Quellen der Menschheit

Mahābhārata · Ādiparva

Kapitel 69: Śakuntalopākhyānam (5) Die Erzählung von Śakuntalā (5): Die Ākāśavāṇī und Bharatas Krönung

Śakuntalā weist Duḥṣanta in einer großen Lehrrede über Wahrheit, Sohnespflicht und die Folgen der Sohnesverleugnung zurecht und kündigt an, ihr Sohn werde auch ohne ihn die Erde beherrschen. Eine körperlose Himmelsstimme (Ākāśavāṇī) bestätigt öffentlich, dass der Knabe Duḥṣantas Sohn ist, und gibt ihm den Namen »Bharata« (»der zu Ernährende«) - Ursprung des Namens der Bhārata-Dynastie. Duḥṣanta erklärt sein vorheriges Leugnen als taktische Vorsichtsmaßnahme zur öffentlichen Reinwaschung, nimmt Sohn und Gattin ehrenvoll an, krönt Bharata zum Kronprinzen. Bharata wird zum Cakravartin, vollzieht das Govitata-Pferdeopfer unter Kaṇvas Leitung, und wird zum Namensgeber der Bhārata-Dynastie.

śakuntalovāca rājan sarṣapamātrāṇi paracchidrāṇi paśyasi ātmano bilvamātrāṇi paśyann api na paśyasi

Śakuntalā sprach: »O König, die Fehler anderer siehst du, so klein wie Senfkörner, doch deine eigenen, obwohl so groß wie Bilva-Früchte, siehst du nicht, obwohl du sie siehst.

Wort für Wort
śakuntalovāca rājan sarṣapamātrāṇi paracchidrāṇi paśyasi ātmano bilvamātrāṇi paśyann api na paśyasi
Śakuntalā sprach: »O König, die Fehler anderer siehst du, so klein wie Senfkörner, doch deine eigenen, obwohl so groß wie Bilva-Früchte, siehst du nicht, obwohl du sie siehst.

menakā tridaśeṣv eva tridaśāś cānu menakām mamaivodricyate janma duḥṣanta tava janmataḥ

Menakā weilt unter den Dreißig Göttern selbst, und die Dreißig folgen Menakā nach - meine Geburt übertrifft somit, Duḥṣanta, die deine.

Wort für Wort
menakā tridaśeṣv eva tridaśāś cānu menakām mamaivodricyate janma duḥṣanta tava janmataḥ
Menakā weilt unter den Dreißig Göttern selbst, und die Dreißig folgen Menakā nach - meine Geburt übertrifft somit, Duḥṣanta, die deine.

kṣitāv aṭasi rājaṃs tvam antarikṣe carāmy aham āvayor antaraṃ paśya merusarṣapayor iva

Auf der Erde wandelst du, o König, ich aber wandle im Luftraum - sieh den Unterschied zwischen uns beiden, wie zwischen dem Berg Meru und einem Senfkorn.

Wort für Wort
kṣitāv aṭasi rājaṃs tvam antarikṣe carāmy aham āvayor antaraṃ paśya merusarṣapayor iva
Auf der Erde wandelst du, o König, ich aber wandle im Luftraum - sieh den Unterschied zwischen uns beiden, wie zwischen dem Berg Meru und einem Senfkorn.

mahendrasya kuberasya yamasya varuṇasya ca bhavanāny anusaṃyāmi prabhāvaṃ paśya me nṛpa

Zu den Palästen des großen Indra, Kuberas, Yamas und Varuṇas gehe ich; sieh meine Macht, o König!

Wort für Wort
mahendrasya kuberasya yamasya varuṇasya ca bhavanāny anusaṃyāmi prabhāvaṃ paśya me nṛpa
Zu den Palästen des großen Indra, Kuberas, Yamas und Varuṇas gehe ich; sieh meine Macht, o König!

satyaś cāpi pravādo 'yaṃ yaṃ pravakṣyāmi te 'nagha nidarśanārthaṃ na dveṣāt tac chrutvā kṣantum arhasi

Und wahr ist auch dieses Sprichwort, das ich dir sagen will, du Makelloser - zur Belehrung, nicht aus Hass; das sollst du hören und mir verzeihen.

Wort für Wort
satyaś cāpi pravādo 'yaṃ yaṃ pravakṣyāmi te 'nagha nidarśanārthaṃ na dveṣāt tac chrutvā kṣantum arhasi
Und wahr ist auch dieses Sprichwort, das ich dir sagen will, du Makelloser - zur Belehrung, nicht aus Hass; das sollst du hören und mir verzeihen.

virūpo yāvad ādarśe nātmanaḥ paśyate mukham manyate tāvad ātmānam anyebhyo rūpavattaram

Solange ein Hässlicher sein eigenes Gesicht nicht im Spiegel sieht, so lange hält er sich für schöner als andere.

