Quellen der Menschheit

Mahābhārata · Ādiparva

Kapitel 28: Āstīka-parva (Fortsetzung): die Amṛta-Raub-Schlacht Āstīka-parva (Fortsetzung): Garuḍa zerstreut die Götter, tötet die Soma-Wächter und löscht die Feuerschranke — (Kritische Ausgabe, BORI/Poona)

Übersetzt aus der kritischen Ausgabe (Bhandarkar Oriental Research Institute, Poona; lokale GRETIL-Unicode-Transkription, Datei mbh_01_u.htm, Verse „01,028.001“ bis „01,028.025“). Garuḍa erreicht die Götterwelt, tötet im Kampf den Soma-Wächter Bhauvana, blendet die Götter mit aufgewirbeltem Staub (den Vāyu auf Indras Geheiß hin wieder zerstreut), und besiegt anschließend im offenen Kampf die gesamte gerüstete Götterschar samt neun namentlich genannten Wächtern, die in alle vier Himmelsrichtungen fliehen bzw. getötet werden. Zuletzt löscht er, mit vervielfachten Mündern Flusswasser aufsaugend, eine gewaltige Feuerschranke, die den letzten Zugang zum Amṛta bewacht, und verkleinert sich, um hindurchzuschlüpfen. Wort-für-Wort-Gliederung wie bei den vorigen kritischen Kapiteln: ein Chunk pro Vers-Einheit.

sūta uvāca | tatas tasmin dvijaśreṣṭha samudīrṇe tathāvidhe | garutmān pakṣirāṭ tūrṇaṃ saṃprāpto vibudhān prati

Sūta sprach: Als dies sich so zugetragen hatte, o bester der Zweifachgeborenen, gelangte Garutmān, der Vogelkönig, rasch zu den Göttern.

Wort für Wort
sūta uvāca | tatas tasmin dvijaśreṣṭha samudīrṇe tathāvidhe | garutmān pakṣirāṭ tūrṇaṃ saṃprāpto vibudhān prati
Sūta sprach: Als dies sich so zugetragen hatte, o bester der Zweifachgeborenen, gelangte Garutmān, der Vogelkönig, rasch zu den Göttern.

[Anm.: „Garutmān“ ist ein weiteres Epitheton Garuḍas.]

taṃ dṛṣṭvātibalaṃ caiva prākampanta samantataḥ | parasparaṃ ca pratyaghnan sarvapraharaṇāny api

Als sie ihn erblickten, von solch gewaltiger Kraft, erzitterten sie ringsum; und sie schlugen sogar mit all ihren Waffen aufeinander ein.

Wort für Wort
taṃ dṛṣṭvātibalaṃ caiva prākampanta samantataḥ | parasparaṃ ca pratyaghnan sarvapraharaṇāny api
Als sie ihn erblickten, von solch gewaltiger Kraft, erzitterten sie ringsum; und sie schlugen sogar mit all ihren Waffen aufeinander ein.

tatra cāsīd ameyātmā vidyudagnisamaprabhaḥ | bhauvanaḥ sumahāvīryaḥ somasya parirakṣitā

Dort war auch ein Wesen von unermesslicher Seele, blitz- und feuergleich an Glanz, Bhauvana, von überaus großer Kraft, der Beschützer des Soma.

Wort für Wort
tatra cāsīd ameyātmā vidyudagnisamaprabhaḥ | bhauvanaḥ sumahāvīryaḥ somasya parirakṣitā
Dort war auch ein Wesen von unermesslicher Seele, blitz- und feuergleich an Glanz, Bhauvana, von überaus großer Kraft, der Beschützer des Soma.

[Anm.: „Bhauvana“ (etwa „Sohn Bhuvanas“) bleibt als Gestalt [?] unklar identifiziert – vermutlich ein sonst nicht näher bekannter Soma-Wächter.]

sa tena patagendreṇa pakṣatuṇḍanakhaiḥ kṣataḥ | muhūrtam atulaṃ yuddhaṃ kṛtvā vinihato yudhi

Er wurde von jenem Vogelfürsten, durch Flügel, Schnabel und Krallen verwundet, nachdem er einen Augenblick lang einen unvergleichlichen Kampf geführt hatte, im Kampf niedergestreckt.

