Kapitel 178: Rājavikramaḥ
Die vergeblichen Versuche der Könige
Von Liebe entflammt, erheben sich die versammelten jungen Fürsten nacheinander, um den Bogen zu bespannen. Götter, Gandharvas, Apsaras und himmlische Wesen versammeln sich am Himmel, um zuzuschauen; Balarāma (Halāyudha) und Kṛṣṇa (Keśava/Janārdana) erkennen unter den Zuschauern verkleidet die fünf Pāṇḍavas. Ein König nach dem anderen scheitert kläglich am festen Bogen, bis die gesamte Versammlung der Könige entmutigt und beschämt ist. Da erhebt sich Arjuna (Jiṣṇu), entschlossen, sein Glück zu versuchen.
Vaiśampāyana sprach: ‚Jene geschmückten, mit Ohrringen versehenen Jünglinge, miteinander wetteifernd versammelt, sich selbst der Waffenkunst und Kraft bewusst, erhoben sich alle voller Stolz.'
Vaiśampāyana sprach: ‚Jene geschmückten, mit Ohrringen versehenen Jünglinge, miteinander wetteifernd versammelt, sich selbst der Waffenkunst und Kraft bewusst, erhoben sich alle voller Stolz.'
‚Durch Schönheit, Tapferkeit, edle Abkunft, durch Rechtschaffenheit und durch Jugend von Hochmut erfüllt, vom Rausch der Kraft durchdrungen – wie berauschte Elefantenfürsten vom Himavat.'
‚Durch Schönheit, Tapferkeit, edle Abkunft, durch Rechtschaffenheit und durch Jugend von Hochmut erfüllt, vom Rausch der Kraft durchdrungen – wie berauschte Elefantenfürsten vom Himavat.'
‚Einander wetteifernd betrachtend, von der aus ihrer eigenen Einbildung entstandenen Leidenschaft am ganzen Leib überflutet, sprechend „Kṛṣṇā wird mein sein“, erhoben sie sich jäh von ihren Königssitzen.'
‚Einander wetteifernd betrachtend, von der aus ihrer eigenen Einbildung entstandenen Leidenschaft am ganzen Leib überflutet, sprechend „Kṛṣṇā wird mein sein“, erhoben sie sich jäh von ihren Königssitzen.'
te kṣatriyā raṅgagatāḥ sametā jigīṣamāṇā drupadātmajāṃ tām cakāśire parvatarājakanyām umāṃ yathā devagaṇāḥ sametāḥ
‚Jene Kṣatriyas, auf den Festplatz getreten, versammelt, im Wunsch, die Tochter Drupadas zu gewinnen, erstrahlten, wie die versammelten Götterscharen um Umā, die Tochter des Bergkönigs.'
Wort für Wort
te kṣatriyā raṅgagatāḥ sametā jigīṣamāṇā drupadātmajāṃ tām cakāśire parvatarājakanyām umāṃ yathā devagaṇāḥ sametāḥ
‚Jene Kṣatriyas, auf den Festplatz getreten, versammelt, im Wunsch, die Tochter Drupadas zu gewinnen, erstrahlten, wie die versammelten Götterscharen um Umā, die Tochter des Bergkönigs.'
kandarpabāṇābhinipīḍitāṅgāḥ kṛṣṇāgatais te hṛdayair narendrāḥ raṅgāvatīrṇā drupadātmajārthaṃ dveṣyān hi cakruḥ suhṛdo 'pi tatra
‚Von den Pfeilen des Liebesgottes am Leib gequält, ihr Herz auf Kṛṣṇā gerichtet, auf den Festplatz um der Tochter Drupadas willen herabgestiegen, machten sich die Herrscher der Menschen dort sogar Freunde zu Feinden.'