Wort für Wort
virūpo yāvad ādarśe nātmanaḥ paśyate mukham manyate tāvad ātmānam anyebhyo rūpavattaram
Solange ein Hässlicher sein eigenes Gesicht nicht im Spiegel sieht, so lange hält er sich für schöner als andere.

yadā tu mukham ādarśe vikṛtaṃ so 'bhivīkṣate tadetaraṃ vijānāti ātmānaṃ netaraṃ janam

Wenn er aber sein entstelltes Gesicht im Spiegel erblickt, dann erst erkennt er den Unterschied zwischen sich und den anderen.

Wort für Wort
yadā tu mukham ādarśe vikṛtaṃ so 'bhivīkṣate tadetaraṃ vijānāti ātmānaṃ netaraṃ janam
Wenn er aber sein entstelltes Gesicht im Spiegel erblickt, dann erst erkennt er den Unterschied zwischen sich und den anderen.

atīva rūpasaṃpanno na kiṃ cid avamanyate atīva jalpan durvāco bhavatīha viheṭhakaḥ

Ein überaus Schöner verachtet nichts; ein überaus Geschwätziger, Übelredender wird hier zum Quälgeist.

Wort für Wort
atīva rūpasaṃpanno na kiṃ cid avamanyate atīva jalpan durvāco bhavatīha viheṭhakaḥ
Ein überaus Schöner verachtet nichts; ein überaus Geschwätziger, Übelredender wird hier zum Quälgeist.

mūrkho hi jalpatāṃ puṃsāṃ śrutvā vācaḥ śubhāśubhāḥ aśubhaṃ vākyam ādatte purīṣam iva sūkaraḥ

Denn der Tor, der die guten und schlechten Worte der Redenden hört, nimmt das schlechte Wort auf, wie das Schwein den Kot.

Wort für Wort
mūrkho hi jalpatāṃ puṃsāṃ śrutvā vācaḥ śubhāśubhāḥ aśubhaṃ vākyam ādatte purīṣam iva sūkaraḥ
Denn der Tor, der die guten und schlechten Worte der Redenden hört, nimmt das schlechte Wort auf, wie das Schwein den Kot.

prājñas tu jalpatāṃ puṃsāṃ śrutvā vācaḥ śubhāśubhāḥ guṇavad vākyam ādatte haṃsaḥ kṣīram ivāmbhasaḥ

Der Weise aber, der die guten und schlechten Worte der Redenden hört, nimmt das tugendhafte Wort auf, wie der Schwan die Milch aus dem Wasser.

Wort für Wort
prājñas tu jalpatāṃ puṃsāṃ śrutvā vācaḥ śubhāśubhāḥ guṇavad vākyam ādatte haṃsaḥ kṣīram ivāmbhasaḥ
Der Weise aber, der die guten und schlechten Worte der Redenden hört, nimmt das tugendhafte Wort auf, wie der Schwan die Milch aus dem Wasser.

[Anm.: das Bild vom Schwan, der Milch vom Wasser trennt, ist ein feststehendes Motiv der Sanskrit-Dichtung für Unterscheidungsvermögen (viveka).

anyān parivadan sādhur yathā hi paritapyate tathā parivadann anyāṃs tuṣṭo bhavati durjanaḥ

Wie ein Guter leidet, wenn er andere schmäht, so freut sich ein Übler, wenn er andere schmäht.

Wort für Wort
anyān parivadan sādhur yathā hi paritapyate tathā parivadann anyāṃs tuṣṭo bhavati durjanaḥ
Wie ein Guter leidet, wenn er andere schmäht, so freut sich ein Übler, wenn er andere schmäht.

abhivādya yathā vṛddhān santo gacchanti nirvṛtim evaṃ sajjanam ākruśya mūrkho bhavati nirvṛtaḥ

Wie die Guten Zufriedenheit finden, indem sie die Alten grüßen, so findet der Tor Zufriedenheit, indem er einen Guten schmäht.

Wort für Wort
abhivādya yathā vṛddhān santo gacchanti nirvṛtim evaṃ sajjanam ākruśya mūrkho bhavati nirvṛtaḥ
Wie die Guten Zufriedenheit finden, indem sie die Alten grüßen, so findet der Tor Zufriedenheit, indem er einen Guten schmäht.

sukhaṃ jīvanty adoṣajñā mūrkhā doṣānudarśinaḥ yatra vācyāḥ paraiḥ santaḥ parān āhus tathāvidhān

Glücklich leben die Toren, die ihre eigenen Fehler nicht kennen und nur Fehler bei anderen sehen; wo die Guten von anderen getadelt werden, da nennen die Guten jene ebenso fehlerhaft.