Wort für Wort
sa tena patagendreṇa pakṣatuṇḍanakhaiḥ kṣataḥ | muhūrtam atulaṃ yuddhaṃ kṛtvā vinihato yudhi
Er wurde von jenem Vogelfürsten, durch Flügel, Schnabel und Krallen verwundet, nachdem er einen Augenblick lang einen unvergleichlichen Kampf geführt hatte, im Kampf niedergestreckt.

rajaś coddhūya sumahat pakṣavātena khecaraḥ | kṛtvā lokān nirālokāṃs tena devān avākirat

Und indem er gewaltigen Staub mit dem Wind seiner Flügel aufwirbelte, der Himmelswandler, machte er die Welten lichtlos und überschüttete damit die Götter.

Wort für Wort
rajaś coddhūya sumahat pakṣavātena khecaraḥ | kṛtvā lokān nirālokāṃs tena devān avākirat
Und indem er gewaltigen Staub mit dem Wind seiner Flügel aufwirbelte, der Himmelswandler, machte er die Welten lichtlos und überschüttete damit die Götter.

tenāvakīrṇā rajasā devā moham upāgaman | na cainaṃ dadṛśuś channā rajasāmṛtarakṣiṇaḥ

Von jenem Staub überschüttet, gerieten die Götter in Verwirrung; verhüllt vom Staub, erblickten ihn die Amṛta-Wächter nicht mehr.

Wort für Wort
tenāvakīrṇā rajasā devā moham upāgaman | na cainaṃ dadṛśuś channā rajasāmṛtarakṣiṇaḥ
Von jenem Staub überschüttet, gerieten die Götter in Verwirrung; verhüllt vom Staub, erblickten ihn die Amṛta-Wächter nicht mehr.

evaṃ saṃloḍayām āsa garuḍas tridivālayam | pakṣatuṇḍaprahāraiś ca devān sa vidadāra ha

So erschütterte Garuḍa die Wohnstatt der drei Himmel, und mit den Schlägen von Flügeln und Schnabel zerriss er die Götter.

Wort für Wort
evaṃ saṃloḍayām āsa garuḍas tridivālayam | pakṣatuṇḍaprahāraiś ca devān sa vidadāra ha
So erschütterte Garuḍa die Wohnstatt der drei Himmel, und mit den Schlägen von Flügeln und Schnabel zerriss er die Götter.

tato devaḥ sahasrākṣas tūrṇaṃ vāyum acodayat | vikṣipemāṃ rajovṛṣṭiṃ tavaitat karma māruta

Da drängte der tausendäugige Gott [Indra] rasch den Wind: „Zerstreue diesen Staubregen, das ist deine Aufgabe, o Māruta.“

Wort für Wort
tato devaḥ sahasrākṣas tūrṇaṃ vāyum acodayat | vikṣipemāṃ rajovṛṣṭiṃ tavaitat karma māruta
Da drängte der tausendäugige Gott [Indra] rasch den Wind: „Zerstreue diesen Staubregen, das ist deine Aufgabe, o Māruta.“

atha vāyur apovāha tad rajas tarasā balī | tato vitimire jāte devāḥ śakunim ārdayan

Da trug Vāyu, der Starke, jenen Staub mit Kraft davon; als es hell geworden war, griffen die Götter den Vogel an.

Wort für Wort
atha vāyur apovāha tad rajas tarasā balī | tato vitimire jāte devāḥ śakunim ārdayan
Da trug Vāyu, der Starke, jenen Staub mit Kraft davon; als es hell geworden war, griffen die Götter den Vogel an.

nanāda coccair balavān mahāmegharavaḥ khagaḥ | vadhyamānaḥ suragaṇaiḥ sarvabhūtāni bhīṣayan | utpapāta mahāvīryaḥ pakṣirāṭ paravīrahā

Und laut brüllte der starke Vogel, wie eine große Gewitterwolke tosend, von den Götterscharen bekämpft, alle Wesen erschreckend; er erhob sich, der von großer Kraft, der Vogelkönig, der Feindeshelden-Töter.

