Bhīma trägt die erschöpfte Familie durch einen schreckensvollen Wald bis zu einem großen Banyanbaum, holt Wasser und findet bei seiner Rückkehr Mutter und Brüder erschöpft auf dem bloßen Erdboden eingeschlafen. In einer langen, bewegenden Klage beschreibt er den Kontrast zwischen ihrem einstigen Palastleben und ihrer jetzigen Lage, reflektiert allgemein über den Wert zahlreicher tapferer Verwandter gegenüber der Einsamkeit des Verwandtenlosen, und beklagt die Vertreibung durch Dhṛtarāṣṭra und Duryodhana. Da eine nahe Stadt erkennbar ist, beschließt er, selbst die Nacht über Wache zu halten, damit die anderen ausruhen können.
Vaiśaṃpāyana sprach: Durch dessen rasches Ausschreiten wehte, von der Wucht seiner Schenkel aufgewirbelt, ein Wind, o König, wie zu Beginn der heißen Jahreszeit.
Vaiśaṃpāyana sprach: Durch dessen rasches Ausschreiten wehte, von der Wucht seiner Schenkel aufgewirbelt, ein Wind, o König, wie zu Beginn der heißen Jahreszeit.
Und wiederholt weit entfernte Ufer mit den Armen als Flößen durchquerend, gelangten sie damals verborgen auf ihrem Weg voran, aus Furcht vor dem Sohn Dhṛtarāṣṭras.
Und wiederholt weit entfernte Ufer mit den Armen als Flößen durchquerend, gelangten sie damals verborgen auf ihrem Weg voran, aus Furcht vor dem Sohn Dhṛtarāṣṭras.
āgamaṃs te vanoddeśam alpamūlaphalodakam krūrapakṣimṛgaṃ ghoraṃ sāyāhne bharatarṣabhāḥ
Sie, die Stiere der Bharatas, gelangten am Abend zu einem Waldgebiet mit wenig Wurzeln, Früchten und Wasser, voll grausamer Vögel und Tiere, schrecklich.
Wort für Wort
āgamaṃs te vanoddeśam alpamūlaphalodakam krūrapakṣimṛgaṃ ghoraṃ sāyāhne bharatarṣabhāḥ
Sie, die Stiere der Bharatas, gelangten am Abend zu einem Waldgebiet mit wenig Wurzeln, Früchten und Wasser, voll grausamer Vögel und Tiere, schrecklich.
Schrecklich wurde die Abenddämmerung, furchtbar die Tiere und Vögel; unerleuchtet waren alle Himmelsrichtungen, und Winde wehten, die nicht der Jahreszeit entsprachen.
Schrecklich wurde die Abenddämmerung, furchtbar die Tiere und Vögel; unerleuchtet waren alle Himmelsrichtungen, und Winde wehten, die nicht der Jahreszeit entsprachen.
gavyūtimātrād āgatya tvarito mātaraṃ prati sa suptāṃ mātaraṃ dṛṣṭvā bhrātṝṃś ca vasudhātale bhṛśaṃ duḥkhaparītātmā vilalāpa vṛkodaraḥ
Von einer Gavyūti-Wegstrecke eilends zur Mutter zurückkehrend, sah Vṛkodara die schlafende Mutter und die Brüder auf dem Erdboden liegen und klagte, von Schmerz überwältigten Sinnes, heftig:
Wort für Wort
gavyūtimātrād āgatya tvarito mātaraṃ prati sa suptāṃ mātaraṃ dṛṣṭvā bhrātṝṃś ca vasudhātale bhṛśaṃ duḥkhaparītātmā vilalāpa vṛkodaraḥ
Von einer Gavyūti-Wegstrecke eilends zur Mutter zurückkehrend, sah Vṛkodara die schlafende Mutter und die Brüder auf dem Erdboden liegen und klagte, von Schmerz überwältigten Sinnes, heftig:
‚die Schwiegertochter Vicitravīryas, die Gattin des hochherzigen Pāṇḍu, die stets auf Palastlagern ruhte, von einem Glanz wie das Innere eines weißen Lotos,'
‚die Schwiegertochter Vicitravīryas, die Gattin des hochherzigen Pāṇḍu, die stets auf Palastlagern ruhte, von einem Glanz wie das Innere eines weißen Lotos,'
triṣu lokeṣu yad rājyaṃ dharmavidyo 'rhate nṛpaḥ so 'yaṃ bhūmau pariśrāntaḥ śete prākṛtavat katham
‚Er, der König, der Dharma-Kundige, der die Herrschaft über die drei Welten verdiente – wie liegt er nun erschöpft auf der Erde, wie ein gewöhnlicher Mensch?'
Wort für Wort
triṣu lokeṣu yad rājyaṃ dharmavidyo 'rhate nṛpaḥ so 'yaṃ bhūmau pariśrāntaḥ śete prākṛtavat katham
‚Er, der König, der Dharma-Kundige, der die Herrschaft über die drei Welten verdiente – wie liegt er nun erschöpft auf der Erde, wie ein gewöhnlicher Mensch?'
ayaṃ nīlāmbudaśyāmo nareṣv apratimo bhuvi śete prākṛtavad bhūmāv ato duḥkhataraṃ nu kim
‚Dieser, dunkel wie eine blaue Regenwolke, unter den Männern auf Erden ohnegleichen – er liegt wie ein gewöhnlicher Mensch auf dem Boden; was könnte schmerzlicher sein als dies?'
Wort für Wort
ayaṃ nīlāmbudaśyāmo nareṣv apratimo bhuvi śete prākṛtavad bhūmāv ato duḥkhataraṃ nu kim
‚Dieser, dunkel wie eine blaue Regenwolke, unter den Männern auf Erden ohnegleichen – er liegt wie ein gewöhnlicher Mensch auf dem Boden; was könnte schmerzlicher sein als dies?'
eko vṛkṣo hi yo grāme bhavet parṇaphalānvitaḥ caityo bhavati nirjñātir arcanīyaḥ supūjitaḥ
‚Denn ein einzelner Baum im Dorf, mit Blättern und Früchten versehen, wird, ohne andere seiner Art, zu einem heiligen Caitya-Baum, verehrungswürdig, hochgeachtet.'
Wort für Wort
eko vṛkṣo hi yo grāme bhavet parṇaphalānvitaḥ caityo bhavati nirjñātir arcanīyaḥ supūjitaḥ
‚Denn ein einzelner Baum im Dorf, mit Blättern und Früchten versehen, wird, ohne andere seiner Art, zu einem heiligen Caitya-Baum, verehrungswürdig, hochgeachtet.'
[Anm.: Caitya – ein einzeln stehender, als heilig verehrter Baum (Kultbaum).
‚Davon, vom Feuertod, befreit, haben wir bei diesem Baum Zuflucht gesucht – welche Richtung sollen wir nun einschlagen, wir, die wir in höchste Bedrängnis geraten sind?'
‚Davon, vom Feuertod, befreit, haben wir bei diesem Baum Zuflucht gesucht – welche Richtung sollen wir nun einschlagen, wir, die wir in höchste Bedrängnis geraten sind?'