Wort für Wort
sukhaṃ jīvanty adoṣajñā mūrkhā doṣānudarśinaḥ yatra vācyāḥ paraiḥ santaḥ parān āhus tathāvidhān
Glücklich leben die Toren, die ihre eigenen Fehler nicht kennen und nur Fehler bei anderen sehen; wo die Guten von anderen getadelt werden, da nennen die Guten jene ebenso fehlerhaft.

ato hāsyataraṃ loke kiṃ cid anyan na vidyate yatra durjana ity āha durjanaḥ sajjanaṃ svayam

Nichts Lächerlicheres gibt es in der Welt als dies, wenn ein Übler selbst einen Guten ›übel‹ nennt.

Wort für Wort
ato hāsyataraṃ loke kiṃ cid anyan na vidyate yatra durjana ity āha durjanaḥ sajjanaṃ svayam
Nichts Lächerlicheres gibt es in der Welt als dies, wenn ein Übler selbst einen Guten ›übel‹ nennt.

satyadharmacyutāt puṃsaḥ kruddhād āśīviṣād iva anāstiko 'py udvijate janaḥ kiṃ punar āstikaḥ

Vor einem Menschen, der von Wahrheit und Dharma abgefallen ist, erschrickt man wie vor einer zornigen, giftigen Schlange - selbst ein Ungläubiger erschrickt, wie viel mehr ein Gläubiger!

Wort für Wort
satyadharmacyutāt puṃsaḥ kruddhād āśīviṣād iva anāstiko 'py udvijate janaḥ kiṃ punar āstikaḥ
Vor einem Menschen, der von Wahrheit und Dharma abgefallen ist, erschrickt man wie vor einer zornigen, giftigen Schlange - selbst ein Ungläubiger erschrickt, wie viel mehr ein Gläubiger!

svayam utpādya vai putraṃ sadṛśaṃ yo 'vamanyate tasya devāḥ śriyaṃ ghnanti na ca lokān upāśnute

Wer seinen eigenen, ihm ähnlichen Sohn, den er selbst gezeugt hat, verachtet, dessen Wohlstand vernichten die Götter, und er erlangt keine himmlischen Welten.

Wort für Wort
svayam utpādya vai putraṃ sadṛśaṃ yo 'vamanyate tasya devāḥ śriyaṃ ghnanti na ca lokān upāśnute
Wer seinen eigenen, ihm ähnlichen Sohn, den er selbst gezeugt hat, verachtet, dessen Wohlstand vernichten die Götter, und er erlangt keine himmlischen Welten.

kulavaṃśapratiṣṭhāṃ hi pitaraḥ putram abruvan uttamaṃ sarvadharmāṇāṃ tasmāt putraṃ na saṃtyajet

Denn die Väter nannten den Sohn die Grundlage von Geschlecht und Stamm, den höchsten aller Dharmas; darum soll man den Sohn nicht verstoßen.

Wort für Wort
kulavaṃśapratiṣṭhāṃ hi pitaraḥ putram abruvan uttamaṃ sarvadharmāṇāṃ tasmāt putraṃ na saṃtyajet
Denn die Väter nannten den Sohn die Grundlage von Geschlecht und Stamm, den höchsten aller Dharmas; darum soll man den Sohn nicht verstoßen.

svapatnīprabhavān pañca labdhān krītān vivardhitān kṛtān anyāsu cotpannān putrān vai manur abravīt

Fünf Arten von Söhnen nannte Manu: den aus der eigenen Gattin geborenen, den erworbenen, den gekauften, den aufgezogenen, den adoptierten, sowie den mit einer anderen Frau gezeugten.

Wort für Wort
svapatnīprabhavān pañca labdhān krītān vivardhitān kṛtān anyāsu cotpannān putrān vai manur abravīt
Fünf Arten von Söhnen nannte Manu: den aus der eigenen Gattin geborenen, den erworbenen, den gekauften, den aufgezogenen, den adoptierten, sowie den mit einer anderen Frau gezeugten.

[Anm.: Der Vers zählt eigentlich sechs Kategorien auf (der Sanskrit-Text selbst spricht von »pañca«, »fünf«) - eine bekannte Unstimmigkeit zwischen Zahlwort und Aufzählung in der Dharma-Literatur.

dharmakīrtyāvahā nṝṇāṃ manasaḥ prītivardhanāḥ trāyante narakāj jātāḥ putrā dharmaplavāḥ pitṝn

Söhne bringen den Männern Ruhm und Dharma, mehren die Freude des Geistes; als Boote des Dharma erretten die geborenen Söhne die Väter vor der Hölle.

Wort für Wort
dharmakīrtyāvahā nṝṇāṃ manasaḥ prītivardhanāḥ trāyante narakāj jātāḥ putrā dharmaplavāḥ pitṝn
Söhne bringen den Männern Ruhm und Dharma, mehren die Freude des Geistes; als Boote des Dharma erretten die geborenen Söhne die Väter vor der Hölle.

sa tvaṃ nṛpatiśārdūla na putraṃ tyaktum arhasi ātmānaṃ satyadharmau ca pālayāno mahīpate narendrasiṃha kapaṭaṃ na voḍhuṃ tvam ihārhasi

So sollst auch du, o Tiger unter den Königen, den Sohn nicht verstoßen; bewahre dich selbst und Wahrheit und Dharma, o Herrscher der Erde - o Löwe unter den Königen, Falschheit ziemt sich hier für dich nicht.