Wort für Wort
nanāda coccair balavān mahāmegharavaḥ khagaḥ | vadhyamānaḥ suragaṇaiḥ sarvabhūtāni bhīṣayan | utpapāta mahāvīryaḥ pakṣirāṭ paravīrahā
Und laut brüllte der starke Vogel, wie eine große Gewitterwolke tosend, von den Götterscharen bekämpft, alle Wesen erschreckend; er erhob sich, der von großer Kraft, der Vogelkönig, der Feindeshelden-Töter.

tam utpatyāntarikṣasthaṃ devānām upari sthitam | varmiṇo vibudhāḥ sarve nānāśastrair avākiran

Als er sich erhob und in der Luft stand, über den Göttern, bewarfen ihn alle gepanzerten Weisen [Götter] mit mancherlei Waffen,

Wort für Wort
tam utpatyāntarikṣasthaṃ devānām upari sthitam | varmiṇo vibudhāḥ sarve nānāśastrair avākiran
Als er sich erhob und in der Luft stand, über den Göttern, bewarfen ihn alle gepanzerten Weisen [Götter] mit mancherlei Waffen,

paṭṭiśaiḥ parighaiḥ śūlair gadābhiś ca savāsavāḥ | kṣurāntair jvalitaiś cāpi cakrair ādityarūpibhiḥ

mit Paṭṭiśas, Streitkeulen, Spießen und Keulen, samt Vāsava [Indra], sowie mit scharfschneidigen, lodernden, sonnenähnlichen Diskussen.

Wort für Wort
paṭṭiśaiḥ parighaiḥ śūlair gadābhiś ca savāsavāḥ | kṣurāntair jvalitaiś cāpi cakrair ādityarūpibhiḥ
mit Paṭṭiśas, Streitkeulen, Spießen und Keulen, samt Vāsava [Indra], sowie mit scharfschneidigen, lodernden, sonnenähnlichen Diskussen.

[Anm.: „Paṭṭiśa“ ist eine Speer-/Lanzenart; „Vāsava“ ein weiteres Epitheton Indras.]

nānāśastravisargaiś ca vadhyamānaḥ samantataḥ | kurvan sutumulaṃ yuddhaṃ pakṣirāṇ na vyakampata

Von den mancherlei ausgesandten Waffen ringsum bekämpft, einen überaus tumultartigen Kampf führend, erzitterte der Vogelkönig nicht.

Wort für Wort
nānāśastravisargaiś ca vadhyamānaḥ samantataḥ | kurvan sutumulaṃ yuddhaṃ pakṣirāṇ na vyakampata
Von den mancherlei ausgesandten Waffen ringsum bekämpft, einen überaus tumultartigen Kampf führend, erzitterte der Vogelkönig nicht.

vinardann iva cākāśe vainateyaḥ pratāpavān | pakṣābhyām urasā caiva samantād vyākṣipat surān

Gleichsam brüllend im Luftraum, der glanzvolle Sohn Vinatās, zerstreute mit Flügeln und Brust die Götter nach allen Seiten.

Wort für Wort
vinardann iva cākāśe vainateyaḥ pratāpavān | pakṣābhyām urasā caiva samantād vyākṣipat surān
Gleichsam brüllend im Luftraum, der glanzvolle Sohn Vinatās, zerstreute mit Flügeln und Brust die Götter nach allen Seiten.

te vikṣiptās tato devāḥ prajagmur garuḍārditāḥ | nakhatuṇḍakṣatāś caiva susruvuḥ śoṇitaṃ bahu

Sie, die Götter, so zerstreut, flohen dann, von Garuḍa gequält; von Krallen und Schnabel verwundet, vergossen sie reichlich Blut.

Wort für Wort
te vikṣiptās tato devāḥ prajagmur garuḍārditāḥ | nakhatuṇḍakṣatāś caiva susruvuḥ śoṇitaṃ bahu
Sie, die Götter, so zerstreut, flohen dann, von Garuḍa gequält; von Krallen und Schnabel verwundet, vergossen sie reichlich Blut.

sādhyāḥ prācīṃ sagandharvā vasavo dakṣiṇāṃ diśam | prajagmuḥ sahitā rudraiḥ patagendrapradharṣitāḥ

Die Sādhyas flohen samt den Gandharvas nach Osten, die Vasus samt den Rudras nach Süden, vom Vogelkönig bedrängt.

