Quellen der Menschheit

Mahābhārata · Ādiparva

Kapitel 138: Bhīmasya Vilāpaḥ Bhīmas Klage

Bhīma trägt die erschöpfte Familie durch einen schreckensvollen Wald bis zu einem großen Banyanbaum, holt Wasser und findet bei seiner Rückkehr Mutter und Brüder erschöpft auf dem bloßen Erdboden eingeschlafen. In einer langen, bewegenden Klage beschreibt er den Kontrast zwischen ihrem einstigen Palastleben und ihrer jetzigen Lage, reflektiert allgemein über den Wert zahlreicher tapferer Verwandter gegenüber der Einsamkeit des Verwandtenlosen, und beklagt die Vertreibung durch Dhṛtarāṣṭra und Duryodhana. Da eine nahe Stadt erkennbar ist, beschließt er, selbst die Nacht über Wache zu halten, damit die anderen ausruhen können.

vaiśaṃpāyana uvāca tena vikramatā tūrṇam ūruvegasamīritam pravavāv anilo rājañ śuciśukrāgame yathā

Vaiśaṃpāyana sprach: Durch dessen rasches Ausschreiten wehte, von der Wucht seiner Schenkel aufgewirbelt, ein Wind, o König, wie zu Beginn der heißen Jahreszeit.

Wort für Wort
vaiśaṃpāyana uvāca tena vikramatā tūrṇam ūruvegasamīritam pravavāv anilo rājañ śuciśukrāgame yathā
Vaiśaṃpāyana sprach: Durch dessen rasches Ausschreiten wehte, von der Wucht seiner Schenkel aufgewirbelt, ein Wind, o König, wie zu Beginn der heißen Jahreszeit.

sa mṛdnan puṣpitāṃś caiva phalitāṃś ca vanaspatīn ārujan dārugulmāṃś ca pathas tasya samīpajān

Er, blühende und fruchttragende Waldbäume niederdrückend, Holzgestrüpp zerbrechend, das nahe seinem Weg wuchs,

Wort für Wort
sa mṛdnan puṣpitāṃś caiva phalitāṃś ca vanaspatīn ārujan dārugulmāṃś ca pathas tasya samīpajān
Er, blühende und fruchttragende Waldbäume niederdrückend, Holzgestrüpp zerbrechend, das nahe seinem Weg wuchs,

tathā vṛkṣān bhañjamāno jagāmāmitavikramaḥ tasya vegena pāṇḍūnāṃ mūrccheva samajāyata

so, Bäume zerbrechend, schritt er, von unermesslicher Kraft, voran; durch seine Wucht entstand den Pāṇḍus gleichsam ein Schwindel.

Wort für Wort
tathā vṛkṣān bhañjamāno jagāmāmitavikramaḥ tasya vegena pāṇḍūnāṃ mūrccheva samajāyata
so, Bäume zerbrechend, schritt er, von unermesslicher Kraft, voran; durch seine Wucht entstand den Pāṇḍus gleichsam ein Schwindel.

asakṛc cāpi saṃtīrya dūrapāraṃ bhujaplavaiḥ pathi pracchannam āsedur dhārtarāṣṭrabhayāt tadā

Und wiederholt weit entfernte Ufer mit den Armen als Flößen durchquerend, gelangten sie damals verborgen auf ihrem Weg voran, aus Furcht vor dem Sohn Dhṛtarāṣṭras.

Wort für Wort
asakṛc cāpi saṃtīrya dūrapāraṃ bhujaplavaiḥ pathi pracchannam āsedur dhārtarāṣṭrabhayāt tadā
Und wiederholt weit entfernte Ufer mit den Armen als Flößen durchquerend, gelangten sie damals verborgen auf ihrem Weg voran, aus Furcht vor dem Sohn Dhṛtarāṣṭras.

kṛcchreṇa mātaraṃ tv ekāṃ sukumārīṃ yaśasvinīm avahat tatra pṛṣṭhena rodhaḥsu viṣameṣu ca

Mit Mühe trug er dort allein die zarte, ruhmreiche Mutter auf dem Rücken, über Uferböschungen und unebenes Gelände.