Wort für Wort
sa tvaṃ nṛpatiśārdūla na putraṃ tyaktum arhasi ātmānaṃ satyadharmau ca pālayāno mahīpate narendrasiṃha kapaṭaṃ na voḍhuṃ tvam ihārhasi
So sollst auch du, o Tiger unter den Königen, den Sohn nicht verstoßen; bewahre dich selbst und Wahrheit und Dharma, o Herrscher der Erde - o Löwe unter den Königen, Falschheit ziemt sich hier für dich nicht.

varaṃ kūpaśatād vāpī varaṃ vāpīśatāt kratuḥ varaṃ kratuśatāt putraḥ satyaṃ putraśatād varam

Besser als hundert Brunnen ist ein Teich, besser als hundert Teiche ein Opfer, besser als hundert Opfer ein Sohn, besser als hundert Söhne die Wahrheit.

Wort für Wort
varaṃ kūpaśatād vāpī varaṃ vāpīśatāt kratuḥ varaṃ kratuśatāt putraḥ satyaṃ putraśatād varam
Besser als hundert Brunnen ist ein Teich, besser als hundert Teiche ein Opfer, besser als hundert Opfer ein Sohn, besser als hundert Söhne die Wahrheit.

aśvamedhasahasraṃ ca satyaṃ ca tulayā dhṛtam aśvamedhasahasrād dhi satyam eva viśiṣyate

Und tausend Aśvamedha-Opfer und die Wahrheit, auf einer Waage gewogen - die Wahrheit übertrifft sogar tausend Aśvamedha-Opfer.

Wort für Wort
aśvamedhasahasraṃ ca satyaṃ ca tulayā dhṛtam aśvamedhasahasrād dhi satyam eva viśiṣyate
Und tausend Aśvamedha-Opfer und die Wahrheit, auf einer Waage gewogen - die Wahrheit übertrifft sogar tausend Aśvamedha-Opfer.

sarvavedādhigamanaṃ sarvatīrthāvagāhanam satyaṃ ca vadato rājan samaṃ vā syān na vā samam

Das Studium aller Veden und das Baden an allen Pilgerstätten - sie mögen dem, der die Wahrheit spricht, gleichkommen, o König, oder auch nicht gleichkommen.

Wort für Wort
sarvavedādhigamanaṃ sarvatīrthāvagāhanam satyaṃ ca vadato rājan samaṃ vā syān na vā samam
Das Studium aller Veden und das Baden an allen Pilgerstätten - sie mögen dem, der die Wahrheit spricht, gleichkommen, o König, oder auch nicht gleichkommen.

nāsti satyāt paro dharmo na satyād vidyate param na hi tīvrataraṃ kiṃ cid anṛtād iha vidyate

Es gibt keinen höheren Dharma als die Wahrheit, nichts Höheres als die Wahrheit; nichts ist hier schlimmer als die Unwahrheit.

Wort für Wort
nāsti satyāt paro dharmo na satyād vidyate param na hi tīvrataraṃ kiṃ cid anṛtād iha vidyate
Es gibt keinen höheren Dharma als die Wahrheit, nichts Höheres als die Wahrheit; nichts ist hier schlimmer als die Unwahrheit.

rājan satyaṃ paraṃ brahma satyaṃ ca samayaḥ paraḥ mā tyākṣīḥ samayaṃ rājan satyaṃ saṃgatam astu te

O König, die Wahrheit ist das höchste Brahman, die Wahrheit ist die höchste Verpflichtung; verlass nicht die Vereinbarung, o König - die Wahrheit sei mit dir verbunden!

Wort für Wort
rājan satyaṃ paraṃ brahma satyaṃ ca samayaḥ paraḥ mā tyākṣīḥ samayaṃ rājan satyaṃ saṃgatam astu te
O König, die Wahrheit ist das höchste Brahman, die Wahrheit ist die höchste Verpflichtung; verlass nicht die Vereinbarung, o König - die Wahrheit sei mit dir verbunden!

anṛte cet prasaṅgas te śraddadhāsi na cet svayam ātmano hanta gacchāmi tvādṛśe nāsti saṃgatam

Wenn du an der Unwahrheit festhältst und mir selbst nicht glaubst, so gehe ich fort, wehe - zu einem wie dir gibt es keine Verbindung mehr.

Wort für Wort
anṛte cet prasaṅgas te śraddadhāsi na cet svayam ātmano hanta gacchāmi tvādṛśe nāsti saṃgatam
Wenn du an der Unwahrheit festhältst und mir selbst nicht glaubst, so gehe ich fort, wehe - zu einem wie dir gibt es keine Verbindung mehr.