Wort für Wort
sādhyāḥ prācīṃ sagandharvā vasavo dakṣiṇāṃ diśam | prajagmuḥ sahitā rudraiḥ patagendrapradharṣitāḥ
Die Sādhyas flohen samt den Gandharvas nach Osten, die Vasus samt den Rudras nach Süden, vom Vogelkönig bedrängt.

diśaṃ pratīcīm ādityā nāsatyā uttarāṃ diśam | muhur muhuḥ prekṣamāṇā yudhyamānā mahaujasam

Die Ādityas flohen nach Westen, die Nāsatyas nach Norden, immer wieder zurückblickend auf den mit großer Kraft Kämpfenden.

Wort für Wort
diśaṃ pratīcīm ādityā nāsatyā uttarāṃ diśam | muhur muhuḥ prekṣamāṇā yudhyamānā mahaujasam
Die Ādityas flohen nach Westen, die Nāsatyas nach Norden, immer wieder zurückblickend auf den mit großer Kraft Kämpfenden.

[Anm.: Die Nāsatyas sind die Aśvin-Zwillinge, die göttlichen Ärzte.]

aśvakrandena vīreṇa reṇukena ca pakṣiṇā | krathanena ca śūreṇa tapanena ca khecaraḥ

Mit dem Helden Aśvakrandana, und mit dem Vogel Reṇuka, mit dem tapferen Krathana, und mit Tapana kämpfte der Himmelswandler,

Wort für Wort
aśvakrandena vīreṇa reṇukena ca pakṣiṇā | krathanena ca śūreṇa tapanena ca khecaraḥ
Mit dem Helden Aśvakrandana, und mit dem Vogel Reṇuka, mit dem tapferen Krathana, und mit Tapana kämpfte der Himmelswandler,

ulūkaśvasanābhyāṃ ca nimeṣeṇa ca pakṣiṇā | prarujena ca saṃyuddhaṃ cakāra pralihena ca

und mit Ulūka und Śvasana, und mit dem Vogel Nimeṣa führte er den Kampf, und mit Praruja und mit Praliha.

Wort für Wort
ulūkaśvasanābhyāṃ ca nimeṣeṇa ca pakṣiṇā | prarujena ca saṃyuddhaṃ cakāra pralihena ca
und mit Ulūka und Śvasana, und mit dem Vogel Nimeṣa führte er den Kampf, und mit Praruja und mit Praliha.

[Anm.: Diese neun – Aśvakrandana, Reṇuka, Krathana, Tapana, Ulūka, Śvasana, Nimeṣa, Praruja, Praliha – sind sonst nicht näher bekannte, namentlich genannte Wächter des Amṛta; der hier genannte Ulūka ist nicht mit dem gleichnamigen Boten Duryodhanas zu verwechseln.]

tān pakṣanakhatuṇḍāgrair abhinad vinatāsutaḥ | yugāntakāle saṃkruddhaḥ pinākīva mahābalaḥ

Diese durchbohrte der Sohn Vinatās mit den Spitzen von Flügel, Kralle und Schnabel, erzürnt wie Pinākin [Śiva] zur Zeit des Weltuntergangs, der überaus Starke.

Wort für Wort
tān pakṣanakhatuṇḍāgrair abhinad vinatāsutaḥ | yugāntakāle saṃkruddhaḥ pinākīva mahābalaḥ
Diese durchbohrte der Sohn Vinatās mit den Spitzen von Flügel, Kralle und Schnabel, erzürnt wie Pinākin [Śiva] zur Zeit des Weltuntergangs, der überaus Starke.

[Anm.: „Pinākin“ („Träger des Bogens Pināka“) ist ein Epitheton Śivas.]

mahāvīryā mahotsāhās tena te bahudhā kṣatāḥ | rejur abhraghanaprakhyā rudhiraughapravarṣiṇaḥ

Sie, von großer Tapferkeit und großem Eifer, von ihm vielfach verwundet, erglänzten wie regenschwere Wolken, Blutströme herabregnend.