Wort für Wort
kṛcchreṇa mātaraṃ tv ekāṃ sukumārīṃ yaśasvinīm avahat tatra pṛṣṭhena rodhaḥsu viṣameṣu ca
Mit Mühe trug er dort allein die zarte, ruhmreiche Mutter auf dem Rücken, über Uferböschungen und unebenes Gelände.

āgamaṃs te vanoddeśam alpamūlaphalodakam krūrapakṣimṛgaṃ ghoraṃ sāyāhne bharatarṣabhāḥ

Sie, die Stiere der Bharatas, gelangten am Abend zu einem Waldgebiet mit wenig Wurzeln, Früchten und Wasser, voll grausamer Vögel und Tiere, schrecklich.

Wort für Wort
āgamaṃs te vanoddeśam alpamūlaphalodakam krūrapakṣimṛgaṃ ghoraṃ sāyāhne bharatarṣabhāḥ
Sie, die Stiere der Bharatas, gelangten am Abend zu einem Waldgebiet mit wenig Wurzeln, Früchten und Wasser, voll grausamer Vögel und Tiere, schrecklich.

ghorā samabhavat saṃdhyā dāruṇā mṛgapakṣiṇaḥ aprakāśā diśaḥ sarvā vātair āsann anārtavaiḥ

Schrecklich wurde die Abenddämmerung, furchtbar die Tiere und Vögel; unerleuchtet waren alle Himmelsrichtungen, und Winde wehten, die nicht der Jahreszeit entsprachen.

Wort für Wort
ghorā samabhavat saṃdhyā dāruṇā mṛgapakṣiṇaḥ aprakāśā diśaḥ sarvā vātair āsann anārtavaiḥ
Schrecklich wurde die Abenddämmerung, furchtbar die Tiere und Vögel; unerleuchtet waren alle Himmelsrichtungen, und Winde wehten, die nicht der Jahreszeit entsprachen.

te śrameṇa ca kauravyās tṛṣṇayā ca prapīḍitāḥ nāśaknuvaṃs tadā gantuṃ nidrayā ca pravṛddhayā

Jene Kauravyas, von Erschöpfung und Durst gequält, vermochten damals nicht weiterzugehen, überwältigt auch von wachsender Schläfrigkeit.

Wort für Wort
te śrameṇa ca kauravyās tṛṣṇayā ca prapīḍitāḥ nāśaknuvaṃs tadā gantuṃ nidrayā ca pravṛddhayā
Jene Kauravyas, von Erschöpfung und Durst gequält, vermochten damals nicht weiterzugehen, überwältigt auch von wachsender Schläfrigkeit.

tato bhīmo vanaṃ ghoraṃ praviśya vijanaṃ mahat nyagrodhaṃ vipulacchāyaṃ ramaṇīyam upādravat

Darauf, in den schrecklichen, menschenleeren, großen Wald eintretend, eilte Bhīma zu einem Banyanbaum mit weitem Schatten, lieblich anzusehen.

Wort für Wort
tato bhīmo vanaṃ ghoraṃ praviśya vijanaṃ mahat nyagrodhaṃ vipulacchāyaṃ ramaṇīyam upādravat
Darauf, in den schrecklichen, menschenleeren, großen Wald eintretend, eilte Bhīma zu einem Banyanbaum mit weitem Schatten, lieblich anzusehen.

tatra nikṣipya tān sarvān uvāca bharatarṣabhaḥ pānīyaṃ mṛgayāmīha viśramadhvam iti prabho

Dort, nachdem er sie alle abgesetzt hatte, sprach der Stier der Bharatas: ‚Ich will hier Wasser suchen; ruht euch aus, o Herr.'