ṛte 'pi tvayi duḥṣanta śailarājāvataṃsakām caturantām imām urvīṃ putro me pālayiṣyati

Auch ohne dich, Duḥṣanta, wird mein Sohn diese vom Herrscher der Berge bekränzte, viergrenzige Erde beherrschen.«

Wort für Wort
ṛte 'pi tvayi duḥṣanta śailarājāvataṃsakām caturantām imām urvīṃ putro me pālayiṣyati
Auch ohne dich, Duḥṣanta, wird mein Sohn diese vom Herrscher der Berge bekränzte, viergrenzige Erde beherrschen.«

vaiśaṃpāyana uvāca etāvad uktvā vacanaṃ prātiṣṭhata śakuntalā athāntarikṣe duḥṣantaṃ vāg uvācāśarīriṇī ṛtvikpurohitācāryair mantribhiś cāvṛtaṃ tadā

Vaiśaṃpāyana sprach: »Nachdem sie diese Worte gesprochen hatte, machte sich Śakuntalā auf den Weg. Da sprach im Luftraum eine körperlose Stimme zu Duḥṣanta, umgeben von den Opferpriestern, Hauspriestern, Lehrern und Ministern:

Wort für Wort
vaiśaṃpāyana uvāca etāvad uktvā vacanaṃ prātiṣṭhata śakuntalā athāntarikṣe duḥṣantaṃ vāg uvācāśarīriṇī ṛtvikpurohitācāryair mantribhiś cāvṛtaṃ tadā
Vaiśaṃpāyana sprach: »Nachdem sie diese Worte gesprochen hatte, machte sich Śakuntalā auf den Weg. Da sprach im Luftraum eine körperlose Stimme zu Duḥṣanta, umgeben von den Opferpriestern, Hauspriestern, Lehrern und Ministern:

bhastrā mātā pituḥ putro yena jātaḥ sa eva saḥ bharasva putraṃ duḥṣanta māvamaṃsthāḥ śakuntalām

›Der Blasebalg ist die Mutter, der Sohn ist des Vaters Same - wer aus ihm geboren wird, der ist er selbst; ernähre deinen Sohn, Duḥṣanta, verachte Śakuntalā nicht!

Wort für Wort
bhastrā mātā pituḥ putro yena jātaḥ sa eva saḥ bharasva putraṃ duḥṣanta māvamaṃsthāḥ śakuntalām
›Der Blasebalg ist die Mutter, der Sohn ist des Vaters Same - wer aus ihm geboren wird, der ist er selbst; ernähre deinen Sohn, Duḥṣanta, verachte Śakuntalā nicht!

[Anm.: Bild vom Schmiedeblasebalg: die Mutter wird hier mit dem Blasebalg verglichen, der den väterlichen Samen (das Feuer/Metall) nur formt, während der Same selbst die eigentliche Substanz des Vaters ist - eine altindische physiologische Vorstellung von Zeugung.

retodhāḥ putra unnayati naradeva yamakṣayāt tvaṃ cāsya dhātā garbhasya satyam āha śakuntalā

Der Samenspender führt den Sohn aus dem Reich des Yama empor, o Herrscher der Menschen; du bist der Erschaffer dieses Fötus, die Wahrheit hat Śakuntalā gesprochen.

Wort für Wort
retodhāḥ putra unnayati naradeva yamakṣayāt tvaṃ cāsya dhātā garbhasya satyam āha śakuntalā
Der Samenspender führt den Sohn aus dem Reich des Yama empor, o Herrscher der Menschen; du bist der Erschaffer dieses Fötus, die Wahrheit hat Śakuntalā gesprochen.

jāyā janayate putram ātmano 'ṅgaṃ dvidhā kṛtam tasmād bharasva duḥṣanta putraṃ śākuntalaṃ nṛpa

Die Gattin gebiert den Sohn als das eigene, zweigeteilte Glied - darum ernähre, Duḥṣanta, den Sohn der Śakuntalā, o König!

Wort für Wort
jāyā janayate putram ātmano 'ṅgaṃ dvidhā kṛtam tasmād bharasva duḥṣanta putraṃ śākuntalaṃ nṛpa
Die Gattin gebiert den Sohn als das eigene, zweigeteilte Glied - darum ernähre, Duḥṣanta, den Sohn der Śakuntalā, o König!

abhūtir eṣā kas tyajyāj jīvañ jīvantam ātmajam śākuntalaṃ mahātmānaṃ dauḥṣantiṃ bhara paurava

Es ist ein Unglück - wer würde seinen lebenden eigenen Sohn zu Lebzeiten verstoßen? Ernähre den hochgesinnten Sohn der Śakuntalā, den Sohn des Duḥṣanta, o Paurava!

