Quellen der Menschheit

Mahābhārata · Ādiparva

Kapitel 77: Śarmiṣṭhā-Yayāti-Samāgamaḥ Śarmiṣṭhās Vereinigung mit Yayāti

Devayānī gebiert Yayāti einen ersten Sohn. Als auch Śarmiṣṭhā ihre fruchtbare Zeit erreicht, bittet sie Yayāti heimlich um einen Sohn; er verweist zunächst auf Śukras Verbot, doch Śarmiṣṭhā überzeugt ihn mit der Lehre von den fünf sündenlosen Notlügen und dem Argument der 'gleichrangigen Heirat' (wer der Gatte der Freundin ist, ist auch ihrer). Yayāti gibt nach, verhilft ihr zum Dharma der Mutterschaft, und Śarmiṣṭhā empfängt ihren ersten Sohn.

vaiśaṃpāyana uvāca yayātiḥ svapuraṃ prāpya mahendrapurasaṃnibham praviśyāntaḥpuraṃ tatra devayānīṃ nyaveśayat

Vaiśaṃpāyana sprach: »Yayāti, in seiner eigenen Stadt angekommen, die der Stadt Indras glich, betrat den inneren Frauentrakt und ließ dort Devayānī wohnen.

Wort für Wort
vaiśaṃpāyana uvāca yayātiḥ svapuraṃ prāpya mahendrapurasaṃnibham praviśyāntaḥpuraṃ tatra devayānīṃ nyaveśayat
Vaiśaṃpāyana sprach: »Yayāti, in seiner eigenen Stadt angekommen, die der Stadt Indras glich, betrat den inneren Frauentrakt und ließ dort Devayānī wohnen.

devayānyāś cānumate tāṃ sutāṃ vṛṣaparvaṇaḥ aśokavanikābhyāśe gṛhaṃ kṛtvā nyaveśayat

Und mit Devayānīs Zustimmung ließ er jene Tochter des Vṛṣaparvan in der Nähe des Aśoka-Hains ein Haus errichten und wohnen.

Wort für Wort
devayānyāś cānumate tāṃ sutāṃ vṛṣaparvaṇaḥ aśokavanikābhyāśe gṛhaṃ kṛtvā nyaveśayat
Und mit Devayānīs Zustimmung ließ er jene Tochter des Vṛṣaparvan in der Nähe des Aśoka-Hains ein Haus errichten und wohnen.

vṛtāṃ dāsīsahasreṇa śarmiṣṭhām āsurāyaṇīm vāsobhir annapānaiś ca saṃvibhajya susatkṛtām

Śarmiṣṭhā, die Asura-Tochter, umgeben von tausend Dienerinnen, wurde mit Kleidung, Speise und Trank versorgt und gut behandelt.

Wort für Wort
vṛtāṃ dāsīsahasreṇa śarmiṣṭhām āsurāyaṇīm vāsobhir annapānaiś ca saṃvibhajya susatkṛtām
Śarmiṣṭhā, die Asura-Tochter, umgeben von tausend Dienerinnen, wurde mit Kleidung, Speise und Trank versorgt und gut behandelt.

devayānyā tu sahitaḥ sa nṛpo nahuṣātmajaḥ vijahāra bahūn abdān devavan mudito bhṛśam

Zusammen mit Devayānī verbrachte der König, der Sohn des Nahuṣa, viele Jahre, wie ein Gott, überaus froh.

Wort für Wort
devayānyā tu sahitaḥ sa nṛpo nahuṣātmajaḥ vijahāra bahūn abdān devavan mudito bhṛśam
Zusammen mit Devayānī verbrachte der König, der Sohn des Nahuṣa, viele Jahre, wie ein Gott, überaus froh.

ṛtukāle tu saṃprāpte devayānī varāṅganā lebhe garbhaṃ prathamataḥ kumāraṃ ca vyajāyata

Als die Zeit der Fruchtbarkeit gekommen war, empfing die vortreffliche Devayānī als Erste Schwangerschaft und gebar einen Knaben.