Wort für Wort
kandarpabāṇābhinipīḍitāṅgāḥ kṛṣṇāgatais te hṛdayair narendrāḥ raṅgāvatīrṇā drupadātmajārthaṃ dveṣyān hi cakruḥ suhṛdo 'pi tatra
‚Von den Pfeilen des Liebesgottes am Leib gequält, ihr Herz auf Kṛṣṇā gerichtet, auf den Festplatz um der Tochter Drupadas willen herabgestiegen, machten sich die Herrscher der Menschen dort sogar Freunde zu Feinden.'
athāyayur devagaṇā vimānai rudrādityā vasavo 'thāśvinau ca sādhyāś ca sarve marutas tathaiva yamaṃ puraskṛtya dhaneśvaraṃ ca
‚Da kamen die Götterscharen auf Luftwagen herbei: die Rudras, die Ādityas, die Vasus, sowie die beiden Aśvins, alle Sādhyas, ebenso die Maruts, mit Yama und dem Herrn der Reichtümer an der Spitze.'
Wort für Wort
athāyayur devagaṇā vimānai rudrādityā vasavo 'thāśvinau ca sādhyāś ca sarve marutas tathaiva yamaṃ puraskṛtya dhaneśvaraṃ ca
‚Da kamen die Götterscharen auf Luftwagen herbei: die Rudras, die Ādityas, die Vasus, sowie die beiden Aśvins, alle Sādhyas, ebenso die Maruts, mit Yama und dem Herrn der Reichtümer an der Spitze.'
daityāḥ suparṇāś ca mahoragāś ca devarṣayo guhyakāś cāraṇāś ca viśvāvasur nāradaparvatau ca gandharvamukhyāś ca sahāpsarobhiḥ
‚Daityas, Suparṇas, große Schlangenwesen, Götter-Ṛṣis, Guhyakas und Cāraṇas, Viśvāvasu, Nārada und Parvata, sowie die Häupter der Gandharvas samt den Apsaras.'
Wort für Wort
daityāḥ suparṇāś ca mahoragāś ca devarṣayo guhyakāś cāraṇāś ca viśvāvasur nāradaparvatau ca gandharvamukhyāś ca sahāpsarobhiḥ
‚Daityas, Suparṇas, große Schlangenwesen, Götter-Ṛṣis, Guhyakas und Cāraṇas, Viśvāvasu, Nārada und Parvata, sowie die Häupter der Gandharvas samt den Apsaras.'
halāyudhas tatra ca keśavaś ca vṛṣṇyandhakāś caiva yathā pradhānāḥ prekṣāṃ sma cakrur yadupuṃgavās te sthitāś ca kṛṣṇasya mate babhūvuḥ
‚Auch Halāyudha und Keśava waren dort, samt den führenden Vṛṣṇis und Andhakas; jene Stiere der Yadus schauten zu und standen dabei, Kṛṣṇas Ansicht folgend.'
Wort für Wort
halāyudhas tatra ca keśavaś ca vṛṣṇyandhakāś caiva yathā pradhānāḥ prekṣāṃ sma cakrur yadupuṃgavās te sthitāś ca kṛṣṇasya mate babhūvuḥ
‚Auch Halāyudha und Keśava waren dort, samt den führenden Vṛṣṇis und Andhakas; jene Stiere der Yadus schauten zu und standen dabei, Kṛṣṇas Ansicht folgend.'
dṛṣṭvā hi tān mattagajendrarūpān pañcābhipadmān iva vāraṇendrān bhasmāvṛtāṅgān iva havyavāhān pārthān pradadhyau sa yadupravīraḥ
‚Denn als er jene fünf, gestaltet wie berauschte Elefantenfürsten, gleich Elefantenkönigen um einen Lotos, wie mit Asche bedeckte Opferfeuer erblickte, sann jener Yadu-Held über die Pārthas nach –'
Wort für Wort
dṛṣṭvā hi tān mattagajendrarūpān pañcābhipadmān iva vāraṇendrān bhasmāvṛtāṅgān iva havyavāhān pārthān pradadhyau sa yadupravīraḥ
‚Denn als er jene fünf, gestaltet wie berauschte Elefantenfürsten, gleich Elefantenkönigen um einen Lotos, wie mit Asche bedeckte Opferfeuer erblickte, sann jener Yadu-Held über die Pārthas nach –'
śaśaṃsa rāmāya yudhiṣṭhiraṃ ca bhīmaṃ ca jiṣṇuṃ ca yamau ca vīrau śanaiḥ śanais tāṃś ca nirīkṣya rāmo janārdanaṃ prītamanā dadarśa
‚– und wies Rāma leise auf Yudhiṣṭhira, Bhīma, Jiṣṇu und die beiden heldenhaften Zwillinge hin; und Rāma, sie nach und nach betrachtend, blickte mit erfreutem Sinn zu Janārdana.'