Wort für Wort
abhūtir eṣā kas tyajyāj jīvañ jīvantam ātmajam śākuntalaṃ mahātmānaṃ dauḥṣantiṃ bhara paurava
Es ist ein Unglück - wer würde seinen lebenden eigenen Sohn zu Lebzeiten verstoßen? Ernähre den hochgesinnten Sohn der Śakuntalā, den Sohn des Duḥṣanta, o Paurava!

bhartavyo 'yaṃ tvayā yasmād asmākaṃ vacanād api tasmād bhavatv ayaṃ nāmnā bharato nāma te sutaḥ

Da er von dir ernährt werden soll, auch auf unser Wort hin, soll dieser dein Sohn den Namen ›Bharata‹ (der zu Ernährende) tragen.‹

Wort für Wort
bhartavyo 'yaṃ tvayā yasmād asmākaṃ vacanād api tasmād bhavatv ayaṃ nāmnā bharato nāma te sutaḥ
Da er von dir ernährt werden soll, auch auf unser Wort hin, soll dieser dein Sohn den Namen ›Bharata‹ (der zu Ernährende) tragen.‹

[Anm.: Volksetymologie des Namens Bharata von der Wurzel »bhṛ-« (»tragen, ernähren«).

tac chrutvā pauravo rājā vyāhṛtaṃ vai divaukasām purohitam amātyāṃś ca saṃprahṛṣṭo 'bravīd idam

Als er dies hörte, das Gesprochene der Himmelsbewohner, sprach der König der Pauravas, hocherfreut, zum Hauspriester und den Ministern dies:

Wort für Wort
tac chrutvā pauravo rājā vyāhṛtaṃ vai divaukasām purohitam amātyāṃś ca saṃprahṛṣṭo 'bravīd idam
Als er dies hörte, das Gesprochene der Himmelsbewohner, sprach der König der Pauravas, hocherfreut, zum Hauspriester und den Ministern dies:

śṛṇvantv etad bhavanto 'sya devadūtasya bhāṣitam aham apy evam evainaṃ jānāmi svayam ātmajam

›Hört alle diese Rede dieses Götterboten! Auch ich selbst kannte diesen als meinen eigenen Sohn.

Wort für Wort
śṛṇvantv etad bhavanto 'sya devadūtasya bhāṣitam aham apy evam evainaṃ jānāmi svayam ātmajam
›Hört alle diese Rede dieses Götterboten! Auch ich selbst kannte diesen als meinen eigenen Sohn.

yady ahaṃ vacanād eva gṛhṇīyām imam ātmajam bhaved dhi śaṅkā lokasya naivaṃ śuddho bhaved ayam

Hätte ich diesen Sohn allein auf ihr Wort hin angenommen, so wäre den Leuten ein Zweifel geblieben; so aber ist seine Reinheit nicht (unzweifelhaft) gewesen.‹

Wort für Wort
yady ahaṃ vacanād eva gṛhṇīyām imam ātmajam bhaved dhi śaṅkā lokasya naivaṃ śuddho bhaved ayam
Hätte ich diesen Sohn allein auf ihr Wort hin angenommen, so wäre den Leuten ein Zweifel geblieben; so aber ist seine Reinheit nicht (unzweifelhaft) gewesen.‹

[Anm.: Sinn: Duḥṣanta rechtfertigt sein vorheriges öffentliches Leugnen als taktische Notwendigkeit, damit die Anerkennung des Sohnes erst durch das göttliche Zeugnis über jeden Zweifel erhaben würde.

taṃ viśodhya tadā rājā devadūtena bhārata hṛṣṭaḥ pramuditaś cāpi pratijagrāha taṃ sutam

Nachdem er ihn so durch den Götterboten hatte bestätigen lassen, o Bhārata, nahm der König, erfreut und hocherfreut, jenen Sohn an.

Wort für Wort
taṃ viśodhya tadā rājā devadūtena bhārata hṛṣṭaḥ pramuditaś cāpi pratijagrāha taṃ sutam
Nachdem er ihn so durch den Götterboten hatte bestätigen lassen, o Bhārata, nahm der König, erfreut und hocherfreut, jenen Sohn an.

mūrdhni cainam upāghrāya sasnehaṃ pariṣasvaje sabhājyamāno vipraiś ca stūyamānaś ca bandibhiḥ sa mudaṃ paramāṃ lebhe putrasaṃsparśajāṃ nṛpaḥ

Und indem er an seinem Haupt roch, umarmte er ihn liebevoll; geehrt von den Brahmanen und gepriesen von den Barden, empfand der König höchste Freude durch die Berührung des Sohnes.