Wort für Wort
ṛtukāle tu saṃprāpte devayānī varāṅganā lebhe garbhaṃ prathamataḥ kumāraṃ ca vyajāyata
Als die Zeit der Fruchtbarkeit gekommen war, empfing die vortreffliche Devayānī als Erste Schwangerschaft und gebar einen Knaben.

gate varṣasahasre tu śarmiṣṭhā vārṣaparvaṇī dadarśa yauvanaṃ prāptā ṛtuṃ sā cānvacintayat

Nach Ablauf von tausend Jahren sah Śarmiṣṭhā, die Tochter des Vṛṣaparvan, dass sie die Jugendreife erlangt hatte und in ihre fruchtbare Zeit gekommen war, und sie überlegte:

Wort für Wort
gate varṣasahasre tu śarmiṣṭhā vārṣaparvaṇī dadarśa yauvanaṃ prāptā ṛtuṃ sā cānvacintayat
Nach Ablauf von tausend Jahren sah Śarmiṣṭhā, die Tochter des Vṛṣaparvan, dass sie die Jugendreife erlangt hatte und in ihre fruchtbare Zeit gekommen war, und sie überlegte:

[Anm.: 'tausend Jahre' folgt der hyperbolischen Zeitrechnung der epischen Erzählung, nicht wörtlicher Chronologie.

ṛtukālaś ca saṃprāpto na ca me 'sti patir vṛtaḥ kiṃ prāptaṃ kiṃ nu kartavyaṃ kiṃ vā kṛtvā kṛtaṃ bhavet

›Meine fruchtbare Zeit ist gekommen, doch habe ich keinen erwählten Gatten. Was ist mir zuteilgeworden, was ist nun zu tun, oder was, getan, würde recht getan sein?

Wort für Wort
ṛtukālaś ca saṃprāpto na ca me 'sti patir vṛtaḥ kiṃ prāptaṃ kiṃ nu kartavyaṃ kiṃ vā kṛtvā kṛtaṃ bhavet
›Meine fruchtbare Zeit ist gekommen, doch habe ich keinen erwählten Gatten. Was ist mir zuteilgeworden, was ist nun zu tun, oder was, getan, würde recht getan sein?

devayānī prajātāsau vṛthāhaṃ prāptayauvanā yathā tayā vṛto bhartā tathaivāhaṃ vṛṇomi tam

Devayānī hat schon geboren; vergeblich habe ich die Jugendreife erlangt. Wie sie ihren Gatten erwählt hat, so werde auch ich denselben erwählen.

Wort für Wort
devayānī prajātāsau vṛthāhaṃ prāptayauvanā yathā tayā vṛto bhartā tathaivāhaṃ vṛṇomi tam
Devayānī hat schon geboren; vergeblich habe ich die Jugendreife erlangt. Wie sie ihren Gatten erwählt hat, so werde auch ich denselben erwählen.

rājñā putraphalaṃ deyam iti me niścitā matiḥ apīdānīṃ sa dharmātmā iyān me darśanaṃ rahaḥ

Vom König soll mir die Frucht eines Sohnes gegeben werden - dies ist mein fester Entschluss. Möge doch jetzt der Dharma-Gesinnte mir eine heimliche Begegnung gewähren.‹

Wort für Wort
rājñā putraphalaṃ deyam iti me niścitā matiḥ apīdānīṃ sa dharmātmā iyān me darśanaṃ rahaḥ
Vom König soll mir die Frucht eines Sohnes gegeben werden - dies ist mein fester Entschluss. Möge doch jetzt der Dharma-Gesinnte mir eine heimliche Begegnung gewähren.‹

atha niṣkramya rājāsau tasmin kāle yadṛcchayā aśokavanikābhyāśe śarmiṣṭhāṃ prāpya viṣṭhitaḥ

Da nun, als der König zufällig zu jener Zeit hinausging, gelangte er in die Nähe des Aśoka-Hains und blieb, Śarmiṣṭhā erblickend, stehen.

Wort für Wort
atha niṣkramya rājāsau tasmin kāle yadṛcchayā aśokavanikābhyāśe śarmiṣṭhāṃ prāpya viṣṭhitaḥ
Da nun, als der König zufällig zu jener Zeit hinausging, gelangte er in die Nähe des Aśoka-Hains und blieb, Śarmiṣṭhā erblickend, stehen.

tam ekaṃ rahite dṛṣṭvā śarmiṣṭhā cāruhāsinī pratyudgamyāñjaliṃ kṛtvā rājānaṃ vākyam abravīt

Als sie ihn allein an einsamem Ort sah, ging Śarmiṣṭhā, die lieblich Lächelnde, ihm entgegen, faltete die Hände und sprach zum König dieses Wort:

Wort für Wort
tam ekaṃ rahite dṛṣṭvā śarmiṣṭhā cāruhāsinī pratyudgamyāñjaliṃ kṛtvā rājānaṃ vākyam abravīt
Als sie ihn allein an einsamem Ort sah, ging Śarmiṣṭhā, die lieblich Lächelnde, ihm entgegen, faltete die Hände und sprach zum König dieses Wort:

somasyendrasya viṣṇor vā yamasya varuṇasya vā tava vā nāhuṣa kule kaḥ striyaṃ spraṣṭum arhati

›Im Geschlecht des Soma, Indra, Viṣṇu, Yama oder Varuṇa, oder in deinem, o Sohn des Nahuṣa - wer wäre würdiger, eine Frau zu berühren?

Wort für Wort
somasyendrasya viṣṇor vā yamasya varuṇasya vā tava vā nāhuṣa kule kaḥ striyaṃ spraṣṭum arhati
›Im Geschlecht des Soma, Indra, Viṣṇu, Yama oder Varuṇa, oder in deinem, o Sohn des Nahuṣa - wer wäre würdiger, eine Frau zu berühren?

rūpābhijanaśīlair hi tvaṃ rājan vettha māṃ sadā sā tvāṃ yāce prasādyāham ṛtuṃ dehi narādhipa

Denn an Schönheit, Herkunft und Wesen kennst du mich, o König, seit jeher. Ich, dies erbittend, bitte dich um Gnade: gib mir die Frucht meiner fruchtbaren Zeit, o Herrscher der Menschen.‹

Wort für Wort
rūpābhijanaśīlair hi tvaṃ rājan vettha māṃ sadā sā tvāṃ yāce prasādyāham ṛtuṃ dehi narādhipa
Denn an Schönheit, Herkunft und Wesen kennst du mich, o König, seit jeher. Ich, dies erbittend, bitte dich um Gnade: gib mir die Frucht meiner fruchtbaren Zeit, o Herrscher der Menschen.‹

yayātir uvāca vedmi tvāṃ śīlasaṃpannāṃ daityakanyām aninditām rūpe ca te na paśyāmi sūcyagram api ninditam

Yayāti sprach: ›Ich kenne dich als von vollkommenem Wesen, als tadellose Daitya-Jungfrau; und an deiner Schönheit sehe ich nicht einmal die Spitze einer Nadel als tadelnswert.

Wort für Wort
yayātir uvāca vedmi tvāṃ śīlasaṃpannāṃ daityakanyām aninditām rūpe ca te na paśyāmi sūcyagram api ninditam
Yayāti sprach: ›Ich kenne dich als von vollkommenem Wesen, als tadellose Daitya-Jungfrau; und an deiner Schönheit sehe ich nicht einmal die Spitze einer Nadel als tadelnswert.

abravīd uśanā kāvyo devayānīṃ yadāvaham neyam āhvayitavyā te śayane vārṣaparvaṇī

[Doch] Uśanas Kāvya sprach, als ich Devayānī heimführte: »Diese Tochter des Vṛṣaparvan darfst du nicht zu deinem Lager rufen.«‹

Wort für Wort
abravīd uśanā kāvyo devayānīṃ yadāvaham neyam āhvayitavyā te śayane vārṣaparvaṇī
[Doch] Uśanas Kāvya sprach, als ich Devayānī heimführte: »Diese Tochter des Vṛṣaparvan darfst du nicht zu deinem Lager rufen.«‹

śarmiṣṭhovāca na narmayuktaṃ vacanaṃ hinasti; na strīṣu rājan na vivāhakāle prāṇātyaye sarvadhanāpahāre; pañcānṛtāny āhur apātakāni

Śarmiṣṭhā sprach: ›Ein im Scherz gesprochenes Wort schadet nicht, ebenso wenig bei Frauen, o König, noch zur Zeit der Heirat, bei Todesgefahr, oder beim Raub des gesamten Besitzes - fünf Arten der Unwahrheit nennt man sündenlos.