Wort für Wort
śaśaṃsa rāmāya yudhiṣṭhiraṃ ca bhīmaṃ ca jiṣṇuṃ ca yamau ca vīrau śanaiḥ śanais tāṃś ca nirīkṣya rāmo janārdanaṃ prītamanā dadarśa
‚– und wies Rāma leise auf Yudhiṣṭhira, Bhīma, Jiṣṇu und die beiden heldenhaften Zwillinge hin; und Rāma, sie nach und nach betrachtend, blickte mit erfreutem Sinn zu Janārdana.'
anye tu nānānṛpaputrapautrāḥ kṛṣṇāgatair netramanaḥsvabhāvaiḥ vyāyacchamānā dadṛśur bhramantīṃ saṃdaṣṭadantacchadatāmravaktrāḥ
‚Die anderen Königssöhne und -enkel aber, mit Augen, Sinn und Wesen auf Kṛṣṇā gerichtet, sich anstrengend, betrachteten sie, wie sie sich im Saal bewegte, mit den Lippen zwischen den Zähnen zerbissen, das Antlitz rotgefärbt.'
Wort für Wort
anye tu nānānṛpaputrapautrāḥ kṛṣṇāgatair netramanaḥsvabhāvaiḥ vyāyacchamānā dadṛśur bhramantīṃ saṃdaṣṭadantacchadatāmravaktrāḥ
‚Die anderen Königssöhne und -enkel aber, mit Augen, Sinn und Wesen auf Kṛṣṇā gerichtet, sich anstrengend, betrachteten sie, wie sie sich im Saal bewegte, mit den Lippen zwischen den Zähnen zerbissen, das Antlitz rotgefärbt.'
tathaiva pārthāḥ pṛthubāhavas te vīrau yamau caiva mahānubhāvau tāṃ draupadīṃ prekṣya tadā sma sarve kandarpabāṇābhihatā babhūvuḥ
‚Ebenso wurden jene breitarmigen Pārthas und die beiden heldenhaften, hochherzigen Zwillinge, als sie jene Draupadī erblickten, allesamt von den Pfeilen des Liebesgottes getroffen.'
Wort für Wort
tathaiva pārthāḥ pṛthubāhavas te vīrau yamau caiva mahānubhāvau tāṃ draupadīṃ prekṣya tadā sma sarve kandarpabāṇābhihatā babhūvuḥ
‚Ebenso wurden jene breitarmigen Pārthas und die beiden heldenhaften, hochherzigen Zwillinge, als sie jene Draupadī erblickten, allesamt von den Pfeilen des Liebesgottes getroffen.'
devarṣigandharvasamākulaṃ tat suparṇanāgāsurasiddhajuṣṭam divyena gandhena samākulaṃ ca divyaiś ca mālyair avakīryamāṇam
‚Jener Ort war erfüllt von Göttern, Ṛṣis und Gandharvas, besucht von Suparṇas, Nāgas, Asuras und Siddhas, erfüllt von göttlichem Duft und überschüttet mit göttlichen Blumengirlanden.'
Wort für Wort
devarṣigandharvasamākulaṃ tat suparṇanāgāsurasiddhajuṣṭam divyena gandhena samākulaṃ ca divyaiś ca mālyair avakīryamāṇam
‚Jener Ort war erfüllt von Göttern, Ṛṣis und Gandharvas, besucht von Suparṇas, Nāgas, Asuras und Siddhas, erfüllt von göttlichem Duft und überschüttet mit göttlichen Blumengirlanden.'
mahāsvanair dundubhināditaiś ca babhūva tat saṃkulam antarikṣam vimānasaṃbādham abhūt samantāt saveṇuvīṇāpaṇavānunādam
‚Durch gewaltiges Getön und das Dröhnen der Pauken war jener Luftraum erfüllt, überall gedrängt voll von Luftwagen, widerhallend von Flöte, Laute und Handtrommel.'
