Kapitel 202: Sundopasundopākhyānam (2)
Die Erzählung von Sunda und Upasunda (2) - Die Eroberung der drei Welten
Sunda und Upasunda erobern mit ihrem Dämonenheer nacheinander die Welt Indras, die Yakṣas und Rākṣasas, die Nāgas und alle Meeresvölker. Sie befehlen die Vernichtung aller, die durch Opfer die Kraft der Götter mehren, und verwüsten mit list- und gestaltwandelnder Grausamkeit - als Elefanten, Löwen und Tiger - die Einsiedeleien der Seher, gegen deren Flüche sie durch Brahmās Segen gefeit sind. Die Erde versinkt in Chaos, ohne Opfer, Ackerbau oder Ordnung, und selbst Sonne, Mond und Sterne verzagen angesichts dieses Werks. Schließlich schlagen die siegreichen Dämonen, ohne Rivalen, ihr Lager in Kurukṣetra auf.
Von ihren Freunden und den alten Dämonenratgebern verabschiedet, vollzogen sie nachts, unter dem Maghā-Gestirn, die Aufbruchsriten und brachen dann auf.
Von ihren Freunden und den alten Dämonenratgebern verabschiedet, vollzogen sie nachts, unter dem Maghā-Gestirn, die Aufbruchsriten und brachen dann auf.
Die beiden Dämonen, beide nach Belieben durch die Lüfte fliegend, kampfestrunken, erhoben sich in den Luftraum und zogen zur Wohnstatt der Götter selbst.
Die beiden Dämonen, beide nach Belieben durch die Lüfte fliegend, kampfestrunken, erhoben sich in den Luftraum und zogen zur Wohnstatt der Götter selbst.
tayor āgamanaṃ jñātvā varadānaṃ ca tat prabhoḥ hitvā triviṣṭapaṃ jagmur brahmalokaṃ tataḥ surāḥ
Als sie von deren Ankommen und jener Gewährung des Wunsches durch den Herrn erfuhren, verließen die Götter den Himmel und begaben sich in die Welt Brahmās.
Wort für Wort
tayor āgamanaṃ jñātvā varadānaṃ ca tat prabhoḥ hitvā triviṣṭapaṃ jagmur brahmalokaṃ tataḥ surāḥ
Als sie von deren Ankommen und jener Gewährung des Wunsches durch den Herrn erfuhren, verließen die Götter den Himmel und begaben sich in die Welt Brahmās.
tāv indralokaṃ nirjitya yakṣarakṣogaṇāṃs tathā khecarāṇy api bhūtāni jigyatus tīvravikramau
Nachdem sie die Welt Indras erobert hatten, besiegten die beiden, von furchtbarer Tapferkeit, ebenso die Scharen der Yakṣas und Rākṣasas sowie die luftwandelnden Wesen.
Wort für Wort
tāv indralokaṃ nirjitya yakṣarakṣogaṇāṃs tathā khecarāṇy api bhūtāni jigyatus tīvravikramau
Nachdem sie die Welt Indras erobert hatten, besiegten die beiden, von furchtbarer Tapferkeit, ebenso die Scharen der Yakṣas und Rākṣasas sowie die luftwandelnden Wesen.
Dann begannen die beiden, von schrecklicher Herrschaft, die ganze Erde zu erobern; sie riefen ihre Krieger zusammen und sprachen ein überaus scharfes Wort:
Dann begannen die beiden, von schrecklicher Herrschaft, die ganze Erde zu erobern; sie riefen ihre Krieger zusammen und sprachen ein überaus scharfes Wort:
Die königlichen Weisen mehren durch große Opfer, die Zweimalgeborenen durch Opfergaben an Götter und Ahnen die Kraft, die Macht und den Glanz der Götter.
Die königlichen Weisen mehren durch große Opfer, die Zweimalgeborenen durch Opfergaben an Götter und Ahnen die Kraft, die Macht und den Glanz der Götter.
Nachdem sie so allen Befehl gegeben hatten, fassten sie am östlichen Ufer des großen Meeres einen grausamen Entschluss und zogen nach allen Richtungen aus.
Nachdem sie so allen Befehl gegeben hatten, fassten sie am östlichen Ufer des großen Meeres einen grausamen Entschluss und zogen nach allen Richtungen aus.
yajñair yajante ye ke cid yājayanti ca ye dvijāḥ tān sarvān prasabhaṃ dṛṣṭvā balinau jaghnatus tadā
Alle, die irgendwelche Opfer darbrachten, sowie alle Zweimalgeborenen, die andere Opfer vollziehen ließen - sie alle erschlugen die beiden Starken, sobald sie sie erblickten, mit Gewalt.