Wort für Wort
śarmiṣṭhovāca na narmayuktaṃ vacanaṃ hinasti; na strīṣu rājan na vivāhakāle prāṇātyaye sarvadhanāpahāre; pañcānṛtāny āhur apātakāni
Śarmiṣṭhā sprach: ›Ein im Scherz gesprochenes Wort schadet nicht, ebenso wenig bei Frauen, o König, noch zur Zeit der Heirat, bei Todesgefahr, oder beim Raub des gesamten Besitzes - fünf Arten der Unwahrheit nennt man sündenlos.

pṛṣṭaṃ tu sākṣye pravadantam anyathā; vadanti mithyopahitaṃ narendra ekārthatāyāṃ tu samāhitāyāṃ; mithyā vadantam anṛtaṃ hinasti

Wer aber, als Zeuge befragt, anders aussagt, den nennt man einen Falschredenden, o Herrscher der Menschen; besteht aber Übereinstimmung in der eigentlichen Sache, so schadet Falschreden [in solchen Nebenpunkten] nicht als Unwahrheit.‹

Wort für Wort
pṛṣṭaṃ tu sākṣye pravadantam anyathā; vadanti mithyopahitaṃ narendra ekārthatāyāṃ tu samāhitāyāṃ; mithyā vadantam anṛtaṃ hinasti
Wer aber, als Zeuge befragt, anders aussagt, den nennt man einen Falschredenden, o Herrscher der Menschen; besteht aber Übereinstimmung in der eigentlichen Sache, so schadet Falschreden [in solchen Nebenpunkten] nicht als Unwahrheit.‹

yayātir uvāca rājā pramāṇaṃ bhūtānāṃ sa naśyeta mṛṣā vadan arthakṛcchram api prāpya na mithyā kartum utsahe

Yayāti sprach: ›Ein König ist die Richtschnur für die Geschöpfe; er ginge zugrunde, spräche er die Unwahrheit. Selbst in schwerer Bedrängnis wage ich nicht, falsch zu handeln.‹

Wort für Wort
yayātir uvāca rājā pramāṇaṃ bhūtānāṃ sa naśyeta mṛṣā vadan arthakṛcchram api prāpya na mithyā kartum utsahe
Yayāti sprach: ›Ein König ist die Richtschnur für die Geschöpfe; er ginge zugrunde, spräche er die Unwahrheit. Selbst in schwerer Bedrängnis wage ich nicht, falsch zu handeln.‹

śarmiṣṭhovāca samāv etau matau rājan patiḥ sakhyāś ca yaḥ patiḥ samaṃ vivāham ity āhuḥ sakhyā me 'si patir vṛtaḥ

Śarmiṣṭhā sprach: ›Diese beiden gelten als gleich, o König: der eigene Gatte und der Gatte der Freundin - man nennt das eine gleichrangige Heirat. Von meiner Freundin bist du zum Gatten erwählt worden [also auch von mir].‹

Wort für Wort
śarmiṣṭhovāca samāv etau matau rājan patiḥ sakhyāś ca yaḥ patiḥ samaṃ vivāham ity āhuḥ sakhyā me 'si patir vṛtaḥ
Śarmiṣṭhā sprach: ›Diese beiden gelten als gleich, o König: der eigene Gatte und der Gatte der Freundin - man nennt das eine gleichrangige Heirat. Von meiner Freundin bist du zum Gatten erwählt worden [also auch von mir].‹

yayātir uvāca dātavyaṃ yācamānebhya iti me vratam āhitam tvaṃ ca yācasi māṃ kāmaṃ brūhi kiṃ karavāṇi te

Yayāti sprach: ›Den Bittenden zu geben - dies ist mein auferlegtes Gelübde; und du bittest mich um deinen Wunsch. Sag, was soll ich für dich tun?‹

Wort für Wort
yayātir uvāca dātavyaṃ yācamānebhya iti me vratam āhitam tvaṃ ca yācasi māṃ kāmaṃ brūhi kiṃ karavāṇi te
Yayāti sprach: ›Den Bittenden zu geben - dies ist mein auferlegtes Gelübde; und du bittest mich um deinen Wunsch. Sag, was soll ich für dich tun?‹

śarmiṣṭhovāca adharmāt trāhi māṃ rājan dharmaṃ ca pratipādaya tvatto 'patyavatī loke careyaṃ dharmam uttamam

Śarmiṣṭhā sprach: ›Rette mich vor dem Unrecht, o König, und verhilf mir zum Dharma; möge ich, durch dich mit Nachkommenschaft gesegnet, in der Welt dem höchsten Dharma folgen.