Wort für Wort
mahāsvanair dundubhināditaiś ca babhūva tat saṃkulam antarikṣam vimānasaṃbādham abhūt samantāt saveṇuvīṇāpaṇavānunādam
‚Durch gewaltiges Getön und das Dröhnen der Pauken war jener Luftraum erfüllt, überall gedrängt voll von Luftwagen, widerhallend von Flöte, Laute und Handtrommel.'
tatas tu te rājagaṇāḥ krameṇa kṛṣṇānimittaṃ nṛpa vikramantaḥ tat kārmukaṃ saṃhananopapannaṃ sajyaṃ na śekus tarasāpi kartum
‚Darauf vermochten jene Königsscharen der Reihe nach, o König, um Kṛṣṇās willen sich bemühend, jenen fest gebauten Bogen nicht einmal mit Kraftanstrengung zu bespannen.'
Wort für Wort
tatas tu te rājagaṇāḥ krameṇa kṛṣṇānimittaṃ nṛpa vikramantaḥ tat kārmukaṃ saṃhananopapannaṃ sajyaṃ na śekus tarasāpi kartum
‚Darauf vermochten jene Königsscharen der Reihe nach, o König, um Kṛṣṇās willen sich bemühend, jenen fest gebauten Bogen nicht einmal mit Kraftanstrengung zu bespannen.'
‚Jene Herrscher der Menschen, sich bemühend, von dem zurückschnellenden, festen Bogen zurückgerissen, sich windend, auf dem Erdboden liegend, erschienen elend, ihren Mut gebrochen.'
‚Jene Herrscher der Menschen, sich bemühend, von dem zurückschnellenden, festen Bogen zurückgerissen, sich windend, auf dem Erdboden liegend, erschienen elend, ihren Mut gebrochen.'
hāhākṛtaṃ tad dhanuṣā dṛḍhena niṣpiṣṭabhagnāṅgadakuṇḍalaṃ ca kṛṣṇānimittaṃ vinivṛttabhāvaṃ rājñāṃ tadā maṇḍalam ārtam āsīt
‚Ein Wehklagen erhob sich; und mit von dem festen Bogen zerdrückten, zerbrochenen Armreifen und Ohrringen, um Kṛṣṇā willen enttäuscht, war jener Kreis der Könige damals von Schmerz erfüllt.'
Wort für Wort
hāhākṛtaṃ tad dhanuṣā dṛḍhena niṣpiṣṭabhagnāṅgadakuṇḍalaṃ ca kṛṣṇānimittaṃ vinivṛttabhāvaṃ rājñāṃ tadā maṇḍalam ārtam āsīt
‚Ein Wehklagen erhob sich; und mit von dem festen Bogen zerdrückten, zerbrochenen Armreifen und Ohrringen, um Kṛṣṇā willen enttäuscht, war jener Kreis der Könige damals von Schmerz erfüllt.'
tasmiṃs tu saṃbhrāntajane samāje nikṣiptavādeṣu narādhipeṣu kuntīsuto jiṣṇur iyeṣa kartuṃ sajyaṃ dhanus tat saśaraṃ sa vīraḥ
‚Doch in jener verwirrten Menschenmenge, als die Herrscher der Menschen ihr Vorhaben aufgegeben hatten, wünschte der Sohn Kuntīs, Jiṣṇu, jener Held, jenen Bogen samt Pfeil zu bespannen.'
Wort für Wort
tasmiṃs tu saṃbhrāntajane samāje nikṣiptavādeṣu narādhipeṣu kuntīsuto jiṣṇur iyeṣa kartuṃ sajyaṃ dhanus tat saśaraṃ sa vīraḥ
‚Doch in jener verwirrten Menschenmenge, als die Herrscher der Menschen ihr Vorhaben aufgegeben hatten, wünschte der Sohn Kuntīs, Jiṣṇu, jener Held, jenen Bogen samt Pfeil zu bespannen.'