Wort für Wort
tatra nikṣipya tān sarvān uvāca bharatarṣabhaḥ pānīyaṃ mṛgayāmīha viśramadhvam iti prabho
Dort, nachdem er sie alle abgesetzt hatte, sprach der Stier der Bharatas: ‚Ich will hier Wasser suchen; ruht euch aus, o Herr.'

ete ruvanti madhuraṃ sārasā jalacāriṇaḥ dhruvam atra jalasthāyo mahān iti matir mama

‚Diese Kraniche, die im Wasser leben, rufen süß; gewiss ist hier ein großes stehendes Gewässer – das ist meine Meinung.'

Wort für Wort
ete ruvanti madhuraṃ sārasā jalacāriṇaḥ dhruvam atra jalasthāyo mahān iti matir mama
‚Diese Kraniche, die im Wasser leben, rufen süß; gewiss ist hier ein großes stehendes Gewässer – das ist meine Meinung.'

anujñātaḥ sa gaccheti bhrātrā jyeṣṭhena bhārata jagāma tatra yatra sma ruvanti jalacāriṇaḥ

Von seinem ältesten Bruder mit ‚Geh' beauftragt, o Bhārata, ging er dorthin, wo die Wasservögel riefen.

Wort für Wort
anujñātaḥ sa gaccheti bhrātrā jyeṣṭhena bhārata jagāma tatra yatra sma ruvanti jalacāriṇaḥ
Von seinem ältesten Bruder mit ‚Geh' beauftragt, o Bhārata, ging er dorthin, wo die Wasservögel riefen.

sa tatra pītvā pānīyaṃ snātvā ca bharatarṣabha uttarīyeṇa pānīyam ājahāra tadā nṛpa

Dort trank er Wasser und badete, o Stier der Bharatas, und brachte darauf Wasser in seinem oberen Gewand mit, o König.

Wort für Wort
sa tatra pītvā pānīyaṃ snātvā ca bharatarṣabha uttarīyeṇa pānīyam ājahāra tadā nṛpa
Dort trank er Wasser und badete, o Stier der Bharatas, und brachte darauf Wasser in seinem oberen Gewand mit, o König.

gavyūtimātrād āgatya tvarito mātaraṃ prati sa suptāṃ mātaraṃ dṛṣṭvā bhrātṝṃś ca vasudhātale bhṛśaṃ duḥkhaparītātmā vilalāpa vṛkodaraḥ

Von einer Gavyūti-Wegstrecke eilends zur Mutter zurückkehrend, sah Vṛkodara die schlafende Mutter und die Brüder auf dem Erdboden liegen und klagte, von Schmerz überwältigten Sinnes, heftig:

Wort für Wort
gavyūtimātrād āgatya tvarito mātaraṃ prati sa suptāṃ mātaraṃ dṛṣṭvā bhrātṝṃś ca vasudhātale bhṛśaṃ duḥkhaparītātmā vilalāpa vṛkodaraḥ
Von einer Gavyūti-Wegstrecke eilends zur Mutter zurückkehrend, sah Vṛkodara die schlafende Mutter und die Brüder auf dem Erdboden liegen und klagte, von Schmerz überwältigten Sinnes, heftig:

[Anm.: Gavyūti – ein altes Wegmaß (etwa 4-5 km).

śayaneṣu parārdhyeṣu ye purā vāraṇāvate nādhijagmus tadā nidrāṃ te 'dya suptā mahītale

‚Die, die zuvor in Vāraṇāvata auf kostbarsten Lagern kaum zum Schlaf gekommen waren, die liegen heute auf dem Erdboden schlafend.'