Wort für Wort
yajñair yajante ye ke cid yājayanti ca ye dvijāḥ tān sarvān prasabhaṃ dṛṣṭvā balinau jaghnatus tadā
Alle, die irgendwelche Opfer darbrachten, sowie alle Zweimalgeborenen, die andere Opfer vollziehen ließen - sie alle erschlugen die beiden Starken, sobald sie sie erblickten, mit Gewalt.
tapodhanaiś ca ye śāpāḥ kruddhair uktā mahātmabhiḥ nākrāmanti tayos te 'pi varadānena jṛmbhatoḥ
Selbst die Flüche, die von den zornigen, hochherzigen Büßern ausgesprochen wurden, wirkten nicht auf die beiden, da diese durch die Gewährung des Wunsches mächtig geworden waren.
Wort für Wort
tapodhanaiś ca ye śāpāḥ kruddhair uktā mahātmabhiḥ nākrāmanti tayos te 'pi varadānena jṛmbhatoḥ
Selbst die Flüche, die von den zornigen, hochherzigen Büßern ausgesprochen wurden, wirkten nicht auf die beiden, da diese durch die Gewährung des Wunsches mächtig geworden waren.
pṛthivyāṃ ye tapaḥsiddhā dāntāḥ śamaparāyaṇāḥ tayor bhayād dudruvus te vainateyād ivoragāḥ
Alle, die auf Erden durch Askese vollendet, selbstbeherrscht und der Ruhe ergeben waren, flohen aus Furcht vor den beiden, wie Schlangen vor dem Sohn der Vinatā.
Wort für Wort
pṛthivyāṃ ye tapaḥsiddhā dāntāḥ śamaparāyaṇāḥ tayor bhayād dudruvus te vainateyād ivoragāḥ
Alle, die auf Erden durch Askese vollendet, selbstbeherrscht und der Ruhe ergeben waren, flohen aus Furcht vor den beiden, wie Schlangen vor dem Sohn der Vinatā.
rājarṣibhir adṛśyadbhir ṛṣibhiś ca mahāsurau ubhau viniścayaṃ kṛtvā vikurvāte vadhaiṣiṇau
Als königliche Seher und Seher sich unsichtbar machten, fassten die beiden großen Dämonen einen Entschluss und wandelten, nach ihrem Tod trachtend, ihre Gestalt.
Wort für Wort
rājarṣibhir adṛśyadbhir ṛṣibhiś ca mahāsurau ubhau viniścayaṃ kṛtvā vikurvāte vadhaiṣiṇau
Als königliche Seher und Seher sich unsichtbar machten, fassten die beiden großen Dämonen einen Entschluss und wandelten, nach ihrem Tod trachtend, ihre Gestalt.
prabhinnakaraṭau mattau bhūtvā kuñjararūpiṇau saṃlīnān api durgeṣu ninyatur yamasādanam
Sie wurden zu brünstigen, wild triefenden Elefanten und führten selbst die, die sich in unzugänglichen Schlupfwinkeln verborgen hatten, in die Wohnstatt des Yama.
Wort für Wort
prabhinnakaraṭau mattau bhūtvā kuñjararūpiṇau saṃlīnān api durgeṣu ninyatur yamasādanam
Sie wurden zu brünstigen, wild triefenden Elefanten und führten selbst die, die sich in unzugänglichen Schlupfwinkeln verborgen hatten, in die Wohnstatt des Yama.
siṃhau bhūtvā punar vyāghrau punaś cāntarhitāv ubhau tais tair upāyais tau krūrāv ṛṣīn dṛṣṭvā nijaghnatuḥ
Sie wurden zu Löwen, dann zu Tigern, dann wurden sie beide unsichtbar; mit all diesen Mitteln erschlugen die beiden Grausamen die Seher, sobald sie sie erblickten.
Wort für Wort
siṃhau bhūtvā punar vyāghrau punaś cāntarhitāv ubhau tais tair upāyais tau krūrāv ṛṣīn dṛṣṭvā nijaghnatuḥ
Sie wurden zu Löwen, dann zu Tigern, dann wurden sie beide unsichtbar; mit all diesen Mitteln erschlugen die beiden Grausamen die Seher, sobald sie sie erblickten.
Mond und Sonne, die Planeten, die Sterne, die Mondhäuser und die Himmelsbewohner gerieten in Verzagtheit, als sie dieses Werk Sundas und Upasundas sahen.
Mond und Sonne, die Planeten, die Sterne, die Mondhäuser und die Himmelsbewohner gerieten in Verzagtheit, als sie dieses Werk Sundas und Upasundas sahen.