Wort für Wort
mahāvīryā mahotsāhās tena te bahudhā kṣatāḥ | rejur abhraghanaprakhyā rudhiraughapravarṣiṇaḥ
Sie, von großer Tapferkeit und großem Eifer, von ihm vielfach verwundet, erglänzten wie regenschwere Wolken, Blutströme herabregnend.

tān kṛtvā patagaśreṣṭhaḥ sarvān utkrāntajīvitān | atikrānto 'mṛtasyārthe sarvato 'gnim apaśyata

Nachdem er all diese ihres Lebens beraubt hatte, zog der Beste der Vögel weiter, um des Amṛta willen, und erblickte allenthalben Feuer,

Wort für Wort
tān kṛtvā patagaśreṣṭhaḥ sarvān utkrāntajīvitān | atikrānto 'mṛtasyārthe sarvato 'gnim apaśyata
Nachdem er all diese ihres Lebens beraubt hatte, zog der Beste der Vögel weiter, um des Amṛta willen, und erblickte allenthalben Feuer,

āvṛṇvānaṃ mahājvālam arcirbhiḥ sarvato 'mbaram | dahantam iva tīkṣṇāṃśuṃ ghoraṃ vāyusamīritam

das mit seinen Flammen den ganzen Himmelsraum bedeckte, gleichsam mit scharfen Strahlen verbrennend, furchtbar, vom Wind angefacht.

Wort für Wort
āvṛṇvānaṃ mahājvālam arcirbhiḥ sarvato 'mbaram | dahantam iva tīkṣṇāṃśuṃ ghoraṃ vāyusamīritam
das mit seinen Flammen den ganzen Himmelsraum bedeckte, gleichsam mit scharfen Strahlen verbrennend, furchtbar, vom Wind angefacht.

tato navatyā navatīr mukhānāṃ kṛtvā tarasvī garuḍo mahātmā | nadīḥ samāpīya mukhais tatas taiḥ suśīghram āgamya punar javena

Da machte der Kraftvolle, Garuḍa, der Hochgesinnte, neunzigmal neunzig Münder, sog mit diesen Mündern die Flüsse auf und kehrte dann sehr rasch mit Geschwindigkeit wieder zurück,

Wort für Wort
tato navatyā navatīr mukhānāṃ kṛtvā tarasvī garuḍo mahātmā | nadīḥ samāpīya mukhais tatas taiḥ suśīghram āgamya punar javena
Da machte der Kraftvolle, Garuḍa, der Hochgesinnte, neunzigmal neunzig Münder, sog mit diesen Mündern die Flüsse auf und kehrte dann sehr rasch mit Geschwindigkeit wieder zurück,

[Anm.: „Neunzigmal neunzig“ (8100) Münder ist hyperbolischer kāvya-Stil zur Darstellung übermenschlicher Kraft.]

jvalantam agniṃ tam amitratāpanaḥ samāstarat patraratho nadībhiḥ | tataḥ pracakre vapur anyad alpaṃ praveṣṭukāmo 'gnim abhipraśāmya

und der Feindeserhitzer, der Federflügel-Wagen, übergoss das lodernde Feuer mit den Flüssen; dann nahm er, nachdem er das Feuer gelöscht hatte, eine andere, kleine Gestalt an, um hineinzuschlüpfen.

Wort für Wort
jvalantam agniṃ tam amitratāpanaḥ samāstarat patraratho nadībhiḥ | tataḥ pracakre vapur anyad alpaṃ praveṣṭukāmo 'gnim abhipraśāmya
und der Feindeserhitzer, der Federflügel-Wagen, übergoss das lodernde Feuer mit den Flüssen; dann nahm er, nachdem er das Feuer gelöscht hatte, eine andere, kleine Gestalt an, um hineinzuschlüpfen.

[Anm.: Adhyāya 28 endet hier gemäß der lokalen Quelldatei, unmittelbar bevor Garuḍa – nun verkleinert – das letzte Hindernis vor dem Amṛta selbst überwindet.]

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