Wort für Wort
śayaneṣu parārdhyeṣu ye purā vāraṇāvate nādhijagmus tadā nidrāṃ te 'dya suptā mahītale
‚Die, die zuvor in Vāraṇāvata auf kostbarsten Lagern kaum zum Schlaf gekommen waren, die liegen heute auf dem Erdboden schlafend.'

svasāraṃ vasudevasya śatrusaṃghāvamardinaḥ kuntibhojasutāṃ kuntīṃ sarvalakṣaṇapūjitām

‚Die Schwester des Vasudeva, des Zerschmetterers der Feindesscharen, die Tochter Kuntibhojas, Kuntī, geehrt durch alle guten Merkmale,'

Wort für Wort
svasāraṃ vasudevasya śatrusaṃghāvamardinaḥ kuntibhojasutāṃ kuntīṃ sarvalakṣaṇapūjitām
‚Die Schwester des Vasudeva, des Zerschmetterers der Feindesscharen, die Tochter Kuntibhojas, Kuntī, geehrt durch alle guten Merkmale,'

snuṣāṃ vicitravīryasya bhāryāṃ pāṇḍor mahātmanaḥ prāsādaśayanāṃ nityaṃ puṇḍarīkāntaraprabhām

‚die Schwiegertochter Vicitravīryas, die Gattin des hochherzigen Pāṇḍu, die stets auf Palastlagern ruhte, von einem Glanz wie das Innere eines weißen Lotos,'

Wort für Wort
snuṣāṃ vicitravīryasya bhāryāṃ pāṇḍor mahātmanaḥ prāsādaśayanāṃ nityaṃ puṇḍarīkāntaraprabhām
‚die Schwiegertochter Vicitravīryas, die Gattin des hochherzigen Pāṇḍu, die stets auf Palastlagern ruhte, von einem Glanz wie das Innere eines weißen Lotos,'

sukumāratarāṃ strīṇāṃ mahārhaśayanocitām śayānāṃ paśyatādyeha pṛthivyām atathocitām

‚die zarteste unter den Frauen, kostbarster Lager würdig – seht sie heute hier auf der Erde liegen, wie es ihr nicht ansteht.'

Wort für Wort
sukumāratarāṃ strīṇāṃ mahārhaśayanocitām śayānāṃ paśyatādyeha pṛthivyām atathocitām
‚die zarteste unter den Frauen, kostbarster Lager würdig – seht sie heute hier auf der Erde liegen, wie es ihr nicht ansteht.'

dharmād indrāc ca vāyoś ca suṣuve yā sutān imān seyaṃ bhūmau pariśrāntā śete hy adyātathocitā

‚Sie, die von Dharma, Indra und Vāyu diese Söhne geboren hat – eben sie liegt heute erschöpft auf der Erde, wie es ihr nicht ansteht.'

Wort für Wort
dharmād indrāc ca vāyoś ca suṣuve yā sutān imān seyaṃ bhūmau pariśrāntā śete hy adyātathocitā
‚Sie, die von Dharma, Indra und Vāyu diese Söhne geboren hat – eben sie liegt heute erschöpft auf der Erde, wie es ihr nicht ansteht.'

kiṃ nu duḥkhataraṃ śakyaṃ mayā draṣṭum ataḥ param yo 'ham adya naravyāghrān suptān paśyāmi bhūtale

‚Was könnte für mich noch schmerzlicher zu sehen sein als dies, da ich heute die tigergleichen Männer schlafend auf dem Erdboden sehe?'

Wort für Wort
kiṃ nu duḥkhataraṃ śakyaṃ mayā draṣṭum ataḥ param yo 'ham adya naravyāghrān suptān paśyāmi bhūtale
‚Was könnte für mich noch schmerzlicher zu sehen sein als dies, da ich heute die tigergleichen Männer schlafend auf dem Erdboden sehe?'

triṣu lokeṣu yad rājyaṃ dharmavidyo 'rhate nṛpaḥ so 'yaṃ bhūmau pariśrāntaḥ śete prākṛtavat katham

‚Er, der König, der Dharma-Kundige, der die Herrschaft über die drei Welten verdiente – wie liegt er nun erschöpft auf der Erde, wie ein gewöhnlicher Mensch?'

