vögel.

Wort für Wort
tasmin vane dahyamāne ṣaḍ agnir na dadāha ca aśvasenaṃ mayaṃ cāpi caturaḥ śārṅgakān iti
Während jener Wald brannte, verbrannte Agni sechs nicht: Aśvasena, Maya, und die vier Śārṅgaka-Vögel.

[Anm.: Die Geschichte der vier geretteten Śārṅgaka-Vögel wird in einem der folgenden Kapitel eigens erzählt.]

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