Wort für Wort
mūrdhni cainam upāghrāya sasnehaṃ pariṣasvaje sabhājyamāno vipraiś ca stūyamānaś ca bandibhiḥ sa mudaṃ paramāṃ lebhe putrasaṃsparśajāṃ nṛpaḥ
Und indem er an seinem Haupt roch, umarmte er ihn liebevoll; geehrt von den Brahmanen und gepriesen von den Barden, empfand der König höchste Freude durch die Berührung des Sohnes.

tāṃ caiva bhāryāṃ dharmajñaḥ pūjayām āsa dharmataḥ abravīc caiva tāṃ rājā sāntvapūrvam idaṃ vacaḥ

Und seine Gattin ehrte er, der Rechtskundige, nach dem Dharma, und sprach zu ihr besänftigende Worte:

Wort für Wort
tāṃ caiva bhāryāṃ dharmajñaḥ pūjayām āsa dharmataḥ abravīc caiva tāṃ rājā sāntvapūrvam idaṃ vacaḥ
Und seine Gattin ehrte er, der Rechtskundige, nach dem Dharma, und sprach zu ihr besänftigende Worte:

kṛto lokaparokṣo 'yaṃ saṃbandho vai tvayā saha tasmād etan mayā devi tvacchuddhyarthaṃ vicāritam

›Diese unsere Verbindung wurde von dir vor der Öffentlichkeit verborgen geschlossen; deshalb, o Göttin, habe ich dies überlegt, um deine Reinheit in den Augen der Leute sicherzustellen.

Wort für Wort
kṛto lokaparokṣo 'yaṃ saṃbandho vai tvayā saha tasmād etan mayā devi tvacchuddhyarthaṃ vicāritam
›Diese unsere Verbindung wurde von dir vor der Öffentlichkeit verborgen geschlossen; deshalb, o Göttin, habe ich dies überlegt, um deine Reinheit in den Augen der Leute sicherzustellen.

manyate caiva lokas te strībhāvān mayi saṃgatam putraś cāyaṃ vṛto rājye mayā tasmād vicāritam

Denn die Leute meinen, du habest dich mir aus weiblicher Zuneigung angeschlossen; und dieser Sohn wurde von mir für das Königreich erwählt - deshalb habe ich so überlegt gehandelt.

Wort für Wort
manyate caiva lokas te strībhāvān mayi saṃgatam putraś cāyaṃ vṛto rājye mayā tasmād vicāritam
Denn die Leute meinen, du habest dich mir aus weiblicher Zuneigung angeschlossen; und dieser Sohn wurde von mir für das Königreich erwählt - deshalb habe ich so überlegt gehandelt.

yac ca kopitayātyarthaṃ tvayokto 'smy apriyaṃ priye praṇayinyā viśālākṣi tat kṣāntaṃ te mayā śubhe

Und was ich dir im höchsten Zorn Unliebsames gesagt habe, meine Liebe, du Großäugige - das verzeih mir, du Holde, mir, der ich dir zugetan bin.‹

Wort für Wort
yac ca kopitayātyarthaṃ tvayokto 'smy apriyaṃ priye praṇayinyā viśālākṣi tat kṣāntaṃ te mayā śubhe
Und was ich dir im höchsten Zorn Unliebsames gesagt habe, meine Liebe, du Großäugige - das verzeih mir, du Holde, mir, der ich dir zugetan bin.‹

tām evam uktvā rājarṣir duḥṣanto mahiṣīṃ priyām vāsobhir annapānaiś ca pūjayām āsa bhārata

Nachdem der Königsweise Duḥṣanta so zu seiner geliebten Hauptgemahlin gesprochen hatte, ehrte er sie mit Gewändern, Speise und Trank, o Bhārata.

Wort für Wort
tām evam uktvā rājarṣir duḥṣanto mahiṣīṃ priyām vāsobhir annapānaiś ca pūjayām āsa bhārata
Nachdem der Königsweise Duḥṣanta so zu seiner geliebten Hauptgemahlin gesprochen hatte, ehrte er sie mit Gewändern, Speise und Trank, o Bhārata.

duḥṣantaś ca tato rājā putraṃ śākuntalaṃ tadā bharataṃ nāmataḥ kṛtvā yauvarājye 'bhyaṣecayat

Und König Duḥṣanta ließ dann den Sohn der Śakuntalā, mit dem Namen Bharata versehen, zum Kronprinzen weihen.

Wort für Wort
duḥṣantaś ca tato rājā putraṃ śākuntalaṃ tadā bharataṃ nāmataḥ kṛtvā yauvarājye 'bhyaṣecayat
Und König Duḥṣanta ließ dann den Sohn der Śakuntalā, mit dem Namen Bharata versehen, zum Kronprinzen weihen.

tasya tat prathitaṃ cakraṃ prāvartata mahātmanaḥ bhāsvaraṃ divyam ajitaṃ lokasaṃnādanaṃ mahat

Sein berühmtes Rad, das des Hochgesinnten, kam in Gang - strahlend, göttlich, unbezwungen, groß, die Welt erdröhnen lassend.