Wort für Wort
śarmiṣṭhovāca adharmāt trāhi māṃ rājan dharmaṃ ca pratipādaya tvatto 'patyavatī loke careyaṃ dharmam uttamam
Śarmiṣṭhā sprach: ›Rette mich vor dem Unrecht, o König, und verhilf mir zum Dharma; möge ich, durch dich mit Nachkommenschaft gesegnet, in der Welt dem höchsten Dharma folgen.

traya evādhanā rājan bhāryā dāsas tathā sutaḥ yat te samadhigacchanti yasya te tasya tad dhanam

Drei nur sind besitzlos, o König: die Ehefrau, der Diener, ebenso der Sohn; was sie erwerben, dessen Eigentum sie selbst sind, dem gehört auch das von ihnen Erworbene.

Wort für Wort
traya evādhanā rājan bhāryā dāsas tathā sutaḥ yat te samadhigacchanti yasya te tasya tad dhanam
Drei nur sind besitzlos, o König: die Ehefrau, der Diener, ebenso der Sohn; was sie erwerben, dessen Eigentum sie selbst sind, dem gehört auch das von ihnen Erworbene.

devayānyā bhujiṣyāsmi vaśyā ca tava bhārgavī sā cāhaṃ ca tvayā rājan bharaṇīye bhajasva mām

Ich bin Devayānīs Untergebene und dir, der Tochter des Bhārgava, ergeben; sie und ich sind beide von dir zu versorgen, o König - nimm dich meiner an.‹

Wort für Wort
devayānyā bhujiṣyāsmi vaśyā ca tava bhārgavī sā cāhaṃ ca tvayā rājan bharaṇīye bhajasva mām
Ich bin Devayānīs Untergebene und dir, der Tochter des Bhārgava, ergeben; sie und ich sind beide von dir zu versorgen, o König - nimm dich meiner an.‹

vaiśaṃpāyana uvāca evam uktas tu rājā sa tathyam ity eva jajñivān pūjayām āsa śarmiṣṭhāṃ dharmaṃ ca pratyapādayat

Vaiśaṃpāyana sprach: »So angesprochen, erkannte der König dies als gerecht an, ehrte Śarmiṣṭhā und verhalf ihr zum Dharma.

Wort für Wort
vaiśaṃpāyana uvāca evam uktas tu rājā sa tathyam ity eva jajñivān pūjayām āsa śarmiṣṭhāṃ dharmaṃ ca pratyapādayat
Vaiśaṃpāyana sprach: »So angesprochen, erkannte der König dies als gerecht an, ehrte Śarmiṣṭhā und verhalf ihr zum Dharma.

samāgamya ca śarmiṣṭhāṃ yathākāmam avāpya ca anyonyam abhisaṃpūjya jagmatus tau yathāgatam

Und nachdem er sich mit Śarmiṣṭhā vereinigt und den Wunsch erfüllt hatte, ehrten sie einander und gingen beide wieder ihres Weges, wie sie gekommen waren.

Wort für Wort
samāgamya ca śarmiṣṭhāṃ yathākāmam avāpya ca anyonyam abhisaṃpūjya jagmatus tau yathāgatam
Und nachdem er sich mit Śarmiṣṭhā vereinigt und den Wunsch erfüllt hatte, ehrten sie einander und gingen beide wieder ihres Weges, wie sie gekommen waren.

tasmin samāgame subhrūḥ śarmiṣṭhā cāruhāsinī lebhe garbhaṃ prathamatas tasmān nṛpatisattamāt

Bei jener Vereinigung empfing die Schönbrauige Śarmiṣṭhā, die lieblich Lächelnde, von jenem besten der Könige zum ersten Mal Schwangerschaft.

Wort für Wort
tasmin samāgame subhrūḥ śarmiṣṭhā cāruhāsinī lebhe garbhaṃ prathamatas tasmān nṛpatisattamāt
Bei jener Vereinigung empfing die Schönbrauige Śarmiṣṭhā, die lieblich Lächelnde, von jenem besten der Könige zum ersten Mal Schwangerschaft.

prajajñe ca tataḥ kāle rājan rājīvalocanā kumāraṃ devagarbhābhaṃ rājīvanibhalocanam

Und zur rechten Zeit gebar sie dann, o König, die Lotosäugige, einen Knaben, einem göttlichen Keim gleich, mit Augen wie Lotosblüten.«

Wort für Wort
prajajñe ca tataḥ kāle rājan rājīvalocanā kumāraṃ devagarbhābhaṃ rājīvanibhalocanam
Und zur rechten Zeit gebar sie dann, o König, die Lotosäugige, einen Knaben, einem göttlichen Keim gleich, mit Augen wie Lotosblüten.«

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