Wort für Wort
triṣu lokeṣu yad rājyaṃ dharmavidyo 'rhate nṛpaḥ so 'yaṃ bhūmau pariśrāntaḥ śete prākṛtavat katham
‚Er, der König, der Dharma-Kundige, der die Herrschaft über die drei Welten verdiente – wie liegt er nun erschöpft auf der Erde, wie ein gewöhnlicher Mensch?'

ayaṃ nīlāmbudaśyāmo nareṣv apratimo bhuvi śete prākṛtavad bhūmāv ato duḥkhataraṃ nu kim

‚Dieser, dunkel wie eine blaue Regenwolke, unter den Männern auf Erden ohnegleichen – er liegt wie ein gewöhnlicher Mensch auf dem Boden; was könnte schmerzlicher sein als dies?'

Wort für Wort
ayaṃ nīlāmbudaśyāmo nareṣv apratimo bhuvi śete prākṛtavad bhūmāv ato duḥkhataraṃ nu kim
‚Dieser, dunkel wie eine blaue Regenwolke, unter den Männern auf Erden ohnegleichen – er liegt wie ein gewöhnlicher Mensch auf dem Boden; was könnte schmerzlicher sein als dies?'

aśvināv iva devānāṃ yāv imau rūpasaṃpadā tau prākṛtavad adyemau prasuptau dharaṇītale

‚Diese beiden, die an Schönheit den Aśvins unter den Göttern gleichen, liegen heute wie gewöhnliche Menschen auf dem Erdboden schlafend.'

Wort für Wort
aśvināv iva devānāṃ yāv imau rūpasaṃpadā tau prākṛtavad adyemau prasuptau dharaṇītale
‚Diese beiden, die an Schönheit den Aśvins unter den Göttern gleichen, liegen heute wie gewöhnliche Menschen auf dem Erdboden schlafend.'

jñātayo yasya naiva syur viṣamāḥ kulapāṃsanāḥ sa jīvet susukhaṃ loke grāme druma ivaikajaḥ

‚Wer keine feindseligen, das Geschlecht schändenden Verwandten hat, der lebt glücklich in der Welt, wie ein einzeln stehender Baum im Dorf.'

Wort für Wort
jñātayo yasya naiva syur viṣamāḥ kulapāṃsanāḥ sa jīvet susukhaṃ loke grāme druma ivaikajaḥ
‚Wer keine feindseligen, das Geschlecht schändenden Verwandten hat, der lebt glücklich in der Welt, wie ein einzeln stehender Baum im Dorf.'

eko vṛkṣo hi yo grāme bhavet parṇaphalānvitaḥ caityo bhavati nirjñātir arcanīyaḥ supūjitaḥ

‚Denn ein einzelner Baum im Dorf, mit Blättern und Früchten versehen, wird, ohne andere seiner Art, zu einem heiligen Caitya-Baum, verehrungswürdig, hochgeachtet.'

Wort für Wort
eko vṛkṣo hi yo grāme bhavet parṇaphalānvitaḥ caityo bhavati nirjñātir arcanīyaḥ supūjitaḥ
‚Denn ein einzelner Baum im Dorf, mit Blättern und Früchten versehen, wird, ohne andere seiner Art, zu einem heiligen Caitya-Baum, verehrungswürdig, hochgeachtet.'

[Anm.: Caitya – ein einzeln stehender, als heilig verehrter Baum (Kultbaum).

yeṣāṃ ca bahavaḥ śūrā jñātayo dharmasaṃśritāḥ te jīvanti sukhaṃ loke bhavanti ca nirāmayāḥ

‚Wer aber viele tapfere, dem Dharma ergebene Verwandte hat, der lebt glücklich in der Welt und bleibt frei von Leid.'