Wort für Wort
tasya tat prathitaṃ cakraṃ prāvartata mahātmanaḥ bhāsvaraṃ divyam ajitaṃ lokasaṃnādanaṃ mahat
Sein berühmtes Rad, das des Hochgesinnten, kam in Gang - strahlend, göttlich, unbezwungen, groß, die Welt erdröhnen lassend.

sa vijitya mahīpālāṃś cakāra vaśavartinaḥ cacāra ca satāṃ dharmaṃ prāpa cānuttamaṃ yaśaḥ

Er unterwarf die Erdenherrscher und machte sie sich untertan; er wandelte auf dem Pfad der Rechtschaffenen und erlangte höchsten Ruhm.

Wort für Wort
sa vijitya mahīpālāṃś cakāra vaśavartinaḥ cacāra ca satāṃ dharmaṃ prāpa cānuttamaṃ yaśaḥ
Er unterwarf die Erdenherrscher und machte sie sich untertan; er wandelte auf dem Pfad der Rechtschaffenen und erlangte höchsten Ruhm.

sa rājā cakravarty āsīt sārvabhaumaḥ pratāpavān īje ca bahubhir yajñair yathā śakro marutpatiḥ

Dieser König war ein Cakravartin, ein Weltenherrscher, von großer Macht; er opferte mit vielen Opfern, wie Śakra, der Herr der Maruts.

Wort für Wort
sa rājā cakravarty āsīt sārvabhaumaḥ pratāpavān īje ca bahubhir yajñair yathā śakro marutpatiḥ
Dieser König war ein Cakravartin, ein Weltenherrscher, von großer Macht; er opferte mit vielen Opfern, wie Śakra, der Herr der Maruts.

yājayām āsa taṃ kaṇvo dakṣavad bhūridakṣiṇam śrīmān govitataṃ nāma vājimedham avāpa saḥ yasmin sahasraṃ padmānāṃ kaṇvāya bharato dadau

Kaṇva ließ ihn, gleich Dakṣa, mit reichlichen Priestergaben opfern; er, der Glanzvolle, erlangte das ›Govitata‹ genannte Pferdeopfer, bei dem Bharata dem Kaṇva tausend Padmas schenkte.

Wort für Wort
yājayām āsa taṃ kaṇvo dakṣavad bhūridakṣiṇam śrīmān govitataṃ nāma vājimedham avāpa saḥ yasmin sahasraṃ padmānāṃ kaṇvāya bharato dadau
Kaṇva ließ ihn, gleich Dakṣa, mit reichlichen Priestergaben opfern; er, der Glanzvolle, erlangte das ›Govitata‹ genannte Pferdeopfer, bei dem Bharata dem Kaṇva tausend Padmas schenkte.

[Anm.: »Padma« bezeichnet hier eine hohe Zahleneinheit von Goldmünzen, wörtlich »Lotus«.

bharatād bhāratī kīrtir yenedaṃ bhārataṃ kulam apare ye ca pūrve ca bhāratā iti viśrutāḥ

Von Bharata stammt der Ruhmesname ›Bhārata‹, wonach dieses Geschlecht der Bhāratas benannt ist, sowohl die späteren als auch die früheren, die als ›Bhāratas‹ bekannt sind.

Wort für Wort
bharatād bhāratī kīrtir yenedaṃ bhārataṃ kulam apare ye ca pūrve ca bhāratā iti viśrutāḥ
Von Bharata stammt der Ruhmesname ›Bhārata‹, wonach dieses Geschlecht der Bhāratas benannt ist, sowohl die späteren als auch die früheren, die als ›Bhāratas‹ bekannt sind.

bharatasyānvavāye hi devakalpā mahaujasaḥ babhūvur brahmakalpāś ca bahavo rājasattamāḥ

In Bharatas Nachkommenschaft entstanden viele göttergleiche, von großer Macht, und brahmangleiche, beste unter den Königen.

Wort für Wort
bharatasyānvavāye hi devakalpā mahaujasaḥ babhūvur brahmakalpāś ca bahavo rājasattamāḥ
In Bharatas Nachkommenschaft entstanden viele göttergleiche, von großer Macht, und brahmangleiche, beste unter den Königen.

yeṣām aparimeyāni nāmadheyāni sarvaśaḥ teṣāṃ tu te yathāmukhyaṃ kīrtayiṣyāmi bhārata mahābhāgān devakalpān satyārjavaparāyaṇān

Von ihnen, deren Namen in ihrer Gesamtheit unzählbar sind, will ich dir, wie sie an Bedeutung voranstehen, verkünden, o Bhārata - die Hochgesegneten, Göttergleichen, der Wahrheit und Aufrichtigkeit Ergebenen.«

Wort für Wort
yeṣām aparimeyāni nāmadheyāni sarvaśaḥ teṣāṃ tu te yathāmukhyaṃ kīrtayiṣyāmi bhārata mahābhāgān devakalpān satyārjavaparāyaṇān
Von ihnen, deren Namen in ihrer Gesamtheit unzählbar sind, will ich dir, wie sie an Bedeutung voranstehen, verkünden, o Bhārata - die Hochgesegneten, Göttergleichen, der Wahrheit und Aufrichtigkeit Ergebenen.«

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