Wort für Wort
yeṣāṃ ca bahavaḥ śūrā jñātayo dharmasaṃśritāḥ te jīvanti sukhaṃ loke bhavanti ca nirāmayāḥ
‚Wer aber viele tapfere, dem Dharma ergebene Verwandte hat, der lebt glücklich in der Welt und bleibt frei von Leid.'

balavantaḥ samṛddhārthā mitrabāndhavanandanāḥ jīvanty anyonyam āśritya drumāḥ kānanajā iva

‚Mächtig, mit gedeihlichem Besitz, die Freude von Freunden und Verwandten – so leben sie, aufeinander gestützt, wie Bäume, die im Wald wachsen.'

Wort für Wort
balavantaḥ samṛddhārthā mitrabāndhavanandanāḥ jīvanty anyonyam āśritya drumāḥ kānanajā iva
‚Mächtig, mit gedeihlichem Besitz, die Freude von Freunden und Verwandten – so leben sie, aufeinander gestützt, wie Bäume, die im Wald wachsen.'

vayaṃ tu dhṛtarāṣṭreṇa saputreṇa durātmanā vivāsitā na dagdhāś ca kathaṃ cit tasya śāsanāt

‚Wir aber wurden von Dhṛtarāṣṭra samt seinem Sohn, dem Bösgesinnten, vertrieben und sind, seinem Befehl gemäß, nur mit Mühe nicht verbrannt worden.'

Wort für Wort
vayaṃ tu dhṛtarāṣṭreṇa saputreṇa durātmanā vivāsitā na dagdhāś ca kathaṃ cit tasya śāsanāt
‚Wir aber wurden von Dhṛtarāṣṭra samt seinem Sohn, dem Bösgesinnten, vertrieben und sind, seinem Befehl gemäß, nur mit Mühe nicht verbrannt worden.'

tasmān muktā vayaṃ dāhād imaṃ vṛkṣam upāśritāḥ kāṃ diśaṃ pratipatsyāmaḥ prāptāḥ kleśam anuttamam

‚Davon, vom Feuertod, befreit, haben wir bei diesem Baum Zuflucht gesucht – welche Richtung sollen wir nun einschlagen, wir, die wir in höchste Bedrängnis geraten sind?'

Wort für Wort
tasmān muktā vayaṃ dāhād imaṃ vṛkṣam upāśritāḥ kāṃ diśaṃ pratipatsyāmaḥ prāptāḥ kleśam anuttamam
‚Davon, vom Feuertod, befreit, haben wir bei diesem Baum Zuflucht gesucht – welche Richtung sollen wir nun einschlagen, wir, die wir in höchste Bedrängnis geraten sind?'

nātidūre ca nagaraṃ vanād asmād dhi lakṣaye jāgartavye svapantīme hanta jāgarmy ahaṃ svayam

‚Und nicht allzu weit von diesem Wald erblicke ich eine Stadt; während sie, die eigentlich wachen sollten, schlafen, wache, ach, ich selbst.'

Wort für Wort
nātidūre ca nagaraṃ vanād asmād dhi lakṣaye jāgartavye svapantīme hanta jāgarmy ahaṃ svayam
‚Und nicht allzu weit von diesem Wald erblicke ich eine Stadt; während sie, die eigentlich wachen sollten, schlafen, wache, ach, ich selbst.'

pāsyantīme jalaṃ paścāt pratibuddhāḥ jitaklamāḥ iti bhīmo vyavasyaiva jajāgāra svayaṃ tadā

‚Sie werden später, erwacht, die Müdigkeit überwunden, das Wasser trinken' – so beschloss Bhīma und wachte selbst darüber.

Wort für Wort
pāsyantīme jalaṃ paścāt pratibuddhāḥ jitaklamāḥ iti bhīmo vyavasyaiva jajāgāra svayaṃ tadā
‚Sie werden später, erwacht, die Müdigkeit überwunden, das Wasser trinken' – so beschloss Bhīma und wachte selbst darüber.

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